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Brandenburgische Städtebahn (Teil 1 - Treuenbrietzen)

geschrieben von: Philosoph

Datum: 08.02.14 14:40

Nach nunmehr fast vierjähriger (nachwuchsbedingter) Abstinenz als Beitragsautor im HiFo möchte ich mich heute mit einer Serie über die Brandenburgische Städtebahn (BSB) als aktives Mitglied dieses Forums zurück melden.

Warum ausgerechnet die BSB? Weil es eine der bedeutendsten deutschen Privatbahnen war? Nun, dieser Umstand hat sicherlich bei der Auswahl der nächsten Serie eine Rolle gespielt. Entscheidend war jedoch, dass auf den Strecken Belzig – Brandenburg und Rathenow – Neustadt im Jahr 2003 zeitgleich der PV endgültig eingestellt wurde und ich erstmals eine Strecke nicht erst nach der Einstellung des PV sondern noch vorher besucht habe. Die im Rahmen dieser Serie von mir später gezeigten Fotos sind daher meine ersten Aufnahmen vom laufenden Bahnbetrieb. Dies sieht man den Fotos auch deutlich an, dennoch habe ich einen besonderen Bezug zu Ihnen. Bis zu diesem Zeitpunkt beschränkte sich mein fotographisches Schaffen ausschließlich der Dokumentation stillgelegter Strecken. Bei meinem Besuch im Jahr 2003 hatte ich keine Ahnung von der Bedeutung der Strecken, geschweige denn von den vielen Besonderheiten wie z.B. die Koreabahn. Vieles blieb leider damals von mir undokumentiert.

Mit dieser Serie möchte ich die Erinnerungen an die BSB im Rahmen meiner Möglichkeiten im Hifo am Leben erhalten. Diese Serie hat allerdings keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit und ist auch nicht ansatzweise ein Ersatz für die in Buchform erhältliche Literatur über die BSB. Wer sich ein umfassendes Bild über die BSB machen möchte, dem möchte ich das entsprechende Buch von Walter Menzel empfehlen. Mir selber liegt nur die Erstauflage von 1984 vor, zum 100-jährigem Jubiläum der Strecke 2004 erschien aber auch noch eine umfassend ergänzte Neuauflage.

Wie immer würde ich mich über eine rege Beteiligung an der Serie freuen. Ergänzende Informationen und Bilder zu meinen Beiträgen sind wünschenswert, damit hier eine möglichst umfassende Dokumentation der BSB der Nachwelt frei zugänglich erhalten bleibt.


Nun aber endlich zur Serie. Einen ersten Überblick über die BSB verschafft der bei Wikipedia zur BSB veröffentlichte Artikel:

Die im Jahre 1901 gegründete Brandenburgische Städtebahn AG eröffnete am 25. März 1904 den Verkehr auf der Strecke Treuenbrietzen–Belzig–Brandenburg–Rathenow–Neustadt (Dosse). Für die ersten zehn Jahre führte die Vereinigte Eisenbahnbau- und Betriebs-Gesellschaft bis zum 31. März 1914 den Betrieb, den der AG-Vorstand dann in eigene Regie übernahm. Nach dem Niedergang des Eisenbahntransportwesens nach Kriegsende ging die Betriebsführung ab 1920 auf das Landesverkehrsamt Brandenburg über.

Die eingleisige Nebenbahn hatte eine Gesamtlänge von 125,6 Kilometern und verband die vier Hauptstrecken miteinander, die von Berlin in Richtung Hamburg, Stendal, Magdeburg und Dessau ausgehen. Sie war bereits im 19. Jahrhundert als Teil eines aus militärstrategischen Gründen den Großraum Berlin großzügig umrundenden Eisenbahnringes konzipiert und zählte bald zu den bedeutendsten deutschen Privatbahnen. Ab 1932 beschaffte die Bahn für den Personenverkehr nur noch Triebwagen.

Als der Zweite Weltkrieg endete, befanden sich 95 Prozent der Aktien im Eigentum der öffentlichen Hand; etwa je ein Drittel entfiel auf den preußischen Staat, die Provinz Brandenburg und die kommunalen Körperschaften (die Kreise Ruppin, Westhavelland und Zauch-Belzig sowie die Städte Brandenburg und Rathenow). Gleichwohl wurde die AG in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt und ging ab 1. April 1949 in die Verwaltung der Deutschen Reichsbahn über.
Am 15. Dezember 1953 ging ein Verbindungsgleis von Brandenburg Altstadt zum Betriebsbahnhof Brandenburg Süd an der Strecke in Richtung Golzow in Betrieb. Damit waren direkte Fahrten ohne Kopfmachen in Brandenburg Neustadt (später Teil des Hauptbahnhofs Brandenburg) möglich. Diese Verbindungen nutzten sowohl Güter- als auch Personenzüge für den Berufsverkehr zum Stahlwerk Brandenburg.

In den 1960er Jahren forderte die UdSSR von der DDR den weiteren Ausbau, um der damaligen Tschechoslowakei für den Güterverkehr einen von Berlin unabhängigen Zugang zum Rostocker Hafen zu verschaffen.
Der Schienenpersonennahverkehr wurde am 1. Oktober 1962 auf dem Streckenabschnitt zwischen Treuenbrietzen und Belzig eingestellt. Am 30. November 2003 wurde der Abschnitt zwischen Rathenow Nord und Neustadt (Dosse) und am 13. Dezember 2003 der Abschnitt zwischen Belzig und Brandenburg außer Betrieb gesetzt. Der schlechte Zustand an vielen Stellen des Abschnitts Brandenburg–Belzig verlängerte die Fahrzeiten der nun als Regionalbahn 52 geführten Personenzüge. Parallel eingesetzte Regionalbusse der Linie 570 sorgten für weiteren Fahrgastschwund, da der Bus die Gemeinden entlang der Strecke besser anschließen konnte. Der Abschnitt Rathenow–Rathenow Nord wurde zum 14. Dezember 2005 aufgegeben, somit verkehren Personenzüge nur noch auf dem rekonstruierten Streckenabschnitt Brandenburg–Rathenow.

