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Auch in Ulm fuhren mal Obusse (m34B)

geschrieben von: ludger K

Datum: 28.06.08 02:10

Bereits vor dem 1. Weltkrieg hatte man in Ulm nach Alternativen für den Kraftomnibus gesucht, der hinsichtlich Wirtschaftlichkeit nicht mit der Straßenbahn konkurrieren konnte. Man griff die Idee einer „Gleislosen Bahn“ auf, wie sie bereits in etlichen Städten erprobt wurde. Die Ulmer Straßenbahndirektion konnte sich aber letztlich nicht dafür erwärmen. Am 10.1.1934 schilderte das „Ulmer Tagblatt“ unter der Überschrift „Der Oberleitungsomnibus – Das künftige Verkehrsmittel für den Ulmer Stadt- und Vorortsverkehr?“ ausführlich die Vorteile des „Obbus“, wie z.B.: „Billigstes Verkehrsmittel, Zweirichtungsbetrieb auch an den engsten Stellen der Altstadt (Platzbedarf für zwei entgegenkommende Fahrzeuge nur 5 m), keine Haltestelleninseln und fahrbahnüberquerende Fußgänger mehr, Vorteile für den Individualverkehr“. Am 23.1.1934 schrieb die Zeitung erneut über den „Fahrdrahtbus“, wie er 1930 vom Verband deutscher Verkehrsverwaltungen“ eingeführt worden sei. Währenddessen offerierte die Industrie (wie z.B. die BBC im November 1935) mehrmals ihre Oberleitungsomnibusse.
Im Jahr 1939 konkretisierte sich das Obusprojekt. Direktor Vogt meinte: „Ulm ist seinerzeit unter den ersten deutschen Städten mit einer elektrischen Straßenbahn gewesen, weshalb soll es heute nicht auch bahnbrechend für den Obusbetrieb in Deutschland sein?“ Man plante eine Linie Münsterplatz – Langestraße – Hafenbad – Keplerstraße – Frauenstraße – Eythstraße – Friedhof mit 2,3 km Länge, neun Haltestellen, einem 6-Min.-Takt, einer Fahrzeit von 18 Minuten sowie einem Bedarf von drei Obussen zzgl. Reservewagen. Am 28.11.1941 debattierte der Stadtrat darüber, für die geplanten Straßenbahnlinien 5 und 6 einen Obusbetrieb vorzusehen und schrittweise auch die übrigen Linien auf Obus umzustellen, doch vorerst beschloß er eine Umstellung der Linie 4. Beim württembergischen Innenminister beantragte man die Zuteilung von zwölf Obussen und zehn Anhängern, doch der Reichsverkehrsminister schränkte am 26.9.1942 ein: „Die Umstellung der Ulmer Straßenbahn auf Obusbetrieb kann nach den während des Krieges für den Einsatz von Rohstoffen und Arbeitskräften zu beachtenden Gesichtspunkten nicht als vordringlich angesehen werden. Es ist jedoch nichts dagegen einzuwenden, daß das Bauvorhaben so vorbereitet wird, daß die Umstellung alsbald nach dem Kriege durchgeführt werden kann“. Da sich die Fahrgastzahlen verdoppelt hatten, trieben die Ulmer das Obusprojekt unverdrossen weiter voran. Am 31.3.1944 teilte der Verband Deutscher Kraftverkehrsgesellschaften (VDK) mit, daß dem Antrag auf Zuweisung von Obussen aus dem Kriegsbauprogramm entsprochen werde und die Planung der Fahrleitungs- und Gleichrichteranlagen beginnen könne. Der VDK wünschte, die Obusstrecke so auszulegen, daß die Firma Kässbohrer hier ihre neuen Obusse testen könne. Die Zerstörungen Ulms ließen jedoch alle Obuspläne vorerst ruhen.
1947 kam der Obus wieder ins Gespräch, aber unter anderen Vorzeichen. Während die Linie 4 rasch wieder als Straßenbahn in Gang kommen sollte, konnte man die Straßenbahn nach Neu-Ulm nicht reaktivieren, da die Behelfsbrücke über die Donau hierfür zu schwach gewesen wäre. Stattdessen kam eine Obuslinie 5 vom Zundeltor über Münchner Straße, Reuttier Straße und Gänstorbrücke zum Bahnhof Neu-Ulm zustande, die bereits am 15.5.1947 zum „50-Jährigen“ der Ulmer Straßenbahn eingeweiht und am 24. Mai in Betrieb genommen wurde. Die ersten beiden Henschel/Kässbohrer-Obusse der Kriegsbauweise mit 29 Sitz- und 50 Stehplätzen wurden bis September 1947 durch vier baugleiche Fahrzeuge ergänzt. Weitere drei Obusse dieses Typs kamen 1948/49 hinzu. Neu war der Fahrgastfluß mit hinterem Einstieg und festem Schaffnersitz. Alle Obusse (außer Nr. 109) besaßen 92-kW-Motoren von CGE (Mailand) sowie BBC-Zweihubfahrschalter. Der von Siemens ausgerüstete Obus 109 verfügte über einen 87-kW-Motor DE 602 und einen Fahrschalter ONW 6 F131. Die achtfach bereiften Henschel-Fahrgestelle II 6500 stammten teilweise aus dem Jahr 1944.
Am 20.11.1947 ging der Abschnitt vom Bahnhof Neu-Ulm über die Schillerbrücke zur Schillerstraße (Ehinger Tor) in Betrieb, womit beide Endpunkte der 3,5 km langen zweispurigen Strecke nun in Ulm lagen. Eine zunächst einspurige Strecke von 1,5 km Länge führte zum Straßenbahndepot. Anfangs nahmen die aus- und einrückenden Obusse zwischen Depot und Zundeltor eine schienengängige Leiter mit aufmontiertem Scherenstromabnehmer mit, worüber sie per Kabel ihren Strom bezogen. Am 10.7.1948 wurde die zweispurige Linie 5 mit der Inbetriebnahme des 6 km langen Stücks Schillerstraße (Ehinger Tor) – Hauptbahnhof – Neutorstraße – Kienlesberg – Friedhof komplettiert. Die Wünsche gingen aber noch weiter: Man dachte an Obuslinien in den Ulmer und Neu-Ulmer Industriegebieten, an eine Linie nach Pfuhl oder aber an eine Unterquerung der Bahnanlagen beim Ehinger Tor…
Für die am Eselsberg beschäftigten Bauarbeiter wurde am 23.7.1951 vom Hauptbahnhof zum Eselsberg die Omnibuslinie 6 eingerichtet, die ab 10.12.1951 auch dem öffentlichen Verkehr Münsterplatz – Hauptbahnhof – Neutorstraße – Kienlesberg – Unterer Eselsberg (Hindenburgkaserne) diente. Während der Erneuerung der Schillerbrücke war die Obuslinie 5 ab 2.1.1952 zwischen Marien- (Neu-Ulm) und Schillerstraße unterbrochen, doch ab 9.12.1952 führte sie auf einer neuen Route durch die Innenstadt, nämlich ab Marienstraße über Herdbrücke, Münsterplatz und Hirschstraße zum Hauptbahnhof und weiter zum Friedhof. Am 3.5.1952 konnte somit auch die Omnibuslinie 6 auf Obusse umgestellt werden, doch begann sie nun schon an der Marienstraße und nutzte zwischen Marienstraße und Neutorbrücke die Linie 5 mit. Am 17.10.1954 tauschte man die Endstellen Zundeltor und Marienstraße der Linien 5 bzw. 6, so daß die Linie 6 ab 17.12.1954 durch die Schützenstraße, über die neue Ringbrücke (heute „Adenauerbrücke“) und über Schillerstraße und Zinglerbrücke zum Hauptbahnhof gelangte. Die Linien 5 und 6 hatten somit nur noch zwischen Hauptbahnhof und Kienlesberg einen gemeinsamen Verlauf:
5: Friedhof – Hauptbahnhof – Rathaus – Neu-Ulm (Marienstraße) (3,3 km)
6: Eselsberg – Hauptbahnhof – Ringbrücke – Neu-Ulm – Zundeltor (Berliner Platz) (7,2 km)

