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Vorserien-VT 98 und Beiwagen in Passau

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 31.01.11 01:01

Moin,

nachdem wir den den Vorserien-VT 95 schon ein kleines „Denk-mal, so war das“ setzen konnten, sind nun – abermals in absoluter Grenzlage – die Vorserien-VT 98 dran.

Wir zeichnen ein (erstes) Bild des Betriebes auf der östlichsten Bahnstrecke der Bundesrepublik:


>> Vorserien-VT 98 und VT 95 auf der Kbs 417n


Viel Spaß beim Studieren


PS 1) Am 31. Jan um 9:30 Uhr noch Fehler in Tabelle berichtigt
PS 2) Am 1. Februar 13:30 Nun liegt mir das Buch „Das Hauzenberger Bockerl“ des EK-Verlags vor. Hiermit werden fast alle noch offenen Fragen beantwortet:
A) Sehr wahrscheinlich BR 86 als Personenzuglok Passau—Hauzenberg
B) Beiwagen durften auf der Talseite nach Wegscheid bleiben. (Diese Ergebnisse sind noch nicht auf db58 eingearbeitet worden.


Vielen Dank allen Mitdenkern und Mitsuchern!!!





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:02:01:13:34:00.

Re: Vorserien-VT 98 und Beiwagen in Passau

geschrieben von: BGut

Datum: 31.01.11 10:02

Moin!

Ich zitiere mal die Frage von der verlinkten Seite:
Zitat:
Wurde in Voglau beim VT 95 mit Bei­wagen nur kopf­ge­macht oder musste der Trieb­wagen den Bei­wagen noch umlaufen? – Wurde zwi­schen Passau Hbf und Voglau der Bei­wagen geschoben?
So weit mir bekannt, war keiner der VB 142 (also der Beiwagen zum VT 95) als Steuerwagen ausgerüstet. Weiters durfte der VT 95 nur einen Beiwagen mitführen; der gesamte Triebwagenzug durfte eine Länge von vier Wagen nicht überschreiten.

Vor diesem Hintergrund gibt es nun drei mögliche Einsatzszenarien:

a) Einsatz von einmal VT 95 plus VB 142: hier hätte zwingend umlaufen werden müssen.

b) Kombination VT 95 / VT 95 plus maximal zwei Zwischenwagen VB 142: hier wäre es technisch möglich gewesen, nur kopfzumachen.

c) Die VT 95 wurden einzeln laufend eingesetzt - kopfmachen ebenfalls problemlos möglich.

Das beantwortet zwar die Frage nicht direkt, gibt aber vielleicht einen Hinweis darauf, wonach man suchen müsste. Zum Beispiel nach einem Bild von einem aus zwei VT 95 bestehenden Zug, ggf. ergänzt um Zwischenwagen oder einzeln laufenden VT 95.

Grüße!
B.

Re: Vorserien-VT 98 und Beiwagen in Passau

geschrieben von: Klaus aus FG

Datum: 31.01.11 10:43

Auch von mir noch ein paar Antworten nach Buchrecherche (EK: Schienenbusse aus Uerdingen, Band 2). 1958 besaß das Bw Passau neben VT95 und VT98.9 auch drei VT98 der Serienausführung. Für die VT95 sind keine Einsätze auf den Strecken nach Erlau/Wegscheid/Hauzenberg erwähnt. Zumindest für den Einsatz der VB141 wird darauf verwiesen, dass diese von den VT98.9 auch geschoben wurden.
Bezüglich des lokbespannten Zuges nach Hauzenberg werfe ich noch eine andere Möglichkeit in den Ring, ebenfalls nach Konsultation eines der "blauen Bücher". Da findet sich im entsprechenden Band das Bild eines mit einer 86 bespannten Zuges aus Richtung Erlau in Passau im Jahr 1955. 1958 hatte Passau auch noch 86er und ich könnte mir denken, dass man die Zahnradloks wirklich nur dort eingesetzt hat, wo es sein musste. Und da nach hauzenberg keine Zahnstange lag wäre es sicher einfacher, dort mit einer Adhäsionslok zu fahren.

