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Neuanfang zu: [www.drehscheibe-foren.de]

Um die Situation um Einöd und Bierbach noch klarer zu machen, habe ich nun den Streckenplan (Stand ca 1950) und die Kursbucheinträge (Sommer 1958) zusammengeführt.

Der Streckenplan:
http://www.db58.de/wp-content/uploads/2010/07/homburg-rohrbach.jpg


Kursbuchstrecke 280 Karlsruhe/Germersheim—Landau—Zweibrücken—Saarbrücken:
http://www.db58.de/wp-content/uploads/2010/07/db-kursbuch-sommer-1958-teil-3-westen-seite-329-aus.jpg
(1) Der P 3277 verkehrt am Sonntag als Triebwagen!!!

Damit wäre am Werktag eine Lok aus P 3277 in Einöd (mit Zuggarnitur) in Richtung Rohrbach/Saarbrücken vorhanden! Diese Lok könnte als Zuglok bis Rohrbach am Zug bleiben. Oder habe ich etwas übersehen?


Kursbuchstrecke 280 Saarbrücken—Zweibrücken—Landau—Karlsruhe/Germersheim:
http://www.db58.de/wp-content/uploads/2010/07/db-kursbuch-sommer-1958-teil-3-westen-seite-330-aus.png


Kursbuchstrecke 280f Homburg—Einöd/Bierbach—Zweibrücken:
http://www.db58.de/wp-content/uploads/2010/07/db-kursbuch-sommer-1958-teil-3-westen-seite-333-aus.jpg


Kursbuchstrecke 280f Zweibrücken—Einöd/Bierbach—Homburg:
http://www.db58.de/wp-content/uploads/2010/07/db-kursbuch-sommer-1958-teil-3-westen-seite-334aus.jpg


Kursbuchstrecke 280g Zweibrücken/Homburg—Reinheim:
http://www.db58.de/wp-content/uploads/2010/07/db-kursbuch-sommer-1958-teil-3-westen-seite-335aus1.jpg


Kursbuchstrecke 280g Reinheim—Zweibrücken/Homburg:
http://www.db58.de/wp-content/uploads/2010/07/db-kursbuch-sommer-1958-teil-3-westen-seite-335aus2.jpg


PS Edith hat einen Kursbuchausschnitt erweitert





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:07:18:11:33:32.
Hallo Detlev,

vielen Dank fürs Einstellen. Jetzt werden die Zusammenhänge schon klarer.
Fehlt nur noch ein passender Laufplan vom Bw Zweibrücken.

Gruß
KPM

Re: Kleine Anmerkung zur Streckenkarte

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 18.07.10 12:47

Hallo!

Da um 1946/47 die "Südpfalzstrecke" Landau(Pfalz)-Zweibrücken-Rohrbach (Saar) ihr 2. Streckengleis durch die französische Besatzungsmacht (Reparation) verloren hat, vermute ich, dass die Karte älter ist, als 1950.

Gruß

Ingo

Re: kleine Anmerkung zur Streckenkarte

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 18.07.10 13:33

Deine Vermutung zum Alter der Karte muß nicht stimmen. Die fette Linie neben der dünnen beudeutet hier nicht, daß es sich um eine zweigleisige Strecke handeln soll, sondern um eine „eingleisige Hauptbahn”.




mfG


Walter

Re: Kleine Anmerkung zur Streckenkarte

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 18.07.10 13:39

Hallo Ingo und vielen Dank für Deine Ergänzungen!

Wegen einiger anderer widersprüchlicher Details in der gesamten Karte habe ich ca. 1950 geschrieben. Der Grundstock der Karte ist mit 1948 deklariert.

Das Datum des Streckenrückbaus war mir bis jetzt noch nicht geläufig. Ob es sich beim Rückbau um Reparationsleistungen und/oder um strategische Demontage entlang der Grenze gehandelt hat, werden zukünftige Generationen neu beurteilen müssen.

Re: Kleine Anmerkung zur Streckenkarte

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 18.07.10 13:44

Hallo Detlef,

wenn der Grundstock der Karte mit 1948 deklariert ist, dann besteht damit ja kein Widerspruch zu Ingos Aussage, oder siehst Du das anders?

