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Seiten: 1 2 All

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Vor 30 Jahren im Neckartal, Teil 1 (m16B)

geschrieben von: Vau60

Datum: 10.07.09 15:42

Hallo Leude,

schon erstaunlich, wie viel Urlaub ich anscheinend im dritten Lehrjahr hatte. Nach der großen Tour im April ging es im Juli 1979 auf drei mehrtägigen Fahrten ins Neckartal, in die DDR sowie anschließend nach Oberfranken zu den Altbaueloks rund um Lichtenfels. Es wird halt der reguläre Sommerurlaub gewesen sein, bei dem für drei Wochen die Lehrwerkstatt zugesperrt wurde. Damit ist das Programm für die nächsten paar Wochen auch schon vorgegeben, mal schauen, wann ich wieder einen Türkeibericht dazwischen schieben werde. Am 16. Juli 1979 ging es standesgemäß mit dem Zug nach Eberbach im Neckartal, ich hatte mich für vier Nächte in der dortigen Jugendherberge angemeldet.


Bild 1)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/001.jpg
Beim Umsteigen in Heidelberg entstanden die ersten verwertbaren Aufnahmen. Während Kornwestheimer 150er mit hohen Nummern im Großraum Stuttgart durchaus regelmäßig vor Personenzügen eingesetzt wurden (obwohl ich zu erkennen glaube dass sie 1979 noch keine 10 bar Leitung besaßen), dürfte die Nürnberger 150 037 eher selten in Heidelberg mit einem Pz zu Besuch gewesen sein.


Bild 2)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/002.jpg
Stuttgarter 144er schauten dagegen planmäßig vorbei. Hier ist es 144 018 mit dem N 7342 (Osterburken- Heidelberg)


Bild 3)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/003.jpg
Nanu, findet da etwa eine Altpapierübergabe statt, nach hinten durch den Herrn im hellen Staubmantel abgesichert??? Das wird sich nach 30 Jahren nicht mehr aufklären lassen. So oder so, es fand am E 2658 (Würzburg- Heidelberg) statt, 118 029


Bild 4)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/004.jpg
Der nächste Morgen in Eberbach, ein Wetter zum Gotterbarmen, einfach nur grausam. Wenn ich mir diese Aufnahme so anschaue und anschließend einen Blick nach Draußen werfe, bescheidenes Wetter im Hochsommer hat es anscheinend immer schon gegeben. Trotzdem, ich war ja nicht zum Spaß da, sondern um z.B. die fehlfarbene 118 013 vor dem E 2655 (Heidelberg- Würzburg) aus dem Tiefenschärfebereich herausfahren zu lassen


Bild 5)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/005.jpg
In Seckach war das Wetter auch nicht viel besser. Immerhin regnete es nicht mehr, als 798 659 den Ort Richtung Miltenberg verließ, N 7616


Bild 6)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/006.jpg
Dagegen hat der 456 107 seinen Halt in Seckach noch vor sich, N 7319 Heidelberg- Osterburken


Bild 7)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/007.jpg
Dann ging es aber wieder los mit dem Regen, so nahm ich die Rückfahrt der Garnitur bei feinstem Nieselregen im schützenden Bahnhof auf (sag jetzt bloß keiner Schattenparker auf mich drauf), N 7338 (Osterburken- Mannheim)


Bild 8)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/008.jpg
Anschließend kamen 725 005/726 005 in den Bahnhof gerollt. Bemerkenswert ganz links der kleine Tender (leider nicht größer vorhanden) als Schneepflug light


Bild 9 und 10)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/009.jpg

Da es wieder trockener wurde, traute ich mich erneut unter dem Regen abweisendem Bahnsteigdach hervor und stiefelte Richtung Osten. Anscheinend reichte die Zeit nicht mehr aus, um den N 7342 (immer noch Osterburken- Heidelberg) samt 144 032 neben dem Einfahrsignal abzulichten, it, Mast be mal anders herum. Der nachfolgende E 2658 aus Würzburg wurde dann am oben schon sichtbaren Tunnelportal abgewartet

http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/010.jpg


Bild 11)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/011.jpg
Den Nachmittag verbrachte ich dummerweise nicht an der freien Strecke, sondern auf den Bahnsteigen von Neckarelz. Gut, die 323 833 hätte ich draußen wohl eher nicht ablichten können


