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Hallo HiFo-Freunde,

die vor 40 Jahren entstandenen Fotos zeigen Loks der Baureihe 38 und V100 im Alltagsdienst auf der Moselstrecke.

Ich hoffe, diese Schwarzweißaufnahmen regen Euch auch wieder zur Ergänzung meiner mageren Bildbeschreibung an.
Mich würden die Loklebensläufe interessieren. Vielleicht gibt es auch etwas zu den Wagen zu sagen (z.B. zum
Steuerwagen hinter der P8).


Wochenendgrüße von

Klaus aus Bonn

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Die Aufnahmen zeigen Personenzüge mit den Zugloks 38 3634 und V100 1035 am 16. April 1967 in Cochem.

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http://img411.imageshack.us/img411/4568/0201922cochem1604673836pi1.jpg

http://img509.imageshack.us/img509/3654/0201923cochem1604673836ac3.jpg

http://img339.imageshack.us/img339/6493/00010201908cochem38xxxxxj9.jpg

http://img339.imageshack.us/img339/3149/0220032cochem160467v100df4.jpg

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Aufgepasst !

Meine Homepage habe ich mit folgenden Galerien ergänzt

Tschüss, ihr schönen Loks der BR 103,
Loks mit Doppelnummer und
Loks mit der magischen Nummer 001


Re: Mehr Cochem: 38 3634 und V100 1035 mit Personenzügen im Jahre 1967 (m4B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 05.05.07 18:50

Lieber Klaus Wedde !
Die P8 hat die Umzeichnung nicht mehr erlebt und wurde lt. EK Buch BR 38.10, zuletzt Bw Tier z 1.6.1967, 14.11.1967 ausgemustert und war da die letzte eingestzte pr P 8.
Gruß und Dank von thomas.splittgerber.b

Der Lebenslauf der V 100 ...

geschrieben von: lok-datenbank.de

Datum: 05.05.07 20:17

... ist schnell dargestellt:

Jung / 13309 / 1962 / V 100.10 / B'B'-dh / 1435 mm

17.01.1962 Auslieferung an DB - Deutsche Bundesbahn "V 100 1035"
22.01.1962 Abnahme
01.01.1968 Umzeichnung in "211 035-1"
01.01.1994 => DB AG - Deutsche Bahn AG, GB Traktion "211 035-1"
19.08.1997 z-Stellung
15.05.1998 Ausmusterung [09.1998 vh Hof, 08.1999 nicht vh]
__.__.1999 ++ [SMR - Sächsische Metallhandel und Recycling GmbH, Espenhain]

Entnommen von [www.v100.de]

Beste Grüße

PWP

http://malte-werning.de/sign/ldb.jpg mit u. a. http://inselbahn.de/imgs/banner/dk.jpg http://inselbahn.de/imgs/banner/inselbahn.jpg http://inselbahn.de/imgs/banner/lak.jpg http://inselbahn.de/imgs/banner/rangierdiesel.jpg http://malte-werning.de/sign/nfz.jpg http://malte-werning.de/sign/dla.jpg
Hallo Klaus,
hier der Versuch, die beiden wunderschönen Bilder Zügen zuzuordnen:
Beim Dampfzug mit der 38 handelt es sich um den P 2447 Trier-Koblenz. Der fuhr im So 66 mit Trierer P8 (Wi 66/67 liegt mir kein Laufplan vor)und hatte in Cochem um 14.51/52 Aufenthalt. Das passt mit dem Sonnenstand. Außerdem lief ein BDym im Zug (er kam an Sonn- und Feiertagen aus dem E 822, ZpBR liegt vom Wi 66/67 vor. In seinem Umlauf errreichter er im E 575/576 sogar Westerland.) Der andere P8-Zug (2467)begann an S erst um 19.36 in Cochem. Ohne Sommerzeit würde bei diesem Zug die Sonne deutlich schräger stehen. Weitere Personenzüge gab es an diesem Sonntag, den 16.4.1966 nicht, denn alle anderen Pz liefen als Triebwagen (VT24.6).
Das V100-Bild macht Probleme: Es müsste früher aufgenommen worden sein, also spätestens bis Mittag. Da sieht das Kursbuch Wi 66/67 aber keinen Personenzug Richtung Trier vor (alles Triebwagen). Die beiden Eilzüge fuhren mit anderem Wagenmaterial bzw. an S auch mit VT 24.6. Da kann ich leider nicht weiterhelfen. Bin in Cochem nicht ortskundig und nehme gerne Ergänzungen entgegen.

Gruß

Ronald
Einen schönen guten Tag in die Runde!

Nach Betrachten dieser wunderschönen Aufnahmen fiel mir auf, dass sie zu unterschiedlichen Jahreszeiten entstanden sein müssen.
Ein Beleg für diese Behauptung ist der zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Stellwerk(?) stehende Baum.
Zeigt er sich auf den Bildern mit dem P8-geführten P 2447 nahezu unbelaubt, trägt er im Bild mit der V 100 die volle Laubpracht.

