Waggonkipper Maxhütte
Nachdem sich das Thema ja einer gewissen Beliebtheit erfreut konnte ich ja kurzfristig einen schon vorhandenen Dia-Scan hier: [
www.drehscheibe-foren.de] einstellen.
Ich habe jetzt noch mal die restlichen Dias dieses Besuches eingescant um die Arbeitsweise an dem Waggonkipper der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg zu zeigen.
Das erste Bild ist eine Draufsicht auf die Kippanlage in Ruhestellung. Sie weist als Besonderheit eine Drehscheibe auf. Die leeren Wagen wurden nach links abgelassen. Die vollen kamen aus der Sicht des Photographen.
Und los geht’s. Ein E-Wagen ist bereits auf der Kippbühne.
Das bereits gezeigte Bild noch mal in seiner zeitlichen Einordnung. Die Maxhütte hatte seinerzeit im übrigen bereits Mühe, die Kokskohle noch in E-Wagen angeliefert zu bekommen. Dies war aber notwendig, weil man nicht anders entladen konnte.
Hoch die Tassen, verzeihung, E-Wagen.
Und langsam wieder absetzen...
Und nach links austreten bitte.
Leider habe ich keine Erinnerung mehr an den Hersteller der Anlage, die Literatur, in der ich nachgucken könnte habe ich leider gerade verliehen. Hier der Literaturtipp eines lesenswerten Buches zum selber nachgucken:
Bedeschinski: „Die Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg und ihre Eisenbahnen“, 2002 im Verlag Neddermeyer
Die Stahlerzeugung der Maxhütte, die oftmals wiederauferstanden ist, zuletzt als Neue Maxhütte, ging im September 2002 endgültig zu Ende. Es überlebte nur noch das Rohrwerk. Im Grunde schade, den es war schon ein recht urtümlicher und skuriler Betrieb. Neben dem Waggonkipper gab es noch Eisenbahnbetrieb mit Loks verschiedener Hersteller, darunter eine klassische Hütten-Mak.
Am Hochofen verkehrte noch ein an eine Gütertram erinnernder Möllerwagen und im Kellergeschoß gab es ein Gleis, auf dem eine Unilok den Roheisenkübel durch die Katakomben drückte. Darüber hinaus wirkte in der Erzentladung ein Vollert-Rangiergerät.
Möllerwagen:
Auch die Hütte selber bot auf engstem Raum ein komplettes integriertes Stahlwerk incl. Hochofen. Selbst die Roherzförderung fand einst in der Umgebung statt. Am Besuchstag, dem 25.09.2001 verströmten die Anlagen noch dazu einen gewissen morbiden Charme, den man sonst nur noch aus Belgien kannte. Dem nahen Ende anscheinend schon bewußt genossen wir vielleicht auch daher hier bei der geführten Besichtigung eine nie gekannte Freiheitzügigkeit. Es wurde nahezu jede Ecke angeguckt.
In diesem Sinne
fg
PS
Mein Diascanner scheint langsam zu himmeln. Die neueren Scans waren leider nicht besser hinzukriegen.