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 04 - Historisches Forum 

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aus Woife´s Negativtascherl XX

geschrieben von: E-Lok-Woife

Datum: 24.03.13 09:39

Hej allihopa,


als thematisch halbwegs passenden Anhang zu meinem letzten Beitrag lege ich heute noch einmal sieben Aufnahmen aus meiner alten

Heimat nach. Es geht um


Reisebürozüge in´s südöstliche Oberbayern 1977

Auch wenn deren Stern 1977 schon gewaltig im Sinken war, verkehrten 1977 in den Sommermonaten mittwochs und samstags

immer noch relativ regelmäßig Reisebürosonderzüge nach Ruhpolding und Berchtesgaden, die manchmal auch noch den einen

oder anderen Wagen nach Waging mitführten. Bei den Samstagszügen konnten wir ziemlich sicher sein, wenn schon nicht eine

E16 oder E44.5, dann zumindest eine "fremde" E10 oder etwas Anderes in unseren Breitengraden Exotisches vor die Kamera zu

bekommen. Am 18.06.1977 läuft die Eidelstedter 110 376 mit einem siebenteiligen Liegewagenzug aus BGD in den Traunsteiner

Bahnhof ein:


110 376  1977-06-18  Traunstein (HHE).jpg



Am selben Tag verkehrte auch noch ein Pilgersonderzug nach Ruhpolding, der aus Vorkriegswagen gebildet war; als Zuglok

fungierte die noch ziemlich altwertige Nürnberger 140 108 (Aufnahme nach der Ankunft in Ruhpolding):


140 108  1977-06-18  Ruhpolding (NüH).jpg




Ebenfalls an einem Samstag - dem 25. Juni 1977 - oblag die Beförderung des Berchtesgadener Liegewagenzuges der Frankfurter

110 342. Rechts am Bildrand sind noch zwei TEE-Wagen zu erkennen, die mit einer 103 nach Ruhpolding befördert wurden. Zu

meinem Bedauern hatte ich für diese Garnitur kein Filmmaterial mehr übrig; bei meinem chronischen Taschengeldmangel war eine

leere Kamera während meiner Schulzeit ein oft festzustellendes Problem...


110 342  1977-06-25  Traunstein (FFM).jpg


Ein besonderer Leckerbissen war es, wenn statt der 110 eine 112 für einen der Liegewagenzüge eingeteilt war. Am 09. Juli 1977

traf dies mit der Dortmunder 112 496 wieder einmal zu; auf dem Bild ist der Sechswagenzug soeben in Traunstein eingelaufen:

Re: aus Woife´s Negativtascherl XX

geschrieben von: E-Lok-Woife

Datum: 24.03.13 09:48

110 496  1977-07-09  Traunstein (1) (DO).jpg


Das Umsetzen erfolgte über Gleis 2; im Hintergrund ist der soeben umfahrene Sonderzug zu erkennen:

110 496  1977-07-09  Traunstein (2).jpg


Mittwochs mußte man für den Ruhpoldinger Zugteil der Sonderzüge verstärkt mit einer Münchner 110 rechnen, was jetzt auch

nicht weiter tragisch war, da ein Großteil der dort beheimateten Loks noch klassisch blau lackiert war. Für die Aufnahme

kletterte ich auf einen Schnittholzstapel neben den Gleisen; auf dem ersten Wagen ist der Schatten der E44G zu erkennen,

die den Schülerzug nach Traunstein zu schieben hatte. Da in den allermeisten Fällen der Sonderzug vor dem Planzug abgefertigt

wurde, stellte es in der Regel kein Problem dar, rechtzeitig vom Bretterstapel abgestiegen zu sein, um den Schülerzug noch

zu erwischen:

Re: aus Woife´s Negativtascherl XX

geschrieben von: E-Lok-Woife

Datum: 24.03.13 09:57

110 289  1977-07-13  Siegsdorf (MüH).jpg


Während der Sommerferien war ich natürlich in meiner Bewegungsfreiheit nicht so stark eingeschränkt und konnte ohne

Gewissensbisse die Einladung zu einer Führerstandsmitfahrt auf der E44 509 von Traunstein nach Freilassing annehmen. Die

Maschine hatte in Traunstein drei Wagen eines Sonderzuges abgezogen und war mit ihnen nach Freilassing weitergefahren.

