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Brandenburgische Städtebahn (Teil 2 - Niemegk)

geschrieben von: Philosoph

Datum: 14.02.14 18:15

Wie bereits im ersten Teil ausgeführt, war die "Brandenburgische Städtebahn" eine der bedeutendsten Privatbahnen Deutschlands und die zweitgrößte Privatbahn in der Mark Brandenburg. Da es sich bei der BSB weder um eine Kleinbahn noch um eine Kreisbahn handelte, entstand die etwas ungewöhnliche Bezeichnung "Städtebahn". Wie viele Privatbahnen in Deutschland, so verzeichnet auch die BSB eine sehr wechselhafte Geschichte. Nachdem der Betrieb zunächst von der Brandenburgischen Städtebahnen AG durchgeführt wurde, wechselte er ab 1920 an das Landesverkehrsamt der Provinz Brandenburg und ab 1923 dann an die "Landesverkehrsdirektion der Provinz Brandenburg GmbH". Ab dem 01. Januar 1934 war dann das "Landesverkehrsamt Brandenburg" zuständig. Ab dem Jahr 1948 übernahm eine neu gegründete "Vereinigung Volkseigener Betriebe Landesbahnen Brandenburg" das Betriebsvermögen und Betriebszuständigkeit der Kleinbahnen bis schließlich 1949 der Betrieb für über 40 Jahre von der Deutschen Reichsbahn übernommen wurde.

Quelle: Walter Menzel “Die Brandenburgische Städtebahn“


Im Zweiten Teil dieser Serie wollen wir uns nun auf den Weg nach Belzig machen. Zunächst jedoch die obligatorische Übersichtskarte:


http://abload.de/img/belzigohjsh.jpg

DR-Atlas 1984


Auch einen Fahrplan möchte ich euch in diesem Teil nicht vorenthalten. Diesmal aus dem Jahr 1914. Gegenüber dem Jahr 1905 wurde der Fahrplan auf dem Abschnitt Treuenbrietzen – Belzig um ein weiteres Zugpaar ergänzt. Alle Fahrpläne wurden übrigens von Alberto zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank dafür.

http://abload.de/img/bstb14ysjy8.jpg

Fahrplan Städtebahn 1914 aus dem Archiv von Alberto


In den Jahren 1997 bis 1999 gab es noch einige Sonderfahrten der EF Belzig auf dieser Strecke, die von Steffen Tautz ausführlich dokumentiert wurden. Eine Auswahl seiner Bilder hat er dankenswerter Weise für diese Serie zur Verfügung gestellt.


http://abload.de/img/236f1j97.jpg

50 3708 am BSB-Bahnsteig in Treuenbrietzen


http://abload.de/img/244vkj1j.jpg

50 3708 verlässt Treuenbrietzen in Richtung Belzig, rechts das Befehlsstellwerk B2


http://abload.de/img/280nqkmx.jpg

50 3708 zwischen Treuenbrietzen und Haselhoff – Niederwerbig


Nächste Betriebsstelle auf dem Weg nach Belzig war an Km 6,6 der HP Haselhoff – Niederwerbig. Trotz aller Bemühungen konnte ich kein Bild von diesem HP auftreiben. Selbst in der einschlägigen Literatur gibt es hier nichts. Hier ist zumindest der Bahnsteig zu sehen:

[www.berliner-bahnen.de]


Wofür mag der noch vorhandene Betonbau aus DR-Zeiten wohl gedient haben?

