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Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: ludger K

Datum: 25.06.08 02:33

Am 22.5.1926 hatte bei der Zwickauer Straßenbahn eine neue Sparte Premiere: Die 3,6 km lange Omnibuslinie Poetenweg – Weißenborn nahm den Dienst auf. Am 15.1.1927 wurde sie über den Poetenweg hinaus um etwa 3 km in Richtung Reichenbacher Straße und am 17.1.1928 um 1,55 km bis zum Gasthof „Lichte Tanne“ verlängert. Die Busse mietete man vorerst von der Kraftverkehr Freistaat Sachsen AG, doch ab Dezember 1927 kamen zwei eigene Omnibusse zum Einsatz. Die Energie- und Verkehrs-AG Westsachsen (EVAWE) übernahm zum 1.1.1929 die Technischen Werke Zwickau und so auch den Betrieb der Straßenbahn einschließlich der Buslinien Weißenborn – „Lichte Tanne“ (9,87 km, später verlängert bis Stenn) und Königswalde – Zwickau – Auerbach (16,12 km). Sie beabsichtigte, die Buslinie Weißenborn – Stenn zu elektrifizieren, und am 2.4.1937 erteilte der Zwickauer Regierungspräsident dazu die Konzession.
Die Besonderheit der am 29.11.1938 abgenommenen Obusanlage war die Fahrleitung des BBC-Einstangensystems, wie es danach auch in Gera (ab 2.11.1939) und Eberswalde (ab 3.11.1940) angewendet wurde. Die beiden Fahrdrähte hingen nur 20 cm auseinander und konnten so vom doppelpoligen Kopf der Stromabnehmerstange berührt werden. Beim Befahren von Weichen übernahm ein mittig am Stromabnehmerkopf angebrachter Knopf die Führung in einer U-förmigen, spannungslosen Schiene. Als besonderen Vorteil wurde die Wendemöglichkeit an jeder beliebigen Straßenkreuzung gepriesen, doch bewährte sich das System nicht, so daß 1941 die zweite Obusgeneration wie üblich mit zwei Stangen geliefert wurde. Im November 1942 baute man die Fahrleitung vom Einstangen- auf das Zweistangensystem um und legte Wendeschleifen an.
Der Obusverkehr von Weißenborn über Poetenweg und Lichtentanne zur Schule Stenn begann am l.12.1938 mit einer Einweihungsfeier und einer den Honoratioren vorbehaltenen Festfahrt. Die Fahrzeit für die 13,14 km lange Strecke mit ihren 32 Haltestellen, die durchschnittlich 410 m auseinander lagen, betrug 41 Minuten. Zudem gab es eine 1,2 km lange Zufahrt von der Crimitschauer Straße zum Betriebshof Schlachthofstraße. Für die Stromversorgung entstand an der Reichenbacher Straße nahe der Stadtgrenze ein Unterwerk mit einem Quecksilberdampfgleichrichter für 250 A und 600 V. Daneben wurde die Fahrleitung auch aus dem Unterwerk Stiftstraße gespeist. Da die drei Obusse in Spitzenzeiten aber nicht ausreichten, mußten zusätzlich Dieselbusse eingesetzt werden.
Nach Kriegsbeginn änderten sich die Anforderungen an Straßenbahn und Busse, denn die Industrie produzierte nun für den Krieg und die Fahrgastzahlen nahmen rasch zu. Neue Obuspläne kamen im Dezember 1939 auf. Auch gab es Untersuchungen zur Umstellung der Straßenbahnlinie 3 nach Wilkau-Haßlau auf Obus. Noch 1939 wurde die Obuslinie in Stenn von der Schule bis zum Gasthof „Luckner“ verlängert, während in Weißenborn ein 1 km langer einspuriger Zweig vom Kuhbergweg zur Siedlung Nord hinzukam. Der Fahrzeugbau Schumann in Werdau lieferte 1940-42 pro Jahr zwei Anhänger für den Obusbetrieb.
Im Juli 1944 beantragte die EVAWE beim Reichsverkehrsminister den Bau einer Obuslinie nach Planitz. Die Bewohner der am 1.1.1944 nach Zwickau eingemeindeten Stadt Planitz (22.000 Einwohner) arbeiteten vor allem in der Rüstungsindustrie und benutzten eine Omnibuslinie der Kraftverkehr Sachsen AG, deren Wagenfolge in Spitzenzeiten 3-6 Minuten, ansonsten 15-20 Minuten betrug. Da im Konzessionsvertrag das Recht und die Pflicht der EVAWE für den Verkehr im Wirtschaftsgebiet Zwickau verankert waren, erachtete man den Obus als optimale Lösung zur Anbindung von Planitz, doch blieb es bei den Planungen.
