Hallo Forengemeinde,
da wir ja inzwischen über 6 Jahre in diesem Forum herum werkeln und dabei allerlei erstaunliches ans Tageslicht gefördert wurde,
gibt es in der Bahnarchäologie aber immer noch weiße Flecken. Warum sich solch ein weißer Fleck ausgerechnet in meiner unmittelbaren
Umgebung befindet würde ich auch zu gerne wissen und dieses nach Möglichkeit mit eurer Hilfe abstellen.
Lange Rede, kurzer Sinn, es geht um den Bahnhof Lünen bzw. Lünen Nord. In all den Jahren sind hier gerade mal 2 oder 3 Bilder von
Th. D. aufgetaucht und der Rest kam aus meinem Umfeld. Dadurch sind die nun als Beispiel gezeigten Bilder natürlich auch nur Wiederholungen.
Eine Situation von April 1987 zeigt diese Szene mit dem rechts im Bild zu dieser Zeit noch aktiven Güterschuppen für Stückgutverkehr.
Lasst euch durch das "Lünen Hbf" Schild nicht irritieren, wir sind hier wirklich in Lünen Nord. Vom Schild bis zum Hbf sind es noch ca. 900m.
Von den einstigen Gleisanlagen liegt an dieser Stelle nur noch das linke Hauptgleis.
Ein weiteres Bild vom damaligen Zeitpunkt, nur etwas weiter in Richtung Hbf vorgezogen. Im Hintergrund der Bahnübergang "Cappenberger Straße",
so wie noch erkennbar der Abzweig zur Lüner Glashütte ganz links ins Buschwerk hinein.
Das ist der traurige Geisrest in der heutigen Zeit von der Cappenberger Straße aus gesehen. Der Zug der PEG fährt hier gerade in den verbliebenen
Gleisstummel zur Glashütte, welcher nur noch zu einen kleinen Teil befahren werden kann.
Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen. Ich habe mal aus allen mir bekannten Fakten eine Pi mal Daumen Zeichnung im Stile eines Amateurs zusammen gezimmert.
Hier stimmt kein Maßstab und es hätte auch alles mehr in die Breite gezogen werden müssen und so habe ich es mal aus Platzgründen etwas gequetscht.
Ich bitte um Nachsicht. Wer kann oder möchte mir mit Ergänzungen helfen diesen Plan zu vervollständigen oder durch sonstige hilfreiche Angaben dazu
beitragen hier etwas Licht ins dunkle zu bringen.
Ungeklärt ist zum Beispiel die Weiche/Kreuzung über Weiche 456 so wie bei Weiche 461 und die Kreuzweiche am Lokschuppen. Die Postennummer an der Borker Straße
so wie die Stellwerksbezeichnung an der Nordseite sind mir noch ein Rätsel. Die blau eingezeichneten Gleise sind auch heute noch vorhanden.
Bei dem Werkbahnanschluss der Firma Moll stehe ich ebenfalls auf dem Schlauch. Die Lüner Glashütte hat sich in dem Gebiet als letztes angesiedelt und nimmt
heute einen Großteil der Fläche der Lüner Eisengießerei ein. Überall wo Gleise in kleine Striche übergehen fehlt mir eine gesicherte Weiterführung der Gleise.
So, für einen Sonntagnachmittag soll es das erstmal gewesen sein. Wäre schön, wenn wir(ich) noch einige Striche ergänzen könnten.
mfg Klaus
edit: Habe mal die Überschrift auf Wunsch präzisiert.
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:02:21:20:26:14.