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 04 - Historische Bahn 

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Hallo Leude,

es folgt ein weiterer, höchst bekömmlicher Happen aus Wolf-Dietmar Loos' schier unerschöpflichem Fundus. Der heutige Beitrag beginnt mit ein paar Aufnahmen von der Strecke Bremen- Hannover, mit der sich Horst Müller-Kuntzer aus Eystrup auf seiner aufwendig gestalteten Homepage Muekubahn (Link siehe dort => [www.muekubahn.de] sowohl im Maßstab 1:87 als auch 1:1 beschäftigt. Klickt dort doch mal rein, es lohnt sich.


Bild 1)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/001.jpg
Rübeland ist nicht nur eine uns Eisenbahnfans wohlbekannte Ortschaft im Oberharz, Rübeland hieß auch eine zwischen Eystrup und Döverden auf dem Gebiet der Gemeinde Hassel (Weser) gelegene Blockstelle, welche hier am 26. September 1979 von einem gen Hannover strebenden 140er Pärchen passiert wird. Man beachte auch die etwas aus der Form geratene Regenrinne der führenden 140 074, so hab ich das auch noch nicht gesehen


Bild 2)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/002.jpg
Im Wald zwischen Gandesbergen und Hassbergen befand sich die Blockstelle Hassbergen, welche Wolf-Dietmar am selben Tag aufsuchte. Er weist auch darauf hin, dass die Bewegungsunschärfe der seinerzeit verwendeten Kameratechnik geschuldet ist, er benutze damals eine Agfa Optima. Heutzutage kaum noch vorstellbar, womit so mancher Fotograf sich arrangieren musste. Ich möchte Wikipedia zur Agfa Optima zitieren:

Agfa bemühte sich besonders, einfach zu bedienende Kameras anzubieten, um auch technisch Unkundige zum Fotografieren zu bewegen und somit den Filmabsatz zu steigern. Die Schwierigkeiten lagen im Filmeinlegen, Fokussieren und Einstellen der Belichtung. Das Filmeinlegen war am unproblematischsten, da es der Fotohändler beim Filmkauf übernehmen konnte. Blieben noch die Einstellungen vor der Aufnahme übrig. Die Entfernungseinstellung konnte man mit einem Fixfokus-Objektiv entfallen lassen, was allerdings eine geringe Lichtstärke voraussetzte. Im Falle eines nicht allzu lichtstarken Objektivs reichte eine ungefähre Einstellung, weswegen auch dieser Punkt nicht sonderlich problematisch war, zumal man den Vorgang leicht vermitteln konnte – auch der Laie vermochte schließlich den Abstand von der Kamera zum Motiv abzuschätzen und auf einer Skala einzustellen. So blieb noch die Belichtungseinstellung übrig.

Die Bedeutung von Verschlusszeit und Blendenwert ließ sich praktisch nicht vermitteln, weswegen bereits in den 1930er Jahren auch wohlhabende Personen eine Boxkamera benutzten, um die komplizierte Bedienung zu umgehen (siehe Boxkamera). Alle einfachen Kameras benutzen aber nur eine oder zwei Belichtungseinstellungen, die lediglich ungefähr zu den gegebenen Lichtverhältnissen passten. Dabei führte Schwarzweißfilm mit seinem großen Belichtungsspielraum von mehreren Blendenstufen leicht zu guten Ergebnissen, Farbfilm schon weniger. Dagegen konnte die Verwendung von Farbdiafilm nicht empfohlen werden, da dieses Material generell korrekt belichtet werden musste.

Die Technik war Ende der 1950er Jahre soweit fortgeschritten, um an dieser Stelle mit einer automatischen Steuerung den Fotografen zu entlasten. Um alle Situationen zu erfassen, die mit freier Hand aufgenommen werden konnten, reichte es dabei nicht aus, nur die Blende bei feststehender Verschlusszeit zu verstellen, vielmehr mussten beide Werte beeinflusst werden. Deswegen erfand man im Camerawerk München von Agfa die Programmautomatik: Der Verschluss begann mit zunehmender Helligkeit die Verschlusszeit von 1/30 s bis zu 1/250 s zu verringern, wobei die Blende maximal geöffnet blieb, um mit möglichst kurzen Zeiten dem Verwackeln entgegenzuwirken. Bei 1/250 s angekommen schloss sich bei weiterer Helligkeitssteigerung die Blende bis zum Maximalwert f/22, was auch für sehr sonniges Wetter ausreichte. 1959 konnte Agfa die erste Kamera mit diesem System vorstellen.


