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Die Kleinbahn Alt-Rahlstedt – Volksdorf – Wohldorf ist seit über 50 Jahren Geschichte und wären in den 60er Jahren die Museumsbahnpläne verwirklicht worden, dann hätte Bruchhausen-Vilsen nicht den heutigen Bekanntheitsgrad. Zur Bahngeschichte ein Artikel „Sie fuhren zweistöckig in die Walddörfer“ aus dem 1968 erschienenen Bildband „Die hamburgischen Walddörfer und das benachbarte Stormarn“ von W.O. Paul Kettel und Alf Schreyer:

„Radfahrer in den Walddörfern freuen sich über einen stillen, sehr angenehmen Radfahrweg, der abseits der Autostraßen entlang der U-Bahnlinie von Volksdorf nach Ohlstedt und von da bis etwa an die Wohldorfer Schleuse führt. Dort steht ein alter Bahnschuppen. Dieser sowie die ganze „Trasse“ des Fahrradweges sind lebendige Erinnerungen an die erste Bahnverbindung zwischen Hamburg und den Walddörfern, die elektrische Kleinbahn Alt-Rahlstedt – Volksdorf – Wohldorf.

Schon bevor nach der Jahrhundertwende die Besiedlung der Walddörfer mit wachsender Beschleunigung begann, bestand ein Bedürfnis nach einer derartigen Verkehrsverbindung. Wer in die Walddörfer gelangen oder von hier die Stadt aufsuchen wollte, mußte Pferd und Wagen haben oder zu Fuß gehen. Beides war bei den damaligen Straßenverhältnissen nicht immer ein Vergnügen. So erzählt man sich, daß ein Volksdorfer, der Wirt der Gastwirtschaft „Waldesruh“, um 1880 beabsichtigt habe, mit ausrangierten fünfrädrigen pferdebespannten Straßenbahnwagen eine regelmäßige Verbindung zwischen Alt-Rahlstedt und Volksdorf einzurichten, daß aber bereits der Transport von zwei derartigen Fahrzeugen von Altona nach Volksdorf auf den unbefestigten Sandwegen hoffnungslos gescheitert sei. Die leeren Wagen konnten nur mit großer Anstrengung durch vier starke Pferde wieder flottgemacht und auf den Hof ihres enttäuschten Besitzers gefahren werden.

Am 19. Dezember 1886 notierte Elisabeth von Ohlendorff in ihr Tagebuch: „Nach Volksdorf. Die Fahrt dauerte 1½ Stunden, so schlecht waren die Wege!“ Seit 1. August 1865 verkehrt die Bahn von Hamburg nach Lübeck. Die Haltestellen Alt-Rahlstedt und Ahrensburg waren für die Volksdorfer Bewohner die nächsterreichbaren Stationen. Wie erwähnt, hatte Freiherr von Ohlendorff um 1885 vergebens versucht, eine Zwischenhaltestelle nahe dem Gut Stellmoor und eine Stichbahn nach Volksdorf zustande zu bringen. Der Versuch, 1884 ins Sekundärbahnprojekt Hamburg – Segeberg – Neustadt über Wohldorf – Ohlstedt eingeschaltet zu werden, blieb genauso erfolglos wie 1898 die Bemühungen, die Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft zu Hamburg (SEG) zum Bau einer Bahn nach Volksdorf zu veranlassen. Auch der Plan von Volksdorfer Grundbesitzern, eine Dampfstraßenbahn zwischen Alt-Rahlstedt und Volksdorf einzurichten, scheiterte bereits in den ersten Anfängen. Da stellte im Oktober 1898 die Firma Gebr. Körting aus Hannover beim hamburgischen Senat und beim Kgl. Preußischen Regierungspräsidenten zu Schleswig den Antrag, ihr die Konzession für den Bau einer elektrischen Kleinbahn von Alt-Rahlstedt nach Volksdorf und Ohlstedt – Wohldorf zu erteilen. Diese gleichzeitigen Anträge waren erforderlich, um eine der wesentlichen Schwierigkeiten zu überwinden: Die hamburgischen Walddörfer waren Exklaven im preußischen Gebiet. Die Bahn, die endlich zustande kam, führte vom Ausgangspunkt beim Bahnhof in Alt-Rahlstedt zunächst durch preußisches Gebiet, erreichte in Meiendorf die Flur des hamburgischen Volksdorf und durchfuhr zwischen Volksdorf/Buckhorn und Ohlstedt abermals preußisches Gebiet.

Am 29. September 1904 erfolgte zu den Klängen des Pariser Einzugsmarsches, gespielt von der Kapelle des Infanterie-Regimentes „Hamburg“, die feierliche Einweihung der Strecke Alt-Rahlstedt – Volksdorf. Am 9. Mai 1907 konnte die Anschlußstrecke von Ohlstedt/Wohldorf dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Die Bahnanlage, die über 1,6 Mio. Mark gekostet hatte, erfreute sich großer Beliebtheit. Sie wurde nicht nur für den normalen Personen- und Güterverkehr zwischen den Walddörfern und Hamburg, sondern vor allem auch gerne von Ausflüglern benutzt, die in den zweistöckigen Anhängerwagen ins Grüne fuhren. Allein Pfingsten 1913 wurden 14.830 Personen gezählt!