http://img380.imageshack.us/img380/3656/ulm049ud1.jpg

1954/55 wurden weitere sechs Henschel/Kässbohrer-Obusse beschafft und 1958 kam noch ein baugleicher hinzu. Im Vergleich zu den Vorgängern sahen die neuen Fahrzeuge moderner aus und besaßen einen VW-Hilfsmotor, um Stromunterbrechungen zu überbrücken und Baustelle zu umfahren. Wie ihre Vorgänger waren auch sie für den Fahrgastfluß mit festem Schaffnersitz vorgerichtet - und wurden gleichfalls nach der Stillegung des Obusbetriebs ausnahmslos verschrottet.
Noch am 15.10.1956 ging am Eselsberg eine große Schleife mit Einrichtungsverkehr über den Weinbergweg ans Netz, so daß die Linie 6 um 700 m anwuchs. Mit der Zeit war es aufgrund von Straßenbauarbeiten, der Anlage neuer Straßenzüge oder der Errichtung neuer Donaubrücken mehrmals erforderlich, Fahrleitungen zu ändern oder Neubauabschnitte einzufügen. Im Januar 1960, als 16 Obusse vorhanden waren, umfaßte der Ulmer Obusbetrieb 9,5 km Strecken- und 13,0 km Linienlänge. Anhänger kamen hier nicht zum Einsatz, doch testeten und präsentierten die Fahrzeugwerke Kässbohrer hier oftmals ihre neuesten Obusse.
Die ständigen Störungen an Kreuzungspunkten von Obus und Straßenbahn ließen den Entschluß für eine Umstellung von Obus auf Omnibus reifen. Bereits am 31.10.1958 kam das Aus für die Obuslinie 5 zum Friedhof, die ab 1. November unter gleicher Nummer mit Omnibussen bedient wurde. Überraschenderweise verkehrte die Obuslinie 5 ab 1.12.1959 wieder auf ihrer Stammroute zwischen dem Bahnhof Neu-Ulm und dem Hauptbahnhof, wobei sie ab Hauptbahnhof gemeinsam mit der Obuslinie 6 den Eselsberg anfuhr. Der Friedhof wird seither von der Linie 7 erreicht. Die Renaissance des Obusses währte aber nur kurz, denn Anfang 1962 fiel eine Grundsatzentscheidung, die Straßenbahnlinie 4 mit Omnibussen zu bedienen, die Linie 1 nach Söflingen umzulegen und den gesamten Obusbetrieb nach mehr als 15 Betriebsjahren durch Dieselbusse zu ersetzen. Wegen umfangreicher Straßenbauarbeiten fuhr die Obuslinie 6 am 17.3.1963 zum letzten Mal. Am 23.10.1963 ging schließlich die Ulmer Obuszeit mit der Umstellung der Linie 5 auf fabrikneue Gelenkomnibusse zu Ende.