Bild 12 und 13)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/012.jpg

Entschädigt wurde ich durch regen Zugverkehr mit überwiegend interessanten Fahrzeugen. Hier z.B. die Kreuzung von 118 054 mit E 3382 (Heilbronn- Heidelberg) und 118 016 vor E 2657 (Heidelberg- Würzburg)

http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/013.jpg


Bild 14)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/014.jpg
Leider verrissen, die Nummer auf dem Krupp Kran lässt sich beim besten Willen nicht entziffern


Bild 15)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/015.jpg
Noch eine Kreuzung, links die Mannheimer 140 511 vor N 7990, rechts der Nachbar aus Heidelberg als N 7349


Bild 16)
http://www.michael-vau60.de/2009/200907/20090710/016.jpg
Fast verbockt. Da die Jungs vom LR es mir mit dem Heft 4/5 79 nicht leicht machten und in verschiedenen Laufplänen für die gleichen Betriebsstellen unterschiedliche Abkürzungen (teilweise auch mir vollkommen unbekannte) verwendeten hatte ich angenommen, dass die 202er nur zwischen Mannheim und Heidelberg pendeln würden. Die langen schwarzen Balken im Laufplan erregten zwar Verwunderung, wurden aber weiter nicht beachtet. Nun, es wurde aber zwischen RMB (Mannheim Rangierbahnhof) und HBR (Heilbronn Rbf) gependelt. So staunte ich nicht schlecht, als der Blaue Bock vor dem Dg 54624 um die Ecke gebogen kam. Ein kleiner Sprint (damals sehr wohl noch möglich) und schon passte es soeben noch



So, das war es für Heute, schönes Wochenende und Gruß aus Essen, Michael


Das DSO Inhaltsverzeichnis von Vau60, klicke >>hier<< für Beiträge aus Nordrhein Westfalen, und >>hier << für den Rest der Welt

http://www.michael-vau60.de/signatur/dla.jpg
[www.dampflokomotivarchiv.de]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:12:13:17:23:14.

Re: Vor 30 Jahren im Neckartal, Teil 1 (m16B)

geschrieben von: 01 1066

Datum: 10.07.09 15:54

Donnikowski, Michael - was Du so alles auf Dich genommen hast bei dem schlechten Wetter - und dann auch noch rennen!
Bei Bild 4 verwundert der Zugkomposition für einen Eilzug doch sehr; was sind denn das für Waggons (sehen fast aus wie Schiebewandwagen???). Wunderschön, danke fürs Zeigen und gerne mehr davon - habe ich diese Gegend doch nach dem Ende des Dampfbetriebes fürchterlich vernachlässigt.

Tolle Bilderstrecke. Vor allem die Altbaufahrzeuge und die 202 004!


Bis neulich

Rolf Köstner

"Erst wenn ich nicht mehr mein Eisenbahnerspanisch, mein Deutsch oder Englisch benutze, wenn ich da allein stehe mit meinem Tschechisch, weil alle Weltreisenden weg sind, dann weiß ich, es ist vorbei mit Europa.“

Pavel Peterka (Speisewagenkellner)

Re: Vor 30 Jahren im Neckartal, Teil 1 (m16B)

geschrieben von: JimKnopff

Datum: 10.07.09 16:46

Hallo Michael!

Einen herrlichen Bildbericht hast du da eingestellt. Leider (oder Gott sei Dank) bin ich Baujahr 1981 und konnte so die Zeit nicht miterleben. Das Mitziehbild mit der 323er gefällt mir sehr gut, wie die anderen Bilder auch!

Schöne Grüße aus der Oberpfalz

Gabriel

Re: Großes Kino im Nieselregen !

geschrieben von: dampfgerd

Datum: 10.07.09 16:53

Super Beitrag, Michael. Die Gegend habe ich leider nie bereist, so bin ich auf Bilder wie deine angewiesen und da wird man bekanntlich nie enttäuscht. Trotz der Ellok-Raritäten: mein Favorit ist die rasende (auf den ersten Blick führerlose) Köf. Einfach super! Vielen Dank und schöne Grüße vom
dampfgerd

Re: Vor 30 Jahren im Neckartal, Teil 1 (m16B)