Zumindest aber einige Daten kann ich zur Verfügung stellen:

• 25.03.1904 Eröffnung
• 20.04.1945 Schließung
• 27.08.1945 Wiedereröffnung
• 01.10.1962 Einstellung PV

Nicht nur an Bildern fehlt es, sondern auch sonstige Informationen sind rar gesät. Gesichert ist lediglich, dass es in HN nur ein Durchgangsgleis und als einer von drei HP der BSB es kein EG sondern nur einfaches Wartehaus gab. Da auch keine Güterschuppen verzeichnet ist, gehe ich davon aus, dass es in HN auch nie ein Ladegleis gegeben hat. In den Aufzeichnungen eines Mitarbeiters des Bahnhofs Belzig wird der HP dagegen als Bahnhof bezeichnet. Außerdem wird dort festgehalten, dass die Überreste des ehemaligen Bahnhofsgebäudes in HN 1962 zu Filmzwecken zerstört wurden. Vielleicht kann hierzu ja noch jemand etwas erhellendes beitragen. Den ganzen Beitrag von Carsten Friese gibt es hier:

[www.drehscheibe-foren.de]

Ergänzung von Carsten Friese:

Es ist kaum zu glauben,aber das "Betongebäude" war das Dienstgebäude des Bahnagenten.Dort hat er mit seiner Familie auch gelebt!
Ich kannte den letzten "Bahnhofsvorsteher",Erwin M. noch persöhnlich. Er ist dort sogar geboren worden und vor wenigen Jahren im nahen Grabow gestorben. Er hatte uns auch Fotos gezeigt vom Hp., der zwischenzeitlich auch mal Haseloff-Grabow hieß.Im Zuge des Ausbaus der Strecke für TEEM-Züge der Relation CSSR-Ostseehäfen (wahrscheinlich nur die offizielle Begründung-es waren wohl mehr militär-strategische Überlegungen),begann man mit dem Bau eines Kreuzungsgleises.Das Planum war schon weitgehend fertiggestellt, jedoch nie vollendet.Mit ein bischen Phantasie kann man das Ganze noch erahnen. Bis vor einiger Zeit standen noch Reste der BHG (Bäuerliche HandelsGenossenschaft/Raiffeisen).


Beim Abbau der Gleise zwischen Treuenbrietzen und Niemegk im Jahr 2011 wurden leider auch sämtliche Reste des HP entfernt, so dass ich leider nur mit einigen “Gebüschfotos“ aufwarten kann. Die beiden nachfolgenden Bilder zeigen den Standort des ehemaligen HP. Hier ist wirklich nichts mehr zu finden.

http://abload.de/img/dsc_46362xsvp.jpg

http://abload.de/img/dsc_4635ios3l.jpg


Etwa 300 Meter hinter dem HP in Richtung Niemegk kreuzte die Landstraße zwischen Haselhoff und Niederwerbig die Strecke. Dort konnte Christoph Carl Arndt im Jahr 2005 noch Aufnahmen mit Gleisen machen. Meine Vergleichsfotos aus dem Jahr 2012 habe ich jeweils dahinter eingefügt.


http://abload.de/img/hn-nachneustadt-220507vswz.jpg


http://abload.de/img/dsc_4633fgsxa.jpg


http://abload.de/img/hn-ausneustadt-2205058ps2l.jpg


http://abload.de/img/dsc_46346nsv3.jpg


Zwischen Haselhoff-Niederwerbig und Niemegk entstand das folgende Bild von Steffen Tautz

http://abload.de/img/beiniemegk8-97nvsir.jpg


Kommen wir nun zum Bahnhof Niemegk am Km 11,8:

Die folgende Fahrkarte stammt aus der Sammlung von Carsten Friese:

http://abload.de/img/stdtebahnniemegkfahrke2fpr.jpg


Vom Bahnhof Niemegk hat mir Dirk Pfannschmidt wieder zwei Gleispläne aus seinem umfangreichen Archiv zur Verfügung gestellt.

http://abload.de/img/ccf20062013_0002cdu6i.jpg

Gleisplan Niemegk 1984 / Archiv Dirk Pfannschmidt

http://abload.de/img/ccf20062013_00011ccu3.jpg

Gleisplan Niemegk 1988 / Archiv Dirk Pfannschmidt

Die Unterschiede sind nur marginal und betreffen ausschließlich das Anschlussgleis zum Ziegelwerk auf der Ostseite des Bahnhofs. Fand hier tatsächlich zwischen 1984 und 1988 ein Umbau statt oder ist einer der beiden Pläne schlicht falsch?