Trotzdem hatte die Bahn nur ein kurzes Leben. Schon wenige Jahre nach der Verlängerung der Strecke bis Ohlstedt/Wohldorf setzten behördliche Bemühungen ein, eine „Walddörferbahn“ zu bauen, die direkten Anschluß ans Hochbahnnetz der Hansestadt haben sollte. Die Bemühungen führten zu einem Antrag des Senats an die Bürgerschaft, „betreffend die Walddörferbahn und die Betriebsführung der Walddörferbahn“. Er sah vor: „Die neue Bahn soll an der Haltestelle Barmbek an der Fuhlsbütteler Straße ihren Ausgangspunkt haben“, und „die Gleise … führen … nahe der Landesgrenze entlang auf das zwischen Barmbek und Farmsen liegende preußische Gebiet hinein“, und „nach Überschreitung der kurzen Strecke preußischen Gebietes zwischen Farmsen und Volksdorf erreicht die Bahn die Linie der Kleinbahn, welche von Alt-Rahlstedt nach Volksdorf führt, und folgt dieser Linie bis zum Endpunkt in Wohldorf.“ Die Vorlage wurde von der Bürgerschaft angenommen. 1913 begannen die Bauarbeiten. Noch während des 1. Weltkriegs (12. September 1918) wurde die Strecke bis Volksdorf behelfsmäßig mit erbeuteten belgischen Dampflokomotiven eröffnet, mußte aber schon 1919 stillgelegt werden, weil Belgien die Rückgabe seiner Lokomotiven verlangt hatte. Erst am 6. September 1920 konnte der Verkehr mit elektrischen Zügen zunächst bis Volksdorf und 1923 bis Großhansdorf aufgenommen werden.

Jetzt hatte die Schicksalsstunde der guten alten zweistöckigen Kleinbahn geschlagen. Sie stellte ihren Personenverkehr zwischen Alt-Rahlstedt und Volksdorf am 15. April 1923 ein. Als am 1. Juli 1924 die Walddörferbahn bis Ohlstedt eröffnet wurde, beförderte die Kleinbahn auch zwischen Volksdorf und Ohlstedt nur noch Frachtgüter, bis zum 30. April 1934, dann war ihre Geschichte zu Ende. Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Abbruch der Gleisanlagen, Haltestellen usw. begonnen. Der große Lokschuppen auf dem heutigen Volksdorfer Wochenmarktplatz stand bis zum 14. August 1965 und diente den Marktleuten als Unterschlupf.

Bis 1961 verkehrte noch die inzwischen von der Hamburger Hochbahn AG übernommene idyllische Straßenbahn vom Bahnhof Ohlstedt bis zur alten Kleinbahnendstation in Wohldorf, quer durch den herrlichen Wohldorfer Wald. In der Nacht vom 29. zum 30. Januar 1961 um 1.41 Uhr fuhr der letzte Wagen auf dieser Strecke. Die Gleise wurden auch hier abgebaut. Die Trasse wurde für die Fortsetzung des Fahrradwegs hergerichtet. Außer dem Fahrradweg von Volksdorf nach Wohldorf und dem alten verlassenen Gebäude der Endstation in Wohldorf erinnert an die Kleinbahn noch das Verwaltungsgebäude am Marktplatz Volksdorf, kenntlich am Fachwerk des Obergeschosses. Und der aufmerksame Beobachter entdeckt bei der Fahrt mit der U-Bahn aus den Walddörfern nach Hamburg auf der rechten Seite zwischen Berne und Farmsen Reste einer Laderampe: Hier endete ein Abzweig, der bei Meiendorf begann. Er war 1905 durch die Initiative und finanzielle Beihilfe des Gutsbesitzers Baron von Schröder in Berne hergestellt worden. Von hier wurden bis 1930 die landwirtschaftlichen Produkte des Gutes, besonders die tägliche Milch, auf dem Schienenweg nach Hamburg befördert.“


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Bild 1-2: Am Volksdorfer Bahnhof vor dem 1. Weltkrieg, man beachte die doppelten Bügel


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Bild 3: Selbst der Altmeister lustwandelte mal durch den Wohldorfer Wald
(die Stelle an der Tannenallee ist noch heute gut auszumachen, links ist jetzt ein Parkplatz)


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Bild 4-5: Endbahnhof Wohldorf im August 1952


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Bild 6: Beim Kupferredder um 1950


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Bild 7: Der Tw 5 am 2.9.1952 in Wohldorf


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Bild 8-10: Wohldorf etwa Anfang der 50er Jahre


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Bild 11-12: Am Bahnhof Ohlstedt, auf dem kleinen Zipfel auf schleswig-holsteiner Gebiet


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Bild 13: Typisch für die Walddörfer Straßenbahn war zwischen Volksdorf und Ohlstedt der Verlauf am Fuß der Walddörferbahn, der U-Bahn


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Bild 14-15: Abtransport der letzten Wagen im Jahr 1961


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Bild 16: Jahrelang stand der Wagen K3 gegenüber vom Volksdorfer Marktplatz als Denkmal (27.4.2002)


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Bild 17-18: Es gibt Bestrebungen, den Endbahnhof Wohldorf museal ausgestalten. Davor steht der Wagen K1 (ex HHA 3015 bzw. 3029), am 6.4.2001.



