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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.

Werkbahn der Zeche Rheinpreussen in den 30er Jahren

geschrieben von: co2430

Datum: 11.11.13 17:02

Bevor wir zu dem Beitrag kommen, möchte ich ein paar Gedanken meinerseits vorausschicken. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt machen soll.
Bildbeiträge, die die Blütezeit der Eisenbahn betreffen tauchen hier so gut wie gar nicht mehr auf. Der Großteil der Beiträge, von einigen Ausnahmen abgesehen
sind Bilder aus den letzten 20 bis 30 Jahren sowie Fragen und Rätsel. Es muss doch hier Leute geben, die historische Bilder, 60 Jahre und älter, mehr noch wie ich,
in ihrem Archiv haben. Vielleicht geht es denen wie mir, daß man das Gefühl hat, es interessiert sowieso kaum noch jemanden. Genug Schwarzmalerei, kommen wir zu den Bildern.

In den dreissiger Jahren bestand die Zeche Rheinpreussen aus 5 Schachtanlagen und eigenem Rheinhafen, die alle mit einem Werksbahnnetz verbunden waren.
Zum Abschied für den damaligen Eisenbahnbetriebsleiter im Jahr 1933 wurde ein Fotoalbum erstellt, aus dem die folgenden Bilder stammen.

Bild 01. Schacht 1 und 2 in Homberg

http://img708.imageshack.us/img708/2708/g87c.jpg


Bild 02. Die Rotte von Schacht 1 und 2

http://img850.imageshack.us/img850/4538/v3u5.jpg


Bild 03. Südwestliches Bahnhofsende von Schacht 1 und 2

http://img716.imageshack.us/img716/7711/wjyt.jpg


Bild 04. Nordöstliches Bahnhofsende von Schacht 1 und 2

http://img547.imageshack.us/img547/6412/uowl.jpg


Bild 05. Pattberg Zug (Pattberg war bis 1932 Leiter der Schachtanlagen)

http://img29.imageshack.us/img29/5504/mn6e.jpg


Bild 06. Blick auf Schacht 3 in Homberg-Hochheide

http://img20.imageshack.us/img20/1357/x8vf.jpg


Bild 07. Bahntor an der Moerser Straße in Homberg

http://img594.imageshack.us/img594/4625/8jca.jpg


Bild 08. Signalstation Heesen

http://img542.imageshack.us/img542/7955/13mr.jpg


Bild 09. Östliches Bahnhofsende von Schacht 4 in Moers

http://img9.imageshack.us/img9/2379/hkjw.jpg


Bild 10. Rotte von Schacht 4

http://img15.imageshack.us/img15/8852/mvfm.jpg


Bild 11. Westliches Bahnhofsende von Schacht 4

http://img41.imageshack.us/img41/1926/a4hp.jpg


Bild 12. Wärterposten Kirschenallee in Moers

http://img14.imageshack.us/img14/8527/zev1.jpg


Bild 13. Stellwerk im Bahnhof Moers

http://img89.imageshack.us/img89/9696/o1fc.jpg


Bild 14. Südliches Bahnhofsende Moers

http://img189.imageshack.us/img189/5121/4q0e.jpg


Bild 15. Nördliches Bahnhofsende Moers

http://img585.imageshack.us/img585/3739/rznv.jpg


Bild 16. Rotte von Schacht 5 in Rheinkamp-Utfort, heute Moers-Utfort

http://img7.imageshack.us/img7/5927/zif2.jpg


Bild 17. Blick vom Stellwerk auf Schacht 5

http://img21.imageshack.us/img21/2971/42l6.jpg


Bild 18. Südliches Baahnhofsende von Schacht 5

http://img268.imageshack.us/img268/5364/gotw.jpg


Bild 19. Nördliches Bahnhofsende von Schacht 5

http://img31.imageshack.us/img31/6396/v3w4.jpg


Bild 20. Stellwerk Schacht 5

http://img600.imageshack.us/img600/9553/yqlx.jpg


Bild 21. Kreisbahnkreuzung in Baerl

http://img20.imageshack.us/img20/2567/xt19.jpg


Bild 22. Blockstelle Baerler Busch

http://img36.imageshack.us/img36/1385/c0zw.jpg


Bild 23. Wendestelle Rheinkamp

http://img13.imageshack.us/img13/8774/3qq5.jpg


Bild 24. Rotte der Pattbergschächte, Schacht 6 und 7, Rheinkamp

http://img853.imageshack.us/img853/5205/qati.jpg


Bild 25. Bauwerk Wefort-Straße

http://img31.imageshack.us/img31/2778/afgb.jpg


Bild 26. Blick auf die Pattbergschächte, Schacht 6 fördert schon, Schacht 7 wird noch abgeteuft

http://img837.imageshack.us/img837/8021/h0uu.jpg


Bild 27. Bauwerk Hoher Weg

http://img812.imageshack.us/img812/7336/fhzo.jpg


Bild 28. Bauwerk Moersbach

http://img69.imageshack.us/img69/1108/6v3w.jpg


Bild 29. Rotte Hafen

http://img24.imageshack.us/img24/3295/43gy.jpg


Bild 30. Kiesbaggerei

http://img534.imageshack.us/img534/2743/9ebd.jpg


Bild 31. Einfahrt zum Hafen

http://img689.imageshack.us/img689/9418/a7sg.jpg


Bild 32. Posten 2 im Hafen

http://img12.imageshack.us/img12/7500/pebk.jpg


Bild 33. Hafen-Verladung

http://img197.imageshack.us/img197/4861/8pu1.jpg


Bild 34. Stellwerk Heesen

http://img33.imageshack.us/img33/9493/urw1.jpg


Bild 35. Stellwerk Heesen

http://img834.imageshack.us/img834/2103/mtze.jpg


Bild 36. Stellwerk Baerler Busch

http://img822.imageshack.us/img822/1631/6kyu.jpg


Bleibt nur noch zu hoffen, dass es gefällt. Gruß Dieter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:11:12:00:09:13.

