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Polen vor 17 Jahren - ein Reisebericht (mvB+Text) - Teil 2

geschrieben von: xBurt

Datum: 18.04.08 18:56

Nach dem eher verhaltenen Auftakt laufen wir uns nun langsam warm und kommen zum ersten Dampftag in Ostpreußen.

Siehe auch:
Teil 1 – Die Anreise






Samstag, 13.04.1991
Das morgendliche Aufstehen hatten wir auf christliche 7 Uhr gelegt. Die Sonne stand schon am Himmel und auch dieser Tag versprach wieder wunderbares Fotowetter. Am Bahnhof herrschte geschäftiges Treiben: Gleich zwei Dampfzüge machten sich zum Aufbruch bereit. Während Ol49-21 mit ihrem Personenzug am 8:08 Uhr nach Nikolaiken/Mikolajki aufbrechen wollte, entschwand Ol49-85 bereits um 7:59 Uhr ebenfalls mit einem Personenzug nach Rudschanny/Ruciane Nida.

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Ol49-21 mit dem Zug nach Nikolaiken/Mikolajki

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Ol49-85 bei der Ausfahrt nach Rudschanny/Ruciane Nida

Wir hingegen bestiegen den Zug um 8:35 Uhr in Richtung Korschen/Korsze. Die Fahrt durch die im schönsten Morgenlicht daliegende masurische Landschaft war traumhaft. Seen, Wälder, Hügel und Felder und dazu herrliche Backsteinbauten aus preußischer Zeit wechselten einander ab und machten die Fahrt recht kurzweilig. Auf den Unterwegsbahnhöfen hielten wir nach Dampfloks Ausschau. Und richtig: Bei der Einfahrt in Rastenburg/Ketrzyn ertönte auf der rechten Seite Leo’s Ruf „Dampf!“. Die stattfindende Kreuzung der beiden (Diesel-) Personenzüge nutzten wir zu zwei schnellen Aufnahmen und konnten so die beiden am Hausbahnsteig vor sich hin qualmenden Ty42-33 und Ty2-263 ablichten – damit waren die ersten 52er im Kasten!

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Ty2-263 am Bahnsteig in Rastenburg/Ketrzyn

Nach kurzem Aufenthalt ging es weiter und wir näherten uns Korschen/Korsze. Gespannt lauerten wir wieder am Fenster. Und plötzlich traf uns fast der Schlag: Auf der rechten Seite tat sich mit einem Mal das riesige Bw-Gelände von Korschen/Korsze auf, kompett vollgestellt mit Dampfloks! Noch nie hatte ich in meinem Leben irgendwo 30 oder mehr Loks auf einen Haufen gesehen, noch dazu fast alles 52er! Vor dem Lokschuppen schließlich standen mehrere Maschinen unter Dampf und warteten auf ihre Einsätze – ich war völlig aus dem Häuschen! Willkommen im Paradies!

Begeistert sprangen wir am Bahnsteig aus dem Zug. Die im ersten Moment erschreckende Feststellung, dass der gesamte Personenbahnhof bereits komplett mit Fahrdraht überspannt war, wurde schnell relativiert: Am Nachbarbahnsteig räucherte Ty42-112 mit ihrem Personenzug nach Bartenstein/Bartozyce vor sich hin. König Dampf hatte also noch nicht ausregiert!

Sofort nahmen wir Kontakt mit dem Lokpersonal auf, woraufhin uns der Heizer prompt zu sich auf den Führerstand einlud. Begeistert enterten wir die Maschine. Oben angelangt nahmen wir die Lok neugierig in Augenschein und versuchten mit dem Heizer eine Unterhaltung zur Lage des Dampfbetriebes in Gang zu bekommen. Trotz der fehlenden Sprachkenntnisse gelang das mit Händen und Füssen ganz gut, so dass schnell klar war, dass der Dampfbetrieb maximal noch bis zum Fahrplanwechsel Ende Mai 1991 laufen würde. Aber noch seien die Nebenstrecken rund um Korschen/Korsze zu 100% in Dampfes Hand, wenn auch mit gekürzten Leistungen wie der Einstellung des Zugverkehrs zwischen Bartenstein/Bartozyce und Heilsberg/Lizbark.

