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 04 - Historische Bahn 

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Hallo alle miteinander!

Kommen wir nun zum zweiten Teil meines Berichts über die Reste der Kreisbahn Norderdithmarschen. Sie war rund 30 Kilometer lang und damit etwas länger als die Nordstrecke über Hennstedt. Insbesondere der folgende Teil ab Pahlhude galt als baulich aufwändig, mussten doch tiefe Einschnitte und hohe Dämme angelegt werden. Gleich hinter dem Bahnhof Pahlhude begann die Steigung aus der Niederung der Eider heraus, doch im ersten Teil fehlt heute der Bahndamm durch diese Wiese (etwa dort, wo rechts die Bäume stehen, Blick zurück nach Pahlhude):

http://abload.de/img/img2254g1kuvc.jpg

Der Blick in die andere Richtung, nach Überqueren einer Nebenstraße ist der Bahndamm hier noch gut zu erkennen und als Spazierweg nutzbar. Mit den Teichen wirkt die Szenerie heute idyllisch, früher waren hier statt der Teiche die Tongruben für die Kleinbahn und die lokale Baustoffindustrie (Blick nach Heide):

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Ein paar hundert Meter weiter tritt die Trasse wieder aus der Teichlandschaft heraus (Blick zurück nach Pahlhude):

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Blick in die andere Richtung, der stellenweise schon recht hohe Damm ist heute z. T. stark bewachsen und lässt seine Größe daher nur erahnen. Gleich nach dieser Linkskurve ist der Halt Dörpling erreicht:

http://abload.de/img/img2258uhjuq1.jpg

An der Bahnhofseinfahrt wurde eine Dorfstraße gekreuzt (Blick zurück nach Pahlhude):

http://abload.de/img/img2259botuxy.jpg

…links daneben befindet sich mit etwas Abstand zum früheren Gleis die Dorfgaststätte und frühere Agentur:

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Blick an gleicher Stelle entlang dem früheren Gleisverlauf in Richtung Heide: Hier befand sich der Bahnhof von Dörpling, der alte Güterschuppen ist später baulich stark erweitert worden:

http://abload.de/img/img2260h8tupw.jpg

Der frühere Bahnhof noch mal aus einem anderen Blickwinkel: Aus Kleinbahnzeiten stammt der Mittelteil, Balkenreste des früheren Schleppdaches sind noch vorhanden:

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Unmittelbar hinter dem Bahnhof Dörpling begann der tiefe Einschnitt durch den Buttelsberg. Die Trasse ist noch begehbar, aber der Einschnitt selbst stark bewachsen. Sicherlich hätte man ihn mit einer anderen Trassierung vermeiden können (was Emil Kuhrt bei seinen Bahnen wahrscheinlich auch getan hätte), doch bot sein Aushub genug Erdmaterial für die Dammabschnitte dahinter und um Wallen:

http://abload.de/img/img2264z87ofa.jpg

Durch den Buttelsberger Einschnitt verlief die Bahn etwa einen Kilometer in Nord-Süd-Richtung und kam hier wieder heraus. Ende der 1940er kam die Bahn laut Kenning-Buch hier noch mal kurzzeitig als Feldbahn wieder zurück und verband das zu kolonisierende Dellstedter Moor mit dem Pahlhuder Hafen (die Trasse wäre vielleicht ein Ausweichstandort, falls das Vorhaben in Malente doch nicht klappt…):

http://abload.de/img/img2265xjgq58.jpg

Der Blick in Richtung Heide: Ein kurzes Stück weit dient die Trasse hier als Feldweg und driftet dann nach links ab in südöstlicher Richtung:

http://abload.de/img/img2266bexvr73.jpg

Im Zuge der Kultivierung des Dellstedter Moores, in dem wir uns mittlerweile befinden, wurden neue Wege und Felder in Nord-Süd- bzw. Ost-West-Richtung angelegt, dabei wurde die Bahntrasse in diesem Bereich auf etwa einem Kilometer Länge entfernt, lediglich in diesem kleinen Wäldchen findet man noch ein kurzes Trassenstück (Blick nach Pahlhude):

http://abload.de/img/img2267m3aq04.jpg

Der weitere Verlauf durch das Dellstedter Moor (rechts entlang der Bäume), heute Wiese:

http://abload.de/img/img2268q6qr9o.jpg

Ein paar hundert Meter weiter kam die Bahn von hinten rechts aus Pahlhude und kreuzte den Feldweg, erkennbar noch an der Erhebung im Vordergrund:

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Als naturkundlicher Lehrpfad ist die Trasse ab hier noch begehbar, Blick nach Heide:

http://abload.de/img/img2271pu4r41.jpg

Im Bereich des Dellstedter Moores, das schnurgerade in südöstlicher Richtung durchfahren wurde, wurden in kurzem Abstand zwei Entwässerungsgräben gekreuzt, die Brücken blieben nach der Stilllegung als Zugang zu Meliorationsschleusen erhalten. Hier die erste Brücke:

http://abload.de/img/img2274uggo7g.jpg

Der Blick zurück nach Pahlhude, die Brücke wurde in den Lehrpfad mit einbezogen:

http://abload.de/img/img2272lztre4.jpg

Wildromantisch stellt sich die kultivierte Moorlandschaft dar, zu Kleinbahnzeiten war die Gegend noch nicht so bewachsen (zwei Bilder, Blick nach Heide):

http://abload.de/img/img2273fpyovt.jpg

http://abload.de/img/img2276iedq8t.jpg

Etwa 300 Meter nach dem ersten wurde der zweite Graben überquert (Blick nach Heide):

http://abload.de/img/img2277qtuq4v.jpg

Die zweite Brücke ist baugleich mit der ersten, auch hier sind noch Reste des Meliorationsstaus erhalten:

http://abload.de/img/img22784ho4r.jpg

Nachdem ich mich per Fahrzeug zu den recht unwegsamen Stellen im Moor gequält hatte, war ich froh, wieder auf die Landstraße nach Dellstedt, dem nächsten Halt der Kreisbahn, zu kommen. Hier noch mal ein letzter Blick zurück durch das Dellstedter Moor in Richtung Pahlhude, kurz bevor die Trasse auf die Landstraße nach Dellstedt trifft und ihr in östlicher Richtung folgt:

http://abload.de/img/img2280egzqugb.jpg

Am Ortseingang von Dellstedt kam die Bahn von hinten, rechts entlang der Straße (heute eingeebnet):

http://abload.de/img/img2282hhuu17.jpg

Der Blick in den Ort hinein, hinten in der Linkskurve der Straße kreuzte die Bahn die Straße von links nach rechts und führte durch die Gärten der Häuser zum Bahnhof mitten im Ort:

http://abload.de/img/img2283izx7uje.jpg

Der frühere Bahnhofsplatz (Blick zurück nach Pahlhude): Die Gleise kamen von rechts, etwa dort, wo heute der graue Schuppen steht:

http://abload.de/img/img2284oi2u65.jpg

Der Bahnhof Dellstedt lag mitten im Ort, rechts befand sich die Agentur, von der die (Tanz-)Scheune noch erhalten ist. Die Gleise verließen den Bahnhof hinten nach rechts:

http://abload.de/img/img2285aduat.jpg

Die Agenturscheune noch mal in Nahaufnahme:

http://abload.de/img/img2286ajnuhy.jpg

Der Blick über das Bahnhofsgelände zurück nach Pahlhude, die Fahrzeugwaage deutet darauf hin, dass dieser Platz noch lange nach dem Ende der Kreisbahn zum Verladen landwirtschaftlicher Güter genutzt wurde:

http://abload.de/img/img2288a6suri.jpg

Südlich des alten Bahnhofsgeländes befindet sich ein Hof mit markanter Windmühle, zu dem Areal gehört auch dieser unscheinbare Holzschuppen. Er ähnelt sehr stark dem im Kenning-Buch abgebildeten Schuppen von Ostrohe und sei daher mit abgebildet. Es handelt sich aber wohl nicht um einen umgesetzten Kleinbahngüterschuppen:

http://abload.de/img/img2289umzu7u.jpg

Hinter dem Bahnhof Dellstedt bog die Kreisbahn in einer weiten Kurve nach rechts in Richtung Süden ab, hier am östlichen Ortsrand ist die enge Kurve noch anhand der Baumreihe zu erkennen:

http://abload.de/img/img2291qu7ujn.jpg

Südlich von Dellstedt ist die Trasse hier ebenfalls noch als Baumreihe zu erkennen (Blick zurück nach Dellstedt):

http://abload.de/img/img2294ppc7u7c.jpg

Blick an gleicher Stelle nach Heide, ab hier verlief die Bahn anstelle der Landstraße nach Wrohm, der nächsten Haltestelle. Der Abschnitt Dellstedt-Wrohm lag am weistesten entfernt vom Ausgangsbahnhof in Heide:

http://abload.de/img/img2295ufous8.jpg

Kurz vor Wrohm kreuzt die frühere Trasse die heutige B 203 von Heide (rechts) nach Rendsburg (links). Diese Straße löste die Kreisbahn im Südabschnitt ab und wurde mit Hilfe der im Abbau befindlichen Kreisbahn errichtet, Blick in den Ort Wrohm hinein:

http://abload.de/img/img2297cxwrujr.jpg

In Wrohm, Blick zurück nach Pahlhude, die Gleise lagen links neben der Straße, und hier lag auch der Bahnhof:

http://abload.de/img/img2298hrxuvs.jpg

Die Dorfkneipe (Nachkriegsbau, im vorherigen Bild schon zu erkennen) diente als Agentur, das alte Gebäude wurde laut dem Kenning-Buch im Krieg zerstört. Im Vordergrund umfuhr die Bahn die Agentur:

http://abload.de/img/img2299b9ut7.jpg

…und bog von der Hauptstraße ab in westliche Richtung, durch das Blumenbeet und dann rechts der modernen Kirche bzw. links neben der hinten links verschwindenden Straße nach Schelrade/Wellerhoop:

http://abload.de/img/img2300oknuwg.jpg

Die Kreisbahn folgte anstelle des Wegs von nach Schelrade und Wellerhoop. Kurz hinter Wrohm, Blick nach Heide:

http://abload.de/img/img2302erbs30.jpg

…und der Blick zurück nach Wrohm:

http://abload.de/img/img2301yxqsqr.jpg

Vom Bahnhof Schelrade, weit abseits des Ortes gelegen, blieb nur der Stall- und Abortschuppen übrig, das Bahnhofsgebäude ist einem Neubau (rechts) gewichen:

http://abload.de/img/img2303xoicsvs.jpg

Blick zurück nach Pahlhude, der Bahnhof lag rechts hinter den Büschen, die kreuzende Straße führte rechts nach Schelrade und heißt immer noch Bahnhofstraße:

http://abload.de/img/img2304ekvis6f.jpg

Nach Wellerhoop führte die Bahn auf dem heutigen Weg entlang hinten durch eine kleine Niederung:

http://abload.de/img/img2305kv5se5.jpg

Im Bereich der Niederung ist der etwas erhöhte Bahndamm unmittelbar neben dem Weg noch erhalten. An dieser Stelle befand sich offenbar ein Durchlass, erkennbar an der Bresche im Bahndamm (links nach Pahlhude, rechts nach Heide):

http://abload.de/img/img2307eb5stc.jpg

Der Bahnhof Wellerhoop besitzt noch seinen alten Namen und ist im Laufe der Zeit erweitert worden:

http://abload.de/img/img2308jx2sll.jpg

Das Ensemble aus einem anderen Blickwinkel:

http://abload.de/img/img2309muys95.jpg

Der Blick zurück nach Pahlhude (Gleise lagen rechts neben bzw. auf dem Weg):

http://abload.de/img/img2310b1fso4.jpg

Unmittelbar hinter dem Bahnhof wurde eine Querstraße gekreuzt, dahinter ist die Trasse in den Wiesen und Feldern aufgegangen:

http://abload.de/img/img2311tkdsv8.jpg

Mitten in den Feldern überquerte die Bahn auf einem hohen Damm eine Bachniederung. Für eine Feldzufahrt wurde eine Bresche hineingegraben (Bildnachtrag vom August 2014):

http://abload.de/img/img2311urzsw7.jpg

Der Damm Richtung Pahlhude:

http://abload.de/img/img2311voeswj.jpg

Der Damm Richtung Heide:

http://abload.de/img/img2311wncsmu.jpg

Ein kurzes Stück weiter endet der Damm wieder:

http://abload.de/img/img2311x4dsc9.jpg

Kurz vor Tellingstedt kam die Bahn hier auf den Betrachter in einem Einschnitt zu. Heute ist dies hier noch zu erahnen:

http://abload.de/img/img2311yhxshx.jpg

Am Südrand von Tellingstedt lag der Bahnhof des Ortes. Die Bahn kam hier von hinten rechts bei der Straßenbrücke und mündete in den heutigen Verlauf der B 203 von Rendsburg nach Heide ein, die die Bahntrasse nach der Streckenstilllegung im Bahnhofsbereich vereinnahmt hat:

http://abload.de/img/img2314tnoo7p.jpg

Tellingstedt war der größte Ort an der Südstrecke. Entsprechend repräsentativ war der Bahnhof ausgelegt. Das schöne Gebäude diente als Gaststätte, scheint aber immer noch leer zu stehen, vermutlich wirkt die Überdimension aus Kleinbahnzeiten immer noch nach und schreckt potentielle Käufer ab, in dieses Anwesen zu investieren:

http://abload.de/img/img2315zpho11.jpg

Das Ensemble mit dem schlichten Anbau aus jüngerer Zeit aus einem anderen Blickwinkel:

http://abload.de/img/img2318qr7pl1.jpg

Der separate Güterschuppen ist auch noch erhalten, er ähnelt dem von Dörpling:

http://abload.de/img/img2317exifoxi.jpg

Auf der anderen Bahn- bzw. Straßenseite befindet sich noch heute der Landhandel, die rechten Lagergebäude bestanden schon zu Kreisbahnzeiten und hatten natürlich Anschluss an die Bahn. Im weiteren Verlauf ist die Bahn in der Bundesstraße aufgegangen (s. rechts, Blick nach Heide):

http://abload.de/img/img2316x44pgy.jpg

Nächster Halt war in Welmbüttel. Die Gleise bogen nach rechts von der Landstraße ab und umfuhren den „Bahnhofsberg“ hinter dem Bahnhofsensemble:

http://abload.de/img/img2327bwagr8y.jpg

Das im Keil zwischen Bahn und Straße gelegene Ensemble noch mal in Blickrichtung Heide:

http://abload.de/img/img2326r05p7e.jpg

Der Blick zurück nach Tellingstedt/Pahlhude, die Straße bestand in diesem Bereich schon zu Kleinbahnzeiten, die Gleise lagen rechts der Straße:

http://abload.de/img/img2325dhaqq9.jpg

Die Gebäude noch mal von der Straßenseite aus, links der baulich stark erweiterte Güterschuppen:

http://abload.de/img/img2323qikpg3.jpg

Nur der hintere Teil des Schuppens stammt noch aus Bahnzeiten:

http://abload.de/img/img2324j09rpy.jpg

Hinter Wellingstedt verlief die Bahn abseits der Bundestrasse durch den Forst Norderwohld, m. E. der schönste Streckenabschnitt der Kreisbahn. Er ist als Weg noch befahrbar, Blick nach Heide:

http://abload.de/img/img2332rc1u6u.jpg

In einer scharfen Kurve ging es auf den nächsten Halt in Gaushorn zu. Hier war ein hoher Damm erforderlich, der heute stark bewachsen ist (Blick nach Pahlhude):

http://abload.de/img/img2334qd2unf.jpg

Nachdem die Bahn wieder aus dem Forst Norderwohld herausgetreten war, folgte in Gaushorn der nächste Halt. Hier die Stirnseite des einfachen, länglichen Stall- und Brennstoffschuppens, die Gleise führten rechts am Haus entlang (Das eigentliche Stationsgebäude ist nicht mehr erhalten):

