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 04 - Historische Bahn 

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Die Entstehung der Emder Straßenbahn geht auf den Hapag-Generaldirektor Albert Ballin zurück, dessen Karriere als einfacher Auswanderer-Agent begonnen hatte. Unter ihm war die Hamburg-Amerika-Linie zur größten Reederei der Welt herangewachsen. Um 1900 liefen allein elf Hapag-Dampferlinien den Emder Außenhafen an, dazu gab es den Inselverkehr mit Borkum, teilweise schon mit Motorbooten. Es verblieb aber ein Engpaß: Wie sollte man vom Stadtzentrum Emdens zum Außenhafen kommen?
Die Stadt Emden legte sich in den Jahren 1901/02 mit einem Anlagekapital von 300.000 Goldmark eine meterspurige Straßenbahn mit 3,74 km Länge vom Alten Markt zum Außenhafen zu. Den Fahrstrom für die am 7.2.1902 vollendete Anlage lieferte die Zentralstation Nesserland. Die landespolizeiliche Abnahme fand nachträglich am 18.-20.2.1902 statt. Die „Elektrische Kleinbahn Emden – Außenhafen“ pendelte von morgens 7 Uhr bis abends gegen 20 Uhr halbstündlich, bis 22.30 Uhr stündlich. Die einfache Fahrt kostete 10 Pf, für Kinder die Hälfte. Als der Tarif auf 25 Pf erhöht wurde, gingen viele Kunden lieber zu Fuß. Die Luftangriffe des 2. Weltkriegs trafen die Bahn schwer. Zwar fuhr sie nach Kriegsende schon bald wieder, doch zeigte sich immer mehr der Nachteil der geringen Streckenlänge und des Fehlens einer Verbindung mit dem Hauptbahnhof. So konnte sich der Autobus immer mehr durchsetzen. Am 30.4.1953 war das Schicksal der Emder Straßenbahn besiegelt.

17.10.1883: Vertrag zwischen der Stadt Emden und dem Bäckermeister Poppinga über den Bau einer Pferdestraßenbahn vom Südbahnhof nach Nesserland (Poppinga beschafft aus Hannover sechs Doppelstockwagen und verlegt auch einige Gleise, muß sie aber noch 1883 wieder ausbauen)
23.8.1901: Genehmigung des Regierungspräsidenten zum Bau und Betrieb einer elektrischen Kleinbahn vom Alten Markt zum Außenhafen, Bau durch die Firma Körting, Betrieb durch die AEG
7.2.1902: Abschluß der Bauarbeiten
20.2.1902: Landespolizeiliche Abnahme
23.2.1902: Eröffnung der „Elektrischen Kleinbahn Emden – Außenhafen“
1919: Wiederinbetriebnahme nach Kriegsende bis zum Außenhafen
November 1941: Eine Bombe zerstört vor der Wagenhalle einen Trieb- und einen Beiwagen sowie die Gleise
6.9.1944: Bombenangriff: Wagenhalle, Verwaltungsgebäude und je zwei Trieb- bzw. Beiwagen zerstört, Kreuzung mit der Reichsbahn beiseite geschleudert, Gleis- und Fahrleitungsschäden am Delft und in der Nesserlander Straße (Wiederinbetriebnahme erst nach fünf Wochen)
3.3.1952: Verhandlung über die Zukunft der Straßenbahn mit negativem Ausgang
30.4.1953: Letzte Fahrten

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Bild 1: Der Tw 2 um 1910 unterwegs stadteinwärts auf der Schweckendieckstraße, die damals bereits in Höhe Emsmauer- / Neptunstraße begann. Heute gehört die Partie zur Straße „Am Delft“ und das Gebäude mit dem spitzen Eckturm in Bildmitte ist das Eckhaus zur Ringstraße. Vor dem links vom Triebwagen sichtbaren Haus liegt jetzt der Schweckendieckplatz, von dem es nach rechts in die Schweckendieckstraße und nach links in die Nesserlander Straße geht. Links vom Fotografen liegt das Straßenbahndepot, heute befindet sich dort das Gesundheitsamt. Anfangs achtete der Fahrer darauf, daß die Gäste ihren Obolus in den Zahlkasten warfen, bis im Inflationsjahr 1923 der Schaffnerbetrieb eingeführt wurde.


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Bild 2: Werkfoto der Waggonfabrik Uerdingen des 1910 gebauten Tw 11. Die Lyrabügel waren ungewöhnlich für die AEG, die bei ihren anderen Bahnen durchweg Rollenstromabnehmer verwendete. Die Einstiege befanden sich nur auf der „Landseite“.


