Liebe Forenfreunde,
am Sonntag, dem 08.08.1982 wollten wir Budapest verlassen, um Richtung Nordosten zu fahren, nach Szerencs. Hier fuhren auf der Strecke nach Hidasnémeti an der Grenze zur CSSR (heute Slowakei) noch die kleinen Tenderloks der Reihe 375. Und Richtung Sátoraljaújhely sollten noch 424er dampfen.
Zuvor aber noch der
Link zu Teil 10.
Diesmal waren wir rechtzeitig zum Frühstück (für 20 ft.) in "unserer" Mensa und gingen anschließend zum Keleti-Bahnhof. Dabei bewunderten wir die für den Osten so ganz untypischen Lichtreklamen.
Bild 1: Straßenszene mit Metro-Eingang - doch etwas Eisenbahn
Eine dieser Reklamen war für die Sowjetische Eisenbahn (SZD - Sovjetskije Zhelesnije Dorogi), auf Ungarisch "Szovjet Vasutak"
Bild 2: Werbung für Reisen nach Moskau
Bild 3: Keleti pu: links unser Zug - und die übliche V43
Bild 4: Frontansicht der vergitterten V43 1262
Dann ging es los, ebenfalls mit einer V43, ab 10:00 Uhr.
Bild 5: In Budapest Köbanya felsö ist 424 278 mit einem Hilfszug notiert.
Möglicherweise bei der Fahrt durch Hatvan trafen wir eine 424.
Bild 6: Unbekannte 424
Im Bahnhof Hatvan stand die alte Cn2 Nr. 2001 als Denkmal auf dem Bahnsteig.
Bild 7: Hatvan - Das Pärchen sitzt noch gelangweilt ...
Bild 8: ... doch nun ein freundliches Winken dem Fotografen. Das andere Paar ...
Bild 9: ... lässt sich nun gar nicht stören.
Aber: die alte Lok ist falsch genummert! Im Jahre 1985 ist sie betriebsfähig aufgearbeitet und wieder mit ihrer richtigen Ostbahn-Nr. 269 versehen worden. Es ist eine Lok der Reihe III, konstruiert von G. Sigl, Wiener Neustadt, Baujahr 1870, ab 1891 MAV Nr. 2095 und als 335.095 im Jahre 1960 ausgemustert.
Bild 10: Vámosgyörk: 424 345 mit Personenzug
Bild 11: Umsteigen nach Jászladány und Újszász
Bild 12: Objektivwechsel und noch ein Nachschuß auf 424 345
Bild 13: In Kál-Kápolna sichteten wir im Bw 424 333 am Wasserkran
Zwischendurch mal etwas Modernes: die Reihe V42 besaß einen rotierenden Umformersatz statt eines Gleichrichters. Bei dem Bauaufwand war die Leistung eher gering, so dass sie und ihre Vorgängerin V41 kein großer Erfolg waren.
Bild 14: Umformerlok V42 538 in Füzesabony
In Füzesabony ist auch eine 324 (1'C1'h2) als Schrott notiert, und - ohne Ortsangabe - eine Lok der Reihe 411 (1'Dh2, ex. USTC S160 "Klapperschlange"). Leider kein Foto!
Um 15:45 trafen wir in Szerencs ein. Vom Bahnhof hatte man einen direkten Blick in das Depot.
Bild 15: 375 634 und 375.570 (hinten) am Lokschuppen in Szerencs
Bild 16 - 17:: Aus Hidasnémeti traf 375.1502 ein
Derweil wurde eifrig herumrangiert, wobei 424.277 (lt. Notizbuch) als Kulisse diente.
Bild 18: Die 375.1502 ...
Bild 19: ... fuhr offenbar ...
Bild 20: ... zum Drehen.
Bild 21: 424.027 kam vorbei
Bild 22: In ganzer Schönheit - mit rotem Stern und Pufferringen
Bild 23: 375.1502 (Mavag Fabr.-Nr. 6532, Baujahr 1952)
Interessant ist an der Reihe 375 die eigentümliche Steuerung mit dem unten liegendem Hebel. Die Loks wurden von 1907 bis 1959 gebaut, fast 600 Exemplare, davon die ersten noch als Nassdampfloks. Auch die GySEV, die CSD, die JZ und CFR besaßen diese kleinen Loks.
Bild 24: Die Lokmannschaft der 424.027
Bild 25: Ein Blick in das Triebwerk der 424.027. Die Lichtmaschine mittendrin.
Das soll als erster Eindruck vom Nordosten für heute genügen. Wir suchten uns eine Bleibe - "Hotel Huszarva, gut und nicht zu teuer - typisch Provinz" sagt das Notizbuch.
In Teil 12 bleiben wir noch etwas in Ungarn - dann aber wird es ernst.
Kommentare, Ergänzungen und Berichtigungen sind gerne gesehen.
Herzliche Grüße von Helmut (ICE).
Link zu Teil 12: Mádness in Mád
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:11:05:18:17:32.