Auch der Güterverkehr ist nach und nach aufgegeben worden, zwischen Belzig und Niemegk am 31. Dezember 1998 und zwischen Rathenow und Neustadt (Dosse) am 31. Dezember 2001. Einzelne Teilstrecken werden noch von privaten Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) vorgehalten: auf dem Abschnitt Belzig–Niemegk ist dies die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (DRE) und zwischen Brandenburg und Golzow betreibt die Prinsen Eisenbahninfrastruktur GmbH die Strecke.
Der Abschnitt Brandenburg–Rathenow Nord wurde von 2003 bis 2005 für 55 Millionen Euro saniert und am 27. Juni 2005 wieder in Betrieb genommen.

Der Abschnitt Rathenow–Neustadt (Dosse) wurde am 31. Mai 2006 stillgelegt. Nachdem die anliegenden Gemeinden kein Interesse bekundet hatten, die Strecke zu erwerben, erfolgte dies 2009 durch die Havelbahn-Grundstücksentwicklungsgesellschaft, die einen Draisinenbetrieb einrichten wollte. Als dies scheiterte, wurden zunächst die Schienen abgebaut und danach soll bis März 2013 die Strecke von Schwellen und Schotter befreit werden, damit die Grundstücke vor allem an die Anliegergemeinden verkauft werden können.

Im September 2007 gewann die Ostseeland Verkehr GmbH das durch den VBB eingeleitete Interessenbekundungsverfahren zum Betrieb des Streckenabschnittes Rathenow–Brandenburg (Havel) (RB51). Von Dezember 2007 bis Dezember 2011 betrieb sie die Strecke als MR51 mit Fahrzeugen vom Typ Desiro. Seit Dezember 2011 verkehrt nun, nach erneuter Ausschreibung, die Ostdeutsche Eisenbahn als OE51 mit fabrikneuen Stadler GTW. Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 wurde die Linienbezeichnung zu RB51 vereinheitlicht, die Linie wird weiterhin von der Ostdeutschen Eisenbahn betrieben. Auf Grund der bis zum 31. August 2011 laufenden Ausschreibung des Abschnittes Rathenow–Rathenow Nord durch DB Netze hat die RegioInfra Gesellschaft dieses Teilstück übernommen. Im Juli 2010 schrieb die Prinsen Eisenbahninfrastruktur GmbH den im Anschluss an die bereits stillgelegte Strecke Belzig–Golzow verlaufenden Abschnitt bis Brandenburg Hbf zur Abgabe an andere EIU aus.[9] Da sich kein zahlungswilliger Käufer fand, wurde sie im Januar 2013 durch den Abzug aller abgestellten Wagen auf den weiteren Schienenabbau zwischen Golzow und Reckahn vorbereitet.

Für den Streckenabschnitt zwischen Belzig und Golzow wurde die Entwidmung eingeleitet und im Jahre 2012 wurde die Strecke zurückgebaut. Dagegen wurde der Abschnitt zwischen Belzig und Niemegk Ende Oktober 2013 von der DRE gekauft. Diese stellte Anfang Januar 2014 im Auftrag des Landkreises Potsdam-Mittelmark ein Konzept zur Einrichtung einer Freizeitbahn unter Einbeziehung von Draisinen und des Güterverkehrs vor, wobei die Aufbringung der Investitionskosten offen ist.

Quelle: [de.wikipedia.org]


Aufgrund der Bedeutung stand von Anfang an fest, daß die BSB nicht als Kleinbahn, sondern als Nebenbahn gebaut wird. Die Bauzeit wurde auf drei Jahre festgesetzt und auch eingehalten. Schon am 19. März 1901 wurde über den Baubeginn in Pritzerbe berichtet. Besondere Kunstbauten erforderte die Strecke nicht. Die zunächst niveaugleich geplanten Kreuzungen der Staatsbahnstrecken wurden dann doch als sehr einfache Überführungen gestaltet. Ernsthafte Schwierigkeiten bereiteten dagegen die zu durchquerenden Moor- und Überschwemmungsgebiete bei Brandenburg sowie die Überführung über den Verbindungsarm zwischen der Havel und dem Pritzerber See. Durch letztere soll der Abschnitt Fohrde-Pritzerbe teurer geworden sein als die gesamte Strecke von Treuenbrietzen bis Brandenburg. Die ersten Arbeitszüge fuhren im Oktober 1902. Obwohl auch einzelne Streckenabschnitte früher hätten eröffnet werden können, fand die offizielle Eröffnungsfeier der Gesamtstrecke wie geplant am 25. März 1904 statt. Ein Sonderzug mit Ehrengästen fuhr von Treuenbrietzen nach Rathenow und wieder zurück bis Brandenburg.