Ganz ehrlich? Da lob ich mir, dass sich an meiner Digiknipse Entfernung, Belichtungszeit und Blende von Hand einstellen lassen. Auch wenn's ab und an mal ein wenig länger braucht möchte ich eigentlich nicht, dass die Kamera vollautomatisch das macht, was ihr so alles einprogrammiert wurde


Bild 3)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/003.jpg
So, zurück zum Wichtigen, zu den Bildern, zu 110 116 am 24. November 1976 beim Block Holtorf. Auf der Muekubahn Seite gibt es einen interessanten Einst und Jetzt Vergleich von dort, der nicht unbedingt zum Vorteil der Jetztzeit ausfällt


Bild 4)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/004.jpg
Das letzte Foto von dieser Strecke zeigt einen unerkannt gebliebenen 403er bei Drakenburg


Bild 5)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/005.jpg
Wechseln wir für vier Aufnahmen nach Lüneburg. Dort konnte irgendwann im August 1967 -also mit alter Nummer fotografiert ;-))- ein V200.1er Doppel erlegt werden


Bild 6)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/006.jpg
Von diesem Foto ist das genaue Aufnahmedatum bekannt, es entstand am 12. August 1967 und zeigt Halblollo V 160 010 vor E 564 sowie E 10 323 vor E 558


Bild 7)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/007.jpg
Knapp 10 Jahre später war unser Fotograf wieder vor Ort und konnte am 04. April 1977 eine Schnellzuglok im Güterzugdienst ablichten, nämlich die 110 128


Bild 8)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/008.jpg
Einen Monat später verschaffte sich Wolf-Dietmar einen schönen Überblick über den Güterteil des Bahnhofs Lüneburg sowie auf 112 265 vor E 2071


Bild 9 und 10)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/009.jpg

Und wieder 10 Jahre zurück zu den alten Nummern und somit nach Bienenbüttel. Dort ließen sich am 13. August 1967 E 10 363 vor D 48 sowie E 10 371/448 blicken

http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/010.jpg


Bild 11 und 12)
http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/011.jpg

Zum Abschluß noch zwei V 90 Aufnahmen, die am 28. Juni 1974 im Bremer Hafen (neiiin, nicht in Bremerhaven) entstanden sind

http://www.michael-vau60.de/2014/201401/20140131/012.jpg



So. das war es für Heute. Schönes Wochenende und Gruß aus Oer-Erkenschwick und Essen, Wolf-Dietmar und Michael


Das DSO Inhaltsverzeichnis von Vau60, klicke >>hier<< für Beiträge aus Nordrhein Westfalen, und >>hier << für den Rest der Welt

http://www.michael-vau60.de/signatur/dla.jpg
[www.dampflokomotivarchiv.de]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:04:14:45:55.
Wow, das vorletzte Bild hat was - hochbeladene Koks-Emils. Und der zweite gleich ein alter Villach der CFL: *goil

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Moin Michael und Wolf-Dieter,

klasse, dass Wolf-Dieter sich so schön um die alten Stellwerke und Blockstellen gekümmert hat! Das hatte ich früher vollständig vernachlässigt, doch auch und genau diese gehören zur alten Eisenbahn, samt Formsignalen und Schrankengebimmel! Das war für mich die Eisenbahn!

Die ist hier trefflich in Szene gesetzt worden, sogar mit Bildern "mit alter Nummer fotografiert" ;-))

Danke euch beiden für eure Arbeit und das Einstellen,

Martin
Hallo ihr beiden,
und ich dachte immer die Muekubahn verläuft bei mir im Hobbyraum.
Vielen Dank fürs Zeigen von Wolf-Dietmars Aufnahmen. Ich bin immer wieder beeindruckt, was er damals alles in Farbe aufgenommen hat.
Bild 11 zeigt übrigens das Verwaltungsgebäude der AG Weser. Es steht heute noch.
Schönen Gruß
Horst

http://www.muekubahn.de/fotos/signatur.jpg

Wow!

geschrieben von: Gustav Richard

Datum: 31.01.14 21:28

Tolle Fotos von leider sträflich vernachlässigten Motiven. Blockstellen zwischen Verden und Nienburg und ein Läutewerk in Bienenbüttel, i werd narrisch!

Danke und Gruß,
Gustav
Hallo,

klasse Bilderbogen, insbesondere Bild 6 ist der Hammer oder vollkrass wie man heute sagt... Vielen Dank!

Grüße vom Niederrhein
Martin

Bahnfahren - Das letzte Abenteuer in Deutschland!

Grandios!

geschrieben von: Andreas Burow

Datum: 01.02.14 11:23

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag und die damit verbundene Mühe!

