DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 04 - Historisches Forum 

Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit von Bahn und Bus, die mindestens 10 Jahre alt sind. Aktuelle Bilder sind nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen zu verwenden. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen, die Qualität sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahn- und KEIN Foto-Forum! Für Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten, zum aktuellen Stand historischer Fahrzeuge oder Infrastrukturen sowie für die Bewertung von Fotos sind die entsprechenden Foren zu nutzen.
Hauptverantwortliche Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - Rönshausener - Th.D.

Neu bei Drehscheibe Online? » Hier registrieren!  Zum Ausprobieren und Üben steht das » Testforum zur Verfügung!
Ihr Lieben,

In Bad Oeynhausen gibt es das "Motor Technica Museum", das seit einigen Jahren umgebaut wird. Vor der Tür steht dort folgende Lok:

http://www.schmalspur-ostwestfalen.de/images/basic/hano_77810-0_01.jpg

(04.06.2010 - Bad Oeynhausen,
ja ich weiss, das Bild ist noch keine 10 Jahre alt und kein fotografisches Meisterwerk ;-)))

Im BAHN-Express ist hier [www.merte.de] mit guten Gründen vermutet worden, dass die Lok früher bei der Georgsmarienhütte gelaufen ist. Hersteller wäre dann Hanomag, Hannover. Im Jahr 2003 konnte dort die weitere Identität der Lok nicht geklärt werden.

Gibt es hier Mitleser, die das Geheimnis der Lok lüften können? Mich interessiert vor allem Fabriknummer und Baujahr - und dann auch, wo sich die Lok nach ihrer Abstellung herumgetrieben hat (Spielplatz?).

Ich bin gespannt - christoph beyer



Nach einer Untersuchung des Kohlekastens vermute ich, dass es sich um Lok 7 handelt (vgl. den Beitrag weiter unten).




PS: Auf die Idee, in dem Museum nachzufragen, bin ich auch schon gekommen. Aber eine Mauer und ein unfreundlicher Hund haben meine Recherchen schon im Ansatz beendet und lassen den Wunsch nach einem weiteren Besuch erst einmal ruhen ;-)) Und wenn der Einwand mit dem falschen Forum kommt - im Museumsbahnforum rechne ich eigentlich nicht mit einer Antwort in dieser Frage.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:11:23:17:14.

Re: Unbekannte Lok aus Georgsmarienhütte (1B)

geschrieben von: Railemy

Datum: 08.03.11 06:19

Hallo,

mein erster Gedanke war, dass diese Lok im Osnabrücker Zoo beim Spielplatz stand (Sichtung im Jahr 2007), was durchaus auf eine Georgmarienhütter-Herkunft schließen lässt.

ABer ich denke, andere Forumsteilnehmer können vielleicht mehr dazu sagen

Gruß
Railemy

Keine Nummer, aber ein paar Infos

geschrieben von: Robert Krätschmar

Datum: 08.03.11 06:26

Hallo Christoph,

ich hatte seinerzeit mit Jens regen eMail-Verkehr wg. der unbekannten Hanomag-Nummer, das Resultat ist die von Dir verlinkte Liste auf Bahn-Express. Ich habe die Lok damals von allen Seiten intensiv untersucht und rein gar nichts gefunden.
Um die restlichen Exponate bestaunen zu dürfen mussten wir im Jahre 2003 pro Nase 10 DM berappen (ohne Führung oder Info-Material)...
Ein freundlicher Brief an das Museum mit Fragen zu den ausgestellten Lokomotiven, selbstverständlich mit freigemachtem Rückumschlag, ist bis heute leider unbeantwortet geblieben.
Uns brachte der direkte Bildvergleich und die ungewöhnliche Spurweite von 830 mm auf die Georgsmarienhütte-Bahn. Beim Haus Stahmer, quasi gegenüber der Georgsmarienhütte, ist Hanomag 1945/Bj. 1887 als Denkmal aufgestellt. Die Positionen der vorhandenen Schilder sind exakt an der Stelle, wo die Oeynhausener im Bereich des Führerhauses Blindnieten, bzw. schemenhafte Umrisse eines Schildes im mehrschichtigen Lack erkennen lässt.
In diesem Sinne: Ich will es schon lange wissen...

Mit den besten Grüßen
Robert




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:08:20:03:49.

Ist das diese Lok?

geschrieben von: Lothar Hülsmann

Datum: 08.03.11 07:23

Ein Privatmann in Emmertal (unweit des Museum) hatte eine GME-Lok im Garten stehen. Diese Lok wurde 1938 von der GME nachgebaut und hatte zeitweilig die Nr. 1. Frage also: Steht in Emmertal noch eine "Gartenlok"?