Als größerer Zwischenbahnhof erhielt Niemegk als EG einen Typenbau vom Typ 1. Während vermutlich in den Vorkriegsjahren (WK II) fernbediehnte Einfahrsignale nachgerüstet wurden (das genaue Datum ist leider nicht bekannt) blieben die Weichen bis zum Schluss auf Handbetrieb. Lediglich die einfachen Schlüsselbretter wurden gegen Schlüsselwerke ausgetauscht.

Die Daten zum Bahnhof Niemegk entsprechen denen aus Treuenbrietzen mit Ausnahme des Güterverkehrs, welcher aus Richtung Belzig noch bis kurz nach der Wende durchgeführt wurde.

• 25.03.1904 Eröffnung
• 20.04.1945 Schließung
• 27.08.1945 Wiedereröffnung
• 01.10.1962 Einstellung PV


Nachfolgend einige Bilder vom Bahnhof Niemegk

Zunächst die östliche Ausfahrt in Richtung Treuenbrietzen

http://abload.de/img/dsc_46377tul4.jpg


Nun zweimal der Blick vom BÜ in Richtung Personenbahnhof

http://abload.de/img/dsc_4639c2f36.jpg


http://abload.de/img/dsc_4638j4dfn.jpg


Im Januar 1991 gab es erstmals eine Sonderfahrt auf der Städtebahn Richtung Niemegk, an der auch Carsten Friese teilnahm.
Die Fahrstrecke war Seddin-Belzig-Niemegk-Belzig-Brandenburg-Wildpark-Seddin. Weitere Bilder von Carsten Friese zu dieser Fahrt gibt es hier:

[www.drehscheibe-foren.de]


Das nachfolgende Foto dieser Fahrt entstand etwas weiter hinten (wo heute nur noch Dschungel ist), ist aber dennoch ein schönes Vergleichsfoto zu den ersten beiden Bildern. @Carsten: Wo ist der BÜ geblieben. Der müsste doch deutlich zu erkennen sein?

http://abload.de/img/carstenfriese8jemm.jpg


Nachstehend einige weitere (meist unkommentierte) Bilder vom Zustand des Bahnhofs Niemegk aus dem Jahr 2012 sowie weitere Aufnahmen von Steffen Tautz im Rahmen der angesprochenen Sonderfahrten:


http://abload.de/img/dsc_4643nscmt.jpg


http://abload.de/img/dsc_4642nhfw4.jpg


Das Gebäude auf dem folgenden Bild ist auf den Gleisplänen nicht verzeichnet. Weiß evtl. jemand welche dienstliche Funktion es einst hatte?

http://abload.de/img/dsc_4641mofjx.jpg


http://abload.de/img/19784fbr.jpg


http://abload.de/img/dsc_464780eip.jpg


http://abload.de/img/218bmd72.jpg


http://abload.de/img/dsc_46498dd3u.jpg


http://abload.de/img/dsc_4648l5cl2.jpg


http://abload.de/img/dsc_4644yxcjb.jpg


http://abload.de/img/dsc_4645mofyz.jpg


Nachstehend ein Bild des ehemaligen Stellwerks in Niemegk. Gut erkennbar, es gab nur zwei Plätze für die Stellhebel der jeweils einflügeligen Einfahrsignale und keine fernbedienten Weichen. Ein kleines Rätsel geben mir die beiden Stellbänke auf. Macht das Sinn, wenn beide Signale zeitgleich aufgestellt wurden? Oder stand das erste Einfahrsignal der BSB möglicherweise sogar in Niemegk? Eine weitere Möglichkeit wäre, dass es aufgrund der handbedienten Weichen und der großen Entfernung an der Ostausfahrt (gab es auch eine Schranke am BÜ?) früher einen Weichenwärterstellwerk gab. Später wurde der Stellhebel dann in das EG versetzt. Würde mich freuen, wenn die Stellwerksexperten dazu eine Meinung abgeben könnten.

