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Besuch in niederrheinischen Bahnbetriebswerken, Frühjahr 1994 (Teil 1, 36 B.)

geschrieben von: Nobbi

Datum: 09.07.09 16:06

Nach längerer Abwesenheit mit eigenen Fotobeiträgen möchte ich mich mal wieder aktiv zurückmelden. Diese Abwesenheit war und ist immer noch hauptsächlich technisch bedingt. Seit Januar war ich fleißig mit dem Archivieren meiner Negative beschäftigt, bis dann im April mein Scanner(einzug) den Geist aufgab. Nachdem ich mich oberflächlich mit dem Defekt beschäftigt hatte, war dieser Defekt wie gewohnt anschließend irreparabel...

Wenn ich gewusst hätte, dass Nikon seit Herbst 2008 keine Filmscanner mehr herstellt und die Preise für die wenigen frei erhältlichen Neugeräte sowie Gebrauchtgeräte in Fantasiehöhen getrieben wurden, hätte ich vielleicht diese "Durchsicht" einem Fachmann überlassen. Ich wollte eigentlich Ende übernächsten Jahres mit dem Scannen von gut 1000 36er-Filmen in höchster Auflösung fertig sein. Geschafft habe ich jetzt den Zeitraum von Mitte 1993 bis Mitte 1996. Deshalb kann ich jetzt auch nur einen Beitrag liefern, der gerade mal 15 Jahre alte Fotos beinhaltet und auch mehr oder weniger Massenware darstellt.

Im März und Juni 1994 war ich zweimal in mehreren Bw unterwegs, beide Male waren es (absichtlich?) die selben. Der Titel des Beitrags ist etwas irreführend, beginnt doch üblicherweise der Niederrhein erst so nördlich von Neuss oder Krefeld linksrheinisch und nördlich von Oberhausen rechtsrheinisch. Für "Niederrhein" kann man natürlich neben der Region auch den Rhein als Namensgeber heranziehen. Demnach beginnt der Niederrhein bereits bei Bonn.

Also kann ich das Bw Gremberg und das AW Opladen auch dazuzählen. Dort startete ich auch meine erste Tour am 27.03.94. Das erste Foto "über'n Zaun" zeigt die bereits ausgemusterte grüne 141 070 mit einer ozeanblau-beigen Führerstandstür (damit der Führerstand vor'm Verschrotten nicht nass wird...):
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19946.jpg

Am anderen Ende dieser Schrottlokreihe stand 140 177. Wie ich jetzt erst entdeckt habe, bot sich bei ihr ein freier Durchblick durch den Maschinenraum, die Lok war also schon ausgeräumt:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19953.jpg

Weitere Fotos im AW Opladen: 140 105 (ob), 140 175 (gn), 141 007 (ob), 141 331 (ob), 141 445 (ob), 150 139 (rw), 151 090 (ob, AK).

Im Gbf Opladen standen jede Menge ausgemusterte asbestlastige m-Wagen, hier ein Bm 232 (51 80 22-40 738-2) mit Blick auf die vor einigen Jahren abgerissene Fußgängerbrücke und das zuletzt ausgebrannte Stellwerk:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19956.jpg

Wie es heute im Bw Düsseldorf (Abstellbf) aussieht, weiß ich nicht. Damals waren dort am Wochenende noch zahlreiche Loks abgestellt, hier vor dem Rechteckschuppen 110 184, eine ozeanblau-beige Kollegin sowie 111 135:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19958.jpg

An den Freigleisen vor der DREHSCHEIBE tummelten sich 111 160 + 143 579, 143 635, 140 755, 143 604, 112 163, 103 232, 111 128 und 110 325:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19960.jpg

Im Gegensatz zu meinem zweiten Besuch (Bilder folgen in Teil 2) war die Umkleberei mit neuen DBAG-Keksen noch in vollem Gange. Seit knapp 3 Monaten war "Magerkeks" angeordnet, aber schätzungsweise mehr als die Hälfte der Loks die ich antraf, trugen entweder noch die ganz alte DB-Variante, den türkisen oder den orientroten Bundesbahnkeks.

