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 04 - Historische Bahn 

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Hallo lieben Eisenbahnfreunde
Zum heutiger Himmelfahrt möchte ich euch Bilder zeigen aus dem Jahr 1982 von der Holländischer Millionenlinie. Die Bilder wurden alle gemacht von Rein Bakker der bekanntlich nach Neu Seeland ausgewandert ist und mir seine Bilder von Limburg überlassen hat.

Zuerst eine kleine Karte von der Strecke mit den Bahnhöfen.

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Die Millionenlinie wurde in den 20-er, 30-er Jahre gebaut als Arbeitslosenprojekt und 1934 als Güterstrecke in Betrieb genommen für die Kohlezüge die es damals gab. Die Strecke fangt an in Schaesberg (heute Landgraaf) wo sie anschließt an die Strecke Heerlen-Haanrade-Herzogenrath und führt bis Simpelveld. Dort wurde angeschlossen auf der Strecke Maastricht-Valkenburg-Aachen. Ihr Name bekam die Strecke weil jeder Kilometer mehr als eine Million Gulden kostete, fürs flache Holland im vorigen Jahrhundert ein riesiger Betrag. Ab 1949 wurde die Strecke dann auch für den Personenverkehr verwendet. Viele Reisende gab es jedoch nicht und nachdem in den siebziger zuerst der Kohleverkehr wegfiel und die Zahl der Reisende immer geringer wurde, wurde die Strecke in den 80-er Jahre auf dem Abschnitt Kerkrade-Schin op Geul stillgelegt. Die Züge nach Aachen verkehren seitdem von Heerlen und elektrische Züge verkehren von Maastricht über Heerlen nach Kerkrade Centrum. Der stillgelegte Teil der Millionenstrecke wurde jedoch nicht aufgebrochen sondern wird von der Museumsbahn ZLSM verwendet.

Wir fangen unsere Reise an in Heerlen wo die NS Züge starteten. Die DE1 war hier seit Mitte der 50-er Jahre eingesetzt. Die Triebzüge fuhren von Heerlen über die ganzen Millionenstrecke, zuerst bis Schin op Geul, später bis Valkenburg. In Mai 1982 wurden die roten DE1 ersetzt von gelben, modernisierten DE2.

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Von Heerlen ging’s direkt Bergauf. Die Strecke startete doppelgleisig weil an der Ostseite von Heerlen auch noch eine Nebenstrecke zu den Gruben Wilhelmina und Oranje Nassau 2 fuhr. Kurz nach dem Wachposten 16 bog die Grubenstrecke ab und verlief die Strecke nach Schaesberg eingleisig weiter.

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In Schaesberg schliesst die Millionenstrecke an auf der Strecke nach Haanrade und Herzogenrath. Auf diese Strecke gab es immer Güterverkehr wie die Loks 2296 und 2231 zeigen. Heute verkehren nach Herzogenrath auch Triebzüge der Reihe 643 der DB.

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Direkt nach dem Bahnhof Schaesberg steigt die Millionenstrecke ein wenig und fuhrt dann über die Strecke nach Haanrade. Die Millionenstrecke wurde von Anfang an zweigleisig gebaut, im zweiten Weltkrieg wurde jedoch ein Gleis abgebaut als die NS an der Reichsbahn Gleismaterial liefern musste.

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Nächster Bahnhof ist Eijgelshoven. Auf der eine Seite gab’s das Dorf auf der andere einen schönen Ausblick über die Hügeln von Süd Limburg.

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Eine DE1 fotografiert auf dem Weg zum kleinen Haltepunkt von Chêvremont. Dies ist ein schöner grünen Teil der Fahrt.

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Kommen wir in Kerkrade. Die Kleinstadt hat zwei Bahnhöfe, Kerkrade Centrum und Spekholzerheide (Kerkrade West). Heute endet hier die elektrisch betriebene Strecke der Veolia Eisenbahngesellschaft. Am Bahnhof gibt es ein interessantes technisches Museum, auch ist dies heute der Beginnpunkt von den Dampfzüge der ZLSM.