http://abload.de/img/dsc_4656y4idz.jpg


http://abload.de/img/dsc_4655oocwb.jpg


Ausfahrt in Richtung Belzig

http://abload.de/img/dsc_4646yedp4.jpg


Blick zurück vom BÜ Richtung Bahnhof

http://abload.de/img/dsc_46584dd69.jpg


http://abload.de/img/2229ysjs.jpg


Das ESig aus Richtung Belzig steht noch immer, auch wenn das zugehörige Stellwerk schon lange nicht mehr existiert.

http://abload.de/img/dsc_4657j0fpz.jpg



Dies soll es dann für heute und den zweiten Teil erstmal gewesen sein. Über weitere Ergänzungen, Korrekturen oder Bilder würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße ins Forum


Carsten

https://up.picr.de/47251398ap.jpg

Meine Bilder in der DSO-Galerie: DSO-Galerie




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:15:16:56:57.
Hallo Carsten,

die Bahnanlagen im Bahnhof Niemegk sehen ja sehr schlimm aus, da stellt man sich echt die Frage, wie dort noch ein Zug fahren soll, bzw. Draisinen Fahrten stattfinden sollen, wie sie geplant sind. Da muss ja ein kompletter Kahlschlag erfolgen, um die Gleise wieder frei zubekommen.

Gruß
PW Städtebahner

Re: Brandenburgische Städtebahn (Teil 2 - Niemegk)

geschrieben von: Philosoph

Datum: 15.02.14 11:09

Hallo Patrick,

in Dahmsdorf sieht es noch schlimmer aus. Für Draisinen lässt sich die Strecke sicherlich wieder herrichten. Das hier nochmals richtige Züge verkehren, glaube ich eher nicht.

Ich lass mich aber gern überraschen.

Viele Grüße


Carsten

https://up.picr.de/47251398ap.jpg

Meine Bilder in der DSO-Galerie: DSO-Galerie
Hallo Philosoph-Carsten,

Zitat:

>>Wofür mag der noch vorhandene Betonbau aus DR-Zeiten wohl gedient haben?

Zumindest aber einige Daten kann ich zur Verfügung stellen:

• 25.03.1904 Eröffnung
• 20.04.1945 Schließung
• 27.08.1945 Wiedereröffnung
• 01.10.1962 Einstellung PV

Nicht nur an Bildern fehlt es, sondern auch sonstige Informationen sind rar gesät. Gesichert ist lediglich, dass es in HN nur ein Durchgangsgleis und als einer von drei HP der BSB es kein EG sondern nur einfaches Wartehaus gab. Da auch keine Güterschuppen verzeichnet ist, gehe ich davon aus, dass es in HN auch nie ein Ladegleis gegeben hat. In den Aufzeichnungen eines Mitarbeiters des Bahnhofs Belzig wird der HP dagegen als Bahnhof bezeichnet. Außerdem wird dort festgehalten, dass die Überreste des ehemaligen Bahnhofsgebäudes in HN 1962 zu Filmzwecken zerstört wurden. Vielleicht kann hierzu ja noch jemand etwas erhellendes beitragen. Den ganzen Beitrag von Carsten Friese gibt es hier:

[www.drehscheibe-foren.de] <<

Es ist kaum zu glauben,aber das "Betongebäude" war das Dienstgebäude des Bahnagenten.Dort hat er mit seiner Familie auch gelebt!
Ich kannte den letzten "Bahnhofsvorsteher",Erwin M. noch persöhnlich. Er ist dort sogar geboren worden und vor wenigen Jahren im nahen Grabow gestorben. Er hatte uns auch Fotos gezeigt vom Hp., der zwischenzeitlich auch mal Haseloff-Grabow hieß.Im Zuge des Ausbaus der Strecke für TEEM-Züge der Relation CSSR-Ostseehäfen (wahrscheinlich nur die offizielle Begründung-es waren wohl mehr militär-strategische Überlegungen),begann man mit dem Bau eines Kreuzungsgleises.Das Planum war schon weitgehend fertiggestellt,jedoch nie vollendet.Mit ein bischen Phantasie kann man das Ganze noch erahnen.Bis vor einiger Zeit standen noch Reste der BHG (Bäuerliche HandelsGenossenschaft/Raiffeisen).

Haseloff-Niederwerbig am 3.10. 1997

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/834/kljz.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/89/8oyt.jpg

und Ostern 1996:

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/138/ak6c.jpg

Zwischen Treuenbrietzen und HN gab es mitten im Wald einen BÜ zu einenem einsamen Gehöft,dessen Bewohner Kampfhunde züchten und diese auch mal frei laufen lassen,deshalb nannten wir ihn "Kampfhundeüberweg":

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/585/dkvw.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/69/bmf8.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/811/iv3h.jpg

Noch ein paar Bilder aus Niemegk:

Der Bü zu Ostern 1996:

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/545/jp2d.jpg

und 201 228 vor dem EG:

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/833/vksq.jpg
Foto: Ingo Wlodasch,Februar 1994

Das war's für's Erste,
Danke an den Namensvetter!
Carsten



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:16:01:48:52.

Re: Brandenburgische Städtebahn (Teil 2 - Niemegk)

geschrieben von: Philosoph

Datum: 15.02.14 16:54

Carsten Friese schrieb:

> Es ist kaum zu glauben,aber das "Betongebäude" war
> das Dienstgebäude des Bahnagenten.Dort hat er mit
> seiner Familie auch gelebt!
> Ich kannte den letzten "Bahnhofsvorsteher",Erwin
> M. noch persöhnlich. Er ist dort sogar geboren
> worden und vor wenigen Jahren im nahen Grabow
> gestorben. Er hatte uns auch Fotos gezeigt vom
> Hp., der zwischenzeitlich auch mal Haseloff-Grabow
> hieß.Im Zuge des Ausbaus der Strecke für TEEM-Züge
> der Relation CSSR-Ostseehäfen (wahrscheinlich nur
> die offizielle Begründung-es waren wohl mehr
> militär-strategische Überlegungen),begann man mit
> dem Bau eines Kreuzungsgleises.Das Planum war
> schon weitgehend fertiggestellt,jedoch nie
> vollendet.Mit ein bischen Phantasie kann man das
> Ganze noch erahnen.Bis vor einiger Zeit standen
> noch Reste der BHG (Bäuerliche
> HandelsGenossenschaft/Raiffeisen).


Das ist nicht dein Ernst, oder? Das Gebäude hat doch höchstens 25qm, wenn überhaupt. Ist das eigentlich ein DDR-Nachkriegsbau? Und wie verhält sich dieses Gebäude zu dem angeblich 1962 zerstörten Bahnhofsgebäude?

Vielen lieben Dank für deine Ergänzungen. Schade das du kein Bild vom HP gemacht hast. Deinen Text habe ich in meinen Beitrag mit eingebaut.

Viele Grüße

Carsten

https://up.picr.de/47251398ap.jpg

Meine Bilder in der DSO-Galerie: DSO-Galerie
Hallo zusammen,

Kennt vielleicht einer von euch noch die Deutz-Werklok der Ziegelei?

[www.drehscheibe-foren.de]

Hier gibt es noch ein Blick auf die Niemegker Gleisanlagen von 2007:

[www.drehscheibe-foren.de]

Das Empfangsgebäude hat übrigens ein Künstler übernommen,der es nach und nach restauriert.Er ist der einzige,von Lego in Deutschland lizensierte "Bausteinkünstler".