Mein Inhaltsverzeichnis: [www.drehscheibe-foren.de]
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:27:02:29:00.
Super, was Du da wieder ausgegraben hast! Jammerschade, daß diese Bahn nicht überlebt hat - aber dann gäbe es ja im Hamburger Stadtgebiet noch ein Schienenverkehrsmittel im Straßenplanum, und das geht schon mal überhaupt nicht! ;-((

Danke, und

Gruß aus Wien

"Ohne Skepsis und Zweifel würden wir heute noch glauben, die Erde wäre eine Scheibe".
"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

(Immanuel Kant)
Moin Ludger,

vielen Dank für diese fantastischen Bilder von einer Kleinbahn, die leider schon lange Geschichte ist. Als "Alstertaler" komme ich natürlich oft an den Spuren dieser Kleinbahn vorbei und beim Kreuzen der Trasse mit dem Fahrrad muß ich immer denken: Was wäre, wenn...

Vielen Dank

Torsten Rathjen
Moin Ludger!

Zu Deinem interessanten Beitrag zur Walddörferbahn erlaube ich mir, einige geschichtliche Hintergründe zu diesem Thema beizufügen:

Elektrizitätswerk Volksdorf der Körting AG


Die Gemeinden Großhansdorf, Volksdorf und Wohldorf waren bereits im 15. Jahrhundert von Hamburg erworben worden und bildeten seitdem Exklaven, die unter der gemeinsamen Bezeichnung Walddörfer zur Hansestadt gehörten. Geographisch bedingt, waren diese Orte verkehrsmäßig mehr nach Rahlstedt als nach Hamburg ausgerichtet, und so war es auch nur eine logische Konsequenz dieser Verhältnisse, daß man einem Konzessionantrag zur Errichtung einer Bahnlinie von Hamburg-Volksdorf zum stormarnischen und damit preußischen Alt-Rahlstedt zustimmte.

Diese normalspurige Eisenbahn, die vom Erbauer, der Fa. Berthold & Ernst Körting aus Linden bei Hannover errichtet und auch betrieben wurde, nahm ihren Dienst am 1. Oktober 1904 auf. Die Kleinbahn wurde von Anfang an elektrisch betrieben und bezog die hierfür notwendige Energie aus dem eigens errichteten Bahnkraftwerk in Volksdorf (heute Vattenfall-Netzstation an der Straße Vörn Barkholt). Dieses Unternehmen betrieb auch weitere über das gesamte Deutsche Reich verteilte Kraftwerke, man war also in Sachen Stromerzeugung und –versorgung durchaus kompetent. Schon bald nach der Eröffnung der Kleinbahn plante Körting eine nördliche Verlängerung der Strecke bis nach Wohldorf und konnte nach nur kurzer Bauzeit bereits im Jahre 1907 den Güter- und Personenverkehr dorthin aufnehmen.

Die Möglichkeit, mit Hilfe dieses Kraftwerkes nicht nur die Bahn, sondern auch die Bevölkerung in Volksdorf mit elektrischer Energie versorgen zu können, ließ die dortigen Gemeindevertreter nicht ruhen. Daher kam es zu Verhandlungen mit der Firma Körting, die elektrische Zentrale der Kleinbahn auch als Elektrizitätswerk für die allgemeine Versorgung betreiben zu können. Das Ergebnis war ein am 27. Dezember 1905 abgeschlossener Konzessionsvertrag, der eine (abgabenfreie!) Laufzeit von 35 Jahren hatte. Als „Einstand“ hatte Körting lediglich die Installation einer öffentlichen Beleuchtung (Umfang 40 Lampen) an hierfür von der Gemeinde fest vorgegebenen Stellen auf eigene Rechnung zu installieren und für diese kostenfrei zu betreiben. In diesem Vertrag war außerdem Körting ausdrücklich das Recht zugestanden worden, auch andere Gemeinden mit Elektrizität beliefern zu dürfen.

Aus dieser Tatsache lässt sich mit ziemlicher Sicherheit der Schluß ziehen, daß die Firma Körting von Anfang an die Stromversorgung weiterer Walddörfergemeinden eingeplant haben muß, denn alle jemals durchgeführten Netzerweiterungen konnten ohne Leistungserhöhung des Kraftwerkes problemlos umgesetzt werden.

