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Seiten: 1 2 All

Angemeldet: Niemand

Lebenslauf 38 3021 (viel Text - kein Bild)

geschrieben von: westbahn

Datum: 17.10.08 16:23

Stammteil

Das Betriebsbuch von 38 3021 ist eine Zweitschrift, da das "Urstück durch Kriegseinwirkung verloren gegangen" ist.

Hanomag 9571/1921
Endabnahme 01.07.1921
Preis der Lok ohne Tender 111.000 RM

Die "Bescheinigung der Abnahmeprüfung" ist zweimal vorhanden. Einmal handschriftlich im Heft "Betriebsbuch" mit Datum Bremen, 30.12.1946 (mit dem Kessel Henschel 16476/1918 und dem Tender BMAG 6208/1917), Probefahrt Bremen-Sebaldsbrück nach Etelsen und zurück. Das Ganze ist rot durchgestrichen und mit dem Vermerk "siehe hinten" versehen.
Am Schluß des Stammteils dann die zweite Version auf einseitigem Vordruck, mit Schreibmaschine ausgefüllt: Göttingen im Februar 1949 (ohne Tag). Tender wie vor, jedoch Kessel Henschel 16512/1919. Probefahrt Göttingen-Eichenberg und zurück.

Standorte und Leistungen der Lokomotive
Erster Eintrag: 06.11.1946 bis 30.12.1946 Raw Bremen, L3o
Danach war 38 3021 bis zum 29.07.1962 im Bw Oldenburg Hbf und ab dem 30.07.1962 bis zur Ausmusterung im Bw Emden stationiert. Unterbrechungen nur durch Aw-Aufenthalte.

Kesselverzeichnis
Henschel 16476/1918 am 04.12.1941, aus 38 2819
Henschel 16512/1918 am 15.01.1949, aus 38 2359
BMAG 7198/1920 am 10.06.1955, aus 38 2987

Änderung der Bauart
Sämtliche Achs- und Stangenlager, Steuermutter und Kolbenstangentragbuchsen mit WM80 ausgegossen (EAW Mülheim-Speldorf, 06.10.1950)
Holzkasten für Leistungsbuch und Lokdienstzettelblock angebaut (EAW Mülheim-Speldorf, 25.04.1952)
Radreifennäßvorrichtung Neuanlage, Rohre von Stahl auf Kupfer umgestellt, 2te Wasserstandsleuchte angebaut (AW Mülheim-Speldorf, 10.06.1955)
Verbesserte Führerhaussitze eingebaut, Heißdampftemperatur-Meßanlage angebaut, Kleine Windleitbleche angebaut (AW Göttingen, 08.10.1958)

Untersuchungen und Ausbesserungen
Hier seien nur die beiden Hauptuntersuchungen aufgeführt:
bis 04.12.1941 im Raw Bremen
20.05.-10.06.1955 im AW Mülheim-Speldorf


Kesselheft (Erstschrift)

BMAG 7198/1920 (= 38 2773)

Verwendung des Kessels
38 2574: 23.06.1927 bis 01.02.1940
38 2987: 20.12.1940 bis 04.05.1955
38 3021: 10.06.1955 bis Ausmusterung

Ausbesserungen
Interessant ist die dem Kesselheft beigefügte "Bescheinigung über die regelmäßige äußere Untersuchung der Lok" mit den Daten 25.02.1924 (innere Untersuchung + Wasserdruckprobe) und 15.03.1924 (äußere Untersuchung). Sie lautet noch auf die Betriebsnummer "2531 Altona", Fabrik-Nr. 7198 (die Zeile Fabrikant, in der BMAG stehen müßte, ist leer) und trägt einen späteren Vermerk "Ek 536 aus Lok 38.2773" (mit Punkt!). Da der Kessel mit dieser Lok geliefert wurden, dürfte der Hinweis vor Juni 1927 geschrieben worden sein, s.o.
Von den Ausbesserungen nenne ich hier nur die ältesten:
05.06.-03.11.1922 Eberswalde
25.01.-15.03.1924 Leinhausen
22.02.-31.03.1926 EAW Opladen, Bw. Neuss
Bei Einträgen vom 23.06.1927, 31.05.1929 und 25.03.1933 wird Essen Hbf als Betriebsort (des Kessels) angeben, das wäre 38 2574.
Am 03.10.1936 stempelt das MA Essen 2, am 16.01.1937 das MA Essen 1, leider ohne Angabe des Bw.
Die DB-Zeit bietet neben div. Aw-Stempeln auch einen Eintrag des Bw Dieringhausen vom 20.12.1951 (also mit 38 2987).


