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140 706 (8+ B.)

geschrieben von: Nobbi

Datum: 30.10.12 22:42

In seinem jüngsten Beitrag über das AW Opladen zeigt "KOPLX" ein Foto der 140 706, wie sie anläßlich ihrer HU von 1989 gerade an ein paar Stellen Lackausbesserungen erhalten hat. Dazu fiel mir mein Besuch in Cottbus 1997 ein, als sie dort kurz vor Vollendung der HU ebenfalls mit Lackausbesserungen eine kurze Probefahrt aus dem AW heraus absolvierte. Da ich einige Fotos zu dieser Lok zeigen kann, möchte ich daraus einen eigenen Beitrag machen, zumal auch Fragen vorhanden sind.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre 140 706 eine von vielen (maximal 879) Loks der Gattung E 40. Allerdings ist zumindest mein Kenntnisstand, dass mit dieser Lok ein Schnitt in der Serienlieferung eingeleitet wurde. Sie war nach (oder vor?) 140 362 Baumuster für die letzten Lieferserien 140 757-879 der Baujahre 1970-1972, die fortan u. a. folgende Ausstattungsmerkmale aufwiesen:
• Vielfachsteuerung
• Verschleißpufferbohlen
• Führerstandsbelüftung
• Klatte-Vorläufer-Lüftergitter

Diese 123 Serienloks sowie der Einzelgänger 140 706 waren dadurch äußerlich gut von den anderen 140/139 zu unterscheiden. Vor allem die Gestaltung mit eingezogenem Rahmen und Verschleißpufferbohle sowie Klatte-Vorläufer-Lüftergitter wirkte sich auf mutmaßliche Unfallloks (nach 140 362 auch 140 083, 196, 577 sowie 150 006) ebenso aus, wie auf die letzte Lieferung der Baureihe 150 (156-194, Baujahre 1971-1973). Letztlich wurde bei den Baureihen 111 und 151 die Verschleißpufferbohlenvariante fortgeführt.

Die (für mich) ungeklärten Fragen an der Stelle sind:
Wurde 140 706 bereits mit diesem Lokkasten und Verschleißpufferbohlen ausgeliefert oder erhielt sie diese (wie auch zu lesen ist) erst anlässlich einer Unfallausbesserung?
Dann wäre ihr Ausnahmestatus nämlich weitgehend aufgehoben und die nächste Frage geklärt:
Wurde 140 362 vor oder nach 140 706 mit dieser Lokkastenform und Verschleißpufferbohlen ausgerüstet (soweit bekannt nach einem Brand)?

Bevor wir zu den Fotos kommen, hier noch der Lebenslauf der zeitlebens grünen 140 706 mit den Hauptuntersuchungen, soweit ich diese recherchieren konnte (siehe auch www.revisionsdaten.de):

Henschel 31276/68
Abn. (Opl?) 09.01.69
U3 Opl 13.01.75 grün
U2 Opl 15.10.81
E2.4 KOPLX 10.03.89
E2.0 BCSX 20.05.97
z und + 15.08.03
++ 01.-02.09.03 Bender Opladen

Eine weitere Frage stellt sich sofort: Wurde 140 706 tatsächlich bereits 6 Jahre nach der Abnahme neulackiert? Kennt jemand das Aussehen der Lok vor dieser ersten HU? Für so eine frühe Neulackierung kommt eigentlich nur ein Unfall oder Brand in Frage, was dann die Option eines neuen Lokkastens mit Verschleißpufferbohlen ab diesem Zeitpunkt wieder ins Spiel bringt. Dennoch ist es doch erstaunlich, dass 140 706 noch grün lackiert wurde, obwohl ozeanblau-beige beschlossene Sache war und 140 162 auch wenig später (26.02.75) als m. W. erste Einheitsellok das AW Freimann im neuen Design verließ. Allerdings gab es in den Folgemonaten des Jahres 1975 weitere Umlackierungen in alter Farbe. Ein wenig für die Aufrechterhaltung des Sonderstatus der 140 706 spricht immerhin, dass sie die letzte Lok eines Henschel-Lieferloses war und folglich durchaus als Experimentierfahrzeug herhalten konnte.

