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 04 - Historisches Forum 

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Ihr Lieben,

Das folgende Bild ist hat in unserer Familie nur ratlose Gesichter hervor gerufen: Im Pflaster sind auf dem Bild (über dessen künstlerischen Wert ich mich jetzt mal neutral in Schweigen hülle ;-)) ) eindeutig Strassenbahnschienen zu sehen. Das Fehlen der Obeleitung nehme ich mal als künstlerische Freiheit - und bleibe trotzdem an der Frage hängen: Gibt (oder gab) es diese Strassenszene in Wirklichkeit? Von den Häusern her könnte ich mir Westfalen vorstellen (Minden, Münster, ...) aber festlegen würde ich mich nicht. Kassel und Strassburg hatten ja auch schöne Fachwerkhäuser.

5969kk.jpg

Hat jemand eine Idee wo der Pinselopraph seine Staffelei ausgepackt hat?
Aufmaldatum wäre dann natürlich Spitze und gibt einen Sonderpunkt!

Liebe Grüße - christoph beyer

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Nach fast 19 Stunden ist das Rätsel offenbar gelöst: Es gibt wirklich eine Vorlage zu dem Gemälde: Die Bierstrasse in Osnabrück!
Als Dankeschön hänge ich einen Fahrschein aus Osnabrück an - auf dem die Linie 1 zu erkennen ist - auch wenn er aus den 50er Jahren stammt und die Strasse zu dem Zeitpunkt sicher schon nicht mehr so verträumt aussah ...

OS Fahrschein 001kkk.jpg

OS Fahrschein 002kk.jpg






5-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:08:31:09:09:33.

Eher phantasivolle Wirklichkeit ...

geschrieben von: Th.D.

Datum: 26.08.09 22:22

... sieht mir nach Minden (Mindener Straßenbahn, 1000 mm) aus, in irgendeinem Buch über Minden meine ich mal so eine Ansicht gesehen zu haben.

Was auch noch passen könnte (Fachwerk und meterspurige Straßenbahn):

Celle oder Hildesheim ...

Auch ratlose Grüße sendet
Th.

(Findet sich denn bei Ludger K etwas ...?)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:08:26:22:23:08.

künstlerische Freiheit?

geschrieben von: dieters

Datum: 26.08.09 22:30

Tach,
wie wäre es mit einer Pferdebahn?
Gruß Dieter

. (o.w.T)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 26.08.09 22:37

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:02:08:21:50:06.

Extertalbahn durch Rinteln?

geschrieben von: Ostermann

Datum: 26.08.09 22:44

Die Architektur passt auf jeden Fall für Altstädte entlang der Weser - sprich: Minden, Rinteln, Hameln, Höxter, Hann. Münden...
Ich weiß nicht, welche dieser Städte in den 20er/30er Jahren des letzten Jahrhunderts über Straßenbahnen verfügten, bei google habe ich folgende alte Ansichten von Rinteln gefunden:

[www.52gradnord.de]
[www.asmissen.de]

Der Baustil und die Höhe der Häuser passt jedenfalls - die Breite der Straße und die (fehlende) Oberleitung dagegen nicht. Was die Spurweite angeht: wenn der dort abgebildete (Pferde?)Wagen genau so breit ist, wie die Schienen, spricht dies eher für Normalspur... Aber die "Maßstäblichkeit" mag auch der künstlerischen Freiheit geschuldet sein - man weiß es nicht.

Das letzte Bild indem 2. Link kommt der Zeichnung schon recht nahe - es zeigt den Blick vom Marktplatz in die Klosterstraße (Richtung Bf. Rinteln Süd / Extertal). Die Zeichnung könnte in der Gegenrichtung (in der Klosterstraße mit Blickrichtung Marktplatz / Weserbrücke) entstanden sein.

MfG Ostermann

Re: Phantasie oder Wirklichkeit? (1B)

geschrieben von: Patrick Voelker

Datum: 27.08.09 00:32

Hallo

Was es ist weiß ich nicht. Ich kann aber Münster ausschließen, die Häuser passen nicht so richtig, weil die Arkaden fehlen. Außerdem wäre bei so einer Ansicht garantiert zumindest eine Kirche (In Münster gibt es mehr Kirchen als Kneipen!) gemalt worden.

Die Gleise ohne Oberleitung sind aus meiner Sicht Realität, denn auch in Münster gab es noch lange Zeit die Straßenbahngleise, da man die Straße nicht ausbessern wollte. Meine Oma hat mir da haarsträubende Geschichten erzählt, wie ihre Tante dauernd mit dem Vorderrad in den Schienen hängen blieb und stürzte.

Patrick

Fachwerk ist weit verbreitet

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 27.08.09 07:57

Hallo Christoph,
über den Maler weißt Du nichts?
Selbst Stuttgart hatte vor dem letzten Krieg viele Fachwerkhäuser, Reutlingen auch ...
Die Merkmale "Fachwerk" und "Meterspur" grenzen unser Problem kaum ein
Viele Grüße
Stefan

https://spm-bilder.de/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Re: Fachwerk ist weit verbreitet

geschrieben von: 52 2006

Datum: 27.08.09 09:18

Hallo Stefan, dein Einwand stimmt zwar grundsätzlich, aber Fachwerk sieht in jeder Region anders aus, genau wie englische, amerikanische und italienische Dampfloks jeweils anders aussehen als deutsche. Da bräuchte man jemanden, der sich mit den regionalen Baustilen auskennt, der kann dann sagen, aus welcher Gegend die abgebildeten Häuser sind. Ein kleiner Einstieg ist in der Wikipedia und in den Wikimedia-Commons zu finden, dort sind zumindestens schonmal Bilder aus ganz unterschiedlichen Regionen zu sehen, anhand derer man den einen oder anderen regionalen Unterschied erkennen kann.

