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die Baureihe E44 - ein Thema mit Variationen

geschrieben von: Pischek Wolfgang

Datum: 18.08.07 18:34

Hej allihopa,

nach über einem Jahr Aufzeichnungen und Bilder auswerten, stundenlangem Abtippen und der Vereinnahmung
von drei bis vier Kästen Maxlroaner Bier in dieser Phase ist nun der ertse Teil meiner Seite über die
Baureihe E44 fertig. Um es gleich vorweg zu nehmen: auf dieser Seite geht es ausschließlich um optische
Unterschiede und Veränderungen im Laufe ihrer Betriebszeit. Alles Andere wird in dem in Kürze erscheinenden
EK-Band von Brian Rampp ausführlich genug dargestellt werden.

In den nächsten Monaten - aber wohl nicht vor Oktober - werden auf der Galerie zu den vorhandenen Bildern
so weit vorhanden noch weitere eingestellt. Leider gibt es hinsichtlich der Fotos noch viele Lücken; wenn
mir jemand beim Schließen derselben helfen kann, bin ich für alles Material dankbar! Besonders interessant
wären neben Aufnahmen aus der Ep. III (von Vorkriegsbildern träume ich nicht einmal) Bilder von der 144 016
mit dem SBS 10/54 oder der 070 mit den Freilassinger Glocken.

Der Link zur E44-Seite:
[www.e-lok-woife.de]

Zum Jahresende hoffe ich, die restlichen Kapitel einstellen zu können:
- E44 001
- E44 188 und 189
- E44.5

Ha det bra!


Euer

e-lok-woife

? zu Stromabnehmern der DB-Loks

geschrieben von: Hernom

Datum: 18.08.07 23:17

Hallo E-Lok-Woife,

die E44-Seite ist recht aufschlussreich. Mich würde nur interessieren, warum die DB im Gegensatz zur DR nie auf die
Idee gekommen ist, die ganzen 144er mit Doppelwippenstromabnehmern auszustatten?


Viele Grüsse



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:08:18:23:19:42.
Hallo

Pischek Wolfgang

die E44 Seite finde ich toll und sehr interessant.

es grüsst

DB Epoche III Fan

Bauartunterschiede BR 144

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 19.08.07 15:16

Moin Wolfgang,

das ist eine feine und wohl gelungene Ausarbeitung ganz nach meinem Geschmack. Da kann ich das Thema auf meiner Seite ja beruhigt vorerst zurückstellen. In DER Detaillierung und Vollständigkeit hätt’ ich das ohnehin nicht hingekriegt.

Von der angesprochenen 144 016 mit Reko-Stromabnehmer SBS10/54 füge ich 2 Bilder bei. Dafür klärst Du mich bitte mal auf, was es mit den "Freilassinger Glocken" auf sich hat.

Bild 1
Am 19.07.77 sehen wir die Stuttgarter 144 016 mit P 6240 bei Metzingen auf ihrem Weg in die Baden-Württembergische Landeshauptstadt. Zwar hat der Wettergott gerade mal wieder die berühmt/berüchtigte Fotowolke vor die Sonne geschoben, aber in der Perspektive etwas von unten kommt der Reko-Stromabnehmer gut zur Geltung, der auf den Sonnenaufnahmen davor leider etwas vom Hintergrund "verschluckt" wird.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Diverses/b01-144_016.jpg

Bild 2
Das nächste Mal begegnete mir 144 016 mit dem besonderen Stromabnehmer am 09.09.77 mit P 6022 bei Königsbach an der Strecke von Pforzheim nach Karlsruhe. Da der SA mit dem Doppelschleifstück vorne läuft, weiß der Tf wohl nicht so richtig, wie er nun die SA anlegen soll – sicherheitshalber macht er einfach beide hoch.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Diverses/b02-144_016.jpg

Die fehlenden DB-144 in der Bildergalerie könnte ich (bis auf die 144 064) zwar auch noch beisteuern, aber dafür fehlt mir jetzt zum Scannen die Zeit. Einzelwünsche werden aber gerne entgegengenommen ,-))

Schönen Tag noch,
Ulrich B.

Freilassinger Glocken

geschrieben von: Pischek Wolfgang

Datum: 20.08.07 00:18

Hej Ulrich,

merci für die Blumen! Wenn Du nix dagegen hast, würde ich das vorhandene Bild der 144 016 gerne durch
Deins ersetzen. 144er mit normalen Stromabnehmern hätte ich in der Galerie genügend andere.

Mit den Freilassinger Glocken hat es eigentlich nix Besonderes auf sich: alles, was in den 30er Jahren
nach BGD hintergefahren ist, hat möglichst eine Glocke auf dem Dach haben sollen. Als kurz vor dem Krieg
die E36.2 abgestellt worden sind, hat der damalige Werkmeister kurzerhand die Läutewerke von zwei
ausgemusterten E36.2 auf die E44 070 und 071 montieren lassen. Ich hätte sogar ein Dia von der Lok mit
den Glocken gehabt; das ist mir aber vor zehn Jahren bei der Umrahmaktion auf CS-Rahmen so stark
eingerissen, daß ich es wegschmeißen mußte.

Und so haben die Glocken ausgeschaut:
[www.e-lok-woife.de]

Ha det bra!

e-lok-woife
Da bisher keiner auf die Frage eingegangen ist, will ich es mal tun:

Der Grund für die Nicht-Ausrüstung der DB-E44 mit Stromabnehmern mit Doppelschleifleisten im Gegensatz zu den DR-E44 liegt m.W. in den unterschiedlichen Fahrleitungssystemen der beiden Bahnverwaltungen.

Bei der DR gab es zahlreiche stromlose FL-Abschnitte im betrieblich befahrenen Netz und dort, wo über Umformer aus dem öffentlichen Netz gespeist wurde, sogar Phasentrennstellen. Lokomotiven, die mit 2 Stromabnehmern am Draht eine einfache Trennstelle überbrücken würden, waren daher unerwünscht. Die DR rüstete deshalb frühzeitig alle E-Triebfahrzeuge mit Stromabnehmern mit Doppelschleifleiste aus.

Solche Fahrleitungskrücken gab es bei der DB nicht oder allenfalls als große Ausnahme nur kurzzeitig bei Baumaßnahmen. Hier war und ist das gesamte Netz ohne Unterbrechungen von Flensburg bis Berchtesgaden zusammengeschaltet. Nur zu Bauarbeiten bzw. besonderen Anlässen können einzelne Abschnitte stromlos geschaltet werden. Bei langsamfahrenden Altbau-Ellok (wie z.B E44) war deshalb ein Betrieb mit 2 SA am Draht kein Problem. Nur bei schnellfahrenden Elloks (E16, 17, 18, 19) war diese Betriebsweise wegen der dynamischen Schwingungs-Anregung der FL unerwünscht, weshalb die SA dieser Loks auf eine Wippe mit Doppelschleifleiste umgerüstet wurden. Erst als die Altbau-Schnellzugloks ausgemustert wurden, gingen deren noch altbrauchbare SA "auf Wanderschaft":
die SBS10/54 von 116 auf 114.5 und 160,
die SBS39/54 von 118 auf 194.

Die Ausrüstung der 144 016 mit einem SBS10/54 dürfte auf einen momentanen Mangel von Ersatz-SA zurückzuführen sein.

Schönen Tag noch,
Ulrich B.