Gefällt extrem gut!

geschrieben von: Die Lorenmagd

Datum: 11.11.13 17:11

Hallo Dieter!

Ruhrgebiet in den frühen 1930ern gefällt immer!

Vielen Dank dafür!

Und besonders gefällt Bild 25 mit dem Graffito "Wählt Thälmann!!"

Zeitgeschichte pur!

Aleksandra grüßt!

*Ka-Wumm*

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 11.11.13 17:19

http://zechenbahnen.square7.ch/Pics/blonk.gif http://zechenbahnen.square7.ch/Pics/blonk.gif
http://zechenbahnen.square7.ch/Pics/blonk.gif http://zechenbahnen.square7.ch/Pics/blonk.gif

Sprachlos - was für eine Doku!

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Ein toller Beitrag mit Bildern in hoher Qualität, den ich - wie alle vorherigen - verschlungen habe.
Danke!
Andreas

Re: Werkbahn der Zeche Rheinpreussen in den 30er Jahren

geschrieben von: Engel

Datum: 11.11.13 18:14

Hallo Dieter,
und ob so ein Beitrag mit solchen historischen Bildern interessiet.
Viele können leider nicht auf altes Bildmaterial zurückgreifen. Um so erfreulicher, wenn jemand uns hier im Forum teilhaben lässt.
Bitte weiter so!!!
Vielen herzlichen Dank und ein freundliches
Glück auf
Peter Engel
Hallo Dieter,

auch ich gehöre zu den Leuten, die nur 20-30 Jahre alte Bilder beisteuern können.

Aber gerade deswegen freue ich mich sehr auf die "alten Schinken", die hier leider viel zu selten präsentiert werden.
Nur schreibe ich das wohl viel zu selten als Antwort dazu.

Dafür jetzt aber:
Herzlichen Dank für die vielen interessanten Beiträge (nicht nur) zur Eisenbahn-Geschichte!

Ich würde mich natürlich freuen, wenn du so weiter machst wie bisher.

Freundliche Grüße

Wolfgang

Was ein Beitrag!

geschrieben von: iw

Datum: 11.11.13 19:18

co2430 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Bevor wir zu dem Beitrag kommen, möchte ich ein
> paar Gedanken meinerseits vorausschicken. Ich habe
> lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt
> machen soll.
> Bildbeiträge, die die Blütezeit der Eisenbahn
> betreffen tauchen hier so gut wie gar nicht mehr
> auf. Der Großteil der Beiträge, von einigen
> Ausnahmen abgesehen
> sind Bilder aus den letzten 20 bis 30 Jahren sowie
> Fragen und Rätsel. Es muss doch hier Leute geben,
> die historische Bilder, 60 Jahre und älter, mehr
> noch wie ich,
> in ihrem Archiv haben. Vielleicht geht es denen
> wie mir, daß man das Gefühl hat, es interessiert
> sowieso kaum noch jemanden.

Hallo Dieter,

Deine Beobachtungen sind ja richtig, meine Schlussfolgerungen sind aber andere: Es gibt eben kaum Bilder, die richtig alt sind. Ich habe keine Bilder aus den 30ern - also kann ich keine zeigen. Wenn ich welche hätte, würde ich sie zeigen. So bleibt mir im Wesentlich das zum Zeigen übrig, was ich selbst verbrochen habe...

Inhaltlich sind die Bilder der Hammer. Ich bin weder Bergbauexperte noch "Eingeborener" des Ruhrpotts - dennoch kenne ich ein paar der Stellen von heute. Das macht es umso interessanter - ganz abgesehen von der Tatsache, dass es auf alten Bildern immer viel zu entdecken gibt...
Hallo Dieter,

da hoffst du, dass der Beitrag gefällt, und was ist?
Das ist der Wahnsinn, da hättest du gerne auch sagen können, "dass der Beitrag gefällt ist ja wohl selbstverständlich" (Naja, hätte ich auch nicht getan).
Aber super.
Hier ein paar Vergleichsbilder, denn einen Teil der Strecke habe ich am 28.09.2013 mit der DGEG bei einer Schienenbusfahrt auch befahren:

zu Bild 18:
http://imageshack.com/a/img34/5122/uvud.jpgUploaded with ImageShack.com
heutige Situation, links die Bahngleise nach Xanten, bzw. der Abzweig (rechts) von/zur Haus-Knipp-Brücke. Das befahrene Gleis (ganz rechts) ist im Prinzip die Einfahrt in den Schacht V/IX, wobei letzterer 1933 noch nicht existierte und die dazugehörigen Chemischen Werke Rheinpreßen auch nur geplant waren.

