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 04 - Historische Bahn 

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Hallo zusammen,

wir werden seit Monaten Zeitzeugen, wie die Firma Opel ums Überleben kämpft. Zufällig stieß ich vorhin auf dieses Foto, es scheint mir in diese Zeit ganz gut zu passen, und ein wenig Eisenbahnbezug hat es ja, sodaß die kritischen HiFo-Leser hoffentlich Gnade walten lassen.

http://www.traktionswandel.de/pics/1971-08--ffmk-opels.jpg

In Frankfurt-Mainkur fand ich im Juli oder August 1971 diesen Neuwagentransport vor, 7 Rekord C und 1 Kadett B warten darauf, von einer 260 an die Laderampe rangiert zu werden und dann von einem Opel-Händler im Frankfurter Osten abgeholt zu werden. Einzelwagenverkehr nennt man das, glaub ich - lange vorbei jedenfalls. Wie damals allgemein üblich, sind die Karossen zum Schutz vor Lackschäden mit Wachs eingesprüht.

Hätte damals einer propheziehen 'Opel steht in 38 Jahren vor Pleite' und dazu vielleicht noch: 'Deutschland ist wiedervereinigt, eine Frau ist Bundeskanzlerin und ein Farbiger ist Präsident der USA' - nein, nichts davon hätte man ernsthaft für möglich gehalten. "Ach, du spinnst ja!" wäre noch die harmloseste Antwort gewesen...

:-)))

Gruß Rolf





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:05:19:19:14:33.
.... vor allem, dass du heute ein solches bild machen kannst und, ohne dich von der stelle zu bewegen, dasselbe auf DSO einstellen kannst, so dass es millionen in aller welt sehen können, hätte dir damals niemand geglaubt.

Interessant auch, dass damals offenbar zweitürer bevorzugt wurden, wenn die wagenladung als repräsentativ gelten darf. Gibt es heute fast nur noch bei klein(st)wagen und sportcoupés. Folge des pillenknicks, mehr kinderlose ehepaare?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:04:01:15:41:04.

Schöne Aufnahme !

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 01.04.09 01:16

Rekord C und Kadett B - m.W. die erfolgreichsten Opels, was die Produktionszahl betrifft.

Gruß

Rübezahl
Hallo Rolf,
erstaunlich finde ich es schon allein, daß für die kurze Transportstrecke von Rüsselsheim bis Frankfurt die Bahn benutzt wurde!
Danke für diese interessante Aufnahme!
Viele Grüße
Stefan

Als ich klein war hatten meine Eltern genau jenen 2türen Opel Rekord mit der Begründung, dass die Kinder dann nicht versehentlich die Türen öffnen können.

Ein schönes Bild! Könnte man nicht dieser Tage ein paar Solidaritätsbeiträge hier einstellen, mit Opels und einem irgendwie an der Nase herbeigezogenen Bahnbezug? Übrigens, es ist trotz all der Schwierigkeiten momentan in Rüsselsheim so, dass der Laden dort richtig brummt. Ich habe in den 3,5 Jahren, in denen ich nun dort arbeite so etwas noch nie erlebt, jeden Tag so viele LKW und Züge mit Insignia drauf, die das Werk verlassen, das ist auch jeden Tag ein schönes Bild. Ich drücke der Firma jedenfalls die Daumen, dass die aktuellen Probleme gelöst werden können.

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Solidarisch mit OPEL ohne Nasenbezug ... (m1B)

geschrieben von: notriX

Datum: 01.04.09 11:11

Hallo ,

>>Könnte man nicht dieser Tage ein paar Solidaritätsbeiträge hier einstellen, mit Opels und einem irgendwie an der Nase herbeigezogenen Bahnbezug?<<
jaha, so zum Beispiel :
http://gaga160.ga.funpic.de/_sm/st2495_1000.jpg

Hattingen/Ruhr im Anschluß Fa Reuschling :
http://gaga160.ga.funpic.de/_sm/st2496_1000.jpg

:-) notriX

Re: Etwas OT: Opel-Neuwagen-Anlieferung vor Ort mit der DB - 1 Bild

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 01.04.09 14:13

GM schrieb:
-------------------------------------------------------
> Als ich klein war hatten meine Eltern genau jenen
> 2türen Opel Rekord mit der Begründung, dass die
> Kinder dann nicht versehentlich die Türen öffnen
> können.