Besonders die "Halblollo" auf Bild 6 hat es mir angetan. Dazu kommt das klasse eingefangene historische Ambiente. Einfach schön :-)

Viele Grüße
Andreas
Herrlich!
Die 70er sind für mich fotomäßig wohl die interessanteste Epoche. In diesem Jahrzehnt hat man ja "Kontakt" mit der Eisenbahn aufgenommen, der sich zu seinem Ende dann manifestierte. Deswegen haben`s mir die letzten beiden Bilder aus Bremen auch besonders angetan. Beim vorletzten kann man übrigens noch rechts das Straßenbahn-Gleis Richtung Gröpelinger Depot sehen, das aus der Gohgräfenstr. kommt, in der es im Bereich AG Weser/GVA getrennt vom anderen Gleis verlief. In heutzutage archaisch anmutender Weise durch die "Potten", soweit ich mich richtig erinnere. Leider habe ich außer in Sebaldsbrück bei den FdBS nie ein Foto davon gesehen. Geschweige denn mal eine Luftaufnahme. Kann man sich heute wieder gar nicht vorstellen, das es dort mal so aussah. Ich weiß auch bis heute nicht, warum diese Gleisführung notwendig war. Eng bebaut war`s an der Stelle nicht, meine ich. In den 80ern - noch vor dem ganz großen Umbau im weiteren Verlauf der Hafenrandstr. anf. d. 90er - wurde im Vorlauf diese Situation schon geändert.

Vielleicht hat jemand noch Aufnahmen aus diesem Bereich?

Das Gleis am Speicher XI auf dem letzten Bild liegt heute in abgespeckter Form auch noch. Für den, auf dem zugespülten Überseehafen neu gebauten, Großmarkt. Wird aber, soweit ich das bis jetzt beobachtet habe, nie benutzt.

Vielen Dank fürs Zeigen!!!

Gruß
Thorsten

"Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt." (Albert Einstein)
Hallo Michael und Wolf-Dieter,

ganz herzlichen Dank für diese tollen Bilder. Mir gefällt das erste Bild am Besten. Da denke ich: In dieser Blockstelle – das wäre bestimmt toll gewesen, da zu wohnen und zu arbeiten – träum... Aber wir können die Zeit nicht zurück drehen. Auch alle anderen Bilder sind mindestens super!

Die Seite über die Muekubahn – man hat das gedauert, bis ich diese Abkürzung für mich auflösen konnte! – von Herrn Müller-Kuntzer ist sehr eindrucksvoll, hervorragend.

Also noch einmal Danke für die wonnigen Momente, die ich gerade hatte!

Emil
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
"Erst wenn ich nicht mehr mein Eisenbahnerspanisch, mein Deutsch oder Englisch benutze, wenn ich da allein stehe mit meinem Tschechisch, weil alle Weltreisenden weg sind, dann weiß ich, es ist vorbei mit Europa.“

Pavel Peterka (Speisewagenkellner)

Moin Thorsten,

das Gleis bei Speicher XI lag zuletzt auf der anderen Seite des Speichers. Ist aber mittlerweile abgebaut worden. Zumindest teilweise und somit nicht mehr befahrbar.

Gruß Ingo
Hallo Michael

Just in diesem Moment schaue ich auf den Beitragsbaum und sehe Deine Stellungnahme. Auch wenn es Manuela und/oder Vicky als Lohnscannerinnen waren, aber dennoch vielen Dank an Dich für die Arbeit des Einstellens und die stets gelungene Kommentierung. Vielen Dank auch an alle anderen für die positiven Kommentare. Auch erteile ich denen Absolution, die meinen Namen falsch geschrieben haben.

Bis dahin viele Grüße

Wolf-Dietmar



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:02:04:19:58:10.

Bienenbüttel !

geschrieben von: Reinhard Gumbert

Datum: 07.02.14 16:56

Jetzt sehe ich endlich mal, wie's dort aussieht! Ich habe ja vor einiger Zeit schon aus Bienenbüttel berichtet - [www.drehscheibe-foren.de] -, doch ich war nie dort...

Ein sehenswerter Bilderreigen von Wolf-Dietmar Loos, den ich erst jetzt sehe und in dem vor allem die Bilder aus Lüneburg bestechen! Danke an ihn, den Autor, und Michael mit seinen Lohnscannerinnen ;-) !

Schöne Grüße aus Aachen -
Reinhard

Re: Bienenbüttel !

geschrieben von: 55 4630

Datum: 07.02.14 21:08

Hallo Reinhard

Erst einmal lege ich Wert auf die Feststellung, dass das MEINE Lohnscannerinnen sind und nicht die von Michael. Aber Spaß beiseite, vielen Dank für die lobenden Worte.Das Bild von V 160 010 und E 10 323 war auch schon einmal zusammen mit einem Artikel von mir im EK, und zwar im Heft 11/04.

Viele Grüße von Oer-Erkenschwick nach Aachen

Wolf-Dietmar
Hallo Michael,

tolle Bundesbahn-Impressionen und interessante Örtlichkeiten!
Dank an Fotograf, Einsteller und Lohnscannerinnen ;-)

Gruß,
Georg

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