Der Kilometer 0,0 der Städtebahn lag im Bahnhof Treuenbrietzen. Daher wollen wir unsere Reise auch im Bahnhof Treuenbrietzen beginnen. Zunächst ein Kartenausschnitt aus dem DR-Atlas aus dem Jahre 1984.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/571/yazx.jpg



Nach der Eröffnung verkehrten zunächst zwischen Neustadt und Rathenow, Brandenburg und Belzig sowie zwischen Belzig und Treuenbrietzen je drei, zwischen Rathenow und Brandenburg je vier Zugpaare am Tag, und zwar als gemischte Züge, die unterwegs rangiert werden mussten. Entsprechend lang waren die ausgewiesenen Fahrzeiten.

Der erste mir vorliegende Fahrplan datiert aus dem Jahr 1905

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/853/dgwd.jpg

Fahrplan Städtebahn 1905 / Archiv Alberto


Gegenüber dem Eröffungsjahr gibt es bereits ein zusätzliches Zugpaar für den Berufsverkehr ohne Rangieraufenthalte mit dadurch deutlich verkürzten Fahrzeiten zwischen Niemegk und Belzig.


Im ersten Teil dieser Serie wollen wir uns mit dem Bahnhof Treuenbrietzen beschäftigen, wobei bildmäßig natürlich auch der Staatsbahnhof Berücksichtigung findet. Zunächst aber einige Daten zum Städtebahnhof:

• 25.03.1904 Eröffnung
• 20.04.1945 Schließung
• 27.08.1945 / 08.09.1945 Wiedereröffnung
• 01.10.1962 Einstellung PV
• 31.01.1963 Einstellung GV und Stilllegung

Neben einem EG, einer Güterabfertigung, Kohlenanlagen und einem Brunnen wurde in Treuenbrietzen auch ein einständiger Lokschuppen errichtet. Dieser wurde am 20.04.1945 allerdings vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Ob der Städtebahnhof zur Eröffnung über Signaleinrichtungen verfügte ist leider nicht ganz klar. Die Pläne sahen zur Eröffnung für die gesamte BSB nur ein ESig vor, dessen Standort nicht bekannt ist. Aus meiner Sicht spricht dabei aber viel für die beiden Endpunkte der BSB. Da der Städtebahnhof allerdings bis Anfang der 50er Jahre über ein eigenes einflügeliges ESig verfügte, dass erst nach Übergang auf die DR im Zuge der Einbindung und Neuausrichtung der Signalanlagen des Staatsbahnhofes abgebaut wurde, spricht m.E. viel dafür, dass das erste Hauptsignal der BSB in Treuenbrietzen stand.


Der erste mir vorliegende Gleisplan datiert aus dem Jahre 1982 und somit leider nach der Stilllegung des Städtebahnhofs. Teile des Städtebahnhofs wurden von der DR wohl aber noch für den GV genutzt.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/199/vvur.jpg

Gleisplan Treuenbrietzen 1982 / Archiv Dirk Pfannschmidt


Interessant finde ich den Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen 4 und 6. Welche betriebliche Bedeutung hatte dieser? Die BSB nutzte nach der vorliegenden Literatur bis zur Einstellung die Anlagen des Städtebahnhofs. Das Bahnsteigleis lag direkt vor dem EG. Lediglich übergangsweise zwischen dem 27.08.1945 und 08.09.1945 wurde bis zur Wiederherstellung der Gleisanlagen des Städtebahnhofs der Reichsbahnhof genutzt. Oder wurde abweichend von der Literatur mit Übergang der BSB auf die DR und Umbau der Signalanlagen in den 50er Jahren doch nicht mehr der Städtebahnhof genutzt und dieser neue Bahnsteig errichtet? Dies wäre für mich eine plausible Erklärung, die jedoch nicht der vorliegende Literatur entspricht.

Der zweite Gleisplan datiert von 1988 und ergibt keinerlei Veränderungen gegenüber 1982. Zum Zwecke der Dokumentation möchte ich ihn trotzdem zeigen.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/33/u2lo.jpg

Gleisplan Treuenbrietzen 1988 / Archiv Dirk Pfannschmidt


Für den dritten Gleisplan liegt mir kein Datum vor. Da das Gleis nach Belzig im Jahr 1999 noch nicht gesperrt war und der Bahnhof im Jahr 2007 radikal umgebaut wurde, muss der Plan in diesem Zeitraum entstanden sein. Lediglich das Durchgangsgleis und ein Kreuzungsgleis sind noch in Betrieb.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/843/4wxf.jpg



Im Jahr 2007 wurde der Bahnhof Treuenbrietzen auf ESTW-Technik umgestellt und sämtliche nicht mehr benötigten Gleise abgebaut. Um bei der Streckenmodernisierung Geld zu sparen, wurde eine Ausweichstelle an der eingleisigen Strecke errichtet und der zweite Bahnsteig (Gleis 2) nicht neben den Bahnsteig Gleis 1 (wie früher) gesetzt um zusätzliche Sicherungseinrichtungen (Umlaufsperren, Schranken und/oder Warnsignale) sparen zu können. Dies hat allerdings den Nachteil, dass die Fahrgäste, die am eh schon recht zentrumsfernen Bahnhof Treuenbrietzen aus- oder einsteigen wollen, für den Fall eines Haltes an Gleis 2 mehr als weitere 200 Meter laufen müssen. Mir ist ehrlich gesagt nicht klar, warum man am Bahnübergang nicht zwei Außenbahnsteige errichtet hat. Es wird allerdings vermutlich schon seine Gründe haben.

Eine wunderbare und umfangreiche historische Abhandlung über den Staatsbahnhof Treuenbrietzen gibt es hier.

[www.heimatverein-treuenbrietzen.de]

Der Städtebahnhof findet dort allerdings leider kaum Berücksichtigung.