So trug die 111 160 die Produktfarben-Kekse, obwohl ihre Lackierung noch ein entfernter Ableger der Pop-Ära ist:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19961.jpg

112 163 präsentiert sich noch im Auslieferungszustand von vor einem dreiviertel Jahr:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19962.jpg

110 325 dagegen stellt eine stinknormale Bügelfalte in ozeanblau-beige dar. Wer hätte gedacht, dass sie als AMEROPA- oder Scienceexpress-Lok nochmal zu Ehren kommt:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19963.jpg

Bei der kräftig grünen 140 847 sind mir auch erst kürzlich die grau lackierten Lüftergitter aufgefallen. Bezüglich der Eigentumsmerkmale hatte man bei ihr jedoch schon mit dem Magerkeks zugeschlagen:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19964.jpg

Die angetroffenen S-Bahn-143 hingegen waren bis auf eine Ausnahme alle noch als Reichsbahnloks im Bundesbahnlook ausstaffiert, so die schmutzige 143 594:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19965.jpg

Die einzige Ausnahme war 143 582, die völlig herrenlos zu sein schien:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19968.jpg

Weitere Fotos im Bw Düsseldorf: 110 195 (ob), 143 587 (ow), 143 600 (ow), 143 614 (ow).

Es gab mal ein weiteres Bw in Düsseldorf, das Bw Derendorf. Das hatte seine Eigenständigkeit allerdings schon Anfang der 80er Jahre verloren. Trotzdem waren hier am Wochenende immer zahlreiche Rangier- und Güterzugloks abgestellt, so die 140 038 mit zwei unterschiedlich großen Magerkeksen:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19972.jpg

Während sich 290 332 rechts quasi noch im Ursprungsaussehen befindet (DB-Emblem ohne schmale Umrandungslinie), ist die ebenfalls noch altrote 290 344 links bereits mit DBAG-Emblem verziert:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19973.jpg

Weitere Fotos im Bw Düsseldorf-Derendorf: 143 958 (rot), 290 195 (ob), 290 378 (rot), 360 564 (ob), 360 409 (ob).

Nächste Station auf der Tour war das Bw Duisburg-Wedau. Dort war aber nicht viel los. An der DREHSCHEIBE "tummelte" sich neben 365 215 nur 216 043:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19979.jpg

Im benachbarten Gleisbauhof war glücklicherweise die bereits an die DBG verkaufte 333 145 gut zu knipsen. Logischerweise besitzt sie kein DB-Emblem mehr, zeigt sich allerdings noch in Produktfarben. Ein paar Jahre später wurde sie in die DBG-Hausfarben gelb mit blauem Streifen umlackiert:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19980.jpg

Das Bw Krefeld stand am Wochenende voll mit 290ern (294er gab es damals noch nicht). Eine davon war die 290 199, bei der man gut erkennen kann, dass der große Bundesbahn-Keks entfernt und an seine Stelle ein kleinerer DBAG-Keks geklebt wurde:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19983.jpg

Und so sieht das im Original an 290 390 aus:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19988.jpg

Akkutriebwagen wurden hier scheinbar auch noch aufgeladen. Neben 515 526 und 520 lugen Fahrzeuge des Niederrheinischen Verkehrsmuseums hervor:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19991.jpg

Dazu gehörte der ex 998 232, hier als M 5820 K in den Farben des Kruppwerkes Rheinhausen. Dahinter O&K 25734/58 (Lok Nr. 1, MV6b, ex Didier-Werke AG), O&K 25946/59 (MV6b, Mannesmann Stahlhandel 1) sowie ein BDyg 531, ein B3yge 761 und ein AByg 503:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19993.jpg

Der Umbaudreiachser 87 631 war im Coca-Cola-Outfit mit der (mir nichtssagenden) Aufschrift "Limburg - Hadamar":
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19998.jpg

Auf der DREHSCHEIBE sonnte sich kurzzeitig 215 127 mit großen DB-Keksen, deren Umrandung passend zur jeweiligen Hintergrundfarbe kontrasterhöhend ausgeführt waren:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/19999.jpg

Weitere Fotos im Bw Krefeld: 212 022 (ob), 290 196 (ob), 290 247 (rot), 290 248 (rw), 290 249 (rot), 290 252 (ob), 290 306 (ob), 290 345 (rot), 290 356 (ob), 290 392 (rw), 323 216, 332 112 (ob), 332 194 (ob), 815 807 (ob), BDyg 531 (50 80 82-12 122-1).