Der Obuspark
101: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1944, in Dienst von 24.4.1947 bis 1963
102: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1944, in Dienst von 24.4.1947 bis 1963
103: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1944, in Dienst von 1.8.1947 bis 1963
104: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1944, in Dienst von 15.8.1947 bis 1963
105: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1946, in Dienst von 19.9.1947 bis 1963
106: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1946, in Dienst von 19.9.1947 bis 1963
107: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1946, in Dienst von 12.9.1948 bis 1963
108: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1946, in Dienst von 6.7.1948 bis 1963
109: Henschel/Kässbohrer/SSW, Fahrgestell von 1947, in Dienst von 10.2.1949 bis 1963
110: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1944, in Dienst von 10.1.1954 bis 1963
111: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1948, in Dienst von 24.2.1954 bis 1963
112: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1948, in Dienst von 8.3.1954 bis 1963
113: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1948, in Dienst von 28.10.1955 bis 1963
114: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1948, in Dienst von 26.11.1955 bis 1963
115: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1948, in Dienst von 15.12.1955 bis 1963
116: Henschel/Kässbohrer/BBC, Fahrgestell von 1957, in Dienst von Dez. 1957 bis 1963


http://img179.imageshack.us/img179/5429/ulm027pj0.jpg

Bild 1: So sah es bei Kässbohrer gegen Kriegsende aus. Auch einen Obus hatte es erwischt.


http://img525.imageshack.us/img525/1006/ulm014ef4.jpg

Bild 2: Doch schon 1947 lieferte Kässbohrer an den heimischen Straßenbahnbetrieb sechs Obusse mit Henschel-Fahrgestell, teilweise noch aus der Kriegszeit. Hier erwarten sie am 15.11.1947 die nur halbwegs feierliche Betriebseröffnung.


http://img299.imageshack.us/img299/8020/ulm026kr5.jpg

Bild 3: Anfangs hatten es die Obusse nicht immer leicht, sich zwischen Ruinen und Trümmern hindurch zu schlängeln. Wo ist das?


http://img124.imageshack.us/img124/4083/ulm018es0.jpg

Bild 4: Am Zundeltor sah es nicht viel anders aus (Mai 1949).


http://img124.imageshack.us/img124/3718/ulm012ds1.jpg

Bild 5: Über die Donau führten nur Holzbrücken. Hier die Gänstorbrücke mit dem Obus 106 auf der Fahrt nach Ulm (1949).


http://img124.imageshack.us/img124/5010/ulm011gd5.jpg

Bild 6: Blick über die Eisenbahn auf die Donau, die hölzerne Schillerbrücke und einen Obus nach Ulm/Schillerstraße (1949).


http://img371.imageshack.us/img371/1314/ulm019pt0.jpg

Bild 7: Was für eine Idylle! Der Obus 105 in der Friedhofsschleife am 28.5.1949.


http://img371.imageshack.us/img371/8568/ulm021ey3.jpg

Bild 8: Die „Untere Donaubrücke“ (ich vermute, der Fotograf meint die Gänstorbrücke) im Mai 1949.


http://img401.imageshack.us/img401/8471/ulm039gd3.jpg

Bild 9: Ruinen auch an der Neutorstraße (28.5.1949).


http://img174.imageshack.us/img174/7900/ulm033yd4.jpg

Bild 10: Der Obus 104 biegt an der Ecke Neutor- / Kienlesbergstraße zum Eselsberg ab, damals nur mit einspuriger Fahrleitung (1949).