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 10.07.09 17:10

Hallo Michael,
ähnlich feucht kenne ich die Gegend auch;-) Danke für Deine Bilder, die so typisch für den damaligen Betrieb sind!
Jetzt muß ich als interessierter Laie einmal nachfragen: Die 10bar-Leitung, ist die nicht für die Türschließung? Die war 1979 noch nicht so verbreitet und vor allem nicht zwingend vorgeschrieben.
Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Re: Vor 30 Jahren im Neckartal, Teil 1 (m16B)

geschrieben von: 215055

Datum: 10.07.09 21:55

Hallo Michael,

dein "Köf-Mitzieher" ist echt Klasse! Gefällt mir außerordentlich gut.
Ich glaube zu wissen, daß die 150-er bis zum Schluß keine HBL (10bar Leitung) hatten. Nur die "hohen" Nummern mit den Verschleißpufferbohlen hatten die 10-er Leitung.

Grüße

215055

http://img3.imagebanana.com/img/adr01wsl/Bild000_Neg.Nr.0.jpg

Klasse ist das mal wieder....

geschrieben von: Karabük

Datum: 10.07.09 22:02

Bild drei dokumentiert in der Tat eine Altpapierübergabe. Dafür ist der Herr noch heute berühmt. Und wie FES schrieb "die nicht mehr ganz jungen Herren aus dem Rhein-Neckar-Dreieck", zu denen ich mich wohl auch zählen muss, müssten den Herrn kennen (der liest wahrscheinlich hier ohnehin mit...).

Dank und Grüße

Karabük

Re: Vor 30 Jahren im Neckartal, Teil 1 (m16B)

geschrieben von: Würzburger

Datum: 11.07.09 07:25

Hallo Michael,

ein Programm nach meinem (s/w-)Geschmack!