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Jetzt kommen wir in Simpelveld, früher ein wichtiger Bahnhof, zuletzt brummten hier nur noch die Züge von Maastricht nach Aachen. In 1982 wurden diese Züge noch von DB 515 gefahren. Hier fügt die Millionenstrecke in der Strecke von Maastricht nach Aachen. Nachdem die NS abzog, ist Simpelveld heute der zentralen Punkt der Museumbahngesellschaft ZLSM.

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Von Simpelveld geht es wieder bergab, Richtung Wylre. In Wylre wird die Strecke nach Schin op Geul und Valkenburg wieder zweigleisig. Zuerst ein Bild von der Einfahrt.

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Und dann noch ein besonderes Bild das es nur in Mai 1982 zu machen gab: die rote DE1 und ihr Nachfolger, die gelbe DE2. Ab jetzt zeige ich auf unsere Reise die DE2.

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Kommen wir jetzt in Schin op Geul wo die 1914 erbaute Streckenteil von Heerlen anschließt an der Strecke von Simpelveld nach Maastricht.

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Jetzt kommen wir in Valkenburg, Endpunkt der Reise. Valkenburg ist der ältester Bahnhof von Holland. Im Gebäude ist heute auch ein Modellladen untergebracht also gibt es hier nicht nur großen Züge sondern auch kleine Züge. Als erstes doch noch ein roter Triebwagen, dann ein schönes Bild eines wieder nach Heerlen abfahrender gelber Triebwagen.

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So Freunde, ich hoffe es war für euch eine schöne Reise über eine Landschaftlich reizvolle Strecke. Schade das die Strecke nach Schließung der Gruben ihre Bedeutung verlor.

Schönen Tag noch!
Martin
Eine herrliche Ergänzung, ob wohl sie ganz anderen Inhalt hatte, zu den bereits erschienenen Berichte unserer "niederländischen Fraktion".
Hallo Martin,

vielen Dank, dass Du uns auf diese Reise mitgenommen hast! Dein Fotos veranschaulichen sehr deutlich, wie sehr sich das Bild dieser Strecke gewandelt. Von der Museumsbahn bis zum modernen Nahverkehr der Firma Veolia spannt sich heute der Bogen. Da macht es Freude, die Fotos aus dem Jahre 1982 in Ruhe zu studieren und immer neue Details zu entdecken.
Dir und Rein Bakker sage ich ein herzliches Dankeschön für dieses Stück Zeitgeschichte.

Mit vielen Grüßen

Roland

Noch eine kleine Frage: Was hat es eigentlich damit auf sich, dass der Bahnhofsname entweder Wylre oder Wijlre geschrieben wird?

[www.eisenbahn-stolberg.de]

http://img116.imageshack.us/img116/6122/signkleincr5.jpg http://img178.imageshack.us/img178/2033/logo2kleinve1.jpg http://img253.imageshack.us/img253/2018/dlalogo3kleinrn6.jpg

Bahnbetriebswerk Stolberg --- vergangen, aber nicht vergessen....

Wijlre(-Gulpen)

geschrieben von: tuswa

Datum: 24.05.09 14:46

Hallo,

Die richtige Schreibweise des Namens ist Wijlre, also mit "ij".

Ausgesprochen wird der Name ungefähr wie "Wielreh", eine Schreibweise mit "y" wäre also logischer, ist aber nicht korrekt.

In der Vergangenheit hieß der Bahnhof auch Wijlre-Gulpen (Aussprache ungefähr wie "Wielreh-Chöllpen").

Bilder des Bahnhofs und Bahnhofsschilder gibt es zu sehen auf [www.stationsweb.nl] (Niederländische Sprache).

MfG,
Tuswa.

Herzlichen Dank Martin

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 24.05.09 21:21

für diese informative Reise über die Millionenstrecke, die ich gerne mit Dir und Rijn gemacht habe. Leider komme ich wegen des klemmenden Forums heuteerst dazu, diese schönen Beitrag zu würdigen.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Hallo Martin,

wegen Abwesenheit über das verlängerte Wochenende (ich musste wieder Härtstropfen in Neresheim kaufen...) kann ich erst jetzt Deinen Beitrag genießen und in Erinnerungen schwelgen! Wie schön, dass auch die baulichen Anlagen mit fotografiert wurden - an das Stellwerk auf Stelzen in Heerlen habe ich überhaupt keine Erinnerung mehr!

Danke fürs Zeigen,

Martin