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Bild 3: Blick vom heutigen Standort des Hafentores in Richtung Rathaus, dessen Turm rechts vom Mast zu sehen ist. Rechts die Rückseiten von Häusern der Faldernstraße (die am Wasser gelegene Häuserzeile wurde im 2. Weltkrieg zerstört und danach nicht wieder aufgebaut). Der Triebwagen 3 fährt auf der Straße „Am Delft“ entlang.


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Bild 4: Vor dem von 1901 bis Ende 1976 bestehenden Hotel Nesserland – hier fälschlicherweise als „Nesselland“ bezeichnet – bestand eine Haltestelle mit Ausweiche. Der Name zeugt von einer geographischen Besonderheit. Nesse war ein Dorf auf einer in die Ems ragenden Halbinsel des Rheiderlandes und von der Stadt Emden durch die Ems getrennt. Um die Wende des 15./16. Jahrhunderts durchbrach die Ems diese Nase, suchte sich ein neues Bett und mit der Entstehung der Bucht Dollart wurde aus Nesse die Insel Nesserland. Der alte Emsarm verlandete nach und nach, so daß Nesserland seither zum nördlichen Ufer gehört. Vom Dorf existiert nur noch die Warf mit dem alten Friedhof, nämlich im scharfen Bogen Nesserlander Straße / Frisiastraße.


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Bild 5: Ansichtskarte vom Bahnhof Außenhafen vor 1910. Im Vordergrund das Straßenbahngleis, doch die Fahrleitung (aber nicht ihren Mast) hat man wegretuschiert. Auch der Bahnhof Außenhafen wurde 1944 schwer beschädigt. Beim Bau des heutigen Empfangsgebäudes um 1950 ersetzte man das Stellwerk mit seinem hölzernen Obergeschoß durch einen schmucklosen Ziegelbau. Wegen der Hochwassergefahr im Hafenbereich (die Bahnhofsanlagen liegen außerhalb der Deichlinie) werden Signale, Weichen und Schranken noch heute mechanisch betätigt.


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Bild 6: Blick vom Delft auf den alten Emder Binnenhafen in den 30er Jahren. Die im Krieg zerstörte Häuserzeile wurde nicht wieder aufgebaut, so daß das Rathaus, dessen Turm über den Dächern aufragt, heute frei zu sehen ist. Im Vordergrund das Gleis und die Fahrleitung der Straßenbahn zum Außenhafen.


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Bild 7-9: Trostlos sah es 1947 vor der Einfahrt in den Betriebshof aus, hier mit dem Tw 2. In den Jahren 1944/45 lag hier der provisorische Ausgangspunkt der Straßenbahn.


Triebwagen
Nr. 1: Uerdingen / AEG 1902, 1928 nach Langeoog, 1937 verschrottet
Nr. 2: Uerdingen / AEG 1902, 1928 nach Langeoog, 1937 verschrottet
Nr. 3: Uerdingen / AEG 1902, 6.9.1944 Kriegsverlust
Nr. 10: Uerdingen / AEG 1910, 6.9.1944 Kriegsverlust
Nr. 11: Uerdingen / AEG 1910, verschrottet 1953
Nr. 12: Uerdingen / AEG 1910, verschrottet 1953
Nr. 1(II): Gotha / AEG 1928, 6.9.1944 Kriegsverlust
Nr. 2(II): Gotha / AEG 1928, verschrottet 1953
Nr. 1(III): Nordwaggon/AEG 1921, 1944 ex Hagen (Nr. 78), verschrottet 1953
Beiwagen
Nr. 4: Uerdingen 1902, 6.9.1944 Kriegsverlust
Nr. 5: Uerdingen 1902, verschrottet 1953
Nr. 6: Uerdingen 1902, verschrottet 1953
Nr. 7: Uerdingen 1910, 6.9.1944 Kriegsverlust
Nr. 8: Uerdingen 1910, 6.9.1944 Kriegsverlust
Nr. 9: Uerdingen 1910, verschrottet 1953

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Bild 10: Der im Februar 1902 am Delft fertiggestellte Betriebshof verfügte über eine Halle für acht Wagen und mit einer Werkstatt mit Schmiede, Werkzeugmaschinen- und Mannschaftsraum. Für Güter und Gepäck nach Borkum gab es einen Lagerschuppen, den man dann aber in Büros für die Verwaltung umbaute, nachdem diese anfangs in Mieträumen am Alten Markt residiert hatte. Nach der Zerstörung der Halle im September 1944 standen die Wagen ständig im Freien, wo sie auch gewartet und lackiert wurden. Immerhin konnte man die Schmiede instand setzen und einen Schuppen für die verbliebenen sieben Wagen errichten. Die Verwaltung saß danach acht Jahre lang in einer kleinen Baracke.


