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 04 - Historisches Forum 

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Wie üblich zunächst der Verweis auf die beiden ersten Teile:

Vor 30 Jahren: Alle fünf Vorserienloks der BR 120 ausgeliefert (m23B)

Vor 30 Jahren: Alle fünf Vorserienloks der BR 120 ausgeliefert – Teil 2 (m23B)


Bei Feststellung der Serienreife im Jahre 1983 hatten die fünf Prototypen der Baureihe 120 bereits 4 Mio. Kilometer zurückgelegt. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Loks einen mit der Baureihe 111 vergleichbaren Instandhaltungsaufwand erreicht und waren damit deutlich günstiger, als z.B. die Baureihen 103 und 151. Ausgerechnet die neuartigen Stromrichter arbeiteten nahezu störungsfrei. Bereits zu Beginn der Erprobung wurde ein besonderes Augenmerk auf die Instandhaltungsmethodiken und die Kostenoptimierung gelegt, wollte man doch von vornherein die in einem Lokleben zu erwartenden Kosten („Life Cycle Cost“) abschätzen können.

Als nun am 24. November 1984 zunächst 60 Loks der Baureihe 120.1 bestellt wurden, hatte das „Unternehmen Universallokomotive“ - Entwicklung plus fünfjährige Erprobung - bis dahin 300 Mio. DM verschlungen. Mittelfristig ging man von einem Bedarf von 2000 Lokomotiven aus, die tagsüber vorwiegend im schnellen Reisezugdienst und nächtens vor schweren Güterzügen zum Einsatz gelangen sollten.

Im Winter 1984/85 bestanden zwei Pläne für vier Lokomotiven der Baureihe 120. Während ein 2-tägiger Plan vornehmlich IC-Züge zwischen Nürnberg und München, sowie ein Zugpaar Frankfurt/M. - München vorsah, wurden zwei 120 zusammen mit einer 151 in einem dreitägigen Mischplan eingesetzt. Dieser enthielt vornehmlich Güterzugleistungen, wobei als Wendepunkte nördlich des Weißwurstäquators u.a. Elze, Seelze, Bremerhaven und Maschen zu verzeichnen waren. Am Wochenende wurden zur Erhöhung des Tageskilometerdurchschnitts IC-Züge zwischen München und Nürnberg, sowie zwischen Nürnberg und Bremen (IC 180/181) gefahren. Unter der Woche kamen vor den Güterzügen aber häufig ausschließlich Lokomotiven der BR 151 zum Einsatz, da die 120 immer wieder für Mess- und Testfahrten herangezogen wurden. Dagegen wies der IC-Plan deutliche höhere Tageskilometerwerte auf, weshalb die 120.0 aus diesem Plan am Wochenende im Nürnberger Nahverkehr eingesetzt wurden, wohl um die Differenz zumindest teilweise auszugleichen. Allerdings war es am Wochenende oftmals so, dass die verfügbaren 120.0 dann die IC-Züge des Güterzug-Umlaufs fuhren, während im Nürnberger Nahverkehr u.a. 140.8 und 141 des dortigen Bw zum Zuge kamen.

Im Hinblick auf die Jubiläumsfeiern 1985 wurde 120 002 zum Jahreswechsel 1984/85 im Verkehrsmuseum Nürnberg neben dem „Adler“ ausgestellt und anschließend auf den Namen „Fürth“ getauft. Die mit dem 200 km/h-Getriebe versehene 120 001 war im Januar 1985 wieder fleißig vor Messzügen im Einsatz. Zunächst vor Einstellfahrten auf dem Münchener Nordring und dann zusammen mit 103 003 zu Fahrten im Hochgeschwindigkeitsbereich zwischen Donauwörth und Augsburg. Es folgte ein Einsatz beim BZA Minden. Im Februar führte sie zusammen mit der 120 005 wieder Vergleichsfahrten im Frankenwald durch.