Auch im Bw Mönchengladbach war noch Leben. 332 016 präsentiert sich mit einer beigen, einer ozeanblauen und einer schwarzen Lampe:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20008.jpg

Wer findet die 10 Unterschiede? Einen kann ich verraten, beide Loks tragen unterschiedliche Betriebsnummern:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20009.jpg

Abgestellt waren 515 567, 690 und 691. Ersterer wies am anderen Ende einen heftigen Unfallschaden auf:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20010.jpg

Welcher Farbgebung würden die Fuzzis heute wohl eher nachrennen? Damals war sowohl die ozeanblau-beige 110 257 als auch die orientrote 140 334 eher unbeliebt:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20013.jpg

Gelb mit grauem DB-Keks hatte man den 701 085 eingekeilt hingestellt:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20014.jpg

Weitere Fotos im Bw Mönchengladbach: 140 390 (ob), 323 169, 515 516 (ob), 815 690 (ob), 815 713 (ob).

Eigentlich hätte das den Startpunkt der Bw-Tour markieren müssen, aber im Bw Gremberg war ich dann erst zum Schluss. Dort präsentierte sich 143 965 halbherzig adaptiert. Geklebte Loknummern, vorne auf schwarzem Hintergrund (kein Schild!) und an der Seite auf dem roten Rahmen (das war damals kein Einzelfall):
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20017.jpg

140 118 und 224 noch in klassischer Bundesbahnausführung. Man beachte die riesige Führerstandsziffer an 140 118:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20019.jpg

An 140 683 hatte wohl ein Schelm den mühsam aufgekleben Magerkeks schon wieder abgepiddelt (ich war's nicht). Darunter kam noch der Abdruck des alten DB-Kekses zum Vorschein, dahinter 140 482:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20020.jpg

Wenn es in Gremberg etwas in Massen gab, dann waren es 140er, hier 140 342 und 744. Bei 140 342 befinden sich die Führerstandsziffern bereits im ozeanblauen Bereich (vgl. 140 683):
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20026.jpg

323 202 präsentierte sich zu dem Zeitpunkt ohne DB- oder DBAG-Keks, da sie nach der Ausmusterung wenige Monate beim Rohstoffhandel Arnold Giesen in Ratingen eingesetzt wurde, dann aber zum Bw Gremberg zurückkehrte. Ob sie hier nochmal eingesetzt wurde, wage ich zu bezweifeln, obwohl sie bis 1998 dort anzutreffen war:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20028.jpg

Köf allgemein und insbesondere im Bw Gremberg sind ja selten geworden. Hier reihen sich 332 141, 323 332, 279 und 202 aneinander:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20030.jpg

323 305 hatte 1992 eine B4 erhalten. Ob sie bei der Gelegenheit neu lackiert wurde, möglicherweise sogar im Bw Gremberg, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls entstammen die Ziffern der Betriebsnummer nicht dem Lok-Standard-Klebesatz. Auch ein DB-Emblem in orientrot musste herhalten:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20032.jpg

Erstmals waren im Bw Gremberg auch ausgemusterte 140er anzutreffen, hier auf einem Gleis, das es nicht mehr gibt, neben dem Verwaltungsgebäude 140 257 und 144:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20035.jpg

Weiter nördlich standen neben der pufferlosen 140 202 noch die ausgemusterten grünen 140 142, 140, 141 028 und 140 250. Die 140 140 war die erste und lange Zeit die einzige 140 mit Hydraulikpuffern:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20040.jpg

Habe ich diesen Beitrag mit einer grünen 141 begonnen, so endet er auch mit einer. Zu 141 028 wurde erzählt, dass sie extra ins Bw Gremberg überstellt wurde, um dort deren Trittroste und Handumläufe für die geplante Aufarbeitung von 140 128 sicherzustellen. Ob das so stimmt, weiß ich nicht. Jedenfalls sind die Spuren des Abflämmens nicht zu übersehen:
http://www.lokfotos.de/fotos/1994/0327/20041.jpg

Weitere Fotos im Bw Gremberg: 150 098 (ob), 151 128 (ob), 140 599 (ob), 140 269 (gn), 140 524 (ob), 140 015 (rw), 323 214, 140 401 (ob), 290 223 (rot), 290 067 (ob), 290 225 (rot), 290 173 (rw), 290 224 (rot).

