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 04 - Historische Bahn 

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Keine Angst. Ich will hier nicht auch noch meinen kompletten Dia-Senf dazu geben, Da haben „Dampfhappi“ [www.drehscheibe-foren.de] und Rolf Koestner [www.drehscheibe-foren.de] schon zu gut vorgelegt. Statt dessen hatte ich mir vorgenommen, einmal die Streckenführung vom Torfwerk bis zum Abbaugebiet zu rekonstruieren. Die Gleislage im (erkennbaren) Feld habe ich weggelassen, ich glaube, das kann sich jeder selber vorstellen. Außerdem bekomme ich das nicht hin, muss ich leider zugeben.

Nach meiner Erinnerung (Vorsicht, ich hatte ja schon bewiesen, dass das nicht unbedingt verlässlich ist!) müsste der Streckenverlauf in etwa so gewesen sein:

Bild 1:
http://img5.imagebanana.com/img/2gl4c3zt/StreckeRekogross.jpg

Bild 2, wie vor, jedoch in der Übersicht, damit man das Ganze leichter lokalisieren kann.
http://img5.imagebanana.com/img/3jifv3fv/StreckeTorfwerkbersicht.jpg

Ich danke dem Gockel Örß für die Zuarbeit, ohne die dieses Werk nicht möglich gewesen wäre. Im Übrigen freue ich mich auf eine lebhafte Diskussion und die daraus resultierenden Erkenntnisse (z.B. detaillierte Gleispläne aus Werk und Moor ;-)).

So ganz kann ich es mit den Bildern denn doch nicht lassen:

Bild 3) Nachdem der stille aber freundliche Lokführer die Lok aufgezogen hatte, konnte es losgehen. Auch damals und in kleinen Werken fand man übrigens irgendwo einen Haufen mit dem Wundermittel Sand. (=Fahrsand. Das bei Feldbahnen zum Bremsen gesandet wird habe ich noch nicht erlebt...).
http://img5.imagebanana.com/img/eu6jtqxs/R1229245DiemaDl8VinterMoorSellmann18.jpg

Bild 4) Irgendwann war der stille aber freundliche Lokführer es leid, ständig fotografiert zu werden. Die Ausschreitungen hinten im Zug hat er dagegen gelassen gesehen. Derweil köchelt der liegende Einzylinder mit Verdampfungskühlung (Deutz MAH 914, wenn ich mich recht erinnere) friedlich vor sich hin. Schade, dass wir gerade keine Heißwürstchen dabei hatten:
http://img5.imagebanana.com/img/ggdj518/30121DiemaDl8VinterMoorSellmann18081.jpg

Das soll genügen.

Wenn das mit meinem HiFo-Tempo so weiter geht, kommt das Magazin zur vollständigen Bearbeitung vsl. erst nächstes oder übernächstes Jahr dran. Bis dahin seid Ihr vor weiteren Bilder der Vinter Torfindustrie von mir sicher.

Schöne Woche noch,

Hilfszug


Edith möchte eine erste wichtige Berichtigung: Die Dl8 war mit einem Deutz MAH 914 anstelle des zunächst falsch genannten MAH 711 ausgerüstet. Siehe auch die sehr informative Seite von Dieter Resinger: [home.arcor.de] ). Rest folgt bei Gelegenheit.

Edit 2: Bild 3) gegen eine Ausgabe mit weniger von meinem Markenzeichen (Lila-Stich) ausgetauscht. Nachdem mir Harald dankenswerterweise nachdrücklich die Vorteile hiervon vor Augen geführt hat. Bei Bild 4) habe habe ich noch nichts besseres geschafft. Entschuldigung für diesen "Bananenbeitrag" (reift beim Kunden...). Die Karte wird dann demnächst überarbeitet.

Nichts ist so beständig wie die Änderung.

YES! We (S)CAN! Der "Freund" liest mit!

Ein großer Teil der fehlenden Aufnahmen zu meinen älteren Münsterland-Beiträgen findet sich auch auf verschiedenen Internetseiten zum Thema "Eisenbahnen im Münsterland".




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:08:19:19:05:09.
Hallo,

ich finde es gut, dass du das mal markiert hast, man könnte das ja eigentlich mal als Start nehmen, um die Feldbahnen in ganz Deutschland so zu dokumentieren, evtl. inklusive der Museen usw. Ja, klingt nach viel Arbeit. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn ich habe auf diese Weise schon die ganze Insel Java durch, ein bischen Sumatra, Kalimantan und noch ein paar andere indonesische Inseln gemacht. Das waren 2 Jahre Arbeit (natürlich nicht ständig) und ich warte derzeit dass Google noch ein paar mehr Gegenden hochauflösend macht, ich habe noch einige Lücken auszufüllen.Die Zuckerbahnen im Niltal in Ägypten hab ich spaßeshalber anhand dessen was man erkennen kann auch schon gemacht, das ging ratzfatz, es waren nur sechs Gleisnetze. Aber ich fände es toll, wenn sich da ein Arbeitskreis für Deutschland finden würde, um diese Feldbahnen so zu markieren. Man kann das natürlich auch noch auf Normalspur ausweiten, und auch längst vergessene Nebenbahnen, Lokalbahnen, Indistriebahnen usw. markieren. Historische Karten sind da sehr nützlich, für Indonesien konnte ich auf die des Tropeninstitut in Amsterdam zugreifen, alles online.

