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Gleich über vier verschiedene Verkehrsmittel verfügte die Mittelstadt Baden-Baden, nämlich die Straßenbahn (bis 1951), die Merkurbergbahn, den Obus (1949-71) und den Omnibus (noch heute). Anläßlich der Einstellung des Obusbetriebs am 1.8.1971 erschien im „Stadtverkehr“ 7/1971 ein Artikel über den Stadtlinienverkehr in Baden-Baden. Hier ein Auszug:
„Um die im Oostal gelegenen Stadtteile Lichtental und Weststadt mit der Stadtmitte zu verbinden, hatte die Stadtgemeinde Baden-Baden eine Straßenbahnlinie zwischen der Weststadt über Bahnhof nach Lichtental erbaut. Die meterspurige, 5,08 km lange Linie mit Konzession bis zum 31.12.1958 wurde am 24.1.1910 eröffnet. Die Gleise lagen ausschließlich auf öffentlichen Straßen, als Oberbau wurden Rillenschienen, Profil Phoenix 25 D mit 46 kg/m verwendet. Die größte Steigung betrug 53 Promille, der kleinste Gleisradius 16 m. Die Höchstgeschwindigkeit der auf 2,5 km zweigleisig ausgeführten Bahn war auf 20 km/h festgesetzt. Im ersten vollständigen Betriebsjahr 1911 wurden 2.134.967 Personen befördert. Dazu mußten die zwölf Motorwagen 459.316 km und die acht Beiwagen 32.212 km zurücklegen. Das Personal bestand 1911 aus einem Kontrolleur, einem Werkmeister, 27 Fahrern und Schaffnern, drei Schlossern und zwölf Arbeitern.
1912 wurde ein Zweig der Berglinie von der Stadtmitte (Leopoldsplatz) zum Merkurwald mit 3,67 km Länge eröffnet, wofür man zwei neue Triebwagen beschaffte. Zwei Jahre später folgte eine südliche Verlängerung dieser Linie zum Tiergarten, wofür der Kauf von acht Triebwagen notwendig war. Damit war der Ausbau des Streckennetzes für die folgenden 14 Jahre abgeschlossen. Einen Höhepunkt erlebte die Straßenbahn Baden-Baden im Jahr 1917, als am 17. Mai die deutsche Kaiserin sie vom Bahnhof benutzte, da ihr Kraftfahrzeug defekt geworden war. 1926 wurde die Tallinie zum Bahnhof Baden-Oos verlängert, drei Jahre später von Lichtental bis Oberbeuern. Die Streckenlänge betrug 1929 bereits 14,56 km, davon 9,1 km ein- und 5,46 km zweigleisig. Für die Tallinie wurden sieben große Trieb- und zwei gleichartige Beiwagen beschafft. Die Triebwagen hatten stärkere Motoren, so daß sie im Gegensatz zu den zuvor verwendeten Fahrzeugen zwei Beiwagen ziehen konnten.
Wegen der wirtschaftlichen Depression, der Vorkriegs-Rüstungswirtschaft und der Materialverknappung in den Kriegs- und Nachkriegsjahren wurden Gleise und Fahrzeuge derart abgenutzt, daß nach der Währungsreform 1948 eine Totalerneuerung der gesamten Bahn erforderlich gewesen wäre: Die Hälfte des Wagenparks war reparaturbedürftig und kaum noch einsatzfähig und 11 km Gleisanlagen mußten unbedingt erneuert werden. Obwohl die Straßenbahn im Jahr 1948 mit 13,9 Mio. Fahrgästen bei 806.847 Rechnungskilometern ihre Höchstleistung erreicht hatte (sie beförderte mit der Hälfte des intakten Vorkriegswagenparks viermal soviel Fahrgäste wie 1939), wäre für die Größen- und Straßenverhältnisse der Stadt eine Neuverlegung der Gleise unwirtschaftlich gewesen. In den engen Straßen war die Einrichtung eines eigenen Bahnkörpers oder auch nur einer durchgehend zweigleisigen Strecke, wie es für eine moderne Straßenbahn erforderlich ist, nicht möglich. Zudem war die Ersatzteilbeschaffung für die alten Wagen schwierig und zum Teil unmöglich.
Diese Überlegungen fielen in die beginnende Obusblüte der Nachkriegszeit. Für eine Kurstadt wie Baden-Baden lag nichts näher, als auf das geräusch- und geruchlose Verkehrsmittel Oberleitungsbus überzugehen. Der Obus war in den engen Straßen der Stadt besser in der Lage, sich dem übrigen Verkehr infolge seiner seitlichen Ausweichmöglichkeit anzupassen. Seine schnellere Fahrgeschwindigkeit bedeutete eine kürzere Umlaufzeit und damit die Einsparung von Fahrzeugen und Personal. Darüber hinaus bedeutete der Einsatz von Obussen während der Besatzungszeit, daß die Fahrzeuge nicht wie Omnibusse durch die Besatzungsmächte kurzzeitig beschlagnahmt und für eigene Zwecke eingesetzt werden konnten. So mußte im Juni 1949 zuerst der am stärksten frequentierte Teil der Straßenbahn-Tallinie (Leopoldsplatz – Bahnhof Baden-Oos) dem Obus weichen. Im Dezember 1949 folgte die Umstellung der Strecke Stadtmitte – Merkurwald. Im Oktober 1950 wurde die Strecke Leopoldsplatz – Lichtental (Frühlingstraße) eingestellt, nachdem zuvor zeitweise auf dieser Linie die Obusse von Straßenbahnwagen ins Depot an der Frühlingstraße geschleppt werden mußten. Einen Monat später wurde schließlich auch die Straßenbahn zwischen Gausplatz und Tiergarten durch Obusse ersetzt, so daß in den folgenden Monaten die Straßenbahn nur noch mit Pendelwagen zwischen Lichtental (Frühlingstrasse) und Oberbeuern verkehrte. Diese letzte Pendellinie, auf der nur noch wenige Triebwagen eingesetzt werden konnten, wurde schließlich am 28.2.1951 eingestellt und gleichfalls von Obussen bedient.“