Weiterhin wurde 1910 ein Stromlieferungsvertrag mit der neu gegründeten „Elektrizitätswerk Wohldorf-Ohlstedt GmbH“, die keine Stromerzeugungsanlagen besaß oder betrieb, abgeschlossen. In diesem Abkommen wurde der Firma Körting ein Exklusivrecht für die gesamte Strombelieferung in Ohlstedt eingeräumt. Am 14. Dezember 1912 stieg auch die Freie und Hansestadt Hamburg mit einer Beteiligung von 50% in den Kleinbahn-Vertrag ein, indem sie die Hälfte des Kleinbahnvermögens erwarb. Seit diesem Zeitpunkt nannte sich das Unternehmen „Elektrische Kleinbahn Altrahlstedt-Volksdorf AG“. Anfang 1920 erwarben, als Körting die verbliebenen eigenen 50% des Aktienkapitals der Kleinbahn dem Hamburger Senat zum Verkauf anbot, Hamburgische Electricitäts Werke (HEW) und Hamburger Hochbahn AG (HHA) je die Hälfte dieser Aktien, so daß nun das gesamte Anlagevermögen „in Hamburger Hand“ war.

Durch die Anfang der zwanziger Jahre neu gebaute und in Betrieb genommene Hochbahnstrecke von Barmbek nach Ohlstedt und Großhansdorf, die für eine direkte (und der Stadt gehörende) Verbindung von den Walddörfern nach Hamburg sorgte, war die Kleinbahn sehr schnell unrentabel geworden. Im April 1924 wurde der anteilige Anlagewert des Kapitals, das Körting ja an HEW und HHA veräußert hatte, zu gleichen Teilen zwischen den beiden Aktienbesitzern in der Form aufgesplittet, das die HHA als Gegenwert das Rollmaterial und die Gleisanlagen und die HEW die Stromerzeugungs- und Verteilungseinrichtungen erhielten. Außerdem hatten damit die HEW als unmittelbare Rechtsnachfolgerin des Elektrizitätswerkes die weiterhin gültigen Stromlieferungsverträge für die Walddörfergemeinden zu übernehmen. Die Kapitalverteilung der Kleinbahngesellschaft stellte sich unverändert so dar: 50% der Aktien gehörten dem Hamburger Staat und je 25% des Aktienkapitals hielten zu gleichen Teilen die HHA und die HEW.

Zügig wurden in den dreißiger Jahren die bisherigen Stromversorgungsanlagen den technischen Verhältnissen Hamburgs angeglichen. Außerdem wurde von Hamburg aus eine 10kV-Freileitung nach Volksdorf errichtet. Nach dem Abschluß dieser Maßnahmen konnte die Stromerzeugung in Volksdorf aufgegeben und damit das Kraftwerk in ein Abspannwerk umgebaut werden, um dort weiterhin eine qualifizierte Stromversorgung gewährleisten zu können.

Das ehemalige Volksdorfer Kraftwerksgrundstück blieb nicht nur aus diesem Grunde nach wie vor im HEW-, später Vattenfall-Besitz, sondern es fungiert außerdem seit Jahrzehnten als „Netzdienststelle Walddörfer“ und führt seitdem die technische Betreuung des gesamten Stromverteilungsnetzes im Nordosten der Hansestadt durch.


(Literaturquelle: Entwicklungsgeschichte der Klein- und Hafenkraftwerke in Hamburg und ihre Aufgaben in der öffentlichen Stromversorgung, Helmut Philipp 2002)


PS: Zu den Bildern 11 u 12 - Beim Bahnhof Ohlstedt lag die Strecke auf dem Gebiet von Hamburg, der schleswig-holsteinische Zipfel war der Bahnhof Hoisbüttel sowie das unmittelbare Umfeld. Genau diesen Bahnhhof Hoisbüttel zeigen die Fotos!


Beste Grüße in die Grafschaft
Helmut



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:27:12:32:42.
Ein echter Kenning! Die Bahn kannte ich nur von dem schmalen Bändchen von Pascal Horst Lehne: Die elektrische Kleinbahn Altrahlstedt-Volksdorf-Wohldorf, Hamburg 1978. Habe sie aber gleich ob ihres Charmes ins Herz geschlossen.

Dank & Grüße vom ICE (Helmut)
Auch von mir vielen Dank für den interessanten Bildbeitrag von Herrn Kenning und die Ergänzungen von Helmut Philipp!

Ich habe hier [www.hamburg-bildarchiv.de] noch einiges an alten Ansichtskarten von Rahlstedt und Volksdorf in denen die Kleinbahn vorkommt gefunden:

[www.hamburg-bildarchiv.de] Meiendorfer Straße 21, Straßenbahn vor Gasthof von 'Heinr. Eggers', 1918
[www.hamburg-bildarchiv.de] Oldenfelder Straße / Ecke Grubesallee, Straßenbahn um 1915
[www.hamburg-bildarchiv.de] Rahlstedt Bf., Gleise, rechts Grubesallee 1902
[www.hamburg-bildarchiv.de] Wohldorf-Ohlstedt, Bahnhof 'Tannenallee' um 1940
[www.hamburg-bildarchiv.de] Volksdorf, Bahnhof und Bahnhofs Restaurant 1905
[www.hamburg-bildarchiv.de] Volksdorf, Claus-Ferck-Straße, 'Bf. der Electr. Kleinbahn' (Eröffnungsfahrt ?) 1904
[www.hamburg-bildarchiv.de] Volksdorf, 'Electr. Kleinbahn Altrahlstedt-Volksdorf' 1908
[www.hamburg-bildarchiv.de] Volksdorf, Bahnhof und Bahnhofs Restaurant 1917
[www.hamburg-bildarchiv.de] Volksdorf, Bahnhof 1921

