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Signalbuch der DRG - Rangiersignale 1 - 5

geschrieben von: BA Eschwege

Datum: 31.10.11 04:02

Hallo an Alle,

Heute will ich mal was eröffnen, angereizt durch die letzten Beiträge zum Hp 3 würde ich gern einmal auf das alte Signalbuch eingehen. Ich habe hier eines vor mir liegen, es trägt den Titel:

Signale und Kennzeichen der Deutschen Reichsbahn
Hilfshefte für das dienstliche Fortbildungswesen

Kaum zu glauben, am 29. Juni 1933 wurden diese Signale mit der Verfügung 5.564 Puh in einem Buch zusammengeführt, dass den Namen "h 301" trug. Wenigstens die drei Zahlen haben sich bis Heute gehalten - ab 1957 als DS 301 - heute als Ril 301.

Mein Signalbuch wurde 1940 als zweite Auflage im Druck- und Verlagshaus der Gebrüder Jänecke in Hannover gedruckt. Leider sind meine Mittel zum digitalisieren beschränkt, sodass die Scans nur einen Teil des ursprünglichen Reizes wiedergeben können. Glatt könne man behaupten, dass es 1940 schon einen Kopierschutz gab, erinnern mich die fleckigen Muster der Scans doch an die Kopien von DB Trainig - Versucht man da ein Blatt zu vervielfältigen hat man prompt die Worte "verbotene Kopie" auf dem Duplikat stehen...

Also, ich bitte die Qualität etwas zu entschuldigen.

Wie der Betreff schon sagt, der erste Teil beschäftigt sich mit den Rangiersignalen Ra 1 bis Ra 5, also den Hand- und Pfeiffsignalen. Ihre Bedeutung ist etwas anders als Heute, aber die Handzeichen sind die Selben geblieben. Und sogar schöner dargestellt als aktuell der Fall. Während heute viele Neulinge nicht wissen, wo die Hand herkommt bzw. wo man anfängt ist das ganze "Gewedel" hier in einer Linie gezeigt, explizit bei Signal Ra 4.

Nundenn, fangen wir mal an, Sie sehen h 301, Seiten 81 - 87:

http://www.fotos-hochladen.net/uploads/81j8g1x9ubl4.jpg

http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/82xmanze5v1u.jpg http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/83qpv89injk4.jpg

Hier die ersten Unterschiede: Heute beziehen sich Ra 1 und Ra 2 nurnoch auf den Signalgeber. Ra 1, Wegfahren, heisst, es ist vom Signalgeber wegzufahren. Ra 2, Herkommen, heisst, es soll zum Signalgeber hinzufahren... Die Regelungen für "Ziehen" und "Schieben" sind weggefallen...

http://www.fotos-hochladen.net/uploads/84ht3veor965.jpg http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/859rt8pec1xu.jpg

http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/86m6g8cenitw.jpg http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/87a5sqkdc6yx.jpg

Bei Ra 3 und Ra 4 hat sich bis in diese Sekunde herein nichts geändert, 78 Jahre lang. Bei Ra 5 wurde der Name der Kurzbezeichnung "angepasst". Ein Ra 5 ist kein Halt, sondern ein Rangierhalt. Obwohl es in seiner optischen Form dem Sh 3 "Sofort anhalten" und in seiner akustischen dem Sh 5 "Horn und Pfeiffsignal" (sofort anhalten) entspricht.

Nundenn, der erste kurze Abriss - wenn es euch gefällt stelle ich gern noch weitere Teile ein und werde mal schaun, ob sich die Qualität ein wenig steigern lässt... Passt mir selber nicht.

Bis dahin viele Grüße an Euch
Carsten



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:10:31:04:08:55.

Re: Signalbuch der DRG - Rangiersignale 1 - 5

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 31.10.11 08:03

sehr interessant, gerdae auch wegen der 89er Einheitslok. Die DRo hatte ja auch diese colorierten Fotos zur Veranschaulichung.