Mein erstes Foto der 140 706 zeigt die Lok ziemlich dreckig im Bw Hamm. 1983 besaß sie Klatte-Lüftergitter der Serienausführung und ein geschlossenes Seitenfenster (Festfenster), was tatsächlich ein Indiz für eine Neulackierung sein könnte. Außerdem wurde bereits der UIC-Stirnwandaufstieg angebracht, der mit dem teilweisen Verlust des Trittrostes einherging. Auch fehlt bereits die Packwagensteckdose unterhalb des Trittrostes und die Führerstandsziffern müssten ursprünglich in Höhe der Fenster der Führerstandstüren angebracht gewesen sein:
http://www.lokfotos.de/fotos/1983/0714/02432.jpg

Vier Jahre später traf ich die Lok in ihrem Heimat-Bw Oberhausen-Osterfeld Süd von der anderen Seite an. Das Aussehen hatte sich seit 1983 nicht mehr geändert, aber die Lok machte einen "glänzenden" Eindruck:
http://www.lokfotos.de/fotos/1987/0808/07923.jpg

Diese ersten beiden Fotos werden eingerahmt von der 81er- und der 89er-Hauptuntersuchung der Lok. Wie das Foto von "KOPLX" zeigt, wurden wahrscheinlich bei der 89er-HU die Festfenster durch Klatte-Fenster ersetzt. Außerdem wurde das Führerstands-Ornat entfernt, welches für sich alleine bereits Lackausbesserungen in diesem Bereich heraufbeschwor. Diese Lackausbesserungen von damals sind 1996 noch zu erkennen, als ich 140 706 erneut im Bw Hamm antraf:
http://www.lokfotos.de/fotos/1996/0405/25393.jpg

Damit das "+" im Thema Sinn macht, hier zwei Ausschnittsvergrößerungen des vorhergehenden Fotos. Von der linken Rahmenanschrift kann ich kaum etwas entziffern. In der unteren Zeile steht "Isolierung PVC", die mittlere Zeile kann ich nicht interpretieren und in der oberen Zeile entziffere ich nur "Anstrich-........ bis"; dann folgt wahrscheinlich der Monat und das Jahr, welches ich tatsächlich als "75" deuten könnte. Auch noch (oder wieder?) aufgebracht zeigen sich die Hersteller-Logos des elektrischen und mechanischen Teils:
http://www.lokfotos.de/fotos/1996/0405/25393a.jpg

Die rechte Rahmenanschrift enthält neben dem aktuellen REV-Kasten mit dem Datum "Opl 10.3.89" und dahinter zwei "V" für jeweils einjährige Fristverlängerungen auch einen älteren REV-Kasten, bei dem mich außerstande sehe, noch etwas vom einst eingeklebten HU-Datum erkennen zu können. Außerdem stechen die seinerzeit über dem Drehgestell angebrachten gelben Punkte ins Auge, dessen Bedeutung mit nicht bekannt ist. Beheimatet ist die Lok inzwischen beim GB Traktion in Hagen:
http://www.lokfotos.de/fotos/1996/0405/25393b.jpg

Ein gutes Jahr später wurde 140 706 zu einer weiteren HU ins AW Cottbus eingezogen. Fast zwei Wochen vor Abschluss der E2 zeigte sich die Lok auf der DREHSCHEIBE des Werkes. Hier sehen wir auch den Auslöser dieses Beitrages: Fast wie 1989 erhielt die Lok auch diesmal einige Lackausbesserungen im Bereich der Führerstände. Noch ist es allerdings die Grundierungsfarbe. Den "GB Traktion" gibt es wohl schon nicht mehr:
http://www.lokfotos.de/fotos/1997/0507/32138.jpg

Die Lok verließ auch kurz das Werksgelände aus eigener Kraft, bevor die endgültigen Lackschichten aufgebracht wurden:
http://www.lokfotos.de/fotos/1997/0507/32139.jpg

Seit Beginn meiner Digitalfoto-Zeit konnte ich 140 706 noch dreimal antreffen. Knapp 5 Jahre nach dem letzten Foto steht die Lok ganz manierlich im ehemaligen Bw Köln-Eifeltor. Die Lok trägt das HU-Datum von 1997 und weiterhin die gelben Punkte. Dort wo "GB Traktion" 1997 schwarz überpinselt, steht inzwischen "DB Cargo":
http://www.lokfotos.de/fotos/2002/0413/b0485.jpg

Ein gutes Jahr später treffe ich 140 706 in "meinem" und ihrem Heimat-Bh Gremberg an. Zwei Tage zuvor wurde die Lok ausgemustert, entsprechend desolat ihr Gesamteindruck. Die gelben Punkte sind weg, die Pufferteller wirken aber frisch eingefettet (für die letzte Schleppfahrt nach Opladen?):
http://www.lokfotos.de/fotos/2003/0817/c2395.jpg

Schließlich landete 140 706 bei Bender in Leverkusen-Opladen auf dem Schrott. Am frühen Morgen des 02.09.03 war die Lok schon weitgehend ausgehöhlt. Sie dürfte diesen Tag nicht überlebt haben:
http://www.lokfotos.de/fotos/2003/0902/c2453.jpg

Damit endet meine Geschichte der 140 706, die ich leider nicht von Anfang an dokumentieren kann. Ich hoffe, es ist tatsächlich jemand anderes in der Lage, die ungeklärten Zusammenhänge zwischen dem Aussehen der Lok und ihrem Umfeld zu klären.