Privatsammlung Emmerthal

geschrieben von: pedro

Datum: 08.03.11 09:28

Hallo,

vielleicht hilft es ja weiter:

[www.merte.de]

MFG
Hallo Christoph!

Laut [www.werkbahn.de] sind noch sechs Maschinen des Typs erhalten. Eine weitere Auflistung mit einem Bild einer in Holland erhalten Schwesterlok findet sich unter [www.smalspoormuseum.nl]. Interessant ist die Tatsache, dass die Georgsmarienhütten-Schmalspurloks augenscheinlich allesamt baugleich sind, obwohl sich der Zeitraum des Baus des Typs über mehr als ein halbes Jahrhundert erstreckt hat. Offenbar sind die Loks immer wieder modernisiert und auf den jeweils neuesten Stand der Technik und Optik gebracht worden.

Die Bad Oeynhauser Lok ist leider auch in diesen beiden Listen nicht verzeichnet, oder die dort angegebenen Verbleibslisten sind falsch oder nicht mehr aktuell (wobei die Bad Oeynhausener Lok dort auch schon mindestens rund 20 Jahre steht). Vielleicht helfen die Angaben trotzdem irgendwie weiter?

Ob man aus so einer Lok einen meterspurigen Hanomag-B-Kuppler umfrokeln könnte, wie er früher auf vielen Kleinbahnen im norddeutschen Raum eingesetzt war? Nur so eine Schnappsidee...

Schöne Grüße,

Dennis.

P.S.: Hier noch ein Link, der vielleicht weiter hilft (oder noch mehr Verwirrung stiftet...): [www.merte.de]



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:01:04:04:17:01.
Danke für die Hinweise. Dann will ich mein Halbwissen mal zusammenfassen:

Der Zugang über die Hanomag-Lieferliste (vgl. die Übersicht bei Merte) scheint in die Leere zu führen, da die Fahrzeuge bei der Georgsmarienhütte souverän umgebaut und mit eigenen Kesseln neu bestückt wurden. Diese Kessel wurden dann auf den Loks munter getauscht, so dass da im Rückblick kaum noch ein Durchblick möglich ist. Selbst Lothar Hülsmann (Die Georgsmarienhütter Eisenbahn, Gülzow 2000, S. 52ff) mußte da aufgeben ... .

Auf S.57 faßt er aber zusammen, was in den 60er Jahren an Dampflokomotiven in 830 mm Spur noch vorhanden war (auch wenn diese Loks nun teilweise keinen Fabriknummern mehr zugeordnet werden können) und von den 9 Loks muss es ja eine sein:

Bestand 1960 / 1968:

Lok 1 (Kessel 249) jetzt WIM Hattingen
Lok 2 (Kessel 251) jetzt Holland [www.smalspoormuseum.nl]
Lok 3 (Kessel 252) jetzt Leipzig
Lok 4 (Kessel 245) Lok + vgl. Hülsmann, S. 57
Lok 5 (Kessel 10664, vorher auf Lok 3), Verbleib unbekannt
Lok 6 (Kessel 247) Fahrzeugsammlung Marxzell
Lok 7 (Kessel 248) Verbleib unbekannt
Lok 8 (Kessel ?) Museum für feldspurige Industriebahnen, Ostercappeln-Hitzhausen "8", 04.2005 Hansapark, Sierksdorf
Lok 9 (Kessel ?) Heimatmuseum Villa Stahmer 9

Wenn ich in der Liste nun keinen Dreher eingebaut habe, kann es nur die ehemalige Lok 5 oder 7 sein - wenn die anderen Loks noch so vorhanden sind.

Hilft das weiter - oder hat jemand ein Vergleichsfoto der beiden Loks?

Gruss - christoph beyer




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:09:14:50:27.

Bei Lok 9 muss es Villa Stahmer heißen! (o.w.T)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 08.03.11 18:28

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Liebe Leser und Bilderangucker, ich denke, dass ich jetzt nahezu 100 % der vor dem 30. Juni 2024 sichtbaren Bilder zu picr holen konnte. Sollte aber dennoch ein Beitrag (ab 2017) ohne Bilder sein, bitte ich um eine PN. Das dürfte dann eigentlich kein Problem sein, dass nicht kurzfristig erledigt werden könnte.



Man hat nicht richtig gelebt, wenn man nie in einem ICE gesessen hat, der in Hamm geteilt worden ist.


Ostercappeln

geschrieben von: pedro

Datum: 08.03.11 18:42

Hallo,

die Lok ist wohl auch nicht mehr dort (mittlerweile ist der Umzug des Museums nach Osnabrück geschehen).