http://img174.imageshack.us/img174/1578/ulm044su3.jpg

http://img124.imageshack.us/img124/7628/ulm048gn9.jpg

Bild 11-12: Es war nicht immer einfach, den Leuten so neumodische Dinge wie „Fahrgastfluß“ beizubiegen.


http://img377.imageshack.us/img377/9924/ulm050io1.jpg

Bild 13: Zum Aus- und Einrücken mußten die Obusse anfangs eine fahrbare Leiter mit Stromabnehmer mitführen, um über ein Kabel mit Strom versorgt zu werden.


http://img174.imageshack.us/img174/7132/ulm008ft2.jpg

Bild 14: Noch im Juni 1954 war der Eselsberg eine einzige Baustelle, hier der Obus 103 in der alten Schleife.


http://img238.imageshack.us/img238/6746/ulm032kv0.jpg

Bild 15: Der Obus 102 biegt aus der Herdbrucker- in die Donaustraße ein, um vorbei am Bahnhof Neu-Ulm zum Zundeltor zu gelangen. Man beachte den Pendelwinker, wie er damals für Schwerfahrzeuge vorgeschrieben war (1950).


http://img238.imageshack.us/img238/8548/ulm029ig3.jpg

Bild 16: Der Obus 105 in Neu-Ulm am Augsburger Tor auf der Fahrt nach Ulm (Oktober 1952).


http://img237.imageshack.us/img237/3903/ulm016jg5.jpg

Bild 17: Die neue Gänstorbrücke im Juni 1951.


http://img53.imageshack.us/img53/2061/ulm017nf9.jpg

Bild 18: Der Abzweig Kienlesberg im Juli 1952. Links biegt die Linie 6 zum Eselsberg ab, rechts führt die Linie 5 zum Friedhof, dazwischen ein Lichtsignal.


http://img237.imageshack.us/img237/1460/ulm028sv4.jpg

Bild 19: Die Linie 6 unterwegs zum Hauptbahnhof. Wo?


http://img174.imageshack.us/img174/5089/ulm034kl1.jpg

Bild 20: Der Obus 103 im Sommer 1955. Wo?


http://img53.imageshack.us/img53/7509/ulm037bf7.jpg

Bild 21: Bei einer HU gewährte der Obus 105 am 22.9.1955 tiefe Einblicke.


http://img212.imageshack.us/img212/4593/ulm009wt9.jpg

Bild 22: Baustellen, Baustellen, wohin man schaut! Der Obus 108 im Juni 1954 am Markt (wo genau?).


http://img212.imageshack.us/img212/6267/ulm023uv2.jpg

http://img80.imageshack.us/img80/2826/ulm025mo1.jpg

http://img80.imageshack.us/img80/430/ulm024do5.jpg

Bild 23-25: Kässbohrer-Werkfotos der neuen Generation von 1954 (in Ulm Nr. 110-116). Vorbei war es mit den Pendelwinkern, nun gab’s Blinker! Hinter der Klappe hinter dem Vorderrad verbirgt sich der Hilfsmotor. Trotz der schweren Dachausrüstung verfügten die Wagen über eine Dachrandverglasung! Recht gediegen präsentierte sich auch die Innenausstattung.


http://img517.imageshack.us/img517/7136/ulm007lw1.jpg

Bild 26: Eine neue Obusgeneration! Der Obus 110, der erste seiner Gattung, im Juni 1954 (wo?).


http://img158.imageshack.us/img158/9628/ulm001bh3.jpg

Bild 27: Und der Obus 111 am selben Tag am Zundeltor (Berliner Platz).


http://img57.imageshack.us/img57/548/ulm036or0.jpg

http://img522.imageshack.us/img522/2264/ulm035ya4.jpg

Bild 28-29: Feierliche Einweihung der neuen Ringbrücke am 17.12.1954. Für welche Bierstadt die Gelenkbusse bestimmt waren, muß ich den Lesern, die meine Beiträge über die vierachsigen Gelenkbusse gelesen haben, nicht mehr erklären.


http://img522.imageshack.us/img522/4930/ulm003hu6.jpg

Bild 30: Die Eselsberg-Schleife mit dem ersten Ulmer Obus im August 1956.


http://img57.imageshack.us/img57/791/ulm002nf9.jpg

Bild 31: Blick auf den Bahnhofsvorplatz im August 1956 …


http://img212.imageshack.us/img212/8464/ulm004ih4.jpg

Bild 32: … und im November 1960.


http://img57.imageshack.us/img57/7972/ulm043zq2.jpg

Bild 33: Fahrleitungsarbeiten mit dem Magirus-Turm-Lkw der Straßenbahn, dem Kennzeichen nach zu urteilen vor 1954.


http://img212.imageshack.us/img212/8349/ulm041eu0.jpg

Bild 34: Der Obus 105 fährt auf dem Weg zum Hauptbahnhof in die Haltestelle Kreissparkasse ein (22.5.1960).