Abschließend noch einige Bilder vom Staats- und Städtebahnhof Treuenbrietzen. Die Bilder vor dem Umbau stammen soweit nicht anders gekennzeichnet aus dem Jahr 2005 alle von Christoph Carl Arndt. Die Bilder nach dem Umbau aus dem Jahr 2012 sind alle von mir.


Zunächst wollen wir uns aber mit den beiden in den 50er Jahren von der DR errichteten Stellwerken des Staatsbahnhofes beschäftigen. Die Bilder aus den Betriebszeiten hat mir dankenswerterweise Herr Rainer Szameit überlassen.

Als erstes Bilder vom Wärterstellwerk W1 am Bahnübergang an der Ostseite des Bahnhofes:


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/706/jo9u.jpg



http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/593/fg9i.jpg



http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/198/mrqd.jpg


An der Westseite am Abzweig der BSB nach Belzig stand das ehemalige Befehlsstellwerk B2.


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/543/e1ze.jpg



http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/837/laaq.jpg



Kommen wir nun zum Staatsbahnhof. Zunächst eine Postkarte aus dem Jahr 1930. Gut zu erkennen, dass es 1930 keinen Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen 4 und 6 gab.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/513/b8rb.jpg




Die nachstehenden Vergleichsbilder des ehemaligen Staatsbahnhofs aus den Jahren 2005 und 2012 bedürfen wohl keines weiteren Kommentars.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/827/lvn7.jpg




http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/401/jrc0.jpg



http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/607/bs8u.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/607/rw55.jpg



http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/543/gcdz.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/196/w4kc.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/585/o4f1.jpg



http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/577/jq64.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/547/bumd.jpg



http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/585/uv8x.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/854/txqi.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/547/rz3h.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/824/61mo.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/835/sfl4.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/31/vo25.JPG



Kommen wir nun noch zum Städtebahnhof. Zunächst auch hier eine Postkarte aus dem Jahr 1930. Gut zu erkennen, dass die Züge der BSB direkt vor dem EG hielten.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/545/l0zd.jpg


Nachstehend noch einige weitere Bilder der im Jahre 2005 noch vorhandenen Anlagen der BSB von Christoph.


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/839/umdc.jpg

EG


Auf den nächsten beiden Bildern ist der Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen 4 und 6 gut zu erkennen. Die Bahnsteigbeleuchtung spricht ebenfalls für einen Neubau in den 50er Jahren. Betrieblich machte dies aber nur Sinn, wenn die Züge der BSB ab diesem Zeitpunkt nicht mehr im Städtebahnhof sondern im Staatsbahnhof hielten. Fraglich ist auch der Zugang. Vom Staatsbahnhof oder vom Städtebahnhof? Vom Städtebahnhof macht in meinen Augen keinen Sinn, da dann dadurch nur eine zusätzliche Betriebsgefahr durch Überquerung der Gleise geschaffen wurde. Vom Staatsbahnhof (was für den Umstieg Sinn ergeben würde) bedeutet dann allerdings, dass ab diesem Zeitpunkt und nicht erst 1962 der Städtebahnhof nicht mehr genutzt wurde.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/545/zn6x.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/585/3mfk.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/845/0o9d.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/854/k62y.jpg


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/543/j821.jpg


Dies soll es dann für heute und den ersten Teil erstmal gewesen sein. Folgende Fragen verbleiben:

Wo stand das erste Hauptsignal der BSB bei der Eröffnung? Treuenbrietzen?

Wann und zu welchem Zweck wurde der Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen 4 und 6 errichtet?

Stehen das EG der BSB und das ehemalige Befehlsstellwerk heute noch?


Über weitere Ergänzungen, Korrekturen oder Bilder würde ich mich sehr freuen. Für den nächsten Teil fehlen mir beispielsweise immer noch Bilder vom HP Haseloff-Niederwerbig.

Viele Grüße ins Forum


Carsten

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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:15:12:59:22.
Hallo,

besten Dank für den Bilderbogen.

Philosoph schrieb (Reihenfolge geändert):

> Der erste mir vorliegende Gleisplan datiert aus
> dem Jahre 1982 und somit leider nach der
> Stilllegung des Städtebahnhofs. Teile des

Im Bahnhofsheft der RBD Bln, Amt 2 von 1962 findet
sich dieser Plan, den ich um 180° gedreht habe, damit
er dieselbe Ausrichtung hat.
http://www.blocksignal.de/dso/1962Amt2Seite32.jpg


> beschränkte sich mein fotographisches Schaffen
> ausschließlich der Dokumentation von stillgelegten
> Strecken.

Aua, stillgelegter Strecken bitte.

> Städtebahnhof allerdings bis Anfang der 50`er

Noch ne Korinthe: Ohne Apostroph, denn da ist
nichts ausgelassen. Und wenn, dann den ' oder
besser den hier ’ (Hochkomma, nicht Akut oder
Gravis, das sind Akzentzeichen).

Besten Gruß
Vielen lieben Dank für den Plan.

Interessant, dass der Lokschuppen 1962 noch verzeichnet ist.

Darüber hinaus wurde der Bahnsteig zwischen den Gleisen 4 und 6 offensichtlich erst nach Stilllegung der BSB angelegt. Sehr rätselhaft. Mal sehen ob sich diesbezüglich noch etwas ergibt.


Carsten

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Philosoph schrieb:
> Interessant, dass der Lokschuppen 1962 noch
> verzeichnet ist.

Da steht aber zerstört dran, wird wohl nicht viel übrig
geblieben sein. Diese Pläne haben auch gerne mal
Fehler, also kann stimmen.