Während 120 002 im April 1985 im AW München-Freimann ihre erste Hauptuntersuchung (E 2.1 18.04.1985) erhielt, wurde die 200 km/h schnelle 120 001 eben dort mit der linearen Zugbeeinflussung (LZB) nachgerüstet. Am 07. März 1985 wurde 120 003 auf „z“ gestellt, um während der 150 Jahr-Feierlichkeiten der Deutschen Eisenbahnen zunächst auf dem Ausstellungsgelände in Nürnberg-Ost und im Oktober dann auf der Ausstellung in Bochum-Dahlhausen präsentiert zu werden.

120 003 präsentiert am 15. August 1985 auf dem Ausstellungsgelände in Nürnberg-Ost die moderne Deutsche Bundesbahn:
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Eine weitere 120 nahm an den Paraden in Nürnberg-Langwasser teil.

Im Mai 1985 ging die 120 002 zusammen mit der 120 005 für zehn Tage nach Schweden, wo sie auf Wunsch der Statens Järnvägar (SJ) vor schweren Güterzügen auf der etwa 1000 Kilometer langen Strecke von Boden nach Änge Vergleichsfahrten mit der schwedischen Rc 5 durchführten.

Im Sommer 1985 wurde der dreitägige Güterzugumlauf ausschließlich für die Baureihe 120.0 aufgestellt, wobei die Güterzugleistungen unter der Woche allerdings fast ausnahmslos von Loks der BR 151 erbracht wurden. Lediglich bei den IC-Leistungen am Wochenende war, was den 120.0-Einsatz betrifft, eine gewisse Konstanz gegeben. Ein eintägiger 103-Umlauf beim Bw Frankfurt/Main 1 wurde bei Verfügbarkeit mit einer Lok der Baureihe 120.0 gefahren. Ansonsten kamen sie außerplanmäßig rund um Nürnberg auch im Regionalverkehr zum Einsatz.

Am 13. August 1985, auf den Tag 24 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer, hat sich die 120 004 in Nürnberg Hbf vor den E 3003, Nürnberg – Augsburg – München, gesetzt. Der Zug ist unter der Zugnummer E 3652/E 3243 von Bad Kissingen nach Würzburg gekommen, wo er die Zugnummer E 3003 erhalten hat:
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120 001 ist am 15. Juli 1985 voll verkabelt beim Tag der offenen Tür im BZA Minden zugegen, als Dirk Schröder (†) auf den Auslöser drückte. Etwa 6 Wochen später, am 26. August 1985, wird sie zwischen Rheda-Wiedenbrück und Oelde mit 280 km/h einen neuen Weltrekord für Drehstromfahrzeuge aufstellen:
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Im Juli 1985 fotografierte R. Magerhans die 120 005 und eine unbekannte 103 bei der Ausfahrt seines Zuges aus dem Würzburger Hbf:
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Im Winter 1985/86 änderte sich nichts an den Umläufen, allerdings waren die 120.0 hauptsächlich im eintägigen 103-Umlauf des Bw Frankfurt/M 1. anzutreffen, während die Güterzugleistungen und die IC-Züge im dreitägigen „Hauptplan“ meistens mit 151 bzw. 103 gefahren wurden. Überhaupt begann der Stern der 120.0 im Plandienst langsam zu sinken, warteten doch zahlreiche neue Betätigungsfelder auf die Prototyploks.

Zunächst aber kam 120 002 im März 1986 nach einem Aufstoß ins AW München-Freimann, wo sie zunächst erst einmal abgestellt wurde. Ebenfalls dort weilte im Frühjahr des Jahres die 120 003 zwecks ihrer ersten Hauptuntersuchung. 120 004 war zur Personalschulung zwischen München und Stuttgart, sowie im Norden zwischen Hamburg und Hannover zu Gast. Da 120 001 weiterhin zu Messfahrten herangezogen wurde, oblag es zunächst wohl allein der 120 005 einige IC-Züge zu bespannen. Ansonsten kamen in diesem Jahr die 120.0 verstärkt vor Versuchs- und Messzügen auf bereits fertiggestellten Teilstücken der Neubaustrecke (NBS) Hannover – Würzburg zum Einsatz.