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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:06:28:13:00:51.
Hallo Ludger,

hier möchte ich ein großes Lob aussprechen über die Städte, die früher einen Obus-hatten.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Schulze

Es gibt nichts bequemeres als, Byu 438/By439

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Re: Auch in Ulm fuhren mal Obusse (m34B)

geschrieben von: Die OderTram

Datum: 28.06.08 09:47

Dieser Beitrag verdient ein ganz ganz dickes "PLUS".
Sehr schön zusammengestellt und interessant gestaltet!
Das macht richtig Spaß hier zu stöbern und man könnte an jedem Bild eine halbe Ewigkeit "kleben" bleiben... :-)

Viele Grüße,
Ralf

Re: Auch in Ulm fuhren mal Obusse (m34B)

geschrieben von: Alex TU-TSV-RFHE

Datum: 28.06.08 10:15

...und schon wieder Ulm zu früher Stunde, und das ohne Frühstück.....!

Tolle Bilder, da hätten ein paar Bilder mehr in das Buch "100 Jahre Straßenbahn in Ulm" gehört ;-))

Zu den unbekannten Aufnahmeorten hier ein paar Vermutungen:

Bild 3:
Vermutung: vor Bhf. Neu-Ulm

Bild 10:
Müßte an der Kreuzung Olgastraße/Neutorstraße sein. Die Kionelesbergstraße ist schon jenseits der Bahngleise und wesentlich schmäler bzw. und nicht mehr so urban.

Bild 19:
Vermutung: Lehrer Tal, Blickrichtung Eselsberg

Bild 20:
Vermutung: Mähringer Weg, Blickrichtung Wendeschleife Kaserne

Bild 22:
Münsterplatz, Blickrichtung Norden ("Abt" ist am nördlichen Münsterplatz)

Bild 34:
Haltestelle Kreissparkasse?

Reste der Fahrdrahtaufgängungen sind heute noch im Zulauf zu der ehem. Schillerbrücke zu sehen. Vor allem an den Häusern in der Schillerstraße und auf Neu-Ulmer Seite im dortigen Wohngebiet.

Ach ja: Falls mal eine Büchlein über die O-Busse und Straßenbahnen in Ulm geplant sind, meine Vorbestellung ist hiermit abgeschickt ;-)

Gruß aus Ulm/Freiburg
Alex

Re: Auch in Ulm fuhren mal Obusse (m34B)

geschrieben von: tbk

Datum: 28.06.08 10:43

Toll, die hatten gelenkte vorderräder mit zwillingsbereifung? So etwas habe ich bisher noch nie gesehen .... Oder gab es das auch woanders?

Hinweise zu Bild 26 / 27 und 34.

geschrieben von: Schwellenleger

Datum: 28.06.08 11:30

Aber Hallo !!

Dss sind aber ganz tolle Bilder-Raritäten!! Da freuen sich sicher nicht nur die Ulmer Freunde von historischem Kraftverkehr und Straßenbahn..

Und so manche Stelle ist auch für Ulmer nicht so leicht auszumachen, da doch sehr viel von der Bausubstanz, die den Krieg überstanden hatte, in den Nachkriegsjahren großzügig platt gemacht wurde. Leider auch in Ulm.

Zur Reichspost meine ich auch, das es wohl der Bahnhof in Neu-Ulm sein muß. In Ulm sah das damals alles anders aus.

Bild 26 / 27 : Der Henschel/Käßbohrer ist in der Straße zum Zundeltor aufgenommen worden, er umfährt gerade von der Münchner Straße kommend den Gebäudekomplex der Stadtwerke. Am Haus lassen Schmuckornamente mit Blitzen und Flügelrädern noch daran erinnern, das zur Anfangszeit der Ulmer Straßenbahn hier das Depot und die Verwaltung war.
Das Bild 27 ist von der Reihenfolge her davor aufgenommen worden, da biegt der Obus gerade von der Münchner Straße ab.

Bild 34 : Haltestelle Kreissparkasse ???
Vom Aufnahmeort her bin ich mir ziemlich sicher, das im Hintergrund der alte AOK - Gebäudekomplex zu sehen ist. Dahinter sind die Gleise von der Donaubrücke linker Hand zum Hauptbahnhof rechter Hand zu erahnen.
Im Hintergrund des Fotografen befindet sich rechter Hand das alte Landratsamt ( war dann mal zeitweilig ein Ausweich-Quartier der Sparkasse Ulm ).
Von der Topografie und Straßenführung her bin ich mir hier sehr sicher. Und nachdem ich einmal hier in der Gefällestrecke auf dem Weg zur Schule von einer motorisierten Verkehrsstreife angehalten und ermahnt wurde, Fünzig Km/h gelten innerorts auch für Radfahrer, bleibt die Örtlichkeit noch lange in Erinnerung....

