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 04 - Historische Bahn 

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Nachdem uns hier Bernd Mühlstraßer seit einigen Monaten den Lokeinsatz auf seiner Hausbahn schildert, habe ich mal ein wenig in meinem Archiv gewühlt, zumal Bernd mit dem Monat Juli erstmals einen direkten Zusammenhang zu meinen Besuchen auf Murnau – Oberammergau hergestellt hat. Ich befand mich nämlich im Monat Juli in zwei Jahren im Ammertal: 1978 und 1979


Es war der erste Tag auf meiner ersten TMT-Tour, als ich am Nachmittag des 31. Juli 1978 in Murnau eintraf.


Bernd schreibt für 1978:

Zitat:
Hatten wir jetzt von drei „harmonisch-langweiligen“ Julis zu berichten, wird es im Juli 1978 etwas abwechslungsreicher. „Erfreuliches auf niedrigem Niveau“ könnte man das überschreiben. Niedriges Niveau deshalb, weil ja im Sommer 1978 nur noch eine Lok planmäßig benötigt wurde. Und das war, von 01. bis 31. Juli quasi nur 169 003, die den ganzen Monat durchfuhr, nur am 21.07. fristtechnisch passierte. 169 005 übernahm ihre Leistungen am Nachmittag des 20.07., komplett am 21. und bis 22.07. mittags. Dennoch kam sie nicht nur auf diese 3 Einsatztage, sondern durfte noch an weiteren 8 Tagen Ersatz für die Plan-141 fahren, was natürlich immer ganz besonders erfreulich war. Somit herrschte, ganz unplanmäßig, an 10 Tagen wieder 169-Gesamtverkehr statt Mischbetrieb 141 / 169. Schön! Ganz nett auch der „Dienstgüterzug“, den 169 005 am 28. Juli zwischen Murnau und Oberammergau und zurück zu fahren hatte.


Hier nun meine Schilderung des 31. Juli 1978. Wem der Anfang des Textes bekannt vorkommt, dem sei gesagt, dass ich ihn mit zwei Bildern unverändert aus einem älteren Beitrag ausgekoppelt habe. Die Bilder sind aber neu und größer gescannt. Der Bericht aus 1979 war dagegen bislang noch nicht zu sehen. Alle Aufnahmen der Jahre 1978 und 1979 entstanden noch mit der alten Knipskiste, bei der Belichtungszeit und Blende gekoppelt waren, was bei gutem Wetter in der Regel kein Problem darstellte, hingegen bei schlechten Lichtverhältnissen suboptimale Ergebnisse lieferte. Die 1978er Bilder zudem noch auf Ogachrome 100. Ich bitte also kleine Unzulänglichkeiten dieser Aufnahmen - zumindest in den ersten beiden Teilen - zu entschuldigen. Im Oktober 1980 sah das dann schon ganz anders aus.


Der 31. Juli 1978 war ein schöner und heißer Sommertag gewesen. Aber ab Mittag hatte sich eine starke und unangenehme Schwüle breitgemacht. Und schon als ich in München abfuhr ließ sich erahnen, dass es an diesem Tag noch richtig knallen sollte. Bei der Ankunft in Murnau um 16.33 Uhr waren schon die ersten dunklen Wolken über dem Murnauer Moos zu erkennen. Um 18.06 Uhr sollte der nächste Zug mit der Baureihe 169 aus Oberammergau hier eintreffen und um 18.18 Uhr wieder mit mir als Passagier nach Oberammergau abgehen. Es war also noch etwas Zeit.

Auf den hinteren Gleisen stand an diesem 31. Juli 1978 169 005 vor einigen Schotterwagen. Am rechten Bildrand ist schon der merklich dunklere Himmel zu erkennen:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3864633462343364.jpg

Ist das der „Rest“ des Dienstgüterzuges vom 28. Juli 1978, den Bernd in seinem Beitrag erwähnt hat?

