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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Heute wieder einmal Delmenhorst und umzu: ich zeige auch Bilder mit schweren Fehlern, vielleicht hat der eine oder andere Nordwestler trotzdem Spaß daran. Der, dem´s nicht gefällt, soll bitte nicht ins Gleis gehen und einem Lokführer Probleme machen, sondern einfach weiterklicken.

2x V 100: N aus Richtung Bramsche und N aus Oldenburg (nach meiner Erinnerung gegen 14.00 Uhr). Es sollten unbedingt beide Loks mit auf´s Bild. Warum ich mich nicht günstiger hingestellt habe, weiß ich nicht mehr, vielleicht wollte ich das Bahnhofsschild dazuhaben.

http://fs5.directupload.net/images/user/151130/oebrgqj3.jpg

Der N aus Oldenburg an einem anderen Tag: alte Schnellzugwagen verdienten sich ihr Gnadenbrot.

http://fs5.directupload.net/images/user/151130/3idsoe7a.jpg

Blick ins Bw Delmenhorst: der Hintergrund ist unscharf (meine erste Kamera hatte noch keinen Entfernungsmesser, und ich habe mich wohl verschätzt). Als wehmütig stimmendes Souvenir mag das Bild trotzdem taugen.

http://fs5.directupload.net/images/user/151130/rgrrlshj.jpg

Gleis 1 Delmenhorst Pbf: warum der Tf hier ausgestiegen ist und wohin der Lokzug ging, kann ich leider nicht (mehr) sagen.

http://fs5.directupload.net/images/user/151130/fpccfe9p.jpg

Die ersten 4 Dias sind ca. 1976 entstanden, das nächste vermutlich Ende der sechziger. Mein Bruder wollte es (wegen des Fingers vor der Linse?) ca. 1974 wegwerfen und hat es mir überlassen. Es zeigt wohl das nordwestliche Ende des Verschiebebahnhofes, noch mit Formsignalen. Ich habe es kaum beschnitten, vielleicht kann jemand aus den Masten den genauen Standpunkt des Fotografen herleiten? Weitere Fotos aus der Zeit habe ich leider nicht.

http://fs5.directupload.net/images/user/151130/cpcel3g2.jpg

Das letzte Bild ist vermutlich 1978/79 in Hude entstanden: Akkutriebwagen, Formsignale, das waren Zeiten…

http://fs5.directupload.net/images/user/151130/ck6t4qkf.jpg

Bis neulich…

6 Scans am 30. Nov. 2015 erneut hochgeladen..

Grüße aus Wedel/Holst.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:11:30:18:42:00.
Hallo,

interessante und sehenswerte Bilder, die aber unglaublich lange brauchen, bis sie herunter geladen sind. Vielleicht sollte man sie etwas mehr komprimieren, 669 KB für Bild 1 sind für Nutzer wie mich - mit langsamen Internet - etwas hinderlich.

Es grüßt herzlich

Andreas T


Gute Eisenbahnfotografie zeigt sich in der Kunst, der Eisenbahn einen würdigen Rahmen Natur zu verleihen.

(frei nach Peter Müller)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:12:16:18:48:48.
Hallo,
ich warte lieber ein paar Sekunden und sehe dann ein ordentlich großes Bild, als meine Augen mit 700x350 Pixel "großen" Bildern zu quälen!
Gruß,
Arne
Hallo, sehr schöner Beitrag aus den 70ern,danke !
Das Bild mit der 50Kab aus Delmenhorst wird mit "ca 1976" angegeben, ich denke, es wird eher 1975 oder davor gewesen sein.1976 erscheint mir schon etwas spät für Sonderleistungen in dieser Gegend mit BR 50, hatte Emden denn 1976 noch
50er- ich glaube nein.Und die Lehrter Loks ( bis Ende Mai 1976 ) dürften sich - so glaube ich zumindest- nicht mehr bis
dorthin "verirrt" haben..
Gruß
RSH
Arne012 schrieb:
-------------------------------------------------------
> ich warte lieber ein paar Sekunden und sehe dann ein ordentlich großes Bild,
> als meine Augen mit 700x350 Pixel "großen" Bildern zu quälen!



Einspruch!

Dateivolumen und Bildgröße, das sind zwei völig unterschiedliche Paar Schuhe!

Leider wird das zu oft verwechselt. :-(


Nichts gegen die Bilder, aber Andreas hat da völlig recht (zumal es kein handelsüblicher Monitor schafft, die angebotene Auflösung überhaupt darzustellen).

Dateivolumen ist nicht gleich Bildgröße.jpg

Ein solch hohes Dateivolumen ist fürs reine Zeigen im web völlig sinnlos, sofern die Bilder nicht gerade ausgedruckt werden sollen.

Dasselbe Bild — zugegebenermaßen zu Demozwecken jetzt mal bewußt stark komprimiert — kann man bei gleicher Größe
auch mit entschieden weniger aufgeblähter Datei ins web entlassen:

dso078515585dia010227t9o3 70 % komprimiert.jpg

Diese Variante des Bildes besitzt nur noch ein Dateivolumen von knapp 127 kB gegenüber den ca. 960 kB des Originals
(= Faktor 0,13!) und ich habe dabei sogar noch ein wenig an Kontrast und Helligkeit geschraubt.


Noch Fragen?


_________________
(Edit: Zeilenumbruch)

mit freundlichem Gruß

Walter

─────────────────────────────────
Im Forum aktiv mitwirken — aber wie geht das?
(Der Versuch einer Anleitung von Forennutzern für Forenutzer)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:12:17:18:28:53.
Für mich als Delmenhorster sehr interessante Photos, danke fürs Einstellen !

Das Photo mit der 50er könnte noch bis 1972 entstanden sein, das Dr-Stellwerk mit Lichtsignalen ging erst 1973 in Betrieb. Es ist definitiv an der westlichen Einfahrt des Rangierbahnhofs entstanden. Die Gleise im Vordergrund gehören zum Ortsgüterbahnhof und sind inzwischen alle entfernt, das ansteigende Gleis dahinter ist das Einfahrgleis von Harpstedt bzw. Lemwerder in den Rangierbahnhof (noch vorhanden).

Gruß
Torsten

Danke! - Und ein paar Infos

geschrieben von: Zauberer

Datum: 19.12.12 08:01

Erst einmal Danke für die tollen Bilder!

Iesenborner schrieb:
-------------------------------------------------------

> Gleis 1 Delmenhorst Pbf: warum der Tf hier
> ausgestiegen ist und wohin der Lokzug ging, kann
> ich leider nicht (mehr) sagen.
>
> [www.picbutler.de]
> a01014jg1pz.jpg

War das nicht die Bahnhofs-Köf aus Wildeshausen? Dort gab es nämlich eine, mit der die Unterwegsbahnhöfe rund um die heutige Kreisstadt des Landkreis Ol bedient wurden. Ich kann mich daran erinnern, so einen Lz hin und wieder auf der Hasenbahn gesehen zu haben.

Es zeigt
> wohl das nordwestliche Ende des
> Verschiebebahnhofes, noch mit Formsignalen. Ich
> habe es kaum beschnitten, vielleicht kann jemand
> aus den Masten den genauen Standpunkt des
> Fotografen herleiten? Weitere Fotos aus der Zeit
> habe ich leider nicht.
>
> [www.picbutler.de]
> a02318cwlm6.jpg

Das Foto wurde vermutlich von der Verladerampe an der Asternstraße gemacht. Die vorderen beiden Gleise führten stumpf an die Kopframpe, die beiden Gleise dahinter zur Ladestraße, die sich zwischen Asternstraße und Nordenhamer Straße befindet - sowie zur Güterabfertigung an der Stadthofstraße. Das Gleis unmittelbar vor dem Bahndamm war das Verbindungsgleis zur DHE, zur Lemwerderbahn sowie zum Anschlussgleis der Nordwolle. Die Gleisanlagen sind - bis auf das Streckengleis zur DHE - seit den 1990er Jahren sukzessive komplett verschwunden. Aber: in den 1980ern war da noch richtig etwas los und die Üg hatte richtig lange Fuhren am Haken - das konnten schon einmal schnell 15, 20 Wagen sein, die da jeden Abend gegen 17:00 Uhr abgeholt wurden.

>
> Das letzte Bild ist vermutlich 1978/79 in Hude
> entstanden: Akkutriebwagen, Formsignale, das waren
> Zeiten…
>
> [www.picbutler.de]
> a010227t9o3.jpg

Wahnsinn - wenn man sich überlegt, dass das alles heute da ganz anders aussieht... Die Bahnhofsgebäude in Hude sind ja inzwischen Geschichte, genauso, wie das Stellwerk an der Ausfahrt in Richtung Nordenham/Blexen.

Re: Danke! - Und ein paar Infos

geschrieben von: Iesenborner

Datum: 20.12.12 20:32

Zauberer schrieb:
-------------------------------------------------------
>
>
> >
>
> Es zeigt
> > wohl das nordwestliche Ende des
> > Verschiebebahnhofes, noch mit Formsignalen. Ich
> > habe es kaum beschnitten, vielleicht kann
> jemand
> > aus den Masten den genauen Standpunkt des
> > Fotografen herleiten? Weitere Fotos aus der
> Zeit
> > habe ich leider nicht.
> >
> >
> [www.picbutler.de]
>
> > a02318cwlm6.jpg
>
> Das Foto wurde vermutlich von der Verladerampe an
> der Asternstraße gemacht. Die vorderen beiden
> Gleise führten stumpf an die Kopframpe, die beiden
> Gleise dahinter zur Ladestraße, die sich zwischen
> Asternstraße und Nordenhamer Straße befindet -
> sowie zur Güterabfertigung an der Stadthofstraße.
> Das Gleis unmittelbar vor dem Bahndamm war das
> Verbindungsgleis zur DHE, zur Lemwerderbahn sowie
> zum Anschlussgleis der Nordwolle. Die Gleisanlagen
> sind - bis auf das Streckengleis zur DHE - seit
> den 1990er Jahren sukzessive komplett
> verschwunden. Aber: in den 1980ern war da noch
> richtig etwas los und die Üg hatte richtig lange
> Fuhren am Haken - das konnten schon einmal schnell
> 15, 20 Wagen sein, die da jeden Abend gegen 17:00
> Uhr abgeholt wurden.
>

Hallo, Zauberer,

ja Du wirst Recht behalten, das Bild ist wohl an der Verladerampe (die Y-tours manchmal benutzt hat) entstanden. Ich hatte zunächst an die Sackgasse Winterweg (beim Bw-Parkplatz) gedacht.


Dass die Formsignale, wie ein anderer Forent schreibt, bis 1972 standen, war mir bisher nicht klar (Dank für den Beitrag); ich dachte bisher die wären ca. 69/70 bei der Bahn-Höherlegung verschwunden, oder war die auch erst 72?

Grüße aus Wedel/Holst.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:12:20:20:32:39.
An Andreas T und Mikado-Freund:

Eure Anregungen verstehe ich nicht: ich habe von 160 MB tif auf jpg und ein hier übliches Maß (1024x irgendetwas) herunterrechnen lassen.