Soweit das was ich "mal eben schnell gesucht" gefunden habe. Wer sich für alte Hamburger Ansichten interessiert (man denke nur an die Straßenbahn der HHA) der kann im "heimatkundlichen Bildarchiv" von Jens Wunderlich wirklich Stunden um Stunden verbringen! Ich denke man kann diese Seite nur allen an der Hamburger Geschichte interessierten wärmstens empfehlen!

Weiteres:
[vvm-museumsbahn.de] (VVM Seite mit mehreren Unterseiten)
[fredriks.de] (Private Seite mit mehreren Unterseiten!)
[www.bv-rahlstedt.de] (Bürgerverein Rahlstedt zum Bf. Rahlstedt mit historischen Bilder)
[upload.wikimedia.org] ((Colorierte Ansichtskarte 1904)

Nachtrag: Im HHA Fahrplan von 1955/56, den ich mal vor längerer Zeit eingescannt hatte, findet sich der damalige Restbetrieb der Kleinbahn im U-Bahn Fahrplan der Ringlinie mit dem Ast nach Groß-Hansdorf wieder -> [www.archiv-hhnv.de]

Gruß Thomas

Edith.: Ein paar Links ergänzt und Fehler ausgebessert ;-)



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:27:17:42:49.
Moin,
einer der doppelstöckigen Beiwagen steht heute in Aumühle im Lokschuppen beim VVM.

MfG Christoph
Thank you for a super picture report of a line that has fascinated me for a long time. I first saw picture 6 (by John Price) in 'Modern Tramway ' in 1961 and after 50 years I finally walked the course of the line from Ohlstedt to Wohldorf and back one evening at the end of August last year.

Vielen Dank für ein super Bild Bericht von einer Linie, die mich fasziniert hat für eine lange Zeit. Ich sah zuerst Bild 6 (von John Price) in "Modern Tramway" im Jahr 1961 und nach 50 Jahren ging ich schließlich den Verlauf der Linie von Ohlstedt nach Wohldorf-und Rückseite eines Abends am Ende August letzten Jahres.

Geoffrey Tribe,
Loughborough

Bild 1 + 2

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 28.03.12 00:42

Die Bilder 1 und 2 sind nicht in Volksdorf, sondern in der einstigen Ortsmitte von Oldenfelde aufgenommen. Heute ist der gesamte Bereich eine gewaltige Straßenkreuzung, der auch das auf dem Bild dominierende Jugendstilgebäude schon vor Jahrzehnten zum Opfer gefallen ist. Von der einstigen Bebauung an diesem Ort ist aus der Kleinbahnzeit kaum noch etwas erhalten geblieben, von den auf dem Fotos zu sehenden Gebäuden nur das kleinere Wohnhaus links neben dem großen Gebäude. Ich habe mal versucht, das ganze per Google Streetview nachzuvollziehen:

http://www.abload.de/img/oldenfeldeheutetuu48.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:28:13:53:06.
Schöne Bilder. Danke dafür. Ein Anlasse für mich sich mal mit Hamburg zu beschäftigen. Eins verstehe ich nicht. Der Verkehr zwischen Volksdorf und Ohlstädt wurde 1925 eingestellt und das Gleis 1934 abgebaut. Sind die Bilder 11 und 13 bei einer Sonderfahrt vor 1934 aufgenommen worden? Sonst können sie nicht in Heusbüttel aufgenommen worden sein. In Volksdorf gibt es nördlich der Endstation eine Wendeanlage. Zeigt Bild 13 nicht den Straßenbahnwagen vor einer Hochbahn in der Wendeanlage?
Seit ich bei einer Wanderung vor einigen Jahren völlig unvorbereitet die Spuren dieser alten Bahn entdeckte, habe ich leise gehofft, irgendwann auch mal was darüber zu lesen.

Herzlichen Dank.

Danke für's Erinnern

geschrieben von: HLeo

Datum: 28.03.12 17:45

Vielen Dank für die Bilder! Ich kann mich noch an die Bahn erinnern, und irgendwann bin ich wohl auch mal mitgefahren.
Im Berufsverkehr fuhren zwei Wagen hintereinander, denn kuppeln konnte man die Wagen wohl nicht. Und auf der eingleisigen Strecke war ein Verkehr im Gegentakt auch nicht möglich.
Tariflich zählte - so glaube ich - die Strecke von Ohlstedt nach Wohldorf als U-Bahnfahrt von einer zur nächsten Haltestelle, sie war damit tariflich U-Bahn, nicht Straßenbahn, und man stieg in Ohlstedt weder um noch "über".