Ich kenne mich mit Opel nicht so aus, gab es bei den Viertürern keine Kindersicherung? Der VW K70, der ab Herbst 1970 gebaut wurde und den es nur viertürig gab, der hatte an der Tür kleine Hebel (direkt neben dem Schloss), wenn man die umlegte, war die innere Türverriegelung ausser Funktion gesetzt.

Das Bild ist klasse, diese alten Opel, die begründeten den Ruf, Opel der Zuverlässig. Die Maschinen liefen noch, wenn die gesamte Karosserie drumherum schon längst zerfallen war. Das waren noch schöne Zeiten...

Gruß

Re: Etwas OT: Opel-Neuwagen-Anlieferung vor Ort mit der DB - 1 Bild

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 01.04.09 15:08

Moin,

sehr schönes Bild !
Eine alte Autofahrer-Weisheit: Bei Zweitürer klappern nur zwei Türen .....
Mein Sohn ist für den Bahntransport der OPEL-Corsa aus dem Werk Eisenach zuständig; der wird größtenteils von DBAG-Schenker durchgeführt.

Schürzenwagen.

Viele Eisenbahnfans bekommen keine midlifecrises,
weil sie nie aus dem Status der Pubertät herauskommen. Deutliches Merkmal: Das Spielen mit Spielzeugbahnen im Mannesalter.

Re: Schöne Aufnahme !

geschrieben von: 118 640 - 2

Datum: 01.04.09 16:44

Meines Wissens nach war der Opel Kadett C weltweit das erfolgreichste Modell von Opel.

Ihn gab es ja als Limousine, Coupe, Caravan, City, Aero, und im Rennsport als GTE.


Gruß, Olaf

Zusammen mit den Vauxhalls durchaus möglich!

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 01.04.09 17:51

Der C-Kadett wurde ja auch in UK produziert.

Den B-Kadett gab es auch in diversen Varianten: Limousine, Coupè, LS, Rallye Kadett und Olympia Kadett.

Mir persönlich war der C-Kadett immer etwas zu klein, so daß ich dieses Modell übersprungen habe. Angefangen hatte ich mit dem A-Coupè, seinerzeit mit Vmax 140 ein spritziges Auto.

Gruß

Rübezahl

Die Verbreitung von Zweitürern ...

geschrieben von: Montzenroute

Datum: 02.04.09 11:14

... hat vielleicht auch etwas damit zu tun, dass die meisten Autofahrer damals mit einem Käfer "angefangen" haben. Mit diesem Auto verhielt es sich so ähnlich wie mit Microsoft heute - man musste niemandem begründen, warum man einen Käfer fuhr - nur wenn man sich für ein anderes Automobil entschied, dann hatte man im sozialen Umfeld gute Gründe zu haben.

Und über den Einstieg "Käfer" war es halt klar - ein Auto hatte zwei Türen. Erst in den 70er Jahren setzte sich über Komfort- und Sicherheitsargumente die viertürige Form durch, die heute selbst bei Kleinwagen Standard ist (damals nur bei Ente und R4 - und natürlich bei vielen französischen und italienischen Autos). In Deutschland endete die Phase zweitüriger Mittelklassewagen erst Anfang der 80er.

Interessant ist auch, dass selbst Kombis damals verbreitet "dreitürig" angeboten wurden - obwohl das beim Umklappen der Rückbank sicherlich wenig komfortabel war.

Montzenroute

Anders in Frankreich

geschrieben von: tbk

Datum: 02.04.09 12:11

.... dort waren bereits die "Anfängerautos" 2CV und R4 viertürig. Meine eltern waren Renault-fahrer (R4, dann R12 break), entsprechend unpraktisch empfand ich die umklapperei bei zweitürern anderer leute ....