Was soll ich noch tun? Komprimieren? Dafür finde ich in PS keinen Knopf. Oder an den Farbkanälen schrauben, gleich mit weniger dpi scannen?

Grüße aus Wedel/Holst.

Bildgröße vs. Dateigröße

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 21.12.12 00:53

Moin Iesenborner,

nicht an den Farbkanälen schrauben und nicht gleich mit weniger dpi scannen.

Wenn Du PS benutzt, dann sollte sich darin ein Knopf "für web speichern" (oder etwas
ähnliches) befinden und das bitte nach dem verkleinern (skalieren) des Bildes anwenden.

Sogar mit den erlaubten max. 180 kB/Bild bei der foreneigenen Dateianhangfunktion kann
man schon eine Menge anfangen, man muß, wie schon erwähnt und solange die Bilder nur
für die Betrachtung am Bildschirm gedacht sind, keine Druckqualität ins web schaufeln.

In meiner 10 Jahre alten Photoshop-Version gibt es den
Menü-Unterpunkt „Für Web speichern”,

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?17,file=50601

mit dessen Hilfe webgerechte Dateivolumina erzeugt werden können,
ohne dadurch großartige visuelle Einschränkungen hinnehmen zu müssen.

Demo:

Das folgende Bild nimmt eine Fläche von 1024 x 548 Pixel ein und besitzt nach dem "Für web speichern" nur noch ein Dateivolumen von knapp 149 kB:

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=55180





Gruß

Walter
Moin Iesenborner,

alternativ kannst du auch beim Speichern im JPEG-Format (Datei - Speichern unter...) im anschließenden Dialog-Fenster die Qualität unter "Bild-Optionen" auf z.B. auf 5 (mittel) einstellen, wenn dort noch eine hohe Stufe (12 o.ä.) voreingestllt ist. Das bringt schon gut eine Reduzierung des Speichervolumens auf 10% der ursprünglichen Größe.

Viele Grüße aus Altona

Oliver

Re: Bildgröße vs. Dateigröße

geschrieben von: Iesenborner

Datum: 21.12.12 13:16

An Mikado-Freund und Altona:

Danke für die konstruktiven Hinweise (an einen alten Mann), ich werd´s ausprobieren...

Grüße aus Wedel/Holst.

Herzklabastern...

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 23.12.12 01:35

... bekomme ich gleich! Vor allem gleich beim ersten Foto. Nicht viel später bin ich öfters zum Bahnhof hin und durfte auf die V100 aus Osnabrück, wenn die dann einmal um den Zug mußte. Dabei durfte ich dann auch "fahren". Solche Erlebnisse hat bestimmt bei etlichen Eisenbahnfreunden dazu geführt, das mehr draus wurde als das (damals übliche) "spielen mit der elektrischen Eisenbahn".

Gruß
Thorsten

Re: Danke! - Und ein paar Infos

geschrieben von: Zauberer

Datum: 25.12.12 19:09

Iesenborner schrieb:
-------------------------------------------------------

> Hallo, Zauberer,
>
> ja Du wirst Recht behalten, das Bild ist wohl an
> der Verladerampe (die Y-tours manchmal benutzt
> hat) entstanden. Ich hatte zunächst an die
> Sackgasse Winterweg (beim Bw-Parkplatz) gedacht.

Gab es hinter dem heutigen Ende des Winterwegs nicht früher einen Bahnübergang und eine anschließende Unterführung? Ich kann mich leider nur dunkel daran erinnern.
Außerdem sieht die Laderampe an der Asternstraße so aus, als handele es sich um eine ehemalige Viehrampe? Weißt Du darüber näheres?


> Dass die Formsignale, wie ein anderer Forent
> schreibt, bis 1972 standen, war mir bisher nicht
> klar (Dank für den Beitrag); ich dachte bisher die
> wären ca. 69/70 bei der Bahn-Höherlegung
> verschwunden, oder war die auch erst 72?

Die Formsignale müssen zusammen mit dem Stellwerk Hasberger Straße (heute Nordenhamer Straße) verschwunden sein. Das Ganze muss nach Abschluss der Höherlegung der Bahnanlagen - also frühestens nach 1970 - passiert sein. Als letztes wurde nämlich die Bahnanlagen der Hasenbahn höher gelegt und die DHE direkt in den Güterbahnhof eingefädelt. Damals fiel auch das Umsetzen der G nach Lemwerder im delmenhorster Bahnhof weg - sie erreichten die Strecke fortan per Sägefahrt mit Kopf auf offener Strecke am Bü Hasberger Straße (daraus erklärt sich auch der auf den ersten Blick seltsam erscheinende Standort des Ausfahrtsignals westlich der Bü). Wie dieser Bahnhof eigentlich hieß bzw. heißt müsste mal jemand klären, der einen Buchfahrplan der DHE bzw. der Lemwerderbahn zur Hand hat.

Das Stellwerk befand sich zwischen der Brücke über der Hasberger Straße und der Brücke über die Lemwerder-Bahn. Von diesem Stellwerk wurden auch die Schranken am ebenerdigen Bahnübergang (DHE, Lemwerderbahn, Güterabfertigung Stadthofstraße) betätigt. Später befand sich ja am Ende der Laderampe der Ga (Heute Neue Arbeit) eine Holzbaracke, von der aus die Schranken per Hand vom Rangierer bedient wurden).



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:12:25:20:04:39.

Re: Danke! - Und ein paar Infos

geschrieben von: Iesenborner

Datum: 03.01.13 13:44

Hallo Zauberer,

ich komme erst heute zum Antworten.

Dass dort an der Asternstr. Vieh ver-/ abgeladen wurde, daran kann ich mich nicht erinnern; es wäre wg. der Nähe zum Schlachthof denkbar. Vielleicht war es Anfang/Mitte der siebziger schon damit vorbei, oder ich kann mich nicht erinnern. Man war ja doch sehr auf Tfz fixiert und hat anderen Alltäglichkeiten des Bahnbetriebes generell zu wenig Beachtung geschenkt.

Aus der Gegend habe ich noch 2 bis 3 Dias, die ich gelegtl. hier zeige...
Hallo Iesenborner,

müsste Dein Bild:
http://www.arctofilz.de/devforum/imguploads/schilling/1357841151dso077050000dia02318cwlm6.jpg

nicht in etwa die selbe Stelle zeigen wie meins?
http://www.arctofilz.de/devforum/imguploads/schilling/1357841226BUE_Asternstr_mit_Lok_7_und_Pw_52.jpg
(BÜ Delmenhorst, Asternstraße, 1982, mit Lok 7 DHE, Pw 52 DHEF und weiterem Güterwagen auf der Fahrt in den Güterbahnhof)

Ich denke, "mein" DHE-Zug fährt die Rampe hinauf, die auf Deinem Bild schwach in der Mitte zu sehen ist. Dann müsste der Standort Deines Fotografen etwas rechts außerhalb von meinem Bild sein.

Könnte eins von den Dächern, die auf deinem Bild hinter dem Bahndamm zu sehen sind, zum Gasthaus "Hopfenblüte" gehören?

Viele Grüße
Rüdiger
Ich antworte mal.
Doch, das könnte hinkommen. Iesenborners Bild ist etwas weiter Richtung Rbf aufgenommen worden. Heute muß man da mal langlaufen. Das sieht da vielleicht aus....

Gruß
Thorsten
ruedigerschilling schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Iesenborner,
>
> müsste Dein Bild:
>
> nicht in etwa die selbe Stelle zeigen wie meins?
>
> (BÜ Delmenhorst, Asternstraße, 1982, mit Lok 7
> DHE, Pw 52 DHEF und weiterem Güterwagen auf der
> Fahrt in den Güterbahnhof)

Jo, Rüdiger, das wird wohl hinkommen. Mit den Straßen hinter der Bahn kenn´ich mich allerdings (weil ich vorne aufgewachsen bin) nicht aus und kann deshalb zur Hopfenblüte nichts sagen...

Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:01:21:10:07:13.
ruedigerschilling schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Iesenborner,
>
> müsste Dein Bild:
> [www.arctofilz.de]
> ing/1357841151dso077050000dia02318cwlm6.jpg
>
> nicht in etwa die selbe Stelle zeigen wie meins?
> [www.arctofilz.de]
> ing/1357841226BUE_Asternstr_mit_Lok_7_und_Pw_52.jp
> g
> (BÜ Delmenhorst, Asternstraße, 1982, mit Lok 7
> DHE, Pw 52 DHEF und weiterem Güterwagen auf der
> Fahrt in den Güterbahnhof)
>
> Ich denke, "mein" DHE-Zug fährt die Rampe hinauf,
> die auf Deinem Bild schwach in der Mitte zu sehen
> ist. Dann müsste der Standort Deines Fotografen
> etwas rechts außerhalb von meinem Bild sein.
>
> Könnte eins von den Dächern, die auf deinem Bild
> hinter dem Bahndamm zu sehen sind, zum Gasthaus
> "Hopfenblüte" gehören?
>
> Viele Grüße
> Rüdiger


WOW - was für ein Kracher von Bild! Bemerkenswert der Packwagen - denn damals führten die G's ja noch Expressgut und Einzelsendungen für die Unterwegsbahnhöfe mit! Auch die Züge nach Lemwerder führten noch in den 1980er Jahren einen Gepäckwagen mit - denn am Güterschuppen in Lemwerder konnte man bis (ich glaube 1991 oder 92) noch Expressgut aufgeben.
Was die Verbindung des Streckengleises aus Harpstedt angeht: es gab zwei Möglichkeiten, um zum Verschiebebahnhof in DEL zu gelangen: zum einen gab es am Güterbahnhof Stadthofstraße eine Weichenverbindung zu den Ladegleisen, der andere Weg führte über die Rampe, den die DHE-Lok befährt. (War der nicht mal zweigleisig?)

Re: Danke! - Und ein paar Infos

geschrieben von: Zauberer

Datum: 17.01.13 13:53

Iesenborner schrieb:
-------------------------------------------------------
> Man war
> ja doch sehr auf Tfz fixiert und hat anderen
> Alltäglichkeiten des Bahnbetriebes generell zu
> wenig Beachtung geschenkt.