Gruß, Thomas

Zur Altpapierübergabe

geschrieben von: Lüderitz

Datum: 11.07.09 08:47

Beim Empfänger bin ich mir ziemlich sicher, wer es ist. Er sammelt heute noch Bremszettel, wohnt in Heidelberg und ist bei uns sogar passives Mitglied.
... fällt mir sofort mein damaliger Dienstplan als Zugführer beim Bf. Mannheim Hbf ein: Dpl. 604, Tag 4/5, Dienstbeginn 16.21 Uhr -> Vordienst/Weg/Zugvorbereitung/Fahrt mit N 7365, geführt von einer Würzburger E 18 (118) mit Packwagen, ex Pw4ü-31 mit "Capriol". So nannten unsere seinerzeit noch in "Amt und Hochwürden" stehenden, alten Zugführer (unvergesslich mit deren Ansprach-Gehabe in der 3. Person, jüngeren Kollegen gegenüber) mit unverdecktem, überlieferten Kommissgehabe "ihren" dortigen erhöhten Lederthron mit Aussicht. Gefolgt von einem ex AB4ywe-36 und drei Silberlingen war dies die exakt gleiche Garnitur, wie zur ja erst rund 4 Jahre zurückliegenden Dampfzeit. Besonders reizvoll war dann die Fahrt durch das romantische Neckartal - das Dienstabteil wurde dabei standesgemäß (und zudem ZP AR-konform!) im Raucherabteil der 1. Klasse des 36er Eilzugwagens eingerichtet. Mit von der Partie waren zwei Schaffner, der Eine allerdings nur bis Neckarelz; der hatte dann eine Rückleistung mit einem ET 56 (456) mit N 7358 nach Heidelberg.
Immerhin reichte es zu Skaten nach dem gemeinsamen, solidarisch aufgeteilten "Schnelldurchgang", der spätestens noch vor Neckargemünd über die Bühne war. Unsere Fahrgäste, meist Pendler, machten übrigens im Neckartal (im Gegensatz zur beim Mannheimer Zub stets gefürchteten Riedbahn) beim Ausstieg stets zuverlässig ihre Türen zu. Unvergesslich das mahlende Geräusch der 118er beim Anfahren mit dem typischen Klack vorher, den der einsetzende Feinregler der stolzen, alten Damen von sich gab. Am Schluß waren in der Regel noch bis zu 4 Güterwagen (Gbss-uv) für Eilgut und Sackpost eingereiht, die in Osterburken, dem Zielbahnhof des Zuges noch vom Zub zur Weiterbeförderung nach Würzburg "wegzustellen" waren.
Dann wurde dort das "Euleloch" im Dachgeschoß des Empfangsgebäude bezogen, wo unsere - meist mit 3-5 Mann belegten - Übernachtungszimmer waren und für die wir in unseren weinroten Starkstoff-Taschen ("Iwwernachtungsbeidel") die berüchtigte blau-weiss-karierte Überwurf-Bettwäsche mitführten. Anschließend - und das war unbedingt "Pflicht" - fand ein gemeinsamer, dienstlicher Erfahrungs-Austausch mit den Kollegen Lokführer und Zugbegleitern aus Stuttgart, Heidelberg und Heilbronn (zu jener Zeit waren es werktags allabendlich über 12 Mann) in der Gaststätte im Bahnhof statt, wo wir quasi Familienanschluß genossen. Da saßen dann auch schon mal plötzlich jüngere, aber durchaus reife Damen mit am Tisch ("Tischdamen") und interessierten sich natürlich auch und oft - und nicht nur - für die "junge Kolleeche aus Mannem". Das hatte offensichtlich Tradition, denn in Osterburken, wie auch in Lauda (vergleichbar wird's wohl auch sonstigenorts nicht anders gewesen sein ;-)) sind uneheliche Nachkommen mit beamteten Erzeugern aus der jeweils entfernteren Metropole nicht ganz unbekannt. Angeblich soll es Kollegen mit derart hoher ("Allimende")-Zahlungsverpflichtung gegeben haben, dass ihnen neben dem Grundgehalt nur noch das "Neewegeld" (Nacht-, Wechseldienst- und Fahrzulage, inkl. Fahrkartenprozente und Stückzahl-Prämie) zum kargen Dasein blieb, wobei wohl in Wirklichkeit der umgekehrte Fall bei - etwas - reduzierter Aktivität schon eher realistisch erscheint.
Nun, wie auch immer: Nach kurzer, wenn auch oft inhaltsvoller Nacht war Selbige für mich um 5.42 Uhr schon wieder zu Ende: Im feuchten Morgendunst wurde der Park des N 7314 aufgesucht und "fertiggemacht", der zuvor von einem Heilbronner Kollegen rangiertechnisch in Gleis 1 aufgestellt wurde (auch damals waren schon Rangierer eingespart worden!).
Um 6.25 Uhr war auf jeden Fall "Deadline" - da mussten sich die Räder des Zuges bewegen - egal wie, wenn man nicht aufgrund einer beim Mannheimer Oberfahrmeister eingehenden "Sofort-Verfolgung", auch "Vochel" (hochdeutsch: Vogel) genannt, unangenehm auffallen wollte. Hierbei handelte es sich um ein Anhörungs-Ersuchen der Transportleitung der jeweils betroffenen BD (besser: Einvernehmungs-Bogen), der per Fernschreiber meist eher wie der Betroffene selbst auf der Dienststelle einlief. Ganz böse Falle! - Das brachte nur unnötigen Ärger im ansonsten doch sehr geruhsamen Dienstalltag ein. Musste nicht sein.
Schon zu Dampfzeiten beschreibt mein lieber Freund und Autorenkollege Karl Gerhard Baur in seinen lesenswerten Berichten des EK/Lüdecke-Buchs "Erzählte Eisenbahn" diese Übernachtungs-Athmosphäre sehr einfühlsam und fachkundig.
So ging's dann also über den Schefflenzer Buckel und das Neckartal zurück nach Mannheim, wo man mit gleichem Park wie am Abend gegen 8.52 eintraf und damit um 9.07 Uhr Feierabend hatte. Anschließend ging's dann bei gutem Wetter mit der schwarzen Ente, deren rostiges Blech vornehmlich durch eine großflächige Aufkleber-Schicht zusammen gehalten wurde und den von mir an den Heckrädern kreierten Schlußsignal-Schmutzfängern auf Fototour - natürlich oft auch in's Neckartal, zum "Buckel" und gern auch ins "Gelobte Land" nach Osterburken und Lauda, das man ja bereits zu Dampfzeiten kennen- und lieben gelernt hatte!
Ein Bild des jungen Mannheimer Zugführers auf genau jener beschriebenen Leistung, die wir über Jahre im Plan hatten, kann man übrigens gerne im von ihm 2008 beim proMessage-Verlag verfassten Buch über die Schienenverkehrsgeschichte Mannheims ("Mannheim, hier Mannheim") nachschlagen. (..staubiges Schulterklopfen ...) Auf Seite 85, links oben, bitt' schön: Da war'mer noch jung und ... heute oft nur noch "und" ...
Ja, ja - aber die Zeiten sind halt längst vorbei - die "Borgener uuhehelische Kinner" längst erwachsen und die stolzen Achzehner längst im Lokomotivhimmel ...
Awwer schee war's halt schunn!
Wer möchte das nicht noch einmal erleben? -
Aber Hallo - gerne, bitte sehr: Am Wochenende 26./27.09.2009 werden u.v.a. auch im Neckartal und in und um Osterburken für jeweils insgesamt rund 30 Stunden wieder die alten Eisenbahn-Zeiten eingeläutet. Da werden im Rhein-Neckar-Raum mit über mehr als sieben, weitgehend authentischen Zuggarnituren aller drei Traktionsarten soviel Zugkilometer gefahren, dass es einem richtig warm ums Herz werden kann.
Vor allem aber: Alles zum Mitfahren im Verbund-Tarif, oder mit normaler DPT-Fahrkarte, ohne jeden Zuschlag. Mit garantiert sensationellen Bonus-Leistungen, was die Traktion betrifft. Wird aber vorher nicht verraten.(Sorry, aber: ->Überraschung!) Und das dabei alles so authentisch, wie - nicht nur - ich es erlebt habe.
Hier begründet sich u.a. auch meine Motivation, mit meinen Team-Kollegen von Revierdampf dafür zu sorgen, dass das Motto der Veranstaltung ("Reisen wie vor 50 Jahren") auch weitgehend kompromisslos einzuhalten ist. Da passen wir aber sehr genau auf. Mein Wort darauf.
Die Bereithaltung der hierfür erforderlichen Mittel für die Mammutveranstaltung (anläßlich 20 Jahre VRN und weiterer Streckenjubiläen) wurden übrigens vor wenigen Tagen von den dafür zuständigen Stellen bestätigt und so kann die Sache, wie geplant, auch in anderen Verbundbereichen über eine ganze Woche (20.-27.09.2009) laufen.
Da bekommt Ihr dann alle soviel "Erlebte Eisenbahn" um die Ohren, dass es Euch dabei hoffentlich nicht aus selbigen wieder herauszutropfen droht ... ;-))
Alla hopp, donn guggener hald doo : [/url]http:/www.revierdampf.de/url[url]