http://img517.imageshack.us/img517/179/tn728gz8.jpg

Bild 1: Der Leopoldsplatz auf einer Ansichtskarte aus den 20er Jahren.


http://img511.imageshack.us/img511/9661/tn727zi5.jpg

Bild 2: Der 1949 ausgemusterte Tw 12 (Lindner 1910) der Erstausstattung am Bahnhof Baden-Oos.


http://img341.imageshack.us/img341/3889/tn723aw5.jpg

Bild 3: Der Sommer-Bw 38 (Rastatt 1914) gelangte 1949 nach Heilbronn.


http://img341.imageshack.us/img341/2507/tn725kl4.jpg

Bild 4: Über diesen Winzling weiß ich nichts Näheres.


http://img341.imageshack.us/img341/3577/tn712vc3.jpg

Bild 5: Der Tw 4 (lt. Höltge ab 1949 in Ulm als Bw 60) hatte zum Schluß eine Obusstange zum Aus- und Einrücken der Obusse. Das Foto entstand allerdings erst 1951.


http://img341.imageshack.us/img341/4507/tn721wh0.jpg

http://img341.imageshack.us/img341/8232/tn722lw4.jpg

Bild 6-7: Die Tw 17 und 19 sollen 1950 nach Koblenz verkauft worden sein.


http://img152.imageshack.us/img152/3239/tn718ot0.jpg

http://img341.imageshack.us/img341/8558/tn720pu7.jpg

http://img341.imageshack.us/img341/5193/tn724ex2.jpg

http://img511.imageshack.us/img511/1866/tn719wv7.jpg

Bild 8-11: Die Tw-Serie 53-59 (Rastatt 1926) wurde mit einer Ausnahme (nämlich Tw 57, der 1950 nach Ulm als Tw 20 ging) im Jahr 1949 nach Heilbronn abgegeben.