Zu Bild 19:
http://imageshack.com/a/img12/7771/wpav.jpgUploaded with ImageShack.com
Da bin ich mir nicht ganz sicher, aber es scheint, dass das Stellwerk ungefähr da stand, wo das heutige Sasol-Stellwerk steht. Hier aus einer etwas anderen Perspektive.

zu Bild 21:
http://imageshack.com/a/img109/5498/dr5m.jpgUploaded with ImageShack.com
Die Situation heute, von links kommend die NIAG vom Bahnhof Baerl, rechts der Autobahndamm (A42).

zu Bild 29/30/33:
http://imageshack.com/a/img713/6263/wopg.jpgUploaded with ImageShack.com
Auch hier habe ich ein paar Probleme mit der Bestimmung des Blickwinkels. Ich glaube, dass die Bilder 29 und 30 von der nördlichen Hafenseite aus aufgenommen sind, wie mein Vergleichsbild (allerdings andere Blickrichtung), Bild 33 ist wohl eher vom südl. Kai aus aufgenommen und zeigt die Stelle wo ich mich mit dem Schienenbus befunden haben muss.
Auf meinem Bild ist im Hintergrund die Rheinbrücke Ruhrort-Homberg zu sehen, trotz des Gegenlichts und der furchtbar schmutzigen Scheiben des Triebwagens.

Auf jeden Fall, bitte mehr davon.

Gruß, Hardy vom Niederrhein




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:11:12:20:24:36.

Re: Werkbahn der Zeche Rheinpreussen in den 30er Jahren

geschrieben von: GregMic

Datum: 11.11.13 20:51

Hallo Dieter

Du zögerst, solche Bilder, weil älter als 20 Jahre hier zu zeigen? Welch stäflicher Gedanke! Wer besitzt Bilder von solch historischem Wert? Wohl nur die allerwenigsten! Im Ruhrgebiet geboren kann ich nicht genug davon sehen! Seit Längerem kopiere ich Beiträge dieser Art auf meinen Stick, damit mir solch herrliche Zeitdokumente nicht verloren gehen. Leider habe ich es bis jetzt still und leise nur als Leser getan! Damit du siehst, daß du eine beachtenswerte Fangemeinde hast, habe auch ich mich dazu bewogen, dir für diesen Beitrag zu danken.
Und da du solch wertvolle Schätze veröffentlicht hast, nenne ich mal mein Favoritbild: Bild 3 ist es. Man muß sich die Stellungen der Weichenzungen der DKW betrachten! Diese Stellung ist mehr als nur selten!

Gruß
Gregor

Boah, Dieter....

geschrieben von: Essenberger

Datum: 11.11.13 21:01

mehr, mehr, mehr

Bild 1 wird gerahmt.

Da kannze schön in mein Gaaten kucken.....

herzlichen Dank,

Glück Auf,
Rüdiger

Re: Werkbahn der Zeche Rheinpreussen in den 30er Jahren

geschrieben von: Mtaler

Datum: 11.11.13 21:16

Hallo,

Beiträge von "co 2430" versprechen immer etwas ganz besonderes und gehören daher zu meinen Lieblingen im HiFo!
Also bitte mehr davon.

Mit besten Grüßen
Kurt

Re: Werkbahn der Zeche Rheinpreussen in den 30er Jahren

geschrieben von: 01 220

Datum: 11.11.13 21:39

DER BEITRAG IST EINFACH PHANTASTISCH!!!

Re: Werkbahn der Zeche Rheinpreussen in den 30er Jahren

geschrieben von: wookie-2

Datum: 11.11.13 21:54

Eine Wahnsinns-Bilderserie!

Zu der kleinen Baufeldbahn auf Bild 28 eine Anmerkung: Zu sehen ist eine Ballastkastenlok ("Triebwagen") von Ruhrthaler, Typ MT/S 2 mit stehendem 10 PS Zweizylinder-Zweitakt-Benzinmotor aus eigener Fertigung. Leergewicht 1,1 t, Reibungsgewicht mit gefülltem Ballastkasten 2,5 t. Zweiganggetriebe mit 3,5 und 8,6 km/h. Baujahr dieser Ausführung etwa 1926 - 1930.

Es gibt kaum Einsatzfotos von Loks dieses Typs, daher auch von mir ein herzliches Dankeschön!

Jürgen Wening

"Diese Maschine kann von jedem einigermaßen intelligenten Arbeiter innerhalb weniger Stunden bedient werden."

Wahnsinn

geschrieben von: Rainer Sp.

Datum: 11.11.13 21:55

Hallo Dieter,

die Bilder sind ja der Hammer.

Da mein Sohn einige Jahre in Moers auf der Lotharstr. wohnte,
sind die Bilder 12 - 14 ganz besonders interessant.

Danke fürs Zeigen.

Gruß vom Niederrhein,
Rainer
Hallo Dieter,

ich bin fast immer noch sprachlos!!!

Du hast ein Feuerwerk an Bildern gezündet, bei dem ich aus dem Staunen nicht mehr raus kam! Sei es die Signalstation Heesen (die kenne ich seit den 60ern und hörte die Erzählungen meiner Mutter, die da aufgewachsen ist), der Wärterposten kirschenallee und das nachfolgende Bild (da habe ich etwa 60 Jahre später mal gewohnt - toll, das Stellwerk mal zu sehen!), Bild 15 (der Posten sah Ende der 70er/anfang der 80er noch fast genauso aus - siehe Bild), Bild 22 Blockstelle Baerler Busch, die ich noch als Stellwerk kannte, oder oder oder...! Danke dafür!!!