http://abload.de/img/img2335i76uve.jpg

Die Ladestraße am Schuppen in Gaushorn, die Fenster wurden im Laufe der Zeit verändert. Links ist noch ein kleiner Güterschuppen erkennbar, Blick nach Heide:

http://abload.de/img/img2336he6u5s.jpg

Hinter Gaushorn traf die Trasse wieder auf die heutige Bundesstraße 203, die als kleine Landstraße hier schon zu Bahnzeiten bestand (die Gleise lagen links, wo jetzt der Radweg ist). Der nächste Halt war hier in Bennewohld erreicht, südlich abseits der kleinen Ortschaft gelegen. Das Gebäudeensemble auf der anderen Straßenseite wurde schon zu Kleinbahnzeiten mehrfach umgebaut:

http://abload.de/img/img2337uddufc.jpg

Das Agenturgebäude mit einer kleinen Kneipe:

http://abload.de/img/img2339zknu3c.jpg

Der Blick in Richtung Heide:

http://abload.de/img/img2338jiaurf.jpg

Nach drei Kilometern und der Durchquerung eines kleinen Waldes gelangte die Bahn in den Ortsbereich von Süderholm, dem letzten Ort der Südstrecke vor Heide, hier der Blick zurück entlang der heutigen Bundesstraße:

http://abload.de/img/img2340ec7uxe.jpg

Der Blick in Richtung Heide: Hier bog die Kreisbahn letztmalig von der heutigen Bundesstraße nach rechts ab, etwa in der Flucht des Stromkastens und der Birke:

http://abload.de/img/img2341kvk4utn.jpg

Gleich darauf war der Bahnhof von Süderholm erreicht, hinten ist noch der stark umgebaute Güterschuppen erkennbar. Hier die Gleisseite (links nach Heide, rechts nach Pahlhude):

http://abload.de/img/img2342wc3tub1.jpg

Das neuzeitig umgebaute Gebäude von der Rückseite, das Erdgeschoss des vorderen Teils wurde als Saalanbau der Agenturgaststätte genutzt und erst später aufgestockt, heute ist die Verwendung als Kneipe nicht mehr erkennbar:

http://abload.de/img/img2343wlfulr.jpg

Der Blick auf die Bahnhofsausfahrt nach Heide, hier war ein hoher Damm erforderlich, um eine Moorsenke zu überqueren. Das Motiv befindet sich auch im Kenning-Buch:

http://abload.de/img/img2344cpruv7.jpg

Einige Meter weiter hört der Damm mitten in der Wiese auf, Blick nach Pahlhude:

http://abload.de/img/img2345mdbu3r.jpg

Im weiteren Verlauf ist die Trasse einige hundert Meter als Fahrweg befahrbar. Es ging hier schnurgerade aus in westlicher Richtung auf den Ausgangsbahnhof in Heide zu. Ab der heutigen Bebauungsgrenze der Stadt ist die Trasse jedoch vollkommen in der Bebauung aufgegangen, weitere Spuren der Südstrecke sind nicht mehr zu finden. Daher ist dies das letzte Bild, dass ich von der Kreisbahn Norderdithmarschen zeige:

http://abload.de/img/img2346rn9mu5u.jpg

Damit habe ich meine Munition über die Bahnen nördlich der Elbe verschossen. Für nächstes Jahr plane ich, die ehemaligen Kleinbahnstrecken südöstlich des Nord-Ostseekanals zu bereisen. Im nächsten Teil geht es voraussichtlich um die Kehdinger Kreisbahn von Stade nach Freiburg und weiter nach Itzwörden.

Bis dann, schöne Grüße,

Dennis.


Mein DSO-Inhaltsverzeichnis: [www.drehscheibe-foren.de]



12-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:11:15:00:57:15.
Absoluten Respekt vor dieser interessanten Zeitreise.

VG, Ditmar
Moin Dennis,
vielen Dank für den 2. Teil - da freue ich mich schon aufs nächste Jahr...