Bild 33 : Der Magirus-Turmwagen existiert übrigs heute immer noch. Nach der Ausmusterung gelangte er an einen Münchner Elektro-Betrieb, der damit auch Straßen- und Hallenbeleuchtungen montierte und gewartet hat. Nach einer Weile wurde er weitergereicht und fand über eine Verkaufsanzeige im "Markt für Historische Fahrzeuge" bei Bremen eine neue Heimat bei einem Sammler. Dort habe ich ihn vor rund zehn Jahren aufgesucht und im Fahrzeugbrief die Vorbesitzer-Eintragungen verglichen. Leider hatten damals die Stadtwerke Ulm keinen Platz zur Hinterstellung des alten Turmwagens, so daß ein Ankauf scheiterte. Meines Wissens befindet sich der Wagen noch heute dort.

Bild 19: Laut Bildunterzeile fährt der Obus zum Hauptbahnhof;
nach der Gebäudezeile im rechten Bildhintergrund liegt die schmale Straße im Gefälle.
Kann also eigentlich nur vom Esels- oder Michelsberg ( Friedhofslinie ) her sein. Bei letzterer müßte aber der abfallende Hang auf der rechten Seite sein. Gleichzeitig waren dort oben aber keine so großen Häußer gebaut...
Nein, hier wage ich keine Vermutung über den Aufnahmeort auszusprechen...

Wäre übrigens mal für die Ulmer Bevölkerung eine nette Idee, die nicht zuzuordnenden Bilder in der Ulmer Tageszeitung mit der Bitte um Mithilfe zu veröffentlichen. Da selbst die Südwestpresse mittlerweile mehr weiße als bedruckte Fläche auf ihren Zeitungsseiten aufweist, sind die sicherlich froh, einmal über so etwas berichten zu können. Ansprechpartner wäre zum Beispiel Hans-Uli Thierer.
Kontakt kann ich gerne vermitteln, habe dort auch über Jahre Beiträge geschrieben und weiß daher, das man in der Redaktion für solche Dinge ein offenes Ohr hat. In den letzten Jahren gab es immer wieder Beitragsreihen, wo z.Bsp. alte Bild-Postkarten gezeigt wurden und neben einem Vergleichsbild aus der heutigen Zeit etwas Hintergrund zu dem gezeigten Motiv berichtet wurde. Durch den guten Anklang bei der Leserschaft waren mehrere Serien veröffentlicht worden.


Mit freundlichen Grüßen

Schwellenleger



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:06:28:11:44:35.
Dieser Einheitsfahrzeugtyp wurde an viele deutsche Städte geliefert und wies in einigen Serien, wohl wegen seines hohen Gewichtes, auch vorne Zwillingsreifen auf - insofern ist das keine Ulmer Spezialität.

Selten hingegen dürften O-Busse mit Dachrandverglasung gewesen sein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:06:28:14:28:22.

Montage-Turmwagen

geschrieben von: ferrocarril del Sur

Datum: 28.06.08 13:24

Hallo Ludger, hallo zusammen,

mal wieder ein klasse Fotobeitrag. Die alten Ansichten erfreuen auch den Städtebauer und Autoliebhaber. Der Magirus Montage-Turmwagen vom Typ S 3500 wurde bei den Stadtwerken als TW 6 geführt und 1951 beschafft. Normalerweise hatte der S 3500 eine einteilige Frontscheibe. Die Hersteller von Sonderaufbauten griffen jedoch die geteilte Scheibe schon vorweg. Schön auch, wie liebevoll und harmonisch der Aufbau des Turmwagens gestaltet wurde. Ein Jahr später bestellt, wäre er vermutlich als Rundhauber zur Welt gekommen. Das alte Eckhauben-Design wurde noch einige Zeit für Allradfahrzeuge weiterverwendet und dann neu gestylt.

Viele Grüße von Jan Olaf

Re: Auch in Ulm fuhren mal Obusse (m34B)

geschrieben von: TW 48/I

Datum: 28.06.08 14:19

Einige Korrekturen und Anmerkungen zu deinen wunderbaren Bildern:
Bild 3: Die Reichspost befand sich an der Stelle der heutigen Postfiliale an der Kreuzung Gartenstr./ Hermann-Köhl-Str.

Bild 8: Ist die Gänstorbrücke, im Hintergrund der Gänsturm ohne Dach.

Bild 10: Wurde an der Kreuzung Olgastr./Neutorstr. aufgenommen, im Hintergrund steht heute das Gebäude der Handwerkskammer.

Bild 16: Am Augsburger Tor, das Gebäude links im Hintergrund war das Festungstor.

Bild 19: Der Bus fährt auf der Kienlesbergstrasse, vom Eselsberg kommend. Nach dem 1. Gebäude rechter Hand zweigt die Strasse
ins Lehrer Tal ab.

Bild 20: Aufgenommen am Mähringer Weg, heute befindet sich hier die Bushaltestelle.

Bild 22: Aufgenommen am Münsterplatz/ Neue Str.

Bild 23: Der schöne O-Bus wurde an der Schillerhöhe am Michelsberg fotografiert.

