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 04 - Historische Bahn 

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vorab eine kleine Warnung, einen Teil der Aufnahmen dieses und der nächsten Beiträge hatte ich vor 5 Jahren schon einmal (allerdings in recht bescheidener Qualität) gezeigt. Da damals aber so mancher Scan einfach nicht gelingen wollte und ihm deshalb den Weg ins Forum verwehrt blieb, sollte auch für jene Mitstreiter, welche sich an die damaligen Beiträge erinnern können, genug neues Bildmaterial zu sehen sein



Hallo Leude,

Na das passt ja wie A…. auf Eimer. Kaum unterbricht der Pängelanton seine 1987er Berichtsreihe aus Sachsen, grätsche ich mit der 1982er Tour aus genau derselben Ecke ein. Es sei denn, da regt sich wieder Jemand über die ganzen Wessis auf die jene Aufnahmen zeigen, welche eigentlich gelernten Ostbürgern vorbehalten sein sollten, was für ein Dumpfug das!


Da ich mich bis Gestern mit dem kleinen blauen Spielmobil
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da
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und dort
http://www.michael-vau60.de/2012/201206/20120603/503.jpg
aufgehalten habe, erscheint dieser Bericht heute halt an zeitlich ungewohnter Stelle




Die DDR, Terra Incognita und gleichzeitig verlockendes Ziel für die meisten Dampfliebhaber war für Jemanden wie mich, der ja ohne Verwandtschaft vor Ort, ohne das passende Kleingeld fürs Interhotel oder mit einer natürlichen Abneigung gegen (nicht nur Inter-) Campingplätze dastand, nur schwer zu erreichen. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen oder einfach nur Glück haben und den Zufall walten lassen. Nun, der Zufall waltete. Ende 1981 bekam mein Patenonkel Besuch von einem ehemaligen Kriegskameraden samt Ehefrau, die, da beide schon im Rentenalter, in das Nichtsozialistische Ausland reisen durften und somit den Weg nach Marl fanden. Als meine Paten und ihr Besuch zu Kaffee und Kuchen bei uns vorbei schauten, kam das Gespräch irgendwann auch auf mein komisches Hobby.

'So so, Dampfloks also, nu die fahrn doch noch jeden Tag bei uns um die Ecke fünf Querstraßen weiter durch die Gegend.'' Gemeint waren damit die Teekessel auf Radebeul- Radeburg. ''Ach ja, das würde ich mir gerne mal anschauen, nur wie soll ich dahin kommen?''

Am nächsten Tag klingelte das Telefon, mein Patenonkel war am anderen Ende der Leitung. Ob ich denn zufällig ein halbes Stündchen Zeit hätte um mal eben bei ihm vorbeizuschauen? Klar hatte ich, schnell aufs Fahrrad geschwungen und fix in die Beamtenkolonie geradelt. Ohne Umschweife unterbreiteten die Vier mir einen Vorschlag, der mich zuerst sprachlos machte, anschließend aber elektrisierte. Da ich ja so gerne in die DDR fahren wolle, könnte man mich doch quasi adoptieren und den Hafenrichter als entfernten Neffen nach Radebeul einladen, ein total abgefahrener Gedanke (fanden besonders meine Eltern), der aber im Endeffekt funktioniert hat, mehrmals sogar! Ich bin mir nicht mehr sicher, ob man mich auch ohne den Verwandten-Kniff hätte einladen können, meine Gastgeber fanden diese Lösung aber anscheinend regelkonformer und eleganter. Bisher hatte ich von der DDR ja fast nur den Ostteil der geteilten Metropole kennen gelernt, das Schaufenster zählt im Nachhinein aber nicht wirklich als DDR. Nun sollte es zum ersten Mal mit dem eigenem Auto so richtig und in Echt über die Grenze gehen, das war schon eine recht (an)spannende Geschichte. Überwog zu Beginn der Anreise noch die Vorfreude auf König Dampf, wuchs mit jedem Meter Richtung Grenze die Anspannung. Spätestens hinter Zierenberg fing es im Bauch ganz leicht an zu grummeln, so ein Erlebnis war das damals für mich. Als ''erfahrener'' Transitreisender kannte ich Helmstedt/Marienborn und Drewitz/Dreilinden, als ebenso gestählter Ost-Berlin Besucher die Katakomben der Friedrichstraße, eine richtige Einreise war aber doch ein ganz anderes Kaliber. Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte ich mir ausgerechnet auch noch eine der scharfen Grenzübergangsstellen ausgesucht, die Güst Wartha/Herleshausen. Dass die da besonders penibel waren wusste ich zu dem Zeitpunkt ja noch nicht. 1982 hatte ich noch relativ Glück, nach einer Dreiviertel Stunde war der Spuk vorbei, bei folgenden Ein- und Ausreisen hat es mich auch schon mal schlimmer erwischt. Stunden später (na gut, länger als 2 Stunden hat es nie gedauert) inklusive eines arg gefledderten Autos (und das bei der Einreise!), Rücksitzbank, Türverkleidungen und Reserverad mussten anschließend mühsam wieder eingebaut werden. Dabei hat mir dann niemand von den Organen geholfen.