Materialmangel – es fehlten vor allem Zahnräder und Radreifen – und der harte Winter 1946/47 ließen die Fahrgastzahlen von Straßenbahn, Omnibus und Obus nach dem Krieg ständig sinken, bis sie im Frühjahr 1947 einen Tiefststand erreichten. Der Reifenmangel brachte die Omnibuslinie nach Auerbach vollständig sowie die Obuslinie nach Stenn für sechs Monate zum Erliegen. Trotz der Widrigkeiten gab es 1947 allerdings erneut Pläne einer Obusstrecke vom Georgenplatz nach Planitz. Der Obus hatte damals eine Linienlänge von 13,54 km. Von den acht Obussen und acht Anhängern standen durchschnittlich jeweils zwei im Dienst. Am 31.12.1950, nach der Neugliederung, verfügte die „Verkehrs-AG der Stadt Zwickau“ neben den acht Obussen nur noch über sieben Anhänger, und zum 1.4.1951 ging sie in den „VEB (K) Verkehrsbetriebe der Stadt Zwickau“ über.
Weitere Änderungen gab es in den folgenden Jahren für die Obuslinie A nur kaum. Mit der Einführung des Sichtkartenbetriebs beim Obus am 3.8.1959 wurde erstmals für 2,70 DM eine Wochennetzsichtkarte für Straßenbahn, Obus und Dieselbus angeboten. Am 20.7.1960 berichtete das „Sächsische Tageblatt“: „Die Verkehrsbetriebe der Stadt helfen mit, das Straßenbild freundlicher zu gestalten, indem sie in ihren Werkstätten nach und nach alle Straßenbahn- und Obuswagen mit einem hellen Anstrich versehen.“ Als die Zwickauer Straßenbahn im Mai 1969 ihr 75-jähriges Bestehen feierte, waren u.a. zwölf Obusse und zehn Anhänger vorhanden.
Nach einem „Spezialisierungsabkommen“ mit der Tschechoslowakei kamen auch in Zwickau ab 1958 Obusse von Skoda zum Einsatz. Da dieser Hersteller nur Zweiachser produzierte, mußte der Anhängerbetrieb beibehalten werden. Mittlerweile waren aus Ungarn einige Gelenk-Dieselbusse (zunächst Ikarus 180, später Ikarus 280) importiert worden. Zudem wurden 1970 die letzten Skoda-Obusse 9 Tr eingeführt. Das Bestreben, den Verkehr samt Instandhaltung zu rationalisieren, brachte auch in Zwickau das Ende des Obusses. Nachdem bereits 1975 der Anhängereinsatz auf der Obuslinie geendet hatte, wurde der Obusbetrieb zwischen Poetenweg und Stenn am 26.2.1977 bedingt durch Bauarbeiten auf der Reichenbacher Straße auf Dieselbusse umgestellt. Montags bis freitags (4.00-7.30 und 14.15-17.30 Uhr) konnte man am Poetenweg in den Obus zur Weiterfahrt nach Weißenborn umsteigen. Diese Obusse hatten direkten Anschluß an die Dieselbusse von/nach Stenn. Hierfür hielten Diesel- und Obus direkt hintereinander. In den übrigen Tageszeiten sowie sonnabends, sonn- und feiertags bedienten ausschließlich Dieselbusse die Obuslinie.
Mit der Einstellung des Obusverkehrs am 31.8.1977 gegen 17.30 Uhr hörte auch der gebrochene Verkehr in den Früh- und Nachmittagsstunden auf. Ab 1. September fuhren auf der Linie Stenn – Weißenborn durchgehend Dieselbusse. Die meisten Fahrzeuge wurden ausgemustert und verschrottet, lediglich der Obus 309(II) wurde noch als Arbeitswagen Nr. 98 vorgehalten. Die Fahrleitungsanlagen blieben vollständig erhalten und wurden teilweise durch neue Masten und Spanndrähte noch überholt, wobei der Obus 309(II) auch Werkstattfahrten ohne Fahrgäste unternahm. Er befuhr die Obusstrecke noch regelmäßig, damit sich an der Fahrleitung keine dickeren Oxydationsschichten bildeten, denn man wollte den Obusbetrieb ggf. wieder aufnehmen können. Selbst nach Freigabe der Reichenbacher Straße für den Individualverkehr blieb die Fahrleitung dort hängen. Man ließ sich mit der Demontage Zeit, um das Schrottsoll alljährlich soeben erfüllen zu können, aber nicht überzuerfüllen. Noch 1981/82 überlegte man, den Obus wiederzubeleben und die Straßenbahnlinie 4 durch eine Obusanlage zu ersetzen.