Re: 140 706 (8+ B.)

geschrieben von: HK50

Datum: 30.10.12 23:06

Eine kleine Ergänzung zu dieser Lok aus Kreiensen, danke für diesen Bericht
Begegnung mit 1116 085


http://www.abload.de/img/1407061116085ryjrh.jpg

Im Prellbockgleis am Stellwerk Kf

http://www.abload.de/img/140706amprellbockd6j3f.jpg

Übergabe Kreiensen - Seelze

http://www.abload.de/img/140706nachseelzezrjx3.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:10:30:23:14:07.

Zustand 27.08.1972

geschrieben von: Peter Bäuchle

Datum: 31.10.12 00:12

morsche

am 27. August 1972 fuhr die Lok vor D 1161 durch Murnau in südlicher Richtung. Nichts an dieser Lok lässt den Schluß zu, es sei eine Sonderausführung: ohne Regenrinne "gibt" sie ganz "die hässliche 140er": alte runde Lüfter, alte Pufferbohle und alte Frontfenster.
Am FR zeige ich einen Jahresrückblick 1972 mit 200 Dias: da hatte sie keine Chance - so (stink-) normal wie sie war...

mfg
Peter Bäuchle

Wenn man etwas pflegt, dann wartet man es.
Wir machen das anders: wir warten bis es kaputt ist !


Freiheit hört da auf, wo soziale Verantwortung der egoistischen Vorteilsnahme untergeordnet wird !

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Die Lok hatte einen schweren Unfall 1973 !!! >>>

geschrieben von: Hilger Duisburg

Datum: 31.10.12 01:30

Und zwar einen leider ziemlich schweren Unfall (Aufstoss) irgendwo im Ruhrgebiet,
der sicherlich Personenschaden zur Folge hatte und eigentlich einen Totalschaden der Lok.
Die Lok wurde dabei derart geknickt, dass die inneren Räder nicht mehr den Boden berührten
und beide Führerstände komplett zerstört wurden.

Der Reihe nach:

Ich habe mich zwar weitgehend aus dem aktiven Geschäft hier zurückgezogen,
aber in diesem Falle möchte ich mich noch mal einmischen,
weil ich die Lok 140 706 ganz zufällig im Jahre 1973 im Bw Osterfeld als UNFALLLOK angetroffen habe
und drei Bilder von ihr gemacht habe, obwohl mein Aufpasser/Begleiter dieses untersagt hatte ...

Und genau hier gehören diese Aufnahmen jetzt hin,
also bitte: Drei Schwarz- weiss- Bilder aus dem Jahre 1973, ich habe leider kein Datum,
halte es aber für wahrscheinlich, dass die 1975-er HU diejenige nach dem Unfall war,
dass also fast zwei Jahre lang an der Lok gebastelt wurde, um sie wieder auf die Beine zu stellen
mit einem neuen Rahmen (der Rahmen der Unfalllok ist zum V geknickt und beidseitig gestaucht!)
und mit einem neuen Lokkasten, was eigentlich einem Neubau gleichkommt,
damit klären sich also einige der oben aufgeworfenen Fragen.

Freundliche Grüsse aus Duisburg
von

Hans Hilger

http://www.lokbildarchiv.de/DSO101.jpg

.
http://www.lokbildarchiv.de/DSO102.jpg

.
http://www.lokbildarchiv.de/DSO103.jpg

.

Re: Die Lok hatte einen schweren Unfall 1973 !!! >>>

geschrieben von: Frank St.

Datum: 31.10.12 07:55

Moin,

das passt ja dann: Wir haben es faktisch mit "140 880" zu tun. Was auch dafür spricht, ist die Aussage, dass das Original eine Henschel-Lok gewesen sei, am Rahmen der "Version 2.0" aber Krupp-/AEG-Fabrik-Aufkleber sich befinden. Damit, wenn man mit solchen Beklebungen nicht nachlässig umgegangen ist, sieht es tatsächlich nach einem weitgehenden Neubau durch die Industrie aus.