Am 15. September 1986 trifft 120 001 mit einem Messzug in Osnabrück Hbf auf die 110 429, die dort auf ihre nächste Leistung, den N 3272, (Oldenburg –) Osnabrück – Münster, wartet. Der von Minden kommende Messzug ist nach Durchfahren der „Bremer Kurve“ in den oberen Teil des Turmbahnhofes gelangt:
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120 003 hatte am 27. Juni 1986 ihre erste E 2.1 erhalten und stand danach dem Betrieb wieder zur Verfügung. P. Kristandt fotografierte die Lok am 06. September 1986 vor einem IC in Nürnberg Hbf, den er sodann betrat, ...:
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...um den Zug in Würzburg Hbf ein weiteres Mal abzulichten. Davon ausgehend, dass der 06. September 1986 ein Samstag war, kann es sich vom Sonnenstand her eigentlich nur um den IC(!) 20 „Blauer Enzian, [warum muss ich ausgerechnet jetzt an Heino denken? ;-) ], Klagenfurt – München – Nürnberg – Frankfurt/M. – Köln – Dortmund, handeln, der in Würzburg mit dem IC 582 „Jakob Fugger“, München – Augsburg – Würzburg – Bebra – Hamburg, korrespondierte, der an diesem Tag von 103 230 gezogen wurde:
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Am 13. Januar 1987 präsentierte die Deutsche Bundesbahn im AW München-Freimann ihre erste Serien-Universallokomotive der Baureihe 120.1. Mir war es damals vergönnt bei der Veranstaltung dabei zu sein. Ich hatte bereits HIER schon einmal darüber berichtet.

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Die gezeigte Lok ging als erste 120.1 aber erst am 27. August 1987 beim Bw Nürnberg 2 in Betrieb. U.a. war eine Nachrüstung der Loks mit druckdichtem Führerstand notwendig geworden

Die An- und Abreise vom Münchener Hbf zum AW München-Freimann erfolgte mittels eines Sonderzuges, der prestigeträchtig mit der Weltrekord-Lok 120 001 bespannt war.

Nach Ankunft der geladenen Gäste geht es vom Starnberger Flügelbahnhof mit 120 001 ins AW Freimann:
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Bei der Rückkehr war die Dunkelheit schon hereingebrochen:
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120 003 weilte Ende Januar 1987 zu Forschungszwecken für einige Zeit bei der Technischen Hochschule Aachen, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bf Aachen-West.

Für den Sommer 1987 wurde nur noch ein zweitägiger Güterzugumlauf aufgestellt, der eine einzige Reisezugleistung (E 3257, Nürnberg – Treuchtlingen – Ingolstadt – München) enthielt, jedoch – wie schon in den Jahren zuvor – meistens mit Nürnberger 151 gefahren wurde.

Am 04./05. Juli 1987 fand im Bf Minden eine große Fahrzeugausstellung anlässlich des Jubiläums „140 Jahre Cöln-Mindener Eisenbahn“ statt, an der auch 120 005 teilnahm, die zu diesem Zeitpunkt wohl bei der Bundesbahn-Versuchsanstalt in Minden weilte.

120 005 präsentiert mit dem Bim 263, 51 80 22-91 001-3, Avmz 107, 61 80 19-90 549-5 und einem Steuerwagen für die Citybahn Hamburg – Stade die „neue“ Bahn. Bei dem Bim 263 handelt es sich um das Baumusterfahrzeug für den Interregio-Verkehr:
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Ebenfalls im August führten 120 003 und 120 004 unter Federführung des BZA Minden Versuchsfahrten in Doppeltraktion vor Güterzügen durch. Im Oktober 1987 wurde dann nach etwa 1 ½ Jahren Abstellzeit im AW München-Freimann auch mit der Reparatur der 120 002 begonnen.