Tenderheft

Henschel 16495/1918 (das ist 38 2342)

Ebenfalls eine Zweitschrift und recht dünn, ein paar Angaben kann man dennoch entnehmen.

Verwendung des Tenders
38 3978 Datum unbekannt (bei der vom 31.05.-09.07.1947 durchgeführten HU aber schon an dieser Lok)
38 3468 Datum unbekannt (Anmerkung mit Bleistift: "Betrieb hat Tenderwechsel vorgenommen, ohne das Tenderstammheft zu berichtigen. M." - leider ohne Datum. Auf der Rückseite des Umschlages steht dagegen mit Bleistift: "Tender von 38 3978 am 09.12.1950 mit 38 3468 gekuppelt, weil re hi Federbügel gebrochen.")
36 2611 am 03.10.1956, Aw M.-Speldorf
38 3021 am 05.12.1962, Aw Bremen
38 2611 am 02.07.1963, Bw Emden
38 3021 am 09.12.1963, Bw Emden

Ausbesserungen
Neben diverse Male Aw M.-Speldorf wenigstens ein Bw-Eintrag:
19.07.-21.08.1948, L0 im Bw Mülheim-Styrum


Ausmusterung

Ausgemustert am 15.09.1965 gemäß Verfügung HVB 1.9.65 - 21213 Fau 759 und BD-Verfügung 21 A Mb 7 Zlad vom 7.9.65
Rahmen zerlegt: KW 49/1965
Tender zerlegt: KW 50/1965
Kessel zerlegt: KW 04/1966

Der Betriebsbuch-Hefter ist auch eine Zweitverwendung: Unter dem aufklebten Zettel mit der Nr. 38 3021 findet sich die Nummer 91.417 (mit Punkt) und dabei von anderer Hand "TKi3-69", später mit wieder anderer Tinte durchgestrichen. 91 417" ist nach meiner Information bei der DR (DDR) gelandet. Aber wie kommt dann der schwarze Umschlag zur DB?

Thomas

[Edit: aus L3.0 mach L3o]

"Die ostfriesische Landschaft wird gekennzeichnet durch die Herrschaft der horizontalen Linie." (Reichsbahnrat Schenkelberg, 1926)
westbahn.de - Die Eisenbahn in Ostfriesland (und umzu)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:10:17:19:54:12.

Re: Lebenslauf 38 3021 (viel Text - kein Bild)

geschrieben von: Segeberger

Datum: 17.10.08 16:53

Kann davon ausgegangen werden, dass die 38 3021 keinen Wannentender hatte?

Viele Grüße
Kurt

Bild von 38 3021

geschrieben von: Reinhard Gumbert

Datum: 17.10.08 17:58

Danke für den interessanten Lebenslauf!

Hier ein Bild von der Lok, am 28.03.1965 im Bf. Norden (war vor langer Zeit schon mal im HiFo zu sehen):

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/37/607837/6663386465633034.jpg


Schöne Grüße aus Aachen -
Reinhard Gumbert

Das ist ein Pfund, . . .

geschrieben von: Hartmut Riedemann

Datum: 17.10.08 18:02

. . . Thomas, da freut sich der BD Münster-Fan!!!

Da werde ichmich erst einmal durcharbeiten müssen, insbesondere der entsprechenden Querverweise wegen, auch und gerade dafür besonderen Dank!