Aber das Bild 23 gibt mir noch ein paar Rätsel auf: Was ist eine Wendestelle??? wenn ich mir die Lage des nach links abgehenden Gleises ansehe, dann liegt es weiter südlich als alle mir bekannten Gleislagen. Das Bahnhofsgebäude Rheinkamp hatte scheinbar einen südlich angebauten Güterschuppen - ich kenne Rheinkamp nur mit getrennt stehendem Güterschuppen und wo ist das Gleis von Friedrich-Heinrich, welches direkt in den Bahnhof Rheinkamp führte, während die Gleise der Rheinpreußen-Schächte ("Pattberg") nicht direkt in den Bahnhof Rheinkamp, sondern in eine gesonderte Übergabestelle nördlich des Reitwegs führten und hier nicht erkennbar sind... Wie gesagt, ich rätsele hier derzeit etwas rum! Kann jemand dazu mehr sagen???

Hier nun als kleines "Dankeschön" (ja, Dieter, ich weiß, nicht so historisch wie Deine Bilder, aber dafür habe ich daran alle Rechte - im Gegensatz zu den alten Zechenbildern, die ich Dir schon mal zugemailt hatte) ein Bild vom Zechenposten Moers, quasi direkt neben Stellwerk Mn, aufgenommen vom gegenüberliegenden Bahnsteig der NIAG, ehemals Moerser Kreisbahn. Leider war die 221 106 für meine damalige Kamera im Jahr 1978 oder 1979 zu schnell unterwegs:

https://dl.dropboxusercontent.com/u/71868891/221106KMO.jpg

Freundlicher Gruß aus Rheinberg
Stefan P. (der, der diese Bilder gerne mal in höherer Auflösung sehen würde...)

P.S.: Auch schön der zum Zeitpunkt der Aufnahmen quasi gerade erst höher gelegte Bahnhof Moers im Hintergrund! Ach, es gibt sehr viel zu sehen...

P.P.S.: Gerade erst Rainer Sp.s Posting geselen - also: Ich bin nicht sein Sohn! ;-)

Spur 0 - was sonst?

Meine Beiträge im HiFo: [www.drehscheibe-foren.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:11:12:09:01:17.

Re: Werkbahn der Zeche Rheinpreussen in den 30er Jahren

geschrieben von: co2430

Datum: 12.11.13 00:10

Ich habe die Bilder ausgetauscht, und in größerer Auflösung noch mal eingestellt. Dieter

Re: Werkbahn der Zeche Rheinpreussen in den 30er Jahren

geschrieben von: Skyliner

Datum: 12.11.13 02:20

Du meine Güte, ich bin von dir ja schon so einiges gewohnt, aber du haust mich immer noch doch aus den Schuhen. Absolut klasse! Vielen Dank!


Glückauf, Christoph
Moin Dieter,

welch eine Doku! Da hauts auch mich aus den Schuhen!

Danke fürs Einstellen,

Martin
Moin Dieter,

co2430 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Bevor wir zu dem Beitrag kommen, möchte ich ein
> paar Gedanken meinerseits vorausschicken. Ich habe
> lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt
> machen soll.
> Bildbeiträge, die die Blütezeit der Eisenbahn
> betreffen tauchen hier so gut wie gar nicht mehr
> auf. Der Großteil der Beiträge, von einigen
> Ausnahmen abgesehen
> sind Bilder aus den letzten 20 bis 30 Jahren sowie
> Fragen und Rätsel. Es muss doch hier Leute geben,
> die historische Bilder, 60 Jahre und älter, mehr
> noch wie ich,.........

diese Frage hast Du Dir nicht wirklich gestellt oder?
Die Bilderserie ist unglaublich und mußte gezeigt werden ;)

Es gibt mit Sicherheit schlummernde Archive, vermutlich werden aber eben aufgrund des Alters
die wenigsten wissen, was da für Schätze liegen, vieles geht vielleicht auch für immer verloren,
wenn der Besitzer verstirbt und bei den Erben kein Interesse findet.
Auch das hat es gegeben, bzw. ich habe davon zu spät erfahren und konnte nichts mehr sichern.

Was Dich betrifft, bitte weiter Deine Bilder zeigen, die Frage, ob Du sie zeigen sollst,
mußt Du Dir echt nicht stellen.

Begeisterte Grüße.

Markus
Hallo Dieter,

WOW!

Danke!

Nach einem Absatz zur Untermahlung meiner Sprachlosigkeit noch ein paar Worte zu deinen Kommentaren: Vielen Dank, dass du solche Bilder hier zeigst. Auf Bilder aus den 30gern hoffe ich, seit ich hier mitlese, weil ich für meine Modelleisenbahn 1928 als Zeitpunkt gewählt habe. Aber was kann jemand, der in den Siebzigern geboren wurde und keine Verbindung zu "alten Eisenbahnern" hat schon hier beisteuern.

Zum Inhalt: Bilder mit solch guten Auflösung und so vielen Details sind bestimmt nicht so oft vorhanden. Besonders gefallen haben mir die Aufnahmen mit Details von Zäunen, Lampen, Wäsche in den Gärten, fast ortsgestellten Weichen an zentraler Stelle zusammengefasst, zugeschütteten Gleisen und tausenden anderen Details aus den alten Zeiten.

Wenn es hier noch mehr Leute mit so schönen Bildern gibt bitte ich euch hier mal welche davon einzustellen.