Leider, leider. Es gibt viele Leute - dazu gehöre auch ich - die sich heute in den Hintern treten könnten! Im Grunde müsste man mal in Delmenhorst, aber auch anderenorts einen Aufruf starten, die Leute mögen einmal ihre Fotoalben durchforsten. Ich bin mir absolut sicher, dass es da viele vermeintliche Schnappschüsse gibt, die bei der Detailschau wahre eisenbahnhistorische Schätze sind! Dinge, die damals einfach als belanglos erschienen, die nicht Grund des Fotos waren und nur deshalb aufs Foto kamen, weil sie einfach da waren.
Hallo zusammen,

zum Beitrag von Zauberer vom 17.01.13:

1.
Dass der Güterzug auf meinem Bild von 1982 einen Packwagen mitführte, war eine absolute Ausnahme.

Der Verein Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde e. V. (DHEF; "Jan Harpstedt") hatte 1980 von der Eisenbahn Bremen-Thedinghausen deren Pw 92 BTh erworben und erstmalig 1981 eingesetzt. 1982 entschied sich der Verein, den Wagen zu drehen, damit die (einzige) offene Bühne in Richtung Delmenhorst zeigt. Zu diesem Zweck wurde er im Sommer 1982 (das genaue Datum weiß ich nicht mehr) in den täglichen DHE-Güterzug eingestellt, um ihn auf der damals noch vorhandenen Drehscheibe des Gbf Delmenhorst zu drehen:

http://www.arctofilz.de/devforum/imguploads/schilling/1358532271Pw_52_auf_Drehscheibe.jpg
Pw 52 DHEF auf der Drehscheibe Delmenhorst, davor Lok 7 DHE; 1982

Einzelheiten zum Pw 52 DHEF: [www.dhef.de]

2.
Soweit ich mich erinnern kann, war die Rampe vom BÜ Asternstraße hoch zur Hauptstrecke nur für die Zeit der Baumaßnahmen zur Höherlegung der DB-Strecke durch Delmenhorst (ca. 1971/1972) zweigleisig. Als "Umleitung" des DB-Verkehrs, der normalerweise über die Brücken Asternstraße und Hasberger - jetzt Nordenhamer - Straße führt, wurden die Gleise entlang des Stückgutbahnhofs genutzt.

Gruß
Rüdiger
Hallo Rüdiger!
Boah, was für ein Dokument! Hast Du das Foto auch größer?

Gruß
Thorsten
ruedigerschilling schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo zusammen,
>
> zum Beitrag von Zauberer vom 17.01.13:
>
> 1.
> Dass der Güterzug auf meinem Bild von 1982 einen
> Packwagen mitführte, war eine absolute Ausnahme.

Ich meine mich erinnern zu können, dass in Harpstedt in den 1980ern ein schrottreifer, nicht mehr fahrbereiter Güterzug-Packwagen an der Ladestraße herum stand. Hast Du eine Ahnung, wann auf der DHE der Expressgutverkehr auf der Schiene von Harpstedt und den Unterwegsbahnhöfen eingestellt worden ist? Auf der DB-Strecke nach Lemwerder war ja damals noch ein PsGS 54 im täglichen Einsatz, der nach Ankunft in Lemwerder an den dortigen Güterschuppen rangiert wurde, wo dann während des Aufenthalts das Expressgut und Stückgut angenommen und verladen wurde.


> Der Verein Delmenhorst-Harpstedter
> Eisenbahnfreunde e. V. (DHEF; "Jan Harpstedt")
> hatte 1980 von der Eisenbahn Bremen-Thedinghausen
> deren Pw 92 BTh erworben und erstmalig 1981
> eingesetzt. 1982 entschied sich der Verein, den
> Wagen zu drehen, damit die (einzige) offene Bühne
> in Richtung Delmenhorst zeigt.

War das nicht die erste große Anschaffung der DEHF? Danach kamen ja die beiden Triebwagenanhänger, von denen einer als Buffett-Wagen eingesetzt wurde. Von allen auf der Stammstrecke eingesetzten Einheiten fand ich die als die urigste.
Hier ist das Bild nochmal in größerem Format:
Pw52_auf_Drehscheibe_Bild2_kompremiert.jpg

Und hier noch zwei Zugaben vom selben Tag:
BUE_Asternstr_mit_Lok_7_und_Pw_52_Bild2_kompremiert.jpg
nochmal BÜ Asternstr.

Pw_52_auf_Drehscheibe_Bild1_kompremiert.jpg
nochmal Drehscheibe

Gruß
Rüdiger
Oh super!!! Vielen, vielen Dank!
Ich war damals 14 und hatte sogar eine Spiegelreflex zur Verfügung. Und obwohl ich damals schon lange Eisenbahnfreund und Modellbahner war, hatte ich kaum Eisenbahn fotografiert. So weit hatte ich einfach nicht gedacht . Das ist mir heute unbegreiflich.

Gruß
Thorsten

WOW - (m1L)

geschrieben von: Zauberer

Datum: 20.01.13 13:02

ruedigerschilling schrieb:
-------------------------------------------------------

> nochmal BÜ Asternstr.

Danke!
Und ich habe mich an diesen Beitrag vom Iesenborner (Danke noch einmal an ihn) erinnert

Dort gibt es ein Wahnsinnsbild in Richtung BÜ Asternstraße aus der entgegengesetzten Richtung. Im Vordergrund ist die heute nicht mehr vorhandene Cluemeyer-Anlage zu erkennen. Links im Bildrand unten das Gleissperrsignal, das das Anschlussgleis zur Nordwolle (abgebaut 1984) sicherte.

Re: Delmenhorst in den sechzigern (1B) und siebzigern (4B) und Hude ca 1979 (1B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 20.01.13 20:44

Oh, ganz tolle Bilder, danke Rüdiger!

Ich weiß es gar nicht mehr genau und kann es auf dem Bild auch nicht erkennen, aber wieviele Gleise führten eigentlich zwischen den beiden Schranken über die Asternstr., 2 oder 3?

Im Vordergrund - nicht auf dem Bild sichtbar - lag jedenfalls noch das erwähnte Laderampengleis, das unbeschrankt die Straße überquerte und an der (auf dem Foto sichtbaren) Ladestraße entlang lief und ursprünglich bis zum heutigen Inkoop reichte (vor dem Bau des Marktes sogar noch weiter bis zur Hasberger Str.?). Ich meine, dass dort der Altmetall- und Schrotthändler Schminke bis in die 90er Jahre Einzelwagen erhielt. Eine lustige Geschichte dazu: Wir haben in der Schule einmal ein ganzes Schuljahr über benutzte Alufolie gesammelt und konnten am Ende mehrere große Säcke davon füllen. Die brachten wir dann zu Schminke, weil wir uns für unsere Mühe eine fürstliche Entlohnung erhofften. Letztendlich war es dann aber nur so ein ähnlicher Betrag wie 4 Mark 20, so dass wir fortan auf das Alufolie-Sammeln verzichteten.
Hallo Thomas79,

ich meine, damals (1982) waren es 3 Gleise: aus Richtung Delmenhorst kommend führte eins die Rampe hinauf und zwei in leichtem Rechts- dann Linksbogen Richtung Gbf. Zusätzlich - auf der anderen Seite der Ladestraße, außerhalb der Schranken - ein weiteres Gleis; wie du schon erwähntest. Interessant dabei ist, dass, wenn ein Zug das Gleis außerhalb der Schrankenanlage befuhr, trotzdem die Schranken geschlossen wurden.

Rüdiger
Hallo Zauberer,

zu Deinen Fragen:

> Ich meine mich erinnern zu können, dass in
> Harpstedt in den 1980ern ein schrottreifer, nicht
> mehr fahrbereiter Güterzug-Packwagen an der
> Ladestraße herum stand. Hast Du eine Ahnung, wann
> auf der DHE der Expressgutverkehr auf der Schiene
> von Harpstedt und den Unterwegsbahnhöfen
> eingestellt worden ist? Auf der DB-Strecke nach
> Lemwerder war ja damals noch ein PsGS 54 im
> täglichen Einsatz, der nach Ankunft in Lemwerder
> an den dortigen Güterschuppen rangiert wurde, wo
> dann während des Aufenthalts das Expressgut und
> Stückgut angenommen und verladen wurde.

Hierzu habe ich leider keine Informationen.


> > Der Verein Delmenhorst-Harpstedter
> > Eisenbahnfreunde e. V. (DHEF; "Jan Harpstedt")
> > hatte 1980 von der Eisenbahn
> Bremen-Thedinghausen
> > deren Pw 92 BTh erworben und erstmalig 1981
> > eingesetzt. 1982 entschied sich der Verein, den
> > Wagen zu drehen, damit die (einzige) offene
> Bühne
> > in Richtung Delmenhorst zeigt.
>
> War das nicht die erste große Anschaffung der
> DEHF? Danach kamen ja die beiden
> Triebwagenanhänger, von denen einer als
> Buffett-Wagen eingesetzt wurde. Von allen auf der
> Stammstrecke eingesetzten Einheiten fand ich die
> als die urigste.

Nicht ganz. Vorher hat der Verein bereits die Dampfspeicherlok "Bello" von der Nordwolle übernommen und äußerlich aufgearbeitet. Diese Lok stand lange Zeit am Hasporter Damm und wurde schließlich wieder von der Stadt Delmenhorst übernommen und steht jetzt wieder auf dem Nordwollegelände.

Der Pw 52 DHEF (ex 92 BTh) war das erste vereinseigene Fahrzeug, das tatsächlich wieder betriebsfähig gemacht wurde. Danach folgten die beiden Triebwagen-Beiwagen.

Rüdiger

Re: Danke! - Und ein paar Infos

geschrieben von: nachdenker67

Datum: 21.01.13 18:06

Moin,
ich weiß noch als ich damals immer von Düsseldorf nach Wilhelmshaven fuhr,an Bremen 4.06 ab Bremen 5 Uhr und etwas,mit einer 01 aus Hannover,da stand in Delmenhorst immer eine V 36(Fahrtrichtung OL links)
Ich meine das die auch dort beheimatet war.
Gruß nachdenker67
ruedigerschilling schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Thomas79,
>
> ich meine, damals (1982) waren es 3 Gleise: aus
> Richtung Delmenhorst kommend führte eins die Rampe
> hinauf und zwei in leichtem Rechts- dann
> Linksbogen Richtung Gbf. Zusätzlich - auf der
> anderen Seite der Ladestraße, außerhalb der
> Schranken - ein weiteres Gleis; wie du schon
> erwähntest. Interessant dabei ist, dass, wenn ein
> Zug das Gleis außerhalb der Schrankenanlage
> befuhr, trotzdem die Schranken geschlossen
> wurden.
>
> Rüdiger

Das Gleis außerhalb der Schrankenanlage war auch das letzte von den Ladegleisen, das noch regelmäßig bedient wurde - über dieses Gleis wurde die Schrottfirma Schminke bedient. Dieses Gleis führte ursprünglich bis an die Nordenhamer Str., wurde aber schon Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre um etwa 130 m gekürzt. Im Bereich vom heutigen Inkoop wurden damals eine ganze Menge von Häusern abgebrochen (ich meine mich erinnern zu können, dass 10 Häuser verschwanden, dazu eine kurze Straße). Ob da auch kleinere Firmen waren, die einen eigenen Zugang zu dem Gleis hatten, entzieht sich meiner Kenntnis.
Bemerkenswert ist auch: zwischen dem zweiten Ladegleis und dem Gleis zur Güterabfertigung Stadthofstraße befand sich noch in den 1980er Jahren ein schmaler Streifen mit Kleingärten (!).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:01:21:18:44:31.
ruedigerschilling schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Zauberer,
>
> zu Deinen Fragen:
>
> > Ich meine mich erinnern zu können, dass in
> > Harpstedt in den 1980ern ein schrottreifer,
> nicht
> > mehr fahrbereiter Güterzug-Packwagen an der
> > Ladestraße herum stand. Hast Du eine Ahnung,
> wann
> > auf der DHE der Expressgutverkehr auf der
> Schiene
> > von Harpstedt und den Unterwegsbahnhöfen
> > eingestellt worden ist? Auf der DB-Strecke nach
> > Lemwerder war ja damals noch ein PsGS 54 im
> > täglichen Einsatz, der nach Ankunft in
> Lemwerder
> > an den dortigen Güterschuppen rangiert wurde,
> wo
> > dann während des Aufenthalts das Expressgut und
> > Stückgut angenommen und verladen wurde.
>
> Hierzu habe ich leider keine Informationen.