Ein kleiner Hinweis zunächst, der Eintrag Raw Bremen bis 30.12.1946, L3.0, steht das da so geschrieben? Ich kenne das bisher eigentlich nur als L3o, also als L3 ohne Wasserdruckprobe des Kessels. Im Gegenzug gibt es auch L3m, also L3 mit Wasserdruckprobe des Kssels.

So, nun musss ich in Ruhe gucken . . .

Beste Grüße
Hartmut

Viel Text - kein Bild - aber umso mehr Gehalt!

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 17.10.08 18:13

Solche Beiträge liebe ich ganz besonders: keine eher zufällig hingestreuten Krümel, sondern eine Masse von akribisch herausgefilterten Informationen! Und Glückwunsch zum Durchblick bei den nicht immer ganz einfach zu interpretierenden Betriebsbucheintragungen. Deine Darstellung ist so glaubwürdig, daß ich sie bedenkenlos als Primärquelle einstufen möchte - Unstimmigkeiten ergeben sich vielleicht bei genauerer Durchsicht....

Die Verschrottung dürfte im AW Bremen erfolgt sein - darauf deuten jedenfalls die differenzierten Kalenderwochenangaben hin.

Schade finde ich nur die Beschränkung auf die HU-Daten (L4, nehme ich mal an); die L3-Daten würden mich auch sehr interessieren.

Sollte es noch mehr in dieser Art geben: drei oder vier Leute hier im HiFo sind sicher schon ganz begierig!

Lothar Behlau, Köln

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?

Tender

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 17.10.08 18:18

Segeberger schrieb:
-------------------------------------------------------
> Kann davon ausgegangen werden, dass die 38 3021
> keinen Wannentender hatte?

Der letzte Tender (Henschel 1918 !) war auf jeden Fall keiner, siehe auch das Foto von Reinhard! Was allerdings vor 1962 war, ist noch nicht klar, da ein Betriebsbuch ja leider kein Tenderverzeichnis enthält. Aufklärung bringt da vielleicht eines Tages ein anderes Tenderheft.

Lothar Behlau, Köln

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?

Kleine Ergänzung: Vorkriegsbeheimatungen "nach Schröder"

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 17.10.08 19:10

Hallo nochmal,

da es in diesen Zusammenhang gehört, erlaube ich mir mal, auch die früheren Beheimatungen der 38 3021 (ex ELBERFELD 2572) gemäß Arno Schröders Skript aufzuführen:

02.07.21 - 15.10.21 Bw Bremen P
16.10.21 - 05.11.26 Bw Osnabrück Bremer Bf
06.11.26 - 29.07.62 Bw Oldenburg Hbf
31.07.62 - 31.03.65 Bw Emden, z ab 01.04.65

Als Abnahmedatum wird hier übrigens der 02.07.1921 genannt; mangels Erstschrift des Betriebsbuches wurde hier vielleicht das Datum aus dem Kesselheft genommen, das bekanntlich in sehr vielen Fällen nicht den (R)AW-Ausgang, sondern den Tag der Inbetriebnahme nennt.

Lothar Behlau, Köln

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?

Und noch etwas zur 91 417 II

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 17.10.08 20:01

westbahn schrieb:
-------------------------------------------------------
> Der Betriebsbuch-Hefter ist auch eine
> Zweitverwendung: Unter dem aufklebten Zettel mit
> der Nr. 38 3021 findet sich die Nummer 91.417 (mit
> Punkt) und dabei von anderer Hand "TKi3-69",
> später mit wieder anderer Tinte durchgestrichen.
> 91 417" ist nach meiner Information bei der DR
> (DDR) gelandet. Aber wie kommt dann der schwarze
> Umschlag zur DB?

Im September 1944 gelangte 91 417 II "aus dem Osten" zur RBD Posen, während praktisch gleichzeitig mehrere andere 91 aus den RBD Danzig, Königsberg und Posen in den Bestand der RBD Münster aufgenommen wurden. Vielleicht war Ähnliches für 91 417 II vorgesehen und man hat schon mal das Betriebsbuch in diese Richtung geschickt, während die Lok selbst nicht weit genug über die Oder kam und zunächst in Chemnitz landete. Die Trennung von Lok und Betriebsbuch hat es 1945 sehr häufig gegeben.