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Der Reisepass wurde mit diversen Stempeln und Wertmarken verschönt, rechts der obligatorische Stempel der Güst, darunter das Einreisevisum und darunter die Wertmarke für die 15 M Verwaltungsgebühr, in echt natürlich 15 DM. Nach der Ankunft in Radebeul ging es dann erstmal zum liebevoll Blockwart genannten Hausvertrauensmann, bei dem man sich als Gast ins Hausbuch einzutragen hatte. Am nächsten Morgen stand dann der nächste wichtige Verwaltungsakt an, die Anmeldung bei der VoPo. Dort gab es auch die nächsten Stempel mit der Aufenthaltsberechtigung sowie dem Visum gültig zur Ausreise aus der Deutschen Demokratischen Republik (wichtig, schließlich wollte ich ja irgendwann wieder heim). Oh Mann, was für ein Aufwand.

Am späten Vormittag war dann endlich alles erledigt und nun konnte es mit der Entdeckung eines doch ziemlich fremden, manchmal auch äußerst skurrilen Landes beginnen. Mit schwarz/weißem Denken kam man hier nicht weiter, es gab halt für alles mindestens sieben bis zehn verschiedene Sichtweisen. Bedrückend für mich war die hohe Uniformdichte im Land, ich wusste ja nicht, welche Uniform zu welchem Berufsstand gehörte und somit, wer mir Ärger machen konnte, wahrscheinlich aber alle. Erschüttert hat mich der Zustand der Bausubstanz abseits der Transitrouten, das war teilweise schon derbe. Dass man (auch alltägliche) Dinge kaufen muss wenn es sie zufällig mal gibt und nicht, wenn man sie braucht, bis dato unverständlich für mich, aber knallharte Realität für meine Gastgeber, die immer einen Einkaufsbeutel bei sich trugen. Beeindruckt hat mich dagegen, mit welch teilweise witzigen Ideen man dem Alltag auch seine positiven Seiten abgerungen hat. Bei einem meiner Besuche dort hab ich erlebt, wie man die Obrigkeit aufs Allerfeinste veräppelt und sie damit zum Handeln gezwungen hat. Der Straßenzustand damals war ja nicht unbedingt der Beste, in der Zufahrtsstraße zu meinen Gastgebern klaffte sogar ein so tiefes Loch, dass da locker ein halber Trabbi reingepasst hätte, mindestens, ehrlich ;)). Nachdem man mehrmals die Verwaltung angeschrieben hatte und nichts passierte, griffen sie zur Selbsthilfe. Man pflanzte schön bunte Blumen in das Loch und stellte ein Schild mit der Aufschrift Bürger schützt Eure Natur daneben, kaum zwei Tage später war die Straße repariert.