Auch das Jahr 1988 begann für die 120.0 eher verhalten. Zunächst kam die reparierte 120 002 aus dem AW und stand damit dem Betriebsdienst nach etwa 22 Monaten wieder zur Verfügung. Planeinsätze fanden aber nur noch recht selten statt. Stattdessen wurden die Loks zu allen möglichen Sonderleistungen herangezogen.

120 005 hat am 28. März 1988 einen der Mittelwagen des ICE-V, den 810 002, am Haken. Bei dem Wagen handelt es sich um den „Demonstrationswagen 2“, der zwischen zwei Schutzwagen überführt wird, als R. Brütting in Augsburg Hbf auf den Auslöser drückte:
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Anfang April weilte der italienische „Pendolino“ ETR 401 der FS zu Versuchsfahrten bei der DB. Auf elektrifizierten Strecken wurde der Zug von 120 005 zusammen mit einigen Messwagen befördert, auf nichtelektrifizierten Strecken wurden dieser zwei Loks der Baureihe 218 vorgespannt. Bereits im Juli 1987 war 120 001 mit dem ETR 401 an Saar und Mosel unterwegs gewesen.

Am 10. April 1988 war Hof Hbf das Ziel der Versuchsfahrten gewesen. Als Zugloks fungierten 218 453 und 218 199, die neben dem ETR 401 der FS auch die am Zug verbliebene 120 005 am Haken hatte:
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Am darauf folgenden Tag ist der Zug bei Marktleuthen vor der Kulisse des Kornbergs unterwegs (beide Fotos M. Lohneisen):
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Im Mai 1988 kam ich anlässlich der Neubaustreckeneröffnung auch nach Würzburg, wo ich am 29. des Monats im dortigen Bw 120 003 und 103 002 bei der Wochenendruhe antraf:
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Im Laufe des Jahres waren u.a. 120 001, 002 und 003 vor Messzügen und auf Testfahrten im norddeutschen Raum (Hamburg – Hannover, Altenbeken – Hameln) unterwegs, wobei 120 002 sogar im Raum Köln zu finden war. Im Oktober 1988 führte die DB zwischen Hamm und Brackwede Testfahrten mit einem Talgo-Pendular der spanischen RENFE durch. Als Zugloks kamen 120 001 und 103 003 zum Einsatz.

Geschoben von 120 001 und 103 003 kehrt der Zug am 26. Oktober 1988 von einer Messfahrt aus Neubeckum zurück. Dazu hat der Talgo-Pendular einen provisorischen Führerstand samt Dreilichtspitzensignal erhalten, von dem aus die Loks ferngesteuert werden können. 120 001 entnimmt den Fahrstrom aus der Oberleitung, während die 103 003 über eine Starkstromverbindung mit der 120 001 verbunden ist:
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Auch in 1989 waren die 120.0 fast ausnahmslos für die BZA Minden und München unterwegs. Seit August 1987 waren auch die ersten 120.1 im Einsatz, die ebenfalls Versuchs- und Messfahrten unterzogen wurden. Dabei kam es am 27. März 1989 auf dem Gelände neben der Versuchsanstalt in Minden zu diesem Treffen von 120 001, 120 002 und 120 157:
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Hier ist auch der Aufkleber „Fürth“, den die 120 002 seit dem 17. Januar 1985 trug, gut zu erkennen:
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Am 28. April 1989 beendete eine Verfügung der Hauptverwaltung zunächst das Dasein als BR 120. Da die Loks inzwischen fast ausnahmslos bei den Versuchsanstalten im Einsatz standen, wurden sie mit diesem Datum aus abrechnungstechnischen Gründen in die Baureihe 752 umgezeichnet, wobei sie ihre Ordnungsnummern behielten und fortan als Bahndienstfahrzeuge geführt wurden. Davon dann mehr in der nächsten Folge dieser Serie.