Und dann brach es los. Ein Gewitter, wie ich es nie zuvor und nie danach wieder erlebt habe. Es wurde stockdunkel, Sturmböen peitschten, es blitzte ununterbrochen und aus den Bergen hallte der Donner von allen Seiten zurück. Es gab zwar auch einen heftigen Regenguss, aber da habe ich schon andere Kaliber erlebt. Dieser war zwar auch sehr stark, aber nicht so, dass man ihn von der Regenmenge her als außergewöhnlich bezeichnen musste. Ich hatte mich in den Eingangsbereich unter dem Bahnsteigdach von Gleis 1 zurückgezogen. Das Gewitter war schon recht nahe, wenn nicht sogar direkt über uns.
Ein greller Blitz, gleichzeitig mit einem immensen Knall, und der Bahnhof lag im Dunkeln - Am südlichen Ende des Bahnsteigdaches von Gleis 2 und 3 war der Blitz eingeschlagen und im selben Moment war die Bahnsteigbeleuchtung erloschen. Die Uhren standen still und ich meine mich auch zu erinnern, dass die Signalanlagen ausgefallen waren. Ein gerade im Bahnhof eingefahrener und haltender Zug mit einer 111 als Zuglok (der E 3617) lag zumindest erst einmal fest. Es dauerte wohl so 15 Minuten, bevor die elektrische Versorgung des Bahnhofs wieder halbwegs hergestellt war und der Zug ausfahren konnte. Doch die Uhren standen weiterhin still. Zwischenzeitlich hatte der Regen nachgelassen und mit etwas Verspätung kam dann endlich (etwas anderes war ja nach Bernds Darstellung nicht zu erwarten) 169 003 aus Oberammergau in die Stumpfgleise am südlichen Ende des Bahnhofes eingefahren. Nach dem Umsetzen musste dann aber noch der ebenfalls etwas verspätete N 4641 abgewartet werden, so dass ich noch die 169 003 vor N 6623 mit meinem kleinen Stativ im Bf Murnau ablichten konnte.

Es war jetzt etwa 18.30 Uhr, also schon gut 10 Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit, aber die Bahnhofsuhren standen immer noch auf 17.50 Uhr, wie man bei genauem Hinschauen links von der Lok erkennen kann:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3864376665636533.jpg

Es war eine tolle Fahrt im Silberling hinter der 169 003 durch die Landschaft bei diesem Wetter.

Die Nacht verbrachte ich in der DJH in Oberammergau unterhalb des Kofel. Noch bis in den späten Abend hinein war es rundherum am blitzen und donnern. Als ich am nächsten Morgen, dem 01. August 1978, mit dem N 6608 wieder Oberammergau verließ, war von dem abendlichen Gewitter außer einigen Pfützen vor dem Bahnhof nichts mehr zu erkennen. Davon dann in Monat August...

Auf Nachfrage nach der 169 002 hatte ich nur zu hören gekriegt, dass sie in Garmisch-Partenkirchen in Reparatur sei.


Im Juli 1979 war ich erneut im Ammertal zu Gast. Nachdem ich aus reisetechnischen Gründen zuvor zwei Nächte so gut wie gar nicht geschlafen hatte, war ich platt, als ich am Morgen in Murnau ankam. Nachdem ich mich ausgiebig mit der 160 009 beschäftigt hatte, wandte ich mich den „Kleinen“ zu.


Bernd schreibt für 1979:

Zitat:
Wieder mal Duplizität der Ereignisse. Genau ein Jahr später, im Juli 1979 steht hinter den Betriebstagen von 169 002 wieder „0“. Wieder hatte die Lok ja im Vormonat einen Motorschaden erlitten. Diesmal allerdings vertraute man dem AW Freimann wieder, die Lok erhielt dort in den noch erhaltenen, stärkeren Motor einen neuen Läufer eingebaut. Gebraucht wurde die Maschine vor Ort ja sowieso nicht besonders. Wie wir hier im letzten Monat schon lesen mussten, der Sommerfahrplan 79 war ja ein Tiefpunkt. Nur das Übergabepaar und die Mittagsleistung 6615/6616 waren von Montag bis Donnerstag für die 169 vorgesehen, lediglich Freitag und Samstag verblieb eine Lok komplett im Umlauf. Und komischerweise bestritt diesen Mini-Umlauf im Juli 79 fast nur 169 005, sehr ungewöhnlich. Die 169 003 durfte nur am 9., 20. und 21. Juli in den 169-Umlauf, die Fünfer wollte wohl auch mal die Nummer 1 sein. Allerdings durfte 169 003 außerdem am 4., 5. und am 13. Juli der Plan-141 einige Leistungen abnehmen.



