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Die Diesellokomotiven der HzL (mit 21 B)

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 18.01.12 07:26

Bei der Vorbereitung meiner Beiträge zur Hohenzollerischen Landesbahn reifte die Idee, hier einmal eine Übersicht über den Diesellokpark der HzL zusammenzustellen. Hierbei entwickelte sich eine angeregte Korrespondenz mit Friedrich Siebenrock, der sich hier bei DSO „Fritzle“ nennt. Schließlich blieben noch ein paar Fragen offen, die ich an die HzL weiterleitete. Tatsächlich bekam ich von dort umfangreiche fundierte Antworten, die ich hier nun einarbeiten konnte.


Im Internet findet Ihr gute Übersichten zu diesem Thema, die ich hier vorab anführen möchte:
[www.rangierdiesel.de]
[www.privat-bahn.de]
Beschreibungen der MaK-Typenreihen findet Ihr bei [www.loks-aus-kiel.de]


Fangen wir mit der etwas eigenartigen Numerierung der Fahrzeuge an:
V 23 – 24 – 25 – 34 – 81 – 82 – 118 – 119 – 121 – 122 – 124 – 126 – 150 – 151 – 152 – 180 – 181

Die Grundidee war wohl ursprünglich die Eingruppierung nach Motorleistung (in PS). Zu den kuriosen Lücken teilte mir „Fritzle“ mit, daß man [vor 1978] Verwechslungen vermeiden wollte (auf dem Papier, denn im Freien waren die Unterschiede ja klar sichtbar!) und deshalb die Endziffern bei V 121, 122, 23, 124, 25 und 126 nur einmal vergab. Diese Logik wurde bei der Einreihung der V 24 offensichtlich nicht mehr beachtet. Schon bei V 118 und V 119 verstehe ich die Einreihung nicht so richtig: Warum nicht V 127 und V 128?

Für diesen Beitrag verwende ich die numerische Reihenfolge der Betriebsnummern. Die wichtigsten Daten der einzelnen Lokomotiven findet Ihr in den Links unter den Bildern. Bei der Auswahl der Bilder bevorzugte ich in diesem Beitrag Farbbilder. Einige davon hatte ich bereits in anderen Beiträgen gezeigt.






V 23

Die lange Zeit kleinste der HzL-Dieselloks wurde von MaK unter der Nummer 220052/1958 gebaut und an die Krefelder Eisenbahn Gesellschaft geliefert. Von dort kam sie 1967 zur HzL.
Zeiger1 vermerkt bei dieser Lok mit Stand 30.6.1999 „abgestellt“. Am 4.2.2012 wurde die Lok in das Museum der SVG Eisenbahn-Erlebniswelt in Horb überführt.

Mein einziges Farbbild dieser Lok zeigt sie mit angebautem Schneepflug am 15.3.1984 im Bw Gammertingen:

https://abload.de/img/hzl-v23-4007008tlp7m.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 24

Vor den Gravitas letzter Neuzugang bei der HzL ist Lok V 24 (Gmeinder 5491/1972), die die HzL im Jahr 2003 von der SWEG anmietete und schließlich 2005 erwarb. Bei der SWEG trug sie die Bezeichnung V 23-01.

Leider etwas im Gebüsch versteckt, fand ich V 24 am 21.7.2010 in Stetten (bei Haigerloch) neben der NeSa-V 100 2335:

https://abload.de/img/hzl-v24-0120894vhu6u.jpg




Am 16.10.2012 stand die Lok in Gammertingen:

https://abload.de/img/hzl-v24-0124988jsq26.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 25

Die älteste HzL-Diesellok (MaK 220018/1954) kam 1973 von der Bayer AG in Krefeld-Uerdingen, wo sie als V 1 bezeichnet war.

V 25 kam vermutlich mit orangefarbenem Anstrich zur HzL. Diese Aufnahme von Friedrich Siebenrock zeigt die Lok 1973 mit einem Bauzug zwischen Burladingen und Gauselfingen:

https://abload.de/img/hzl-v25-pict0227-1000ycs2c.jpg




Später wurde sie ins übliche HzL-Rot umlackiert. Am 26.5.1993 rangierte V 25 in Stetten (bei Haigerloch):

https://abload.de/img/hzl-v25-00731130esnq.jpg




Auch diese Lok gelangte am 4.2.2012 in das Museum der SVG Eisenbahn-Erlebniswelt in Horb.