http://img341.imageshack.us/img341/9660/tn726ff6.jpg

Bild 12: Offenbar während des Krieges in der Innenstadt.


http://img341.imageshack.us/img341/8444/tn707iv3.jpg

http://img341.imageshack.us/img341/5797/tn709uk3.jpg

http://img341.imageshack.us/img341/4966/tn711or6.jpg

Bild 13-15: Die Endstelle Lichtental um 1951.


http://img152.imageshack.us/img152/9171/tn710fu4.jpg

Bild 16: Der Tw 16 mit nachträglich eingebauten Schiebetüren.


http://img152.imageshack.us/img152/31/tn714cr8.jpg

Bild 17: Der Tw 15 mit halboffenen Perrons.


http://img152.imageshack.us/img152/8518/tn715lw6.jpg

Bild 18: Hier setzte Werner Stock andere Prioritäten, als den Zug komplett ins Bild zu bekommen.


http://img341.imageshack.us/img341/1771/tn717ic3.jpg

http://img511.imageshack.us/img511/7285/tn716pg9.jpg

Bild 19-20: Der Tw 52 (noch im Kriegstarnanstrich) und der Tw 51 kurz vor der Einstellung der Baden-Badener Straßenbahn.


http://img517.imageshack.us/img517/7453/tn713ck1.jpg

Bild 21: Im Jahr 1951 war die Wagenhalle schon nicht mehr allein der Straßenbahn vorbehalten.


http://img152.imageshack.us/img152/1660/tn706pi7.jpg

http://img152.imageshack.us/img152/7205/tn708mh4.jpg

Bild 22-23: Die Ablösung, auf die ich heute noch nicht näher eingehen möchte.


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http://666kb.com/i/dp6xwsh7kuikz5mmj.jpg
ludger K schrieb:
-------------------------------------------------------

> Bild 19-20: Der Tw 52 (noch im Kriegstarnanstrich)

Ist der Begriff "Kriegstarnanstrich" gesichert? Meist hat man aus einem profanerem Grund einfarbig (und oft grau) lackiert: Es war während des Krieges verfügbar.

Bei den Peenemünder S-Bahnwagen hieß es auch über viele Jahre, sie hätten einen Tarnanstrich gehabt. In der Chronik der Heeresversuchsstelle liest sich das anders:
26.11. Seit dem 12.11. befindet sich der erste Viertelzug der elektrischen Schnellbahn, der im Ausbesserungswerk der Reichsbahn in Schöneweide instand gesetzt wurde und dabei einen feldgrauen Anstrich erhalten hat (weil rote Farbe nicht mehr erhältlich war) wieder in Karlshagen und wird zum Wiedereinsatz vorbereitet. Direktion der Wb versucht die Instandsetzung der weiteren 10 beschädigten Wagen durch Waggonfabriken durchführen zu lassen, da die Reichsbahn sich hierzu außerstande erklärt hat.



Edit: Link repariert



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:12:21:20:56:05.
Sehenswert !
Gerade das letzte Bild, obwohl kein Strassenbahn, ist schon eine Studie wert. Das ganze Drumherum, wie Kiosk, Eiswagen usw. Unsere Kinderzeit eben.
Vielen Dank für diese Präsentation.

Viele Grüße

Michael Fischbach


Re: Toller Beitrag!

geschrieben von: Florian Schulze

Datum: 21.12.08 23:18

Hey Ludger,

ich muss dir hier im Forum mal ein großes Lob aussprechen wegen diesem wunderbaren Beitrag, den du hier im Forum veröffentlicht hast. Besonders gefallen mir die 3-fenstrigen Straßenbahnwagen, die wohl 1910 vom G. Lindner, Ammendorf geliefert wurden. Sag mal könntest du die Daten vom Fahrzeugpark der Baden-Badener Straßenbahn hier ins Forum einstellen, das wäre wirklich echt nicht schlecht. Aber ich muss sagen, dieser Beitrag ist bombastisch und ist dir auch sehr gut gelungen. Und da kann ich nur sagen, weiter so.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Schulze

Es gibt nichts bequemeres als, Byu 438/By439

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Winzling im Bild 4

geschrieben von: Gürtler Andreas

Datum: 22.12.08 10:39

Hey,
könnte es sich bei diesem Beiwagen um einen Schienenschleifwagen handeln ?
Zwischen den Achsen ist ja eine Art Klotz zu erkennen und darüber im Wagen schaut eine Art querliegendes Handrad hervor.