Re: Kleine Anmerkung zur Streckenkarte

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 18.07.10 14:23

Moin,

ich habe bis jetzt keine verlässlichen Daten über den Rückbau bzw. über den Zustand vor 1945. Dass eine Demontage durch französische Einsatzkräfte stattgefunden hat, ist klar, aber der Umfang und der Zeitpunkt sind mir unklar.


Auf der abgebildeten Karte ist (Landau?—)Zweibrücken bis Einöd noch? als zweispurige Strecke verzeichnet, während Einöd bis Rohrbach nur noch? eingleisig ist.

Unter dem Gesichtspunkt "Gesamtrückbau Landau—Rohrbach" gibt es evtl. einen Widerspruch zwischen Karte und der Aussage von Ingo.

Moin,

Zweibrücken besaß (nur) mehrere Lok der BR 86, die auf der Kbs 280 zwischen Bierbach bis Landau tatsächlich Hauptbahndienste übernahm; von Fahrten über Bierbach hinaus bis nach Rohrbach kann ich jedoch bis jetzt keine Unterlagen finden.

In früheren oder späteren Laufplänen finden sich Landauer, Kaiserlauterner und Homburger Personenzuglok auf der Strecke Zweibrücken—Rohrbach(—Saarbrücken).


@ für Modellbahner:
Über die Dimensionen der Bahnhöfe liegen mir keine Unterlagen vor – falls jemand aber einen hochinteressanten Mix an verschiedenen Lok und Zuggarnituren sucht, dann ist diese Gegend ein heißer Tipp.

Hallo Detlev,

vielen Dank für dieses Material.

Detlev Hagemann schrieb:
-------------------------------------------------------
> Damit wäre am Werktag eine Lok aus P 3277 in Einöd
> (mit Zuggarnitur) in Richtung Rohrbach/Saarbrücken
> vorhanden! Diese Lok könnte als Zuglok bis
> Rohrbach am Zug bleiben. Oder habe ich etwas
> übersehen?

Ja, Du hast etwas übersehen: der P 3277 fährt in Wirklichkeit nach Homburg weiter, wie auf der Tabelle Zweibrücken-Homburg erkennbar - Einöd ab 14:59, 15:13 an Homburg. In Einöd 18' Grenzaufenthalt.

Es gibt dann auch den P 1725, der von St. Ingbert über Einöd nach Homburg verkehrt. Dieses Konstrukt war also gar nicht so selten, ebenso wie es ja auch Züge Homburg-Zweibrücken und zurück über Bierbach gab.

MfG Peter
Hallo,

solche trickreichen Bespannungswechsel anhand des Kursbuches aufzuklären, ist äußerst schwierig. Es genügt ein Lokzug, ein Leervorspann oder eine zum fraglichen Zeitpunkt vor Ort vorhandene Lok einer Güterzugleistung, und das ganze Konstrukt, das man sich vorher überlegt hatte, fällt in sich zusammen. So ging es mir bei zahlreichen Recherchen jedenfalls schon oft, und ohne Buchfahrpläne und/oder Umlaufpläne aus der passenden Fahrplanperiode ist man i.d.R. aufgeschmissen.

Ein Umlaufplan des Bw Zweibrücken der BR 86 aus 1953 findet sich im einschlägigen blauen Buch abgedruckt, führt aber hier nicht weiter. Umläufe der Homburger Loks wären hilfreich, aber wer hat die schon griffbereit zur Verfügung.

Dennoch nach wie vor gespannte Grüße,
Michael.
Für andere Mitleser nur zur Erinnereung aus dem alten Thread:


Ein BR-39-Dienstplan vom Herbst 1958 und ein Personalplan vom Sommer 1958 zeigen die BR 39 am P 1726 von Homburg bis Rohrbach mit Kopfmachen in Einöd.


Jedoch: Einigen Mitlesern erscheinen die 11 Minuten Aufenthalt in Rohrbach Einöd zu eng: BR 39 abkuppeln, den Zug umfahren, wieder ankuppeln, Bremsprobe, Abfahrt ..., deswegen suchen wir nach anderen Möglichkeiten.


Edith hat Einöd statt Rohrbach eingesetzt





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:07:18:21:53:25.
Hallo,

Detlev Hagemann schrieb:
-------------------------------------------------------
> Jedoch: Einigen Mitlesern erscheinen die 11
> Minuten Aufenthalt in Rohrbach zu eng: BR 39
> abkuppeln, den Zug umfahren, wieder ankuppeln,
> Bremsprobe, Abfahrt ..., deswegen suchen wir nach
> anderen Möglichkeiten.