Lothar Behlau, Köln

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?

Hallo sie wahr doch ......

geschrieben von: Eumelhausen

Datum: 17.10.08 20:21

Hallo,


sehr interesannt!


Sie fuhr doch bis zum 01.09.1965 bei der Bundesbahn!Sie wahr dann auch bis zum 01.09.1965 in Oldenburg!Wenn ich richtig liege!?



Mit freundlichen Grüßen

Eumelhausen

Re: Viel Text - kein Bild - aber umso mehr Gehalt!

geschrieben von: westbahn

Datum: 18.10.08 11:57

Hallo Lothar,

auf den Formularen "Untersuchungen und Ausbesserungen" sind keine L3 aufgeführt.

Das Blatt "Untersuchungsfristen" nennt folgendes:
letzte L3: X, nächste L3: 10.6.58, Verlängerung max. 10.6.59 (M.-Speldorf, 10.6.55)
letzte L3: X, nächste L3: 10.6.59 Verlängerung max. X (M.-Speldorf, 8.2.57)
letzte L3: [leer], nächste L3: 11.6.60, Verlängerung max. 11.6.61 (Göttingen, 8.10.58)
[vorstehender Eintrag ist gestrichen, daneben ein Stempel "verlängert ... am 18.9.58"]
letzte L3: 10.6.55, nächste L3: 11.6.60, Verlängerung max. 10.6.61 (Göttingen, 8.10.58)
letzte L3: 10.6.55, nächste L3: 10.6.61, Verlängerung max. 10.6.63 (Bremen, 21.3.60)
letzte L3: 10.6.55, nächste L3: 11.1.63, Verlängerung max. 10.6.63 (Bremen, 11.1.61)
letzte L3: 10.6.55, nächste L3: 5.12.64, Verlängerung max. [leer] (Bremen, 5.12.62)

Ein „X“ heißt, daß im entsprechenden Feld nur ein Kreuz eingetragen wurde, kein Datum.

Gruß,

Thomas

"Die ostfriesische Landschaft wird gekennzeichnet durch die Herrschaft der horizontalen Linie." (Reichsbahnrat Schenkelberg, 1926)
westbahn.de - Die Eisenbahn in Ostfriesland (und umzu)

Na hallo,....

geschrieben von: Holger Vohns

Datum: 18.10.08 12:55

...das ist ja mal super. Sehr interessant. Auch wenn es nicht in mein Themengebiet paßt. Aber die Daten werden gerne in meine Datenbank aufgenommen.
Danke dafür und vielleicht kommen ja noch andere Lebensläufe zusammen. Oder es veröffentlichen auch noch andere Leute Loklebensläufe...??


Ähm ......

geschrieben von: Holger Vohns

Datum: 18.10.08 13:00

Eumelhausen schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo,
>
>
> sehr interesannt!
>
>
> Sie fuhr doch bis zum 01.09.1965 bei der
> Bundesbahn!Sie wahr dann auch bis zum 01.09.1965
> in Oldenburg!Wenn ich richtig liege!?
>
>
>
> Mit freundlichen
> Grüßen
>
> Eumelhausen

...also irgendwas scheint da falsch zu sein. Oder anders gesagt da mußt Du wohl etwas falsch liegen. Woher stammen denn deine Daten zu Oldenburg bis 01.09.1965 ? Ich kann dazu gar nichts finden...? Und es würde mich sehr wundern wenn das stimmt...!?


Abnahmedatumstheorie

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 18.10.08 13:50

Der 02.07.1921 war ein Samstag. Deine Theorie macht Sinn: Abnahme am Freitag abgeschlossen und Lok am Samstag in Betrieb genommen.