C-Kadett wurde auch...

geschrieben von: ikonengold.de

Datum: 02.04.09 12:26

...in Japan und Korea produziert :-)

Freundlicher Gruß
Eberhard

Schöne Formen...

geschrieben von: Djosh

Datum: 02.04.09 12:31

... sowohl die Opels, als auch der Transportwagen. Ein harmonisches Bild.

Gruß, Georg

http://www.doku-des-alltags.de/banner/DSObanner01.jpg

Deichgraf63 schrieb:
-------------------------------------------------------

> Das Bild ist klasse, diese alten Opel, die
> begründeten den Ruf, Opel der Zuverlässig. Die
> Maschinen liefen noch, wenn die gesamte Karosserie
> drumherum schon längst zerfallen war.

Was damals nach 7 bis allerspätestens 10 Jahren der Fall war. Die Mär von den früher angeblich viel solideren und zuverlässigeren Autos scheint unausrottbar. Auch wenn mir das Design erheblich besser gefällt als die heutigen Schuhschateln und Ostereier, das waren damals allesamt fürchterliche Rostschüsseln.
Aber man konnte prima selbst dran herumschrauben...
Ich erinnere mich jedenfalls mit ein wenig Wehmut an meinen ersten Opel, ein 1200 C-Coupe mit (anfangs ;-) ) 60 Ps!
Der Wagen wurde Anno 85 von 3 Kumpels und mir als Totalschaden gekauft und an zwei Wochenenden nach allen "Regeln der Kunst" zum "Autoslalom Rennwagen" aufgemöbelt.
Ein paar Jahre später endete die Liebe zu Opel abbrupt an einem Vectra A 1,8 (Offenbar ein Prototyp...)
Heute fahre ich u.a. einen Vectra C Caravan als Firmenwagen und muss sagen, das Opel in den vergangenen 5 Jahren sehr viel an der Qualität ihrer Produkte getan hat!
Es wäre schade, wenn die Autos mit dem Blitz bald nur noch aus Korea kommen würden.

Volle Zustimmung!

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 02.04.09 17:03

mavo schrieb:
-------------------------------------------------------

> Es wäre schade, wenn die Autos mit dem Blitz bald
> nur noch aus Korea kommen würden.

Diesem Satz kann ich, als langjähriger Opelfahrer, nur voll und ganz zustimmen!
Moin,

das Bild oben ist für mich hochinteressant. Ich bin C-Rekord-Fan und kümmere mich besonders um den Erhalt von automobilen Zeitzeugen (Fahrzeugen, welche die vergangenen vier Jahrzehnte ohne nennenswerte handwerkliche Eingriffe überlebt haben).

Zu den Türen der Fahrzeuge: Zweitürige Limousinen waren die billigsten Ausführungen von Fahrzeugen. Auch bestanden damals nicht selten auch Vorbehalte gegen die Stabilität von viertürigen Limousinen. Beim Rekord C gab es etwa doppelt so viele zweitürige wie viertürige Limousinen.

Zum Bahntransport der kurzen Strecke von Rüsselsheim nach Frankfurt-Fechenheim: Opel hatte sehr früh auf die Bahnverladung der eigenen Fahrzeuge gesetzt. Das Werk Rüsselsheim hatte zeitweise die größte PKW-Bahnverladung der Fahrzeugwerke in Europa. Hier ein Bild aus den Zwanzigern:

http://www.info-graphics.de/bilder/industriegeschichte/opel/116-bahnverladung.jpg

Durch die 1924 eingeführte Fließbandproduktion gab es kaum andere sinnvolle Möglichkeiten, die beginnende automobile Massenproduktion in Deutschland an den Mann zu bringen. Einerseits wurden die Fertigprodukte per Bahn abtransportiert, andererseits wurden Materialien und Zulieferteile (z. B. Motoren aus dem Eisenwerk Brühl) per Bahn angeliefert.

Viele Grüße,
Thorsten