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Berlin 1969 und ein paar vermurkste Bilder (7 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 30.11.09 18:47

Passend zur aktuellen Diskussion über Sinn und Unsinn intensiver Bildbearbeitung habe ich hier mal ein paar Beispiele, an der ich meine Einstellung zu dem Thema zeigen möchte.

Bild 1
Fangen wir an mit einem Bild der großohrigen 01 114, aufgenommen am 19.04.69

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Berlin-69/b01-01_114_roh.jpg

Was soll man mit so einem Bild bloß machen?

Zunächst: ÄRGERN,
als ich den Film vom Fotolabor zurückbekam. Ein dicker Filmfehler, Lichteinfall, ausgerechnet bei diesem Bild, grrrrr ;-((

Dann: Abfinden und VERGESSEN.
Mit konventioneller Vergrößerungstechnik war das Bild nicht zu retten, damit musste ich mich abfinden. Also wurde die Aufnahme gar nicht erst in meine Fotoliste (damals noch auf Karteikarten-Basis) aufgenommen und das Negativ schlummerte 40 Jahre unberührt in der Filmhülle.

Und schließlich: Wiederentdecken und RESTAURIEREN.
Bei der Sichtung geeigneter Bilder zum Thema Berlin fiel mir auch das vermurkste Bild der 01 114 wieder in die Hände. Mit elektronischer Bildbearbeitung müsste da doch was machbar sein. Und voilà, mit einigen kleinen Kompromissen, die aber nur im direkten Vergleich erkennbar sind, feierte die Aufnahme Wiederauferstehung. Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Bild 2
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Berlin-69/b02-01_114.jpg

Das Wegstempeln des Lichteinfalls war bei diesem Bild noch gar nicht soo aufwändig. Viel mehr Zeit kostete das Entfernen der zahlreichen Staubeinschlüsse und Kratzer, die mit der Scanner-internen ICE-Software bei monochromatischen Filmen nicht automatisch eliminiert werden. Leider galt das auch für die anderen Aufnahmen dieser Eisenbahntour, was mir eine rekordverdächtige Bearbeitungszeit von im Schnitt deutlich mehr als 1 Std/Bild bescherte.

Die Krönung, oder besser der absolute Tiefpunkt, war allerdings die Aufnahme des VT18.16.07, die einen Tag später am 20.04.69 am Ostkreuz entstand. Warum das Negativ derart verkratzt ist, ist mir heute ein Rätsel.

Bild 3:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Berlin-69/b03-VT18.16.07_roh.jpg

Mehr als vier Stunden habe ich benötigt, um daraus wenigstens ein halbwegs brauchbares Monitor-Bild zu zaubern.

Bild 4:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Berlin-69/b04-VT18.16.07.jpg


Ich denke, das Beseitigen von Filmfehlern ist unstrittig. Dabei halte ich auch leichte Veränderungen von Bildinhalten für zulässig, solange sekundäre Bildbereiche davon betroffen sind (Himmel, Hintergrund, Boden etc.). Das "Wegbeamen" von Masten, die aus dem Schornstein wachsen, ist dagegen schon grenzwertig.

Und was gar das Kolorieren von schwarz/weiß-Aufnahmen angeht: Da bin ich einerseits begeistert über die technischen Möglichkeiten, die sich einem heute so bieten. Andererseits, solange sich der (Grund-)Farbton nicht aus den Grautönen errechnet, sondern von Bearbeiter vorgewählt werden muss, ist das Ergebnis mehr oder weniger subjektiv. Keine Frage, was uns der Rosslau-Micha hier vorgestellt hat, ist handwerklich erste Sahne – so könnte/wird das in Wirklichkeit ausgesehen haben. MUSS es aber nicht, und das ist für mich persönlich der Knackpunkt.