Wohl das letzte Bild von 38 3021...

geschrieben von: Reinhard Gumbert

Datum: 18.10.08 18:32

... unter Dampf! Denn die Lok ist wohl, wie wir weiter unten lesen, nur vier Tage nach der Aufnahme, am 01.04.1965, z-gestellt worden.

Grüße -
Reinhard Gumbert

Kaum hakt man nach, gibt es Verwirrung!

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 19.10.08 01:11

westbahn schrieb:
-------------------------------------------------------
> auf den Formularen "Untersuchungen und
> Ausbesserungen" sind keine L3 aufgeführt.

Das kann nicht sein! Gut, vielleicht steht da diese Kurzform nicht (kann ich mir aber kaum vorstellen), aber mindestens eine "Zwischenuntersuchnung" alias L 3 müßte vorkommen. Nach 1955 hat man sich möglicherweise mit "L 2 neu = Zwischenausbesserung" über Wasser gehalten.

> Das Blatt "Untersuchungsfristen" nennt folgendes:
> letzte L3: X, nächste L3: 10.6.58,
> Verlängerung max. 10.6.59 (M.-Speldorf, 10.6.55)
> letzte L3: X, nächste L3: 10.6.59
> Verlängerung max. X (M.-Speldorf, 8.2.57)
> letzte L3: , nächste L3: 11.6.60, Verlängerung
> max. 11.6.61 (Göttingen, 8.10.58)
> letzte L3: 10.6.55, nächste L3: 11.6.60,
> Verlängerung max. 10.6.61 (Göttingen, 8.10.58)
> letzte L3: 10.6.55, nächste L3: 10.6.61,
> Verlängerung max. 10.6.63 (Bremen, 21.3.60)
> letzte L3: 10.6.55, nächste L3: 11.1.63,
> Verlängerung max. 10.6.63 (Bremen, 11.1.61)
> letzte L3: 10.6.55, nächste L3: 5.12.64,
> Verlängerung max. (Bremen, 5.12.62)

Hieraus schließe ich, daß die bisher als L 4 angenommene Untersuchung von 1955 nur eine L 3 und eben keine "Hauptuntersuchung" war! Wie war denn die Untersuchung/Ausbesserung mit Kesselwechsel von 1949 eingestuft? Zur Beantwortung empfehle ich den Abgleich zwischen den Seiten "Standorte und Leistungen" sowie "Untersuchungen und Ausbesserungen". Und die entsprechenden L3/L4-Angaben aus Kessel- und Tenderheft wären ebenfalls von höchstem Interesse.

Lothar Behlau, Köln

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?

Er hat nicht begriffen, daß es hier um eine andere Lok geht!

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 19.10.08 01:19

Und ansonsten: Don't feed the Trolls!

Lothar Behlau, Köln

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?

Untersuchungen und Ausbesserungen

geschrieben von: westbahn

Datum: 19.10.08 20:10

Hallo Lothar!

Wie Du bereits geschrieben hattest: "Unstimmigkeiten ergeben sich vielleicht bei genauerer Durchsicht". Da ich mich offensichtlich von den Bezeichnungen der Untersuchungen habe verwirren lassen, mache ich jetzt Nägel mit Köpfen. Hier sind alle Arbeiten, so wie sie auf den Seiten "Untersuchungen und Ausbesserungen" betitelt sind. In eckigen Klammern ergänze ich die Bezeichnung der jeweiligen Untersuchung aus dem Blatt "Standorte und Leistungen", wenn dort etwas angegeben ist.