Ich glaube, ich habe dazu noch ein Dia (habe mich schon gewundert, dass die V 60 vorne und hinten einen Waggon dran hat). Ich stelle es gelgtl. ein...

Grüße aus Wedel/Holst.
Danke für diese interessanten Bilder aus der "purpurroten Phase" der Bundesbahn.
Eine kleine Korrektur magst Du mir bitte nachsehen:

Iesenborner schrieb:
-------------------------------------------------------
> Der N aus Oldenburg an einem anderen Tag: alte
> Schnellzugwagen verdienten sich ihr Gnadenbrot.

Das ist aber ein Eilzugwagen (Gruppe 30):
[de.wikipedia.org]

Gruß,
Markus.

Berlin für Anfänger: Tiergarten ist ein Park, Tierpark ist ein zoologischer Garten, Zoologischer Garten ist kein Park. Alle drei sind Bahnhöfe.
AG Märkische Kleinbahn e.V. Berlin *** Meine HiFo-Bildbeiträge
http://www.abload.de/img/mkb-banner1000ye7dl.jpg



Moin Zauberer,

als bekennender Lemwerderbahn-Fan will ich mich nun auch mal endlich hier einklinken ;-)
Mit dem PsGS 54 in Lemwerder meinst du sicher einen Pwghs54, oder?

[www.museumsbahn-bremerhaven-bederkesa.de]

Hast du neue alte Fotos aus Lemwerder in der Zwischenzeit auftreiben können?

Gruß aus Altona

Oliver
Altona schrieb:
-------------------------------------------------------
> Moin Zauberer,
>
> als bekennender Lemwerderbahn-Fan will ich mich
> nun auch mal endlich hier einklinken ;-)
> Mit dem PsGS 54 in Lemwerder meinst du sicher
> einen Pwghs54, oder?
>
> [www.museumsbahn-bremerhaven-bederkesa.de]
> f/Pwghs54.pdf
>
> Hast du neue alte Fotos aus Lemwerder in der
> Zwischenzeit auftreiben können?
>
> Gruß aus Altona
>
> Oliver


Moin - zur Zeit bin ich dabei, altes Material zu sichten. Vor allem bei der Station Deichhausen bin ich da auf einige Überraschungen gestoßen: die war tatsächlich einmal deutlich umfangreicher und besaß - so, wie ich es bisher recherchieren konnte - mindestens bis zum Ende des II. Weltkriegs die Funktion eines Kreuzungsbahnhofs. Zur Sicherung des Bahnhofs soll sich dort auch während des Krieges eine Flak-Stellung befunden haben.

Dass so ein Wagen noch erhalten ist, finde ich sensationell - denn viele der Wagen, die noch in den 1980er Jahren unterwegs waren, sind einfach auf den Schrott gewandert, da die allermeisten Museumsbahnen damals auf die Dampfzug-Epoche setzten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:01:22:17:42:32.
ruedigerschilling schrieb:
-------------------------------------------------------

> Nicht ganz. Vorher hat der Verein bereits die
> Dampfspeicherlok "Bello" von der Nordwolle
> übernommen und äußerlich aufgearbeitet. Diese Lok
> stand lange Zeit am Hasporter Damm und wurde
> schließlich wieder von der Stadt Delmenhorst
> übernommen und steht jetzt wieder auf dem
> Nordwollegelände.
>
> Der Pw 52 DHEF (ex 92 BTh) war das erste
> vereinseigene Fahrzeug, das tatsächlich wieder
> betriebsfähig gemacht wurde. Danach folgten die
> beiden Triebwagen-Beiwagen.
>
> Rüdiger


Stimmt - die Lok "Bello" hatte ich ganz vergessen... Scheiterte der Einsatz damals nicht an der Frage, woher man den für einen Betrieb der Lok notwendigen Dampf her bekommen sollte? Immerhin ist die Lok als Denkmal erhalten, an den städtischen Bauhof und sein Anschlussgleis erinnert heute ja nichts mehr...

Der Zweiwege-Unimog, der bei der Nordwolle ihre Nachfolge angetreten hatte, ist vermutlich den Weg des ewigen Eisens gegangen. Ich kann mich noch erinnern, als er im Jahre 1980 die letzten Wagen vom Nordwollegelände über den Bahnübergang Hasberger Straße hinaus zog und an der Übergabeanlage zur DB abstellte.

Hat eigentlich jemand eine Idee, wo der Zweiwege-Unimog gelandet ist, den die DLW bis zum Schluss zum Verschub von Güterwagen auf ihrem Gelände einsetzte?
Moin,

deine Aussage über Deichhausen klingt ja spannend!
Wenn die Informationsbeschaffung zu Lemwerder schon so schwierig ist, wie muss es es dann erst bei den (ehemaligen) Unterwegsbahnhöfen erst sein ?!
Da kenne ich bisher nichts.

Wir sollten uns demnächst mal wieder austauschen. Und vielleicht können wir hier ja auch mal einen eigenen Lemwerder-Thread initiieren...

Gruß aus Altona
> Iesenborner schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Der N aus Oldenburg an einem anderen Tag: alte
> > Schnellzugwagen verdienten sich ihr Gnadenbrot.
>
> Das ist aber ein Eilzugwagen (Gruppe 30):
> [de.wikipedia.org]
>
> Gruß,
> Markus.

Ich sehe nicht nur nach, ich danke für den Hinweis. Dass schon so früh Eilzugwagen gebaut wurden, war mir bisher gar nicht klar (oder ich habe es zwischendurch wieder vergessen); ich hätte mich längst einmal wieder damit beschäfigen sollen. Werde meinen Obermayer herauskramen...

Grüße
An die Wagen mit den doppelten Einstiegstüren kann ich mich auch noch gut erinnern - sie waren auch noch Mitte der 1970er Jahre im Einsatz und verschwanden nach Aufnahme des elektrischen Betriebs und dem damit verbundenen Einsatz von Silberlingen als Wendezüge.
Aber - eines sollte hier auch am Rande erwähnt werden: zumindest in den Sommermonaten tauchten beim einem nachmittäglichen E und einem spätabendlichen E nach Hannover damals echte Exoten auf der Strecke auf: DR-Kurswagen nach Berlin Stadtbahn.

Re: Danke! - Und ein paar Infos

geschrieben von: Zauberer

Datum: 28.01.13 10:47

Ich habe hier einmal einen Gleisplan nach meinen Unterlagen und meinen Erinnerungen gezeichnet. Er entspricht der Situation im Raum Asternstraße/Hasberger Str. (heute Nordenhamer Str.)/Stadthofstraße.

http://www.abload.de/img/del-astern-gbf3buvj.jpg
Auf der Homepage von Peter Köster über dem Bremer RBF habe ich einige Aufnahmen aus Delmenhorst gefunden, die vor der Höherlegung der Bahnstrecke gemacht worden.

[peterkoester2.magix.net]

Sensationell für mich ist, das es ein Stellwerk an der Unterführung an der Nordenhamer Str. gab. Das war mir überhaupt nicht bekannt! Und dazu noch in dem für Delmehorst typischen Stoffregen-Stil gebaut, soweit ich das als architektonischer Laie beurteilen kann. Zusammen mit der Brücke wäre das ja ein tolles Ensemble für die Modellbahn! Kennt jemand den Stellwerksnamen?

Danach kommt ein Foto eines Rundlokschuppens mit scheinbar recht kleinem Durchmesser. Das kann doch nur der alte Lokschuppen gewesen sein, der dann bis zuletzt von der Bahnmeisterei benutzt wurde. Das wäre das erste mir bekannte richtige Foto dieses Bauwerks.

Dann wäre da noch das Stellwer Dpw. Wofür steht die Bezeichnung? Vielleicht "Delmenhorst Personenbahnhof West"? Das müßte der Bahnübergang Mühlenstr. sein. Auf dem Foto danach überquert gerade eine P8 (wahrscheinlich) diesen BÜ. Hinter dem Pwi laufen 2 Donnerbüchsen in rot-beige im Zug. Woher stammen diese?

Ich bin geraden noch etwas überwältigt über diese Aufnahmen.

Gruß
Thorsten
Hallo, Nachtbahner,

vielen Dank für den Tip. Die web-Adresse kannte ich nicht; selbst wenn man Bremen RBf googelt, findet man sie nicht.

Habe schon gestöbert, an das Stellwerk an der Nordenhamer Straße erinnere ich mich noch aus den siebzigern: ich Rindviech habe es nie fotografiert...

Die Seite bietet tolle Bilder, allein die 03 bei der Nordwolle!


Übrigens hat ein freundlicher DSO-Leser das Bild mit dem Daumen vorteilhaft bearbeitet, und ich zeige das hier gern:
12851778sm.jpg

Re: Noch älteres aus Delmenhorst gefunden!!!! (m. L.)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 22.03.13 21:09

Hi,

danke für den den Link! Man sieht, es gab damals sogar schon richtige Autos.

Die Brücke mit ihrem Bogen auf diesem Bild: [peterkoester2.magix.net] sieht aus wie über die Asternstr.

Beste Grüße, Marek
Neee, habe ich auch erst gedacht. Aber der weitere Verlauf der Str. dahinter - links der Zaun muß von der Wolle sein. Gegenüber erkennt man überm Bahndamm noch das Dach eines größeren Hauses. Genauso eines steht dort auch heute noch. Vorne rechts des BÜ`s - das müßte dann die Weiche nach Lemwerder sein.

Gruß
Thorsten

Absolut Phänomenal. und ein paar Infos

geschrieben von: Zauberer

Datum: 22.03.13 21:31

Bemerkenswert zum einen das letzte Bild in der Serie: das ist der Ringlokschuppen des ehemaligen BW Delmenhorst Pbf. Er stand auf dem heutigen P&R-Parkplatz an der Weberstraße und wurde zuletzt vor seinem Abbruch von der Bahnmeisterei genutzt. Das Foto ist vom Bahnsteig aus gemacht worden.

Re: Noch älteres aus Delmenhorst gefunden!!!! (m. L.)

geschrieben von: Zauberer

Datum: 23.03.13 12:34

nachtbahner schrieb:

> Sensationell für mich ist, das es ein Stellwerk an
> der Unterführung an der Nordenhamer Str. gab. Das
> war mir überhaupt nicht bekannt! Und dazu noch in
> dem für Delmehorst typischen Stoffregen-Stil
> gebaut, soweit ich das als architektonischer Laie
> beurteilen kann. Zusammen mit der Brücke wäre das
> ja ein tolles Ensemble für die Modellbahn! Kennt
> jemand den Stellwerksnamen?

