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 04 - Historische Bahn 

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Die Ulmer Spatzen-Eisenbahn von 1949 (m4B)

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 17:01

So, das Rätsel ist nach stundenlangem Grübeln endlich gelöst. Glückwunsch an Michael und Volker für ihren Spürsinn und ihr sekundengenaues Timing.

In der „Schwörwoche“ vom 6. bis 15.8.1949 verkehrte in Ulm zwischen dem Valckenburgufer und den Au-Seen die „Ulmer Spatzen-Eisenbahn“. Die 1,5 km lange Dampfbahn war Teil der von 1946 bis 1950 bestehenden 600mm-Trümmerbahn zwischen der Innenstadt und der Friedrichsau. Während die Baufirma Baresel drei Dampfloks, zehn Loren (mit Wänden und Sitzen) und das Fahrpersonal zur Verfügung stellte, sorgte die Straßenbahn für die Betriebsleitung und die Dienstaufsicht. Die Abfahrtsstelle, der „Bahnhof Valckenburghufer“ (das schrieb sich wirklich mit „h“), lag an der Münchner Straße bei der Gänstorbrücke, das andere Streckenende (der „Bahnhof Ausee“) beim Mittleren Ausee. Die Strecke folgte dem nordwestlichen Valckenburgufer, dann dem Südostrand des Gänswiesenwegs, wo nach 850 m die Station „Festwiese“ mit Ausweiche lag, und weiter an der Donau entlang bis zur Friedrichsau. Zwei Züge mit je fünf Wagen standen im Einsatz.

http://img520.imageshack.us/img520/1085/dd049ip2.jpg

http://img520.imageshack.us/img520/8089/dd050bv4.jpg

http://img172.imageshack.us/img172/8475/dd051zf1.jpg

http://img255.imageshack.us/img255/5581/dd052pt6.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:07:13:23:12:22.

Re: Eine rätselhafte Vergnügungsbahn (m4B)

geschrieben von: stefan p.

Datum: 13.07.08 17:19

Hallo Ludger,

ein blinder Schuss ins Blaue: Dresden?

Gruß vom Niederrhein,
Stefan P.

Re: Eine rätselhafte Vergnügungsbahn (m4B)

geschrieben von: TW 48/I

Datum: 13.07.08 17:23

Hallo ludger, als alter ..... weiß ich das natürlich und halte mich da raus... :-)

Re: Eine rätselhafte Vergnügungsbahn (m4B)

geschrieben von: roadrunner

Datum: 13.07.08 17:43

Moin;

wenn Du so nach jungen Leuten fragst, nach denen diese "Vergnügungsbahn" benannt wurde, dann dürfte es wohl eine Pioniereisenbahn in der damalien DDR gewesen sein. Und die Frage "von wann bis wann" deutet darauf hin, dass sie nur eine temporäre Erscheinung gewesen sein könnte.

Da fällt mir spontan nur die Magdeburger Pioniereisenbahn ein, die von Mitte der 50er Jahre (1956?) bis - so glaube ich zumindest - in die sechziger hinein fuhr.

Gruß RR

nein, nicht in der DDR (o.w.T)

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 17:56

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

das hatte ich gehofft, vielen Dank! (o.w.T)

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 17:56

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Eine rätselhafte Vergnügungsbahn (m4B)

geschrieben von: stefan p.

Datum: 13.07.08 18:06

Hm, hat die Bahn was mit den Falken zu tun?

Re: Eine rätselhafte Vergnügungsbahn (m4B)

geschrieben von: Rainer

Datum: 13.07.08 18:11

Moin,

nach den Klamotten und Uniformen zu urteilen, dürfte es sich so um
die Zeit 1930-1950 gehandelt haben. Liege ich da richtig ?

Rainer

Wir duesen nach Uesen !

Vögel schon, aber keine Falken (o.w.T)

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 18:11

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

ganz knapp noch richtig (o.w.T)

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 18:12

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lasse mich einen Schuß ins Blaue wagen: süddeutsche Gefilde - München - Trümmerbahn - Abschluß der Trümmerbeseitigung?


Wer von den Mitlesern besitzt dieses [www.amazon.de] Buch und schaut mal schnell auf die Beschreibung des Titelbildes? ;-)


mfG


Walter

nein, auch nicht (o.w.T)

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 20:05

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

es wird immer heißer

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 20:08

süddeutsche Gefilde: Ja
München: Nein
Trümmerbahn: Fahrzeuge ja, Bahn nein
Abschluß der Trümmerbeseitigung: Nein

1930 - 1950?

geschrieben von: Hardy Köhler

Datum: 13.07.08 20:24

ich denke eher 1933-1945,wegen des "freundlichen" Grußes des dritten von links auf Bild 2.
Und den Trümmern auf Bild 1 zufolge eher in den letzten Kriegsjahren, also 1943-45, zuzuordnen.

(Die vielen Greifvögel (oder sind das eher "schlecht hörende"?) irritieren mich allerdings im Zusammenhang mit dem Gruß, oder war das ein "ewig gestriger"? Die soll es ja auch heute noch geben.

Gruß, Hardy



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:07:13:20:27:29.

nein, das "knapp" bezog sich auf 1950 (o.w.T)

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 20:26

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Nürnberg, Tiergartenbahn ?

geschrieben von: ICE3_Neu

Datum: 13.07.08 20:34

Die Spurweite müsste 600 mm liegen....
Das, was Du als „freundlichen Gruß“ bezeichnest, ist Körpersprache und kann sehr gut nur so etwas wie einen angedrohten Platzverweis - oder, ganz friedlich, ein "da!" bedeuten (achte mal auf die Blickrichtungen der verschiedenen Personen!)