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Es begann mit den zweiachsigen Obussen Nr. 8 und 9 (später 21 und 22) der Normgröße I mit Fahrgestell von MAN (Nürnberg), Aufbau vom Fahrzeugbau Schumann GmbH (Werdau) und einer elektrischen Ausrüstung mit Reihenschluß-Doppelkollektormotor (85 kW) und Feinstufenschalter für Reihen-Parallelschaltung von BBC. Die beiden Obusse waren nur vierfach bereift (12.00-20) und verfügten an den Mitteleinstiegen über einteilige druckluftbetätigte Schiebetüren. Die 9,88 m langen und 7,85 t schweren Wagen mit 5,25 m Achsstand boten 32 Sitz- und 20 Stehplätze. Der Wagen 8 wurde vom 17. bis 19.11.1948 auf der Fahrzeugschau in Düsseldorf präsentiert.
Der 1940 beschaffte Obus 10 (später 20) war schon 1930 von Daimler-Benz (Stuttgart-Untertürkheim) und BBC (Mannheim-Käfertal) gebaut worden und hatte jahrelang auf einer 600 m langen Versuchsstrecke im BBC-Werk als Test- und Vorführfahrzeug gedient. Mit ihm hatte man sowohl die Antriebsanlage aus Einkollektormotor (54 kW) und automatischem Nockenschaltwerk, als auch das Einstangensystem erprobt. Hierfür bestand im Werk eine einspurige Fahrleitung mit Mittelmast an der Endschleife. Am 22.11.1938 verließ er Mannheim in Richtung Zwickau, wo er nach der Umrüstung auf das Zweistangensystem ab 1940 als Einsatzwagen bereit stand. 1959 wurde er zusammen mit den ersten Obussen 21-22 (ex 8-9) verschrottet.
Angesichts des Verkehrsanstiegs und als Ersatz für die auf der Obuslinie verkehrenden Dieselbusse kamen im Juli 1941 die Obusse Nr. 23-25 der Normgröße II von Henschel, Schumann und SSW hinzu. Sie konnten 60 Personen aufnehmen, wogen leer 8,7 t und leisteten 85 kW. Im Januar 1942 rüstete man sie mit elektrischer Widerstandsbremse aus. Schließlich folgten 1945 zwei Wagen von MAN, Schumann und SSW, jedoch mit AEG-Motor.

Der Obuspark (Die Nummer nach dem Schrägstrich galt ab 1962)
8: MAN/Schumann/BBC 1938, später Nr. 21, 1959 ausgemustert
9: MAN/Schumann/BBC 1938, später Nr. 22, 1959 ausgemustert
10: Daimler-Benz/BBC 1930, 1938 ex BBC Mannheim (urspr. Testwagen), später Nr. 20, 1959 ausgemustert
23 / 311: Henschel/Schumann/SSW 1941, 1962 ausgemustert
24 / 312: Henschel/Schumann/SSW 1941, 1962 ausgemustert
25: Henschel/Schumann/SSW 1941, 1961 ausgemustert
26: MAN/Schumann/SSW 1944, urspr. für Leoben gebaut, 1945 nach Zwickau, 1959 ausgemustert
27: MAN/Schumann/SSW 1944, urspr. für Leoben gebaut, 1945 nach Zwickau, 1959 ausgemustert
28 / 310: LOWA/VEM 1954, 1964 ausgemustert
29 / 301: Skoda 8TR 1958, 1976 ausgemustert
30 / 302: Skoda 8TR 1960, ab 1970 Fahrschulwagen 61, ab 1972 Nr. 310, 1975 ausgemustert
31 / 303: Skoda 8TR 1960, 1977 ausgemustert
32 / 304: Skoda 8TR 1960, ab 1975 Nr. 312, 1976 ausgemustert
33 / 305: Skoda 8TR 1960, 1977 ausgemustert
34 / 306: Skoda 8TR 1960, später Nr. 302, 1977 ausgemustert
307: Skoda 9TR 1962, ab 1970 Nr. 57, 1972 ausgemustert
308: Skoda 9TR 1962, ab 1970 Nr. 58, 1972 ausgemustert
309: Skoda 9TR 1962, 1969 ausgemustert nach Unfall
310 II: Skoda 9TR 1965, ab 1972 Nr. 307, 1977 ausgemustert
311 II: Skoda 9TR 1967, 1974 ausgemustert
312 II: Skoda 9TR 1967, 1975 ausgemustert
313: Skoda 9TR 1970, 1977 ausgemustert
306 II: Skoda 9TR 1970, 1977 ausgemustert
307 II: Skoda 9TR 1970, 1972 ausgemustert nach Unfall
308 II: Skoda 9TR 1970, 1977 ausgemustert
309 II: Skoda 9TR 1970, 1977 ausgemustert, ab 1979 Dienstwagen 98