Der Zug verließ Korschen pünktlich um 11:00 Uhr. Dem Lokführer passte unsere Anwesenheit auf der Lok nicht so recht, so dass er etwas knurrig wirkte, aber gegen die Einladung des Heizers konnte/wollte er nichts machen. In der Konsequenz scheuchte er uns aber immer wieder auf die Heizerseite hinüber, sobald wir seinem Wirkungsbereich zu nahe kamen. Einschließlich Heizer war es dort zu viert aber zu eng, so dass in wechselnder Folge einer von uns nach hinten in den Zug umzog. Die anderen beiden drängten sich dann auf dem Heizersitz am Fenster.

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Blick vom Führerstand der Ty42-112 auf die Strecke

Die Fuhre legte ein beeindruckendes Tempo vor. Auf der Lok gab es bei geschätztem Tempo 80 keinen festen Punkt mehr, alles war in Bewegung, rasselte und schepperte. Die Strecke führte schnurgerade durch die abwechslungsreiche, hügelige Landschaft. Die einstige Zweigleisigkeit war in Form des einseitig leeren Bahndammes nicht zu übersehen. Nach den wenigen Unterwegshalten gab der Lokführer der Maschine jedes Mal ordentlich die Sporen, so dass sie trotz der nur zwei angehängten Wagen mit einem beeindruckenden Abdampfschlag-Stakkato los jagte.

Um die Gesamtausbeute der Fototour deutlich zu steigern, hatten Leo und ich beschlossen, uns unterwegs zu trennen. Deshalb stieg Leo in Wöterkeim/Wiatrowiec ab und fotografierte unseren Zug bei der dortigen Ausfahrt. Dummerweise blieb ich am Fenster sitzen, so dass sowohl ich als auch der in der Führerhaustür stehende Peter nun das Bild zieren…

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Ty42-112 Ausfahrt Wöterkeim/Wiatrowiec

Bartenstein/Bartoszycze war kurz darauf um 11:35 Uhr erreicht. Ty42-112 setzte gleich nach der Ankunft um und nach einer Viertelstunde ging es wieder retour nach Korschen/Korsze. Peter und ich lehnten uns genüsslich auf der Heizerseite aus dem Führerstand, wobei wir diesmal gezielt nach Leo Ausschau hielten und rechtzeitig abtauchten. Die Rückfahrt nutzte ich, um mir die lukrativsten Fotostellen einzuprägen und für den morgigen Tag vorzumerken.

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Ty42-112 in Bartenstein/Bartoszyce

12:26 Uhr rumpelte der Zug pünktlich in den Bahnhof Korschen/Korsze. Wir bedankten uns beim Personal und verließen den Führerstand. Ty42-112 spannte ab und fuhr ins Bw hinüber, während sich bald darauf Ty42-69 vor die gleichen Wagen setzte, um 13:35 Uhr den Gegenzug wieder nach Bartenstein/Bartoszycze zu bringen.

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Ty42-112 Lz im Bahnhof Korschen/Korsze

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Ty42-69 fährt aus Korschen/Korsze aus

Wir waren so in die Ty42-69 vertieft, dass wir erst nach deren Ausfahrt merkten, dass auf der anderen Bahnhofsseite – Korschen/Korsze hat einen Inselbahnhof – inzwischen Ty2-277 vor einem Güterzug stand. Sie spannte gerade ab und fuhr an den Wasserkran. Ob der Güterzug mit der Lok von Allenstein/Olsztyn herüber gekommen war oder ob sie sich nur als Rangierlok vor den Zug gesetzt hatte, blieb leider ungeklärt, denn nun stellte Ty42-22 am Nachbargleis auch schon den Personenzug nach Skandau/Skandawa bereit.