Nicht immer alles so dramatisieren, auch wenn´s vielleicht mal martialisch - oder uniformiert aussieht.


Ich weiß einfach nicht, wo ich das Symbol (Taube?) unterbringen soll, aber daß ich es durchaus schon einmal gesehen habe.

Hat(te) es etwas mit den Geschwistern Scholl zu tun?
Ging´s schon um Atomkraft?

Ich marter mir´s Gehirn, komme aber nicht drauf. :-(







mfG


Walter

es wird immer heißer

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 21:08

weder nördlicher, noch südlicher ...

Ob das eine Taube ist, weiß ich nicht (sieht wohl danach aus), aber wahrscheinlicher ist ein anderer, kleinerer Vogel (den in der Hand). Und die ausgestreckte Hand hat nichts mit der Zeit zu tun, die damals gerade erst wenige Jahre zurücklag. Da wird nur jemanden der Weg gewiesen.

Re: nein, südlicher, aber die Spurweite stimmt schonmal

geschrieben von: hab

Datum: 13.07.08 21:13

Hallo allerseits,
ich lese "C. Baresel AG" auf den Wagen und Baresel ist/war ursprünglich im Stuttgarter Raum aktiv.
Vielleicht hilft das weiter ??
Gruß
hab

Re: Vögel, südlich, aber nicht Bayern...

geschrieben von: V. Klemm

Datum: 13.07.08 21:22

.... hmh, aber fast Bayern - oder?
Spatzen - Sänger- (Knabenchor)??? Etwa eine Stadt mit einem Münster und einem hohen Turm?
War die Fa. Baresel etwa auch in Ulm aktiv?

Re: Kleinerer Vogel, in der Hand

geschrieben von: Michael P

Datum: 13.07.08 21:22

Wenn nicht Taube auf Dach, sondern Spatz in Hand -> Ulmer Spatz -> Ulm?

lg,
Michael P.

Re: Vögel, südlich, aber nicht Bayern...

geschrieben von: Michael P

Datum: 13.07.08 21:23

auf die Sekunde genau gleich, dass soll uns mal einer nachmachen
:-)

Michael P.

Re: Vögel, südlich, aber nicht Bayern...

geschrieben von: V. Klemm

Datum: 13.07.08 21:25

Stimmt, habe ich auch gerade bemerkt - Seelenverwandschaft??? ;-)

Ulm ?? Geschwister Scholl

geschrieben von: hab

Datum: 13.07.08 21:30

Nochmal hallo:
der angedeutete "Spatz" gehört ja wohl eindeutig zu/nach Ulm, wie auch die Geschwister Scholl. Nur tue ich mich in dem Zusammenhang (auch 1950) mit einer "Vergnügungsbahn" schwer.
In 1950 wurde in Ulm die Geschwister-Scholl-Stiftung als Träger der später berühmt gewordenen Hochschule für Gestaltunmg gegründet. Vielleicht gab es dazu eine Veranstaltung?
Gruß
hab

na endlich: Gratulation, es ist Ulm!

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.07.08 21:33

In der „Schwörwoche“ vom 6. bis 15.8.1949 verkehrte in Ulm zwischen dem Valckenburgufer und den Au-Seen die „Ulmer Spatzen-Eisenbahn“. Die 1,5 km lange Dampfbahn war Teil der von 1946 bis 1950 bestehenden 600mm-Trümmerbahn zwischen der Innenstadt und der Friedrichsau. Während der Bauunternehmer Baresel drei Dampfloks, zehn Loren (mit Wänden und Sitzen) und das Fahrpersonal zur Verfügung stellte, sorgte die Straßenbahn für die Betriebsleitung und die Dienstaufsicht. Die Abfahrtsstelle, der „Bahnhof Valckenburghufer“ (kein Schreibfehler, wirklich mit "h"), lag an der Münchner Straße bei der Gänstorbrücke, das andere Streckenende, der „Bahnhof Ausee“, dagegen beim Mittleren Ausee. Die Strecke folgte dem nordwestlichen Valckenburgufer, dann dem Südostrand des Gänswiesenwegs, wo nach 850 m die Zwischenstation „Festwiese“ mit Ausweiche lag, und weiter an der Donau entlang bis zur Friedrichsau. Zwei Züge mit je fünf Wagen standen im Einsatz.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:07:13:21:37:51.
Mikado-Freund schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das, was Du als „freundlichen Gruß“ bezeichnest,
> ist Körpersprache und kann sehr gut nur so etwas
> wie einen angedrohten Platzverweis - oder, ganz
> friedlich, ein "da!" bedeuten (achte mal auf die
> Blickrichtungen der verschiedenen Personen!)
>
> Nicht immer alles so dramatisieren, auch wenn´s
> vielleicht mal martialisch - oder uniformiert
> aussieht.

Recht hast Du. Er (der Uniformierte auf dem Foto, der jemandem den Weg in strammer Haltung wies) war auch ganz bestimmt kein Nazi und hat von nichts gewusst...

Gruß vom Modellebahner

Re: na endlich: Gratulation, es ist Ulm!

geschrieben von: Michael P

Datum: 13.07.08 21:44

Gleiches Lob bitte auch an Volker Klemm, wir hatten uns sekundengenau auf Ulm geeinigt :-)

Ein weiteres Bild habe ich hier gefunden: [www.ulm.de]

Michael P.
...erst die Ulmer Obusse, dann die Vergnügungsbahn in'd Au na...

Gaaanz vielen Dank fürs Einstellen und Gruss aus 31 km weiter südlich von
Hubert!