[www.rangierdiesel.de]





V 34

1985 lieferte Gmeinder neben zwei Streckenlokomotiven auch die V 34 (Gmeinder 5651/1985) an die HzL. Warum die Lok nicht „V 31“ heißt, ist eine der offenen Fragen.
Die Lok wurde am 23.8.2016 verkauft.

V 34 am 27.7.1989 in Stetten (bei Haigerloch):

https://abload.de/img/hzl-v34-0040220g1sv1.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 81

Für viele die interessanteste Diesellok der HzL ist V 81, die 1956 von der Maschinenfabrik Esslingen mit der Fabriknummer 5212 geliefert wurde. Sie blieb ein Einzelstück des Typs „Alb“, von dem sich die ME sicher mehr Verkaufserfolg erhofft hatte. Die V 81 war die erste Diesellok im Bestand der HzL. Auch diese Lok war laut Zeiger1 mit Stand 30.6.1999 bereits „abgestellt“ und gelangte zusammen mit V 23 und V 25 am 4.2.2012 in das Museum der SVG Eisenbahn-Erlebniswelt in Horb.

V 81 mit Schotterzug am 1.8.1990 bei Killer:

https://abload.de/img/hzl-v81-0051302nna32.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 82

V 82 kam Anfang 1958 neu aus Kiel (MaK 80090/1957) zur HzL. In der Rübensaison 1978 kam sie ab 3.10.1978 als Leihlok zur WNB auf die Strecke Korntal – Weissach (Strohgäubahn). Nach der Rübensaison wurde sie am 15.1.1979 an die WNB verkauft2 und dort als V 83 WNB eingereiht.

Die Umzeichnung erlebte sie vermutlich während einer HU bei der TWE in Lengerich. Ende Mai 1979 traf sie wieder in Korntal ein. Die kuriose Nummernänderung von 82 in 83 erklärt sich dadurch, daß die WNB damals zur DEG gehörte, die bereits eine V 82 bei der Kiel-Schönberger Eisenbahn hatte.

V 82 noch als Leihlok in HzL-Eigentum am 13.11.1978 auf der WNB-Strohgäubahn in Hemmingen:

https://abload.de/img/hzl-v82-1018333eqjb6.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 118

Am 15.9.1978 erhielt die HzL zwei Lokomotiven von Krauss-Maffei. Die 19855/1978 wurde als V 118 eingereiht. Nach der Logik des bisherigen Systems hätte sie die Nummer „V 127“ erhalten müssen (nächste freie Nummer der 1200 PS-Klasse). Daß die Lok bereits am nächsten Tag abgenommen wurde3, bezweifle ich allerdings nach Sichtung meiner Fotos:

https://abload.de/img/hzl-v118-0014302-at2k6x.jpg


Die 1988 zuständige DREHSCHEIBE-Redaktion bestätigt meine Sichtung: Abn. 23.09.78


Bei Hechingen entstand dieses Bild am 27.7.1989:

https://abload.de/img/hzl-v118-0039917q5lvl.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 119

Zusammen mit V 118 traf die baugleiche V 119 (Krauss-Maffei 19856/1978) bei der HzL ein. Auch ihre Abnahme erfolgte am 23.09.78. Beide Lokomotiven sind untereinander und mit V 150 – V 152, sowie mit der modernisierten V 124 mehrfachtraktionsfähig.
Am 25.5.2012 wurden V 118 und V 119 an die Firma VTLT - Voith Turbo Lokomotivtechnik GmbH & Co. KG, Kiel verkauft.

V 119 + V 118 abfahrbereit mit einem Salzzug in Stetten (bei Haigerloch) am 5.2.1990:

https://abload.de/img/hzl-v119-00449027luoq.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 121

V 121 kam 1963 direkt von der MaK (1000157/1963) zur HzL. Im Jahr 1986 war sie mehrere Monate an die WEG4 vermietet und auf der Strohgäubahn Korntal – Weissach eingesetzt. Während [www.rangierdiesel.de] Mai bis Dezember 1986 nennt, datiert mein erstes Foto dieser Lok auf der Strohgäubahn vom 16.7.1986. Ist mir deren Einsatz wirklich zwei Monate verborgen geblieben? Gibt es Belege für die Vermietung ab Mai?
Laut Zeiger1 wurde die Lok am 06.03.1993 abgestellt und am 08.05.1995 an die OHE als Ersatzteilspender verkauft. Dort wurde sie 1997 verschrottet.