Re: Vorserien-VT 98 und Beiwagen in Passau

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 31.01.11 10:58

Moin,

da mir die Umlaufpläne von VT 95, VT 98-Vorserie und VT 98-Serie und den Beiwagen des Bw Passau vorliegen:


Nochmals zusammengefasst aus den Tabellen auf db58:

Auf dem Steilstreckenabschnitten gab es nur folgende Reihungen
1)VT 98-Vorserie solo
2)VT 98-Vorserie mit dem einachsigen VB 141 (angeblich Beiwagen immer auf Bergseite wegen Bremse? – Bilder zeigen anderes)
3)VT 98-Vorserie + VB 142 + VT 98-Vorserie

Auf dem Ast von Erlau nach Hauzenberg fuhren normale Dampflokomotiven und nur VT 95 – entweder solo oder mit Beiwagen.

Zwischen Erlau und Obernzell (vor dem Steilstreckenbeginn) fuhren auch VT 95.



Per PN wurde mir mitgeteilt, dass Lok der Baureihe 98 (bay Gtl4/4) den Personenzug von und nach Hauzenberg zogen.

Re: Vorserien-VT 98 und Beiwagen in Passau

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 31.01.11 11:02

Moin,

per PN aus Passau wurde mir mitgeteilt, dass die VT 95 mit VB 142 zwischen Passau Hbf. und Passau-Voglau grundsätzlich ihren Beiwagen schoben. In Voglau bestand keinerlei Möglichkeit zum Rangieren, da das Spitzkehrengleis nur einseitig angebunden war.

Re: Vorserien-VT 98 und Beiwagen in Passau (m.1 B. von CB)

geschrieben von: VB995

Datum: 31.01.11 18:30

...wem antworten?

Am besten ganz oben dranne mit dem bekannten CB-Bild des VT 98 901, dem der VB 141 248 vorn drangestellt ist (keine Rotscheiben vorgesteckt) und der am 18.03.1956 als P 3455 in Passau Hbf. zu sehen ist:

vb141.248-u.vt98.901(vorserie)-passau.hbf-18031956-p3455-_1161x749.jpg

Grüße
VB995
Dieses Bild dokumentiert wunderbar den Widerspruch, der im Artikel erwähnt ist:

Argumente Pro & Contra zur Wagenreihung bei der Schienenbusfahrt nach Wegscheid:
Wenn diese Garnitur Richtung Passau-Voglau fährt, ist nach dem dortigen Kopf machen, der einachsige Beiwagen auf der Talseite für die Steigung nach Wegscheid.
Was ja nach Vorschrift angeblich nicht sein sollte/dürfte. Dass keine roten Vorsteckscheiben gesetzt waren, bedeutet das, dass in Voglau dies noch geschehen müsste?

Durch die Literatur geistert weiterhin, dass die VB 141 generell geschoben werden durften. Sollten dieses Aussagen etwa auf Fotos basieren, die auf dem kurzen Stück zwischen Passau Hbf und Passau-Voglau aufgenommen wurden, wo ja generell Schiebeverkehr herrschte???

Es gibt noch ein weiteres Bild des Vorserien-VT 98 (im EK-Buch zu den Schom) auf dem Obernzeller Viadukt, dass den Beiwagen ebenfalls auf der Talseite zeigt: mit roten Vorsteckscheiben. Ob die meisten Insassen bergwärts oder talwärts sitzen und schauen, müssen Menschen mit besseren Augen entscheiden.

Das im Buch darüber stehende Foto aus Wegscheid (Seite 246 in Band 2) zeigt ebenfalls den Beiwagen auf der Talseite mit roten Vorsteckscheiben.

Beide Bildunterschriften tragen nicht zur Klärung bei.

Hier im Forum gab es auch schon mal ein Bild (ganz unten im Startbeitrag): [www.drehscheibe-foren.de]
Die Talseite ist dort wahrscheinlich links und der Triebwagen ist auf seinem Weg nach Erlau oder gar bis nach Passau.