Besten Gruß
Hallo Carsten,

vielen Dank erstmal für diesen Beitrag!
Zu Steffens Beitrag: Der Plan muß vor 1962 erstellt worden sein denn die heutige B2 ist noch als "Reichsstrasse" bezeichnet,1962 war das die"F2" (Fernverkehrsstrasse).

Ein paar Bilder:

3.Oktober 1997, 50 3708:

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/513/9la0.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/856/rnf0.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/560/okcc.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/33/v4gu.jpg

Im Dezember 1997,44 1486:

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/513/6s5d.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/811/kvoh.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/577/71t0.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/600/hda3.jpg


Im Juni 1998,mit der Leipziger 52 8154:

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/835/nzeh.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/854/1hb8.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/543/kqvk.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/706/hei8.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/853/za5y.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/802/shwp.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/835/1bgi.jpg

Ein bischen U-Boot-Planverkehr im Mai 2000.

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/199/sy0l.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/827/pw14.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/191/1uti.jpg

Leicht OT:
In Treuenbrietzen Süd (im Gewerbegebiet,nicht am Hp) steht noch dieses Lokdenkmal (52 8062):

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/401/abkp.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/811/ob0b.jpg

Schönen Sonntag noch,
wünscht
Carsten

[www.drehscheibe-foren.de]

Re: Brandenburgische Städtebahn (Teil 1 - Treuenbrietzen)

geschrieben von: sk135

Datum: 09.02.14 08:31

Hallo Carsten,

ein sehr interessanter Beitrag, danke.

Zwei Hinweise:
> Als erstes Bilder vom Wärterstellwerk W2 am
> Bahnübergang an der Ostseite des Bahnhofes:

Lt. der Gleispläne ist die Bezeichnung W1.

> An der Westseite am Abzweig der BSB nach Belzig
> stand das ehemalige Befehlsstellwerk B1.

Dieses trägt entsprechend der Gleispläne die Bezeichnung B2.

Viele Grüße,

Sebastian
Carsten Friese schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Carsten,
>
> vielen Dank erstmal für diesen Beitrag!
> Zu Steffens Beitrag: Der Plan muß vor 1962
> erstellt worden sein denn die heutige B2 ist noch
> als "Reichsstrasse" bezeichnet,1962 war das
> die"F2" (Fernverkehrsstrasse).

Das wäre eine Erklärung. Für die Fahrstrassen nach Jüterbog oder Beelitz ergibt dieser Bahnsteig keinen Sinn.

Meine Theorie: Der Bahnsteig wurde noch kurz vor dem Ende zwecks Angebotsverbesserung für umsteigende Fahrgäste zur BSB angelegt.

Steht evtl. in der Neuauflage von Walter Menzel etwas zu diesem Thema. Ggf. sogar zu dem Standort des ersten ESig der BSB?

Vielen lieben Dank für deine ergänzenden Bilder!


@Steffen: Ich hatte den Hinweis "zerstört" wohl gelesen. Trotzdem bemerkenswert, dass der Schuppen auch 17 Jahre nach der Zerstörung noch eingezeichnet ist. Fragt sich halt, welchen Stand der Plan wirklich hat.


Viele Grüße

Carsten

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:08:48:05.
Hallo Carsten,

Das ist ja eine grundlegende Darstellung der zwei Treuenbrietzener Bahnhöfe, die Du da ausgearbeitet hast! Da freue ich mich umsomehr, dass ich mit meinen Bildern einen kleinen Beitrag leisten konnte - einen würdigeren Platz im Forum hätten die Bilder nicht finden können.
Welche Bedeutung der Bahnsteig an den Gleisen 4/6 gehabt hatte, konnte ich bei meinem Besuch auch nicht direkt erkennen, ich ging einfach davon aus, dass es der Bahnsteig der Brandenburgischen Städtebahn gewesen sein musste.Dass das ganze vielleicht komplizierter war, wenn man das Baujahr der Lampen, die Einstellungsdaten des Personenverkehrs und die alten Gleispläne betrachtet, wird mir erst jetzt bewusst.
Hab vielen Dank für diesen Bericht, ich freue mich schon auf Haseloff-Niederwerbig, und ich hoffe, dass Du ein paar Bilder direkt von der Stelle des Haltepunktes bekommen konntest!

Mach weiter so!

Christoph

Bahnhofshefte Rbd Berlin 1962

geschrieben von: Steffen Buhr

Datum: 09.02.14 10:32

Hallo,

Carsten Friese schrieb:
> Zu Steffens Beitrag: Der Plan muß vor 1962
> erstellt worden sein denn die heutige B2 ist noch
> als "Reichsstrasse" bezeichnet,1962 war das
> die"F2" (Fernverkehrsstrasse).

Am Bf Schönefeld (Flughafen), also am BAR steht
auch noch Reichsstraße 179, obwohl der dargestellte
Zustand definitiv nach 1955 ist. Die Dinger sind wahr-
scheinlich sogar von vor 1945 und wurden dann ggf.
berichtigt, denn ich habe hier noch ein älteres Sam-
melsurium solcher Zeichnungen, bei denen tlw. noch
das zweite Streckengleis vorhanden ist.

Diese Pläne sind mit Vorsicht zu betrachten, siehe
Treuenbrietzen. Signale tlw. verkehrt herum gezeichnet
und Stationierung nicht wie bei Bahns üblich von links
nach rechts steigend.