Wegen der Qualität: schu mal nach, ob es bei Deinem Scanprogramm so etwas wie "Entrasterung" oder "Zeitschrift" gibt. Dieses Moire kommt genau von der Rasterung der Bilder, die ja vergleichweise grob war.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(

Signalbuch der DRG

geschrieben von: Roststab

Datum: 31.10.11 09:20

Da ich selbst im Besitze dieses Buches bin, aber z.Zt. nicht an das Buch komme (vergraben in einer von mehreren Umzugskisten), habe ich eine Bitte:
Das Buch erläutert bei den Hauptsignalen noch das dreiflügelige Signalbild. Da hier im Hifo öfter die Frage danach gestellt wird, wäre es gut, wenn dieser Unterschied bezügl. des Fahrweges mal aufgeklärt werden könnte.

Nach meinem Verständnis war das Signal mit drei Flügeln zu geben, wenn der Fahrweg das durchgehende Hauptgleis der Gegenrichtung kreuzte.

Re: Signalbuch der DRG - Rangiersignale 1 - 5

geschrieben von: stefan p.

Datum: 31.10.11 09:32

Hallo Carsten,

danke für Deine Mühe, die Du Dir machst!

Als "West-Eisenbahner", der die DR betrieblich nur im Rahmen von Schulungen kennen lernte, finde ich es sehr interessant, dass die Kennzeichnung des Rangierleiters (gibt es heute nicht mehr) mit einem roten Band an der Mütze damals schon Anwendung fand und diese mit einer zusätzlichen Druckfarbe in die Bilder hineinretuschiert wurde! Diese Markierung kenne ich von der DB nicht, bei der DR war sie meines Wissens bis zur Harmonisierung der Regelwerke vorgeschrieben.

Gestatte mir noch eine kleine "korintenka....ische" Anmerkung: Du zeigst uns nicht das Signalbuch, sondern eine Ausbildungsunterlage, in der die Inhalte des Signalbuchs extra illustriert worden sind - mir besonders gefällt und meines Erachtens den besonderen Reiz ausmacht!


Danke und Gruß
Stefan P.

Spur 0 - was sonst?

Meine Beiträge im HiFo: [www.drehscheibe-foren.de]

Re: Signalbuch der DRG

geschrieben von: stefan p.

Datum: 31.10.11 09:35

Hallo Heinz,

Roststab schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nach meinem Verständnis war das Signal mit drei
> Flügeln zu geben, wenn der Fahrweg das
> durchgehende Hauptgleis der Gegenrichtung kreuzte.

dem kann ich so ohne weiteres nicht zustimmen, da es dann an eingleisigen Strecken mangels Gegengleis keine dreiflügeligen Signale hätte geben dürfen. In Rheinberg gab es aber aus Richtung Millingen (Strecke war und ist eingleisig) ein dreiflügeliges Einfahrsignal. Hp 2 ging in das Überholgleis mit Bahnsteigkante, Hp 3 führte in die Gütergleise.

Gruß,
Stefan P.

Spur 0 - was sonst?

Meine Beiträge im HiFo: [www.drehscheibe-foren.de]
Ich habe gesehen, daß Du im Testforum [www.drehscheibe-foren.de] das von Roststab hier erbetene Signal bereits hochgeladen hast! Ist zwar arg groß geraten, aber deswegen zum Experimentieren vielleicht gar nicht mal schlecht.

In Verbindung von Joachims Tipp und Roststabs Bitte habe ich mir erlaubt, mit diesem Scan mal ein wenig herum zu experimentieren http://img200.imageshack.us/img200/7710/pfeilrunterii.gif

Dreiflügliges-Signal.jpg

(Selbstverständlich wird das Experiment vollkommen geräuschlos wieder entfernt, wenn Du mit meinem Vorgehen und möglicherweise Vorgriff auf noch zu Zeigendes nicht einverstanden bist)





mfG

Walter

Re: Signalbuch der DRG - Rangiersignale 1 - 5

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 31.10.11 10:39

stefan p. schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Carsten,
>
> danke für Deine Mühe, die Du Dir machst!
>
> Als "West-Eisenbahner", der die DR betrieblich nur
> im Rahmen von Schulungen kennen lernte, finde ich
> es sehr interessant, dass die Kennzeichnung des
> Rangierleiters (gibt es heute nicht mehr) mit
> einem roten Band an der Mütze damals schon
> Anwendung fand und diese mit einer zusätzlichen
> Druckfarbe in die Bilder hineinretuschiert wurde!
> Diese Markierung kenne ich von der DB nicht, bei
> der DR war sie meines Wissens bis zur
> Harmonisierung der Regelwerke vorgeschrieben.
>
>
> Kleine Ergänzung: das rote Mützenband des RL war auch bis Ende 50er-Jashre bei der DB, allerdings nur auf Rangierbf. zu sehen. Gruß Fritzle.

