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 04 - Historische Bahn 

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„Aus mei´m Fotokisterl“ – 70er/80er-Erinnnerungen Teil 1

Schon länger plane ich für die DSO an zwei größeren Beiträgen. Aus verschiedenen Gründen wird dies aber noch einige Zeit beim „Planen“ bleiben.

Um mal wieder hier etwas „mitmischen“ zu können, habe ich mir daher einen anderen Ansatz überlegt. Ihr kennt das doch sicher auch, an gemütlichen Abenden kramt man gerne mal in der Fotokiste, zieht dieses und jenes Motiv raus – ohne Zusammenhang, mal hier, mal da – und zu jedem Foto läuft dann im „Hirn-Kino“ gleich ein Film ab. Und so machen wir das jetzt auch – ich darf Euch mitnehmen in eine Reise durch mein Fotokisterl…..

Noch ein kleiner Hinweis zur Qualität der Aufnahmen – leider bin ich kein großer Scan-Held. Vor allem die Dias haben im Vergleich zum Original in der Tiefenschärfe gelitten. Ich übe bis zum nächsten Mal, aber wollte mich und Euch nicht länger auf den ersten Beitrag warten lassen. Ok so?



+++ 22.04.84 – Frankenwald +++

Zwei Jahre hintereinander sind wir in wechselnder Besetzung einige Tage an die Frankenwald-Bahn gefahren. Die Strecke war im Nahverkehr noch fest in der Hand der 144, natürlich ließen sich auch 118 und im Güterverkehr 194 blicken. Die Gegend war damals, ringsrum vom Eisernen Zaun umgeben, so einsam, dass man uns auf der Straße schon mit „Ach, die Eisenbahnfreunde“ grüßte. Hatte sich schon rumgesprochen, dass hier ein paar wilde Oberbayern ihr Unwesen treiben. Einen Beitrag dazu hatte ich schon mal hier gezeigt……

[www.drehscheibe-foren.de]


Dabei ist auch die Aufnahme von 144 070 zwischen Ludwigsstadt und Steinbach am Wald entstanden (2. August 83). Kenner der Lok werden bemerken, dass inzwischen die charakteristische Glocke auf dem Vordach verschwunden ist. Die 70er war die Letzte, die damit durch die Lande fuhr und daher ein bevorzugtes Fotoobjekt war.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/6531643331336631.jpg


Ein paar Jahre waren seither vergangen, 144 und 118 gehörten inzwischen nicht mehr zum Bild der DB. Eine Sonderfahrt der frisch aufgearbeiteten E18 047 lockte uns daher nochmals in die Region. Zumal die Fahrt bis direkt an den Grenzpfahl bei Falkenstein gehen sollte, eine E18 östlich von Ludwigsstadt, das war Neuland für uns. Neu aber auch, dass es mit der Ruhe, dem Rauschen der Frankenwälder, nix war. Ganze Heerscharen waren hinter dem Zug her.

Und weil die Fotos einer Sonderfahrt auch irgendwie im Rückblick nicht mit den Plandienstaufnahmen mithalten konnten, zeige ich Euch ein Foto, dass ein paar Kilometer vorher entstanden ist. 118 047 bringt ihren Sonderzug Richtung Lichtenfels und passiert zuvor das Kloster Banz, in dem so manch „schwarze Gedanken“ auf den Weg gebracht worden sind.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3764616430383731.jpg


+++ 25.09.85 - am Inn +++

Gute alte Eisenbahnzeit? Mitte der 80er mitnichten noch auf allen Strecken. Die Nebenbahn Rosenheim – Mühldorf hatte in dieser Zeit ein ganz besonderes Kuriosum zu bieten. Die Strecke wies sich in „indirekter Proportionalität“ gegenüberstehende Verkehrsströme und Kunstbauten auf. Sprich – los war nix, aber der Streckenunterhalt aufgrund einer großer Innbrücke relativ aufwendig. Als nun die ein Schaden an der Brücke auftrat, wurde die Strecke für Jahre unterbrochen. Soll man es nun als „besonders flexibel“, oder aber als Armutszeugnis bezeichnen, was man bei der DB daraufhin anstellte? Beidseits der Widerlage wurden provisorische Bahnsteige erreichtet, die Brücke mit Holz verkleidet und überdacht, damit es keinem „Anders“ wurde in diesen schwindelnden Höhen, und die Fahrgäste legten die mehreren hundert Meter also zu Fuß zurück. Dort wartete dann wieder der „Anschluss-Zug“. 798 764 steht hier mit ihrem N5371 am Halt „Innbrücke Süd“ und wartet auf „Wandergäste“ von Innbrücke Nord.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3036323137656365.jpg