http://img209.imageshack.us/img209/8617/z014cx1.jpg

http://img337.imageshack.us/img337/9145/z007bu9.jpg

Bild 1-2: Die ersten beiden Obusse (Nr. 8 und 9). Der Clou: Sie hatten nur eine(!) Stange. Das System bewährte sich nicht.


http://img180.imageshack.us/img180/474/z019tj7.jpg

Bild 3: Umsteigeverkehr an der Zentralhaltestelle Poetenweg um 1940. Der Obus 9 (noch mit nur einer Stange) fährt nach Stenn, der Tw 77 zum Marientaler Krankenhaus.


http://img180.imageshack.us/img180/7426/z015yb5.jpg

http://img254.imageshack.us/img254/9383/z010ck6.jpg

http://img501.imageshack.us/img501/9460/z011yi5.jpg

Bild 4-6: Nachkriegsfotos der ersten beiden Wagen, nun Nr. 20-22. Von 1940 bis 1975 führten Obusse auch Anhänger mit.


http://img170.imageshack.us/img170/7904/z021ft3.jpg

http://img108.imageshack.us/img108/3912/z022ac1.jpg

http://img170.imageshack.us/img170/7931/z008nv1.jpg

Bild 7-9: Ein Einzelstück blieb der 1930 gebaute Mercedes-Obus 20, der ursprünglich auf der Mannheimer BBC-Versuchsanlage als Testwagen lief. Hier ein Auszug aus einem Firmenprospekt sowie ein Foto von 1950 im Betriebshof Schlachthofstraße.


http://img205.imageshack.us/img205/8216/z020xd5.jpg

Bild 10: Ein Schumann-Werkfoto der zweiten Lieferung von 1941 (Nr. 23-25) …


http://img205.imageshack.us/img205/4461/z001zp9.jpg

Bild 11: … und der generalüberholte bzw. modernisierte Obus 24 mit Anhänger 47 um 1955 am Poetenweg.


http://img403.imageshack.us/img403/478/z013os5.jpg

http://img403.imageshack.us/img403/5186/z002oa1.jpg

http://img403.imageshack.us/img403/7667/z009fa0.jpg

Bild 12-14: Die Kriegsobusse 26-27 waren von MAN, Schumann und SSW für Leoben gebaut worden, kamen aber 1945 nach Zwickau.


http://img295.imageshack.us/img295/1452/z003tf5.jpg

http://img295.imageshack.us/img295/6701/z012oo1.jpg

Bild 15-16: Ebenso ein Einzelgänger blieb der Lowa/VEM-Obus 28, der 1964 ausschied.


http://img255.imageshack.us/img255/4681/z024ml9.jpg

Bild 17: Der VEB IfA Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ in Werdau konstruierte 1953 für die BVG Berlin Ost einen Doppelstock-Obus, der im April 1955 auf der Linie Weißenborn – Lichtentanne – Stenn erste Testfahrten absolvierte.


http://img295.imageshack.us/img295/4939/z006kz1.jpg

Bild 18: Ab Nr. 29 bekam Zwickau Skoda-Obusse zugeteilt, zunächst vom Typ 8 Tr. Hier der Obus 29 an der Endstelle Weißenborn Siedlung (1959).


http://img295.imageshack.us/img295/9138/z005be2.jpg

Bild 19: Ab 1960 bekamen einige Obusse einen helleren Anstrich. Hier der 1960 gebaute Wagen 31 am Poetenweg. Das „Z“-Schild wies auf die Fahrgastabfertigung als Zeitkartenwagen hin.