Eine kleine Ergänzung noch:
die beiden Brücken im Dellstedter Moor führen nicht über „Entwässerungsgräben“, sondern über „gestandene Flüsse“: Tielen- und Twisselau.

Die Twisselau spielt insofern auch noch eine Rolle, westl. von Wellerhoop (Zitat: Die Kleinbahn des Kreises Norderdithmarschen, 1980 S. 84)“Auch die Aufschüttung durch das Tal der Twisselau bei Tellingstedt ist noch erkennbar im Weideland,...“

Aufschüttung - Blick von Wellerhoop nach Tellingstedt:
http://www.bilder-space.de/thumb/YZAWAWZ5vtb9.JPG

Mittlerweile geschaffene Durchfahrt in der Aufschüttung:
http://www.bilder-space.de/thumb/00ksNlxXDaUf.JPG

Schweller in diesem Bereich - geschützt durch „Haube“:
http://www.bilder-space.de/thumb/R7FnlpIUwgg2.JPG

Südöstl. von Tellingstedt, „kurz vor der Einfahrt“ zum Bahnhof ist auch noch ein Stück der Abgrabung für die Trasse zu finden:
http://www.bilder-space.de/thumb/p4SqE3Wwno94.JPG

Gruss RMS
Hallo Rainer!

Danke für Deine Ergänzungen. Zwar war mir die Schilderung aus dem Buch bekannt, dass es bei Tellingstedt noch einen Bahndammrest geben soll (vermutlich das kleine Wäldchen, das man in Google Earth zwischen Tellingstedt und Wellerhoop mitten in der Wiese erkennen kann), aber dass da noch so ein gewaltiger Rest besteht, habe ich nicht geahnt und bin daher auch nicht mehr durch die Wiesen dorthin gefahren. Danke für Deine Ergänzung!

Schöne Grüße,

Dennis Mellerowitz.
Hi,

vielen Dank für die Ergänzungen. Allerdings stammt die gefundene Schwelle vermutlich nicht von der Kleinbahn sondern von der DR/DB; angesichts des Bohrbildes war darauf eher Oberbau der Form "K" montiert... eher zu aufwändig und zu modern für diese Kleinbahn.

Gruß Rübenbahner
...vielen Dank für die Informationen. Kann ich da "sonstwo" noch mehr nachlesen? Ich habe nämlich "auf" diversen ehemaligen Strecken hier im Norden Schweller in guten bis sehr schlechten Zustand "gefunden" und auch fotografiert. Ich habe mich regelmäßig gefragt, wie alt die sein mögen, zumal in gewissen Abstand (~unter 400m)zu ehemaligen Strecken keine Schweller als Einfriedigung mehr zu finden waren.

Schweller waren bei Bauern offensichtlich sehr beliebt: beeindruckend die Anzahl der Schweller an der L12 zwischen Großenwiehe und Wanderup (ehemals Husum-Flensburg).
Fotoausschnitt:
http://www.bilder-space.de/thumb/QyGNATyP7SUK.jpg

Oftmals habe ich auch festgestellt, dass Schweller als Teil einer Einfriedigung eine ehemalige Trasse "markieren", im Bereich, wo diese früher ein Straße querte:

Beispiel K67 Altholzkrug/Fl-Weiche-Hüllerup (Flensburg-Husum):
http://www.bilder-space.de/thumb/I0U9m43p02tv.jpg

L38, westl. Kropp (Schleswig-Friedrichstadt)
http://www.bilder-space.de/thumb/rSNa0ZOL1Ght.jpg

und nach der Überquerung der jetzigen K90, wo die Flensburger KB das Hürupholz durchquerte:
http://www.bilder-space.de/thumb/CajGu4OrldpO.jpg

Übrigens ein Tipp:
wer hier im Norden ein Schweller sucht/benötigt sollte nach Gross-Rheide fahren. Auf dem zugewachsenen Bahndamm der im Westen Richtung Dörpstedt führt sind noch „einige“ vorhanden. Nach Meinung eines Anwohners „hatten die damals keinen Bock die auszubuddeln“.