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Meines Wissens hat die Streckenführung...

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 18.08.09 20:53

...je nach Abbauzustand auch mal gewechselt.

Das gilt übrigens für alle Torfbahnen. Man könnte eh nur Stichtage festhalten.



Bis(s) neulich

Rolf Köstner

RAL 9017
RAL 3020
RAL 1028

Re: Meines Wissens hat die Streckenführung...

geschrieben von: 52 2006

Datum: 18.08.09 21:01

Das ist ja das spezielle an Feldbahnen, aber man kann ja in Google-Earth jeden Streckenverlauf einzeln markieren, und mit dem Datum seines Bestehens benennen. So kann man schön dokumenmtieren,wie sich ein Streckennetz im Laufe der Zeit entwickelt hat. Mein Artikelhier vor ein paar Wochen über die Semarang NIS Station ist dafür ein gutes Beispiel, auch wenn dieses Beispiel verschiedene Privatbahnen und eine Staatsbahnumfasst, siehe [www.drehscheibe-foren.de].

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:08:18:21:04:38.
Hallo zusammen,

die Streckenführung passt fast, aber eben nicht ganz. Da ich aus direkter Nachbarschaft des Torfwerkes komme, kann ich sagen, das die Strecke an dem in der Karte sichtbaren " länglichen Waldstück " auf der rechten Seite in Fahrtrichtung vom TW aus noch eine rechts - links - Kombination machte, bevor es an die 90 Grad Kurve zur ersten befestigten Strasse ging.
Am hier eingezeichneten Streckenende lief die Schiene dann noch etwa 100 m weiter gradeaus, um dann im Abtorfgebiet zu verzweigen / enden.
Übrigens : wenn die Lok mal defekt war, was gelegentlich vorkam, wurde der Zug vom betriebseigenen Trecker gezogen. Die Streckenführung erlaubte dieses, trotz der tiefen Entwässerungsgräben, mit ein bisschen Geschick und viel Mut des Fahrers.

Alles in allem war es schon eine tolle Bahn, teile der Strecke liegen übrigens noch unter dem Gras begraben, an der alten Trasse findet man noch jede Menge Radsätze.

Gruß TN-Fahrer
Hallo,

> Bild 4) Irgendwann war der stille aber freundliche
> Lokführer es leid, ständig fotografiert zu werden.
> Die Ausschreitungen hinten im Zug hat er dagegen
> gelassen gesehen.

ich war bei der hier gezeigten Fahrt noch nicht dabei, aber wenn ich da an die Mitfahrt
GrafMEC und MFM bei Brill in Georgsdorf denke...
Da gab es auch so einige Vorkommnisse, wie provozierte Zugtrennungen oder sehr einseitig
belastete Torfwagen :-)


> Derweil köchelt der liegende
> Einzylinder mit Verdampfungskühlung (Deutz MAH
> 711, wenn ich mich recht erinnere) friedlich vor
> sich hin. Schade, dass wir gerade keine
> Heißwürstchen dabei hatten:
> [img5.imagebanana.com]
> Dl8VinterMoorSellmann18081.jpg

Das macht mich nun stutzig. Die Lok hat heute einen luftgekuehlten Deutz-Motor, den der
Senior-Hilfszug wieder halbwegs zum Leben erweckte hatte. Da war ich seinerzeit dabei und ich habe
die Lok auch schon so einige Kilometer selber gefahren. Daher Irrtum ausgeschlossen.

Da aber seitlich Fragmente der Andrehvorrichtung vorhanden waren, aber auch die Abdampffahne
fuer einen Verdampfermotor spricht, muss es spaeter noch einen Motorumbau gegeben haben. Darauf deutet
auch der gebastelte Antrieb mittels Keilriemen hin. Die Lok ist innen schon ziemlich gefrickelt. Das
"Armaturenbrett" sieht beispielsweise verdaechtig nach einem Traktor-Ersatzteil aus.


Die Lok steht aktuell aufgearbeitet beim MFM in Rheine, allerdings betriebsfaehig abgestellt. Der "neue"
Motor war nicht mehr der Beste und die Lok war fuer die Einsaetze im Moormuseum auch zu schwach. Daher
wurde die Lok wieder nach Rheine geschafft und Halle 2 untergestellt.
Einige der Torfwagen sind auch in unserem Bestand, leider in einem sehr schlechten Zustand, was fuer
solche Wagen aber normal ist.