Ich schau mir noch mal genau an, ob ich vielleicht nicht doch noch irgendwelche Bilder habe, die ich hier auch zur Verfügung stellen kann - sieht aber schlecht aus.

Vielen vielen Dank noch mal

Oliver Rasch
Hallo Dieter,
erfreulicher Schreck am Beginn des Arbeitstages. Die Bilder sind ja der Helle Wahnsinn und enthalten eine Fülle von Informationen. Bitte unbedingt weiter so!!! Als Spross einer „Rheinpreußen Familie“ bin ich mit dem Thema natürlich sehr eng verbunden. Verblaßte Kindheitserinnerungen gewinnen an Schärfe, so hatte ich den Abzweig Heesen (heute nahe Stadtteil „ In den Haesen“ und Üttelsheimer See, Parkfriedhof) immer irgendwie als doppelte Kreuzungsweiche in Erinnerung, nun sehe ich dass es 2 separate Weichen waren. Dort kamen ja alle wichtigen Strecken des Rheinpreußen-Netzes zusammen: nach Süden: Schacht I/II, Anlage IV, Schacht III; nach Osten: Rheinpreußenhafen; Nach Norden: Schacht VIII, Pattbergschächte und Rheinpreußen V/IX ; im Westen Schacht IV mit direkter Verbindung zum Bf Moers.
Ein anderes Thema ist die Zeche Pattberg und ihre Lokomotiven. Da gibt uns das geschätzte „Standardwerk“ –Bergbaudampflokomotiven in NRW- (Joachim Leitsch, Harald Sydow) nicht erschöpfend Auskunft über die Nummerierung. Es gab ja für die Pattberg Lokomotiven zunächst die die Bezeichnung „Rheinland“, von denen wir einige in Deinem Beitrag sehen. (Frage?) Hat jemand eine Idee wie die komplette Rheinland-Liste aussehen müßte?
Leider fehlt mir jetzt die Zeit weiter auf das Thema einzugehen, da die Arbeit mit 2 dringenden Projektabgaben droht. Als Bonbon anbei ein wertvolles Foto aus dem Nachlass meines Vaters. Es zeigt den Januar 1957 verkehrenden Sonderzug mit von der DB geliehenen Wagen (von Schacht III (oder I/II) vermutlich nach Pattberg am Bü Lauerstraße in Homberg-Hochheide. Es war die Route des zecheneigenen Personenzuges dem sogenannten „Rheinkämper“ , dessen Garnitur hier im Forum auch schon mal zu sehen war. Zuglok war die Rheinland III (Hohenzollern 4542 / 1928 / Orsoy? oder Bonn?); wobei ich nicht mehr genau nachvollziehen kann wo ich diese Daten herhabe (? kann mir jemand die Angabe bestätigen ? – Lokliste Hohenzollern?)

http://i.imagebanana.com/img/3uke22wb/8272011_018.JPG

Mit freundlichem Glück auf!

Harald

Toll!

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 12.11.13 11:03

Solche Beiträge sind immer wieder interessant anzusehen.


Bis neulich

Rolf Köstner

RAL 9017
RAL 3020
RAL 1028

Nur einige fachliche Fragen...

geschrieben von: Roststab

Datum: 12.11.13 11:11

Phantastische Präsentation, da gibt es nichts zu meckern. Nur weiter so.

Beim Betrachten der Bilder sind mir aber einige Fragen gekommen, die mit der geballte Hifo-Kraft sicher gelöst werden können.


Auf Bild 16 hält einer der Rottenarbeiter ein Werkzeug, dessen Zweck mir nicht klar ist. Was kann das sein und wie funktioniert es?
Die Bilder 3 und 6 zeigen eine DKW, die es so doch nur in der Modellbahnindustrie geben dürfte. Gleichzeitige Bogenfahrt bzw. Kreuzung von zwei Wegen dürfte eigentlich nicht sein. Hier ist es aber so! Gab es zum Zeitpunkt der Aufnahmen andere Regelwerke, oder hatten die Privatbahnen da ein Ausnahmerecht?

Übrigens die in Bild 18 gezeigte Möglichkeit des Fernstellens von Weichen finde ich sehr interessant. Statt einer Hebelbank Stellböcke mit Seilzug. So etwas kannte ich bislang nur vom Hörensagen. Da wüßte ich zu gerne was bei Seilbruch passiert. Hatten solche Anlagen im Falle eines Seilbruches überhaupt die Möglichkeit die Weiche in eine Grundstellung zu ziehen?

Rheinland-Liste - kurze Replik

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 12.11.13 11:33

Harald, ich habe keine Ahnung, wie eine Rheinland-Liste aussehen würde. De dato war mir die Existenz der RHEINLAND II aka Hoh 2056, wie wir in diesem Faden sehen konnten, nicht bekannt. Es bleibt noch viel zu tun!

Hoh 4542 war eine Bt des Types Oberkassel für die Kalkwerke Großhartmannsdorf, also keinesfalls eine Rheinpreußen-Lok, da hast Du Dich irgendwie mit der Nummer vertan.

Im Übrigen melde ich mich wegen der Loks auf den Bildern nochmal.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Moin Dieter!