Der ebenerdige Bahnbereich an der Nordenhamer Straße, der heute nur noch aus einem einfachen Durchfahrtsgleis in Richtung Harpstedt sowie dem davon abzweigenden Gleis der Lemwerderbahn besteht, ist immer noch ein eigenständiger, separat mit Ein- und Ausfahrtsignalen gesicherter Bahnhof. Früher gab es hier eine direkte Verbindung zu den Gleisen des Gbf. Stadthofstraße.
Hier noch einmal der Blick auf den Gleisplan im Bereich des Bildes - das Stellwerk muss ich da noch einfügen:

http://www.abload.de/img/del-astern-gbf3buvj.jpg

Was das Ensemble aus Brücke und Stellwerk angeht: es ist schon ein einmalig schönes Ensemble. Und es sieht sehr nach Stoffregen aus.



> Danach kommt ein Foto eines Rundlokschuppens mit
> scheinbar recht kleinem Durchmesser. Das kann doch
> nur der alte Lokschuppen gewesen sein, der dann
> bis zuletzt von der Bahnmeisterei benutzt wurde.
> Das wäre das erste mir bekannte richtige Foto
> dieses Bauwerks.

Der Lokschuppen des ehemaligen BW Del Pbf. ist vor dem I. Weltkrieg im Zusammenhang mit dem Bau der Hasenbahn errichtet worden. Damals war eine Erweiterung der Gleisanlagen in Del Pbf. notwendig. Von dem Gebäude existiert auch noch irgendwo ein Luftbild.

> Dann wäre da noch das Stellwer Dpw. Wofür steht
> die Bezeichnung? Vielleicht "Delmenhorst
> Personenbahnhof West"? Das müßte der Bahnübergang
> Mühlenstr. sein.

Wichtig auch dazu: die Fußgängerunterführung. Die Schranken war in Delmenhorst in den 1960er Jahren über 12 Stunden geschlossen - da ja der Pbf. auch noch eine eigene Güterabfertigung, eine eigene Ladestraße und eine Viehverladerampe besaß und insofern viel Rangierverkehr anfiel. Außerdem mussten ja noch diverse Gleisanschlüsse bedient werden und es endeten eine ganze Reihe von Zügen - und zwar nicht nur von der Hasenbahn, sondern auch aus Richtung HB, Lemwerder und Harpstedt in Delmenhorst. Außerdem gab es Zugteilungen und -vereinigungen in Delmenhorst: Züge, die von Osnabrück kamen und nach HB und umgekehrt durchgebunden waren, wurden in DEL oft mit Zügen aus Richtung Nordenham vereinigt. Solche Zugtrennungen und -vereinigungen gab es noch in den 1970er und frühen 1980er Jahren.

Auf dem Foto danach überquert
> gerade eine P8 (wahrscheinlich) diesen BÜ. Hinter
> dem Pwi laufen 2 Donnerbüchsen in rot-beige im
> Zug. Woher stammen diese?

Das müsste ein Zug sein, der auf dem Gleisbereich fährt, das eigentlich die Hasenbahn nutzte. Sind das vielleicht Wagen der DHE, die da in Delmenhorst aus irgendwelchen Gründen überommen worden sind? Sie sehen auf keinen Fall nach DB-Wagen aus.

Im Hintergrund links sieht man zwei Lampenmasten, die an der Ladestraße standen. Auf der einstigen Ladestraße verläuft heute die Wittekindstraße im Abschnitt zwischen ZOB und Mühlenstraße. Das große Gebäude rechts wurde in den 1970er Jahren abgebrochen, um Platz für den Straßenausbau zu machen. Alle Häuser an der östlichen Seite der Mühlenstraße zwischen Bahn und Hans-Böcklerplatz sind ja im Zuge des vierspurigen Ausbaus abgebrochen worden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:23:12:51:11.

Hasberger Str.

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 23.03.13 13:52

Oh mein Gott, ich brauche einen Arzt. Hilfffe. Luuuuft. Ich dachte schon, ich werde solche Bilder in meinem Leben nicht mehr sehen. Aber es gibt sie also. Kompliment für's Finden!

Das ist auf jeden Fall die Hasberger Str. Im Prinzip sah es dort Anfang der 90er noch genauso aus (also hauptsächlich hinter der Brücke). Ohne diesen Stellwerksbau natürlich! Und ich meine, direkt gegenüber davon (heute Inkoop-Parkplatz) gab es noch einen Schrankenposten, der auch erst Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre - aber noch vor Entfernung der Gleise zum Stückgut-Gbf. (neue Arbeit) - abgerissen wurde.

Re: Absolut Phänomenal. und ein paar Infos

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 23.03.13 13:54

Oha, das wusste ich gar nicht. Danke!

Re: Hasberger Str.

geschrieben von: Zauberer

Datum: 23.03.13 15:54

Den Schrankenpost gab es bis zur Aufgabe der Güterabfertigung an der Stadthofstraße. 1993 wurde die bisherige handbediente Vollschrankenanlage dann durch eine automatische ersetzt. Nach Abriss des Stellwerkes (müsste Delmenhorst Ost gewesen sein) befand sich der Schrankenposten in einer kleinen, ca. 3x3 m großen Holz-Baracke die unmittelbar an der Straße am Ende der Laderampe stand; die Schrankenbedienung erfolgte - wie am BÜ Asternstraße, der vorher ebenfalls vom Stellwerk aus bedient wurde, durch das Zugpersonal.

Re: Absolut Phänomenal. und ein paar Infos

geschrieben von: Zauberer

Datum: 23.03.13 15:57

Am linken Bildrand im Hintergrund sieht man den Schornstein der Jute; außerdem schimmert die Spitze des Daches des heute immer noch stehenden Verwaltzungsgebäudes der Jute hervor.
Bemerkenswert ist übrigens die Motordraisine, die man links stehen sieht. Sieht nach einer KLV 12 aus.

Re: Hasberger Str.

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 23.03.13 18:32

Dass das eine Holzbaracke war, weiß ich noch. Mit der Seite habe ich mich aber anscheinend getäuscht. Wusste nicht mehr, dass die am Ende der Gbf.-Rampe war (sehe es jetzt ja auch auf Deiner Karte).

Wann wurde Inkoop eigentlich gebaut? Ich meine, dass man damals noch oft Güterwaggons direkt an der Hasberger Str. auf dem "Culemeyer-Gleis" gesehen hat.

Re: Noch älteres aus Delmenhorst gefunden!!!! (m. L.)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 23.03.13 18:38

Bild 5 ist das Stellwerk Mühlenstr., richtig. Blickrichtung Post.

Das weiße Gebäude links neben dem Stellwerk beherbergt heute meines Wissen ein griechisches Restaurant.

Re: Hasberger Str.

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 23.03.13 21:09

Laut Inkoop-Homepage wurde er im Nobember `85 eröffnet. Ich hatte gedacht, das wäre erst gegen Ende der 80er gewesen.

Gruß
Thorsten
Chalkidiki ist ja schon lange nicht mehr. Bestimmt schon 10 Jahre. Aber es kommt auch nicht hin. Guck mal auf Bing-Maps in Vogelperspekte. Dort kann man sich die Stelle schön von 4 Seiten ansehen. Ich glaube eher, das Stellwerk stand nördlich der Gleise und das Haus dahinter ist weg und statt dessen ein kleiner Parkplatz. Ich schau mal nachher nach, ob ich in meinen Büchern was finden kann.

Re: Noch älteres aus Delmenhorst gefunden!!!! (m. L.)

geschrieben von: Zauberer

Datum: 23.03.13 22:43

nachtbahner schrieb:
-------------------------------------------------------
> Chalkidiki ist ja schon lange nicht mehr. Bestimmt
> schon 10 Jahre. Aber es kommt auch nicht hin. Guck
> mal auf Bing-Maps in Vogelperspekte. Dort kann man
> sich die Stelle schön von 4 Seiten ansehen. Ich
> glaube eher, das Stellwerk stand nördlich der
> Gleise und das Haus dahinter ist weg und statt
> dessen ein kleiner Parkplatz. Ich schau mal
> nachher nach, ob ich in meinen Büchern was finden
> kann.

Was für die Nordseite spricht, ist der Umstand, dass auf der anderen Seite kein Platz für das Stellwerk gewesen wäre. Zudem fällt mir ein Bericht ein, dass die Fußgängerunterführung hin und wieder eine wichtige Rolle bei der Viehverladung zukam: brach dort Vieh bei der Verladung aus, wurden die Schranken geschlossen und dem Vieh blieb nichts weiter übrig, als in die Unterführung zu flüchten, wo es entweder eingefangen oder aber erschossen wurde. Die Viehrampe befand sich aber gegenüber des späteren Lokals Chalkidiki.
Nördlich der Bahn, direkt hinter dem BÜ Mühlenstraße gab es zudem eine Zufahrt zur Bahnmeisterei Delmenhorst (die sich bis zur Höherlegung der Bahn im Ringlokschuppen des ehemaligeb BW Delmenhorst Pbf. befand.
In dem Buch "Delmenhorst - Ein vorlorenes Stadtbild" gibt es eine Luftaufnahme von Ende der 30er Jahre. Demnach sieht es auch eher nach der nördlichen Lage aus. Zumindest kann man südlich kein solches Gebäude erkennen. Nördlich kann man aber gar nichts genaues erkennen. War es nördlich gelegen, so müßte der Zeitpunkt der Aufnahme am späteren Nachmittag sein. Bei südlicher Lage kann es dann nur im Sommer gewesen sein. Aber die Passanten beim Kiosk tragen anscheinend Mäntel. Ja - und dann - wo wären dann die Mühlenwerke? Aus dem Blickwinkel müßten die doch links dann noch zu sehen sein, so hoch wie das Gebäude wohl war. Also ich lege mich auf nördlich der Bahn fest.

Gruß
Thorsten

Re: Noch älteres aus Delmenhorst gefunden!!!! (m. L.)

geschrieben von: Zauberer

Datum: 24.03.13 10:46

nachtbahner schrieb:
-------------------------------------------------------
> In dem Buch "Delmenhorst - Ein vorlorenes
> Stadtbild" gibt es eine Luftaufnahme von Ende der
> 30er Jahre. Demnach sieht es auch eher nach der
> nördlichen Lage aus. Zumindest kann man südlich
> kein solches Gebäude erkennen. Nördlich kann man
> aber gar nichts genaues erkennen. War es nördlich
> gelegen, so müßte der Zeitpunkt der Aufnahme am
> späteren Nachmittag sein. Bei südlicher Lage kann
> es dann nur im Sommer gewesen sein. Aber die
> Passanten beim Kiosk tragen anscheinend Mäntel. Ja
> - und dann - wo wären dann die Mühlenwerke? Aus
> dem Blickwinkel müßten die doch links dann noch zu
> sehen sein, so hoch wie das Gebäude wohl war. Also
> ich lege mich auf nördlich der Bahn fest.