Besten Gruß

Re: Bahnhofshefte Rbd Berlin 1962

geschrieben von: bummerrang59

Datum: 09.02.14 10:50

Hallo Carsten,
Ein Super beitrag in diesem Forum läd förmlich zum Nachbau ins Modell ein.
Ich freue mich auf dein nächsten Beitrag von Dir zu Lesen ,ein Danke für diese Zeilen und Bilder
ein schönen Sonntag allen noch
MfG Georg
Hallo Sebastian,

danke für den Hinweis. Korrektur ist erfolgt.


Carsten

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Städtebahnhof im "neuen Menzel" (Zitat)

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 09.02.14 12:23

Hallo Carsten,

der "neue Menzel" - [d-nb.info] - schreibt zu Treuenbrietzen stichwortartig folgendes, die Zeit vor 1945 ist wohl uninteressant.

Gleisanlagen, Güterschupen, Lokschuppen, Lokbehandlungsanlagen bei Bombenangriff 1945 zerstört. Provisorscher Wiederaufbau der Gleisanlagen
1950 Aufgabe der provisorischen Bekohlungsanlage, nachdem zuvor die Rest des zerstörten Güterschuppens als Bansen gedient hatten
Gleisanlagen für Personenverkehr ab 1950 nicht mehr genutzt, alle Züge benutzten die Gleise und Bahnsteige der Reichsbahnseite
Ladegleis noch bis 1963 benutzt


Vielen Dank für die Darstellung eines mir völlig unbekannten Bahnhofes.

Viele Grüße
Sören

Der Gleisplan von 1982 entsprcht im wesentlichen einem Gleisplan von 1964 aus meinem Bestand. Die Schutzweiche 2 am linken Kopf sowie das Lademaß sind hinzugekommen. Dafür fehlt der Bockkran auf der Ladestrasse. Der !982er Plan scheint von der Signalmeisterei zu sein, da Feinheiten wie Flügelstromschliesser und Ersatzsignale eingezeichnet sind. Wenn man den Angaben in beiden Plänen trauen darf wurden die Signalstandorte verändert, was mit neuen Regeln der Aufstellung zu tun haben müsste.

http://www.spreeweb.de/images/Gleisplaene/Treuenbrietzen1964.jpg

Ytracks



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:13:52:04.

Re: Städtebahnhof im "neuen Menzel" (Zitat)

geschrieben von: Carsten Friese

Datum: 09.02.14 13:20

Passend dazu der Sommerfahrplan von 1960,mit einem Zugpaar Jüterbog-Belzig-Jüterbog:

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/547/nw6u.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/401/0k2r.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/844/d7on.jpg

Ein durchgehender Zug wäre ohne diesen Bahnsteig ja nicht machbar.

Gruß
Carsten



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:13:39:08.

Re: Städtebahnhof im "neuen Menzel" (Zitat)

geschrieben von: Philosoph

Datum: 09.02.14 13:59

Hallo Carsten,

ein Zugpaar hätte auch abweichend über den Bahnsteig an Gleis 3 durchgehend abgewickelt werden können. Der Rest halt vom Städtebahnhof. Aber das Rätsel ist ja nun gelöst.

Woran erkennst du im Fahrplan das durchgehende Zugpaar?

Viele Grüße

Carsten

PS: Deutlich zu erkennen, der Zusatz "Städtebahnhof" fehlt. Dieser war mindestens 49/50 noch vorhanden.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:14:07:34.

Re: Städtebahnhof im "neuen Menzel" (Zitat)

geschrieben von: Philosoph

Datum: 09.02.14 14:17

Hallo Sören,

vielen lieben Dank. Im "alten" Menzel ist das leider noch nicht drin.

Da heißt es auf Seite 25: .... und ab 31.01.1963 auch den durchgehenden GV einstellte. Die Gleise des T. Städtebahnhofs wurden abgebaut. Züge von und nach Belzig benutzen seitdem ein altes Bahnsteiggleis der DR.

Mit dem letzten Satz sind dann wohl Sonderzüge gemeint.


Carsten

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Hallo Carsten,

>>Steht evtl. in der Neuauflage von Walter Menzel etwas zu diesem Thema. Ggf. sogar zu dem Standort des ersten ESig der BSB?<<

Ich zitiere mal S.52 Sicherungsanlagen:

Es begann ganz bescheiden. Der Bauvertrag von 1901 sah keine Stellwerke vor,alle Weichen und Gleissperren waren von Hand zu betätigen.Zur Sicherung der Fahrstraßen gab es Schlüsselbretter.Das 1904 nur ein Einfahrsignal (sein Standort ist nicht mehr bekannt)errichtet worden war,erwies sich sehr bald als nicht ausreichend.Daher stellte man schon 1910 weitere 15 Hauptsignale auf. Ein Teil wird bereits fernbedient gewesen sein. ...

Gruß
Carsten

Durchgehende Züge Jüterbog-Belzig-Jüterbog

geschrieben von: Carsten Friese

Datum: 09.02.14 14:36

"Woran erkennst du im Fahrplan das durchgehende Zugpaar?"