+++ Berlin, Berlin – ich fahre nach Berlin +++


Thema Berlin, hierzu will ich mal einen extra Beitrag einstellen. Ich liebe Berlin, Berlin ist für mich wie ein „Sauerstoffzelt“. Seit 1980 bin ich regelmäßig dort. Aus dem Faszinosium einer geteilten Stadt mit Eisenbahn im Dornrösschenschlaf ist nun eine pulsierende Stadt geworden. Grade die Bahn-Landschaft hatte zu Mauerzeiten natürlich einen besonderen Reiz, aber wer würde sich nur wegen der Magie von brachliegenden Hauptstadt-Gleisen, einem überwucherten Bw Anhalter Bf oder der Retrospektive in eine stehen gebliebene Eisenbahn-Epoche die alten Zeiten zurückwünschen…..?

Trotzdem – „damals“ war das Erkunden der alten Relikte ein Abenteuer. Legal ging da nicht unbedingt allzu viel… So war es auch ein kleiner „Einbruch“ und mit dem Übersteigen der einen oder anderen Mauer nur möglich, in das Gelände des ehemaligen Verkehrsmuseums an der Invalidenstraße, direkt im Schatten der Charite´und der Grenzübergangsstelle zu gelangen. Der heute prächtig herausgeputzte Hamburger Bahnhof, einer der wenigen „überlebenden“ alten Kopfbahnhöfe, war bis zum 2. Weltkrieg ja bereits Museumsanlage. Im Freigelände stand daher bis in die 80er Jahre Preußens erste Schnellzug-Elektrolok E00 02 abgestellt. Zumindest dass, was von ihr übrig geblieben war. Diese Aufnahme entstand 1982, einige Jahre später besuchten wir das Torso nochmals, da die Renovierung des alten Bahnhofgebäudes begonnen hatte, inzwischen im Güterbahnhof Moabit, fast schon frei zugänglich.


http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/6534366136633039.jpg


Ich verstehe bis heute nicht: Während man um die eine oder andere x-beliebige 52er ein „Riesen-Gschiß“ macht, niemand bemühte sich, die alte ES1 (?) endlich ernsthaft zu retten. Wie fast alle Exponate das Vorkriegs-Museums gehörte es heute zum Museum für Verkehr und Technik und steht heute… ja wo ist das Ding den heute? Zumindest wurde bis dato nichts für den Erhalt der Maschine getan. Allein der Großmotor, auf dem Foto ja gut zu erkennen, ist nach dem Brandverlust des E62-Motors ein ganz besonderes Stück Eisenbahngeschichte.




+++ Landsberg – Schongau – 21.09.86 +++

Eine landschaftlich und motivlich reizvolle Nebenstrecke hatte Anfang der 80er Jahre ihren restlichen Personenverkehr verloren. Die Verbindung Landsberg/Lech – Schongau war stillgelegt worden, obwohl auf der parallel verlaufenden B17 fast schon täglich schwere Unfälle, nicht selten mit Toten, zu verzeichnen waren. Heute haben sich einige Industriebetriebe entlang der Verbindung angesiedelt, eine immer wieder ins Gespräch gebrachte Wiederinbetriebnahme würde m.E. durchaus Sinn machen.
Im Güterverkehr besteht die Strecke auch weiterhin und wird von der Augsburger Lokalbahn bedient. Mit dem Wegfall auch dieser Linie war der Stern des ehemaligen Knotenpunkts Schongau mit seinen drei Verbindungen von Weilheim, Landsberg und Kaufbeuren endgültig untergegangen. Schon bald fiel auch das Bw Schongau einem Supermarkt zum Opfer.