Korrekturen erbeten.
Wieder mal super Zeitdokumente. Und die HVV konnte auch mit Schere fahren, wie zu sehen ist. Nur merkwürdig, in HVV Hamburg hat man sich an der Stange festgehalten. Mit dem Erfolg, durchgerostet. Mal abwarten wie viele Senatoren noch kommen werden, die keine Lust auf Stadtbahn haben.
Mit Gruß Wolfgang

Re: Danke für's Erinnern

geschrieben von: Thomas Englich

Datum: 28.03.12 17:54

Zitat:
Tariflich zählte - so glaube ich - die Strecke von Ohlstedt nach Wohldorf als U-Bahnfahrt von einer zur nächsten Haltestelle, sie war damit tariflich U-Bahn, nicht Straßenbahn, und man stieg in Ohlstedt weder um noch "über"
@ HLeo:

Im Fahrplan 1955/56 wird das erwähnt. Siehe Seite 112/113 (Punkt: "Tarifbestimmungen") dort:

[www.archiv-hhnv.de]

Gruß Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:28:17:56:10.

Tatsächlich

geschrieben von: HLeo

Datum: 28.03.12 18:10

Ich hatte erst meinen Beitrag geschrieben, dann Deinen gelesen. Umgekehrt wäre besser gewesen. Auch Dir herzlichen Dank für Deinen Beitrag.
Ich sehe einerseits eine Bestätigung im Übersichsplan durch die Kennzeichnung der betreffenden Haltestellen als U-Bahn-Haltestellen. Allerdings sind auch die Zwischenhaltestellen so gekennzeichnet, sodass eine Fahrt von Wohldorf nach Ohlstedt als eine Fahrt bis zur 3. Haltestelle - nicht bis zur 1. - anzusehen ist.

Re: Verkehrsplan 1945 & Fehlersuchbild (2Mb)

geschrieben von: Heiko Meusch

Datum: 28.03.12 19:34

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:04:19:22:45:10.

Re: Verkehrsplan 1945 & Fehlersuchbild (2Mb)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 28.03.12 19:41

Moin Heiko!

Ich habe in dem Liniennetzplan bisher 2 Fehler gefunden, und zwar folgende:

1. Bei der Walddörferbbahn (Abschnitt Ohlstedt - Wohldorf) fehlt die Haltestelle Kupferredder

2. Raum Bergedorf: Auf der Karte geht die Strecke nach Pollhof (und weiter nach Zollenspieker) bereits ab Bf. Bergedorf eigene Wege. Tatsächlich zweigte diese Strecke aber erst nach dem Bahnhof Bergedorf-Süd ab!


Danke für Deine sehr interessante Kartenergänzung, vermutlich ist der von Dir festgestellte Fehler noch ein anderer...

Beste Grüße
Helmut

Re: Verkehrsplan 1945 & Fehlersuchbild (2Mb)

geschrieben von: Heiko Meusch

Datum: 28.03.12 20:14

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:04:19:23:07:58.

direkt vor meiner Haustür...

geschrieben von: kluebbe

Datum: 28.03.12 20:33

Hallo Ludger,
der Beitrag trifft meinen Nerv.
Bin während meiner Schulzeit häufig zwischen dem Wohnort der Eltern in Meiendorf und dem Walddörfer Gymnasium auf der Kleinbahntrasse geradelt.
Die Trasse selbst ist auch zwischen Rahlstedt und Volksdorf noch an vielen Stellen auszumachen.
Bis vor kurzem gab es noch direkt an der U-Bahn-Brücke im Volksdorfer Wald noch die Überreste des Bahnsteiges Oberförsterei.
Bei Bild 13 frage ich mich nach dem Aufnahmeort. Mittlerweile ist längs der parallel verlaufenden Trassen ein kräftiger Bewuchs.
Danke und Gruß
Klaus

Re: direkt vor meiner Haustür...

geschrieben von: Netzspinne

Datum: 28.03.12 21:21

Eine Sache fiel mir noch auf, ein sehr interessanter Plan übrigens, was Wandsbek betrifft, aber sicher KEIN Fehler ist:
In dem Plan werden die Stationen Wandsbek-Gartenstadt und Wandsbek (der Lübeck-Büchener) korrekt nur mit K geschrieben. Das Dehnungs-C wurde in Preussen 1877 abgeschafft. In Hamburg hingegen erst 1947. Das betraf dann Barmbek und etwa Eilbek. Und wohl auch die Station Wandsbeker Chaussee, die in diesem Plan immer noch mit CK geschrieben wird.