Bis neulich – natürlich im HiFo

Rolf Köstner


Quellen:

Karl Gerhard Baur „Die Geschichte der Drehstromlokomotiven“, EK-Verlag Freiburg 2005.
[www.elektrolok.de], Portrait 120.0/752
Pressematerial DB
Eisenbahn-Journal Sonderausgabe 04/2004, Horst J. Obermayer „Baureihe 120“, Fürstenfeldbruck 2004
Diverse Eisenbahn-Zeitschriften

"Es fehlen etwa Signale auf dem Gegengleis für Züge, die einer Baustelle ausweichen" (Volker Wissing, FDP, Bundesverkehrsminister)

We don't wanna put in!

Ich wurde positiv auf DSO und HiFo getestet!

Rolph - Mobilität für Rheinland-Pfalz




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:04:01:16:08:02.

Die Mutter der modernen Drehstromelloks, von heute !

geschrieben von: Speziguzi

Datum: 28.03.10 11:01

Hallo Rolf

Ein große Danke für deine Fotos.
Sie wär eigentliche Ablöserin für die Baureihe 103 gewesen, aber mit den ganzen Versuchen kam sie nie richtig ans eigentliche Ziel.
Und heute machen die Serienloks dieser Baureihe ihren Dienst im IC-verkehr, sogar für den Doppelstockverkehr.
Das hätte sie eigentlich nicht verdient.
Aber sie ist schon selber wie auch die 103 von der Baureihe 101 und dem ICE abgelöst worden.

" Eine Prinzessin die nie zum Zuge kam ! "

Schönen Tag noch

Jürgen aus Fachsenfeld OAK


BILD0141.JPG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:03:28:11:02:51.
Auch dieser Beitrag mit seinen Aufnahmen und Texten allererste Klasse !

Danke

Gruß aus BSDE
Chris

[www.flickr.com]

moin rolf

Großes Kino.Es gab auch Umlaüfe vor den Kurz Ic Weser und Oldenburg city.Hast du davon auch Bilder


Lg

Thomas

Re: Die Mutter der modernen Drehstromelloks, von heute !

geschrieben von: tbk

Datum: 28.03.10 11:34

Nach dem, was in den 1980er jahren so verlautete, sollte die allzwecklok 120 sämtliche einheitsloks ablösen. Abends einen Intercity zum ziel bringen und gleich einen güterzug übernehmen, im morgengrauen personalwechsel und an den nächsten pendlerzug, nach der frühspitze wieder ein IC - niemals stillstehen außer zur wartung, die sich aber auf die reinigung, das nachfüllen von bremssand und den allfälligen austausch der bremsbeläge beschränkt hätte.
In Österreich sind wir übrigens dem prinzip "eine universallok für alles" schon sehr nahe gekommen. In Deutschland kamen leider verschiedene dinge dazwischen wie die wiedervereinigung oder die aufteilung in verschiedene fahrzeugparks für fernverkehr, nahverkehr und güterverkehr, die der idee der universallok natürlich diametral entgegensteht. Auch die 120 zeigt inzwischen ihre mechanischen schwächen, so dass es rückblickend wohl doch keine so schlechte idee war, sie nicht gleich in tausend exemplaren zu beschaffen.
Wer hätte übrigens 1985 noch geglaubt, dass 2010 immer noch 140er vor güterzügen eingesetzt werden?
Hallo Rolf,
Vielen Dank für diese schöne Serie. Besonders die Messzüge haben es mir angetan.
Die Zusammenstellung der 120, 103 und 194 auf Deinen Photos vom 29.Mai 1988 in Würzburg kam mir irgendwie bekannt vor. Ein Blick in mein "Bilderbuch" und da war sie:An dem Tag war die Eröffnung der NBS Würzburg-Fulda, daher ist schon klar, was Dich nach Würzburg geführt hatte.

Vielen Dank
und Viele Grüße von der Nebenbahn
Ganz großes Kino, Herr Köstner - vielen Dank für diese schöne Baureihenwürdigung!