Die kotzfarbige 110, die den Ruhpoldinger Teil zu bespannen hatte, war mir kein Foto wert (wie schon weiter oben erwähnt,

war Filmmaterial seinerzeit ein knappes Gut, mit dem es zu haushalten galt...) Nach dem Umsetzen in Freilassing steht die

dreiteilige Garnitur auf Gleis 1 in Freilassing zur Abfahrt nach BGD bereit; eine E60 hatte kurz vorher noch einen Güterwagen

an den Zug angesetzt:


E44 509  1977-08-17  Freilassing.jpg


Damit möchte ich es für heute erst einmal bewenden lassen - das Stellwerk ruft...


Ha det bra!


Euer Woife



(Bearbeitung: eine fehlende Klammer ergänzt)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:24:10:00:53.

Re: aus Woife´s Negativtascherl XX

geschrieben von: rolwie

Datum: 24.03.13 16:37

Sehr interessanter Beitrag und interessante Bilder. Das Thema Reisebürosonderzüge ist immer für mich sehr von Interesse. Dortmund war ja einer der Ausgangspunkte, und etwa zur gleichen Zeit machte ich mit diesen Zügen erstmals auch Bekanntschaft.In den späten 70er und frühern 80er Jahren gab es noch unzählige Ziele in Bayern, Österreich, Italien, Jugoslawien, Ungarn(Siofok), Schweiz, Frankreich, Spanien(Port Bou) und Polen ( Allenstein, Stettin) die von hier angesteuert wurden mit direkten Liegewagen, später auch Schlafwagen. Da war noch richtig viel los.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:24:16:39:06.

Nachfrage zum Weichenstellhebel

geschrieben von: Thomas Englich

Datum: 25.03.13 05:14

Zitat:
Wolfgang zeigte dieses Bild und schrieb dazu:

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?17,file=75780
"Mittwochs mußte man für den Ruhpoldinger Zugteil der Sonderzüge verstärkt mit einer Münchner 110 rechnen, was jetzt auch nicht weiter tragisch war, da ein Großteil der dort beheimateten Loks noch klassisch blau lackiert war. Für die Aufnahme kletterte ich auf einen Schnittholzstapel neben den Gleisen; auf dem ersten Wagen ist der Schatten der E44G zu erkennen, die den Schülerzug nach Traunstein zu schieben hatte. Da in den allermeisten Fällen der Sonderzug vor dem Planzug abgefertigt wurde, stellte es in der Regel kein Problem dar, rechtzeitig vom Bretterstapel abgestiegen zu sein, um den Schülerzug noch zu erwischen." (Wenn es Dich stört Wolfgang, nehme ich die Bildverlinkung selbstverständlich wieder raus.)

Da es in einem anderen Forum [www.nexusboard.net] zu diesem Bild mit dem Weichenstellhebel unter dem vorderen Drehgestell der E10 an einer scheinbar ferngestellten Weichen schon Diskussionen gab und man in Deutschland ja eigentlich nicht unbedingt davon ausgehen kann (wie wohl z.B. in Österreich an manchen Orten) das ferngestellte Weichen auch einen Weichenstellhebel (oder ein "Weichengewicht") hatten und Weichen hierzulande meist entweder ferngestellt oder ortsgestellt waren, würde es mich mal interessieren was denn die Fachleute zu dieser auf dem Bild von Wolggang zu sehenden Konstellation sagen. Ist es überhaupt eine ferngestellte Weiche oder evtl. eher eine fernverriegelte aber ortsgestllte Weiche? Oder was könnte sonst die Erklärung sein? Würde mich freuen wenn man das aufklären könnte ...

Ansonsten sind das immer wieder schöne Bilder von Wolfgang, die mich an meine Jugendzeit erinnern als ich noch mit den Eltern per Reisebürosonderzug in die Sommerferien fuhr, ein paar Jahre früher zwar - aber es sah fast genauso aus!

Gruß Thomas



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:25:05:23:26.

Re: Nachfrage zum Weichenstellhebel

geschrieben von: Drewer

Datum: 25.03.13 13:58

Hallo,

für mich sieht das nicht nach einer ferngestellten Weiche aus, das wäre auch erstaunlich da Siegsdorf nur über 2 mechanisch fernstellbare Weichen verfügt, siehe dazu hier:

[www.entlang-der-gleise.de]

Obwohl ich die Situation nicht direkt kenne denke ich das hier die Leitungskanäle wahrscheinlich für das Signal sind, durch den direkt neben der Weiche liegenden Umlenkkasten wirkt dieser wie ein Weichenantrieb.