Weiter geht's in Kürze im zweiten Teil mit meiner fast identischen Niederrhein-Bw-Tour vom 18.06.94!





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:12:30:17:38:31.

Re: Besuch in niederrheinischen Bahnbetriebswerken, Frühjahr 1994 (Teil 1, 36 B.)

geschrieben von: 01 1066

Datum: 09.07.09 16:28

Schöne Fotos, ich kenne Gremberg noch aus der Dampfzeit (obwohl 1972/73 da auch schon sehr viele 140 herumstanden/-fuhren).
Die "altroten" V 90 sind aber wohl eher blaßrosa! Oder sollte Dein Scanner die Farben so verfälschen (kann ich nicht glauben, wenn ich mir die anderen Lok so ansehe, deren Farben wirken ziemlich echt).
Freue mich schon auf Teil 2

? zu 140 683

geschrieben von: DerAltenbekener

Datum: 09.07.09 16:58

Was trägt die Gute denn für eine Pufferbohle?

War das eine mit AK Vorbereitung?

Dieses "verkehrsrote Geraffel" ist ja schlimm!

http://pics.martinlauth.de/S21ausrangieren.jpg


mfg DerAltenbekener

Re: Besuch in niederrheinischen Bahnbetriebswerken, Frühjahr 1994 (Teil 1, 36 B.)

geschrieben von: DH 240

Datum: 09.07.09 17:12

? zum BW Mönchengladbach:

Wurde dort nicht schon 1986 die Drehscheibe ausgebaut?

http://www.vennbahn.de/dso/sign1.jpg

AK-Vorbereitung bei 140 683? klares Jein

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 09.07.09 18:45

ab irgendwo im 600er Nummernbereich waren die 140 bereits ab Werk für einen späteren Umbau auf AK vorbereitet. Das betraf den Bereich der Kopfträgers am Lokrahmen, wobei sich die Änderungen vor allem auf die die Längskräfte aufnehmende Struktur hinter dem sichbaren Frontblech des Pufferträgers erstreckten. Äußerlich sichtbar war davon nur die kleine "Verdickung" der Frontplatte im Bereich des Zughakens, die dem Altenbekener aufgefallen ist. Für einen Umbau auf AK waren nur noch kleinere Schweißarbeiten am Kopfstück des Lokrahmens erforderlich, wie das bei einer ganzen Reihe von Loks später ja auch tatsächlich gemacht wurde. Wegen des doch immer noch erheblichen Umbauaufwands würde ich diese Ausführung nur mit Einschränkung als AK-Vorbereitung bezeichnen.

Die perfekte Vorbereitung und gleichzeitige Lösung anderer Probleme ("Kummerfalten") war allerdings erst die Verwendung von abgesetzten Verschleißpufferbohlen mit AK-Vorbereitung, wie sie serienmäßig ab 140 757 zur Anwendung kam. Bei dieser Ausführung braucht man zur Ausstattung der Lok mit automatischer Kupplung nur die Zughaken-Patrone gegen eine AK-Patrone zu tauschen.

Schönen Abend noch,
Ulrich B.

Re: AK-Vorbereitung bei 140 683? klares Jein

geschrieben von: DerAltenbekener

Datum: 09.07.09 19:20

Danke für die asuführlichen Erläuterungen dazu.

Wunderte mich halt, weil ich sowas bisher bei keiner 140 gesehen habe. Wobei ich doch gerade auf die Pufferbohle immer etwas genauer schaue.

Schönen abend noch

Dieses "verkehrsrote Geraffel" ist ja schlimm!

http://pics.martinlauth.de/S21ausrangieren.jpg


mfg DerAltenbekener

Re: AK-Vorbereitung bei 140 683? klares Jein

geschrieben von: Nobbi

Datum: 09.07.09 23:36

ulrich budde schrieb:
-------------------------------------------------------
> ab irgendwo im 600er Nummernbereich waren die 140
> bereits ab Werk für einen späteren Umbau auf AK vorbereitet.