Grüße
Frank

140 mit neuen Lokkästen

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 31.10.12 10:31

Hallo Nobbi,

schön, dass du das Thema um die 140 706 noch mal aufgegriffen hast. Durch die Ergänzung von Hans Hilger ist ja nun klar, dass sich die 706 nicht ab Werk mit Verschleißpufferbohle präsentierte. Die von mir ohnehin stets mit einem dicken Fragezeichen versehene Annahme, dass es sich um eine Art Prototyp für die spätere Ausführung ab 140 757 handelt, ist damit eindeutig widerlegt. 140 757 war die erste Maschine mit Verschleißpufferbohle und Vielfachsteuerung.

Wo für den Wiederaufbau von Unfall-Loks neue Lokkästen benötigt wurden, wurde ab 1970/71 eben die neueste Ausführung von der Industrie geliefert, denn nur noch dafür gab es die passenden Fertigungsvorrichtungen. Insgesamt wurden fünf Unfall-Maschinen mit diesem neuen Kasten wiederhergestellt: 140 083, 196, 362, 577 und eben 706, davon allerdings nur die 196, 362 und 706 mit Wendezugsteuerung.

Schönen Tag noch,
Ulrich B.

Alle 5 "Sonderlinge" waren...

geschrieben von: Plumps

Datum: 31.10.12 11:35

..unterschiedlich.

140 083: kL; HzSt; kWz

140 196: L; kHzSt; Wz

140 362: L; HzSt; Wz

140 577: L; HzSt; kWz

140 706: L; kHzSt; Wz und Schneeschaufeln

Zeichenerklärung:

L = Der kleine Lufteinlaß für die "Scheibenklaranlage"

HzSt = Heizungsstecker

Wz = Wendezugsteuerung

k = keine

Viele Grüße

Justus

Re: Krupp ./. Henschel

geschrieben von: Vilsa

Datum: 31.10.12 13:07

... Danke für den Hinweis - das kam mir auch spanisch vor - und ich habe zwei mal vor- und zurückgescrollt zwischen den Fahrzeugdaten (Hersteller: Henschel) und den Bildern (Aufkleber AEG/Krupp).
Aber das mit dem "Neu-"Aufbau nach dem schweren Unfall rundet dann ja das Bild ab!

Vielen Dank für diesen interessanten Lebenslauf.
Gruß aus Bremen
Volker

Re: 140 706 (8+ B.)

geschrieben von: bw hildesheim

Datum: 31.10.12 19:33

Guten Abend Nobbi,

der Schriftzug "Anstrich-..." heißt komplett "Anstrich-Haftpflicht" oder "Anstrich-Gewährleistung". Die gelben Punkte über den Drehgestellen besagten etwas über ein besonderes Öl (Synthetiköl?) und dessen Behandlungsweise ("nicht ablassen" o. ä.) . Den genauen Wortlaut bekomme ich ad hoc aber auch nicht mehr zusammen. Vor ca. 15 Jahren liefen auch zahlreiche Seelzer 141 mit diesem Aufkleber.

Freundliche Grüße vom

bw hildesheim

Ein riesiges DANKE gebührt ALLEN Beteiligten !

geschrieben von: Klaus Ratzinger

Datum: 31.10.12 19:40

Hallo Leute,

hier haben wir mal wieder HiFo vom Feinsten. Ein toller Einstiegsbeitrag (Nobbi), gute Weiterhilfen (Ulrich und Justus) und ganz besonders die phantastische Klärung durch die Fotos (Hans Hilger).

Aber es sind ja noch nicht alle Fragen restlos beseitigt, deshalb habe ich jetzt mal die Loks in der Reihenfolge der HU mit ihren Besonderheiten zusammengestellt. Und siehe da, es passt von der Entwicklung, bis auf die 140 083, die mangels vorhandener REV-Daten schwer einzuordnen ist. Bei ihr erscheint einerseits die achtjährige Frist sehr lang (damals eher 5-6 Jahre), andererseits durch Neuaufbau möglich. Aber da ohne Nase ausgeführt muß sie vor der 706 gemacht worden sein. Die DB-Liste gibt als REV-Folge 2 3 2 2 3.4 an, das wären die Daten von ??(2) 68(3) 76(2) 83(2) 91(3.4). Also bliebe noch eine U3 in 1968, danach Unfall und eine U0/U3 mit neuem Kasten vielleicht ca. 70 bis 72. War sie die Probeausführung für die Serie ab 140 757? Schon Verschleißpufferbohle, aber noch ohne Nase ? Gibt es Fotos/Aufzeichnungen über diese Zeit ?