Bild 26: Aufgenommen am Zundeltor, im Hintergrund der Berliner Platz (heute Willy-Brandt-Platz).

Bild 31: Sehr beeindruckend: Die elektrische Fraktion unter sich: O-Busse und Strassenbahnen am HBF.

Mein Vater hat sich sehr gefreut über die wunderschönen Bilder, danke dafür!



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:06:28:14:43:53.

Wieder mal ein schöner Beitrag!

geschrieben von: S&B

Datum: 28.06.08 15:20

Anmerkung: Magirus >dem Kennzeichen nach zu urteilen vor 1954.<

Die noch heute verwendeten Kennzeichen wurden m.W. 1957 eingeführt- (ebenso, wie übrigens die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h in geschlossenen Ortschaften.)

Grüße
S&B
Hallo,

gerade einem Beitrag in der aktuellen Oldtimer-MARKT - Ausgabe ( 7/2008, Seite 38 ) entnommen:
" Zeichen der Zeit
Am 1. Juli 1958 hatten wir es Schwarz auf Weiß: In Westdeutschland mußten Kraftfahrzeuge spätestens jetzt die neuen, weißen Nummernschilder mit schwarzer Schrift tragen. Die ALLIIERTENKENNZEICHEN gehörten damit endgültig der Vergangenheit an. "

Die neuen Kennzeichen nach der am 14. März 1956 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten "Verordnung zur Änderung von Vorschriften des Verkehrsrechts" lösten die alten Kennzeichen mit einer Übergangsfrist von über zwei Jahren ab.
Der alte Oberleitungsmontagewagen kann das Kennzeichen mit dem weißen AW auf schwarzem Grund ( für: Amerikanische Zone Württemberg-Baden ) also noch mehrere Jahre länger als 1954 getragen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Euer Schwellenleger

Edith mahnte einen Buchstabne-Dreher an..



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:06:29:11:24:13.

Zwillingsbereifung vorn..

geschrieben von: x10tefan

Datum: 30.06.08 14:43

Gab es damals schon Servolenkung? Ansonsten war der Fahrer sicher ein KRAFTfahrer im wahrsten Sienne des Wortes....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:06:30:14:45:24.

Re: Zwillingsbereifung vorn..

geschrieben von: S&B

Datum: 30.06.08 17:06

Lenkhilfe bei Kraftomnibussen: StVZO §38 Abs.2 seit 1.Juli 1961
Gruß
S&B

Re: Auch in Ulm fuhren mal Obusse (m34B)

geschrieben von: Ulm Hbf

Datum: 09.07.08 08:48

Hallo Ludger,

komme gerade aus dem Urlaub zurück und mußte prompt den Notarzt rufen ... ohne Vorwarnung ist das hier echt lebensgefährlich.

Zu Bild 10: Kreuzung Olgastraße/Neutorstraße - der Obus kommt vom Hbf und biegt in die Neutorstraße ab. Die Linienführung war aber NICHT einspurig - man sieht die Gegenrichtung zum Hbf nicht, da die Umfahrung der Kreuzung nördlich durch die Notschleife vor sich ging - vergleiche auch

Bild 9:

Obus 108 fährt vom Kienlesberg kommend in die Umfahrung der Kreuzung Olgastraße/Neutorstraße Richtung Hbf ein.

Gruß und HERZLICHEN DANK für diese einmaligen Bilder!

Ulm Hbf



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:07:09:09:04:14.

Kleine aktuelle Episode hierzu

geschrieben von: Done

Datum: 09.07.08 14:39

Hab mir gestern mal die Bilder ausgedruckt und mich auf Spurensuche gemacht.
Fast alle Stellen hab ich anhand der Hinweise gefunden und konnte, soweit möglich, Vergleichsbilder machen. Die Tour sollte ich aufgrund der Vegetation aber besser im Winter nochmal machen. Es ist doch einiges recht zugewachsen.

An der Herdbruckerstr/Donaustr kam ich wegen meinem Motorrad zufällig mit einem älteren Herrn ins Gespräch. Der hat sich fast weggeschmissen als er die Bilder sah. Bei Bild 30 wars dann ganz rum: "Damals war ich Stukkateur und wir haben 1954 das Haus im Hintergrund verputzt. Als wir Weltmeister wurden bin ich vor Freude aus dem Fenster auf den Sandhaufen gesprungen. Der war dummerweise schon etwas härter und hab mir das Bein verletzt."
Ich hab ihm die Ausdrucke dann überlassen, da es zu regnen anfing und glückseelig ging er weiter.

Bei einigen Bildern such ich noch weitere Anhaltspunkte, so zu 2, 3, 9, 26, sowie zu der Parade 28 und 29. Ich mach mich nochmal auf die Suche.

Interessant sind tatsächlich die an vielen Häusern trotz Renovierungen noch vorhandenen Abspannvorrichtungen.