So, genug geschwafelt, hier kommt der Bericht




Sonntag, 23. Mai 1982


Bild 1 und 2)
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Während der Anreise Richtung Radebeul konnte ich es mir nicht verkneifen, in Nossen vorbei zu schauen und die kalten 35 1113 und 50 1298 abzulichten

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Montag, 24. Mai 1982


Bild 3)
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Da mich die Teekessel zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich interessierten, ging nach der Anmeldeprozedur zum nächstgelegenen Dampfschwerpunkt, Nossen war angesagt. Kaum dort angekommen ging es auch schon sofort los. Während 50 3551 vor dem P 15768 nach Riesa auf die Abfahrtszeit wartete, hatte es 50 3536 vorerst einmal geschafft, sie hatte zuvor den N 61348 (Meißen- Nossen- Döbeln) aus dem Elbtal herauf gewuchtet und zog nun zum Restaurieren Richtung Bw vor


Bild 4)
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Anschließend wurde der P 15768 bei Neubodenbach abgepasst


Bild 5)
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Da die Aufnahme der Weiterfahrt des N 61348 nach Döbeln (mit 50 3539) immer noch nicht vorzeigbar ist, folgt ein Stillleben aus Döbeln mit 110 880 sowie der rechts auf der Nossener Bahnhofsseite stehenden 110 323


Bild 6 und 7
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Der N 61348 war zwischenzeitlich in Döbeln angekommen und 50 3539 gönnte sich vor der nächsten Leistung noch einen ordentlichen Schluck Wasser

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Bild 8)
http://www.michael-vau60.de/2012/201206/20120603/008.jpg
Neben den Nossener Maschinen ließen sich auch Hilbersdorfer Dampfer in Döbeln blicken. Nur Blicken lassen? Nein, die Altbaumaschine 50 2407 wurde zum Aufnahmezeitpunkt sogar von der Est Döbeln aus eingesetzt, N 64337 (KMS Hilbersdorf- Döbeln)


Bild 9)
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50 3539 hatte sich mittlerweile vor den P 7774 (Döbeln- Leisnig) gesetzt und räucherte nun der Abfahrt entgegen


Bild 10 und 11)
http://www.michael-vau60.de/2012/201206/20120603/010.jpg

Den P 7774 wollte ich bei Klosterbuch abpassen, zuvor kam aber noch die 50 2407 mit dem N 62328 (Döbeln- Großbothen) vorbei gepoltert

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Bild 12 und 13)
http://www.michael-vau60.de/2012/201206/20120603/012.jpg

Die Rückleistung der 50 2407 nach Döbeln hörte auf den Namen N 62349 und wurde (oben) bei Leisnig, sowie im allerletzten Büchsenlicht bei Klosterbuch abgelichtet (unten). So, ich war für den ersten Tag trotz der motivlich nicht immer gelungenen Ausbeute mehr als zufrieden und zuckelte, mich peinlich genau an alle Verkehrsregeln haltend, zurück nach Radebeul, wo man sich wegen meiner langen Ausbleibezeit schon Sorgen gemacht hatte

http://www.michael-vau60.de/2012/201206/20120603/013.jpg



So, das war es für Heute. Schönes Restwochenende und Gruß aus Essen, Michael


Das DSO Inhaltsverzeichnis von Vau60, klicke >>hier<< für Beiträge aus Nordrhein Westfalen, und >>hier << für den Rest der Welt

http://www.michael-vau60.de/signatur/dla.jpg
[www.dampflokomotivarchiv.de]




7-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:31:07:13:19.
Schööön!

Vielen Dank, sowohl für die Bilder als auch für die athmosphärisch dichte Beschreibung!

Gruss von

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.
Hallo Michael,
danke für diesen lesens- und sehenswerten Beitrag!
Den damaligen Wahnsinn des geteilten Deutschland kann sich die jüngere Generation überhaupt nicht mehr vorstellen. Da finde ich es wichtig und richtig, daß solche Beiträge gezeigt werden. Meines Wissens war das Verwandtschaftsverhältnis bei Reisen in umgekehrter Richtung wichtiger, wobei meine Verwandten dabei auch (erfolgreich) gemogelt haben.

Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

was, schon zuende?

geschrieben von: 012 055-0

Datum: 03.06.12 15:18

Moin, Großer,

hätte gerne noch mehr und weiter gelesen und geschaut!

...es grüßt im 3/4 Takt
https://abload.de/img/012055-0fyug0.jpg
.
Fototaschenbilder bitte an diesen Beitrag anhängen:[www.drehscheibe-foren.de]


Verwandschaft

geschrieben von: NAch

Datum: 03.06.12 16:38

War gar nicht notwendig, jedenfalls nicht nach dem Viermächteabkommen (Willi Brandt und Walter Scheel), davor wohl schon.

Ganz gut hatten es die Bürger von Berlin- West (bzw Westberlin), die durften überall hin, wenn auch nur per Tagesvisum.

Längere Einreisen brauchten eine Einladung, sprich Visum. Nach Verwandschaft wurde da nicht gefragt, ich habe da einige machen können.
Zeitlich passte das ganz gut, kaum war die DB dampffrei, kam die DR in Reichweite. Als jedoch dort Schluss war, ging es leider nicht weiter...
Zum Fotografieren habe ich auch mal was geschrieben: [www.drehscheibe-foren.de]

Danke für die Bilder

Mit Berliner Grüßen

Achim
Link zu allen meinen Bildern in der Galerie: [www.drehscheibe-online.de]
Link zur Beitragsübersicht: (Hinweis: mit der Galerieumstellung zum 08.04.2017 führen einige Galerielinks in den Beiträgen in die Irre)
[www.drehscheibe-online.de]
Link Ottbergen April 1976 , Link Ottbergen Mai 1976
:-)) Al*i hat Donnerstag Reisetaschen.
Brauchen wir zwar im Moment nicht, aber >wenn< wir mal verreisen wollen, haben wir seit Donnerstag eine neue! :-)
Das ließe sich beliebig fortsetzen: Gartenschere, Scheibenwischerblättter, Sandalen, Partyoliven palettenweise bunkern...
Grüße
Ulrich

Ist heute so

geschrieben von: NAch

Datum: 03.06.12 17:05

kann man machen.
Wenn nicht, muss man es kaufen, wenn man's braucht.

Entscheidend war: Der zweite Satz war in der DDR nicht möglich. Denn wenn man's brauchte, gab es was anderes.

Ich finde die Beschreibung mit den staunenden Augen eines Westbürgers (Wessis gab es damals noch nicht) sehr gelungen.

Mit Berliner Grüßen

Achim
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Kann ich sehr gut nachvollziehen, deine Gefühle bei der Einreise in die DDR, Michael. Ganz genau so ging es uns damals. Wir hatten übrigens auch keine Verwandten dort, sondern "nur" Brieffreunde, aber die konnten uns einladen, woraufhin wir die Visa erhielten. Deine Ausbeute in Sachen Dampfloks war ja sehr ansehnlich. Ich habe nur ein paar Bilder klammheimlich vom Bahnhof Riesa machen können. Mehr Zeit war nicht drin bei unserem Tagesbesuch. Vielen Dank für deinen Beitrag und schöne Grüße vom
dampfgerd
...das ist doch heutzutage bei Modellbahnartikeln gang und gäbe!

Die Vertriebspraxis von L-Ree-ris, Mak-cme-tec und Konsorten erzwingt ja so ein Kaufverhalten!

meint
Michael, der Tunnelfreak


Zu dem Thema übrigens noch eine Anekdote:
Im vorwendischen Wernigerode entdeckte ich in einer Buchhandlung ein auch im Westen bekanntes und rezipiertes Lehrbuch, das ich gut gebrauchen konnte. Leider war der Umschlag eingerissen und der Einband angestoßen. Meine (aus Sicht eines Westbürgers harmlose) Frage, ob sie noch ein anderes, unbeschädigtes Exemplar vorrätig habe, brachte die Verkäuferin an den Rand der Fassungslosigkeit...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:06:03:19:29:17.