Aus bestimmten Gründen bin ich erst jetzt dazu gekommen, Deinen hervorragenden Beitrag zu betrachten. Gerade der umfangreiche und aus manchen Perspektiven eigentlich unzugängliche Blickwinkel machen Deinen Beitrag zu einem Kleinod. Das Joachim inzwischen fast kollabiert ist, muß man ja bei Berichten dieser Art in Kauf nehmen...

Ich vermute, das so manche bisherige Erkenntnis zur "Rheinland" aufgrund dieses Beitrages anders interpretiert werden muß.

Ich bin jedenfalls von diesem Beitrag begeistert und bedanke mich gern dafür!

Grüße aus dem förderschachtfreien Norden
Helmut

Re: Werkbahn der Zeche Rheinpreussen in den 30er Jahren

geschrieben von: 55 4630

Datum: 12.11.13 17:00

Hallo Dieter

Ganz tolle Bilder. Das ist so ziemlich das interessanteste, was ich in 6 Jahren Hifo-Lesen so gesehen habe.

Auch freue ich mich, dass Joachim keinen Herzkasper bekommen hat, denn heute gegen 15 Uhr hat er mir noch scheinbar gesund mailen können.

Vielen Dank

Wolf-Dietmar

A bissl alte Technik ausm Gleisbau

geschrieben von: Willi Ess

Datum: 12.11.13 21:12

Hallo Roststab

Das Werkzeug ist eine „Doppelarmige“ Knarre. Ich weiß nicht wie das Ding genau heißt, ist aber eine prima Erfindung.
Damit wurden die Laschenschrauben Ruckzuck los- bzw. festgedreht. Man stellt sich in Gleisrichtung, ein Bein links von der Schiene, ein Bein rechts von der Schiene. Die Nuss der Knarre auf die Mutter und dann den „linken“ Hebel nach vorn, den „rechten“ Hebel nach hinten. Dann abwechseln mit beiden Hebeln nach vorn – bzw hinten - immer über kreuz. Immer in Zugrichtung die Mutter drehen -und beim Drücken tritte die Knarrenfunktion ein. Gleichzeitig wird ja am anderen Hebel die Mutter weiter gedreht. D.h. eine Hälfte aller Umdrehungen mit links und die andere mit dem rechten Arm. Wenn die Mutter gelöst werden soll, die Nuss auf die andere Seite der Knarre stecken und das Werkzeug um 180 Grad drehen. Geht ruckzuck – habe selbst damit gearbeitet.

Dreckfuhler gefunden

Willi Ess - Der Lemgoer




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:11:12:21:16:50.
Hallo zusammen,

ich schrieb in meinem Posting von Gestern, dass mir das Bild 23 Rätsel aufgäbe. Nach langem Betrachten der Bilder habe ich wohl die Erklärung gefunden und betrachte mein Rätsel als gelöst!

Also: Seit 1908 (erst als Schmalspurbahn) hatte die Schachtanlage Friedrich-Heinrich in Kamp-Lintfort einen Gleisanschluss am Bahnhof Rheinkamp (anfangs Repelen heißend). Die spätere Schachtanlage Pattberg wurde in Höhe von Repelen neben der Zechenbahn Friedrich-Heinrich abgeteuft. Nach Fertigstellung führten beide Strecken ab östlich des Moersbachs parallel zueinander bis zur heutigen B57, um diese mit zwei einzelnen Brücken zu überqueren. Dabei unterquerte die Strecke aus Lintfort östlich des Moersbachs die spätere Strecke von Pattberg, sie lag also nördlicher als die Pattberg-Strecke. Beide Strecken führten ab der Überquerung der B57 in einem Linksbogen zum Bahnhof Rheinkamp, wobei die Lintforter Strecke direkt in den Bahnhof Rheinkamp mündete, während die Pattberg-Strecke in einem etwas weiteren Bogen zuerst den heutigen Reitweg kreuzte und in einem gesonderten Zechenbahnhof nördlich des Reitwegs endete. Von dort existierte ein Verbindungsgleis zum Bahnhof Rheinkamp. Faktisch hatten beiden Schachtanlagen somit eigene Übergabe-Bahnhöfe bzw. -Punkte zum Bahnhof Rheinkamp.

Die Pattberg-Strecke hatte direkt hinter der Überführung npch eine Abzweigstelle Bornheim, von wo aus in Richtung Baerler Busch und weiter zum Rheinpreußen-Hafen in Homberg gefahren werden konnte (auch gab es eine Verbindung aus Richtung Rheinkamp zum Rheinpreußen-Hafen, hier gab es also später ein komplettes Gleisdreieck!).

Hier meine Rätselslösung:
Zum Bild 23: Wir sehen hier die Situation vor Eröffnung der Strecke von Pattberg nach Rheinkamp. Der Fotograf steht auf einem Eisenbahnfahrzeug, welches in Fahrtrichtung zur Schachtanlage Friedrich-Heinrich steht! Die Strecke von Pattberg, die also rechts zu sein müsste, war noch in Bau! Wir sehen rechts eine Übergabestelle, über die Baumaterialien zum Streckenbau vom Bahnhof Rheinkamp über die Friedrich-Heinrich-Gleise angeliefert wurden!