MfG

Drewer

die Siegsdorfer Weichen

geschrieben von: E-Lok-Woife

Datum: 25.03.13 20:54

Hej alloihopa,


in den 70er Jahren waren diese Weichen, soweit ich mich zurückerinnere, noch ferngestellt. Die damalige Gleiskonfiguration

unterschied sich markant von der heutigen - die abgebildete Hebelbank ist da wenig hilfreich. In meinem Kopf waren das

seinerzeit glaube ich drei rote Hebel für die Signale (2x Einfahrt und 1x Ausfahrt Richtung Rpd; Richtung TS gab es kein

Ausfahrsignal) und fünf blaue Hebel für die Weichen. Ortsbedient mit Wurfhebel waren aus meiner Erinnerung nur eine Weiche

zum Anschluß vom Lang Apparatebau im Bahnhofsbereich und eine zweite zum Schnittholzverlad am südlichen Bahnhofsende beim

blinklichtüberwachten BÜ. Diese beiden waren im Regelfall mit einem Weichenschloß versperrt. Die Gleisplan sah in etwa so

aus:

Siegsdorf.png

Die dunkelblau eingekreisten Weichen waren die ferngestellten, die hellblauen die nur vor Ort mit Wurfhebeln bedienbaren.


Ha det bra!


Euer Woife


Im Gleisplan habe ich leider einen Fehler gemacht: die Weichen zum Ladegleis lagen vor der Verbindung zum Kreuzungsgleis!

Der Gleisplan ist jetzt korrigiert - sorry!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:25:21:25:23.

Re: die Siegsdorfer Weichen

geschrieben von: Thomas Englich

Datum: 25.03.13 21:19

Hallo Wolfgang und Drewer,

Danke erstmal für die Gleisplanskizze und die Antworten!

Allerdings stellt sich mir die Frage jetzt fast noch drängender, denn der Gleisplan mit den eingezeichneten ferngestellten Weichen passt nun erst recht nicht zum fraglichen Bild, denn Wurfhebel sind da bei zwei Weichen zu sehen. Auch passen die Weichen nicht zum Gleisplan. Vielleicht lagen die Abgänge zu den Gütergleisen etwas anders als in der Skizze? Jedenfalls ist da irgendwie ein Fehler drin, scheint mir.
Ich hatte schon mal auf der Seite von Herrn Pepke geschaut [www.kbaystb.de]
da sind Bilder von 2004 drin, die haben mir aber auch nicht weitergeholfen, da hier die Gütergleise schon abgebaut sind.
Aber ich weiß nun wenigstens wie ungefähr der Bahnhof ausschaute! :-)

Drewer, bist Du sicher das es ein Umlenkkasten ist?

Nachtrag:
Der Gleisplan passt jetzt zu den Weichen im Foto! Danke für die Nachbesserung!
Bleibt noch die Frage nach den Weichen (fern- oder ortsgestellt) das passt noch nicht recht - und was mit dem Weichenhebel (bei der E10) ist?

Gruß Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:25:23:04:30.

Re: die Siegsdorfer Weichen

geschrieben von: Drewer

Datum: 26.03.13 12:39

Hallo,

@ Thomas:
Ganz sicher bin ich mir nicht, es könnte auch ein Antriebskasten sein, auf meinem Stellwerk in Dortmund wäre beides möglich gewesen, ich kenne aber leider nicht die Bauvorgaben in Bayern.

@ Wolfgang:
Die abgebildete Hebelbank ist aus Siegsdorf, eine dritter Weichenstellhebel ist aufgrund der vorhandenen Bohrungen im Stellbock auch wahrscheinlich vorhanden gewesen, für weitere Stellhebel müssten aber noch mehr Befestigungsbohrungen im Bock vorhanden sein, gab es im dortigen Stellwerk noch einen weiteren Hebelbock oder noch ein weiteres Stellwerk in Siegsdorf?

Der Siegsdorfer Bahnhof wäre auch ein prima Vorbild für eine Modellbahnanlage, allerdings nur vor den Rückbauten, weißt Du wann dort (und in Ruhpolding) die Gleise zurückgebaut wurden?

MfG

Drewer

Re: die Siegsdorfer Weichen

geschrieben von: Thomas Englich

Datum: 26.03.13 16:09

Hallo Drewer,

... na dann hoffe ich mal das sich noch jemand findet der dazu was genaues sagen kann.