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Bild 11: Am 26. April 1953, kurz vor der Stillegung, warteten die Kollegen Dirk Eilers (links), der auch als Hilfsschlosser und Wagenwärter arbeitete, und der damals 27-jährige Herbert Behr (er wurde anschließend Schiffbauer bei den Nordseewerken und starb am 20.1.2002) am Alten Markt vor dem Café Funke auf Fahrgäste. Wenig später wurde nicht nur die Straßenbahn, sondern auch das Café abgerissen. Heute befinden sich dort der Verkehrsverein und das Café Felix.


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Bild 12-13: Der Triebwagen 11 mit den Beiwagen 5 und 9 im April 1953 an der Endstelle Außenhafen, wo es statt einer Schleife nur eine Ausweiche gab. Auf einer Touristikbahn wären derartige Wagen mit ihren offenen Plattformen heutzutage eine Attraktion, aber bis 1953 gehörten die 1902/10 gebauten Wagen 5 und 9 zum harten Alltag der Werftarbeiter.


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Bild 14: Der Tw 1 im April 1953 in der Ausweiche Nesserland, im Hintergrund die Hafengleise der DB. Am stadtseitigen Ende der langen Geraden überquerte die Straßenbahn die DB-Strecke zum Außenhafen. Die Straßenbahngleise im Kreuzungsbereich durften allein von Bundesbahnern gewartet werden.


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Bild 15: Der 1944 aus Hagen gekommene Tw 1 im April 1953 in der Ausweiche Nesserland am Schrotthandel Bley. Der Straßenbahner Mimke Nörder erinnerte sich: „Der Motorwagen hatte keine Speichenräder, sondern Vollräder. Ich glaube, die Anwohner der Nesserlander Straße erkannten ihn immer sofort. Er hatte den längsten Achsabstand von allen Wagen und dadurch heulte er immer in der S-Kurve bei den Rheiderwerken, dort, wo heute die Shell-Tankstelle ist“.


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Bild 16: Mit der neuen Rentenmark ging es ab November 1923 wieder bergauf, so daß die AEG jährlich 5.000 bis 8.000 Mark in den Reservefonds einzahlen konnte. Hieraus wurden 1928 zwei neue, diesmal jedoch in Gotha gebaute Triebwagen finanziert. Der Tw 2 überlebte im Gegensatz zu seinem Schwesterfahrzeug Nr. 1(II) den Krieg. Nach 1945 waren alle Wagen nicht mehr zweifarbig, sondern komplett elfenbeinfarben lackiert.


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Bild 17: Bei den Triebwagen aus der Anfangszeit teilte man später die großen Seitenfenster, so daß sich sechs gleichgroße Fenster ergaben. Daneben verschloß man die Einstiege durch Falttüren und ersetzte die Lyrabügel durch Scherenstromabnehmer.


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Bild 18: Als „rätselhaftestes Fahrzeug Nordwest-Deutschlands“ betitelte der Fotograf seine am 15. Mai 1953 am Außenhafen entstandene Aufnahme.


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Bild 19: Die früheren Emder Triebwagen 1 und 2 liefen von 1928 bis 1937 als Pferdebahnwagen auf Langeoog.


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Aus „Der Nahverkehr“ Nr. 6 vom 15.6.1953 (vierter und letzter Jahrgang)