Von den Künsten anderer zurück zu meinen eigenen bescheidenen Werken. Dass die oben gezeigten Bilder beide aus Berlin sind, ist natürlich kein Zufall. Ich hatte ja schon lange vor, ein paar Bilder meiner frühen Berlin-Touren ins Netz zu stellen. Der erste Teil ist jetzt geschafft – die neue Galerie "Berlin 1969 – Reise in eine geteilte Stadt" auf der Bundesbahnzeit ist online. Fotografische Meisterwerke sollte man dort aber nicht erwarten, dazu war ich damals noch zu sehr Anfänger und bewegte mich zudem im mehrfachen Sinne total auf fremden Terrain.

Deshalb gibt’s hauptsächlich Standard-Aufnahmen wie die von der Lichtenberger 23 1097, die hier am 19.04.69 an der Warschauer Brücke als Lz zurück in ihr Heimat-Bw rollt.

Bild 5:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Berlin-69/b05-23_1097.jpg


Natürlich wurde auch die Eisenbahnszene in West-Berlin erkundet, wobei die "Diesel-Stinker" nicht unbeachtet blieben.
V180 014 mit D 218 nach Frankfurt(M) in Berlin Grunewald am 18.04.69.

Bild 6:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Berlin-69/b06-V180_014.jpg


Und last not least gab es in Berlin auch noch eine S-Bahn, die mich mit ihren alten E-Triebwagen in ihren Bann zog. Das Rekonstruktionsprogramm stand erst ganz am Anfang, und so präsentierten sich die meisten S-Bahn-Züge noch im Ursprungszustand. Zum Beispiel dieser nummernmäßig leider nicht mehr identifizierbare ET165, aufgenommen ebenfalls am 18.04.69 im Grunewald.

Bild 7:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Berlin-69/b07-ET165_xxx.jpg


Wer weitere Bilder sehen möchte, der ist wie immer herzlich eingeladen, auf meiner Seite vorbeizuschauen. Korrekturen und Ergänzungen (genaue Ortsbezeichnungen, Zugnummern und –namen etc.) werden gerne angenommen.

Ich denke, man sieht sich.

Schönen Abend noch,
Ulrich B.

Moin Ulrich,

ich denke, dass Du Recht hast, solche Bildfehler auszubügeln (wenngleich die Weiche im Bild mit der 01 114 doch ein wenig merkwürdig daherkommt - dies allerdings schon im Originalscan). Die "Kratzer-Entfernung" musste ich oftmals leider auch schon machen. Hin und wieder nerven mich die Kratzer so, dass ich die Lust verliere, sie wegzumachen bzw. ich entdecke später weitere Fehler im Negativ, die ich ursprünglich übersehen habe.

Auch gehe ich mit Dir konform, das "Wegbeamen" von Masten usw. nicht hinnehmen zu wollen. Das ist ein Eingriff, den auch ich nicht toleriere.

Und da ich ja das Privileg hatte, Deine neue Galerie bereits bewundern zu dürfen, kann ich nur noch alle anderen einladen, sich diese sehenswerten Bilder einer anderen, vergangenen Welt in Ruhe anzuschauen. Ihr werdet staunen!

Bis morgen, Ulrich,

Martin

Edit: Klar - "Kratzer-Entfernung" beim Buchstabensalat...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:11:30:19:01:17.

Das Stempeln ...

geschrieben von: sc

Datum: 30.11.09 18:58

... hat sich gelohnt, lieber Ulrich.

Und die Galerie ist allererste Sahne. Mich wundert nur, dass Du Dich 1969 so lange ungestört an der Warschauer Straße aufhalten konntest.

Viele Grüße aus HH
Stefan

Hier geht es zu meinen bisherigen Beiträgen http://www.abload.de/img/012061104kl41bk.jpg

Ich bin begeistert,

geschrieben von: Bw Roßlau

Datum: 30.11.09 18:58

von diesem Beitrag.
Hier zeigt sich doch , dass die im Beitrag von KDH später gewonnenen Erkenntnisse , zielgerichtet
und fachgetreu eingesetzt werden können. (Leider werden in der freien Presse zuviele Bilder manipuliert... anderes Thema)
Ohne diese Technik wären jedoch viele Bilder für immer verloren.
Und das wäre eine Schande !
Von manipulativen Eingriffen kann man in dieser hier gezeigten Form nicht mehr Sprechen.
Hier handelt es sich eindeutig um das gekonnte Einsetzen der heutigen Technik zur Rettung
historischer Bilder.