http://img168.imageshack.us/img168/3153/z004mi9.jpg

Bild 20: Der Wagen 307 war der ersten Zwickauer Skoda-Obus vom Typ 9 Tr (wiederum am Poetenweg).


http://img511.imageshack.us/img511/1559/z016ld6.jpg

http://img146.imageshack.us/img146/274/z017mv2.jpg

http://img399.imageshack.us/img399/5214/z018ia9.jpg

Bild 21-23: Drei typische Szenen der letzten Jahre des Zwickauer Obusbetriebs (14.7.1972). Oben der Wagen 309 auf der Moritzstraße, dann zwei Skoda-Typen auf dem Poetenweg und schließlich eine Begegnung von Obus 305 (nach Weißenborn Stadtpark) und Straßenbahn-Tw 115 (als Linie 4 nach Pölbitz) an der Zentralhaltestelle Poetenweg.


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Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: BikerB

Datum: 25.06.08 08:03

Moin !

Einfach ein toller Beitrag ! Wo hat man nur so viele schöne, historische Fotos her ?

Dankeschön!

geschrieben von: 52 8199

Datum: 25.06.08 09:04

Hallo,
vielen Dank für diesen gelungenen Beitrag aus meiner Heimatstadt. Die Bilder sind sehr schön und absolute Raritäten.
Als Bus-Fan suche ich immer Bilder aus meiner Gegend, diese hier sind aber der absolute Knaller.

Gruß, Karsten "52 8199"

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: 52 2006

Datum: 25.06.08 10:05

Eigentlich müssten die Obusse bei den Spritpreisen hier in Deutschland eine Renaissance erleben, verdient hätten sie es ja. In der Schweiz gibts ja noch einige Netze, z.B. in Luzern. Wahrscheinlich scheut man den Aufwand, wieder Oberleitungen in den Städten anbringen zu müssen. Und vielleicht gibts ja in ein paar Jahren leistungsfähige und schnell ladbare Akkus.

Was ich an diesem Artikel nicht so schön finde, ist die oben schwer lesbare Textwüste, da wünsche ich mir, dass die in Zukunft etwas aufgelockert werden, zum Beispiel mit mehr Zwischenraum zwischen den Absätzen, so verleidet einem das das Lesen am Bildschirm. Es hat nix mit blauer Schrift oder großen Buchstaben zu tun, sondern vor allem mit der Breite der Zeilen und den Absatzabständen.

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:06:25:10:07:59.

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: dampfachim

Datum: 25.06.08 12:30

Hallo Ludger,

vielen Dank für Deine Aufarbeitung dieses interessanten Stück Verkehrsgeschichte.
Bis eben wusste ich gar nicht, daß es in Zwickau überhaupt sowas gab.

Viele Grüße

Dampf - Achim Rickelt

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: Werner

Datum: 25.06.08 12:53

Hallo Stefan,

das hat aber auch Vorteile: Gerade bei langen Ladezeiten ist es günstig, erst mal den Text zu lesen, wärend die Bilder downgeloaded werden. Insbesonere dann, wenn die Bilder auf Imageshack liegen, kann der Begleittext am Anfang nicht lang genug sein.

Gruß Werner


Zitat:
Eigentlich müssten die Obusse bei den Spritpreisen hier in Deutschland eine Renaissance erleben, verdient hätten sie es ja.

In Leipzig wird ja bekanntlich ernsthaft eine Umstellung der Linie 60 auf Obus erwogen. Einfach abwarten und Tee trinken...

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: Murmel

Datum: 25.06.08 15:32

Schöne Bilder vom Zwickauer Obus! Aber die Streckenskizze hat kleine Fehler. Die Wendeschleife an der Gaststätte "Zur lichten Tanne" hieß nur Karl-Marx-Straße. Die Wendeschleife in Lichtentanne selbst hieß Ernst-Thälmann-Straße. Aber ansonsten gelungener Beitrag.

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: 52 2006

Datum: 25.06.08 16:39

Ich beschwere mich ja auch nicht über zu viel Text, sondern zu wenig Strukturierung, das ist schwer lesbar. Das ist alles.

kondensierte Grüße, Stefan

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Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: spindel

Datum: 25.06.08 19:58

Hallo Ludger !

Tolle Fotos aus Zwickau. Ich warte jetzt auf Fotos vom Obus aus meiner Heimatstadt Greiz. Davon gibt es wenige Bilder.