Ein Streckenjubiläum ließ im Herbst 86 die Strecke kurz wieder auferstehen. Und lieber wie jegliche Dampflok war mir die vor den Wagen des BLV eingesetzte V80 002. Diesen „Kugelblitz“ hatte ich nur noch im Bw Bamberg „rumstehen“ kennengelernt“ und war nun froh, das Wirtschaftswunder mal in Aktion kennen zu lernen. Hier sehen wir den Zug bei Hohenfurch.


http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3461343538363031.jpg


Die DB hatte übrigens kaum Kosten und Mühen gescheut, und im Bahnhof Schongau eine Fahrzeugschau u.a. auch mit E16 09 und E69 03 aufgebaut.



+++ Ammertal im Wechsel der Zeiten +++

Meine Hauptjagdgründe waren natürlich im Ammertal beheimatet, ich glaube, ich hab hier schon das eine oder andere Foto eingestellt….*g

Als ich im August 78 das stolze Alter von 15 Jahren erreicht habe, wurde mein Aktionsradius hier deutlich vergrößert. Ich bekam, wie damals so üblich, ein Mofa zum Geburtstag. Während die ländliche Bevölkerung hier in Oberbayern diese greisliche, optisch wie in der Mitte auseinandergebrochene und falsch wieder zusammengesetzte „Zündapp“ favorisierten (und Hoim setz i a koan auf, i hab ja mein Huat – Orignalton Zündapp-Fahrer), wählte ich als „progessiver Jugendlicher“ natürlich ein Herkules M5, Rot, wie meine Lieblingslok. Nach einigen „therapeutischen“ Eingriffen am Krümmer und Luftfilter hatte ich in etwa Verfolgunggeschwindigkeit eines E69-Zuges erreicht und machte mich z.B. hier mit meinem „Dröhny“ auf nach Altenau, wo am Nachmittag aufgrund einer seltenen Zugkreuzung in Unterammergau innerhalb von 10 Minuten zwei E69-Züge vorbeikamen. Wir sehen hier erst meinen Stolz

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….geparkt in der Wiese oberhalb der Strecke, wo dann umgehend das Foto von 169 005 mit dem 6617 entstand, der gerade Altenau verlassen hatte.

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Schon lange nach der Mofa- und E69-Zeit verschlug es mich nur noch relativ spärlich an die alte Strecke zum Fotografieren. Ich ließ den traurigen Nachfolgebetrieb ganz einfach täglich an meinem Auge vorbeifahren. Wenn´s dann aber irgendwelche Besonderheiten gab, erinnerte man sich doch schnell der alten Jagdgründe. So zog mich dann zumindest eine Reisezuggarnitur mal wieder nach Scherenau, dem 1954 aufgelassenen Haltepunkt. Seit 1980, also schon noch zu E69-Zeiten, fuhren immer wieder mal statt der Silberlinge die etwas komfortableren Eilzugwagen mit. Das aber hier im Februar 86 eine komplett beige-türkise Garnitur im Einsatz war, verdiente schon mal wieder ein Foto.


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Dieses, in meinem persönlichem Empfinden rückwirkend rehabilitierte Farbkonzept war in den 90er Jahren schon fast wieder von der Bildfläche verschwunden, ersetzt von einem im Ansatz auch nicht ganz von der Hand zu weisendem Lackierungsschema, das durch Farbe die Produktqualität symbolisierte, auch wenn alles etwas zu hell und unscheinbar war.
Als im Mai 1998 die planmäßigen 141 wegen Bauarbeiten zwischen Murnau und München nicht zugeführt werden konnten, führen für einige Wochen auf der Oberammergauer Bahn 111er. Die für die Strecke eigentlich nicht, bzw nur mit Sondergenehmigung zugelassenen Loks (zu hohe Achslast) durften die Züge nur mit 40 km/h befördern. Dies bedeutete, dass die bis dato modernste Baureihe für den Plandienst nach Oberammergau in dem sagenhaften Tempo unterwegs waren, mit dem die alte LAG 1 / E69 01 auch noch hätte mithalten können…. Sei´s drum, für mich eröffnete sich kurz vor Kohlgrub ein ungewöhnliches Ammertal-Motiv, als hier eine 111 mit „Regiowagen“ über die Strecke schleicht!