Gruß
Carsten



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:16:02:58:45.
Hallo Carsten,

zu deiner Frage "@Carsten: Wo ist der BÜ geblieben. Der müsste doch deutlich zu erkennen sein? " Er ist in der Bildmitte schwach zu erkennen.Es war damals noch ein Feldweg.Das Gewerbegebiet gab es damals noch nicht. 1996 war es im Bau (siehe Kö-Bild in meiner 1.Antwort).

Gruß
Carsten

Re: Brandenburgische Städtebahn (Teil 2 - Niemegk)

geschrieben von: Philosoph

Datum: 16.02.14 14:13

Hallo Carsten,

danke für den zweiten Link. Damit sind ja auch die Fragen rund um das Stellwerk fast geklärt.

Wann wurde denn das EG übernommen? Im August 2012 stand das Gebäude noch offen und war sichtlich dem Verfall preisgegeben.

Viele Grüße


Carsten

https://up.picr.de/47251398ap.jpg

Meine Bilder in der DSO-Galerie: DSO-Galerie
Hallo Philosoph,

m.W. hat er das EG bereits 2012 gekauft und letztes Jahr mit der Renovierung begonnen,was man ja auch an den Bildern erkennen kann.
Zum Thema Bf Niemegk habe ich übrigens noch etwas in Vorbereitung... Lasst euch überraschen!

Gruß
Carsten
Hallo Carsten,

Super Beitrag über die Städtebahn.

Die Fotos in dem Link

[www.berliner-bahnen.de]

zeigen auf keinen Fall den Hp Haseloff-Niederwerbig und schon garnicht anno 2000! Ich kenne die Stelle seit Anfang der 90er Jahre. Und da gab es weder einen Bahnsteig noch ein Gebäude was auf Eisenbahn hindeutet. Da hat wohl jemand bei berliner-bahnen.de schlecht recherchiert.
Ich habe selbst noch Bilder aus 2006. Mal sehen ob ich es die Tage schaffe, sie noch hier rein zu setzen. Ich bin nämlich gerade nur mobil im Forum.

Schönen Abend noch allerseits.
Frank



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:24:16:04:50.

Re: Brandenburgische Städtebahn (Teil 2 - Niemegk)

geschrieben von: Philosoph

Datum: 24.02.14 18:51

Hallo Frank,

herzlichen Dank für den Hinweis. Das klärt dann auch einige offene Zweifel insbesondere im Hinblick auf das Gebäude.

Dann war der HP gar nicht an der Stelle wo die Straße nach Niederwerbig die Bahn verlässt sondern noch weiter vom BÜ entfern in der Kurve außerhalb des Waldest? Warum hat man das gemacht? Mit einem HP am BÜ hätte zumindest der Ort Haseloff einigermaßen vernünftig angeschlossen werden können. Oder wollte man den Weg zu beiden Orten möglichst gleich lang gestalten?

Ich hatte den HP auf einer alten Karte dort verortet. Dann zeigen meine Bilder auch nicht den Standort des ehemaligen HP. Wäre schön, wenn du noch Bilder ergänzen könntest (gern auch per Mail) dann kann ich sie austauschen.

Viele Grüße

Carsten

https://up.picr.de/47251398ap.jpg

Meine Bilder in der DSO-Galerie: DSO-Galerie
Asche auf mein Haupt!

Zum Hp Haseloff-Niederwerbig,
[www.berliner-bahnen.de]

Ich habe gar nicht auf die Jahresangabe geachtet :-( .Im Jahr 2000 war natürlich vom Hp nichts mehr zusehen auch gab es auf diesen Städtebahnabschnitt kein Lichtsignal (Bild 2). Das EG dürfte baugleich mit dem in Dahnsdorf gewesen sein.Es wurde,nach dem der letzte Bewohner ausgezogen war,zum Abriß freigegeben.Anwohner hatten es nach und nach für ihre Zwecke "abgebaut".Es befand sich genau dort,wo der Philosoph es vermutet hat.Noch heute findet man dort Reste unter den Bewuchs.Es gab dort noch einen Bü,so daß der Hp in etwa von allen drei Orten gleichweit entfernt war.