Hobbykollege Friedrich Siebenrock machte mich auf eine betriebliche Besonderheit aufmerksam: Als einzige der Streckendiesel stand sie mit Motorvorbau Richtung Eyach auf dem HzL-Netz im Einsatz. Als Grund für die gleiche Ausrichtung der anderen Lokomotiven nennt „Fritzle“ die Anordnung der Sandkästen bei V 122 und V 124, bei allen aber die Lage des Hallenkrans in der alten Werkstatt (bis ~ 1980). Aber warum stand V 121 „verkehrt“ herum? (Seit dem Durchlauf der HzL-Lokomotiven auf das DB-Netz und Umbau der Bahnanlagen in Sigmaringendorf und Sigmaringen kommt es öfters vor, daß eine Lok gedreht zurückkommt, so daß dies heute kein markantes Kriterium mehr ist.)

Die Erklärung bekam ich von der HzL: Bei dieser Lokbauart war es nötig, dass die Abwärme bei der Bergfahrt nach hinten weg konnte. Andernfalls wäre die warme Abluft durch den Motorraum und das Führerhaus nach hinten weggegangen, was die Motorkühlung und die Arbeit auf dem durch das Getriebe ohnehin schon warmen Führerstand weiter erschwert hätte. Außerdem hat die Lok bei Doppeltraktion, wenn sie an zweiter Stelle lief (wie auf dem folgenden Bild), weniger die warme Abluft der ersten Lok angesaugt.

Der auf dem letzten Bild gezeigte Salzzug wurde von V 122 + V 121 nachgeschoben (bei Stetten am 5.2.1990). Hier wird die umgekehrte Stellung der V 121 (linke Lok) deutlich:

https://abload.de/img/hzl-v121-0044906h8lpt.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 122

1964 erwarb die HzL ihre erste Lok vom MaK-Typ V 100 PA (vgl. Rolf Köstners Beitrag: [www.drehscheibe-foren.de]). Die MaK 1000247/1963 diente zunächst dem Hersteller als Vorführlok, bevor sie an die HzL verkauft wurde. (Zeiger1 nennt zwar als Herkunft „fabrikneu“, aber das halte ich für eine mißverständliche Formulierung für den „Erwerb vom Hersteller“.)

Diese Lok wurde am 24.6.2011 an das Süddeutsche Eisenbahnmuseum Heilbronn (SEH) übergeben.

Schon lange zuvor betätigte sich V 122 als Museumslok (am 6.4.1985 bei Hausen-Starzeln):

https://abload.de/img/hzl-v122-002492897z46.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 124

Die MaK 1000258/1969 kam fabrikneu zur HzL, wo sie als V 124 bezeichnet wurde. Sie war wie V 122 vom Typ V 100 PA.

V 124 mit einem kurzen Güterzug am 15.10.1993 bei Gammertingen:

https://abload.de/img/hzl-v124-0076019ezuqc.jpg



2003/2004 wurde diese Lok von Gmeinder in Mosbach grundlegend modernisiert und steht heute noch im Einsatz. Bei der Modernisierung erhielt sie auch eine Funkfernsteuerung.

Unmittelbar vor einem Gewitterschauer erwischte ich die umgebaute Lok am 21.7.2010 im Hechinger Landesbahnhof:

https://abload.de/img/hzl-v124-01208874pudc.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 126

V 126 (Gmeinder 5477/1973) war von 1973 bis 1978 bei der HzL im Einsatz.
Zeiger1 schreibt: 1973 wurde eine für die Südwestdeutsche Verkehrs-AG (SWEG) konzipierte 4achsige Drehgestell-Lok mit dieselelektrischem Antrieb der HzL leihweise überlassen (V 126). Hersteller der Lok war Kaelble-Gmeinder, Dieselmotor-Lieferant MTU, die elektrische Ausrüstung stammte von Siemens. Die Lok genügte den Anforderungen der HzL nicht, zumal sie noch mit einigen nicht unerheblichen technischen Problemen behaftet war, die erst im Laufe ihres Einsatzes erkannt und behoben werden konnten. Die Maschine wurde am 21.10.1978 der SWEG zurückgegeben, die sie später nach Italien verkaufte. Für mich klingt dieser Text so, als ob sie nicht im Eigentum der HzL stand. Alle anderen mir bekannten Quellen berücksichtigen dieses Leih-/Miet-Verhältnis nicht. Für ein Leih-/Miet-Verhältnis zumindest ungewöhnlich ist jedoch der Schriftzug „Hohenzollerische Landesbahn AG“ im passenden Blauton, der dafür spricht, daß die Lok mit dieser Anschrift ausgeliefert wurde – andererseits ist sie die einzige HzL-Lok, die in dieser Farbgebung an die HzL geliefert wurde. Die Nummer paßt in die damalige Systematik der HzL (bei der SWEG war die Nummer außer der Reihe, wobei ich dort nicht so wirklich ein System erkennen kann).