Lok 38 3021:
bis 04.12.41 Haupt-Untersuchung (Raw Bremen, Abt. L)
06.11.46-30.12.46: Zwischen-Untersuchung o./Br. (Raw Bremen, Abt. L) [L3o]
03.09.47-16.10.47: Zwischen-Ausbesserung (Raw Bremen, Lok-Abteilung)
21.02.48-06.03.48: L0-Bedarfsausbesserung (Bw Oldenburg Hbf, L2-Gruppe)
08.01.49-09.02.49: L4 Hauptuntersuchung (RAW Göttingen)
25.08.49-02.09.49: L0-Bedarfsausbesserung (Bw Oldenburg Hbf)
29.08.50-06.10.50: Zwischenausbesserung (EAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
25.03.52-25.04.52: Zwischenuntersuchung ohne Br. (EAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
21.11.52-10.12.52: L0-Bedarfsausbesserung (L0-Gruppe, Bw. Oldbg. Hbf.)
11.08.53-27.08.53: L0-Bedarfsausbesserung (Bw Oldenburg Hbf, L0-Gruppe)
20.05.55-10.06.55: L4 Hauptuntersuchung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf) [L4]
20.09.56-10.10.56: L0-Bedarfsausbesserung (Bw Oldenburg (Oldb) Hbf, Lo-Gruppe) [L0]
18.01.57-08.02.57: L2 Zwischenausbesserung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf) [L2]
17.10.57-30.10.57: L0 Bedarfsausbesserung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf) [L0]
16.09.58-08.10.58: L2 Untersuchung (AW Göttingen) [L2]
08.03.60-21.03.60: L0-Bedarfsausbesserung(AW Bremen) [L0]
13.12.60-11.01.61: L2-Untersuchung (AW Bremen) [L2]
12.11.62-05.12.62: L2-Untersuchung (AW Bremen) [L2]
14.04.64-13.05.64: L0-Bedarfsausbesserung(AW Bremen) [L0]
12.06.64-17.06.64: L0-Bedarfsausbesserung(AW Bremen) [L0]

Kessel BMAG 7198/1920
regelm. äußere Unt. 23.06.27, Wasserdruckprobe 06.05.27 (RAW Opladen)
außerord. innere Unt. 17.05.29, Wasserdr. 22.05.29, äußere Unt. 31.05.29 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
außerord. innere Unt. 17.02.33, Wasserdr. 25.03.33 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Wasserdr. 25.05.36, Zwischenunt. 09.06.36 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf). Stempel "Lok war seit der letzten Hauptausbesserung 365 Tage (1. Betriebsbogen) betriebsfähig kalt abgestellt. Die Untersuchungsfristen sind um diese Zeit hinausgeschoben und neu festgesetzt." Nä. Zw.U. und Nä. H.U. am 05.05.40, Datum 16.10.37, MA Essen 1.
Hauptunt. 04.09.40, Wasserdr. 04.12.40, Speise- & Sicherheitsvorr. 21.12.40 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Zwischenunt. m. W. bei umfangreicher Ausb. 06.10.41, Wasserdr. 20.10.41, Speise- & Sicherheitsvorr. 30.10.41 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Zwischenunt. m. W. 24.05.46, Wasserdr. 29.06.46, Speise- & Sicherheitsvorr. 26.07.46 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Hauptunt.: Zugeführt 28.09.48, HU 05.10.48, Wasserdr. 20.10.48, Speise- & Sicherheitsvorr. 09.11.48 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Sicherheitsventil geprüft 19.01.50 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Sicherheitsventil geprüft 16.01.52 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Zwischenunt. m. W.: zugeführt 15.02.52, Zw.U. 21.02.52, Wasserdr. 01.03.52 (Paderborn)
Sicherheitsventil geprüft 10.08.53 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Sicherheitsventil geprüft 26.05.54 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Hauptunt.: zugeführt 04.5.55, HU 13.05.55, Wasserdr. 27.05.55, Speise- & Sicherheitsvorr. 10.06.55 (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)

Kessel genormt 26.06.27 (RAW Opladen)
Kipprost und Strube-Abschlammschieber eingebaut 15.08.31 (RAW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
Schmelzpfropfen eingebaut (ohne Datum, "Eisenb.-Ausbesserungswerk" ohne Ort, lt. "RBGd Bielefeld 21.212 FK2 vom 3.11.45")
Umbau auf Doppelkegeldichtungen in Überhitzereinheiten 12.03.52 (AW Paderborn)
2ten sichtbaren Wasserstand angebaut, Flansch für Gestra-Abschlammventil, Mittler [sic] Zusatzwaschluke eingeschweißt (Stehkessel) 27.05.55 (M.-Speldorf)
Spülstutzen angebaut 08.02.55 (M.-Speldorf)
Schrägstreifen-Kontrastschilder angebaut 30.10.57 (M.-Speldorf)