Nicht Rohrbach sondern Einöd.
Die Einschätzung, 11' Aufenthalt seien zu knapp, ist aber für so einen kleinen Bf wie Einöd sehr subjektiv. Es finden sich doch zahlreiche andere Beispiele aus kleinen Kopfbahnhöfen, wo 10'-11' ebenfalls für Umsetzen und Kopfmachen reichten. Der Zug war ja auch sicher recht kurz, da geht die Bremsprobe schnell. Auch mussten die Weichen ja nicht per Hand umgelegt werden und es gab Tf, Heizer, Zf, Schaffner...

Wenn 11' nicht gereicht hätten, wäre der Fahrplan m.E. eher so gestaltet worden, dass der Aufenthalt 1'-2' länger gewesen wäre als eine zweite Lok unproduktiv von Einöd bis Rohrbach einzusetzen.

MfG Peter
Eröffnungsdaten:

07.05.1857 Homburg-Schwarzenacker-Einöd-Zweibrücken (1. Bahnhof, mit Streckeneröffnung Zweibrücken-Annweiler am 25.11.1975 wurde Bahnhof an heutige Stelle verlegt). Die Strecke Homburg-Zweibrücken wurde als Zweigbahn der Ludwigsbahn erbaut.

26.11.1866 (Homburg)-Schwarzenacker-Bierbach-Hassel.
01.06.1867 Hassel – St. Ingbert (St. Ingbert – Saarbrücken erst am 15.10.1879 eröffnet).
Die Strecke wurde als Anschluß von St. Ingbert an die Ludwigsbahn erbaut.

01.04.1879 (Zweibrücken)-Einöd-Bierbach-Reinheim-Saargemünd.

Die heute noch befahrene Strecke ist also als letzte Strecke gebaut worden.

Immer noch in der Hoffnung, dass die ursprüngliche Fragestellung nach der BR 39 vor dem P 1726 mit Kopfmachen in Einöd eine Antwort findet

Gruß
KPM
[b][/b]
Hallo,

In Deiner ersten Anfrage erwähnst Du die Laufpläne. Um Deine Fragen beantworten zu können wäre es einmal interessant, Folgendes zu wissen:
- aus welchem Zug ergab sich der P 1726 und
- was war die Folgeleistung des P 1726.
Das Umsetzen der Lok in Einöd sollte nicht das Problem gewesen sein, da sind elf Minuten mehr als ausreichend. Aus dem Laufplan heraus sollte es doch auch zu ermitteln sein, von wo bis wo die Lok am Zug war. Ergo bleibt dann nur noch die Frage übrig, wie rum die Lok gefahren wurde.





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:07:19:20:01:45.
Hallo Gerd

im ersten Thread habe ich auf die Situation für die Weiterfahrt schon grob hingewiesen:

Zitat:
Vielleicht liegt die Lösung in Rohrbach:
Der P 1726 kommt um 15:27 in Rohrbach an. Um 15:48 geht es schon mit P 1867 wieder zurück nach Homburg, aber nun auf direktem Weg. Hatte Rohrbach evtl keine Drehscheibe?
Kam das Kopfmachen in Einöd „ganz gelegen“, um rückwärts nach Rohrbach zu fahren? Nach Rückkehr in Homburg fährt die BR 39 dreißig Minuten später weiter nach Neustadt/W.


Der P 1726 mit BR 39 (die hatte vorher in Homburg eine längerer Pause mit (R) laut Personalplan) wurde wohl neu eingesetzt.

Detlev Hagemann schrieb:
-------------------------------------------------------
Hallo,

"im ersten Thread habe ich auf die Situation für die Weiterfahrt schon grob hingewiesen:"
"Vielleicht liegt die Lösung in Rohrbach: Der P 1726 kommt um 15:27 in Rohrbach an. Um 15:48 geht es schon mit
P 1867 wieder zurück nach Homburg, aber nun auf direktem Weg. Hatte Rohrbach evtl. keine Drehscheibe ? Kam das Kopfmachen in Einöd „ganz gelegen“, um rückwärts nach Rohrbach zu fahren? Nach Rückkehr in Homburg fährt die BR 39 dreißig Minuten später weiter nach Neustadt/W."