Begleitbroschüren mit viel Information und netten alten, aber auch aktuellen Bilderchen; vor allem auch interessanten Fototipps und natürlich allen detaillierten (Bild-)Fahrplänen könnt Ihr für ein relativ "kleines Geld" auch dort beziehen.

Ach, ja - und lieber Michael, lass Dir sagen: Deine Bilder sind wirklich erste Sahne und zudem auch noch qualitativ recht bemerkenswert.
Die zeigen wirklich die Geschichte, wie sie war und das erzeugt bei mir diesen gewissen Erzählstau, den ich immer mal wieder gerne hier im HiFo abbaue.
Ich hoffe die literarischen Rückstände der Eisenbahn-Geschichte daraus gefallen,

Beschte Pälzer Griies aus "Iwwerm Rhoi" vum baadische Ladeberg om Neggah,

Dein Interessens-Sympathisant in Sachen Eisenbahn der Siebziger,

Wolfgang Löckel.

Schöne, schöne Bilder .....

geschrieben von: Niels Munch

Datum: 11.07.09 20:32

..... auch die 202 004-8, die in Dänemark war [www.sebtus.de] :

"Ende 1977 wurde in Dänemark die Lok 202 004-8 mit dreiachsigen Drehgestellen erprobt. Dabei überzeugte die DE 2500 trotz geringerer Nennleistung gegenüber der Reihe MZ I/II mit besseren Lauf- und Traktionseigenschaften. Diese positiven Ergebnisse führten schließlich zur Bestellung der DSB-Baureihen ME und EA."


MfG
Niels

Re: Vor 30 Jahren im Neckartal, Teil 1 (m16B)

geschrieben von: Vau60

Datum: 12.07.09 07:26

Morgen Stefan,

genau, die Türschließeinrichtung hatte ich gemeint. Ich war wirklich der Meinung, dass die 1979 schon weiter verbreitet gewesen sei, Wolfgang hat aber weiter unten indirekt das Gegenteil bewiesen.


Schönen Gruß, Michael

Re: Beim genüsslichen Studium Deiner Lichtbilder ...

geschrieben von: Vau60

Datum: 12.07.09 07:32

Ohaah, Wolfgang, so möchte ich auch mal schreiben können.