Gruss Andreas

Re: Baden-Badener Fahrzeuge in Ulm

geschrieben von: TW 48/I

Datum: 22.12.08 18:47

Wirklich schöne Bilder!

Nur kleine Korrekturen hätte ich:

Bild 5: Tw 4 / Bw 60 Ulm: Eingang 1955, ausgemustert 1962.
Bild 10: Tw 57 / Tw 20/II Ulm: Eingang 1951, ausgemustert 1966.

Auf den Bildern 14 - 17 sind die Scheinwerfer abgedeckt. Sind das Scheinwerferabdeckungen die im Krieg verwendet wurden, oder sind die Bilder tatsächlich nach dem Krieg aufgenommen worden?

Gruß TW 48/I

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

Re: Baden-Badener Fahrzeuge in Ulm

geschrieben von: ludger K

Datum: 22.12.08 19:40

Die besagten Bilder sind wirklich von 1950/51, denn ältere Stock-Negative habe ich nicht. Daß man noch lange nach dem Krieg mit den Scheinwerferblenden rumfuhr (wieso?), kenne ich auch von meinem Celle-Beitrag.

Re: Baden-Badener Fahrzeuge in Ulm

geschrieben von: TW 48/I

Datum: 22.12.08 21:06

Ja, mag wohl so sein, die Fahrzeuge auf den Bildern von 1939-45 haben andere Abdeckungen, fällt mir gerade auf.
Trotzdem Danke!

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

Re: Winzling im Bild 4

geschrieben von: Gerhard

Datum: 23.12.08 12:24

Hallo Andreas,

ich seh' das auch so. Es scheint sich bei diesem Schleifmechanismus um eine Standardkonstruktion zu handeln, eventuell von Schörling oder so. Die END hatte auch so einen Wagen, zu besichtigen ab nächstem Jahr im neuen Straßenbahnmuseum in Cannstatt. Der Aufbau ist allerdings lange nicht so aufwändig.

Viele Grüße

Gerhard.

Zum Triebwagen mit der Stange

geschrieben von: Gerhard

Datum: 23.12.08 12:28

Zu Bild 5:

"Bild 5: Der Tw 4 (lt. Höltge ab 1949 in Ulm als Bw 60) hatte zum Schluß eine Obusstange zum Aus- und Einrücken der Obusse. Das Foto entstand allerdings erst 1951. "

Ist das so verbürgt? mit kommt das eher komisch vor. Wenn man die Obusse nicht aus eigener Kraft hätte ein- und ausrücken können, dann wäre doch ein Scherenstromabnehmer auf dem Straßenbahnwagen viel sinnvoller gewesen. Könnte es nicht viel eher sein, dass der Wagen dafür da war, auf Gleisen, über denen nur noch Obus-Fahrleitung hing, Straßenbahnwagen mit (abgezogenem) Bügel zu rangieren? Es scheint ja im Btf. solche Gleise gegeben zu haben.
In Winterthur hat man sogar den ganzen Restbetrieb der Straßenbahn seinerzeit auf Obus-Stange umgebaut, damit man eine einfachere Fahrleitungsanlage hinbekommen hat.

Viele Grüße

Gerhard.

Sehe ich auch so ...

geschrieben von: ASa

Datum: 23.12.08 14:24

Hallo,

das könnte tatsächlich ein Handrad sein, mit dem die Schleifklötze nachgestellt werden können (konnten).

MfG - ASa

Wieder mal ein wunderbarer Beitrag ...

geschrieben von: ASa

Datum: 23.12.08 14:28

Hallo Ludger,

schade, dass Wagen 5 nicht dabei war.