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In der Emder Zeitung erschien 1972 ein Artikel über das zufällige Wiedersehen zweier ehemaliger Emder Straßenbahner auf Kreta. Auch die Herkunft des Spitznamens „Gleunige Düvel“ („Glühender Teufel“) der Straßenbahn kam darin zum Ausdruck:
„Man wo de Taufall so spöölt! Up Kreta hett Janko Weber för’t twede Mal Dietrich Uhlen ut Emden truffen. Se harren sük ut de Ogen verloren na hör erste Begegnung in Rußland. Dietrich was bi de Pionieren, dör’n Taufall harren se wiet achter Sewastopol mit’nanner tau daun. „Wo kummst du denn her?“ – „Ut Emden!“ – „Wat, ik ook!“. Denn hett dat wall ’n Wodka geven, de se tausamen drunken hebben, un anner Dag gungen se weer ut’nanner, so was de Krieg. Up Kreta hebben se sük weer körte Tied sehn, man wo dat so komen kann. As Janko na de Krieg bi de Emder Stratenbahn anfangen dee, was Dietrich ook al bi de Emder Stratenbahn. Un as de Stratenbahn 1953 instellt wurr, gung Janko up Havenboot II. Un well satt al up Havenboot I? Genau, Dietje Uhlen!
„Dietrich Uhlen was na 45 een van de ersten up Stratenbahn. Aber direkt na de Krieg was je tau minn Strom, un die Stratenbahn kunn bloot ’n paarmal de Dag fahren, net all 40 Minüten as vör ’d Krieg“, vertellt Janko weer, „un darum was Dietrich smörgens up Havenboot un bloot an Namiddag up de Stratenbahn. Nu kwamm dat wall för, dat Uhlen een Besööker an Mörgen mit de Boot in d’ Haven mitnamm, un snamiddags kunn de Besööker hum vör in de Stratenbahn as Fahrer sitten sehn. „Sünd Se wall ’n Twennel van de Mann up de Havenboot?“ – „Nee”, sä Dietrich daan faak, „de Twennel, dat bün ik sülwst!” Nu weten Ji abe al, dat Janko mit der bi west hett, as de Stratenbahn hör letzte Fahrt ma-ken dee.
Siet Februar 1902 gaff dat in Emden ’n Stratenbahn, de erste un enzigste in Oostfrees-land, n’ Wunnerwark van de Technik. Hör 50. Geburtsdag kunn se noch fiern, man an de 30. April 53 um 23 Uhr was de letzte Fahrt, de AEG, de Bahn un Stadtboot bedrieven dee, wull de Neeibau van de Gleiskörper neet betalen, un de Stadt wull de Stratenbahn neet overnehmen. Oll Emders weten dat noch, van Café Funke an Oll Markt, wor vandaag de Emder Zeitung is, kunn man mit de „gleunige Düvel“ bit na Butenhaven fahren, wor vandaag de Silos stahn. De Depot van de Stratenbahn was achter de Haventor, dor, wor nu de Gesundheitsamt is.
Warum wurr de Stratenbahn denn „de gleunige Düvel“ nöömt? „Dat was so. Wenn bi Dook un koll Weer dör de Ruugfröst de Bahn keen Kontakt mehr harr mit de Leitung, denn muß de Fahrer utstiegen un ’n paar Mal mit de Lien an de Bögel trecken, dat de ruugfroren Dook offlegen dee, denn funkte dat, dat sach ut as en Kurzschluß. Dorum heete de Stratenbahn „gleunige Düvel“ – „Wo was dat denn, Se hebben doch seker vööl Spaß hatt? Ik kann mi vorstellen, dat dat all wat sachter taugung as vandaag?“ – „Seker, dat gaff je bloot ’n heel paar Autos, un egentlich hebb ik all de Lü kennt, de mitfahren deen, dat wassen immer de sülvigen. Wi wassen ’n grote Familie. Ja, da fallt mi nett wat in. De erste Fahrt, smörgens 5 Uhr 40, de was immer besünners stur för de Fahrer. Dor satten denn all de Havenarbeiders mit hör Piepen un Zigarettjes, un mit all Sorten Tabak, Orient, Virginia, wat de Lü nett harren, ook vööl Eigenbau in de Tied un noch Karsenbalden dertüsken. Dann kwamm man aber mit tranende Ogen an de Mole an un kunn erstmal de Dören opensmiten.
Un wenn een van de Fahrers de Nacht vörher mal gaud een drunken harr, denn muß he up de Fahrt na Butenhaven hen bi de Heringsfiskeree luut pingeln, un wenn he denn up de Weg na de Stadt weer, dort bi de Fiskeree lang kwamm, kreeg he ’n Packje Pekelherings. Bi de Endstatiuon wurren de denn utpackt, un as de Kenners dat maken, wurr denn bloot dat Rüggflees van de Matjes eeten, un villicht ’n halv Liter Beer dertau, dat sall na so’n Avend je heel gaud wesen!“



Weitere Informationen über die Emder Straßenbahn enthält das Buch „Die Kreisbahn Emden-Pewsum-Greetsiel“ von Hinrich Rudolfsen (siehe [www.verlag-kenning.de]).