-----
"Kraansen, hier ist Kraansen an der Laane"

Dankeschön (m2B)

geschrieben von: Dg53752

Datum: 28.03.10 14:40

Sei bedankt für die ausführliche Darstellung der Entwicklung einer Lokbaureihe, die ich weitgehend, bis auf wenige Male, mit Nichtbeachtung gestraft habe.

Zwei der Ausnahmen, wo ich doch mal abgedrückt habe, kann ich zeigen.

120 005 mit D 985 am 03.08.1987 in Nürnberg-Eibach.

http://img683.imageshack.us/img683/7602/120005d985eibach870830f.jpg


120 003 mit "Angstlok" 151 unbekannt und 1500 Tonnen Schrott als Zug 83040 auf der Spessartrunde Gemünde - Jossa - Hanau - Aschaffenburg - Gemünden in Hanau-Wolfgang am 17.02.1983.

http://img138.imageshack.us/img138/1695/120003151xxxwolfgang839.jpg


Wäre schön, wenn Du trotzdem noch öfter Zeit findest, uns an Deinen Bildschätzen teilhaben zu lassen.

Gruß,
Dg52753


Edit: Die Spessartrunde rund gemacht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:03:28:15:27:30.
rolf koestner schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> Oder lag es an den
> Diskussionen, die um diese Zeit herum im HiFo
> stattfanden?
>


Diskussionen?? Was für Diskussionen denn?? *duckundwech*

Schön dass Du trotzdem die A....backen zusammengekniffen hast und wieder hier mitspielst. Und dann gleich so ein Knaller als Wiedereinstieg, sei bedankt dafür.


Viele Grüße, Michael

120.0 – Teil 3

geschrieben von: 1020.12

Datum: 28.03.10 15:31

Hallo Rolf,

danke für diesen Beitrag an einem so tristen und grauen Sonntag Nachmittag- da hast Du sehr viel "Licht und Leben" reingebracht.

Wie immer supertolle Fotos und Texte, freue mich schon sehr auf den nächsten Teil meiner Lieblingsloks !!

Wie hast Du es denn geschafft Anfang 1987 zur Vorstellung der 120 103 zu kommen? Ich hatte damals extra einen Brief mit der Bitte um Teilnahme geschickt, aber dem folgte nur eine Absage ! Was ich bis eben nicht wußte, war der Sonderzug- standesgemäß mit 120 001 ! Klasse !

Viele Grüße
Michael

Ach ja, ....

geschrieben von: Andreas T

Datum: 28.03.10 18:02

Ach ja,

ich kann mich noch erinnern, als die 120er-Vorserie mir im April 1980 zum ersten Mal in Bamberg über den Weg gelaufen ist. Als Vorbote des baldigen Endes der geliebten Altbau-Baureihen wie 118, 144 und 194, die ich bei der Tour noch in Lichtenfels erlebt habe. Und trotzdem mit der Faszination der (damals) modernen Technik ...

Danke für die Mühe, die mit dem Erstellen solcher toller Berichte verbunden ist.

Es grüßt herzlich

Andreas T


Gute Eisenbahnfotografie zeigt sich in der Kunst, der Eisenbahn einen würdigen Rahmen Natur zu verleihen.

(frei nach Peter Müller)

Hallo,
vielen Dank auch von mir für diese hervorragend aufbereitete Beitragsserie. Auch wenn das nicht ganz mein Hauptinteressengebiet ist, bereitet das Lesen immer große Freude und ist gleichzeitig hochinteressant.
Auch den Vorbemerkungen zur Antriebslosigkeit möchte ich meine Zustimmung geben - es wird langsam wieder Zeit für mehr Aktivität (meinerseits)...
MfG 1418

Frage zu 120+103

geschrieben von: Frank G.

Datum: 29.03.10 12:31

Hallo!

Ein großes Bienchen! Klasse Beitrag.

Aber warum wurde die 120 zur Stromabnahme genutzt und die 103er erledigt offensichtlich die Traktion? Kann das jemand näher beleuchten? Sieht jedenfalls sehr interessant aus!