Inzwischen bestätigte mir die HzL, daß die Lok nie im Eigentum der HzL, sondern nur an diese verliehen war. Dazu erhielt ich noch folgende detaillierte Informationen: Die Lok war durch die SWEG bestellt worden. Deshalb war sie auch in SWEG-Farben geliefert worden. Kurz vor der Ablieferung kam es bei der SWEG wohl zu einem Verkehrsrückgang. Gleichzeitig gab es bei der HzL Überlegungen eine weitere neue Lok zu beschaffen, um u.a. die ältesten Stangendieselloks (u.a. V81) abzulösen. Dies wurde durch den Aufsichtsrat verweigert (die finanzielle Situation dürfte mal wieder nicht rosig gewesen sein) und die V126 gegen den Willen der HzL zu dieser verfügt. Man war an einem Prototypen in der für das Unternehmen und das Personal unbekannten dieselelektrischer Ausführung absolut nicht interessiert.

Die Lok war bei der Ablieferung eine völlige Fehlkonstruktion. Einerseits saugte der Dieselmotor die warme Abluft der Elektromotoren an, was in der Anfangszeit, bis dies erkannt wurde, zu extrem schlechten Zugleistungen wegen Überhitzungen bei Bergfahrten sorgte.

Für die vielen Entgleisungen (an denen der damalige Oberbau nicht ganz unschuldig war) waren wohl einerseits die harten Megifederungen verantwortlich, andereseits waren die Drehgestelle möglichweise außerdem etwas verzogen. Deshalb wurde bei der SWEG später auch andere Drehgestelle eingebaut.

Bei Personal hatte die Lok den Namen "Gelbe Gefahr" und war äußerst unbeliebt. Schließlich war die Lok bei normaler Fahrt einige Male im Bahngraben gelandet und stürzte ein, zwei Mal sogar komplett um. Auf dieses Erlebnis konnten die Lokführer selbstverständlich gerne verzichten.


Bei der HzL und bei der SWEG trug die Lok den damals modernen Anstrich „Orange mit blauem Streifen“. Bei Wolff5 fand ich eine einzige S/W-Aufnahme, die einen dunklen Lokkasten mit hellem Streifen zeigt. Hier vermute ich jedoch einen S/W-Abzug vom Farbnegativ als Druckvorlage6.

Bei der HzL bekam ich die Lok nicht vor die Linse, deshalb hilft mir Friedrich Siebenrock mit einem Bild aus, das er 1974 in Gammertingen aufgenommen hat:

https://abload.de/img/hzl-v126-pict0156-100vqu7r.jpg




Meine eigene Aufnahme zeigt die Lok bei der SWEG in Schwarzach am 31.10.1980 – hier fällt der farblich unpassende SWEG-Schriftzug auf:

https://abload.de/img/sweg-v126-00143326sum7.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 150

1985 erhielt die HzL drei fabrikneue Lokomotiven von Gmeinder. Eine davon ist die V 150 (Gmeinder 5649/1985), die am 11.10.1985 an die HzL ausgeliefert wurde7.

Inzwischen trägt die Lok zusätzlich zur HzL-internen Betriebsnummer die NVR-Nr. 98 80 0580 001-2 D-HzL.

Im November 2017 wird die Lok zum Verkauf angeboten: [www.gmeinder-lokomotiven.de]

Am frühen Morgen des 1.8.1990 kreuzte V 150 mit einer Prise Salz einen Sonderzug der EFZ in Hart:

https://abload.de/img/hzl-v150-00512303muv1.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 151

Die dritte neue Lok des Jahres 1985 ist V 151 (Gmeinder 5650/1985), die baugleich mit V 150 ist.

Im November 2017 wird die Lok zum Verkauf angeboten: [www.gmeinder-lokomotiven.de]

V 151 begegnete mir am 24.6.1986 bei Haigerloch:

https://abload.de/img/hzl-v151-0027705uvb9b.jpg



[www.rangierdiesel.de]





V 152

Um die letzten Strecken-Stangendiesel abstellen zu können, beschaffte die HzL 1992 eine weitere Gmeinder-Lok (Gmeinder 5701/1992), die technisch den V 150 und V 151 entspricht.