Ganz einfach:Anschlußzüge sind kursiv gedruckt, durchgehende Züge gerade.Hier sind es P3202/P3207.
Als Beweis die Fahrpläne der KBS 107r,ebenfalls vom sommer 1960:

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/833/b8hi.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/809/pyhi.jpg


Gruß
Carsten



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:15:02:58.
Moinsen,

ich erlaube mir mal, ein (weiteres) Foto vom 03.10.1997 aus dem Bahnhof Treuenbrietzen einzustellen, als die Eisenbahnfreunde Hoher Flämig e.V., Belzig Pendelfahrten zwischen Belzig und Treuenbrietzen veranstalteten.

img 97-33-26 bear f&uuml;r web.jpg


Edith: Ein Bild habe ich noch: Während des Aufenthaltes in Treuenbrietzen gab es eine kleine Scheinfahrt.
Was das halbe Schild "etzen Süd" rechts auf dem Bahnsteig neben der Lok für eine Bedeutung haben sollte? Ich kann mich nicht mehr erinnern.

img 97-34-01 bear f&uuml;r web.jpg


Viele Grüße aus Lübeck,
Jens

Gequält und traurig schaut der werte Fahrgast drein,
ein Lint-Triebwagen muss es nun wirklich nicht sein!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:09:19:22:46.
Hallo Jens,

danke für die schönen Bilder.

Auf dem ersten Bild erkennt man sehr schön den ehemaligen Übergang zum BSB-Bahnsteig. Auf dem Zweiten dafür, dass dieser Bahnsteig auch 1997 noch gepflegt wurde. Warum man dort die Hälfte des ehemaligen Stationsschildes von Treuenbritzen Süd platziert hat, ist eine interessante Frage.

Du hast nicht zufällig noch weitere Bilder dieser Fahrten, insbesondere aus Haseloff-Niederwerbig oder Dahnsdorf?

Viele Grüße in den hohen Norden


Carsten

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Hallo Carsten,

schau mal genauer hin:

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/577/71t0.jpg

Das Stationsschild hat wohl eine Zweitverwertung erhalten.Der vordere Teil war,wie im Bild zu sehen noch am Rahmen befestigt,der hintere Teil lag in der "Buschenei",wo ihn irgend jemand gefunden hatte.

Gruß
Carsten
Moin,

Es würde natürlich passen. Aber Treuenbrietzen Süd? Meinst du wirklich?

Ich finde es jetzt nicht wieder, aber bei meiner Recherche im Netz habe ich ein Bild aus 1985 (???) gesehen. wo dort korrekt Treuenbrietzen steht.

Sehr seltsam das,

Carsten

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Moinsen,

@ Carsten "Philosoph": Weitere Bilder habe ich nur noch aus Niemegk. Ich meine mich zu erinnern, dass es damals am 03.10.1997 fast schon eine Sensation war, dass überhaupt Reisezüge von Belzig über Niemegk hinaus bis Treuenbrietzen rollen konnten. Die damalige Deutsche Bahn AG hatte sich wohl mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, die Sonderfahrten zu ermöglichen. Viele weitere Fahrten dürfte es dann auch nicht mehr gegeben haben.
Ich war damals froh, dass es überhaupt die Möglichkeit gab, die ganze Strecke zu bereisen ;-)
Mit Fotos aus Haseloff-Niederwerbig, Dahnsdorf und Preußnitz kann ich leider nicht dienen.

Zum Rest des Schildes "Treuenbrietzen Süd": Ich gehe mal davon aus, dass das Schild seine meiste "Lebenszeit" dort verbracht hat, wo es hingehörte: Nämlich am heute noch bedienten Haltepunkt Treuenbrietzen Süd an der Strecke von Treuenbrietzen nach Jüterbog!

Gequält und traurig schaut der werte Fahrgast drein,
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Mahlzeit!

Zweitverwendung von (Stations-)Schilder hatte ja in Treuenbrietzen eine gewisse"Tradition".So wurde der Zusatz"Städtebahn" mal eben umgedeutet auf"Staatsbahn",siehe Stellwerk "W1".
Das "halbe" Stationsschild war dann auch Thema in der regionalen Presse.Auch einige Lokalpolitiker meldeten sich zu Wort und meinten,das wäre keine Werbung für Stadt und DB. Im Januar 1998 gab's dann prompt die neuen blauen Stationsschilder.

PS: Bekomme gerade die Information,daß im Dezember 1997 zumindest ein Stationsschild noch komplett war,ohne -Süd.

http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/706/vgzj.jpg

Treuenbrietzen-Süd sollte in den 90ern stillgelegt werden,was durch Proteste der Stadt und des dort ansässigen Krankenhauses verhindert werden konnte.
Vielleicht hatte ja deshalb ein "Souvenirjäger" zugeschlagen? Ich weiß es nicht mehr...

Gruß
Carsten



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:10:14:25:46.
Hallo zusammen,

einige Relikte dieses Streckenabschnitts haben überlebt:

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/401/uw4y.jpg

Das Einfahrvorsignal von Treuenbrietzen.


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/691/1ezy.jpg

Bm-Grenze und Kilometerstein.


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/208/k6qt.jpg

Das Niemegker Einfahrsignal von Treuenbrietzen aus.


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/706/7tkm.jpg

Alles auf einem Blick.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/31/0sql.jpg

Die Fernsprechbude stammt von Preußnitz,der Kilometerstein davor von der Strecke Wusterwitz-Ziesar.


http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/34/zh7c.jpg

Dieser hier stammt von der Preußnitzer Verbindungskurve.

Gruß
Carsten

Ich habe 2020 deinstalliert, ich glaube, es enthielt einen Virus...

http://www.brandenburgische-staedtebahn.de
Die Eisenbahnfreunde "Hoher Fläming" Bad Belzig auf FB:[www.facebook.com]
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Hallo zusammen,

hier noch einmal Bilder vom Oktober 2006 von "frankwiegruen":

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/600/1ink.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/600/kuaq.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/802/wbwf.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/703/qgr8e.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/841/qo0t.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/38/8kmr.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/850/isz8.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/62/fk7n.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/138/id0l.jpg

Gruß
Carsten

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Vergleichsbild 1993 (m1B)

geschrieben von: Rache für 051 444

Datum: 05.03.14 17:44

Dank Eurer freundlichen Hilfe kann ich nun auch ein Bild von Treuenbrietzen aus dem September 1993 einstellen. 52 6666 führt einen Sonderzug Potsdam-Belzig:

http://www.jcourt.de/belz.jpg


Mit freundlichem Gruß,

Jürgen
Da Blutet einen das Herz wenn man das anschaut wie sich der Bahnhof verändert hat...