Mein Inhaltsverzeichnis: [drehscheibe-online.ist-im-web.de]


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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:04:03:18:34:33.

Moin Ludger,

geschrieben von: Horst Foege

Datum: 03.04.08 18:29

das ist eine wunderschöne Präsentation der alten Emder Straßenbahn. Besten Dank. Emden galt ja bis zur Zerstörung im Sept. 44 als das Venedig des Nordens. Das kommt auf einigen Bilder auch sehr schön rüber. Ich bin begeistert.
Gruß
Horst

Herrlich!

geschrieben von: bloem

Datum: 03.04.08 18:41

Großartigen dank für diese Serie aus meiner Heimat!
DANKE!

Hendrik.

Ja ist denn schon Weihnachten?

geschrieben von: Altona

Datum: 03.04.08 19:43

Vielen Dank Ludger, für diesen Bericht!

Hier gibt es noch etwas dazu: [www.bildarchiv-emden.de]
Übrigens: Bilder 12/13 scheinen nicht an der Endhaltestelle am Außenhafen aufgenommen worden zu sein (siehe auch die folgenden Bilder), sondern in Höhe des Depots. Bilder 14/15 hingegen zeigen m.E. die Endhaltestelle am Außenhafen und nicht die Zwischenausweiche.

Frage an die StraBa-Experten: Gibt es irgendwo Zeichnungen der Fahrzeuge? Wo liefen evtl. gleichartige Wagen?

Ansonsten gerne mehr vom Außenhafen.

Gruß aus Altona

Oliver



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:04:03:20:02:09.

So, so: IMI macht's für 30 Pfennig...

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 04.04.08 10:51

Sind nach neuer Währung 15 Cent. 10 mal für 1,50 €! Ey, wo find' ich IMI denn? ;-)))


IMI und ATA, für die putzwütige Hausfrau der 50er und 60er Jahre. ATA gibt's wohl noch, aber IMI habe ich schon lange nicht mehr gesehen.


Toller Beitrag. Eine Straßenbahn, die man eigentlich nicht brauchte...


Bis neulich

Rolf Köstner

RAL 9017
RAL 3020
RAL 1028




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:04:04:11:10:59.

Einfach nur klasse. Detail im Bild 10.....

geschrieben von: Sven Arved Koch

Datum: 04.04.08 11:09

..... die Ausfahrt ging über einen beachtlichen Knick im Gleis. Im rechten Schienenprofil sieht man sehr schön, wie die Spurkränze über die Zeit deshalb aus dem Schienenkopf einen etwas "bequemeren" Weg herausgefräst haben.
Welch wundervolle, hoch auflösende Aufnahmen. Danke.
Gruß Sven

Ich schmeiß mich weg....

geschrieben von: hqerlen

Datum: 05.04.08 13:20

... ATA- und IMI-Werbung. In den 50er und 60er war sie überall zu sehen. Was hätte unser Mutter bloß ohne IMI oder ATA gemacht. Und ... wenn ATA den Schmier mit von den Fingern bekam - IMI hat´s immer geschafft! - ok, die waren danach etwas verätzt, aber wen hat es gestört? Und der kommende Frühjahrsputz, da ging ohne IMI nichts.

Gruss aus Bonn

Wolfgang
ein einmaliger und wunderschöner Bericht über meine Heimatstadt. Die letzte Fahrt der Straßenbahn habe ich als kleiner Junge zusammen mit meinem Vater erlebt!
Ich sage DANKE!
Es grüßt der Butenostfriese
J.M.
Hallo Ludger,

ein toller Fotobericht über die Kleinbahn, die heute sicher eine Touristenattraktion wäre.

Es gibt übrigens noch technische "Zeitzeugen" dieser Bahn, die offensichtlich sogar die Bombenangriffe überlebt haben: Die 4 Hebeböcke aus der ehemaligen Werkstatt stehen nun im
WESTFÄLISCHEN FELDBAHNMUSEUM LENGERICH und warten nur darauf, eines Tages die erste Lok in die
Höhe zu winden. Um alle Handkurbeln zu besetzen sind dann 8 Personen notwendig. In Emden mußte dann wohl ein großer Teil des Personals zusammengetrommelt werden :-).

Auch die Drehbank aus der Werkstatt soll noch bei einem Privatmann in Emden stehen und dort gelegentlich ein paar "Dinger drehen".

Herzliche Grüße aus Lengerich

Uwe Stieneker