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Ty2-277 am Wasserkran

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Ty42-22 und Ty2-277 Bf Korschen/Korsze

Nach kurzer Kontaktaufnahme mit dem Lokpersonal folgte auch hier prompt die Einladung auf den Führerstand. Im Gegensatz zum Personal der Ty42-112 waren die Männer auf Ty42-22 aber beide gut drauf und scherzten mit uns herum. Natürlich mussten wir uns gleich mal als Hilfsheizer versuchen, was nach einer kurzen Anleitung sogar ganz gut funktionierte.

Exakt 14 Uhr hieß es Abfahrt. Die Strecke führte Richtung Nordosten aus dem Bahnhof heraus, was uns einen Blick auf die Bw-Anlagen ermöglichte. Hinter dem Lokschuppen standen wirklich Unmengen an abgestellten Maschinen, fast alles Ty2/Ty42, aber auch einige Tkt48 und Ty51. Was musste hier noch vor ein paar Jahren für ein unvorstellbares Gewusel an Dampfloks geherrscht haben! Die gerade erlebte Betriebsamkeit war für uns doch schon sehr ordentlich, aber offensichtlich nur ein Schatten einstigen Glanzes! Kein Vergleich zum Mini-Bahnbetriebswerk Wollstein/Wolsztyn!

Auch die Strecke nach Skandau/Skandawa präsentierte sich als Rudiment einer ehemaligen Hauptstrecke, deren einstige Zweigleisigkeit nicht zu übersehen war. Die Signale der Unterwegsstationen waren allesamt ausgekreuzt und auch die gut erhaltene, typisch preußische Backsteinarchitektur der Bahnhofsgebäude konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Strecke auf der Abschussliste stand.

Bei der Ausfahrt aus Dönhofstädt/Drogosze zeigte der Heizer plötzlich lachend auf ein Bahnwärterhaus. Erst verstanden wir nicht, was er meinte, doch dann sahen wir es auch: An dem Haus prangte noch gut lesbar die Anschrift „Räder müssen rollen für den Sieg!“. Die Reste alter deutscher Anschriften an den Bahnhofsgebäuden waren uns schon unterwegs aufgefallen (z.B. in Fließdorf/Stare Juchy), aber „historische Propaganda“ hätten wir nicht erwartet – wir waren platt!

Die Mitfahrt bis auf den Grenzbahnhof Skandau/Skandawa erschien uns wenig ratsam, da ich dort Schwierigkeiten mit dem Grenzschutz witterte. Also verließen wir in Modgarben/Modgarby den Zug und kamen so zu einer schönen Aufnahme bei der Einfahrt des nach 20 Minuten zurückkehrenden Zuges.

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Ty42-22 in Modgarben/Modgarby

Wir enterten wieder den Führerstand. Auf dem Weg nach Korschen/Korsze lichteten wir nun bei der Einfahrt in Dönhofstädt/Drogosze das Bahnwärterhaus mit der historischen Anschrift gleich von der Lok aus ab, da die Zeit für einen Aufenthalt nicht reichte. Bei unserer Rückleistung von Skandau/Skandawa handelte es sich praktisch um einen „Durchläufer“ nach Bartenstein/Bartoszyce, der in Korschen/Korsze nur eine andere Zugnummer erhielt. So blieben wir dort gleich auf der Lok.

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Ty42-22 beim Halt in Korschen/Korsze

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Ty42-22 am Haltepunkt Rosenort/Rozyna Warm.

Da ich nun auf beiden von Korschen/Korsze ausgehenden Nebenbahnen Streckenkenntnis hatte, wollten ich dies jetzt auch fotografisch umsetzen. Während Leo schon den ganzen Tag irgendwo an der Bartensteiner Strecke unterwegs war, stieg ich zusammen mit Peter, der keine Lust hatte, allein weiter nach Bartenstein/Bartoszyce zu fahren, in Wöterkeim/Waitrowiec ab und sprintete vor zur Ausfahrt. Leider verdunkelte hier eine der wenigen Fotowolken des Tages die Sonne, so dass ich nur noch die Blende aufreißen und abdrücken konnte.