Vielleicht ist diese Erkenntnis eine Unterstützung für Ronald Krug in der Ermittlung des dieselgeführten Zuges.
Es mag sein, dass es in einem anderen Fahrplanabschnitt entstanden ist.

Nicht ohne Dank zu sagen für diese wunderschönen Aufnahmen
grüsst der Isartalbahner
.

Hallo Isartalbahner,

bei einigen BR44 und der V100 sind mir die Fotonotizzettel abhanden gekommen.
Cochemer Besuchsjahre waren u.a. 1965, 1966 und 1967. Ansonsten nur noch bei
Zwischenhalten. Meine zeitliche Zuordnung der V100 war somit ein Wagnis.
Gleichwohl war ich mir sehr sicher. - Dank Eurer vorbildlichen Detektivarbeit
bin ich "aufgeflogen".

Herzlichen Dank für Eure Beiträge.

Grüße von
Klaus aus Bonn

Hallo Klaus,
zuerst noch ein Nachtrag zu Deinem 03 086-Zug im vorangegangenen Beitrag: Es ist definitiv der D 224, de an Samstagen (und auch So) einen Bü vor weiteren Wagen der SNCF führte. Das V100 1035-Bild(oder eher V100 1033?, da die "1035" damals in Bayern stationiert war) stammt definitiv aus späteren Tagen, als das 30er-Foto,da die Wagen schon UIC-Beschriftung haben, danke Isartalbahner!
Da wir jetzt nicht mehr auf einen Sonntag festgelegt sind, kann es nur der P 2448 Koblenz-Trier sein, obwohl ich den Sonnenstand eher 2 Stunden früher eingeschätzt hätte. Aber das ist der einzige Zug (verkehrt Mo-Sa) neben den zahlreichen Triebwagen und den Eilzügen, die anderes Wagenmaterial hatten. Nicht ganz auszuschließen ist, dass einer der im Kursbuch als Triebwagen bezeichneten Fahrten am Wochenende als Zug gefahren wurde. 1967 wurde das z.T. schon nicht mehr im Kursbuch vermerkt.

Gruß

Ronald

Schuld waren die schönen Aufnahmen....

geschrieben von: Isartalbahner

Datum: 07.05.07 23:08

....dass man darauf gerne den Blick länger verweilen lässt.

Guten Abend,

lieber Klaus Wedde, ich würde nicht sagen "aufgeflogen", es war nur ein Zufall.

Mithilfe dieses kleinen Details - man bedenke, es ist nur ein Baum - hat Ronald den Zug haargenau ermittelt.
Nicht genug, sein Loknummernhinweis tat ein Übriges, einen Münchner drauf hinzuweisen, dass die V 100 1035 zu der Zeit in seiner Heimat stationiert und nicht weit von seiner Haustüre entfernt die Züge ins Oberland beförderte. Natürlich kannte ich die Dame, danke Ronald!

Das ist das faszinierende am HiFo, dass jeder zugelegte Mosaikstein mal ein Ganzes ergibt.

Herzliche Grüsse
Isartalbahner
Guten Morgen,

auf dem Seitenportrait der P 8 ist am Steuerwagen ein Detail sehr gut zu erkennen, das zu dieser Zeit bereits seltener wurde - das zusätzliche lange Tieftonhorn zu den beiden aussenliegenden kurzen Hochtönern.
Ursprünglich waren beide Wagenbauarten (CPw4ymgf-51 und -54) mit dieser Kombination ausgeliefert. Das lange Horn war recht rostlochanfällig - der Ton dementsprechend - sodass es schon bald durch die wesentlich höher quäkende kurze Version ersetzt wurde. Nach Auskunft eines früheren Werkstattleiters des AW Mü-Neuaubing wurde mit dem Austausch bereits in den späten 50er-Jahren begonnen. Ich selbst kannte nur noch 2 Münchner Wagen, die es noch in den 70er trugen. Nur ein Detail am Rande...

Der Wagen selbst gehört zur Bauart CPw4ymgf-54, kenntlich an nur einer Türe im Mitteleinstiegsbereich (Bilder 1 und 3).
Ronald Krug erwähnt in dem Zusammenhang, dass der Wagen umlaufbedingt mittels E 575/576 sogar Westerland erreichte.
Dies stiftet mich zu der Frage an: war dies der bekannte "Heckeneilzug" mit dem - aus heutiger Sicht - unglaublichen Laufweg Trier - Koblenz - Limburg - Gießen - Kassel - Hannover - Hamburg (-Altona) - Westerland?
Da diese Wagenbauart, im Gegensatz zur ersten Unterbauart CPw4ymgf-51, nicht über einen abschliessbaren Seitengang neben dem Gepäckraum verfügte und somit für Fahrgäste nicht durchgangszugelassen war, müsste er demnach immer an der Zugspitze bzw. am Zugschluss gelaufen sein. Wenn ich mich nicht verschaut habe, lagen auf seinem Weg zwei Kopfbahnhöfe, Kassel und Hamburg-Altona.
Lässt sich das aus den Zp herauslesen?