Ich war in Kenntnis des Lokumlaufes am Freitag dem 27. Juli 1979 nach Murnau gekommen, da ja, wie Bernd schon erwähnt hat, freitags und samstags eine Lok ganztägig im Umlauf verblieb.

Als erstes traf ich die 169 005 mit der Übergabe aus Oberammergau am Haltepunkt Murnau Ort an:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/6565343437363766.jpg

Die Fuhre wartet jetzt auf die Freigabe der Einfahrt in den Bf Murnau:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3061333733626332.jpg

Danach begab sich das Personal der 169 005 zur Brotzeit, während die Lok auf ihre nächste Aufgabe, den N 6615 nach Oberammergau, wartete:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3237393138653032.jpg

Derweil 169 003 mangels Aufgaben die Tage neben dem Schuppen abstand. Von dem Personal der 169 005 hatte bereits erfahren, dass die 169 002 im AW Freimann weilte. Wieder nichts; so ein Mist. Sollte ich sie noch jemals vor die Kamera bekommen?
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3432633562666537.jpg

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3933316334396439.jpg

Mit dem von N 6615 fuhr ich zunächst nach Unterammergau, wo ich ausstieg, um die Rückleistung als N 6616 an der Ammerbrücke abzuwarten, nicht ohne mich zuvor in der Ammer ausgiebig erfrischt zu haben:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3666376366626535.jpg

Im 141-Umlauf lief an diesem Tag die 141 007, die hier planmäßig den N 6617 bei der Ausfahrt aus Unterammergau bespannt:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3561333862633638.jpg

In Oberammergau angekommen setzt die 141 007 um und hat erst einmal eine 90-minütige Pause abzustehen, bevor es als N 6620 nach Murnau zurück geht:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3837336432643064.jpg

Zurück in Oberammergau gilt meine ganze Aufmerksamkeit dem N 6621, Murnau – Oberammergau, der gerade mit der 169 005 den Bf Unterammergau verlässt:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3734626531333131.jpg

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Schließlich kommt sie als N 6622 mit dem letzten Zug des Tages aus Oberammergau vor der Kulisse des Kofels, scherzhaft auch das „Oberammergauer Matterhorn“ genannt, zurück:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3639633863346632.jpg

In der DJH habe ich mich umgehend zum Schlafen ins Bett gelegt und bin sofort weggeratzt. Ach, tat das nach den drei Tagen gut!

Trotzdem musste es am Samstag gleich nach dem Frühstück weiter gehen. Die 169 005 war noch am Vorabend mit dem N 6625 nach Oberammergau gekommen, um am 28. Juli 1979, einem Samstag, zunächst das Zugpaar N 6602/03 von Oberammergau nach Murnau und zurück zu befördern. Jetzt wartet sie im Bf Oberammergau auf die Abfahrt als N 6608 nach Murnau.

Nach und nach trudeln die ersten Reisenden ein:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/6235663233396664.jpg

Der Lokführer hat die Lok aufgerüstet und in etwa fünf Minuten (um 09.05 Uhr) wird der Zug planmäßig abfahren:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/6536373161346534.jpg

Bereits vor fünf Minuten hat der Zug den Bf Murnau planmäßig erreicht. Die Lok wird gleich umsetzen und Murnau als N 6613 zur erneuten Fahrt nach Oberammergau verlassen:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3531623039396261.jpg

Ich begab mich auf die andere Talseite, von wo ich diesem Blick über eine Industrieanlage auf den Hp Murnau Ort hatte, den die 169 005 mit dem N 6613 gerade erreicht hat:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3465633138623464.jpg

Die Schrankenbäume vor der Lok gehören zum Bahnübergang über die Strecke Murnau – Garmisch, die hier von der Oberammergauer Bahn gekreuzt wird.