MfG

Frank

Lieber einen Ort im Grünen, als ein Grüner im Ort!

Ich leider nicht., aber schau mal...

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 29.03.10 12:36

...HIER


So ein Zufall!



Bis neulich

Rolf Köstner

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Dann müssen wir uns doch schon mal begegnet sein..

geschrieben von: ASa

Datum: 29.03.10 18:57

Hallo Rolf,

und zwar am 13. Januar 1987 ...!

Grüße nach Osnabrück!

Asa

----------------------------------
Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

-----------------------------------
Moin Rolf,

komme erst nach meinem Urlaub jetzt dazu, das HiFo durchzuschauen. Danke für diese schönen Bilder- und Textübersicht der 120er-Vorserienloks!

Übrigens: Die 103 im vierten Bild müsste 103 118 sein, die mit dem schwarzen Nummernschild!

Danke fürs Zeigen,

Martin

Sammelantwort!

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 08.04.10 11:13

Etwas verspätet, aber trotzdem...


Zunächst erst mal einen Antwortenden ein schöne Dankeschön für ihre Wortmeldung.

Im Einzelnen:

@Speziguzi: Zumindest in rot-beige hätte sie eine würdige Nachfolgerin der BR 103 werden können. Die heute bekannten Schwächen, auch bedingt durch das zunächst recht hohe Gewicht der elektronischen Einrichtungen, hätte man sicherlich bei späteren Serien ausmerzen können. Aber der Zeitpunkt war nicht der richtige. Ob diese Entwicklung gut war, wird sich erst in den nächsten Jahr(zehnten) zeigen. Ich persönlich denke eher nicht.

@tbk: Die mechanischen Schwächen hätte man sicherlich beseitigen können, zumal die Elektronik gewichtsmäßig abgespeckt werden konnte. Ansonsten stimme ich Dir bzgl. Österreich zu.

@thomas behrmann: Ich hatte darauf ja schon den Hinweis gegeben.

@nebenbahnfreund: Stimmt! Und ich hatte schon gerätselt, was ich an dem Wochenende im Süden gemacht hatte. Irgenwie spukte in meinem Hinterkopf bzgl. der NBS-Eröffnung das Jahr 1989 herum. Werde doch lansam senil... ;-)

@Dg 53752: Tolle Bilder. Würde sie gerne noch irgendwie einbauen.

@Vau60: An die Diskussionen hat man sich gewöhnt. Waren auch nicht ausschlaggebend. Es war wohl eher so eine Art Winterdepression. ;-)

@1020.12: Ein befreundeter Journalist aus Neuburg/Donau hatte seine Kontakte spielen lassen. Bin ihm dafür sehr dankbar.

@Asa: Wir hatten ja schon PN-Kontakt

@Andreas T.: Wenn schon keine Altbau-Ellok, dann aber eine 120.0 statt 101, 145, 146, 152 etc.

@Martin Welzel: Habe mir das Dia noch mal angeschaut. Bin mir aber nicht sicher, ob das Schild wirklich schwarz ist. Sehr dunkel ja, aber schwarz?

@Frank G: Grund dürfte die Stromabnahme gewesen sein. Wenn in dem kurzen Abstand zwei Bügel am Draht sind, dürfte das bei hohen Geschwindigkeiten Probleme geben (Bügelspringen etc.) So dass mindestens bei der zweiten Lok keine gleichmäßige Stromabnahme gewährleistet ist. Daher wohl diese Anordnung. Oder weiß es jemand besser?


Bis neulich - natürlich im HiFo

Rolf Köstner

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Rolph - Mobilität für Rheinland-Pfalz

103 118, @ Rolf

geschrieben von: martin welzel

Datum: 08.04.10 11:19

Moin Rolf,

habe nochmal in meinem Datensalat nachgeschaut. 103 118 ist von Henschel, also muss es eine andere sein.

:-((

Viele Grüße,

Martin