Und das wird richtig sein. Denn wenn man hier in den westlichen Bahnhofsbereich hineinzoomt, sieht man das Stellwerk an der Mühlenstraße sowie die heute nicht mehr existierende Verbindungstraße von der Mühlenstraße zur Bahnmeisterei.
>
> Gruß
> Thorsten

Culemeyer Gleis

geschrieben von: Zauberer

Datum: 24.03.13 11:05

Das Culemeyer Gleis war das letzte Gleis, das dort noch in Betrieb war. Die Schrott-Firma Schminke hat bis Mitte/Ende der 1990er noch per Bahn verladen. Dort ging teilweise täglich ein Waggon ab. Schminke betrieb auch die öffentliche Waage, die sich am Parallelgleis nördlich der Ladestraße befand. An diesem Gleis entlud in den 1980er Jahren auch noch regelmäßig die Fa. Brennstoffhandel Wurthmann aus Heide Waggons mit Koks. Im Gegensatz zur Firma Dietrich Dreyer in der Lessingstraße (Culemeyer-Betrieb auf dem heute noch vorhandenen Gleis an der Lagerhalle bis etwa 1973) hatten die nämlich kein Gleis auf dem Gelände und somit keine Möglichkeit, Culemeyer-Verkehr durchzuführen.

Heute in der Rückschau wird mir deutlich, wie sinnvoll der Culemeyer-Transport war: es sind nämlich zahlreiche Fahrten per LKW notwendig, um die Gesamtladung eines Waggons abzutransportieren. Noch mehr Fahrten waren notwendig, als man noch mit Pferdefuhrwerken und Klein-LKW a la Goliath-Dreirad oder Opel Blitz - wie die Fa. Brennstoffhandel Praegla in Heide - unterwegs war.

Re: Culemeyer Gleis

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 24.03.13 12:21

Na ja, heutige LKW`s haben eine Zuladung von bis zu 28 Tonnen. Das dürfte bei einem 2-achsigen Güterwagen nicht viel anders sein. Von daher wäre es vielleicht doch nicht mehr zeitgemäss. Natürlich - der Güterwagen fährt dann weiter umweltfreundlicher auf der Bahn weiter - im Gegensatz zum LKW natürlich.

Gruß
Thorsten

Re: Culemeyer Gleis

geschrieben von: Zauberer

Datum: 24.03.13 13:09

Man sollte nicht vergessen, dass die Nutzlast des in den 1950er und 1960er verwendeten Fahrzeugparks bei LKW Nutzlasten zwischen 1,5 und 11 t die Regel waren. Die Brennstoffhändler hatten in der Regel Fahrzeuge vom Typ Opel Blitz, Hannomag L 28 und Borgward B 1500. Der Transport einer Waggonladung Koks erforderte somit 10 Fahrten und mehr. Zudem musste das Entladungsgeschirr vom Betriebshof zur Entladungsstelle und wieder zurück transportiert werden. Je nach Entfernung des Betriebs zur Ladestelle konnte es so ein bis zwei Tage dauern, bis ein Wagen komplett entladen und die Kohle auf dem Betriebshof verstaut war. Der LKW verdiente in dieser Zeit nichts, weil er ja zwischen Hof und Ladegleis pendelte und gleichzeitig keine Auslieferungen zu den Kunden stattfinden konnten, zudem waren zwei bis drei Arbeitskräfte gebunden.
Der Culemeyer-Transport erleichterte die Arbeit enorm: der Waggon stand im Hof, der unternehmenseigene LKW konnte trotz der Anlieferung von Kohle weiter Kunden beliefern - auf dem Hof wurde entladen und die angelieferte Kohle per Förderband, oft auch per Schubkarre zum endgültigen Lagerplatz transportiert. Die Entladung dort dauerte einen Arbeitstag: am frühen Vormittag wurde der Waggon angeliefert, am Abend dann wieder leer abgeholt.

Re: Culemeyer Gleis

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 24.03.13 13:20

Stimmt! Auf die damalige Zeit bezogen absolut richtig. Ich hatte halt nur an die heutige Zeit gedacht, in der sich die Eisenbahn mit solch einzelnen Ladungen ja leider nicht mehr befassen kann, weil der LKW flexibler, schneller, billiger und wohl auch schneller ist. Leider.

Re: Noch älteres aus Delmenhorst gefunden!!!! (m. L.)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 24.03.13 15:24

Ihr habt recht! Es ist nördlich.

Dem Haus rechts mit dem roten Dach fehlt heute diese Holzverzierung im Giebel und das Dach ist dunkel. Und durch die Fenster des Stellwerkes sieht man mMn das kleinere heute grüne Haus.

Zu den Bildern von Peter Köster/Günter Meyer

geschrieben von: ruedigerschilling

Datum: 24.03.13 17:55

Ich blick da jetzt nicht mehr durch, wer was zu den Bildern geschrieben hat. Ich schreib jetzt einfach mal, was mir zu den Bildern einfällt:

Nr. 1 (GMeyer023.jpg):
Empfangsgebäude, rechts die Güterabfertigung.

Nr. 2 (GMeyer024.jpg):
Empfangsgebäude aus der anderen Richtung.

Nr. 3 (GMeyer029.jpg):
Empfangsgebäude im Hintergrund ?

Nr. 4 (GMeyer030.jpg):
von links: Empfangsgebäude, Gleis 1, Gleis 2, Mittelbahnsteig mit Überdachung.

Nr. 5 (GMeyer031.jpg):
Bahnübergang/Stellwerk Mühlenstraße, Blickrichtung nord.

Nr. 6 (GMeyer032.jpg):
Bahnübergang Stedinger Straße ? Dann wäre die Straße nach rechts die Orthstraße. Die beiden rot-beigen Wagen gehörten der DHE. Sie wurden nach Einstellung des Personenverkehrs auf der DHE-Strecke ausgemustert.

----------
Nachtrag zu Bild Nr. 6 vom 25.03.2013:
Ich lag falsch mit meiner Vermutung. Es handelt sich um den Bahnübergang Mühlenstraße. Rechts gehr es Richtung Marktstraße. Im Buch „Alt-Delmenhorst, Bilder – Erzählungen – Anekdoten, Band I“ (Verlag Siegfried Rieck, 1981) ist auf Seite 135 ein Foto aus fast der selben Perspektive. Und mit dem selben Gebäude im Hintergrund.
Was allerdings die rot-beigen DHE-Wagen auf dieser Seite des Bahnhofs, und dazu noch in einer solch merkwürdigen Zugzusammenstellung machen, ist mir ein Rätsel.
Zu den DHE-Wagen: es handelt sich vermutlich um die Wagen mit den NLEA-Nummern 630 (links) und 841. Über beide Wagen ist nicht viel bekannt. Sie sollen in den 1960er Jahren verschrottet worden sein. Der 841 wurde evtl. an die Bundeswehr abgegeben. Nachzulesen im Buch „Die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn“ (Verlag Kenning, 2001).
----------

Nr. 7 (GMeyer33.jpg):
Der Zug befährt, vom Bahnhof Delmenhorst kommend, die Rampe zur Brücke Hasberger Straße (jetzt Nordenhamer Straße). Im Hintergrund die Nordwolle-Gebäude. Links unten das Gleis zum Güterbahnhof.

Nr. 8 (GMeyer037.jpg):
Bahnübergang/Brücke/Stellwerk mit Schrankenposten Hasberger Straße (jetzt Nordenhamer Straße), Blickrichtung nord. Rechts, nicht mehr im Bild, zweigt vom unteren Gleis die Strecke Richtung Lemwerder ab.

Nr. 9 (GMeyer040.jpg):
Vermutung: Lokschuppen nördlich des Personenbahnhofs. Dann würde der Schornstein links zum Jute-Gelände gehören.

Auch wenn es hier schon mehrfach geschrieben wurde: Einfach toll diese Bilder.

Viele Grüße
Rüdiger



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:25:16:39:42.

Re: Zu den Bildern von Peter Köster/Günter Meyer

geschrieben von: Zauberer

Datum: 24.03.13 19:42

ruedigerschilling schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ich blick da jetzt nicht mehr durch, wer was zu
> den Bildern geschrieben hat. Ich schreib jetzt
> einfach mal, was mir zu den Bildern einfällt:
>
> Nr. 1 (GMeyer023.jpg):
> Empfangsgebäude, rechts die Güterabfertigung.

Bis zur Höherlegung der Bahn ab es in DEL zwei Güterabfertigungen. Die Ga wurde bei der Höherlegung der Bahn als erstes abgebrochen, da als erstes ein provisorisches Gleis mit Bahnsteig auf dem Bahnhofsvorplatz verlegt wurde.


> Nr. 6 (GMeyer032.jpg):
> Bahnübergang Stedinger Straße ? Dann wäre die
> Straße nach rechts die Orthstraße. Die beiden
> rot-beigen Wagen gehörten der DHE. Sie wurden nach
> Einstellung des Personenverkehrs auf der
> DHE-Strecke ausgemustert.

Das ist der Bahnübergang Mühlenstraße aus Richtung Norden. Im Hintergrund links die Lampenmasten der Beleuchtung der Ladestraße.
Beim BÜ Stedinger Straße/Orthstraße wäre links im Hintergrund das Gaswerk.

> Nr. 9 (GMeyer040.jpg):
> Vermutung: Lokschuppen nördlich des
> Personenbahnhofs. Dann würde der Schornstein links
> zum Jute-Gelände gehören.

Korrekt - im Lokschuppen war die Bahnmeisterei untergebracht. Sie hat bei der Höherlegung der Strecke neue Gebäude an der Weberstraße erhalten. Dort stand auch bis zu ihrer Schließung eine KÖF bereit.

Re: Bild 6 (GMeyer032)

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 24.03.13 19:49

Blickrichtung Süden kann aufgrund des Sonnenstandes nicht sein. M. M. nach befindet sich die Sonne ungefähr im Rücken des Fotografen. Aufgrund der Belaubung würde ich auf Spätsommer tippen. Dann würde die Sonne aus dieser Richtung gerade untergehen. Na ja - sie steht tief. Genauso gut kann es aber in Blickrichtung Norden sein. Dann wäre es früh morgens. Auch nicht verkehrt. Man müßte etwas über das Haus wissen. Mit meinen beiden Luftnahmen komme ich nicht weiter. Bei der einen, aus der Zeit der Höherlegung, ist im Bereich der Stedinger Str. schon alles weg. Die andere aus den 30ern endet kurz vorher. Ich glaube, ohne weitere Quellen wird es nicht zu ermitteln sein.

Re: Zu den DHE-Wagen

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 24.03.13 20:44

Wenn ich die beiden Wagen vergleiche mit den Abbildungen im Kenning-Buch über die DHE, müßte der vorder Wagen der 841 und der hintere der 630 sein. Die sind in den 60ern ausgemustert worden. Was machen sie in einem wohl offensichtlichen DB-Zug? Wäre es vielleicht möglich, das sie noch Fristen hatten, von der DHE nicht mehr benötigt wurden und an die DB als Verstärkungswagen verliehen wurden?

Rüdiger, Du bist doch ein "Harpstedter". Kannst Du zu den Wagen mehr sagen?

Gruß
Thorsten



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:24:20:47:41.