Das ist ein preußisches Erbe des Wegesignals...

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 31.10.11 10:39

...und hat sich in der preußisch dominierten Reichsbahn bis nach dem Krieg gehalten. Die "Südstaaten" kannten das so nicht bzw. dort war es schon früh verschwunden. Meines Erachtens zeigt es dem Lokführer etwas an, womit er überhaupt nichts anfangen kann bzw. was von ihm keine Handlung erfordert, die er bei Hp 2 nicht auch ausführen müßte. Ob er nun in dieses oder jenes Gleis einfährt, ist ihm im Prinzip egal, denn ändern kann er da sowieso nichts dran, die Weichen werden vom Stellwerk gestellt. Für ihn ist wichtig, muß er anhalten, kann er mit Strecken-HG weiterfahren oder muß er die Geschwindigkeit reduzieren, weil es über den abzweigenden Strang einer oder mehreren Weichen geht. Dafür reichen die drei anderen Signalbilder vollkommen aus, weswegen Hp 3 wohl auch abgeschafft wurde.
Man korrigiere mich, wenn ich mit dieser Einschätzung falsch liege.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: Signalbuch der DRG - Rangiersignale 1 - 5

geschrieben von: stefan p.

Datum: 31.10.11 10:50

Hallo Fritzle,

danke für Deine Ergänzung - ich dachte mir schon so etwas, aber da ich kein Datum kenne, habe ich keine entsprechende Andeutung verfasst. Sicher weiß ich nur, dass 1981 diese Kennzeichnung bei der DB nicht (mehr) existiert(e).

Gruß
Stefan P.

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Re: Das ist ein preußisches Erbe des Wegesignals...

geschrieben von: stefan p.

Datum: 31.10.11 10:57

Hallo Nietenreko,

Nietenreko schrieb:
-------------------------------------------------------
> ...und hat sich in der preußisch dominierten
> Reichsbahn bis nach dem Krieg gehalten. Die
> "Südstaaten" kannten das so nicht bzw. dort war es
> schon früh verschwunden. Meines Erachtens zeigt es
> dem Lokführer etwas an, womit er überhaupt nichts
> anfangen kann bzw. was von ihm keine Handlung
> erfordert, die er bei Hp 2 nicht auch ausführen
> müßte. Ob er nun in dieses oder jenes Gleis
> einfährt, ist ihm im Prinzip egal, denn ändern
> kann er da sowieso nichts dran, die Weichen werden
> vom Stellwerk gestellt. Für ihn ist wichtig, muß
> er anhalten, kann er mit Strecken-HG weiterfahren
> oder muß er die Geschwindigkeit reduzieren, weil
> es über den abzweigenden Strang einer oder
> mehreren Weichen geht. Dafür reichen die drei
> anderen Signalbilder vollkommen aus, weswegen Hp 3
> wohl auch abgeschafft wurde.
> Man korrigiere mich, wenn ich mit dieser
> Einschätzung falsch liege.

Du liegst gar nicht so falsch, so dass ich Dich nicht korrigieren, sondern nur etwas ergänzen möchte: Die Betriebsphilosopie, die in Deutschland angewandt wurden, änderte sich mit der Entwicklung im Signalwesen und dem Ansteigen der gefahrenen Geschwindigkeiten. Mehrere schwere Unfälle Anfang der 20er Jahre, bei denen Triebfahrzeugführer (damals noch Lokführer genannt) sich an einer anderen Betriebsstelle wähnten, deswegen mit zu hoher Geschwindigkeit fuhren und entgleisten, sorgten letztlich von der Abkehr von der Wegesignalisierung hin zur Geschwindigkeitssignalisierung (wobei diese in Bayern schon sehr viel früher üblich war).

Der Anspruch an die Streckenkunde der Lokführer war zu Zeiten der Wegesignalisierung deutlich höher, da der Lokführer zusätzlich zum Fahrweg auch noch die zulässige Geschwindigkeit kennen musste.