Ich habe darauhin ein paar Vorkriegspläne und Nachkriegsfalkpläne zu Rate gezogen. Und da zeigt sich interessantes:

Orfix 1929 und 1939 sowie Hansaplan 1936
Straße imd Bahnhof: Wandsbecker Chaussee

Falkplan 6. Auflage 1947:
Straße und Bahnhof: Wandsbeker Chaussee

Falkplan 1., 3. und 5. Auflage 1946/47:
Straße: Wandsbeker Chaussee
Bahnhof: Wandsbecker Chaussee

Interessant am Rande, warum Schmalenbek in dem Plan nur mit K geschrieben wurde. Schmalenbeck fiel durch alle Rechtschreibkorrekturen: 1877 in Preußen und 1947 in Hamburg.

Edit: Aber jetzt hab ich einen Fehler gefunden: Angeblich ist der Plan von August 1945. Zu diesem Zeitpunkt war der Hochbahnring zwischen St.Pauli und Hauptbahnhof noch außer Betrieb. Im Plan ist er in Betrieb.
Nun könnte es aber auch sein, dass der Plan erst nach März 1946 herauskam und nur die Genehmigung seit Aug.45 vor lag. Dafür spricht die Klammersetzung von Rödingsmarkt und Barkhof, beides Stationen, die erst später wiedereröffnet wurden.
Rödingsmarkt ging erst im Mai 1946 in Betrieb. Also dürfte der Plan aus dieser Zeit sein.

Viele Grüße
Marcus



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:28:21:31:07.

Re: Verkehrsplan 1945 & Fehlersuchbild (2Mb)

geschrieben von: MAN-VT

Datum: 28.03.12 21:29

Der Kurort St. Ellingen fehlt...

Die AKN, die von Eidelstedt Ost bis Altona offensichtlich im zerbröselten Falz weiterführt, hatte in Eidelstedt eine Verknüpfung mit der Reichsbahn, und danach folgte erst der Bahnhof Stellingen bevor man Altona erreichte...




Edit meinte noch, dass die Rothenburgsorter Hochbahn-Linie nicht über Berliner Tor führte. Recht hat sie.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:28:21:34:00.

Re: Verkehrsplan 1945 & Fehlersuchbild (2Mb)

geschrieben von: ludger K

Datum: 28.03.12 22:09

Als "Walddörferbahn" bezeichnete man die spätere U-Bahn nach Ohlstedt, die kleine Bahn war die Walddörfer Straßenbahn nach Wohldorf.

Zwischen Volksdorf und Wohldorf fehlen in der Karte noch viel mehr Haltestellen: Bergstedter Weg, Volksdorfer Feldmark (Buckhorn ist der U-Bahnhof), Ohlendorffs Tannen, Bahnhof Lottbek (Hoisbüttel ist U-Bahnhof), Ohlstedt-Sthamerstraße sowie (wie Helmut schon sagte) Kupferredder.

Noch ein Fehler: Die Eisenbahn Hamburg - Lübeck kreuzt nicht beim Buchenkamp die U-Bahn (diese verläuft dort auf einem hohen Damm), sondern östlich vom U-Bahnhof Ahrensburg West, wo die U-Bahn im Einschnitt verläuft.

Schere

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 28.03.12 22:48

In Hamburg wurde die Stange durch die SEG (Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft) eingeführt, da diese mit der Elektrifizierung die Union-Elektrizitätsgesellschaft (UEG) beauftragt hatte. Die UEG war als einzige berechtigt, ihre Betriebe mit dem Stangenstromabnehmer auszustatten, denn sie war eine Tochter Thomson-Houston Electric Company, die das weltweite Patent darauf besaß. Die Kleinbahn Altrahlstedt Volksdorf hingegen wurde von Körting aus Hannover elektrifiziert, und die übernahmen aus ihrer Heimatstadt den Lyrabügel. Pläne, die Hamburger Straßenbahn auf Lyra- bzw. Scherenstromabnehmer umzustellen hat es übrigens durchaus gegeben. Zuletzt Anfang der Fünfzigerjahre, es hatten sogar schon Vorarbeiten stattgefunden. Dann 1958 kam ziemlich überraschend der Senatsbeschluss die Straßenbahn bis spätestens 1981 abzuschaffen, und fortan durfte nur noch (das nötigste) in die Instandhaltung investiert werden.

Re: Verkehrsplan 1945 & Fehlersuchbild (2Mb)

geschrieben von: Heiko Meusch

Datum: 28.03.12 23:38

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:04:19:23:07:13.

Zollenspieker

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 29.03.12 08:03

Die drei Strecken von Geesthacht, Bergedorf und Billwerder-Moorfleet trafen sich in Zollenspieker Querweg, von dort aus ging es auf gemeinsamen Gleisen in den Kopfbahnhof Zollenspieker. Im Plan liegt Zollenspieker Querweg allein am Geesthachter Ast.
Der dazugehörige Triebwagen aus Volksdorf wohl mittlerweile ebenfalls.

Gruß
Alexander
Hallo wirklich schöne Bilder!

Wie viel Zeit benötigte eigenlich ein Zug von Wohldorf nach Ohlstedt (bzw andersherum) ?

Zitat:
(die Stelle an der Tannenallee ist noch heute gut auszumachen, links ist jetzt ein Parkplatz)
Der Weg sieht so sandig aus. Könnte es auch der Senatorenstieg gewesen sein ?