Ich habe mal etwas zu Siegsdorf gesucht, aber keine Aussagen zum Gleisrückbau gefunden. Dürfte wohl um die letzte Jahrhundertwende gewesen sein vermute ich mal. Güterzüge verkehren auf der Strecke jedenfalls keine mehr. [www.suedostbayernbahn.de]
Der Bahnhof hat in der tat was, vor allem durch die Ladegleise bzw. Anschlußgleise.

Die Bilder vom Stellwerkinnenraum stammen aus 2004, siehe auch hier: [www.kbaystb.de]
Und wie mir erst jetzt aufgefallen ist war Siegsdorf auch mit den vereinfachten Lichtsignalen ausgestattet!
Siehe dazu hier:
[www.drehscheibe-foren.de] [www.drehscheibe-foren.de]
Und wenn man genau hinschaut sieht man hinter der E10 auch ein solches hervorspitzen. Ein weiteres Stellwerk hat der kleine Bahnhof bestimmt nicht gehabt, sollte mich wundern ...

Hier sind noch ein paar Bilder vom Bahnhof von Wolfgang - auch eines von der fraglichen Weiche und dem Weichenhebel:
[www.drehscheibe-foren.de]

Gruß Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:26:16:10:57.

Re: die Siegsdorfer Weichen

geschrieben von: hmmueller

Datum: 26.03.13 16:59

... mir scheint das alles ziemlich konsistent zu sein. Ich habe einmal fiktiv Weichennummern ergänzt (wobei ich glaube, dass die so stimmen - immerhin sind aktuell ja genau die Weichen 1 und 6 übriggeblieben, also das [ehemalige?] Kreuzungsgleis; naja, 3 und 4 könnten umgekehrt sein, weil dann die Reihenfolge "von Traunstein nach Ruhpolding" passen würde ...):

http://i1254.photobucket.com/albums/hh601/hmmueller/Diagrams_x560/SiegsdorfMitWeichennummern_zps298d65d0.png

Die Lok steht auf der Weiche 3 (und schaut Richtung Ruhpolding), rechts im Bild sehen wir die Weiche 4. Beide Weichen stehen in der Grundstellung, die nicht ganz selbstverständlich ist: 3 natürlich in die Gerade auf dem durchgehenden Hauptgleis, 4 aber in die Ablenkung zum Hauptgleis hin, also ohne Schutzweichenfunktion. Wieso? Weil die Weiche im Kreuzungsgleis liegt, das mit Zugfahrten befahren wird - entweder hätte man diese Weiche daher wie 1 und 6 ferngestellt machen müssen; oder eben als Ladegleisweiche in der Stellung für Zugfahrten verschlossen halten: Man hat letzteres gewählt.

Die Weiche 3 ist ferngeriegelt (man sieht am Bild etwas verschwommen auch die beiden Riegelstangen) - ich denke, man durfte eine Verschubgarnitur im Ladegleis einsperren, wenn daneben eine Zugfahrt durchzuführen war; und für diesen Zweck sollte nicht immer jemand mit einem Schlüssel zum Fdl laufen müssen. Ob die Weiche 5 über ein Schlüssel-Folge-Abhängigkeit von 3 abhing (das wäre in Österreich sicher so gewesen) oder mit einem weiteren Riegel im selben Drahtzug geriegelt wurde, kann ich nicht beurteilen - da müsste jemand aus Bayern die Gepflogenheiten erklären

Es wäre übrigens extrem unwahrscheinlich, dass hier nur ein anderer Drahtzug unter der Weiche 3 durchgeht: Denn den hätte man sicher nicht genau unter den Weichenantrieb gelegt, sondern - wie man ja schön bei der Weiche 4 sieht - ein paar Schwellen daneben.

Soviel mein "Senf" - gerne auch zum Kritisieren ...

// Edit: Ersten Absatz korr.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:26:17:16:07.

Re: die Siegsdorfer Weichen

geschrieben von: Thomas Englich

Datum: 26.03.13 17:24

Hallo hmmueller,

das klingt doch schon mal sehr gut und auch durchaus verständlich für mich, der ich mit Weichenstellvorrichtungen nicht in allen Belangen auf Du und Du bin! ;-) Die Nähe von Drahtzugleitung und Weichenantrieb hatte mich auch schon etwas zweifeln lassen - aber nun weiß ich es genau. Ich kann da selber nur eher laienhaft raten ...
Also Danke schön!