@Ludger: Darf ich die Bilder für eine Vergleichsdarstellung verwenden, oder soll ich dir meine schicken? Dann hast du die Arbeit ;-)

Gruß Done

Re: Alliierte Autokennzeichen bis 1958 gültig (weisse Schrift auf schwarzem Grund )

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 09.07.08 18:45

Moin,

die Ausgabe der neuen Kennzeichen erfolgte ab dem 1. Juli 1956; eine Änderung ergab sich ab dem 7. Novenber 1956, da wurde der Buchstabe I durch J ersetzt und zwar bei der Buchstabenkombination rechts vom Bindestrich.

Schürzenwagen.

Re: Kleine aktuelle Episode hierzu

geschrieben von: ludger K

Datum: 10.07.08 15:57

Hallo Anton!

Du darfst meine Bilder gerne für einen Gegenüberstellungsbeitrag verwenden.

Viele Grüße
Ludger

Re: Kleine aktuelle Episode hierzu

geschrieben von: TW 48/I

Datum: 10.07.08 19:25

Hallo Done, einige deiner Fragen kann ich beantworten:

Bild 3: Mein Vater meint, die Reichspost stand in der Hermann-Köhl-Strasse in Neu-Ulm.

Bild 26: Wurde in der Strasse zwischen Zundeltor und Berliner Platz (Willy-Brandt-Platz) aufgenommen.

Bild 28: Aufgenommen vor der Adenauerbrücke, die Busse stehen in Fahrtrichtung Neu-Ulm. Im Hintergrund das Glacis (Ehinger
Anlagen).

Bild 29: Wurde auf der Adenauerbrücke aufgenommen, die Fahrzeuge stehen in Fahrtrichtung Ulm. Im Hintergrund über dem ersten Bus
sieht man den Wasserturm in Neu-Ulm.

Bild 28 und 29 wirst du heute nur noch vom Mittelstreifen der B10/B28 machen können! :-) Gefährliche Sache...

Gruß TW 48/I

*flacheHandandieStirnklatsch*

geschrieben von: Done

Datum: 11.07.08 00:49

ok, prima, ich komm langsam voran, aber momentan sind noch andere Sachen wichtiger als das Hobby.

Mein Vater, ehemals Elektriker in der Strabawerkstatt, gab mir auch ein paar wertvolle Tips, obwohl er leider erst nach der Einstellung des Obusbetriebs zur SWU kam.

Heut abend hab ich so Bild 9 wiedergefunden, das ist die Ecke Neutorstr/Zeitblomstr, also die damalige Notschleife hinter dem heutigen Theater. Der Bus würde heute genau den Elektronikladen an der Ecke verdecken.

Auf den Mittelstreifen der B10/B28 stell ich mich mal noch nicht, mich irritierte bislang, aus welcher Richtung der Wasserturm aufgenommen, vermutete zunächst aus der Hermann-Köhl-str, aber da passte die Topografie einfach nicht dazu. Dein Tip scheint echt gut zu sein.

Die Reichspost in Neu-Ulm scheint auch zu stimmen, Blickrichtung Südsüdwest, dann müsste es bei der Hütte im Hintergrund zum inzwischen auch abgerissenen Stellwerk gegangen sein und geradeaus durch die Unterführung. Hier schauts ja inzwischen völlig anders aus. Da waren die Bombardierungen ja noch fast gnädig.

Das Zundeltorbild muss ich mir größer ausdrucken und nochmal ne Runde drehen um mir die Fassaden genauer anzuschauen, um rauszufinden, wie die Schleife damals lief.

Spannendes Hobby, macht irgendwie Spaß ;-)

Edit am Morgen: Man sollte echt öfter mit offenen Augen rumkurven
Das ehemalige Reichspostgebäude in Neu-Ulm steht noch, da ist die Musikschule drin. Die auf dem Bild sichtbare Eingangseite ist jedoch in der Häuserzeile aufgegangen. Dort wo die Hütte steht befindet sich derzeit die Post, dazwischen läuft die Gartenstraße.
Von der ehemaligen Schillerbrücke Richtung Schützenstraße, also in der Villenstraße sind kaum noch Spuren zu erkennen. Ein Anwohner wies mich aber auf einen alten Betonmasten hin, der aber seiner Meinung nach nur für die Straßenbeleuchtung diente. Ein weiterer Anwohner sei noch im Besitz alter Karten und Fotos. Ich glaub da gibts noch einige Schätze zu heben.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:07:11:09:52:02.

Re: *flacheHandandieStirnklatsch*

geschrieben von: TW 48/I

Datum: 11.07.08 21:23

Spannende Sache, gell?

Was mir immer noch Rätsel aufgibt, ist Bild 2 (fehlende Bebauung), und Bild 33 (Standort des Magirus-Turmwagens).

Wenn du mehr weisst, ich bin sehr neugierig!

Gruß TW 48/I

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