Aha, dann wird es zumindest für mich klar. Vorwärts nach Einöd, rückwärts nach Rohrbach und vorwärts zurück nach Homburg/Saar. Das in Rohrbach keine Drehscheibe war, davon gehe ich erst einmal aus. Somit ist Dein Gedanke, das die Rückwärtsfahrt von Einöd nach Rohrbach dem Umlaufplan ganz gelegen kam nur folgerichtig. Derartige Dreiecksverkehre waren ja zu alten Eisenbahnzeiten nicht unüblich, nur ist das beim Lesen Deines ersten Textes irgendwie an mir vorbeigegangen. Ebenso wollte man eigentlich das Rückwärtsfahren bei Schlepptenderlok nach Möglichkeit vermeiden und daher wird es wie beschrieben erfolgt sein.

"Der P 1726 mit BR 39 (die hatte vorher in Homburg eine längerer Pause mit (R) laut Personalplan) wurde wohl neu eingesetzt."

Ich habe mir übrigens auf Grund Deiner Anfrage wieder einmal das Buch über die P 10 angesehen und da wird dieser wirklich interessante Lokumlauf nicht einmal erwähnt.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:07:18:22:40:53.

Re: Kleine Anmerkung zur Streckenkarte

geschrieben von: Bonsai0815

Datum: 19.07.10 13:50

Detlev Hagemann schrieb:
-------------------------------------------------------
> Moin,
>
> ich habe bis jetzt keine verlässlichen Daten über
> den Rückbau bzw. über den Zustand vor 1945. Dass
> eine Demontage durch französische Einsatzkräfte
> stattgefunden hat, ist klar, aber der Umfang und
> der Zeitpunkt sind mir unklar.
>
>
> Auf der abgebildeten Karte ist
> (Landau?—)Zweibrücken bis Einöd noch? als
> zweispurige Strecke verzeichnet, während Einöd bis
> Rohrbach nur noch? eingleisig ist.
>
> Unter dem Gesichtspunkt "Gesamtrückbau
> Landau—Rohrbach" gibt es evtl. einen Widerspruch
> zwischen Karte und der Aussage von Ingo.


Hallo,

kurz was zur Streckenkarte:

Die Strecke Germersheim - Landau - Zweibrücken - Einöd - Bierbach - Reinheim - Saargemünd war bis 1945 durchgehend zweigleisig.
Die Strecke Schwarzenacker - Einöd war immer schon eingleisig (Verbindungskurve heute abgebaut).
Die Strecke Ingweiler ( der Ort liegt im Gleisdreick) - Bierbach war sogar dreigleisig (1 Gleis von Homburg, 2 von Einöd/Zweibrücken), heute noch an den Brückenlagern vor Bierbach zu erkennen.
Die Strecke Bierbach nach Rohrbach war immer eingleisig, außer dem Abschnitt Bierbach - Lautzkirchen der parallel zur Strecke nach Reinheim (Bliestalbahn) verläuft.

Nach dem Krieg wurde die Strecke Reinheim - Bierbach - Homburg nur noch eingleisig aufgebaut.
Einöd - Bierbach war auch nur noch eingleisig, außer im Abschnitt Bierbach - Ingweiler die hier parallel die Strecke nach Homburg verlief (heute abgebaut bis Ingweiler).

Germersheim - Landau - Zweibrücken wurde bis auf einige Kreuzungsbahnhöfe auf 1 Gleis reduziert. Ende der 80er wurden nochmals einige Kreuzungsbahnhöfe auf 1 Gleis reduziert und in Haltepunkte umgewandelt.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu verwirrend.

Grüße, Bonsai

Re: Kleine Anmerkung zur Streckenkarte

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 24.07.10 13:54

Nein,

es war nicht zu verwirrend.

Eine nicht sehr präzise kopierte Karte von 1961 zeigt folgendes:

Landau—Zweibrücken: eingleisig
Zweibrücken—Einöd: zweigleisig
Einöd—Bierbach: zweigleisig
Bierbach—Rohrbach: eingleisig

Nicht erkennbar ist die Situation der Bahnhofsausfahrt aus Bierbach in westlicher Richtung nach Rohrbach bzw. Reinheim/Saar

Homburg—Schwarzenacker: zweigleisig
Schwarzenacker—Einöd: eingleisig
Schwarzenacker—Bierbach: eingleisig

Ob die kurzen zweigleisigen Strecken zweigleisig oder schon streckenvorsortiert, also parallel betrieben wurden, lässt sich natürlich an der Karte nicht erkennen.