Ich werfe da mal 140 681 in den Raum, obwohl es die letzte des recht zerstückelten Henschel-Loses E 40 629-681 war (FNr. 30961..31060). Ab dann habe ich nur noch 140er mit der entsprechenden Pufferbohle gefunden. Die letzte des darauffolgenden Henschel-Loses, 140 706, wurde allerdings bereits mit Verschleißpufferbohlen der letzten Serie ab 140 757 ausgeliefert, wie Ulrich beschrieb.

Dann ist mir auch noch 140 606 aufgefallen, die bereits 1983 ebenfalls Puffer mit rechteckigen Puffertellern besaß! Ich dachte bisher, 140 140 sei damals die einzige 140 damit gewesen.

...und auch 140 096

geschrieben von: Joachim Biemann

Datum: 09.07.09 23:46

Hallo allerseits,

die 140 096 habe ich am 29.02.1984 mit eckigen Puffertellern fotografiert.

Es grüßt
Joachim Biemann

Na, Gremberg und Niederrhein ... !

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 10.07.09 02:29

Interessante und schöne Aufnahmen !

Gab's oder gibt's die herrliche Kantine in Gremberg noch ?

Gruß

Rübezahl

Die 10 Unterschiede

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 10.07.09 08:32

zwischen den beiden 140 auf Bild 23 sind durchaus nicht das einzige, was Deinen Beitrag sehenswert macht. Fahrzeuge und Aufnahmeorte – alles so vertraut und schön, mal wiederzusehen. Bundesbahnzeit eben. Danke fürs Zeigen.

An die zu Bild 23 gestellte Rätselfrage hat sich ja bisher erstaunlicherweise noch keiner herangetraut. Also gebe ich meine anfängliche Zurückhaltung auf und fange das Spiel mal an:

Die Frage lautet: "Wer findet die 10 Unterschiede“ zwischen 140 452 und 140 662:

1. Den ersten Unterschied, die Betriebsnummer, hast Du großzügigerweise selbst benannt.
2. Der bedeutendste Unterschied ist die vorgesetzte Verschleißpufferbohle bei 140 452, erkennbar an den beiden Schraubreihen neben den Puffern
3. Aus der Verschleißpufferbohle resultiert die unterschiedliche Aufhängung des ZS-Kabels (ZS=ZugSammelschiene, heute ZEV/ZugEnergieVersorgung genannt).
4. ZS-Steckdose: 140 452 alt, 140 662 neu (bereits ab Werk?)
5. Frontlogo: 140 452 DB, 140 662 DBAG
6. Regenleiste: 140 452 Gummi, 140 662 Gummi verloren (Klebereste noch sichtbar), also kein Unterschied im eigentlichen Sinne

Tja, und damit bin ich mit meinem Latein am Ende ;-((

Nicht ganz ernsthaft könnte ich noch ergänzen:

7. Aufhängung der Schraubenkupplung: 140 452 korrekt am Haken unter der Pufferbohle, 140 662 unzulässig im Kupplungshaken
8. Farbe: 140 452 relativ frisch, 140 662 schon etwas verblasst.

Bei beiden Loks gleich sind dagegen folgende Merkmale (nur damit ihr seht, worauf ich alles achte):
- Farbgebung ozeanblau/beige
- Schrifttyp der Fahrzeugnummer
- Frontfenster mit Gummieinfassung
- Kein Handlauf (umlaufende Griffstange) unter den Frontfenstern
- UIC-Steckdose mit zugehörigem Aufstieg
- silberne Lamenringe
- Zugbahnfunk-Antenne
- neue, geschraubte Handläufe an den Einstiegen
- normale Schieneräumer (keine Schaufeln)
- beide Loks von Henschel/BBC

Und nun bin ich gespannt auf die restlichen 4 Unterschiede.

Schönen Tag noch,
Ulrich B.

Re: Die 10 Unterschiede

geschrieben von: DerAltenbekener

Datum: 10.07.09 13:29

Sogar die Bremsschläuche hängen gleich.