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Ty42-22 Ausfahrt Wöterkeim/Wiatrowiec

Mit dem Bild nicht ganz zufrieden trollten wir uns nun vor zum Bahnhofsgebäude, um auf den Gegenzug zu warten. Inzwischen war es kurz nach halb fünf und von Leo fehlte jede Spur. Wenn er den Zug zurück nach Korschen noch erwischen wollte, müsste er aber langsam mal auftauchen. Pünktlich 15:44 Uhr rollte Ty42-22 mit dem Rückzug in den Bahnhof. Aber wo war Leo? Zu unserer Überraschung war er schon im Zug. Er war im Laufe des Tages mit dem Bus nach Bartenstein/Bartozycze gefahren und hatte nun dort zum Abschluss die Einfahrt und das Umsetzen fotografiert.

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Ty42-22 Einfahrt Wöterkeim/Wiatrowiec

Nach dem freudigen Hallo und dem Austausch der interessantesten Informationen waren wir auch schon wieder in Korschen/Korsze angekommen. Dort wechselten wir in den am Nachbarbahnsteig stehenden Personenzug nach Lyck/Elk, der uns wieder in unser Quartier bringen sollte. Sehr zufrieden erreichten wir um 19:31 Uhr Lyck/Elk, wo wir beim Abendessen den Tag noch einmal Revue passieren ließen und Pläne für den nächsten Tag schmiedeten.




Weiter geht’s dann morgen mit Teil 3 als krönendem Abschluss der Tour.

Bis dahin: xBurt.




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:07:10:20:57:27.

Traumhaft !

geschrieben von: karlmg

Datum: 18.04.08 19:17

Hallo xBurt,

für solche Erlebnisse bist Du echt zu beneiden....

Danke daß Du uns daran teilhaben läßt!

gruß
karlmg
Klasse Bilder, vielen Dank !
Interessant finde ich die hübsch-hässlichen-ultra-einfach-Windleitbleche der Ty42-22.
Ob diese Bleche überhaupt was genutzt haben, denn der Wind wurde bei den kleinen Blechen nur durch die geschwungene Form nach oben gelenkt.

Viele Grüße

Michael Fischbach


Hallo Michael,

ja, man soll es kaum glauben, aber in Polen hat man es tatsächlich geschafft, die einfachen Bleche der 52er noch weiter zu vereinfachen! Funktionieren tun die Dinger schon (gerade oder gewölbt ist da ziemlich egal), aber das abgekantete Stück neigt zum Reißen, was dann ein hin- und herwackelndes Blech ergibt - und das leitet dann fast nichts mehr. Deshalb hatte man ja eigentlich die gewölbte Form ohne Abkantung gewählt.

Viele Grüße, xBurt.

Kleiner Hinweis...

geschrieben von: gasbahn

Datum: 18.04.08 19:50

zu einem Ortsnamen: Der alte Name lautet richtig Rudczanny. Gesprochenwird das stimmhaft, also Rud- wie Rudolf und -czanny beginnend mit J wie Journal. Der Name stammt aus der Masurischen Sprache.

Vielen Dank für die hochinteressanten Berichte.

Auf Wiederlesen!
Heinz

BVG ist, wenn man trotzdem lacht.

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Hallo xBurt!
Vielen Dank,das Du mir zeigst, was ich alles verpasst habe, während ich bei uns Sonderzüg gejagt habe. Nein Spass beiseite: ein echt toller Bericht und wunderbare Bilder. Ich beneide Euch um diese Tour und freue mich schon auf den nächsten Teil. Bis dahin viele Grüße von Sven aus Strausberg.

What a difference a day makes (m1B)

geschrieben von: Rache für 051 444

Datum: 18.04.08 20:13

Wer kennt das Lied noch?
Aber im Ernst: So sah es in K. noch im September 1990 aus. Ty 2-277 rangiert:

000.jpg


Dobra noc,

Jürgen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:04:18:20:13:37.
Moin xBurt!