Deckt sich dies mit anderen Karten oder Angaben?

Re: Kleine Anmerkung zur Streckenkarte

geschrieben von: Bonsai0815

Datum: 24.07.10 19:27

Detlev Hagemann schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nein,
>
> es war nicht zu verwirrend.
>
> Eine nicht sehr präzise kopierte Karte von 1961
> zeigt folgendes:
>
> Landau—Zweibrücken: eingleisig
> Zweibrücken—Einöd: zweigleisig
> Einöd—Bierbach: zweigleisig
> Bierbach—Rohrbach: eingleisig
>
> Nicht erkennbar ist die Situation der
> Bahnhofsausfahrt aus Bierbach in westlicher
> Richtung nach Rohrbach bzw. Reinheim/Saar
>
>
> Deckt sich dies mit anderen Karten oder Angaben?

Hallo Detlev,

das oben geschilderte paßt zur heutigen Situation.
Das 2. Gleis zwischen Einöd und Zweibrücken war u.a. die Zufahrt zum Güterbahnhof, zu den Werken von Mannesmann-Demag und John Deere. Das ganze wurde Anfang der 90er abgebaut.

Einöd - Bierbach
Das 2. Gleis wurde spätestens beim Bau der Autobahn A8 entfernt, da der Bahneinschnitt unter der Autobahn nur noch Platz für 1 Gleis hat. Die Lage des 2. Gleis ist noch an einer teilweise sichtbaren Brückendurchfahrt unter der Autobahn erkennbar.

Der Bahnhof Bierbach hatte 3 Bahnhofsgleise, in der westlichen Ausfahrt konnte man noch auf das Gleis nach Rohrbach bzw. Reinheim wechseln. Danach verliefen die Strecken parallel ohne weitere Weichen.
In Bierbach gab es noch Gütergleise und einen Gleisanschluß zum Werk von Mannesmann-Demag (heute noch Schienenreste der Werkszufahrt erkennbar).

Schwarzenacker - Bierbach und Einöd - Bierbach wurden in den 80ern parallel betrieben, d.h. die erste Weiche kam kurz vor Bierbach.

Karten habe ich leider keine, interessant wäre ein Gleisplan von den Bahnhöfen Einöd und Bierbach.

Grüße, Bonsai

Re: Kleine Anmerkung zur Streckenkarte

geschrieben von: Günther Dillig

Datum: 26.07.10 00:41

Hallo Detlev,

was mir bei diesem ganzen Thema nicht klar ist, ist wieso eine Kaiserslauterner Lok (BR 39) so weit in das damals wirtschaftlich noch nicht an die Bundesrepublik angeschlossene Saarland hineinfährt (mit einer so "gerinwertigen" Personenzugleistung, die zudem von Homburg über Einöd nach Rohrbach eine rein saarländische Binnenleistung ist).
Die BD Saarbrücken ist zwar zum 1. Januar 1957 wiedergegründet worden, der wirtschaftliche Anschluß an die Bundesrepublik erfolgte jedoch erst am 6. Juli 1959. Bis dahin gab es Zollschranken, Zollkontrollen, etc., im Saarland wurde mit saarländischen Franken bezahlt, "im Reich", wie es immer so schön hieß, wurde mit D Mark bezahlt.
Das ist ja auch in den Kursbuchkopien deutlich am Symbol mit dem Zollgebäude bei Einöd (Saar) und Zweibrücken zu erkennen.

Das ist für mich eine interessante Frage, wie gerade in dieser Zeit (politischer Anschluß erfolgt, wirtschaftlicher Anschluß noch nicht erfolgt) die beiden Verwaltungen das miteinander geregelt haben. Die damalige BD Saarbrücken umfaßte ja nur das Gebiet des Saarlandes, der bundesdeutsche Teil der späteren Direktion (Groß-) Saarbrücken wurde ja noch bis zum 31.12.1959 von der BD Trier verwaltet.

Das ist für mich eindeutig der allerspannendste Teil dieses Beitrages, ob die Kaiserslauterner da so weit in wirtschafts-ausländisches Gebiet vorgedrungen sind. (Na ja, den "Pälzern" trauen "mir Saarlänner" das schon zu ;-) ).
Gibt es diesbezüglich Erkenntnisse?

Grüße, Günther

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