Und dafür danke ich Dir Ulrich.

Grüße Michael Ziegler.

Bsp für die heutige Technik --> [www.drehscheibe-foren.de]

Hier sind von mir 4 verschiedene Belichtungsstufen übereinander gelegt worden.
Teilweise wurde mit verschiedenen "markierten Objekten" aus dem Zwischenspeicher des Rechners
wieder ein ganzes Bild zusammengesetzt.
Nur damit das Gesamtwerk , in diesem Fall ein Bild , im richtigen Licht erscheint. (Von Licht konnte man in Steinerne Renne ja nicht sprechen...:-)
Was ich mit meinen Augen gesehen habe schafft trotz aller Technik noch keine handelsübliche* Kamera abzubilden. (*500 bis 1600 Euro).
Wer mehr will muss mehr investieren, entweder Zeit am Rechner oder Geld in die Kamera.
Eine Kamera für mehr als 10000+x Euro zu kaufen widerstrebt aber meinem gesunden Menschenverstand.

Hier noch ein Bsp für moderne Bildbearbeitung.

http://www.fotos-hochladen.net/99236beisportplat1i4kq23g.jpg



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:11:30:20:18:14.

Re: Ich bin begeistert,

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 30.11.09 19:26

Hallo!

Zum 1. und 2. Bild: Es könnte sich hier um den PANNONIA-EXPRESS (Berlin - Sofia) handeln. Dieser führte im Winterabschnitt 1968/69 einen Schlafwagen der MAV von Berlin nach Budapest.

Der 2. Zug, welcher in Frage kommen könnte, wäre der METROPOL von Berlin nach Budapest.

Mehr zu diesen Zügen im Buch "Internationale Schnellzüge in der DDR" von Rico Bogula. Die Züge werden auf den S. 154 ff. und S. 183 ff. beschrieben.

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: ?? zu Galerie Berlin Bild 26 auf Bundesbahnzeit?

geschrieben von: ytracks

Datum: 30.11.09 20:05

Auf Bild 26 ist oberhalb der 01 084 eine kleine 2 achsige E-Lok die augenscheinlich den Postbahnhof bedient zu sehen. Kann mir jemand beantworten bis wohin die Oberleitung reichte? Gibt es eventuell dazu Bilder? War diese Oberleitung ursprünglich auch 2-phasig wie am Postbahnhof Luckenwalder Str?

Gruß,

Ytracks

Ich bin begeistert - wo von ?

geschrieben von: domino

Datum: 30.11.09 20:33

Hallo Bw Roßlau,
zu deiner Anmerkung:

> Hier zeigt sich doch , dass die im Beitrag von KDH später gewonnenen Erkenntnisse , zielgerichtet
> und fachgetreu eingesetzt werden können. (Leider werden in der freien Presse zuviele Bilder manipuliert... anderes Thema)
> Ohne diese Technik wären jedoch viele Bilder für immer verloren.
> Und das wäre eine Schande !
> Von manipulativen Eingriffen kann man in dieser hier gezeigten Form nicht mehr Sprechen.
> Hier handelt es sich eindeutig um das gekonnte Einsetzen der heutigen Technik zur Rettung
> historischer Bilder.

Nur mal so am Rande erwähnt. Hier werden bereits seit der ersten HiFo Stunde solche Erkenntnisse zur "Rettung"
der Bilder eingesetzt, nicht nur von mir. Manchmal mehr und manchmal weniger perfekt ;-)

http://www.dominobahn.de/110229a.jpg
Auf diesem Bild ist kein Lichteinfall auf der Lok, sondern es wurde mir so zerknickt mit der Delle aus der Entwicklung zurückgegeben.


http://www.dominobahn.de/110229.jpg
Mit meinen bescheidenen mitteln hatte ich es dann soweit hin gebogen, dass ich mich traute,
es in meinem > 1. Beitrag < vom 11.1.2004 als 2. Bild einzustellen.