Ich weiss, das ist eine sehr spezifische Frage, aber dieser Wagen fordert es geradezu heraus.

Herzliche Grüsse aus dem Süden
Isartalbahner

Re: Steuerwagen hinter der P8 - nur bis Gießen

geschrieben von: Ronald Krug

Datum: 08.05.07 22:33

Hallo Paul,

Dein "Nachsetzen" hat eine dicke Fehlinterpretation meinerseits aufgedeckt:
Nach erneuten Suchen im ZpBR I Süd,(in dem kurioserweise der Langlaufeilzug 575 zu finden ist, obwohl er ja mehr im Norden und Westen Deutschlands fuhr), habe ich festgestellt, dass der Bymf nur im Abschnitt Trier - Gießen lief. Die Wagenreihung E 575 ab Trier war: BDym,Bn,Bn,Bn,ABn, ab Koblenz an den Zugschluss ein BRm (W bis Husum, S bis Westerland). In Gießen kamen an die Zugspitze an Di-So ein Post(bis Kassel), und ein MD (bis Westerland). In Kassel an die Zugspitze Bn,Bn,Bn,ABn dazu (alle bis Westerland). In Altona an W noch zwei Ghs an die Spitze. Der Zug machte in Kassel, Hannover! und Altona Kopf.
Der Gegenzug E 576 lief im Wi 66/67 nur von Altona bis Koblenz. In Gießen wurde der BDym aus dem 575 an die Zugspitze gestellt.

Danke für die Detailerklärung des BDym, ohne die ich nicht "stutzig" geworden wäre.

Gruß

Ronald

Donnerwetter!

geschrieben von: Isartalbahner

Datum: 10.05.07 00:02

Hallo Ronald,

das ist ja Aufklärung und Umlauftechnik vom Feinsten!

Die Führung bis/ab Gießen erklärt natürlich die Verwendung des nicht durchgangszugelassen BDym.
Ich habe nur zu weit gedacht, denn im Hinterkopf schwirrte die Erklärung von Hermann Hoyer zur Ausstattung der LS-Züge in den 50er-Jahren mit durchgangsfähigen Steuerwagen als Gepäckwagenersatz.. Er hat mich vor Zeiten auf die unterschiedliche Inneneinrichtung der beiden Steuerwagenbauarten hingewiesen, wie auch auf die Einsatzmöglichkeiten.

Es freut mich, dass meine Überlegung Deine Akribie initiiert hat.
Genau das ist es, was das HiFo so faszinierend macht, als Neueinsteiger vor knapp drei Jahren betrat ich ein absolutes Neuland.

Ich bin überzeugt, dass Klaus Wedde genüsslich mitliest, was er mit seinen schönen Bildern angestiftet hat.
Möge er es weiterhin tun...

Gruss
Isartalbahner

Daher hießen die -51er später dann auch...

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 10.05.07 09:53

BDylsf 456, und die -54er nur BDylf 457

"s" = Sitzwagen, in Verbindung mit "y": geschlossener Seitengang in der 1. Klasse, z.B. AByse
bei Gepäckwagen und bei Sitzwagen mit Gepäckabteil, z.B. Dms, BDms,
bei Gepäckraum mit geschlossenem Seitengang, z.B BDylsf
bei Schlafwagen mit Einzelabteilen (spezial), z.B. WLAsüge-20


Bis neulich

Rolf Köstner

Zwei Außerirdische treffen den Heiligen ET

Re: Daher hießen die -51er später dann auch...

geschrieben von: Isartalbahner

Datum: 10.05.07 19:37

Rolf, dankäääää!

Wusste ich insofern, als ich für unseren Haufen mal die Haupt- und Nebengattungszeichen aufdröseln durfte.
Dabei darf man höllisch aufpassen, für welchen Zeitraum es gilt. Im Lauf der Zeit hat sich der Inhalt oft verändert, ich denke nur an l und b...

Das "s" hat die olle Reichsbahn schon 1939 eingeführt, angeschrieben wurd´s aber erst beim grossen Reparatur- und Modernisierungsprogramm ab 1950.
Mit Einführung der UIC-Codierung 1966 dann auch an den von Dir erwähnten Gepäckwagen und Steuerwagen mit Gepäckabteil (BDylsf 456) und auch an Altbau-Gepäckwagen (Düse).
Bei den Schlafwagen WLAsüge und WLABsm hat es gegenüber der vorgeschriebenen Reihenfolge eine Sonderstellung, d.h. es steht ausnahmsweise vor ü bzw. m.

Bis demnächst in diesem Theater...
Isartalbahner

Um es mit HRK zu sagen: "Korrekt"! (o.w.T)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 11.05.07 10:39

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Zwei Außerirdische treffen den Heiligen ET