Oberhalb eines kleinen Steinmetzbetriebes nimmt die 169 005 mit dem N 6613 erneut Anlauf zur Weiterfahrt in den Passionsspielort:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3537643662613439.jpg

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/08/137108/3337396137353735.jpg

Ich jedoch bestieg eine gute Stunde später den IC 514 „Werdenfels“, Garmisch-P. - München – Köln – Hamburg, (Murnau ab 11.35) der mich auf direktem Wege nach Osnabrück zurückbrachte, wo ich um 21.19 Uhr ankam.

Ich besuchte Murnau – Oberammergau im August dann noch ein zweites Mal. Davon dann nach Bernds Augustbericht.


Bis neulich – natürlich im HiFo

Rolf Köstner

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:10:19:12:07:15.
Der BDn mit dem zweifarbigen Dach scheint einen heftigen Auffahrunfall gehbat zu haben. Man sieht ihn auf etlichen Bildern zu dem Thema Oberammergau. Kann jemand mehr zu dem Wagen sagen?
Danke Rolf,
für diese unwahrscheinlich schönen Bilder aus meiner Kindheit. Wir waren 1977 und 1979 für jeweils 3 Wochen in Oberammergau im Urlaub, leider hat mein Vater, er war selbst bei der DB, nie dort die wunderschönen 169er fotografiert.....Und mit 11 bzw 13 Jahren dachte ich damals noch nicht daran, meinem Vater mal die Kamera abzunehmen und selbst zu fotografieren, leider :-(
Danke Dir für diese Reise in eine Zeit, die schön und beschaulich war, aber leider nie mehr zurückkommt.
Gruß,
Thomas

Gute alte Bundesbahn-Zeit
gutacher schrieb:

> Der BDn mit dem zweifarbigen Dach scheint einen
> heftigen Auffahrunfall gehbat zu haben. Man sieht
> ihn auf etlichen Bildern zu dem Thema
> Oberammergau. Kann jemand mehr zu dem Wagen sagen?

Schaut in der Tat nach einem Unfallwagen aus, welcher anschließend kein "f" mehr hatte. Da gabs ja einige Hasenkästen, die nach Unfällen nur noch BDn waren.

Hallo Rolf,

wunderbar, ich freue mich riesig, dass Du meinem Monatsbericht noch etwas aus anderem Blickwinkel nachreichst und freue mich schon auf den August. Wobei - beim Lesen war ich richtig aufgeregt, es hätte ja sein können, dass Du etwas belegen kannst, was meine Ausführungen widerlegt *g. Aber Gott sei Dank, an meinem Mythos ist nicht gekratz worden, alle meine Angaben haben sich durch Deinen Besuch bestätigt. *schwitz*

Jawohl, die Schotterwagen, vor denen die Fünfer steht gehören zu dem erwähnten Dstg, wobei ich aus der Tatsache, das die Lok auch noch 3 Tage nach ihrem Oberammergau-Einsatz am Zug steht doch die Vermutung ableite, das sie auch noch in den Folgetagen auf der Hauptstrecke unterwegs war.

Zur Anmerkung über das ausgebesserte Dach am Silberling: Ich habe mich nicht so sehr mit den Wagen beschäftigt, daher unter Vorbehalt: Ich glaube das es sich bei diesem (und anderen) Wagen um einen ehemaligen Steuerwagen mit "Gefängniszelle" für den Tf handelt, also die ganz alte Version mit dem wirklich sehr beengten Führerstand. Dieser wurde im Laufe der Zeit ausgebaut. Dadurch entfiel z.B. die Hupe auf dem Dach. Im Rahmen dieses Umbaus wird wohl auch die Dachpartie in diesem Bereich erneut/ausgebessert worden sein.

Ich freue mich schon auf den Anhang zum August!!!!!