Tender Henschel 16495/1918
31.05.47-09.07.47: Hauptuntersuchung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
10.02.47-17.02.48: Bedarfsausbesserung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
19.07.48-21.08.48: L0-Bedarfsausbesserung (Bw Mülheim (Ruhr)-Styrum)
25.01.49-22.02.49: Zwischenausbesserung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
31.05.50-14.07.50: Zwischenuntersuchung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
11.01.51-01.02.51: Bedarfsausbesserung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
03.02.51-10.02.51: Bedarfsausbesserung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
28.08.51-26.09.51: Zwischenausbesserung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
22.05.53-24.06.53: Zwischenuntersuchung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
12.07.54-31.07.54: Zwischenausbesserung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
22.06.55-11.07.55: Zwischenausbesserung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
19.09.56-03.10.56: L4 Zwischenuntersuchung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
21.10.58-24.11.58: L2 Untersuchung (AW Mülheim (Ruhr)-Speldorf)
17.03.59-31.03.59: L0-Bedarfsausbesseung (AW Bremen)
29.03.60-25.04.60: L2-Untersuchung (AW Bremen)
12.11.62-05.12.62: L2-Untersuchung (AW Bremen)
15.11.63-27.11.63: L0-Bedarfsausbesserung (AW Bremen)
14.04.64-13.05.64: L0-Bedarfsausbesserung (AW Bremen)
12.06.64-17.06.64: L0-Bedarfsausbesserung (AW Bremen)

Beste Grüße,

Thomas

"Die ostfriesische Landschaft wird gekennzeichnet durch die Herrschaft der horizontalen Linie." (Reichsbahnrat Schenkelberg, 1926)
westbahn.de - Die Eisenbahn in Ostfriesland (und umzu)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:10:19:20:24:33.

Nägel mit Köpfen....

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 19.10.08 22:20

....sind das jetzt wirklich - herzlichen Dank für Deine Mühen und die viele Tipperei, die leider nur noch von einer kleinen Minderheit der Leser gewürdigt werden wird!

Es hat sich nun so manches geklärt. Nach der L 4 von 1955 ist tatsächlich keine L 3, sondern nur noch L 2 ("neu") mit erweitertem Umfang durchgeführt worden. Der Bezug "letzte L 3 10.06.55" auf manchem Formblatt ist kein Widerspruch, denn gewöhnlich war damit "letzte L 3 oder höher" gemeint, in diesem Fall also die L 4.

Zusammen mit den Querverbindungen zu anderen P8 habe ich jetzt wieder eine Menge neuer Details zu verarbeiten....

Lothar Behlau, Köln

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?

Re: Lebenslauf 38 3021 (viel Text - kein Bild)

geschrieben von: Eumelhausen

Datum: 20.10.08 18:21

Hallo,


laut Revionsdaten.de habe ich folgendes raus bekommen!




Hersteller:Hannoversche Maschienenbau AG
Baujahr :1921
Lackierung:silber/schwarz
Beheimatungen:Oldenburg(Oldb)
Ausmusterung:01.09.1965



Muss ja nicht stimmen

Querverbindungen

geschrieben von: westbahn

Datum: 20.10.08 21:19

Wegen der Querverbindugen hab ich mir die Mühe gemacht. Ein Betriebsbuch alleine ist zwar interessant, aber gerade durch die Kessel- und Tendertauscherei gibt ja erst das große Ganze ein "rundes" Bild - wodurch ich dann vielleicht auch wieder Daten für die Bw Emden und Norden bekomme ...

Viel Spaß beim Kombinieren wünscht

Thomas

"Die ostfriesische Landschaft wird gekennzeichnet durch die Herrschaft der horizontalen Linie." (Reichsbahnrat Schenkelberg, 1926)
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