Besten Dank für diese Geschichte aus alten Zeiten, Gruß Michael

Ich weiß nicht so recht ...

geschrieben von: 38 3156 Bw Landau(Pf)

Datum: 12.07.09 10:25

... manchmal denke ich - und meint auch meine Lebensgefährtin ;-)) - "Du mit Deinen ...", ich mit meinen teleskopierenden Schachtelsätzen! -
Dz, dz, dz, (*grübel, nachdenk, einseh*) ist sicher nicht immer leicht zu lesen. Ich denke, das ergibt sich halt, wenn ein nichtakademischer Eisenbahner, wie meinereiner zwar die gutgemeinten Rechtscheib-Vorschläge des Rechners im "Word" brav befolgt, aber autodidaktisch veranlagt, wie er halt mal (schon lange und immer noch) ist, und einfach mal so loslegt, kommt nicht wirklich immer was Druckreifes zu Stande. Aber ich mach's gern.
Bilder sagen zwar relativ viel, aber nicht immer gerade das, was man besonders konkret und dazu gern noch mit etwas ironisch-augenzwinkerndem Humor zu schildern versucht. Mir ist ja nun wirklich nichts Menschliches fremd - dafür sorgt traditionell und schon immer mein geliebter Berufsalltag.
Sicher fördern auch die "Nachbearbeitungs-Optionen" das Rumfeilen - wobei das zuweilen aber auch so ausarten kann, dass ich temporär manchmal selbst nicht mehr durchblicke ...
Dafür und zuweilen auch genau damit kann ich mich aber auch immer recht gut über mich selbst amüsieren und bin in meinem kleinen Mikrokosmos gut beschäftigt. Und das lenkt im Übrigen auch gut und zuverlässig von sonstigen Nervungen des Alltags ab; man ist entspannt, wenn man da dann wieder anderweitig gefordert ist.
Du siehst, auch für mich hat das HiFo bereits beim Verfassen meiner Texte nicht ausschließlich einen gewissen Unterhaltungswert.
Deshalb bleiben'wer auch gern dabei.

Danken möchte ich Dir für Dein liebes Kompliment - klingt wesentlich kopetenter als das - vermeintlich jugendlich-östliche - "iiihh ...", meinst Du nicht auch?
Ich habe im Übrigen weder was gegen die jüngere Generation, die ich in unseren Kreisen hier und auch beruflich sehr fördere - auch habe ich nichts gegen "östliche Einflüsse". Ich habe nach unzähligen DDR-Aufenthalten viele liebe und interessante Menschen dort kennen- und schätzen gelernt und die rasende Geschwindigkeit des "Anschlusses" war mir stets suspekt. Heute arbeite ich fast täglich mit Kollegen aus den "neuen" Ländern gut, aber auch genau so kritisch zusammen, wie ich das mit den "Alt-BRD'lern" tue. Aber: Nicht nur am zuweilen typischen Vornamen erkennt man Gründe zum Entstehen gewisser Befindlichkeiten. Wie gesagt: Mir persönlich ging's halt nur zu schnell, aber erinnern tue ich mich immer gern an die Zeit-> auch ich habe das Wort "Wahnsinn" über alle Maßen lange Jahre in dem Zusammenhang gern und oft verwendet. Wider besserer Einfälle - die waren oft eingesperrt, vor Staunen ...

Besten Gruß, Wolfgang.

Re: Ich weiß nicht so recht ...

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 12.07.09 10:37

Danke Michael und Karabük
für die von Euch eingestellten Bilder, welche selbst in der Schweiz gefallen! Herrlich die klassischen Loks der Vorkriegszeit, aber auch die Einheitsloks der DB! Und Schwarz-Weiss bringt es eben auch - Details kann man so viel besser betrachten, als bei Farbaufnahmen. Auch dies ein Grund, warum SW-Aufnahmen ihre Sinnhaftigkeit hatten!

Urs

Re: Vor 30 Jahren im Neckartal, Teil 1 (m16B)

geschrieben von: 490.056

Datum: 04.08.09 13:16

Bild 8:Schneepflug 30 80 97 35048-9 DB 841, BW Heidelberg, Unterhaltungswerk Awst Offenburg, 65 km am Schluss eines Güterzuges, 50 km während der Räumung, 55 500 kg.

Seiten: 1 2 All

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