Warum komme ich zu dieser Erkenntnis?
Nun, die Bilder der Überführungsbauwerke Hoher Weg (27) und Moersbach (28) zeigen, dass die Bauwerke noch nicht fertiggestellt sind, es sind Feldbahnen zu erkennen, es fehlen Geländer, das Bauwerk Moersbach scheint noch keine Gleise zu haben und die Widerlager haben noch Lücken zum Bahndamm. Die Strecke der Bahn von der Schachtanlage lag in diesem Bereich auf normaler Ebene, also mit Bahnübergängen, und lag südlich der gezeigten Motive, in wenigen Metern vom Standpunkt des Fotografen. Der Fotograf wird die Baustellen über die Strecke der Friedrich-Heinrich-Bahn bereist haben und den Zustand vor Eröffnung dokumentiert haben.

Im Bild 23 zeigt die Weichenstellung, dass entweder eine Fahrt in den geraden Strang oder aus dem geraden Strang durchgeführt werden soll. dieser gerade Gleisstrang wurde später zurückgebaut, das Messtischblatt aus dem Jahr 1954 zeigt noch Reste dieses Bahndamms.

https://dl.dropboxusercontent.com/u/71868891/rheinkamp1.jpg

Nach Gründung der BAN (Bergbau AG Niederrhein), in der beide Zechengesellschaften (Friedrich-Heinrich und Rheinland mit den Pattberg-Schächten) aufgingen, wurde die Lintforter Strecke ab Schacht Pattberg bis Rheinkamp stillgelegt und der Lintforter Ast an die Strecke von Pattberg nach Rheinkamp angeschlossen - die Züge aus Kamp-Lintfort nutzten nun von Pattberg bis Abzweig Bornheim das gleiche Gleis wie die Pattberg-Züge und konnten nun auch zum Rheinhaufen nach Homberg durchfahren. Die Anbindung an den Bahnhof wurde auch verändert: kurz vor Kreuzung des Reitwegs wurde eine s-förmige Verbindungskurve zum Bahnhof Rheinkamp gebaut, welche kurz vor dem Bahnübergang Reitweg der Staatsbahn in den Bahnhof Rheinkamp einmündete. damit war die Lintforter Kurve überflüssig und das Stück Strecke zum Übergabe-Bahnhof Pattberg hinter dem Reitweg wurde stillgelegt. Diese Einmündung in den Bahnhof Rheinkamp ist heute noch in Betrieb und wird derzeit von den letzten verkehrenden Kohlezügen genutzt.

Das war nun sehr viel Text, aber zumindest mir nun ist klar, was das Bild 23 tatsächlich zeigt! Es ist (wie die anderen Bilder auch) ein sehr interessantes Dokument aus einer interessanten Zeit! Dieter, dafür nochmals ein Dank von mir!

Sollte es aus dem Leserkreis noch Ergänzungen geben, wäre ich für eine Bekanntgabe sehr dankbar!

Freundlicher Gruß
Stefan P.

P.S.: Die Reste der alten Friedrich-Heinrich-Strecke sind heute noch bei Google-Maps auszumachen. Die Unterführung unter Pattberg-Strecke ist seit einigen Jahren zugeschüttet, das entsprechende Brückenbauwerk wurde entfernt. Die im Bild 23 sichtbare Verbindungskurve zum Bahnhof Rheinkamp, die in der Mitte des Bahnhofs Rheinkamp in selbigen einmündete (eine für mich neue Erkenntnis!) ist längst entfernt und das Gelände wurde erst ausgekiest, es entstand ein Baggerloch, welches in den 80ern mit Abraum verfüllt wurde und es entstand eine Abraumhalde auf der Fläche.

Spur 0 - was sonst?

Meine Beiträge im HiFo: [www.drehscheibe-foren.de]
Toll Stefan! Danke für diese erhellende Ausführungen. Erst gestern haben mein Kumpel Hermann-Josef und ich über die Lage der beiden Strecken lange nachgedacht. Viel ist ja nicht mehr wegen des Autobanbuas sichtbar.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Hallo Stefan,

danke für diese gründliche Erläuterung. Ich kann mich noch an eine Mitfahrt auf einer Rheinpreußen DHG 1200 erinnern, da war die Anbindung bei Pattberg auf die Lintforter Strecke gerade fertig. Im Rahmen der „Abschiedsfotos“ von Friedrich Heinrich 2012 habe ich die Strecke mal „abgearbeitet“ und bin nach Google-Luftbildauswertung auch noch auf Brückenlager der alten Friedrich-Heinrich Strecke gestoßen. Unweit davon unterquerte die Lintforter Bahn wie geschildert die Rheinpreußenbahn. Dort war bis Anfang der 1970er Jahre auch noch eine Stahlbrücke der Rheinpreußenbahn vorhanden. Anbei noch ein paar Fotos zu der Situation, ich hoffe in diesem Zusammenhang sind auch neuere Fotos erlaubt.

Bild 1 alte Brückenköpfe der Lintforter Bahn über den Moersbach 2012 (Kanal zur Kläranlage)

http://i.imagebanana.com/img/7u1q2glq/DSC_3268.jpg


Sonderfahrt mit 24 083 (um 1980) auf der Rheinpreußenbahn auf der Brücke über den Moersbach

http://i.imagebanana.com/img/beycfzbb/SCAN01071.jpg


Mit freundlichem Glück auf!
Harald

Re: A bissl alte Technik ausm Gleisbau

geschrieben von: Roststab

Datum: 13.11.13 10:28

Danke dir für den Hinweis. Als ich den nußähnlichen Kopf sah, vermutete ich eine Knarre, aber die entgegengesetzten Griffhebel haben mich gestört. Damit kann man keine Schwellenschraube rein- oder rausdrehen. An eine Lasche hatte ich überhaupt nicht gedacht. Prima, daß ich jetzt die Antwort auf meine Frage kenne.
Nachdem ich mich wieder beruhigt habe und durch Einnaheme von Härtstropfen in großen Mengen meinen Blutdruck wieder auf Normalniveau herunterfahren konnte, jetzt die schon angekündigte Antwort bzgl. der auf den Bildern sichtbaren Lokomotiven.