Übrigens Deine Webseite ist wirklich interessant. Schade das es einen ähnliche zum Thema Weichen nicht auch für die deutsche Eisenbahn gibt. Jedenfalls habe ich mit Vergnügen gelesen! [stellwerke.blogspot.de]

Gruß Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:26:17:30:14.

Siegsdorfer Gleise, Weichen und Signale

geschrieben von: E-Lok-Woife

Datum: 26.03.13 19:54

Hej allihopa,


der Rückbau bzw. die Auflassung der Ladegleise in Siegsdorf erolgte auf mehrere Etappen, die ich aber heute

leider zeitlich nicht mehr zuordnen kann. Als Erstes wurden das Ladegleis zum Lang Apparatebau und der südliche

Ladestutzen aufgegeben; das dürfte in den späten 70ern gewesen sein. Danach wurden peu a peu die verbliebenen

Ladegleise zunächst gestutzt und schließlich ganz aufgelassen. Wann das genau der Fall war, kann ich nicht sagen;

ich bin 1985 von daheim weggezogen und habe danach nur noch sporadisch an der Strecke fotografiert (seit dem

Wechsel auf Triebwagen so gut wie überhaupt nicht mehr).


Das Signal, das hinter der E10 herausschaut, ist nebenbei bemerkt k e i n vereinfachtes Hauptsignal; 1977 war der

Bahnhof noch mit Formsignalen bestückt. Es handelt sich vielmehr um ein Blinklichtanlagenüberwachungssignal für

dan Bahnübergang am Südende.


Möglicherweise kann ich in den nächsten Tagen noch ein Bild des alten Stellraums nachreichen. Ein Spezl von mir hat

seinerzeit ein Dia davon gemacht - ich habe das leider versäumt. Sollte er es finden und mir einen Scan zuschicken,

stelle ich es noch in diesen Beitrag ein.


Ha det bra!


Euer Woife

Re: Siegsdorfer Gleise, Weichen und Signale

geschrieben von: Thomas Englich

Datum: 26.03.13 20:11

Zitat Wolfgang: "Das Signal, das hinter der E10 herausschaut, ist nebenbei bemerkt k e i n vereinfachtes Hauptsignal; 1977 war der
Bahnhof noch mit Formsignalen bestückt. Es handelt sich vielmehr um ein Blinklichtanlagenüberwachungssignal für
dan Bahnübergang am Südende."

Hallo Wollfgang,

danke für die Berichtigung! Wieder was gelernt und Asche auf mein Haupt! Umbau der Signalanlagen von Formsignalen hin zu den vereinfachten Lichtsignalen. Hätte ich auch nicht gedacht. Dieser kleine Bahnhof hat es wirklich faustdick ... :-)
Da würde sich ja ein eigenständiger ausführlicher Bericht mit allen Signal- und Sicherungstechnischen Details und all dem anderen was den Bahnhof ausmacht(e) richtig lohnen. Ist schon erstaunlich was man manchmal so alles erfahren kann obwohl man eigentlich nur eine Frage zu einem Weichenstellhebel hatte! Das ist HiFo!

Gruß Thomas

so kann man sich irren...

geschrieben von: E-Lok-Woife

Datum: 27.03.13 06:08

Hej allihopa,


da hat mir jetzt meine Erinnerung einen Streich gespielt: nachdem ich ein paar Dias durchgesehen habe, mußte ich erkennen, daß das

große Ladegleis noch v o r der Auflassung der Anschlüsse zur südlichen Holzverladung und zum Lang Apparatebau gerupft worden ist:



E44 185  1982-08-20  Siegsdorf-22.jpg

Auf dem Foto vom August 1982 sieht man rechts den noch intakten und frisch geschotterten Gleisstutzen zum Holzverladeschuppen

und links hinter dem Zug das bereits gerupfte Ladegleis. Die beiden Weichen in Bahnsteignähe sind ausgebaut und durch eine weiter

südlich liegende Einzelweiche ersetzt worden, das Gleis selber endet jetzt ein gutes Stück weiter südlich, wodurch mehr Raum für

Parkplätze geschaffen wurde. Die Umbauarbeiten können noch nicht lange zurückliegen - möglicherweise hat man das wegen der Ferien

Ende Juli / Anfang August 1982 in Angriff genommen.


Ha det bra!


Euer Woife
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