Gruß,
Stefan P.

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Re: Das ist ein preußisches Erbe des Wegesignals...

geschrieben von: befehlsturm

Datum: 31.10.11 11:56

Nietenreko schrieb:
-------------------------------------------------------
> Meines Erachtens zeigt es
> dem Lokführer etwas an, womit er überhaupt nichts
> anfangen kann bzw. was von ihm keine Handlung
> erfordert, die er bei Hp 2 nicht auch ausführen
> müßte.

Oh doch! Im Walburg (Hess-Nass) gab es ein vierbegriffiges Einfahrsignal aus Richtung Velmeden (Strecken von Großalmerode West und Eichenberg).
Hp 1 bedeutete: Einfahrt auf dem geraden Strang nach Gleis 4, Halt vor Weiche 23.
Hp 2 bedeutete: Einfahrt durch Gleis 4 und dann durch die abzweigende Weiche 23 nach Gleis 3.
Hp 3 bedeutete: Einfahrt durch Gleis 4 über Weiche 23 gerade in das in Verlängerung davon liegende Güterzuggleis 12.

Es sind damit unterschiedliche Zielpunkte definiert, bei deren Verwechslung Flankenfahrten und Auffahren auf Wagen hätte eintreten können - soviel zum Sicherheitsrisiko. Aber die Lokführer kamen längst nicht so weit herum wie heutzutage und somit konnte man von einer zuverlässingen Streckenkenntnis auf den "Nebenbahnen rund um den Kirchturm" ausgehen.

> Ob er nun in dieses oder jenes Gleis
> einfährt, ist ihm im Prinzip egal, denn ändern
> kann er da sowieso nichts dran, die Weichen werden
> vom Stellwerk gestellt.

Ein Triebfahrzeugführer soll sofort anhalten, wenn er eine Fehlleitung bemerkt. Wenn das so einfach wäre wie du meinst, bräuchten wir keine Richtungsanzeiger, keine Gleiswechselanzeiger, keine Geschwindigkeitsspalten in Buchfahrplänen, keine umfangreichen ÖRil und statt streckenkundiger Triebfahrzeugführer würden schlechter ausgebildete Lokfahrer ausreichen...

Im Übrigen wird Wegesignalisierung bei Bahnen im Westen der USA weiterhin angewandt, bspw. UP: Dort steht im "Timetable" geschrieben, wie schnell auf Signalbild "diverging" gefahren werden darf, man findet da alles zwischen 10 und 40 MPH, wobei meist für Güter- und Personenzüge unterschiedliche Geschwindigkeiten gelten!

Grüße,
Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:10:31:11:57:36.

Re: Das ist ein preußisches Erbe des Wegesignals...

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 31.10.11 12:09

befehlsturm schrieb:
-------------------------------------------------------
> Oh doch! Im Walburg (Hess-Nass) gab es ein
> vierbegriffiges Einfahrsignal aus Richtung
> Velmeden (Strecken von Großalmerode West und
> Eichenberg).
> Hp 1 bedeutete: Einfahrt auf dem geraden Strang
> nach Gleis 4, Halt vor Weiche 23.
> Hp 2 bedeutete: Einfahrt durch Gleis 4 und dann
> durch die abzweigende Weiche 23 nach Gleis 3.
> Hp 3 bedeutete: Einfahrt durch Gleis 4 über Weiche
> 23 gerade in das in Verlängerung davon liegende
> Güterzuggleis 12.
>
> Es sind damit unterschiedliche Zielpunkte
> definiert, bei deren Verwechslung Flankenfahrten
> und Auffahren auf Wagen hätte eintreten können -
> soviel zum Sicherheitsrisiko. Aber die Lokführer
> kamen längst nicht so weit herum wie heutzutage
> und somit konnte man von einer zuverlässingen
> Streckenkenntnis auf den "Nebenbahnen rund um den
> Kirchturm" ausgehen.