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+++ Freilassing – 14.05.77 +++


Als eingefleischter E69- , aber natürlich auch Altbau-Ellok-Fan lockte mich die Strecke Freilassing – Berchtesgaden in besonderem Maße. Auch hier gab es eine oberbayerische Gebirgsbahn, die weitgehend komplett in der Hand einer kleinen Ellok-Baureihe war. Ob Güterzug, Intercity, Rangierdienst – zwischen der Grenzstadt Freilassing und dem touristischem Ziel Berchtesgaden sah man fast nur ein Lok-Gesicht vor den Zügen. Das heißt, ein Gesicht war es ja nicht, und damit ein weiterer Bogen zu den E69 geschlagen. Die E44.5 hatten zumindest drei unterschiedliche Formen in ihrer Familie aufzuweisen, und auch hier war die älteste Schwester E44 501 schon frühzeitig aus dem Verbund gerissen worden, hatte aber ein ungleich unglücklicheres Schicksal als „Umwerflok“ zu erdulden, als es meiner E69 01 ergangen war, die, welch ein besonderes Händchen der Geschichte, nun ja auch in Freilassing ihre Heimat gefunden hat. Die traurige E44 501 lernte ich dann 1978 in Hamm kennen, aber jetzt im Frühjahr 1977 hieß es erst mal, Bekanntschaft mit den 8 Kurz-E44 zu schließen.

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Hierzu reisten wir stilecht an, 116 008 brachte uns zumindest bis nach Rosenheim, weiter gings mit einer 110. Zuvor aber in München konnten wir noch eine Edel-Leistung für 116 019 beobachten, die überraschend einen Vorzug zu einem internationalen Schnellzug nach Italien ab München bis Salzburg bespannen durfte und hier gerade dynamisch den Münchner Hauptbahnhof verlässt.

In Freilassing angekommen stand auf dem Bahnsteig gegenüber gleich ein interessanter Doppelpack mit 144 504 und 505 bereit, der einen Vergleich der beiden Seitenwände zuließ. Von den in und um Freilassing verkehrenden Wagengarnituren nahm man damals nur mit einem zufriedenen Nicken Notiz, heute wären allein diese eine Reise wert. Interessant, dass im Augenblick des „Klicks“ gerade der hintere Stromabnehmer abfällt.

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Nach diesem ersten Schnappschuss begegnete uns schnell auch ein Vertreter der zweiten Bauserie, 144 506


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die eben aus Salzburg angekomen war und nun weiter nach „Berchtsgadn“ fuhr.

Von dort kam gleich anschließend als Lz auch noch 144 502 daher, so dass in wenigen Minuten der halbe Lokbestand sich bei uns vorgestellt hatte. Sowas ist einfach paradiesisch!

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Es blieb Zeit, sich dem Bw Freilassing zu nähern. Bw Freilassing – ein klangvoller Name, dem ein ganz besonderer Ehrenplatz in der Geschichte von Altbau-Loks beheimatenden Bw´s gehört. Lassen wir mal die alten Murnauer beiseite, denen auch viel Respekt gebührt, deren Geschichte aber schon 1954 endete, war Freilassing einfach ein Betriebswerk, deren Mitarbeiter für seine Loks lebten. Dort wusste man offensichtlich zu schätzen, dass das Schicksal der beheimateten Maschinen auch mit dem eigenen, beruflichen Werdegang verknüpft war. Doch über das materielle hinaus – in Freilassing waren Bw-Mitarbeiter vom alten Schlag zu Hause. Sie pflegte ihre Maschinen absolut überdurchschnittlich, waren mit den E16 und E44 sehr verbunden, und das merkte man bis zum letzten Einsatztag der 116 009 im Juli 79. Neben diesen beiden legendären Baureihen trafen wir in Freilassing auf den aus E73 02, ebenfalls einer alten Berchtesgadener-Streckenlok, gefertigten Klima-Schneepflug, der ein paar Jahre später „aus Versehen“ in München verschrottet wurde…..

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und nach der Rückkehr in den Bahnhof auch auf eine der drei Freilassinger 160, die uns als „Garmischer“ wohlbekannt waren. Aber auch die E60 hatten einen ganz besonderen Charakter, die Garmischer Loks wirkten anders, als die Heidelberger, und auch die Freilassinger Maschinen hatten irgendwie ihre Individualität… Das Umfeld prägt einfach!