Grüsse aus dem Vogtland !
Frank Spindler

[www.frank-spindler.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:06:25:19:59:13.

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 26.06.08 11:57

Geile ultraseltene Bilder!!! ;-)

Wie lange wurde eigentlich die Strecke und der "Dienstwagen" noch vorgehalten? Leider findet man darüber unterschiedliche Angaben?! M.E. müßte so um 1982 endgültig Schluß gewesen sein, genau weiß ichs aber auch nicht.. Gruß, zombie.

http://fs5.directupload.net/images/160314/wr64ge43.jpg

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: Mattis

Datum: 26.06.08 22:56

Der Wagen 98 war bis 1979 einsatzfähig und wurde zum Jahreswechsel 1980 zerlegt.


Ursprünglich sollte Eberswalde noch einige Obusse aus Zwickau übernehmen. Bei einer Ortsbesichtigung wurde jedoch der äußerst schlechte Zustand offensichtlich. So wurden nur Ersatzteil übernommen.
Weiterhin hält sich hartnäckig ein Gerücht, daß zum Transport der Ersatzteile einer der Zwicker 9Tr-Wagen genutzt wurde.

Viele Grüße
Mattis

Salzburg/Eberswalde

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: Ayreon

Datum: 09.11.11 14:14

Hallo,

über ebay bekamm ich zwei sw-Bilder von zwei O-Bussen.
Einer ist eindeutug als O-Bus in Zwickau beschrieben.

Hier sind nun die beiden Bilder.

http://www.abload.de/img/obus1teys8.jpg

Aufnahme von P. Bilz, Dresden

http://www.abload.de/img/obus233zvs.jpg

O-Bus Nr. 309 mit Bw 356 in Zwickau, 21.12.1975.
Aufnahme von P. Bilz, Dresden.

Ich hoffe, daß ich etwas beisteuern konnte.

Gruß

Andy aus Benningen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:09:14:15:32.

Danke für die Info

geschrieben von: ludger K

Datum: 09.11.11 14:24

Sehr interessante Aufnahmen. Das erste Motiv kann ich nicht lokalisieren, aber das zweite zeigt die Schleife Weißenborn.

Übrigens: Die Perspektive meines Fotos 18 war gestern in den Nachrichten zu sehen, und zwar mit einem ausgebrannten Wohnmobil

Ergänzung

geschrieben von: 52 8199

Datum: 09.11.11 23:23

Hallo,
Bild 1 ist in der Moritzstraße Richtung Crimmitschauer aufgenommen.
Gruß, Karsten "52 8199"
P.S. Edit, da Bild 2 stimmt.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:13:14:53:05.

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: Felix2007

Datum: 14.07.12 17:32

Hallo,

das zweite Bild zeigt die Wendeschleife in Stenn.


Gruß aus Lichtentanne

Felix2007

Re: Längst historisch: Obusse in Zwickau (m23B)

geschrieben von: Lupe

Datum: 14.07.12 21:27

Hallo zusammen

An die O-Bus-Verkehr nach Lichten "Tanne" kann ich mich noch gut erinnern, besonders an die Zahlbox. 20 Pfennige eingeworfen und dann kraeftig mehrfach den Hebel an der Zahlbox so lange gezogen, bis kein Papier mehr raus kam, war schon intersant als "Kind vom Lande".

Auch "schoen" im negativen sinne war der West-Tv Empfang bei meinen Onkel, auf der Thaelmannstrasse in Tanne. Immer wenn sich ein O-Bus seinen Haus sich naeherte war der TV-Empfang gestoert, etwa 100 bis 150 m aus Richtung der Haltestelle zu "Linde" und daus Richtung Stenn war es etwas laenger, etwa ab den Ortseingangsschild von "Tanne". Manech O-Buse merkte man von / bis zur Wendestelle in Stenn. Als ich das zum ersten mal erlebte, war ich wirklich stark verwundert, denn wir hatten bloss die ARD, Zdf und das 3te konnten wir zu der damaligen Zeit nicht empfangen, aber eben die Verwandschaft und auf ZDF und den 3ten kamen enen schoene Kindersendungem. Aber irgend wie gewoehnte man sich daran und konnte die Zeit der Stoerung effektiv zu gewissen "Erledigungen" nutzen, aller 20min.

PS: haben nur 25km Lujtlinie aus einander gewohnt, aber eben im Muldental