Re: Bild 6 (GMeyer032)

geschrieben von: Zauberer

Datum: 25.03.13 07:30

Nordseite Stedinger Straße funktioniert nicht - denn dort befand sich das Stellwerk Delmenhorst Ost. Südseite Stedinger Straße funktioniert auch nicht, denn dort wären die hohen Gebäude des Gaswerks zu sehen, die sich in unmittelbarer Nähe vom BÜ befanden.
Nordseite Mühlenstraße geht nicht - das am ehemaligen BÜ stehende Haus an der Westseite der Mühlenstraße steht immer noch und ist zweigeschossig.
Es bleibt also nur die Südseite der Mühlenstraße.

Ein wichtiges Indiz für mich: wenn man sich den Bildhintergrund oberhalb der beiden DHE-Wagen anschaut, so sind dort zwei Beleuchtungsmasten zu erkennen, wie sie die DB an Ladestraßen aufstellte. Zwischen Mühlenstraße und Bahnhof Del befand sich bis zur Hochlegung der Gleise die Ladestraße Delmenhorst Pbf - im Volksmund auch "Westgleis" genannt. Die im Volksmund als "Ostgleis" bezeichnete Ladestraße befand sich zwischen der heutigen Nordenhamer Straße und der Asternstraße.

Mit der Hochlegung der Bahnanlagen wanderte die Ladestraße ans Anschlussgleis zur Hansa und befand sich - inkl. Culemeyer-Anlage dann direkt westlich der Jute.

Aber ich kann mich nur wiederholen:

Es ist schon ein absoluter Jammer, wie wenig selbst an Bildmaterial vom Delmenhorst der 1950er und 1960er Jahre erhalten ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:25:07:54:14.

Re: Zu den DHE-Wagen

geschrieben von: Zauberer

Datum: 25.03.13 07:56

nachtbahner schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wenn ich die beiden Wagen vergleiche mit den
> Abbildungen im Kenning-Buch über die DHE, müßte
> der vorder Wagen der 841 und der hintere der 630
> sein. Die sind in den 60ern ausgemustert worden.
> Was machen sie in einem wohl offensichtlichen
> DB-Zug? Wäre es vielleicht möglich, das sie noch
> Fristen hatten, von der DHE nicht mehr benötigt
> wurden und an die DB als Verstärkungswagen
> verliehen wurden?

Bemerkenswert ist die Reihung: die DHE laufen nicht an der Zugspitze, sondern zwischen einem DB-Packwagen und anderen DB-Wagen. Kann es sein, dass es sich bei dem Zug um eine Sonderzugleistung handelt?
Meinen gestrigen Beitrag habe ich zu Bild Nr. 6 noch ergänzt bzw. berichtigt.

Rüdiger

Modell im Industriemuseum

geschrieben von: Zauberer

Datum: 26.03.13 19:33

Hier gibt es ein Bild von einem Modell im Delmenhorster Industriemuseum. Es zeigt eindeutig, dass das Bild Nr. 6 NICHT an der Stedinger Str. aufgenommen wurde. Das Haus, das sich unmittelbar südlich des BÜs an der Ostseite der Stedinger Straße befand, sah komplett anders aus: es war traufenständig. Das Haus auf dem Bild Nr. 6 ist jedoch gibelständig.

Re: Modell im Industriemuseum

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 26.03.13 20:23

Übrigens erkennt man sogar die Brücke über die Delme, über die das damalige DHE-Gleis, vom DB-Bahnhof kommen, geführt war. Das ist ja im Zuge der Höherlegung in Richtung Güterbahnhof verschwenkt worden. Diese Brücke ist noch vorhanden. Direkt neben der Wittekindstr. liegend ist sie sonst nur so zugewachsen, das man sie im Vorbeifahren nicht wahr nimmt.

Gruß
Thorsten

Re: Modell im Industriemuseum

geschrieben von: Zauberer

Datum: 27.03.13 07:20

Was man dort sieht, ist die Brücke des ehemaligen Anschlußgleises zum Gaswerk. Von der Brücke der DHE-Strecke sind nur noch die Widerlager vorhanden. Die eigentliche DHE-Brücke befand sich ein paar Meter unterhalb des heute noch vorhandenen Brückenrests des ehemaligen Anschlussgleises.

Re: Zu den DHE-Wagen

geschrieben von: Andreas Wagner

Datum: 27.03.13 20:24

Der vordere rot-beige Wagen ist der 841 der DHE. Es handelt sich dabei um einen BCi-28, der wahrscheinlich während des Krieges als Wagen 5 (2. Besetzung) zur DHE gekommen war. Gebaurt wurde das Fahrzeug 1928 bei LHB. Die erste Hauptuntersuchung bei der DHE datiert 25.10.1946. Zudem heißt es in einer Wagenakte unter der Jahreszahl 1946: "Schäden des Fliegerbeschusses beseitigt. Schußlöcher geschweißt und Wagen gestrichen. Scheiben erneuert. Hauptuntersuchung." Das Fahrzeug ist nach 1965 ausgemustert worden. Spekuliert wird über einen evtl. Verkauf an die Bundeswehr in Dünsen.ä

Dahinter läuft der Wagen 630 (urpsr. Wagen 4 in 3. Besetzung bzw. 651). Der Wagen kam 1944 von der Verden - Walsroder Eisenbahn und wurde für diese vmtl. 1910 von Hawa gebaut. Usprünglich lief das Fahrzeug als BCi, wurde 1951 dann aber zum Ci. Die Umlackierung auf rot-beige fand 1958 statt. Auch dieser Wagen stand 1965 noch im Einsatz. Danach verlieren sich die Spuren.

Gruß
Andreas

Bliebe nur eine Frage: was ist das für ein Zug?

geschrieben von: Zauberer

Datum: 28.03.13 10:41

Ein Sonderzug? Oder wurden die Wagen hin und wieder an die DB vermietet?
Direktverbindungen von Harpstedt aus in Richtung Oldenburg/Bremen/Bramsche gab es ja m.W. nach dem II. Weltkrieg nicht.

Re: Modell im Industriemuseum

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 28.03.13 16:53

Ah, vielen Dank für die Aufklärung. Und wenn ich mir jetzt mal das Bild auf S.48 des Kenning-Buches von der Kurve anschaue, bestätigt sich das. Unglaublich, das diese Brücke noch vorhanden ist. Meine Frau, eine gebürtige Delmemhorsterin, kann es sowieso nicht glauben, das es dort mal so aussah.

Gruß
Thorsten
Peter Köster versucht das noch mal rauszubekommen. Die Aufnahme ist am 31.05.1966 entstanden und die Lok ist die 38 3753 vom Bw Bremen Hbf.

Die beiden letzten Personenwagen der DHE sind zum Schluß nur noch selten zum Einsatz gekommen. Einen regelmäßigen Einsatz in DB-Zügen hat es jedenfalls soweit mir bekannt nicht gegeben. Umgekehrt kamen in den 1920er-1940er Jahre regelmäßig Personenwagen bzw. ganze Personenzüge der Reichsbahn auf der DHE zum Einsatz. Zunächst waren dies "Kurswagen" von Bremen Hbf nach Harpstedt an Sonntagen bzw. während des 2. Weltkrieges Arbeiterzüge von Langwedel nach Adelheide.

Die DHE eigenen Personenwagen kamen Mitte/Ende der 1960er Jahre auch im Rahmen von Sonderfahrten Jahre zum Einsatz. So zum Beispiel am 12.06.1965 im Rahmen einer Sonderfahrt der Eisenbahnfreunde Hannover, die nach Lemwerder und Harpstedt führte. Hier steht der Wagenpark bestehend aus den Personenwagen 630, 841, Packwagen 932 und einem holländischen G-Wagen in Lemwerder während die Dampflok 353 gerade umsetzt.

http://img705.imageshack.us/img705/391/00662web.jpg

Re: Bliebe nur eine Frage: was ist das für ein Zug?

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 28.03.13 20:46

Lemwerder? Das ist ja auch schon wieder eine Kostbarkeit!

Gruß
Thorsten

Re: Bliebe nur eine Frage: was ist das für ein Zug?

geschrieben von: Altona

Datum: 28.03.13 20:54

Hallo Andreas,

dieser Beitrag wird ja immer besser. Jetzt noch dein lemwerder-Bild. Wahnsinn!
Gibt es von dort noch mehr? Das sind echte Raritäten.
Gerne auch größer in der Auflösung.

Bin morgen wieder auf der anderen Weserseite in der alten Heimat. Ob ich mir den jetzigen Zustand des "Bahnhofes" Lemwerder aber antuen sollte?

Gruß aus Altona

Oliver
Lemwerder hat sich ja leider stark verändert. Das Bahnhofsgebäude hinter Lok 353 musste später dem Deichbau weichen. Heute gibt es dort keine Eisenbahn mehr...

http://img705.imageshack.us/img705/2585/00660web.jpg

Re: Bliebe nur eine Frage: was ist das für ein Zug?

geschrieben von: Altona

Datum: 28.03.13 21:24

Hallo Andreas,

das ging ja schnell. Vielen Dank für das Bild aus Lemwerder!
Gibt es aus der Serie noch mehr? Ich würde mir gerne einmal das damalige Empfangsgebäude auch ohne Fahrzeuge davor ansehen. Oft ist es leider nicht abgelichtet worden. Schon gar nicht in Farbe.

Ja, Lemwerder ist wohl in Sachen Eisenbahn für immer passé :-(

[www.jan-harpstedt.de]

Die Abrissarbeiten sind übrigens gut auf den Bing-Luftbildern zu sehen: [binged.it]

Oliver



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:28:22:10:35.

Du alter Sack! ;-)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 28.03.13 23:13

Sage ich mal im freundlichen Sinne. Wir jammern uns hier die Seele aus dem Leib, um alte Bilder von der Bahnstrecke nach Lemwerder zu sehen, weil es kaum welche gibt und niemand welche kennt. Und Du schüttelst mal eben nebenbei eins aus dem Ärmel...tzzzz.

Ach ja, könnten wir vielleicht einen Nachschlag haben? Wäre wirklich schön (für viele hier)!

PS: Mit dem alten Sack nicht persönlich und wortwörtlich nehmen. ;-)

Re: Bliebe nur eine Frage: was ist das für ein Zug?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 28.03.13 23:15

Danke für die beiden tollen Bilder, Andreas!

Re: Bliebe nur eine Frage: was ist das für ein Zug?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 28.03.13 23:19

Oha, dann sind die Aufnahmen ja ganz frisch. Danke für den Link! Wollte mir eigentlich noch ein paar Luftbilder vom alten Streckenzustand speichern.

Ja ja, die sind dort in Lemwerder schon ganz schön kurzsichtig gewesen. Einfach so die Strecke aufzugeben. Nicht nur aus Gründen des Güterverkehrs, der vielleicht in 5 oder 10 Jahren dort wieder eine realistische Chance haben könnte. Nein, auch wegen "Jan Harpstedt" als einmalige und unwiederbringbare Touristen-Attraktion!