Das kann mit den anderen Signalen allerdings auch sicher signalisiert werden, wie die Zeit nach dem Hp3 zeigt ;-)


> Im Übrigen wird Wegesignalisierung bei Bahnen im
> Westen der USA weiterhin angewandt, bspw. UP: Dort
> steht im "Timetable" geschrieben, wie schnell auf
> Signalbild "diverging" gefahren werden darf, man
> findet da alles zwischen 10 und 40 MPH, wobei
> meist für Güter- und Personenzüge unterschiedliche
> Geschwindigkeiten gelten!


Nicht ganz, es ist ein Mix aus Geschwindigkeits- und Wegesignalisierung. Unterschiedliche Geschwindigkeiten für Reise- und Personenzüge findest Du meines jetzigen Wissenstandes nach nicht bei Weichenstraßen, sondern nur auf Streckenabschnitten mit Steigungen/Gefällen und engeren Kurven, bzw. kurzen Signalabständen.

Staaken

>>> Ich bin nur verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst oder denkst! <<<



Re: Signalbuch der DRG

geschrieben von: Roststab

Datum: 31.10.11 12:40

Hallo Stefan,

Walter hat ja das Bild, was mir bekannt war, weiter unten eingestellt. Weil beim Signal HP2 der Fahrweg in die rechten Nebengleise ging, habe ich daraus gefolgert, daß HP3, wie in der Skizze gezeigt, beim Kreuzen des Gegengleises gegeben werden mußte. Mittlerweile habe ich im "Pottgießer" nachgelesen. Das Signal HP3 wurde gegeben bei besonderen Gleiskonstellationen, wenn vom üblichen Nebengleis in ein anderes Nebengleis gefahren wurde. Somit ist für Millingen klar Gütergleis = HP3. Übrigens, erst 1935 ist eindeutig im Signalbuch in den Ausführungsbestimmungen festgelegt worden, daß mit HP2 und HP3 40 km/h verbunden sind. Ab 1930 gab es bei der Reichsbahn einen "vorläufigen Grundsatz" der festlegte, bei HP2 und HP3 nicht schneller als 60 km/h zu fahren. Bis dato war an HP2 und HP3 keine Geschindigkeitsänderung gebunden.

Re: Das ist ein preußisches Erbe des Wegesignals...

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 15.06.14 14:38

Moin,

befehlsturm schrieb:

> > Ob er nun in dieses oder jenes Gleis
> > einfährt, ist ihm im Prinzip egal, denn ändern
> > kann er da sowieso nichts dran, die Weichen
> > werden
> > vom Stellwerk gestellt.
>
> Ein Triebfahrzeugführer soll sofort anhalten, wenn
> er eine Fehlleitung bemerkt.

Womöglich fährt er aber nur in ein anderes Überholgleis...

Gruß, ULF

Filmbericht: Dreiflügliges Signal wird gestellt

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 15.06.14 14:49

Moin,

vgl. derzeit [www.swr.de] irgendwo bei Minute 23:18...

Gruß, ULF
Nur zur Info: Zum Hilfsheft h 301 - Signale und Kennzeichen der Deutschen Reichsbahn

Das Signalbuch 301 und das Hilfsheft h 301 sind zwei völlig verschiedene Unterlagen. Das Signalbuch 301 mit seinen Ausführungsbestimmungen ist eine Dienstvorschrift und basiert auf der Eisenbahnsignalordnung, das Hilfsheft h 301 ist nur ein Heft aus dem Lehrmittelverlag basierend auf dem Signalbuch und dient lediglich zur Information der Betriebseisenbahner. Es wurde zum besseren Verständnis um einige Grafiken, gegenüber dem offiziellen Signalbuch 301, erweitert, damit wollte man zum besseren Verständnis den Zusammenhang mit der Aufstellung an der Strecke bildlich darstellen. Das Hilfsheft wurde nicht regelmäßig, so wie das Signalbuch, aktualisiert. Das Hilfsheft gab es nur in der Auflage 1938 und 1940, das Signalbuch wurde z.B. von 1935 bis 1950 sieben mal berichtigt. Damit ist das Hilfsheft h 301 spätestens nach der Berichtigung des Signalbuches 301 im Jahre 1941 veraltet gewesen. Nach 1941 war das Hilfsheft h 301 bereits Geschichte, denn es gab danach davon auch keine weiteren Auflagen mehr (weder von der DR, noch später in ähnlicher Aufmachung von der DB).

MfG



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:06:16:21:45:39.