Nun zum 2. Punkt:

> Bsp für die heutige Technik --> [www.drehscheibe-foren.de]

> Hier sind von mir 4 verschiedene Belichtungsstufen übereinander gelegt worden.
> Teilweise wurde mit verschiedenen "markierten Objekten" aus dem Zwischenspeicher des Rechners
> wieder ein ganzes Bild zusammengesetzt.

Ich bin mir nicht sicher, ob du dir hier in der Öffentlichkeit damit einen Gefallen tust, solche
"Vierfachbaukastenbilder" außerhalb des Fotoforums zu präsentieren.
Wie soll ich in Zukunft deine Bilder deuten, als real oder als zusammen gefaketes bis es passte?

Ich glaube, gegen Kratzer, Staub oder eben Lichteinflüsse die man aus bügelt hat hier keiner etwas.
Alles was darüber hinaus geht sollte lieber im stillen Kämmerlein oder für seine eigene Pin-Wand geschehen.

mfg Klaus

http://www.dominobahn.de/jk6.jpg

Re: Ich bin begeistert - wo von ?

geschrieben von: Bw Roßlau

Datum: 30.11.09 21:18

davon , das ich mir meine Bilder gern so ansehe wie ich die Situation selber leibhaftig mit meinen eigenen Augen gesehen habe.
Abwedeln und Nachbelichten gehört nun mal dazu.
Achso hatte ich noch vergessen.
Analoge Bildbelichtung habe ich als junger Pionier in der Foto-AG in der Schule gelernt.
Eine AG war damals keine Aktiengesellschaft...(doppeldeutig)

Grüße Micha

Edit hat den Text verbessert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:12:01:10:41:23.

ok

geschrieben von: domino

Datum: 30.11.09 21:32

Hallo Michael,
ich nehme das mit dem Abwedeln und Nachbelichten mal so(für mich) zur Kenntnis.

Schönen Abend noch wünscht
Klaus

http://www.dominobahn.de/jk6.jpg

Re: Berlin 1969 und ein paar vermurkste Bilder (7 B)

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 30.11.09 21:37

Hallo Ulrich,
Deine Ergebnisse machen Mut, weiter zu üben!
Danke für diesen Blick "hinter die Kulissen"!
Viele Grüße
Stefan

"Authentisch" ist wohl das Schlüsselwort!

geschrieben von: Rolf_311

Datum: 30.11.09 23:03

"Authentisch" ist wohl das Schlüsselwort!

Ich denke, jede Aktion, die einen authentischen (also originalgetreuen) Bild-Inhalt rettet, wieder herstellt, von technischen Unzulänglichkeiten befreit oder den Augen-Eindruck vom Gesehenen rüber bringt, ist unumstritten.

Viele meine per Scanner digitalisierten Bilder haben in ihrer Roh-Fassung Macken. Oft sind diese Roh-Ergebnisse zu dunkel oder besitzen einen Farb-Stich. Von der Fussel-Entfernung will ich gar nicht reden.
Mir geht es dann oft ähnlich, wie "martin welzel". Nicht selten entdecke ich erst im fertigen Beitrag, dass hier und da noch ein Stäubchen übersehen wurde. Ich hoffe also zuweilen, dass der Gesamteindruck meiner Arbeiten den Betrachter großzügig über manches hinweg sehen lässt.

Größere mechanische Beschädigungen sind mir zum Glück (toi-toi) bisher erspart geblieben. Wenn jedoch die Umkehr-Anstalt ihre Filmklammer in ein wichtiges Motiv gekrallt hat, dann machen die das so gründlich, dass auch mit elektronischen Mitteln keine Rettung mehr möglich ist.
Meine Geduld reicht wohl auch nicht, das halbe Bild neu zu "malen".

