... mir scheint das alles ziemlich konsistent zu sein. Ich habe einmal fiktiv Weichennummern ergänzt (wobei ich glaube, dass die so stimmen - immerhin sind aktuell ja genau die Weichen 1 und 6 übriggeblieben, also das [ehemalige?] Kreuzungsgleis; naja, 3 und 4 könnten umgekehrt sein, weil dann die Reihenfolge "von Traunstein nach Ruhpolding" passen würde ...):
Die Lok steht auf der Weiche 3 (und schaut Richtung Ruhpolding), rechts im Bild sehen wir die Weiche 4. Beide Weichen stehen in der Grundstellung, die nicht ganz selbstverständlich ist: 3 natürlich in die Gerade auf dem durchgehenden Hauptgleis, 4 aber in die Ablenkung zum Hauptgleis hin, also ohne Schutzweichenfunktion. Wieso? Weil die Weiche im Kreuzungsgleis liegt, das mit Zugfahrten befahren wird - entweder hätte man diese Weiche daher wie 1 und 6 ferngestellt machen müssen; oder eben als Ladegleisweiche in der Stellung für Zugfahrten verschlossen halten: Man hat letzteres gewählt.
Die Weiche 3 ist ferngeriegelt (man sieht am Bild etwas verschwommen auch die beiden Riegelstangen) - ich denke, man durfte eine Verschubgarnitur im Ladegleis einsperren, wenn daneben eine Zugfahrt durchzuführen war; und für diesen Zweck sollte nicht immer jemand mit einem Schlüssel zum Fdl laufen müssen. Ob die Weiche 5 über ein Schlüssel-Folge-Abhängigkeit von 3 abhing (das wäre in Österreich sicher so gewesen) oder mit einem weiteren Riegel im selben Drahtzug geriegelt wurde, kann ich nicht beurteilen - da müsste jemand aus Bayern die Gepflogenheiten erklären
Es wäre übrigens extrem unwahrscheinlich, dass hier nur ein anderer Drahtzug unter der Weiche 3 durchgeht: Denn den hätte man sicher nicht genau unter den Weichenantrieb gelegt, sondern - wie man ja schön bei der Weiche 4 sieht - ein paar Schwellen daneben.
Soviel mein "Senf" - gerne auch zum Kritisieren ...
// Edit: Ersten Absatz korr.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:26:17:16:07.