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 04 - Historisches Forum 

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Butjadinger Bahn: Lok Butjadingen

geschrieben von: Butjenter

Datum: 18.09.10 20:12

http://lh3.ggpht.com/_FmVWmRPf7LM/TJT2V18nG9I/AAAAAAAADWQ/RmtdHrkZemU/100_24891-3.jpg

Eckwarden am 13. Jan 1952: ein naßkalter Westwind vom Jadebusen weht dem Heizer der BUTJADINGEN am Kohlenbansen ins Gesicht. Um 8:40 Uhr fährt die BUTJADINGEN einen Personenzug als Zug 5 zurück nach Nordenham.

http://lh5.ggpht.com/_FmVWmRPf7LM/TJTYP6-BiPI/AAAAAAAADVE/LMVPFPQMa_Y/s576/Folie3.JPG

Die Kesselrohre der Lokomotiven der Butjadinger Bahn litten unter dem salzhaltigen Wasser aus einem Brunnen hinter dem Lokschuppen in Eckwarden. Erst in den fünfziger Jahren erhielt auch Eckwarden den Anschluß an eine zentrale Wasserleitung mit frischen "Feldhauser Sprudel".
In den Anfangsjahren der Bahn konnten die Lokomotiven in Burhave aus einem Pulsometer Wasser nachfüllen.
Die erfinderischen Eckwarder Schlosser hatten ihren Lokomotiven am Kesselspeiseventil einen Dosierbehälter für das notwendige Neutralisationsmittel angebracht. Eine Besonderheit, die es nur bei der BB gab, wie Gerhard Moll mir einmal berichtete!!

http://lh4.ggpht.com/_FmVWmRPf7LM/TJT2k-dQZMI/AAAAAAAADWU/pj8asOYJS-Q/Towas%20bi%20de%20Bohn.jpg

"So wär dat bi de Isenbohn in Eeckwarden".

http://lh3.ggpht.com/_FmVWmRPf7LM/TJT2z4LrqyI/AAAAAAAADWY/sBTqCvYu2ac/Butjadingen%20Kamrath.jpg

Zeichnung der BUTJADINGEN.
PS: das Originallokschild der BUTJADINGEN gibt es noch...



http://lh4.ggpht.com/_FmVWmRPf7LM/TJXE3dcNWgI/AAAAAAAADXQ/0N2GHkODV84/s576/Ausstellung%20Bahnh%C3%B6fe_17.jpg

Das Wasserproblem der BB wird durch die Lage des Lokschuppens deutlich.

Mit eisenbahnerlichen Grüßen: Rolf Gerdes
Was wäre die Eisenbahn ohne Signale...




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:09:19:20:06:00.

Re: Butjadinger Bahn: Lok Butjadingen

geschrieben von: Dampfer1976

Datum: 19.09.10 09:05

Vielen Dank für deinen Beitrag!
Noch ein Bild oder auch etwas mehr hier [www.drehscheibe-foren.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:09:19:09:28:08.

Wo ist eigentlich der zweite Triebwagen

geschrieben von: Zauberer

Datum: 19.09.10 09:59

...der Butjadinger Bahn abgeblieben? Der T 121 landete bekanntlich bei der DHE bzw. den DHEF und wird heute noch sowohl im Museumsbetrieb, als auch ab und zu im Gv eingesetzt. Der zweite Triebwagen landete irgendwann in den letzten 20 Jahren bei der Museumseisenbahn Ammerland-Saterland in Ocholt und stand da noch einige Zeit unter der Plane. Ich habe ihn seit langem dort nicht mehr gesehen. Existiert er noch?

Zur Butjadinger Bahn: mehr als erfreulich finde ich, dass am Ende doch eine ganze Menge bedeutender Relikte dieser Bahn erhalten geblieben sind und von Privatleuten richtig gut in Schuss gehalten werden. Trotzdem würde es mich freuen, wenn auch der heute noch erhaltene ehemalige Lokschuppen in Eckwarden langfristig gesichert werden könnte! Es wäre mehr als schade, wenn er irgendwann entweder zusammenbricht und/oder dem Abbruchbagger zum Opfer fällt.

Re: Wo ist eigentlich der zweite Triebwagen

geschrieben von: Butjenter

Datum: 19.09.10 14:35

Hallo Zauberer,
den Triebwagen gibt es noch!!
Ich bin auch für den Erhalt des Lokschuppens als technisches Denkmal. War er doch das "Herz" der Bujadinger Bahn. Hier schweißten und richteten die Schlosser das Eisen der Lokomotiven und sorgten dafür, dass die Motoren der beiden Triebwagen stets zuverlässig liefen und die Menschen sicher durch Butjadingen tranportiert werden konnten.
In Eckwarden fanden die wiederkehrenden Fahrzeugabnahmen statt, starteten Probefahrten nach Instandsetzungsarbeiten. Und die Schlosser verlängerten den DWK-Triebwagen auf beiden Seiten um jeweils 685mm. Zur damaligen Zeit eine Meisterleitung!!!

http://lh6.ggpht.com/_FmVWmRPf7LM/TJX_EPOgoUI/AAAAAAAADXk/viPxWKBSe7A/s640/100_5295-1.JPG

Das Originallokschild der Butjadingen. Zur Erinnerung an seine stets zuverlässige Maschine nahm Betriebsleiter Heinrich Balz es seiner "guten alten Tante Butjadingen", wie er die älteste der Maschinen liebevoll nannte, vor ihrer Verschrottung ab und bewahrte es sorgsam auf.

Hierzu ein Zitat...

geschrieben von: ludger K

Datum: 19.09.10 15:12

... aus dem Buch "Die Eisenbahn in Oldenburg" von Peter Löffler (EK-Verlag 1999, Seite 134): "Der Dieseltriebwagen ging zunächst (Anm.: 1957!) an die Harpstedter Eisenbahnfreunde. Aber nun soll er künftig bei der Museumseisenbahn Westerstede rollen."

Weitere Kommentare dazu verkneife ich mir lieber! Solche und ähnliche Aussagen haben mich damals dazu bewogen, das Löffler-Manuskript abzulehnen (der EK brachte es danach ja unbesehen).


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