V 152 + V 150 rangierten am 19.10.2007 in Gammertingen:

https://abload.de/img/hzl-v152-011633558p6i.jpg


V 150 bis V 152 haben Funkfernsteuerung, zur Übernahme der Mora C-Verkehre zum 1.1.2002 erhielten sie Rangierkupplungen, die aber seit Jahren nicht (mehr) genutzt werden.

[www.rangierdiesel.de]





V 180

Ende 2011 hat die HzL zwei Gravita 15L BB mit 1800 kW bei Voith-Turbo Lokomotivtechnik in Kiel bestellt. Eigentlich müßten sie nach dem Nummernschema der HzL „V 240“ und „V 241“ heißen, aber diese Nummern sind schon mit Regioshuttle-Triebwagen des Ringzuges belegt. V 180 verließ Kiel am 18.1.2013 und traf am 21.1.2013 bei der HzL ein.

Am 16.1.2013 fotografierte ich die V 180 bei der Rückkehr von einer Probefahrt in Kiel:

https://abload.de/img/hzl-v180-8002134buqst.jpg



[www.loks-aus-kiel.de]





V 181

Die zweite Gravita 15L BB, V 181 der HzL, wurde am 28./29.4.2013 zur HzL überführt.

Am 18.4.2013 fotografierte ich sie bei einer Probefahrt im Bahnhof Bordesholm:

https://abload.de/img/hzl-v181-8003156x1js9.jpg



[www.loks-aus-kiel.de]





Mit diesem Beitrag hoffe ich, Euch einen Überblick über den interessanten Lokomotivpark der HzL verschafft zu haben. Gleichzeitig freue ich mich auf Ergänzungen und Berichtigungen – und natürlich die Beantwortung der offenen Fragen! Mein besonderer Dank gilt der HzL, sowie Friedrich Siebenrock für ihre kompetente Unterstützung mit Informationen und Bildmaterial.

Am 09.11.2017 erfolgte die letzte Aktualisierung der Daten.

Viele Grüße
Stefan


Anmerkungen:

1)Zeiger,Günter: 100 Jahre HzL, Geschichte der Hohenzollerischen Landesbahn AG 1899 – 1999, Hechingen 1999
2)Lok-Report 3/79 – S. 27; Zeiger nennt als Verkaufsdatum den 11.1.1979. Der 11.1.1979 war ein Donnerstag, der 15. ein Montag …
3)Lok-Report 7/78 – S. 24
4)Zum 1.1.1984 fusionierten WEG und WNB und firmieren seitdem als WEG
5)Wolff, Gerd: Deutsche Klein- und Privatbahnen, Teil 5 Baden-Württemberg, Gifhorn 1977
6)Die Farben orange und hellblau waren ungefähr gleich hell. Ein S/W-Abzug mit rot-unempfindlichem Fotopapier vom
maskierten Farbnegativ wirkt wie ein starker Blau-Filter, so daß Blau sehr hell, Orange aber sehr dunkel erscheint.
7)Lok-Report 12/86 – S. 28 und [www.drehscheibe-foren.de]



Meine bisherigen Beiträge zur HzL:

Hohenzollerische Landesbahn 1979
Hohenzollerische Landesbahn 1980 - Teil 1 - Teil 2
Hohenzollerische Landesbahn 1983
Hohenzollerische Landesbahn 1984 - Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4
V 150 (HzL) in Tübingen
VB 21 (HzL)

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg





4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:02:11:18:14:58.

sehr schön!

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 18.01.12 08:33

*Daumen hoch*

Eine wunderschöne Zusammenstellung - da lacht die Koralle. Danke für die Mühen, die Du Dir gemacht hast. Schön auch, daß Dir die HzL so bereitwillig Auskunsft gegeben hat; das ist bei Weitem nicht die Regel.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Hallo Stefan,

danke für das erschaffen dieses tollen HiFo-Beitrags mit vielen sehr interessanten Infos.