Danke, das du uns an Deiner gut erzählten und fotografisch interessanten Rundreise teilhaben lässt! Da ich selbst über einige Polen-Erfahrung verfüge, allerdings aus Mitte der siebziger Jahre, ist es für mich nicht überraschend, das euch hin und wieder deutsche Beschriftungen an den Bahnhöfen begegnet sind. Die alte Farbe war eben haltbarer... Aber das die alten Kriegsparolen immer noch eventuellen Überpinselungen standgehalten haben, verblüfft mich massiv!

Ich freue mich schon jetzt auf Deine Fortsetzungen!

Vielen Dank & Grüsse

Helmut
Hallo,
leider hatte ich erst im Juni Zeit, nach Korsze zu fahren. Da war so gut wie nichts mehr los, ich glaube mich noch an zwei warme Ty2 zu erinnern.
Viele Grüße
Stefan
Deine schönen Bilder haben mich veranlasst, ein paar Dias herauszukramen, die ich auf einer Interrail-Reise gemacht habe. Damals bin ich einfach aus Neugier dorthin gefahren, weil ich Ostpreußen mal sehen wollte, und wurde dann von den Dampfloks überrascht.

Am 29.3.1991 ging es mit einem Schnellzug von Warschau nach Bialystok, dann irgendwie nach Elk und von dort nach Bartosze. Nachdem ich in der Nähe des Bahnhofs im Wald gepennt hatte, fuhr ich am nächsten Morgen nach Mikolajki. Wenn ich mich recht erinnere, war schon an dem Zug die Ol 49.29 dran, die ich dann natürlich beim Umsetzen in Mikolajki fotografierte:
http://img529.imageshack.us/img529/2007/d12052uy8.jpg

http://img529.imageshack.us/img529/6323/d12053ta5.jpg

Von dort fuhr sie dann den p.o. 9723 zurück nach Elk:
http://img262.imageshack.us/img262/9223/d12054sb8.jpg

Auf die Ausfahrt habe ich aber dann nicht mehr gewartet, sondern bin mit dem nächsten Zug nach Czerwonka weitergefahren.

Viele Grüße!



P.S. In Biskupiec konnte man damals auch noch den Namen Bischofsburg durchschimmern sehen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:04:18:22:25:23.
Vielen Dank für das Lob! Freuen tue ich mich besonders über die anderen Ostpreußen-Bilder - davon kann ich nie genug sehen.

Zum Ortnamen Rudschanny/Niedersee/Rudczanny/Ruciane Nida: Alle Varianten sind eigentlich richtig. Ich hatte mich an der Karte von 1921 orientiert:
2395_Rudschanny_1921.jpg

Viele Grüße, xBurt.

Diese Schreibweise...

geschrieben von: gasbahn

Datum: 18.04.08 23:37

ist mir völlig neu. Alle mir bekannten Karten und Ortverzeichnisse weisen bis 1938 nur den Namen Rudczanny auf. Hast Du eine genaue Bezeichnung für die Karte? Ich sammle nämlich so etwas.

Familiennamen wurden viele schon um 1900 umgeschrieben, bin da selbst betroffen. Für meinen Urgroßvater ist noch die Schreibung -czey überliefert, auch mit der stimmhaften Sprechweise. Aber Ortsnamen wurden vor 1938 nur wenige verändert.

Auf Wiederlesen!
Heinz

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Re: Diese Schreibweise...

geschrieben von: xBurt

Datum: 19.04.08 19:46

Das ist sogar die amtliche Version: Meßtischblatt Nr. 2395
Im Internet gibt es ein paar ganz hervorragende polnische Meßtischblatt-Archive. Im Gegensatz zu deutschen Pendants völlig kostenlos und in super Auflösung. Die Rudschanny-Karte stammt von [www.mapy.eksploracja.pl].

Viele Grüße, xBurt.

Besten Dank! (o.w.T)

geschrieben von: gasbahn

Datum: 19.04.08 20:51

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Auf Wiederlesen!
Heinz

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