Mich hätte doch interessiert, wie das heutige "Bierbähnle" in Baden-Baden ausgesehen hätte.

MfG - ASa

----------------------------------
Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

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Re: Wieder mal ein wunderbarer Beitrag ...

geschrieben von: TW 48/I

Datum: 23.12.08 15:58

Hallo ASa,
beim Ulmer Bierbähnle stammt ja nur der Aufbau vom Baden-Badener Tw 5. Das Fahrgestell ist vom Ulmer Tw 22 (Linke-Hofmann 1920).
Wäre aber trotzdem interessant gewesen...

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

Natürlich ....

geschrieben von: ASa

Datum: 23.12.08 18:40

Hallo Tw 48/I,

Klaro, aber der Aufbau macht doch die Optik, gell??

Freundliche Grüße nach Ulm

ASa

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Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

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So ist es! ;-) (o.w.T)

geschrieben von: TW 48/I

Datum: 23.12.08 20:34

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

ist ja nett, wie Ihr Euch den Kopf zerbrecht ...

geschrieben von: ludger K

Datum: 23.12.08 21:28

über Dinge, die hier leider leider nicht zu sehen sind. Muß ich deshalb jetzt ein schlechtes Gewissen haben?

Re: ist ja nett, wie Ihr Euch den Kopf zerbrecht ...

geschrieben von: TW 48/I

Datum: 24.12.08 07:29

ludger K schrieb:
-------------------------------------------------------
> über Dinge, die hier leider leider nicht zu sehen
> sind. Muß ich deshalb jetzt ein schlechtes
> Gewissen haben?

Wenn du das angesprochene Foto hättest, ja! ;-)))

Ansonsten ist dein Bericht wirklich sehenswert und eine Diskussion wert.

Gruß TW 48/I

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Carlo Schmid (SPD) 1948

Re: ist ja nett, wie Ihr Euch den Kopf zerbrecht ...

geschrieben von: ASa

Datum: 25.12.08 10:17

Hallo Ludger,

> Muß ich deshalb jetzt ein schlechtes Gewissen haben?

NEIIINNN...!

Frohe Weihnachten noch, Ludger und schönen Gruß vom Rest der Sippschaft.

ASa

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Neu Ermitteltes vom alten Baden-Baden

geschrieben von: ObusLehmann

Datum: 28.03.16 20:02

Nach Recherche im Stadtarchiv Baden-Baden und den historischen Tageszeitungen konnte der Grund für die Ausstattung des Triebwagens 4 mit einer Obusstange als Stromabnehmer gefunden werden:


[url=]https://flic.kr/p/FBSMHo[/url]

Bad.Tagblatt, Samstag 18. März 1950:
……Man sollte annehmen, daß der Abbau des Straßenbahnnetzes erneute Schwierigkeiten bringen würde. Man hat aber auch hier schon eine ausgezeichnete Lösung gefunden. Die Stadtwerke werden einen Straßenbahnwagen mit dem Stromabnehmer eines Obusses versehen. Diese seltsame Kreuzung wird dann als Schleppdienst die für die Tiergartenlinie bestimmten Wagen über die Strecke Bertholdsplatz – Ludwig-Wilhelm-Platz – Gausplatz bringen, da er, obwohl an Schienen gebunden, den notwendigen elektrischen Strom aus dem Obus-Netz, das in den betreffenden Straßenzügen vorhanden ist, entnehmen kann.

Der Abbau der Straßenbahnfahrleitung erfolgte zwischen Bertholdplatz und Gausplatz im Mai 1950, aber die Straßenbahnlinie zum Tiergarten war noch in Betrieb und die zwei dort eingesetzten Triebwagen mussten dahin geschleppt werden. Die Einstellung der Straßenbahnlinie zum Tiergarten und vorübergehender Ersatz durch Omnibusse erfolgte zum Fahrplanwechsel im Oktober 1950.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:03:28:20:07:20.