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Oh ja – so ein Blick ins Fotokisterl bringt ganz schnell viele Erinnerungen und Geschichten hervor. Ich könnte ständig weiter erzählen, und will das auch gerne tun. Für heute mochte ich aber erstmal enden, möchte nochmals um Verständnis für „technische Verluste“ beim einscannen bitten und würde mich über Feedback sehr freuen. Als kleinen Abschluss noch ein Foto von einem Begleiter bei vielen Überland-Touren, meinem Bruder Stefan, der mich schließlich zu diesem Hobby gebracht hatte. Er hatte das Glück, am 1.3.1985 noch 202 003 in Bad Kreuznach vor dem E3284 zu erwischen. Da war er allein unterwegs, schließlich gings zu einer Frau….

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Das mit den 202 war übrigens auch so ein Ding. Eigentlich „Altbau-Afin“ begeisterten mich diese Maschinen trotz ihrer optischen Schlichtheit durchaus. Auch das Farbenspiel aus Weiß (002), orange (003) und blau (004) machte die Dinger sympathisch. Als wir 1977 eine beeindruckende Tourenkarte im Raum Stuttgart – Heidelberg – Karlsruhe absolvierten, blickten wir auf der Fahrt Heidelberg – Mannheim immer gespannt auf dasdem links vor „Mannem“ gelegene Bw, vor dessen Lokschuppen in der Regel eine der beiden verbliebenen 202 003 oder 004 abgestellt war. Fast immer war der Blick durch abgestellt Güterwagen verstellt, aber hin und wieder konnte man wenigstens einen Orangenen oder Blauen Farbtupfer leuchten sehen. Hier die modernen Knaller, am Bw – Ende dann 50 778, die im Gelände abgestellt war – das war im Sommer 77 Mannheim-Feeling. Die dazwischen abgestellten E94? Unwichtig……



Sehen Sie in der nächsten Folge: Warum die Reise nach Würzburg ein Schlüsselerlebnis wurde (es wirken mit 144 und 193), warum die Schwarzwald-Klink, äh –Bahn ein Serienerfolg wurde, wie aus Dröhny eine RD wird, und das in Freimann so manche Exoten ihr Leben aushauchten. Dies und mehr in der Fortsetzung der Serie……coming soon!


Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - hier:

[www.youtube.com]

oder wie wär´s mit der E69-Facebook-Seite unter dem Suchbegriff: Die Baureihe E69




4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:05:01:20:59:51.

Re: "Aus mei´m Fotokisterl" - 70er/80er Erinnerungen Teil 1

geschrieben von: HGG

Datum: 01.05.12 17:14

Hallo Bernd,

Deine Bilderbuch-Idee (kleine Geschichten und das passende Bild dazu) finde ich richtig klasse. Danke für die virtuelle Mitnahme.

Viele Grüße aus dem Land der Franken

Günter

http://img96.imageshack.us/img96/7026/hggsignaturv2a.jpg

E00 02

geschrieben von: Jo

Datum: 01.05.12 19:10

Hallo Bernd,

Deiner Anmerkung zu den reichlich vorhandenen 52ern kann ich nur zustimmen. Schade, dass die E00 02 - ein echtes Stück deutscher Eisenbahngeschichte - nicht wenigstens wettergeschützt untergestellt ist. Ich finde, man muß nicht alles auf Hochglanz restaurieren. Den Verfall durch sichere Unterbringung stoppen und dem wirklich Interessierten zugänglich machen, halte ich für wesentlich wichtiger. Ein Appell vielleicht an den Historiker Alfred Gottwaldt.

Neben der E00 02 erinnere ich beispielhaft noch an E75 09, 81 004, 173 002

Meine Aufnahme zeigt den Zustand der Lok im Jahr 2006. Leider ließen sich die Fragmente nur gegen das Licht fotografieren. Also kein Highlight meiner "Fotokunst":

http://www.bilder-hochladen.net/files/big/98yd-8e-6883.jpg

Liebe Grüße

Jo
Eine ausgezeichnete Idee und wirklich schöne Bilder.Dann krame mal weiter in deinen Bilderkisten.http://qopt.phys.msu.su/pasha/smiles/smiles1/xyxthumbs.gif

Gruß Micha

Wer sich für afrikanische Eisenbahnen interessiert einfach mein Inhaltsverzeichnis anklicken.