Klasse!

geschrieben von: Walsum5

Datum: 03.06.12 20:06

Nicht nur die Fotos gefallen, sehr schöner Bericht. Ich habe übrigens ähnliche Erfahrungen gemacht.

Viele Grüße,

Stefan
Hallo Michael,

da kann ich ja nur gespannt sein auf die Fortsetzung. Ich selbst bin zu dieser Zeit zwar viel umhergefahren, habe aber nur selten zum Fotoapparat gegriffen. Das hat sich erst Ende der Achtziger Jahre geändert...
An den Bildern kann man richtig hängen bleiben. Es gibt so viel zu entdecken. Und dankbar bin ich dir auch, daß du auch auf Diesel gehalten hast. :-)

Danke und Gruß aus Berlin.

Genau so war's !
Exakt in allen Details auch so erlebt und empfunden. Eine Beschreibung der Verhältnisse aus der Sicht eines Westdeutschen, wie sie besser nicht sein könnte. Da könnte man ein Buch drüber schreiben.
Vielen Dank für diesen teils amüsanten Beitrag.
Viele Grüße
Michael
Ja, ja, die Organe (in) der Ostzone! Darüber, insbesondere deren Verhalten gegenüber harmlosen Ef's, könnte man in der Tat einmal ein Buch verfassen. Wer gibt den Startschuss? Bei der GÜST Wartha habe ich rückblickend unter den gegebenen Umständen eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht - im Gegensatz zu meiner ersten und einzigen Ausreise via Hirschberg 1985.

GÜST

geschrieben von: 012 055-0

Datum: 04.06.12 14:01

Moin!

Am elegantesten war es bei uns immer in Helmstedt / Marienborn (Autobahn).
Nur als ich das erste Mal alleine fuhr, war ich in der Garage in Marienborn.
Vor einigen Jahren habe ich das Grenzmuseum an der ex GÜST mal besichtigt und fand die Garage immer noch irgendwie bedrückend.

Herleshausen / Wartha war bei uns gemischt.

Berüchtigt soll laut meinen Eltern aber Salzwedel gewesen sein.
Einmal sind sie auch über Worbis gefahren, das war auch sehr unangenehm!

...es grüßt im 3/4 Takt
https://abload.de/img/012055-0fyug0.jpg
.
Fototaschenbilder bitte an diesen Beitrag anhängen:[www.drehscheibe-foren.de]


G.P.O. schrieb:
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> Ja, ja, die Organe (in) der Ostzone! Darüber,
> insbesondere deren Verhalten gegenüber harmlosen
> Ef's, könnte man in der Tat einmal ein Buch
> verfassen. Wer gibt den Startschuss? ...

Das Buch gibts doch schon, von einem unter Verfolgungswahn leidenden Fotografen geschrieben.
dtlwinkler schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das Buch gibts doch schon, von einem unter
> Verfolgungswahn leidenden Fotografen geschrieben.

Deine Diagnose vermag ich mangels medizinischer Ausbildung nicht zu teilen, das erwähnte Buch gibt es aber hier:
[www.amazon.de]

Gruß,
Markus.

Berlin für Anfänger: Tiergarten ist ein Park, Tierpark ist ein zoologischer Garten, Zoologischer Garten ist kein Park. Alle drei sind Bahnhöfe.
AG Märkische Kleinbahn e.V. Berlin *** Meine HiFo-Bildbeiträge
http://www.abload.de/img/mkb-banner1000ye7dl.jpg



Moin Michael,

wie gerne bin ich auf Deine Reise mitgekommen und freue mich über die schönen Bilder, die Du hier zeigen kannst!

Als ich 50 2407 am 9.10.77 im Bw Nossen antraf, hatte sie noch ihre Quetschesse:

http://www.eisenbahnhobby.de/dr/85-33_502407_Nossen_9.10.77_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/dr/85-38_502407_Nossen_9.10.77_S.jpg

Ganz sicher werde ich weitere Reisen mit Dir gerne unternehmen; unser Datenfreidhof freut sich auch schon darauf...
;-))

Viele Grüße,
Martin