Mir ist noch die Pfeife aufgefallen, frag mich aber nicht warum die nur auf der 452 sichtbar ist.

Desweiteren hab wir an der ZS Halterung noch ne Anschrift (Lack?).

Und die Dose für Traktionssteuerung unten links ist bei der 662 anders. (Ist das überhaupt die Traktionssteuerung? Die 110er haben die Dose auch, oder ist das ZS?

Und die Glühbirnen hängen andersrum in den Lampengehäusen.

Mehr sehe ich nu nicht ...

Dieses "verkehrsrote Geraffel" ist ja schlimm!

http://pics.martinlauth.de/S21ausrangieren.jpg


mfg DerAltenbekener

Re: Die 10 Unterschiede

geschrieben von: Regio DB

Datum: 10.07.09 15:20

Nein, Nein... mit Doppeltraktionssteuerung hat das nichts zu tun.

Das ist die Dose für die ZS. Und da hat wohl jemand bei der 140 452 nach dem Trennen der ZS vergessen, den Deckel wieder zuzumachen.

Aber echt, so schlampig stellt man doch keine Lok ab... ;-)

Re: Die 10 Unterschiede

geschrieben von: DerAltenbekener

Datum: 10.07.09 16:43

Ich Depp, wenn das Kabel irgendwo reingesteckt wird, muss irgendwo auch ein Stecker hin.

Nun gut, sind wir nun bei 10? Sonst bitte ich um Auflösung :)

Dieses "verkehrsrote Geraffel" ist ja schlimm!

http://pics.martinlauth.de/S21ausrangieren.jpg


mfg DerAltenbekener

Re: Die 10 Unterschiede

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 10.07.09 17:38

Hallo Regio DB,

Du irrst in der Annahme, dass bei der ZS-Steckdose nur der Deckel nicht heruntergeklappt ist. Hier haben wir es tatsächlich mit einer anderen, älteren Ausführung der Steckdose zu tun, die auf der runden Dose eine runde Abdeckung besitzt (wie bei einem tradionellen bayerischen Bierseidel), und mit der noch viele Einheits-Elloks ausgeliefert wurden - zahlreiche Beispiele findet man auf meiner Seite bei den Bauartunterschieden BR 110. Diesen Unterschied hatte ich schon aufgezählt; also nicht neu.

Bleiben die vom Altenbekener entdeckten Unterschiede nachzutragen:

7. 140 452: Pfeife, 140 662: Makrofon (nicht sichtbar)
8. Glühlampe in Scheinwerfer: 140 452 von oben eingesetzt, 140 662 unten eingeschraubt (excellent beobachtet, Chapeau!)
9. Beschriftung (vmtl. zur Lackausführung/Gewährleistung) bei 140 662 nahe ZS-Kabel Aufhängung.

Und was ist der letzte Unterschied ???

Ich bin gespannt,
Ulrich B.

Vielleicht das hier, . . .

geschrieben von: Hartmut Riedemann

Datum: 10.07.09 18:05

. . . entweder ist das "blaue" Band bei 140 452 zu hoch, oder der Handgriff neben der Lampe niedriger angeordnet?

Beste Grüße
Hartmut

Re: Vielleicht das hier, . . .

geschrieben von: re

Datum: 17.07.09 13:51

Ich hab noch 2 Unterschiede. Ich hoffe die zählen auch: Die Scheibenwischerstellung und die Farbe des Stromabnehmers.

Sehr schöne Bilder, vielen dank fürs zeigen.

Gruss Florian





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:07:17:13:52:28.

Re: Besuch in niederrheinischen Bahnbetriebswerken, Frühjahr 1994 (Teil 1, 36 B.)

geschrieben von: vereinsmitglied

Datum: 12.04.10 16:23

Hallo,

der 3-Achser in Coca-Cola Farben diente einst dem MEC Limburg-Hadamar als Vereinsheim, im Rahmen des Bezugs einer Werkhalle des Bw Limburg trennte sich der MEC von diversen wagen u.a. Umbau 3-Achser, Umbau 4-Achser und einem ehemaligen Lazarettwagen