140 083 08.06.68? oder später, aber vor U2 23.06.76 gn keine Nase, WF später ?

140 577 14.11.72 gn Nase, Vorsatzscheiben

140 706 13.01.75 gn Nase, WF, Wz

140 196 26.09.75 ob Nase, WF, Wz

140 362 18.05.76 ob Nase, WF, Wz


Nase = Der kleine Lufteinlaß für die "Scheibenklaranlage"

Wz = Wendezugsteuerung

WF = weiße Frontfenstereinfassung



@ Nobbi: Die REV-Daten der 140 706 kann ich so bestätigen.

Bin gespannt auf weitere Egebnisse

Klaus



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:10:31:19:45:59.

Re: Ein riesiges DANKE gebührt ALLEN Beteiligten !

geschrieben von: Rolf Otte

Datum: 31.10.12 21:00

Einen schönen guten Abend zusammen,

alles was ich zu diesem Unfall der 140 706 habe, stand im Lok Report 05/73:

"Die 140 706-3 (Bw Osterfeld) befindet sich nach einem schweren Auffahrunfall in Oberhausen West in ihrem Heimt-Bw.

Ihre beiden Stirnseiten sind zertrümmert, die Führerstände zerstört und die Lok stark gestaucht."

Eben ein kleines Mosaiksteinchen.

Re: Ein riesiges DANKE gebührt ALLEN Beteiligten !

geschrieben von: Nobbi

Datum: 31.10.12 22:49

Das im Betreff geschriebene kann ich nur unterstreichen! Mit dieser detaillierten Aufklärung und noch dazu Fotos der Unfalllok habe ich wirklich nicht gerechnet.

Gar nicht bewusst geworden war mir das Krupp-Logo auf dem Rahmen, wo es doch ursprünglich eine Henschel-Lok war! D. h. die Lok hat etliche Jahre diese Unstimmigkeit öffentlich zur Schau getragen.

Zu der 140 083 hatte ich mal vor einiger Zeit ein Bild gezeigt, als sie mit Unfallschaden im Bh Gremberg stand und trotzdem nochmal aufgearbeitet wurde. Vielleicht wird ja der Unfall, der zum eingezogenen Rahmen mit Vp aber ohne Belüftungshutzen führte, doch noch geklärt werden.

Bei der Gelegenheit möchte ich noch 140 195 mit ohne Vp, aber Belüftungshutzen anführen, sowie 150 032 mit Belüftungshutze am Führerstand 1 und 150 159 in vr ohne Hutze am Führerstand 2.

Die 140 196, die 110 360 und die 044 405...

geschrieben von: Plumps

Datum: 01.11.12 09:51

...waren die 3 Loks, die an dem goßen Haufen in Marl - Sinsen beteiligt waren.

[www.drehscheibe-foren.de]

In dem Beitrag wird die Frage aufgeworfen:

"Manche Quellen im Internet geben für den Unfall fünf Todesopfer an; der EK hatte seinerzeit von 7 Todesopfern gesprochen."

5 Reisende + 2 Eisenbahner = 7 Personen

Viel Grüße

Justus

Re: Die 140 196, die 110 360 und die 044 405...

geschrieben von: HF 70439

Datum: 19.01.13 00:14

Hallo zusammen ! (vielleicht liest es ja noch jemand)

Ich habe da noch ein Datum aus dem Betriebsbuch der 140 083, das vielleicht/vmtl. zur Klärung beitragen kann:

U0 MF 8.6.71

Würde zeitlich passen, da die Lok damals noch mit angeschraubten Fabrik- und Bw-, ggf. auch DB-Schildern versehen wurde, ansonsten aber mit Abziehbildern .... berücksichtigend, dass bei größeren Unfallschäden die Lackierung etc doch ein gutes Stück vor der Wiederinbetriebnahme erfolgte ... . Mehr als interessant: die Lok trägt einen Anstrichsvermerk a la Opladen. Aber es kam schon mal vor, dass Unfall-Loks in einem AW mechanisch, im anderen dann elektrisch und end-abgenommen wurden (so hat auch das AW Bremen in den 70er Jahren E-Loks aufgearbeitet)

Zu den wieder aufgebauten Lokomotiven, die finanztechnisch in den Büchern gleichzeitig als Neubauten geführt wurden, ist noch 150 006 zu ergänzen (falls nicht schon irgendwo aufgeführt).

Viele Grüße
Henning