Beste Grüße
Bernd

Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - hier:

[www.youtube.com]

oder wie wär´s mit der E69-Facebook-Seite unter dem Suchbegriff: Die Baureihe E69




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:07:07:19:04:33.
Bernd Mühlstraßer schrieb:

> Zur Anmerkung über das ausgebesserte Dach am
> Silberling: Ich habe mich nicht so sehr mit den
> Wagen beschäftigt, daher unter Vorbehalt: Ich
> glaube das es sich bei diesem (und anderen) Wagen
> um einen ehemaligen Steuerwagen mit
> "Gefängniszelle" für den Tf handelt, also die ganz
> alte Version mit dem wirklich sehr beengten
> Führerstand. Dieser wurde im Laufe der Zeit
> ausgebaut. Dadurch entfiel z.B. die Hupe auf dem
> Dach. Im Rahmen dieses Umbaus wird wohl auch die
> Dachpartie in diesem Bereich erneut/ausgebessert
> worden sein.

Auffällig ist das erneuerte Pfauenaugenmuster, was für eine Unfallausbesserung sprechen täte - aber letztlich alles theoretisch. Es gab ja beides.

Aktuelles Foto der 169 005

geschrieben von: tegernseebahn

Datum: 07.07.10 21:45

http://img175.imageshack.us/img175/534/imgk3643.jpg

Nach einer Lackaufbereitung präsentiert sich die 169 005 Ende Juni 2010 vor dem Lokschupppen in Landshut.

Mfg tegernseebahn
Hallo zusammen,
einfach schön, diese LAGs. Leider habe ich den normalen Betrieb nie gesehen.
Ich bin schon gespannt, was Ihr noch alles zeigt.

Danke für Eure umfangreichen Beiträge,
Es grüßt die Nebenbahn
Auch Deine Bilder zeigen mir schöne Erinnerungen an die Bahn nach Oberammergau, Rolf! Danke dafür!

Was mir immer wieder auffällt: Das silberne Dach des Steuerwagens über dem Gepäckabteil. Warum nur war eben nur dieser Dachteil so silbrig angemalt?

Danke fürs Einstellen,

Martin
Einfach nur wunderschön, Rolf! Danke für den sehenswerten Beitrag

und viele Grüße aus HH,
Helmut

Wurde hier ja schon diskutiert...

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 08.07.10 11:31

Ich schließe mich der Ansicht von Jan Borchers an, dass der Wagen nicht allzulange zuvor einen Aufstoss erlitten hat und dann einfach den intakten Kopf eines anderen (Unfall-) Wagens erhalten hat (neues Pfauenaugenmuster, helles Dach).

Ansonsten... freut mich, dass es gefällt.


Bis neulich

Rolf Köstner

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Re: Wurde hier ja schon diskutiert...

geschrieben von: martin welzel

Datum: 08.07.10 20:58

Danke, Rolf, die Diskussion muss wohl an mir vorübergegangen sein...

Auch ich kenne solche Wagen (oder ist es DER?):

http://www.eisenbahnhobby.de/garmisch/44-4_169004_Seeleiten-Berggeist_27-9-76_S.jpg

(169 004 am 27.9.76 mit N6615 in Seeleiten-Berggeist)

Viele Grüße,

Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:07:09:07:13:04.

Neeeeiiiiinn!!!!

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 08.07.10 21:26

Und noch ein Beitrag, der Salz in die Wunde reibt, weil ich diese Bahn nie kennengelernt habe!

Und das bei dieser Hitze!

Trotzdem vielen Dank für die Beiträge,

Manfred

;-))

Die ursprüngliche Signatur entspricht nicht unseren Vorgaben und wurde daher entfernt! Grafische Banner in Signaturen sollten maximal 120 Pixel hoch sein mit eventuell einer Textzeile darunter oder darüber. Textsignaturen sollten eine Höhe von 7 Zeilen nicht überschreiten. Banner und Links zu kommerziellen Webangeboten dürfen keine konkreten Produkte oder Dienstleitungen in Wort oder Bild bewerben. In Einzelfällen behalten wir uns das Recht vor Signaturen zu untersagen, die durch ihre Gestaltung oder ihren Inhalt nicht akzeptabel sind. Weitere Einzelheiten finden sich in den Foren-Tipps.

BDnb 742

geschrieben von: Michael O.