Ich habe damals bis 1996(als klener Stepkin noch)auch in Treuenbrietzen jewohnt und kenne den Bahnhof sehr gut noch.
Bzw. ich war auch nochmal da im Jahre 89, 2000 und 2002.

Ich entsinne mich noch sehr gut das damals,

das Gleis 10 und 7 seiner Zeit zurückgebaut waren.
Gleis 6 als reines abstellgleis ohne Signale aber sonst alles angebunden war aber teils nicht mehr befahren wurde.

Der Fahrplan von annodazumal sah einen Zweistündlichen verkehr pro richtung vor(also pro Std einen).

Die Stellwerke sind mir auch gut in Erinnerung, das B2 STW war auch als Handbrecher Stw bekannt.
Warum?: Naja die Schranken richtung Beelitz-Heistätten am Ersten BÜ wurden per Seilzug Geschlossen,
eiglich nix besonderes aber bei ca.500m länge war das überhaupt nicht einfach. Da sollte man Kraft haben in den Armen.
Beim Herrunterlassen der Bäume nahmen diese einen Gewissen schwung auf bedingt durch die länge und haben das eine oder andere
mal dem Fahrdienst die Hebel aus die Hand gerissen, besste maßnahme Hände weg sonst Händ Put :)
Dies kam aber meines Wissens nur ein oder zweimal vor.

Die Strecke ist/war ja richtung Belzig schon Damals ohne Verkehr ab an und ab Verirrte sich da mal ein SKL auf die Strecke. Wie weit
er dort gekommen ist frage ich micht heute noch, weil ich einfach mal die Strecke abglaufen und unweit des EVsig vorn en Baum stand der
die Spurweite von 1435 hatte ;)

Teils unbekannt war, dass die Strecke damals auch als Umleiterstrecke gedient hatte, zwei meist Nachts aber das hat die Ludmiller auch nicht Gestört
sonder immer meine Mutter wenn se schlafen wollte und ich am Fenster hing um mir das Specktakel snzusehen. Wir hatte damals ner en Paar Meter vom Wärter Stw weg Gewohnt.


Viele Grüße Hemmstein

D5/ D6 1957 über Treuenbrietzen-Belzig?

geschrieben von: Carsten Friese

Datum: 03.03.17 17:26

Hallo zusammen,

hier [www.drehscheibe-online.de] wird spekuliert,daß o.g. D-Züge den Südabschnitt der Brandenburgischen Städtebahn genutzt haben könnte.

Kann das vielleicht jemand belegen?

Gruß
Carsten

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Re: D5/ D6 1957 über Treuenbrietzen-Belzig?

geschrieben von: KME-Nachfolger

Datum: 04.03.17 08:43

Hallo Carsten, ja die Spekulation wird so lange anhalten, bis vielleicht jemand aus dem Altpapierfundus das entsprechende Buchfahrplanheft 16 aus 1957 findet. Eine Sache, die sicher sehr unwahrscheinlich klingt, aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Sollten D 5 und D 6 von Treuenbrrietzen geradeaus gefahren sein, müssten sie ja im Heft 13 a enthalten sein. Schade auch, dass in diesem Heft kein Hinweis, z.B. weiter Heft 16 stht.
Danke, dass Du Dich so engagierst.
Gruß Reiner.
Carsten Friese schrieb:
Hallo Carsten,

>>Steht evtl. in der Neuauflage von Walter Menzel etwas zu diesem Thema. Ggf. sogar zu dem Standort des ersten ESig der BSB?<<

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Gruß
Carsten
Hallo zusammen,

nach 5 einhalb Jahren ist tatsächlich ein Bild aufgetaucht, daß das fragliche Signal zeigen könnte. Bemerkenswerterweise zeigt es auch beide Empfangsgebäude in Treuenbrietzen:
.
St&auml;dtebahn Treuenbrietzen 1904 EG Sammlung Dr M&uuml;ller.jpg

(Sammlung Dr. Müller,Johanniterkrankenhaus Treuenbrietzen)

Gruß
Carsten

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Hallo Carsten und Mitleser. Sollte es hier wirklich um das Einfahrsignal gehen? Wegen der Bahnsteige und der EG-Konstellation würde ich eher sagen, es ist ein Ausfahrsignal Richtung Jüterbog. Ich meine zu erkennen, der Signalmast zeigt uns seine Rückseite.
Gruß aus Jüterbog.
KME-Nachfolger schrieb:
Hallo Carsten und Mitleser. Sollte es hier wirklich um das Einfahrsignal gehen? Wegen der Bahnsteige und der EG-Konstellation würde ich eher sagen, es ist ein Ausfahrsignal Richtung Jüterbog. Ich meine zu erkennen, der Signalmast zeigt uns seine Rückseite.
Gruß aus Jüterbog.
Hallo,

haben dann die Signalflügel der damaligen Zeit nach links gezeigt?

Gruß
Carsten

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Die Leute haben es gerade aufgestellt und dokumentieren hier ihre Leistung. Es ist noch gar nicht in Betrieb, meine Vermutung.
M.W.