Re: Bliebe nur eine Frage: was ist das für ein Zug?

geschrieben von: Altona

Datum: 28.03.13 23:23

Schau bei Google Maps rein. Dort sind noch Bilder mit den Gleisanlagen: [goo.gl]

Re: Bliebe nur eine Frage: was ist das für ein Zug?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 28.03.13 23:30

Danke, werde dann aber den Niedersachsennavigator nehmen!

Re: Du alter Sack! ;-)

geschrieben von: Andreas Wagner

Datum: 29.03.13 09:56

Na gut, eins habe ich noch aus der Gegend...

http://img10.imageshack.us/img10/1659/00659web.jpg

An der Stelle der Schuppen müsste sich der P&R-Platz befinden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:03:29:09:59:15.

Re: Bliebe nur eine Frage: was ist das für ein Zug?

geschrieben von: Zauberer

Datum: 29.03.13 13:56

Der Gleisabbau war zum einen ein Wahlversprechen zur Kommunalwahl. Andererseits gab es handfeste Gründe dafür, den Streckenverlauf generell zu verändern. Und dazu gehört die direkte Einführung des Gleises ins Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Flughafen. Das erspart das Kopfmachen im alten Bf. Lemwerder.

Danke - sensationelle Bilder, sensationelle Fotos

geschrieben von: Zauberer

Datum: 29.03.13 14:05

...wenn ich mir überlege, aus was für z.T. qualitativ schlechten Bildern, Erinnerungen von mir und von anderen und Kartenschnippseln ich einen Gleisplan von Lemwerder aus den 1960ern rekonstruiert habe...

zwischen 1960 und 1980...

geschrieben von: Zauberer

Datum: 29.03.13 14:10

...sind nach meiner Zählung etwa 150 Häuser in der Delmenhorster Innenstadt sowie im Bahnhofsbereich und der Nordwolle abgebrochen worden. Man ging damals davon aus, die Stadt würde bald mehr als 100.000 Einwohner haben und wollte autogerecht bauen.

Re: zwischen 1960 und 1980...

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 29.03.13 20:23

Ich weiß, Delmenhorst in der Nachkriegszeit ist ein Paradebeispiel für die Bausünden der 60er Jahre. Die haben damit die ganze Stadt kaputt gemacht und jetzt rächt es sich. Damals war man sozusagen "voll auf Auto" und Beton. Das, was man z. B. in Bremen mit der Mozarttrasse (mitten durchs Viertel) machen wollte, hat man im kleinen in Delmenhorst z.B. mit der Gartenstr. gemacht. Oder der Friedrich-Ebert-Allee. Was hat man da alles platt gemacht.

Und das waren auch noch alles die "Sozen"! (o.w.T)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 29.03.13 21:19

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

???

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 29.03.13 21:22

Habe ich etwas verpasst?

Geschenk zur Kommunalwahl? Von wem an wen?

Direkte Einführung ins Flughafengelände war immer geplant?

Quellen für diese Thesen wären nicht schlecht!

Re: ???

geschrieben von: Zauberer

Datum: 30.03.13 21:38

Dazu haben wir genügend im Museumsbahnforum geschrieben und da wurde auch einiges an Quellen dazu verlinkt.

Einer der allerwichtigsten Gründe für den abbau er Gleise ist jedoch die zwingend notwendige Anhebung der Schartschwelle des Deichschaarts am ehemaligen Bahnhof. Zur Zeit ist es so, dass das Deichschaart bei jeder Sturmflut, die höher als 180 cm über dem normalen Tidehochwasser aufläuft geschlossen werden muss, obwohl sich davor unmittelbar ein Fähranleger ein Hubtor befindet. Kann das Hubtor aus irgendwelchen Gründen bei einer Sturmflut nicht geschlossen werden, so dringt das Wasser sehr schnell an den Deich vor und würde durch das nicht geschlossene Deichschaart dann ins Hinterland fließen.
Die Schließung des Deichschaarts selber ist recht kompliziert und kann nicht einfach auf die Schnelle von ein oder zwei Personen durchgeführt werden. Es sind nämlich sehr viele Einzelteile einzusetzen. Wenn nun die Schwelle deutlich angehoben werden kann - die Bahnanlage war da das Hindernis - muss nicht bei jeder kleinen Sturmflut das Schaart geschlossen werden.

Sollte es wider erwarten doch zur Anwerbung von Kunden auf dem ehemaligen Flughafengelände kommen, ist eine direkte Einführung der Gleise unmittelbar hinter dem BÜ Tecklenburger STr. möglich. Die Flächen hier befinden sich in öffentlichem Besitz. Durch diese Anbindung entfällt die bisher notwendige Sägefahrt über den alten Bhf. Lemwerder; das ist auch einer der Gründe, warum der Abbau vom Eisenbahnbundesamt begrenzt wurde. Ob es zu einer Reaktivierung überhaupt jemals kommt, ist fraglich, da auf der Strecke erhebliche Investitionen notwendig sind. Vor allem südlich von Altenesch sind erhebliche Baumaßnahmen beim Unterbau notwendig. Zudem sehen die Planungen zur B212n keine Kreuzung in Deichhausen vor, sondern eine Unterbrechung der Strecke.

Re: Zustand Oberbau

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 31.03.13 00:11

Ich gehe eigentlich mehrmals im Jahr den größten Teil der Strecke zu Fuß ab. Inzwischen sind eigentlich ALLE Schwellen ab Hasbergen mehr oder weniger Torf. Es würde absolut nicht reichen, einige auszuwechseln. So viel Frachtaufkommen muß man erst mal an Land ziehen, um die Strecke komplett durcharbeiten zu können. Ich weiß nicht, was (und ob überhaupt) es für Pläne oder Gedanken seitens der Verwaltung gibt aber z. B. einen Radweg halte ich im Moment für wahrscheinlicher als eine Reaktivierung. Raus muß der Oberau wohl sowieso. So sieht es leider aus.

Re: Zustand Oberbau

geschrieben von: Zauberer

Datum: 31.03.13 15:08

Schienen und Schwellen sind zuletzt in den 1970er Jahren ausgetauscht worden. Damals haben aber allein die Landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaften in Altenesch und Hasbergen jeweils jährlich rund 10.000 t Fracht per Bahn umgeschlagen. Hinzu kam der Altölhändler in Hasbergen, der 1985 noch eine neue Verladanlage errichtete, die Güterabfertigung in Lemwerder sowie der Anschluss zur Lürssen-Werft sowie zum Flugzeugwerk. Seit 1995 sind alle Anschließer verschwunden und konnten auch nicht zurückgewonnen werden.
Hinzu kommt, dass in Lemwerder für sehr viel Geld der Landeshafen Ochtum am Ochtumsperrwerk ausgebaut worden ist. Für überlange Schwertransporte ist der Wasserweg mit Sicherheit der Richtige.
Unternehmen, die sowohl einen Bahn- als auch einen Schiffsanschluss benötigen werden wohl eher aufs alte Vulkan-Gelände in HB-Vegesack gehen. Dort ist beides vorhanden, einen Autobahnanschluss hat man dort auch.
Hallo!
Beim stöbern in einem Buch über Bagger, hier speziell über Atlas-Bagger ist mir folgendes Foto aufgefallen. Was fällt Euch daran auf?

Gruß
Thorsten

http://img849.imageshack.us/img849/6360/delmenhorst.jpg

Re: Beim stöbern gefunden - Bilderrätsel zum Sonntagabend

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 14.04.13 21:09

Damals hieß Atlas eben noch nicht Terex.
Es ist auch kein Zweiwegebagger, die haben glaub ich die 1604-Bezeichnung.
Könnte das Hochhaus das im "Bermuda-Dreieck" am Fuhrenkamp sein?

Beste Grüße, Marek
Terex heißen die auch nicht mehr. Und wenn es das Hochhaus wäre, wo und was macht der Bagger gerade?

Nach den mir jetzt zur Verfügung stehenden Unterlagen

geschrieben von: Zauberer

Datum: 15.04.13 11:48

...handelt es sich bei dem großen Gebäude um die Dienststelle der Bahnmeisterei Delmenhorst. Nach der Höherlegung der Bahn und der Verlegung der Bahnmeisterei an die Weberstraße wurde das Gebäude abgebrochen.
Was ich bisher auch nicht wusste: Der BÜ Asternstraße hatte einen eigenen Schrankenposten - das Gebäude des Postens befand sich kurz vor den heute noch stehenden Schrankenbäumen an der östlichen Seite der Asternstraße.
Das ist ja bei der Schrott-Firma Schminke - das war der allerletzte Kunde an der alten Ladestraße zwischen Asternstraße und der heutigen Nordenhamer Straße. Noch in den 1990ern ging da fast tagtäglich ein Waggon ab.
Genau!
Wenn man auch fast nichts eisenbahnmäßiges auf dem Bild sieht, so hat es mich doch überrascht und ich wollte es einfach mal mitteilen. Die Aufnahme wird in den 70er entstanden sein, vielleich ziemlich am Anfang.
Wann wurde denn das Hochaus gebaut?
Da kann ich nur raten... Anfang der 1970er war es bereits da.

Die Alten Stellwerke in Delmenhorst

geschrieben von: Zauberer

Datum: 15.04.13 15:46

Bis zur Höherlegung der Bahn gab es in Delmenhorst zwei Stellwerksbereiche

1. Fahrprüfungsbezirk Delmenhorst Personenbahnhof
Dazu gehörten
1.1. Delmenhorst Personenbahnhof West (Dpw), Standort: Schrankenposten Mühlenstraße
1.2. Delmenhorst Personenbahnhof (Dpf), Standort: Schrankenposten Stedinger Straße
1.3. Delmenhorst Personenbahnhof Ost (Dpo), Standort: Hasberger Straße, Zugleich Trennungsbereich der Lemwerderbahn und Schrankenposten Hasberger Str.
1.3.1. Schrankenposten Asternstraße

2. Fahrprüfungsbezirk Delmenhorst Güterbahnhof
2.1. Delmenhorst Güterbahnhof West (DGw), Standort: unmittelbar östlich Brücke Hoyersgraben.
2.2. Delmenhorst Güterbahnhof (DGf),: Standort: heute Delmenhorst Bf.
2.2.1. Schrankenposten Heidkrug

Wohin der Schrankenposten Stedinger Straße (Hansa) gehörte, habe ich nicht klären können. Vermutlich nach Dpw, denn das war zumindest räumlich gesehen das zuständige Stellwerk. Die Frage wäre: wurde der BÜ privat bedient oder durch das Zugpersonal? Letzteres wäre denkbar, denn die DB-Lok durfte ca. 100 m weit in das Werksgelände hinein fahren, um umzusetzen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:04:15:15:52:47.

Re: Die Alten Stellwerke in Delmenhorst

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 15.04.13 17:18

Du meinst aber Delmenhorst Df statt Bf?

Re: Die Alten Stellwerke in Delmenhorst

geschrieben von: Zauberer

Datum: 15.04.13 19:44

Df entstand als Neubau an der Stelle des alten DGf. Die übrigen Stellwerke entfielen nach der Höherlegung der Bahn und wurden abgebrochen.