Re: Vorserien-VT 98 und Beiwagen in Passau (m.1 B. von CB)

geschrieben von: BGut

Datum: 01.02.11 17:33

Moin zusammen!

Detlev Hagemann schrieb:
-------------------------------------------------------
> Durch die Literatur geistert weiterhin, dass die
> VB 141 generell geschoben werden durften.

Die Indizien sprechen jedenfalls nicht dagegen. Wikipedia ([de.wikipedia.org]) verfügt über einen Artikel über die VB 141, wobei da besonders die Literaturhinweise Tipps geben könnten. Über LOK MAGAZIN Nr. 131 verfüge ich leider nicht, aber über die genannte MIBA-Ausgabe 2/1997, in der Michael Meinhold die VB 141.2 beschreibt. Dort erwähnt er, das Kuppeln sei wohl recht lästig gewesen, weswegen zumindest im Rangierbetrieb gerne auch geschoben worden sei. Das könnte ähnlich auch auf Strecke gewesen sein, denn die Abbildungen im Artikel zeigen durchweg Beleuchtungseinrichtungen, die nicht rot abgeblendet scheinen; das Fahrzeug ist also grundsätzlich für den Schiebebetrieb beleuchtungstechnisch geeignet. Die Streckensicht war ebenfalls gewährleistet. Machbar wäre also die Fahrt VB 141 voraus durchaus gewesen.

Interessant übrigens noch die Tatsache, dass nach Meinhold in Passau die letzten beiden VB 141.2 der DB stationiert waren. Es handelt sich hierbei um die noch mit Computernummern umbezeichneten 941 210-7 und 941 247-9, die erst im Dezember 1968 ausgemustert wurden - der Rest der Flotte war hingegen Meinhold zufolge schon 1961 in Rente gegangen. Da stellt sich dann natürlich die Frage, warum ausgerechnet Passau seine VB 141 behalten durfte - wegen des problemloseren Schiebebetriebes eventuell?

Ich bin gespannt, ob sich hier noch Fakten finden. Spekulatius haben wir jetzt jedenfalls genug. ;-)

Grüße!
B.
Hallo,
auch wenn der Ausgangsbeitrag schon länger her ist, trotzdem sage ich noch etwas dazu.
Wenn man das Bild sehr genau ansieht, dann erkennt man den Triebfahrzeugführer mit beiden Händen am Fahrpult.
Es wird also der Beiwagen eindeutig geschoben!
Grüße
Peter

Re: Vorserien-VT 98 und Beiwagen in Passau (m.1 B. von CB)

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 30.08.16 13:05

leinepeter schrieb:

Hallo,
auch wenn der Ausgangsbeitrag schon länger her ist, trotzdem sage ich noch etwas dazu.
Wenn man das Bild sehr genau ansieht, dann erkennt man den Triebfahrzeugführer mit beiden Händen am Fahrpult.
Es wird also der Beiwagen eindeutig geschoben!

Danke für das Bild, demnach ist es wohl tatsächlich richtig, dass der Beiwagen von Märklin weißes Spitzenlicht bekommen hat: [www.maerklin.de]

Moin,

war es überhaupt verboten, den VB 141 auf der Zahnrad- bzw. Steilstrecke talwärts zu stellen?
Das Verbot diente doch hauptsächlich der Vermeidung des Abrollens nach Zugtrennung, falls die Bremse schlecht oder nicht wirken sollte.
Bei dem Einachsanhänger ist dies m.E. unkritisch, hält lediglich die Stabilisierung über die Kupplung das Fahrzeug waagerecht und die Achse rechtwinklig zum Gleis. Trennt er sich während der Fahrt vom Zug, dreht sich die Achse aus der rechtwinkligen Stellung, was zur Entgleisung führt. Gleichzeitig kippt der Wagen je nach Tarierung auf eine seiner Schmalseiten. Die Fuhre dürfte dann ziemlich schnell mit ziemlichen Geschepper zum Stehen kommen.
Ich denke, man hat geschoben, um sich ein Umsetzmanöver zu ersparen.

Gruß
Christof