Ohne die einschlägige Bildbearbeitungs-Software würden wir wohl alle "alt" aussehen und die eigenen Ansprüche nicht umsetzen können.

Um so mehr fuchst es mich manchmal, wenn gänzlich unbearbeitete, ungesäuberte Bilder eingestellte sind, an denen nichtmal die Scan-Ränder zugeschnitten sind. Das belastet meinen ästhetischen Anspruch schon gelegentlich...

Davon abgesehen, gucke ich jetzt Berlin-Bilder! – Danke dafür!

---

Noch kurz die Rückmeldung:
Super!

Ich hoffe, dass der letzte Satz "...musste ich noch mal hin" gelegentlich noch etwas mehr erhoffen lässt! – Sehr gerne auch mehr S-Bahn / U-Bahn.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:11:30:23:28:42.

Zu den Bildern 36 - 39 der Galerie

geschrieben von: 03 1008

Datum: 01.12.09 08:00

Hallo Ulrich,

zunächst ganz herzlichen Dank dafür, dass Du uns hier an Deinen jungen Pionier-Leistungen teilhaben lässt! Respekt, Respekt!

Zu Bild 36: Die 03 154 kam laut Endisch (BR 03 Reko, S. 76) nach der Rekonstruktion buch- und unterhaltungsmäßig sofort zum Bw Berlin-Schöneweide, wurde aber weiterhin von Osb aus eingesetzt und trug wohl auch das Kürzel Osb am Führerhaus. Das "Lametta" hatte sie übrigens schon wieder verloren, als Lutz Hornung sie am 13. Juli 1969 in einem ziemlich bekleckerten Zustand fotografierte (Wenzel: BR 03, S. 250).

Zu den Bildern 37 - 39: Wenn man einmal davon ausgeht, dass die Bilder 38 und 39 den D 56 "Pannonia-Expreß" (Osb ab 16:43 Uhr) zeigen, könnte die 23 1097 den 1114 (oG) von Frankfurt (Oder) (Osb an 16:05 Uhr) am Haken haben.

Viele Grüße, Helmut
Von der Wirkung her finde ich die Frisuren am Überzeugensten, bei denen man das
Gefühl hat, die Haare würden von Natur her so wachsen, daß also kein Frisör Hand angelegt hat.

Und genauso sehe ich es mit Bildern.

Wozu brauchen wir denn diese?
Der Eine zur Dokumentation und der Andere zum Betrachten!
So ist es doch legal, bestimmte Bereiche aufzuhellen, damit z.B.
das Fahrwerk einer Neubaulok besser zu sehen ist, da dies bei senkrechtem
Lichteinfall fast immer im Schatten der Wasserkästen ist - und das hat es doch nicht verdient, oder?

Noch schlimmer ist dies bei der 750mm-Variante auf Rügen und in Sachsen!

MfG Dirk

Meine Videos bei Youtube: [www.youtube.com]


http://www.spencerhill.de/forum/download/file.php?avatar=6627_1334708389.gif Danke Bud für die schönsten Momente der Kindheit!






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:12:01:11:11:49.
Moin Ulrich,

von wegen vermurkste Bilder! Als ich Deine Galerie gesehen habe, hats mich fast vom Stuhl gehauen. Und dann spaziert der Knabe auch noch unbehelligt ins Bw Berlin-Ostbahnhof. Zum Glück kam bei Dir ja nicht, wie bei uns, ein freundlicher Herr: "Meine Herren, bitte die Filme!"

Ich kann nur sagen: "Wunderbar" , auch wegen der alten S-Bahn Triebwagen und des Umfeldes!

Vielen Dank fürs Einstellen!

Gruß
Detlef

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6331313862616564.jpg

Dreistigkeit zahlt sich (meistens) aus... ;-)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 01.12.09 13:45

Herrliche Galerie, Ulrich! Und erst die Post-Lok über der 01 084. Ich falle vom Chefsessel!