Datum: 08.07.10 23:45

Hallo,

es handelt sich um einen der zahlreichen BDnb 742, die nach Unfallschäden aus BDnf 738 wieder aufgebaut wurden, wobei auf den Steuerstand verzichtet wurde. Im Prinzip sind es damit reine Halbgepäckwagen geworden.

Viele Grüße

Michael

Re: BDnb 742

geschrieben von: martin welzel

Datum: 09.07.10 07:14

Danke, Michael, ob der Aufklärung.
Jetzt darf ich ruhig aus dem Rahmen fallen, denn jetzt bin ich im Bilde!

;-))

Viele Grüße,
Martin

Es ist DER! (o.w.T)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 09.07.10 17:54

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
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Lauter Crash-Wagen??

geschrieben von: Bernd Mühlstraßer

Datum: 09.07.10 18:58

Hallo Leute,

wirklich amüsant, wohin Beiträge manchmal abdriften. Auch dieses Thema war für mich mal wieder so ein „Klick“-Erlebnis. Ich hätte mir die Frage gar nicht gestellt, diese ausgebesserten Dächer fand ich ganz normal. Also, angestoßen von dieser Diskussion habe ich mich mal wieder in mein Archiv gestürzt. Wenn die weiter oben geäußerte Theorie richtig ist, dann muss der Garmischer Wagenpark ein „Crash-Center“ gewesen sein. Denn ich komme vielmehr zu der Erkenntnis, das in der ersten Hälfte der 70er Jahre ausschließlich diese Silberlinge mit noch funktionierendem Führerstand fuhren. Ganz offensichtlich kam es ca. 1975 zu einem generellen Ausbau dieser Folterzellen, wobei die Dachpartie, warum auch immer, dabei neu aufgearbeitet wurde. U.a. verschwand dabei auch die mittig angebrachte Hupe. Es gibt, bitte prüft dies selbst nach, aus den Jahren 1975 bis ca. 79 kaum eine Aufnahme eines Silberlings, der nicht diese abgesetzte Dachpartie hätte. Also handelt es sich nicht um einen bestimmten Unfallwagen, sondern letztlich um alle Silberlinge mit Gepäckabteil aus Garmisch.

Wer mein Buch im Regal stehen hat, der kann gerne mal auf Seite 58 (Mitte, Aufnahme Dieter Kempf) und Seite 115 unten (Aufnahme U. Budde) blicken, da sieht man zwei Zuggarnituren, die jeweils einen solchen Wagen im Verbund haben. Übrigens dabei gut zu sehen, das die Wagen sich u.a. durch die Länge des hellen Dachs unterschieden.

Der Spuk war dann ab 1979 sowieso vorbei, denn für ca. 1 Jahr kamen anstatt der Silberlinge mit Gepäckabteil nun beige/türkise Mitteleinstiegs (Eilzug-)Wagen zum Einsatz. Und mit Einführung des Wendezugbetriebs für 141-geführte Züge im Mai 80 gelangten für das letzte169-Jahr nun Silberlinge mit „richtigem“ Führerstand auf die Bahn.



Beitrag Juli: [www.drehscheibe-foren.de]


Beitrag Juni: [www.drehscheibe-foren.de]


Beitrag Mai: [www.drehscheibe-foren.de]


Beitrag April: [www.drehscheibe-foren.de]


Beitrag März: [www.drehscheibe-foren.de]

Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - hier:

[www.youtube.com]

oder wie wär´s mit der E69-Facebook-Seite unter dem Suchbegriff: Die Baureihe E69

Re: Lauter Crash-Wagen??

geschrieben von: gutacher

Datum: 09.07.10 21:45

Ich kann mich an BDn mit Heimatbahnhof Offenburg erinnern, die aussahen, wie ein normaler BDnf, also ohne diese Abweichungen im Dachbereich. wurden nur Unfall BDnf umgebaut oder auch Exemplare die intakt waren und einfach mangels Bedarf ihre Steuerwagenfunktion verloren. Für die Lokführer waren die Hasenkästen sicher grauenhaft, trotzdem sind sie meine Lieblingssteuerwagen.