An die V121 als Leihlok in Weissach erinnere ich mich noch gut. Die Lok habe ich 1986 beim 80-jährigen Steckenjubiläum der Strohgäubahn als kleiner Bub im Weissacher Lokschuppen zum ersten Mal aus der Nähe bewundert. Mit ihren ungewöhnlichen Schienenräumern sah die Lok fast schon skandinavisch aus.
Der Grund für die Verleihung nach Weissach war u.a. der zusätzliche Schotterverkehr durch einen Großauftrag für die WEG. Aus dem nahegelegenen Heimsheimer Steinbruch wurden mehrere tausend Tonnen Schotter mit LKW der Fa. Wöhr nach Weissach gekarrt und auf der großen Freifläche gegenüber des Bahnhofs abgeladen. Mit einem großen Radlader wurden dann 7-8 Schotterwagen für die NBS Mannheim-Stuttgart beladen und mit der V121 abgefahren.

Grüße
Markus
Hallo Stefan,

Danke für diese angenehme Überraschung am frühen Morgen . . . eine wahre Fleissarbeit . . . das Dankeschön geht auch an alle anderen "Lieferanten" des Beitrages. Wie Joachim oben bereits erwähnte, ist das Auskunftsverhalten von Privatbahnen über die Vergangenheit nicht immer so gut wie in Deinem Falle. Zu den offenen Fragen kann ich leider keine Antwort geben, da ich diese Region, man möge es mir verzeihen, bisher nicht bereist habe.
Abschließend möchte ich noch anmerken, das Deine Idee, die Lokomotiven nach Nummern vorzustellen, bei mir gut angekommen ist.

Gruß von Michael
Moin Stefan,

vielen Dank für diesen aufschlußreichen Beitrag über die HzL- Dieselloks! Da hast Du ja eine tolle Fleißarbeit hingelegt.
Durch Deinen Beitrag habe ich gemerkt, daß mir längst nicht alle HzL Dieselloks über den Weg gelaufen sind wie die V 81 (deren Existenz mir bekannt war), die V 82, von der ich nie etwas gehört habe, ebensowenig wie von der V 121 und von der V 126. Die V 24 habe ich auch noch nicht bei der HzL gesehen.

Wieder viel dazugelernt!

Danke, auch an Fritzle!

viele Grüße
Detlef
Moin Stefan,

ja, wie Joachim schon schrieb: Daumen hoch!

Danke für diese interessante Zusammenstellung - und warum hat eine Gravita 15 eine Leistung von 1800 kW?

Mein Favorit: Die Esslinger! solch ein schönes rundliches Design!

Danke für Deinen Beitrag zur HzL,
Martin

Bid 1: Deine Antwort auf den Winterdienst.... ;-)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 18.01.12 15:03

Ein äußerst interessanter Beitrag, Stefan. Nicht nur eine echte Fleißarbeit, sondern auch viele neue und interessante Informationen. Die ein oder andere Lok war mir optisch gar nicht geläufig. So viel habe ich nicht von der HzL. Danke!


Bis neulich - natürlich im HiFo

Rolf Köstner

"Erst wenn ich nicht mehr mein Eisenbahnerspanisch, mein Deutsch oder Englisch benutze, wenn ich da allein stehe mit meinem Tschechisch, weil alle Weltreisenden weg sind, dann weiß ich, es ist vorbei mit Europa.“

Pavel Peterka (Speisewagenkellner)

Re: Die Diesellokomotiven der HzL (mit 20 B, ! und ?)

geschrieben von: Pfeiftafel

Datum: 18.01.12 16:46

Hallo!

Weil es dabei nicht nur eine Gravita 15 BB, sondern eine Gravita 15L BB handelt. Das L steht für leistungsgesteigert. Es sind auch Gravita 10L BB und 20L BB geplant, die dann 1200 kW bzw. 2200 kW haben werden.
Man hätte sie theoretisch auch als Gravita 10 BB / 12 BB / 15 BB / 18 BB / 20 BB / 22 BB bezeichnen können. Äußerlich sind sich 10/12, 15/18 und 20/22 jeweils gleich. Deshalb wohl die Beschränkung auf drei Klassen.

Pfeiftafel
Werter Stefan! Abermals ist es Dir ausgezeichnet gelungen, mir Erinnerungen an meine schöne hohenzollerische Heimat zu wecken, insbesondere an den todeinsam gelegenen Bf. Hart, auf dem ich jahrelang mittwochs direkt aus dem Packwagen des Stückgut-NG einen Korb Fische auf Eis aus Bremen mit dem Handwagen übernehmen und in eine 5 Km entfernte Gemeinde bringen mußte. Dieser Bf wurde vor allem von zahlreichen Arbeitern aus 3 umliegenden Gemeinden zur Fahrt in die textilindustriereichen Orte Hechingen und Burladingen genutzt,was heute kaum noch vorstellbar ist. Gruß Fritzle.