> Das soll genügen.

Nein, gerne mehr. Wenn es um unsere Loks geht, ist man immer interessiert.
Schoen sind auch die Bilder von gewissen jungen Herren, die man kennt :-)
Ist das auf dem letzten Foto hinten links D.M. oder J.M.?


Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Hallo Feldbahnfreunde,

am 25.06.1987 habe ich die „Vinter Torfindustrie“ besucht. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Diema einen Deutz-Verdampfer, ich meine es war ein MAH 914, wie auf den Fotos zu sehen.

http://img5.imagebanana.com/img/f1sh6wkb/DiemaVinte1.jpg

http://img5.imagebanana.com/img/tj31ov/DiemaVinte2.jpg

Viele Grüße,

Reinhard
[www.uhlenhooker-feldbahn.de]

Sammelantwort und überarbeiteter Streckenverlauf

geschrieben von: Hilfszug

Datum: 23.08.09 12:28

Hallo miteinander,

abschließend(?) möchte ich noch kurz einen überarbeiteten Versuch der Rekonstruktion des Streckenverlaufs präsentieren. Dabei hoffe ich, den dankenswerten Hinweis von "TN-Fahrer" korrekt umgesetzt zu haben:

http://img5.imagebanana.com/img/wyb2zw0/2R1StreckeTrofwerkSellmanReko.jpg

@ 52 2006:
Bei dem Ansinnen bin ich bei Dir. Es gibt jedoch gerade im Bereich der Literatur schon einige Beispiele, die mustergültig umgesetzt sind, zu nennen sind hier z.B. das Buch "Torfbahnen in Deutschland" oder auch die Bücher von Gerd Wolff. Was in letzter Zeit an Möglichkeiten dazu gekommen ist, sind die Luftbilder, die im Gelände vielleicht eine genauer Orientierung ermöglichen bzw. als zusätzliche Quelle ergänzend ausgewertet werden können. Ich werde weiterhin versuchen, die mir bekannten und verfügbaren Mittel zu nutzen und aufzuarbeiten, so es mir geboten erscheint.

@ rolf koestner:
Es stimmt, dass es wenig Sinn macht, die "fliegenden Gleise" der nur kurzzeitig benutzten, einfachst verlegten und häufig wechselnden Bahnen derart aufzuarbeiten. Das gilt insbesondere, wenn diese Bahnen ausschließlich innerhalb des Arbeitsgebietes verlegt waren. Darüber hinaus gab (und gibt) es (noch) Strecken, die z.T. über Jahrzehnte Werk und Abbaustelle verbanden bzw. (noch) verbinden oder sogar relativ fest verlegte "Stammgleise" in den Abbaugebieten, die durchaus einer Dokumentation würdig sind. Dazwischen gibt es ein breites Spektrum, eine klare Abgrenzung, ab wann ein Gleisverlauf "dokumentationswürdig" ist wage ich nicht zu treffen.

Im konkreten Fall ist es für mich verwunderlich, dass zwischen Werk und Abbaugebiet eine größere Straße überquert werden musste. Torfwerksseitig sind für mich jedoch keine Abbaugebiete erkennbar.

@ TN-Fahrer:
Vielen Dank für den Hinweis. Meine Aufnahmen sowie mein Erinnerungsvermögen ließen keine genauere Rekonstruktion zu. Ich bitte auch den aktuell beigefügten Entwurf nochmals kritisch zu würdigen, vielen Dank dafür!

@ Anschlussbahn:
ja, Armin, die Lok wurde umgebaut, quasi remotorisiert. Aber bereits der MAH 914 gab seine Leistung mittels Keilriemen an das Getriebe weiter. Dieses ist bei der Dl8 wohl serienmäßig so.
In der Tat gab es bei dieser Fahrt ähnliche Vorkommnisse, eine entsprechende, umfassende Dokumentation (auch mit Fotobeweisen) werde ich zu gegebener Zeit gerne Nachliefern ;-)
Ach ja, bei dieser Übung waren wohl beide M's anwesend, zu sehen ist m.E. D. (bitte diese etwas kryptischen Insideräusserungen zu entschuldigen).

@ Uhlenhooker:
Danke für die Korrektur und die prima Ergänzungen,

Allen nochmals Danke für die Ergänzungen und Hinweise,

schönen Sonntag noch,

Jürgen

Nichts ist so beständig wie die Änderung.

YES! We (S)CAN! Der "Freund" liest mit!

Ein großer Teil der fehlenden Aufnahmen zu meinen älteren Münsterland-Beiträgen findet sich auch auf verschiedenen Internetseiten zum Thema "Eisenbahnen im Münsterland".