Die in den letzten Wochen angewachsene Begeisterung für das Thema "Dampfabschied Stolberg" hat mich veranlaßt, auf die Schnelle auch noch einen Beitrag beizusteuern. Auch das Thema 999. oder 1000. Seite ist es wert, dabei zu sein.
Da damals an das HiFo noch nicht zu denken war, habe ich bei meinen Aktivitäten gerade mal so drauf los fotografiert, ohne das Thema einer Reportage im Hinterkopf zu haben.
Ich war jedenfalls Mitglied der Neustädter DGEG-Mannschaft, die sich um die Zuführung der Exponate aus dem Südwesten nach Stolberg und zurück kümmerte. Mit einigen weiteren Freunden, die sich damals in der Gruppe
"Freunde der 18 505" in der DGEG tummelten und das Ziel einer betriebsfähigen Aufarbeitung derselben auf die Fahnen geschrieben hatten - und letztlich zum Erwerb der Lok durch die DGEG beitrugen. So wurde gerade in dieser Zeit die 18 505 auf einigen Ausstellungen präsentiert (Niedermendig, Villingen, und andere). Mit ihrem stolzen rot-weiß-roten Schornstein sollte sie auch zu einem kalten Blickfang in Stolberg werden.
Der Reihe nach; und der Blick in die Fahrtaufzeichnungen beginnt mit Rätseln: "wie das alles begann"...
30.3.1976
110 278, D 504, Karlsruhe - Mannheim
181 104, E 2658, Mannheim - Saarbrücken
ich werde stutzig, ich hätte erwartet, daß wir die Loks ab Neustadt begleitet haben - vielleicht müßte ich mal alle Beiträge aufmerksam studieren, um den Anfang auf die Reihe zu kriegen.
Dann geht's los:
Mit 218 379 geht die Fuhre aus 18 505, 23 105, 45 010, 98 727, 97 502 und dem Wagen DME1 von Saarbrücken nach Trier.Was als gemütliche Fahrt gedacht war, erwies sich als eine ziemliche Schinderei, denn die 97 502 lief unterwegs heiß, soweit ich mich erinnere irgendein inneres Lager des Zahnradtriebwerkes. Mit Schmieröl ohne Ende wurde gekühlt und die Lok dann "irgendwie" bis Stolberg gebracht. Ihre Überführung diente der Zuführung zum DGEG Standort Bochum=Dahlhausen, wo die Maschine untergebracht werden sollte.
Einen solchen außerplanmäßigen Unterwegshalt zeigen die beiden ersten Fotos:
hier hat sich dann auch schon Volkes Stimme Luft gemacht über die Karre (und lauter Badener schaffe do an dem "schwäbische Glump" rum...):
Dabei ist festzuhalten, daß es in den zu betreuenden Fahrzeugen nicht gerade gemütlich war, von Heizung war da nirgends die Rede, und es war gerade mal Ende März.
((Und ich weiß leider auch immer noch nicht, wie ich meine schwarz-weiß Scans so hinkriege, daß das S..korn nicht so granatenmäßig durchdrückt. Da habe ich anscheinend die Batch-Verarbeitung von Irfanview nicht korrekt angewendet, mit individueller Größenanpassung sind jetzt im zweiten Anlauf die Körner deutlich unterdrückt.))
Nach dem Tagebuch war in Trier Schluß, da muß wohl übernachtet worden sein... Am nächsten Tag (31.3.1976) gings nach Gerolstein.
216 172 war die Zuglok, und in
Kyllburg gab es einen Zwischenstop, der zum Filmbelichten genutzt wurde - und manches erinnert uns an den letztjährigen Jubiläumsauftakt im dortigen Umfeld.
(Bild 3) Überholung durch 634 655:
(Bild 4) Die Fuhre:
(Bild 5) Auch die 216 "Stangen unten" war ein Bild wert (
in Kyllburg):
In
Gerolstein wurde im Bw zünftig übernachtet und am nächsten Morgen (1.4.) im Bw Gelände das sonnige Wetter zum Fotografieren genutzt. (Bild 6) Die 97 502 zeigt sich hier mit einer stubenreinen Aufschrift (ihre Probleme hielten natürlich bis Stolberg an):
(Bild 7) Und die ganzen Museumsstücke wurden ebenfalls noch einmal abgelichtet (
Bw Gerolstein):
Bei deutlich besserem Wetter vertrieb sich die Mannschaft die Zeit mit gegenseitigem Fotografieren, hier am km 88,5 der Eifelbahn
zwischen Oberbettingen und Lissendorf (Bild 8):
oder entgegenkommende Züge wurden abgelichtet (216 180),
zwischen Jünkerath und Schmidtheim (vermutlich bei Dahlem) (Bild 9):
(Bild 10): Zuglok von Gerolstein bis Stolberg war dann 215 012, und unterwegs in
Eschweiler Hbf konnte diese Klasse-Hauptbahnszene mit 110 119 vor einem internationalen Schnellzug eingefangen werden (an vierter Stelle ein SNCF Wagen, an 6. Stelle wahrscheinlich ein Packwagen, wahrscheinlich der D 246 Warszawa - Paris Nord, sein Stammteil war in der Mitte und wurde in Aachen zwischen 16:46 Uhr und 17:05 Uhr fast komplett umgestellt (Info von Joachim Montzenroute)):
(Bild 11) Die gab's dann auch noch zu sehen, nach Meinung von Roland Keller im "
Bezirk III des Stolberger Hbf" (definitiv nicht Aachen, es war vor dem Erreichen von Stolberg) und ich frage mich, warum ich nicht einen ganzen Tag in Aachen Hbf verbracht habe und das ganze deutsch-belgische Mehrsystemloktreiben dort abgelichtet habe... (beachtenswert die Coilwagen, damals schon):
Ein paar Bw Szenen ohne Worte -
im Bw Stolberg natürlich (Bild 12 - 15):
Und jetzt noch ein paar Eindrücke von der
Sonderfahrt Stolberg - Raeren und zurück am 4.4.1976:
(Bild 16)
Raeren:
(Bild 17)
Raeren:
(Bild 18)
Kurve zwischen Schmithof und dem ESig Walheim:
(Bild 19)
Kurve zwischen Schmithof und dem ESig Walheim:
(Bild 20)
auf der Falkenbachbrücke:
(Bild 21)
beim Ortseingang Breinig:
(Bild 22) und wem das alles zu schief war, hier kommt das gerade Bonusbild (
beim Ortseingang Breinig):
(Bild 23) Am 5.4. ging's dann wieder retour, hier steht 215 012 bereits unterwegs auf der Eifelbahn im
Bahnhof Mechernich:
Wenn's gefallen hat, wären noch 2 Ergänzungen denkbar:
- meine Fahrzeugbilder aus Stolberg
- und natürlich die Rückfahrt (mit einem neuen Heißläuferkanditaten).
Aber nur, wenn Ihr überhaupt an s-w-Fotos interessiert seid ;-)
Viele Grüße
Günther
in einigen Etappen feinkörnigere Fotos eingestellt.
Ortsinformationen von Roland Keller und eifelindianer ergänzt.
9-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:04:06:23:25:57.