Die Bilder zeigen manches Erhellendes, werfen aber auch einige große Fragen auf. Gerade im Hinblick auf die Gew. Rheinland, die am 03.04.1925 durch reale Teilung des riesigen Rheinpreußen-Grubenfeldes entstanden ist. Im Feld Rheinland ist ja später die Schachtanlage VI/VII (ab Oktober 1927: Pattbergschächte) niedergebracht worden. Bei dieser Gelegenheit hat man wohl auch einige Lokomotiven dieser neuen Gewerkschaft zugeteilt bzw. sogar neu geliefert. Dazu später weiter unten mehr.

So, kommen wir zu den Bildern:

N°2: Ganz klar eine Lok der Hohenzollern Type Bonn - also die Lok XV (Hoh 4513/25).

N° 3: eine der insgesamt 8 Hohenzollern Schlägels, die auf Rheinpreußen im Einsatz waren

N°4: Ganz klar lesbar RHEINLAND I, eine Lok der Type Vochem aus dem Hause Hohenzollern (Hoh 4662/28). Diese Lok ist erst 1968 zerlegt worden!

N° 11: ganz hinten in der Bildmitte wieder ein Schlägel

N° 14: gut lesbar RHEINPREUSSEN XIV. Eine Lok der Type Crefeld c (Hoh 3149/14)

N° 18: wiederum eine Crefeld links im Bild, diesmal aber mal tv

N° 22: erneut die Bonn (sh. Bild 1)

N° 24: das war das erste Aha-Erlebnis. Das Fabrikschild Hoh 2056 ist ja gut lesbar. Diese Lok ist natürlich a) eine Crefeld c und war b) bislang lediglich als RHEINPREUSSEN XI bekannt. Daß diese Lok in RHEINLAND II umgezeoichnet wurde, war mir de dato neu.

N° 25: hat mich an den Rand eines Herzkaspers gebracht. Auf der Brücke steht wieder einer vielen Schlägels, aber ganz eindeutig bezeichnet als (RHEIN)LAND ????. Das war mir neu und wirft doch einige Fragen auf. Nämlich: welche Loks wurden alle umgezeichnet??? Hier ist der schon vorher angesprochene Klärungsbedarf! @ Dieter: kann man auf dem Original was auf dem Schild lesen??? EDIT: Man konnte, der TE hat mir das Bild in großer Auflösung zugesandt. Es handelt sich bei dieser Schlägel einwandfrei um die RHEINLAND III.

Die Bilder 34 und 36 werfen auch mehr Fragen auf als sie Antworten geben und führten zu Herzkasper N° 2. Man sieht ganz klar eine Hohenzollern Bonn (oder Orsoy). ABER (wenn man davon ausgeht, daß alle Bilder zur gleichen Zeit entstanden sind!): das ist *nicht* die gleiche Lok wie aus den Bildern 2 bzw. 22. Jene hatte noch Petroleumbeleuchtung, diese hier hat schon elektr. Lampen, eine Druckluftbremse (die die XV nicht hatte) sowie einen anderen Leitungsverlauf um die Rauchkammer auf der Heizerseite. Eine weitere Lok dieser Type ist bislang auf Rheinpreussen nicht bekannt; auch das Hohenzollern Lieferverzeichnis gibt da nichts her. Im Übrigen gibt es in der Rheinpreußen Lokliste leider immer noch einige Lücken, die wir de dato noch nicht füllen konnten. Es bleibt spannend!

Insgesamt fällt der ausgezeichnete Pflegezustand aller abgebildeten Loks sehr ins Auge - angesichts der großen Krise in den frühen 1930er Jahren schon sehr erstaunlich. Die Auswirkungen der Absatz-Krise sieht man auf vielen Bilden deutlich: riesige Koks und Kohelahlden links und rechts (und zum Teil auch *auf* den Gleisen!).




Danke Dieter für diesen fulminanten Beitrag - die Resonanz war und ist ja wirklich enorm! Und uns hat er wieder einige Puzzlesteinchen zugeliefert.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:11:15:16:13:05.
Einfach großartig, vielen Dank.
Am Rande finde ich lustig, dass auf vielen Bildern der 'Dicke' mit drauf ist. Ob's dem Fotografen wirklich recht war ...

30er Jahre

geschrieben von: Bernd Bastisch

Datum: 14.11.13 23:36

Einfach toll dieser Beitrag !!

Michael Fischbach :... Am Rande finde ich lustig, dass auf vielen Bildern der 'Dicke' mit drauf ist. Ob's dem Fotografen wirklich recht war ...

Wer zahlt kommt mit aufs Bild :-)

Gruss Bernd

http://www.angertalbahn.net/net500x66_2.jpg
Glückauf und Guten Morgen aus Altenessen. Vielen lieben Dank für diesen umwerfenden Beitrag, gerne mehr altes.
Einen schönen Wochenstart vom Bergbau- und Heimatmuseum Altenessen! Glückauf, Andreas.