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Die ES2 / E00 02

geschrieben von: KBausBSPD

Datum: 06.05.12 21:26

Hallo,

vielen Dank fürs Zeigen dieser Bilder(und bei der Gelegenheit natürlich auch der Fortsetzungsgeschichte von der
Hausstrecke.).

Tja, leider steht die ES2 nach wie draußen und verrottet weiter.
Man hat bestimmt etwa 40 Jahre wohl nichts daran ändern können, dass die Lok im Freien stand.
Weshalb man in den letzten 28 Jahren nichts unternommen hat, die vorhandenen Reste zu
sichern, kann ich auch nicht nachvollziehen...
Anbei eine Teilansicht aus 2011:

IMGP2909k.JPG

Und damit sie da nicht ganz alleine steht, findet man dort auch den (laut nebenstehender
Infotafel)mit 3,7 m größten Bahnmotor der Welt von der Lok EP 235:

IMGP2902k.JPG

Viele Grüße
Karsten

Re: Die ES2 / E00 02

geschrieben von: Bernd Mühlstraßer

Datum: 07.05.12 09:29

Hallo Karsten,

danke für die Ergänzungen zur E00.

Jetzt sag bloss nicht, dass die Lok ZURGÄNGLICH im MVT abgestellt ist. Ich war erst vor zwei Wochen mal wieder im Anhalter Bw und hab mir extra mal viel Zeit genommen. Würde mich saumäßig ärgern, wenn ich die E00 verpasst hätte!

Beste Grüße
Bernd

Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - hier:

[www.youtube.com]

oder wie wär´s mit der E69-Facebook-Seite unter dem Suchbegriff: Die Baureihe E69

Re: Die ES2 / E00 02

geschrieben von: Jo

Datum: 07.05.12 09:58

Hallo Bernd,

die E00 steht vor dem Depot des DTM an der Monumentenstraße. Ich denke, sie ist nur an den Tagen der offenen Tür des Depots zugänglich. Da sie wohl nur noch mitsamt dem Gleisstück, auf dem sie steht, zu bewegen ist, steht sie noch immer draußen. Vor Ort erhielt ich die Information, dass die Depotgebäude unter Denkmalschutz stehen und daher der Anbau eines Schutzdaches für das "Denkmal E00" von der zuständigen Denkmalbehörde abgelehnt wurde.

http://www.bilder-hochladen.net/files/big/b65a-d-c51c.jpg

Viele Grüße

Joachim

Re: Die ES2 / E00 02

geschrieben von: KBausBSPD

Datum: 07.05.12 11:29

Hallo Bernd,

Die E00 02 steht neben dem früheren Schnelltriebwagenschuppen des Bw Ahb (siehe auch
auf dem zuvor geposteten Foto).
In dieser Halle befindet sich ein Depot des DTM, in dem überwiegend Kommunalfahrzeuge
(u.a. historische Berliner Verkehrsmittel), aber auch einige historische Pkws untergestellt
sind.
Dieses Depot ist normalerweise nicht zugänglich.
Nur an den Septembersonntagen kann man hier einen Blick hineinwerfen.
Fahrzeuge der "großen Bahn" (so man die Berliner S-Bahn nicht hinzuzählt), findet man
hier allerdings nicht.
Wenn man sich dagegen mal alte BVG-Verkehrsmittel anschauen will, kommt man durchaus auf seine Kosten, auch ein Magnetbahnwagen und eine Schwebebahnwagen sind z.B. zu sehen.
Die E-Lok-Fragmente lassen sich bei Sonnenschein (den ich, wie auch der Kollege, der das
andere Bild einstellte, hatte), schwer fotografisch umsetzen (Desgleichen stört einfallendes Sonnenlicht auch das Fotografieren einzelner Fahrzeuge in der Halle).
Insofern ist vielleicht doch mal wieder ein Berlin-Besuch fällig.
Viele Grüße
Karsten