Hanomag FNr. 4942/1907, Bn2t, 830 mm

neu geliefert an Georgsmarienhütten-Eisenbahn "11" (10.1973 iE) /198x Spielplatz, Hankenberge "8"" (1994 vh) /199x-200x Museum für feldspurige Industriebahnen, Ostercappeln-Hitzhausen (07.2002 vh) /-04.2005 Hansapark, Sierksdorf
#
MFG

Lösungsvorschlag: Lok 7

geschrieben von: christoph beyer

Datum: 11.03.11 23:14

Ihr Lieben,

nach euren Hinweisen hatte ich die Liste von Lothar Hülsmann durchgesehen und vermutet, dass es sich bei der Lok nur um die Lok 5 oder 7 handeln kann. Danach habe ich das Bild noch ein paar Mal angesehen und auch noch einmal in dem Buch von Lothar Hülsmann geblättert. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Kohlekasten der Lok noch original verbeult aussieht - und das Blech noch aus der Betriebszeit der Lok stammen dürfte.

Daraus ergibt sich als erster Hinweis, dass die Lok ein ovales Fabrikschild getragen hat (die Lok 8 hat auf Fotos z.B ein rechteckiges, längliches Schild). Das könnte den Kreis der Loks schon mal eingrenzen.

Dann ist mir aufgefallen, dass die Lok den Wasservorrat zwischen den Rädern herumgefahren hat. Das rote Rohr vorn ist eindeutig der Wassereinlauf. Also ist der vermeintliche Wasserkasten vor dem Führerhaus der Kohlekasten, an dem die großen verschnörkelten Loknummern befestigt waren.

Ob diese Löcher noch zu finden sind?

So bin ich heute in der Dämmerung mit unseren beiden Töchtern (im CD-Spieler lief passend: "Die drei ???") die kurze Einkaufsrunde nach Bad Oeynhausen gefahren und wir sind dort etwas an der Lok "herumgeturnt". Und tatsächlich: Der rechte Kohlenkasten hat keine Abdeckung mehr, man kann hereinsehen und findet an der Innenseite die Reste der Bohrungslöcher (die sind von außen teilweise verspachtelt und nicht zu sehen). Mit einem DINA3-Blatt, Taschenlampe und ganz viel Abenteuer haben wir die Löcher auf Papier durchgepaust - und ich habe sie eben auf dem Küchentisch kurz durchgezeichnet.

Am Kohlenkasten finden sich rechts neben dem ovalen Fabrikschild folgende Bohrungen:

GME 7-0.jpg

Auf den ersten Blick sagen die Löcher gar nichts (unsere Kinder waren schon enttäuscht ...). Der große rote Punkt ist eine große Schraube, die nichts mehr befestigt, daneben finden sich Bohrungen, die teilweise geschlossen oder verspachtelt sind. Die Fahrzeugnunmmer war bei anderen Loks rechts vom Fabrikschild, und dann gehören die linken Bohrungen zur Loknummer.

5 oder 7 war die Frage nach der Liste oben. Und ich finde, die Bohrungen führen zu dieser Lösung:

GME 7-1.jpg

Die "7" war im Original sicher ebenfalls schön verschnörkelt - wie auf anderen Bildern zu sehen ist. Ich habe es auch mit der "5" probiert - aber die passt einfach nicht so glatt zu den Bohrungen. Oder habt ihr da einen anderen Vorschlag? Und für die vier Bohrungen rechts hätte ich auch noch einen Vorschlag:

GME 7-3.jpg

Alle Bohrungen sind etwa 10,5 cm voneinander entfernt und bilden ein Quadrat - also war dort ein quadratisches Schild befestigt. (Masse etwa 11 x 11 oder 11,5 x 11,5 cm ).

Soweit meine Theorie. Damit bleibèn für mich folgende Fragen:

Hat jemand ein Bild von der rechten Seite der Lok 7?
Und kann jemand der Lok 7 eine genauen Fabriknummer / Baujahr zuordnen?

Gruss - christoph beyer

PS: Die linke Seite der Lok zeigt keine Bohrungen - steht aber auch zu nah am Zaun und kann nicht so genau untersucht werden. Und im oberen Bereich des Führerhauses sind beim Blick durch die Fenster auch keine "Nummer-Bohrungen" zu erkennen.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:11:23:22:07.

Re: Ostercappeln

geschrieben von: MWD

Datum: 23.10.14 22:20

Die Lok habe ich bereits im August 2004 in Sierksdorf fotografiert. Sie muss also schon länger dort sein.

Im Buchhandel: Inselbahnen der Nordsee.
Und sonst sind da noch: triebwagenarchiv.de | malte-werning.de | inselbahn.de | leuchttuerme.net

Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Kontakt | Impressum
(c) 2026 - Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V.