Es folgen einige Bilder von "frankwiegruen":

Am Bü der Kreisstr. Blickrichtung Niemegk:

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/827/6jq5.jpg

Ri TB:

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/19/abt1.jpg

Es müssen dort Signale estanden haben, wenn die Verortung dieser Bilder von Frank richtig ist:

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/571/6cyi.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/706/pwhe.jpg

Am km 7,1 entstanden 2006 auch diese Bilder:

Ri Tb

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/607/5sfo.jpg

Ri Niemegk:

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/713/ii5v.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/594/si4j.jpg

Danke an Frank für die Bilder,
Gute Nacht
sagt
Carsten

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Re: Brandenburgische Städtebahn (Teil 2 - Niemegk)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 25.02.14 01:51

Beide Bilder mit Rollen sind Spannwerksreste. Das Erste war ein Einheitsspannwerk aus der Vorkriegszeit mit großen Rollen (Durchmesser müsste 320mm sein), man sieht vier auf einer Achse. Die Blöcke mit den Rollen oben drauf sehen fast wie die Spanngewichte aus einem Säulenspannerk aus. Keine Ahnung, wie ein Säulenspannwerk nach Preußen kommt. Die Winkeleisen sind noch die abgebrannten Ecken vom Säulenspannwerk. Man könnte vermuten, dass die Spanngewichte den Abbauern zu schwer waren.

Falk

Jetzt wird es aber seltsam .....

geschrieben von: Philosoph

Datum: 25.02.14 07:22

Hallo Carsten,

ich hatte mich gewundert, dass man in Niemegk und Dahnsdorf die Bahnsteige komplett abgeräumt hatte (vermutlich im Rahmen der Streckenertüchtigung im Jahr 1971), aber ausgerechnet in HN nicht. Dies hatte ich mir aber damit erklärt, dass ja nur der Abschnitt Niemegk - Belzig noch im GV genutzt wurde. Richtig stutzig bin ich erst mit dem EG geworden, denn in dieser Betonbude hat bestimmt niemand gewohnt.

Nun sind zwar einige Fragen geklärt, aber nun tauchen neue auf:

Ein Stellwerk und Signale hat es in HN m.W.n. nie gegeben. Warum auch, gab es doch dort vermutlich nicht einmal ein Ladegleis. In dem ausführlichen Kapitel Signalwesen im "alten" Menzel findet HN diesbezüglich auch keine Erwähnung. Gibt der "neue" Menzel evtl. etwas her? Einzige mögliche Erklärung ist aus meiner Sicht, dass im Zuge des Ausweichgleises ein Stellwerk errichtet werden sollte und diesbezüglich bereits arbeiten verrichtet wurden. Aber kann es sein, dass zu diesem Zeitpunkt noch solches Material benutzt wurde?

HN hatte zum Eröffnungszeitpunkt kein EG. Danach wurden laut Menzel keine Typenbauten mehr gebaut. Auch listet der alte Menzel alle möglichen Änderungen an den Stationsgebäuden auf, von HN findet aber keine Erwähnung. Evtl. im "neuen" Menzel? Auch hier bleiben Fragen offen.