Bis neulich

Rolf Köstner

Re: Dreistigkeit zahlt sich (meistens) aus... ;-)

geschrieben von: aps

Datum: 01.12.09 14:38

Ein großartige Galerie mit wunderbaren Texten. Und die Restaurierungen der Bilder sind der Hit. Bin hellewech begeistert.

Gruß aus dem Münsterland
Andreas

Re: Berlin 1969 und ein paar vermurkste Bilder (7 B)

geschrieben von: ingo st.

Datum: 01.12.09 15:21

Hallo,

schöne Bilder und gelungene Reparatur der verkratzten Negative - und wer hat nicht schon mal Filme mit Lichteinfall nicht nur auf dem ersten Bild wiederbekommen.

@BW Roßlau:
Mein Gehirn sagt mir, das das untere Bild aufgehellt ist und das geistige Zelluloid dort etwas anderes wahrgenommen hat.
Mit Nachbearbeiten kann ich durchgehende Fehlbeichtungen korrigieren aber partielles aufhellen bleibt unnatürlich, weil der Fotograf nunmal auf der Schattenseite stand und fertig. Beim Dia hätte ich 1/2 Blende heller gemacht udn wieder fertig - eben ein Kompromiss.

Gruß

Ingo
…aber auch diesmal nicht geschafft: Nix „vermurkst“ - ganz normale Bilder sind’s! So sehen z.B. auch meine Negative aus den 60ern aus: Verkratzt, verfleckt, unscharf. Dazu noch grässlich über- oder unterbelichtet – eben noch ohne Belichtungsmesser aufgenommen. Doch die Bildbearbeitung heilt viele Entwicklungs- und Lagersünden – Motivsünden lasse dagegen auch ich lieber unrepariert.

Überhaupt nicht gewöhnlich dagegen sind die Motive, die Berliner Szenerien, die wir hier sehen. Im Gegenteil – besonders interessant! Doch auch das ist für „U.B.“ ja nichts Neues…

Vielen Dank an Ulrich für den interessanten Ausflug – und die Empfehlung an alle, sich auch einmal mit Muße durch die neue Berlin-Galerie auf U.B.s homepage zu hangeln: Ein Genuß!


Schöne Grüße aus Aachen –
Reinhard Gumbert

vierstufig?

geschrieben von: HFy

Datum: 01.12.09 21:23

> Hier sind von mir 4 verschiedene Belichtungsstufen
> übereinander gelegt worden.
> Teilweise wurde mit verschiedenen "markierten
> Objekten" aus dem Zwischenspeicher des Rechners
> wieder ein ganzes Bild zusammengesetzt.

Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Es handelt sich doch wohl um dasselbe Foto. Hast Du vier Ebenen mit verschiedenen Helligkeits- und Kontrasteinstellungen übereinandergelegt?

Herbert
Nachdem ich voller Respekt deine Restaurationsarbeiten bewundert habe, hat mich dann der Klick auf deinen neuen Berlin-Beitrag auf [www.bundesbahnzeit.de] ziemlich aus den Puschen gehauen.

Da machen die paar Jährchen Altersunterscheid doch eine Menge aus, denn ich war erst 1976 erstmalig in Berlin, und da war von alten Preußen längst keine Spur mehr. Umso mehr von resolutem S-Bahnpersonal auf der noch nicht streik-geschrumpften West-S-Bahn.

Nun zu meiner Frage: dass man in Ost-Berlin mit der Kamera auf der Hut sein musste, ist nichts Neues. Aber ich habe so manche Berichte gehört, dass man auch in West-Berlin als Fotograf nicht immer unbehelligt blieb. Besonders das U-Bahn-Personal der BVG soll da recht kritisch gewesen sein. Man war "Frontstadt" und witterte den Feind überall.

Gab es im Westen so etwas wie ein Fotografierverbot? Ist dir irgendetwas dieser Art in Erinnerung?

Mit vielem Dank für diesen Beitrag und dein neues Schmankerl auf bundesbahnzeit.

Bernhard



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:12:02:23:04:37.

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