Vielleicht hättest du ja Lust die Altersbestimmung einiger Schweller auf Fotos von mir vorzunehmen....ich könnte ja ein paar per Email schicken.....;-))))
Gruss RMS
Lieber Herr Mellerowitz,
bin beim Stöbern im Internet unter dem Stichwort ‚Kreisbahn Norderdithmarschen’ auf Ihre beiden Fotoberichte über die Kreisbahn im Drehscheibe-Forum gestoßen. Ich bin seit 1974 an der Kreisbahn ‚dran’ und habe die ehemalige Trasse ebenfalls häufig mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß befahren und begangen. Einige Aussagen von Ihnen sollten aber berichtigt werden, dies auch vor dem Hintergrund Ihrer mehrfachen Zitierung des Kenning-Buches.
In Dellstedt gab es keinen separaten hölzernen Güterschuppen wie in
Ostrohe.
Die ehemalige Bahntrasse zwischen Wrohm und bis kurz hinter Wellerhoop lag nicht links neben dem heutigen Wirtschaftsweg, sondern dieser liegt auf der ehemaligen Bahntrasse. Warum sollte die Kommune für den Wirtschaftsweg eine neue Trasse kostenintensiv auskoffern, wenn eine der ehemaligen Kleinbahn noch vorhanden ist ? Eine solche doppelte Geldausgabe hätte die Kommunal-aufsicht gar nicht zugelassen. Dies gilt auch für den Streckenteil zwischen Hennstedt und Hollingstedt in Richtung Hollingstedt. Der Teil vor der S-Kurve war für mich nicht mehr zu klären, da keine entsprechenden Messtischblätter greifbar waren. Hinter der S-Kurve lag die Trasse auf dem heutigen Feldweg und führte weiter durch das Nordergehölz.
Schelrade hatte keinen separaten Güterschuppen, der war im EG integriert. Ihre Abbildung ( siehe auch Foto Kenning-Buch S.78 ) zeigt das ehemalige kombinierte Stall-und Abortgebäude mit dazwischen liegenden Holzlagerraum.
Da bis hinter Wellerhoop die Trasse auf dem heutigen Wirtschaftsweg lag, gab es vor Wellerhoop auch keinen aufgeschütteten Bahndamm.
Zwischen Wellerhoop und Tellingstedt verlief die Trasse keineswegs in Wiesen und Feldern, sondern auf einer hohen Dammschüttung über die Niederung der Twissel Au, die auch heute noch, wenn auch stark bewachsen, vorhanden ist. Mittlerweile weist sie einen Durchstich auf. Im Winter, wenn Bäume und Büsche unbelaubt sind, kann man die Dammschüttung von der B203 aus gut erkennen. Siehe auch Google-Earth.
Die Zuführung zum Bahnhof Tellingstedt erfolgte nicht an der Stelle der B203, die Ihr Foto zeigt. Im Hintergrund ist noch schwach die Brücke der L149 von Albersdorf nach Friedrichstadt zu erkennen. Dort erfolgte das Einschwenken auf den Bahnhof Tellingstedt. Dies ist auch belegt durch das entsprechende Messtischblatt.
Der Güterschuppen in Gaushorn war ebenso wie in Schelrade im EG integriert. Ihre Abbildung zeigt den vormaligen Stall mit anschließendem Brennstofflager ( siehe dazu Kenning-Buch S.86 )
Am Haltepunkt Bennewohld gab es früher keinen See. Diese Situation hatten wir in Welmbüttel ( siehe dazu Kenning-Buch u.a. rückseitigen Buchdeckel )
Ich habe mit meinen Ausführungen in keinem Fall den Oberlehrer heraushängen lassen wollen.

Viele Grüße Heinz-Herbert Schöning, Autor des Kenning-Buches
Habe hier mal eine alte Karte aus den 30er Jahren, wo es sehr gut zu sehen ist. Was ihr daraus macht, müsst ihr selber sehen. Eingezeichnet ist ja alle :D

Gruß Chris

[www.imgbox.de]
Durch draufklicken vergrößern, Heide befindet sich unten links.