Viele Grüße


Carsten

https://up.picr.de/47251398ap.jpg

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Re: Jetzt wird es aber seltsam .....

geschrieben von: Carsten Friese

Datum: 25.02.14 11:21

Hallo Philosoph,

mit den Signalresten in Haseloff-N habe ich auch so meine Probleme. Frank hat die Fotos so gemacht und mir zugeschickt.An Signale oder deren Reste kann ich mich nicht erinnern.Zur Entstehungszeit gab es nur ein durchgehendes Gleis,kein Ladegleis,nichts weiter.Der Bahnagent war nicht direkt bei der Bahn angestellt,sondern erhielt Provision.Daß diese nicht sehr üppig ausfiel,läßt sich ja denken.Der Sohn des Bahnagenten war Erwin Mehlhase.Er war der letzte Eisenbahner und Bewohner in HN.Später war er Fdl in Niemegk und Baitz.Er zeigte uns mal ein Bild von sich als Kind vor dem EG. Nach meiner Erinnerung war das ein eingeschossiger Bau,vermutlich verputztes Fachwerk in der Größe des Dahnsdorfers.Leider ist er vor ein paar Jahren verstorben und mit ihn wahrscheinlich die Fotos...

Gruß
Carsten

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:25:11:23:42.

Re: Jetzt wird es aber seltsam .....

geschrieben von: Carsten Friese

Datum: 20.03.15 21:40

Hallo zusammen,

der in [www.berliner-bahnen.de] gezeigte Haltepunkt ist Treuenbrietzen Süd an der Strecke Jüterbog-Wildpark.
Das Betongebäude ist allerdings bereits Geschichte.

Bitte nochmals um Entschuldigung,

Carsten

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Hallo zusammen,

im "Neuen Menzel" sind auf Seite 173/174 doch zwei Bilder abgedruckt und ein umfangreicher Artikel "Agentur Haseloff-Niederwerbig Der verschwundene Bahnhof oder "Eine kleine deutsche Geschichte".Das EG ist zwar nicht vollständig abgebildet,man erkennt jedoch den Typ II.Es war schieferverkleidet.
Im Artikel steht,daß das Gebäude mehrmals umgebaut wurde(U.a. erhielt es einen Keller).Von 1945 bis 1953 hatte der Bahnhof keinen Stromanschluß!
Auf dem 2.Bild ist ein zur Winterzeit einfahrender Zug aus Belzig zu sehen.Ein mögliches Umfahrgleis ist mit viel Phantasie zu erahnen.


Gruß
Carsten

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:10:03:11:37:08.

Re: Nochmal zu Empfangsgebäude Haseloff-Niederwerbig .....

geschrieben von: MGM

Datum: 03.10.16 10:30

Hallo,

gern schreibe ich auch etwas zu Haseloff-Niederwerbig.
Bereits 1981 hatte ich dort 2 Fotos von Resten von Kastenspannwerken gemacht. Ein Foto deckt sich mit den Resten auf dem Bild weiter oben.
Kastenspannwerk1.jpg
Kastenspannwerk2.jpg

Die Bilder hatte ich damals etwa zur Zeit gemacht, als auf dieser Strecke der DEFA-Spielfilm "Bahnwärter Thiel" gedreht wurde.
Derzeit ist dort wirklich nichts mehr zu finden. Ein zweites Gleis war damals aber nicht zu sehen. Ebenso gab es keine Signale dort, die die Existenz der Spannwerke begründet hätten.

Gruß Mathias
MGM schrieb:

Hallo,

gern schreibe ich auch etwas zu Haseloff-Niederwerbig.
Bereits 1981 hatte ich dort 2 Fotos von Resten von Kastenspannwerken gemacht. Ein Foto deckt sich mit den Resten auf dem Bild weiter oben.



Die Bilder hatte ich damals etwa zur Zeit gemacht, als auf dieser Strecke der DEFA-Spielfilm "Bahnwärter Thiel" gedreht wurde.
Derzeit ist dort wirklich nichts mehr zu finden. Ein zweites Gleis war damals aber nicht zu sehen. Ebenso gab es keine Signale dort, die die Existenz der Spannwerke begründet hätten.

Gruß Mathias

Hallo Mathias

danke für die Bilder aus Haseloff und Willkommen auf DSO!

Gruß
Carsten

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