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? Frage zu einer Lok im Bahnhof Gronau/W.

geschrieben von: Eckhard Bohn

Datum: 07.12.10 20:11

Hallo im Forum,

die nachfolgende Ansichtskarte vom Bahnhof Gronau wurde 1899 auf die Reise geschickt. Das Motiv der Vorderseite zeigt das erste Empfangsgebäude (1875 bis 1915), welches in Insellage (und dazu anfänglich noch auf Eper Gebiet!) zwischen den Gleisen der DGEE (Dortmund-Gronau-Enscheder Eisenbahn-Gesellschaft) und MEE (Münster-Enscheder Eisenbahn-Gesellschaft) errichtet worden war.

BF-Gronau1.jpg

Ansicht des Empfangsgebäudes von der DGEE-Seite aus fotografiert.

Auf dem rechten Bildteil zeigt sich viel Personal, dem eine kleine Dampflok (2-Kuppler, T2?) als Staffage dient. Der Bildausschnitt zeigt die Lok in etwas besserer Auflösung. Wer im HiFo kann hierzu nähere Angaben machen?

BF-Gronau2.jpg

Stolz präsentieren sich die Eisenbahner der damaligen Zeit mit der kleinen Dampflok.

BF-Gronau3.jpg

Der Ausschnitt des Gleisplans verdeutlicht die Insellage des alten Empfangsgebäudes. Die Gleise nach links führen nach Münster und Dortmund, rechts geht es nach Enschede (NL).

Über Hinweise zur abgebildeten Dampflok freue ich mich natürlich.

Beste Grüße
Eckhard Bohn

Schönes Bild, das...

geschrieben von: Horst Kurrer

Datum: 07.12.10 22:17

... und die Lok hätte ich gleich als pr T3 der Bentheimer Eisenbahn "Staatsminister von Miquel" (Hohenzollern 1006/1897) eingeordnet, wenn nicht die Südstrecke der Bentheimer Eisenbahn überhaupt erst 1906 eröffnet worden wäre. Die kleinen Zweikuppler erscheinen mir unwahrscheinlich, abgesehen von der ganz anderen Architektur konnte die BE 1899 halt noch nicht nach Gronau fahren.

Schauen wir mal weiter in den Bücherschrank...

Moll, Wenzel: Die Baureihe 98.70, Freiburg 1980 gibt den folgenden Hinweis: 1906 sind die Münster 6101 - 6125 als T3 nach Musterblatt III-4e angegeben. Leider gibt es dazu keine Stationierungsangaben. Es könnte sich also um eine Staatsbahnlokomotive handeln. Die Münster 6120 wird als Humboldt 31/1899 angegeben. Die Einreihung bei den Direktionen erfolgte m.W. in der Reihenfolge der Baujahre, das könnte also passen.

Ein weiterer Kandidat könnte die WLE gewesen sein, deren Nordbahn nicht weit weg war. Sie wurde zwar erst 1902 eröffnet, es könnte sich aber um eine Baulok handeln (die WLE-Geschichte kennst Du besser als ich - wann wurde der Bau begonnen?). Ich meine, auf dem Detailbild die Seile der Heberleinbremse zu erkennen - lt. Moll / Wenzel waren die älteren WLE-T3 damit ausgerüstet. Die älteste WLE-T3 war die Henschel 1486/1883. Bis 1899 wurden 19 Maschinen gebaut, unter anderem die 18 "Steinfurth" (Hohenzollern 1009/1899).

Gruß Horst

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da die Strecke von Losser erst 1903 eröffnet wurde, und die dort eingesetzten Maschinen ("Dieren"-Klasse ?) auch anders aussahen.

Könnte es sich um eine Werkslok der örtlichen Textilindustrie handeln? (Muß mal die Merte-CD durchwühlen ...)