Zitat:
Bild 11-12: Am Bahnhof Ohlstedt
Ja, es ist der alte Kleibahnhof Ohlstedt. Der Bahnhof wurde mitte der 50er Jahre nochmal auf die andere Straßenseite verlegt (heute Parkplatz).

Zitat:
Bild 13: Typisch für die Walddörfer Straßenbahn war zwischen Volksdorf und Ohlstedt der Verlauf am Fuß der Walddörferbahn, der U-Bahn
Ich würde sagen das das Bild in Ohlstedt aufgenommen ist. Die Züge oben stehen in der Abstellanlage in Ohlstedt.

Zitat:
Bild 14-15: Abtransport der letzten Wagen im Jahr 1961
Sicher mit 1961? Bild 14 sieht es ja schon sehr Schienenfrei aus. Die Strecke soll aber noch länger "brach" gelegen haben. 1962 -nach dem Sturm- haben freiwillige Helfer noch die vorhandene Strecke wieder aufgeräumt, da man auf einen Museumsbetrieb hoffte.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:29:16:02:36.

Re: Verkehrsplan 1945 & Fehlersuchbild (2Mb)

geschrieben von: Djensi

Datum: 30.03.12 10:55

-Fehlersuche hatte sich erledigt -



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:30:10:56:22.

Fehler, nicht nur im Seitenaufbau?

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 08.04.12 14:01

"Ich würde sagen, dass das Bild in Ohlstedt aufgenommen ist. Die Züge oben stehen in der Abstellanlage in Ohlstedt."

Völlig richtig!

Ich würde gerne noch mehr dazu schreiben und diverse Fehler beseitigen, doch der Seitenaufbau spinnt bei mir. Bei der ersten Seite liegen teilweise verschiedene Schriften übereinander und Beiträge fehlen auch ganz. Hat jemand eine Ahnung, woran das liegen könnte?
Auf dem viertuntersten Ihrer Fotosammlung bin ich abgebildet, auf der fünftuntersten ganz vorne ist meine Schwester(das temperamentvolle kleine Mädchen) zu sehen. Woher sind diese Fotos? Was ist das Archiv Werner Stork? Wie kann man an Abzüge dieses(r) Foto(s) kommen.
Wir haben in Wohldorf gelebt und kennen die Kleinbahn da sehr gut
Übrigens.Ein kleiner Fehler ist noch in der Beschriftung der unteren Fotos: Der Anhänger im fünfuntersten Foto wurde möglicherweise vor der Ausserbetriebsetzung der Kleinbahn vom Haltepunkt "Tannenallee" zum nahegelegenen Garten des Kleinbahnenthusiasten Pascal Horst Lehne transportiert-vielleicht aber war es auch erst 1962, als aber die Schienen alle noch existierten. Die wurden erst 1965 demontiert und bei der Gelegenheit sind dann auch die letzten Kleinbahnwagen (auf dem fünftuntersten Fotos) abtransportiert worden. Wir haben in der Zeit davor noch im Kleinbahnschuppen in den Wagen gespielt
Hallo Helmut!

Ich erlaube mir, Deinen Einwand bzgl. der Bilder 11 u. 12 zu korrigieren: beide Aufnahmen sind in Ohlstedt gemacht worden (somit auf hamburgischem Gebiet). Der ansteigende Weg rechts der Kleinbahn existiert noch. So sah es an der Station "Lottbek", parallel zur Hochbahnstation "Hoisbüttel" nicht aus. Auf Bild 12 kommt der Zug gerade von Wohldorf über die Dorfstraße gerollt. Hinter dem Zug liegt heute ein Parkplatz und ein Altglascontainer.

Mit freundlichen Grüßen

Kai
Uralter Thread, aber mit genialen Bildern wiederbelebt....

608 schrieb:
Ich erlaube mir, Deinen Einwand bzgl. der Bilder 11 u. 12 zu korrigieren: beide Aufnahmen sind in Ohlstedt gemacht worden (somit auf hamburgischem Gebiet). Der ansteigende Weg rechts der Kleinbahn existiert noch. So sah es an der Station "Lottbek", parallel zur Hochbahnstation "Hoisbüttel" nicht aus. Auf Bild 12 kommt der Zug gerade von Wohldorf über die Dorfstraße gerollt. Hinter dem Zug liegt heute ein Parkplatz und ein Altglascontainer.

Mit diesr Feststellung hast Du bei dem von Ludger auch genannten Abbruch der Strecke südlich Ohlstedt im Jahr 1934 natürlich recht.

Allerdings hat Ludger einen inhaltlichen Fehler gemacht in der Form, dass der schleswig-holsteinische Zipfel im Bereich der Hst Hoisbüttel liegt. Die "Zipfelzuordnung" von Ludger zu Ohlstedt ist damit ein sachlicher Fehler. Helmut hat sich davon verwirren lassen - zumal die Fotos ja nicht vor 1934, dem Abbruchjahr, entstanden.