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de (temporär offline) + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:08:27:09:19:46.

.

geschrieben von: 01 1063

Datum: 27.08.09 09:28

.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:10:08:59:33.

Minden? Vermutlich nicht

geschrieben von: Lo57

Datum: 27.08.09 10:22

Minden hatte eine meterspurige Straßenbahn, die die ersten 20 Jahre Dampf betrieben war. Die Straße könnte eigentlich nur die Bäckerstraße sein, aber da ist mir gefühlt zu viel Fachwerk. Müsste ich mal mit Fotos aus der Zeit vergleichen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:08:27:10:25:00.

#

geschrieben von: Leroy_B

Datum: 27.08.09 10:37

Wie wäre es damit - Bad Salzuflen hatte bis 1926 eine Meterspurige Pferdebahn für den Kurbetrieb?

Re: Fachwerk ist weit verbreitet

geschrieben von: roadrunner

Datum: 27.08.09 10:46

Moin, moin!

Mit Deinen Ausführungen hast Du völlig recht. Mal so auf den ersten Blick würde ich auf den süddeutschen Raum (so ab Hessen südwärts) tippen.

Beste Grüße vom RR
. . . in der Osnabrücker Altstadt im Bereich Bierstrasse/Krahnstrasse, ohne dass ich jetzt einzelne Häuser zuordnen könnte.

Beste Grüße
Hartmut

Re: Phantasie oder Wirklichkeit? (1B)

geschrieben von: x10tefan

Datum: 27.08.09 11:48

Es ist jedenfalls nicht in Baden Württemberg oder in Bayern, das Fachwerk hier sieht ganz anders aus.

In der Bäckerstraße in Minden sah es früher so aus, das ist schon ziemlich ähnlich:

http://www.ak190x.de/Shop/04c-Shop/4950C.jpg

Vielleicht nicht mal Straßenbahn?

geschrieben von: Rübenbahner

Datum: 27.08.09 11:59

Eventuell sind diese Gleise nicht einmal Schienen im heute üblichen Sinne. Beispielsweise gab es mal in Mülheim-Kärlich für schwere Fuhrwerke in der Straße eingelassene U-Profile, die in etwa den üblichen Spurweiten entsprachen (freilich ohne eine richtige seitliche Führung) und dem leichteren Lauf und wohl auch der Geräuschdämpfung dienten. Gab es das andernorts auch?

Gruß aus dem Rheinland
Rübenbahner

Re: Phantasie oder Wirklichkeit? (1B)

geschrieben von: norie

Datum: 27.08.09 12:05

Hallo Christoph,

als gebürtiger Mindener meine ich diese Stadt ausschließen zu können. Besonders das zweite Haus links scheint mir kunsthistorisch auch etwas suspekt: Die teilweise geschwungene Fassade mit offenen Balkonen- Barock mit Jugendstil-Oberlichtern? Aber Renaissance-Giebel? Wenn es dieses Haus in Norddeutschland gegeben hätte, müsste es mir eigentlich schon mal irgendwo begegnet sein. Außerdem die Kranbalken in den Giebeln rechts: So etwas kenne ich eigentlich aus Holland... Kurz. Ich tippe auf Fantasie.
Grüße,
-norie

Komische Vorbauten und ein grauer Klotz...

geschrieben von: loco_mo

Datum: 27.08.09 12:45

...wirkt jedenfalls, öh, "renoviert". Müsste so eine Besonderheit sein. Spätest- oder gar Neobarocke Vorbauten? Sowas müsste bekannt sein, da jedenfalls untypisch.

Die restliche Fachwerkzeile würde ich der norddeutschen Weser-(ja, Gott, auch Leine- usw...)Renaissance zuordnen mit den typischen Spitzgiebeln, den vorgebauten Obergeschossen usw. Irgendwo zwischen Salzwedel und Höxter...

Hinten in der Kurve steht dann noch so ein grauer Klotz, der die andere Bebauung überragt, den ich überhaupt nicht einschätzen kann. Walmdach? Frühbarock?? Kirche? Kloster? Amt? Gericht? Vielleicht kennt *den* ja jemand.

Denn: Für Phantasie halte ich das Bild nicht, das müsste sich jemand verdammt genau ausgedacht haben. Es stimmt die Perspektive, das Licht usw. ziemlich genau. Ich halte es für eine abgemalte Postkarte oder Foto.

Schöne Grüße aus der Plüschetage


loco_mo

Re: Extertalbahn durch Rinteln?

geschrieben von: rintelner

Datum: 27.08.09 12:59

Hallo Ostermann,

die Klosterstraße ist ja viel breiter als die die hier oben gezeigt wurde. Daher hätte es schon um eine andere (schmalere) Straße handeln können - davon gibt es ja genug in der Altstadt, nur eben nicht mit Gleise. Oder hat der Künstler zwei Ansichten in einem Bild vereint?

LG

Jan
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