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 04 - Historisches Forum 

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Hallo HiFo-Freunde,

der Beruf dieses Mannes war es im Jahr 1950, täglich 25 km von Bahnschwelle zu Bahnschwelle zu laufen.
Jeder Schritt hatte die gleiche Länge.
Beschwert mit Schraubenschlüssel, Signalflaggen, Knallkapseln und einem soliden Paar Schuhen,
ging der Streckenläufer aus Sicherheitsgründen auf der linken Seite, also dem Zug entgegen.
Tausende seiner Berufskollegen kontrollierten so jede Bahnstrecke in Deutschland und wachten
aufmerksam über die Sicherheit von Bahn und Fahrgästen.

Über Beiträge zum Thema würde ich mich freuen.


Wochenendgrüße

Klaus aus Bonn


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Das Foto zeigt einen der Profi-Langstreckenläufer

http://img132.imageshack.us/img132/2662/sf0400216ags1.jpg

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Besucher sind auf meiner Homepage immer herzlich willkommen:
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Fragen dazu:

geschrieben von: S&B

Datum: 17.09.06 10:35

Schaute der Streckenläufer auf zweigleisigen Strecken auch nach dem 2. Gleis oder lief er darauf später zurück?
Bis wann gab es die Streckenläufer? War der Grund, daß es sie nicht mehr gibt, die durchgehende Verschweißung der Schienen? Wie oft wurde eine Strecke abgegangen?
Grüße
S&B

Re: Fragen dazu:

geschrieben von: Roger

Datum: 17.09.06 11:06

in den 80ern gab es sie zumindest noch, sie kontrollierten vor allem die Kleineisen (Anschläge, Sabotage)

Gruß,
Roger

Re: Fragen dazu:

geschrieben von: stefan p.

Datum: 17.09.06 11:51

Hallo S&B,

meines Wissens lief der Streckenwärter anschließend auf dem Gegengleis zurück, er hatte nur sein eigenes Gleis (und den entgegenkommenden Zug) im Blick...

Der Grund für die Abschaffung war neben der durchgängigen Verschweißung und dem damit zurückgegangenen Wartungsaufwand der (flächendeckende) Einsatz von Gleismeßtriebwagen, die das Streckennetz regelmäßig nach einem Schema suchend abfahren.

Nebenbei hat der Streckenläufer auch alle Fernsprecher unterwegs ausprobiert und Mängel an diesen gemeldet. Auch etwas, was es heute nicht mehr gibt...

Meint
Stefan P.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:09:17:11:55:13.
Hallo Klaus,

Kompliment, tolles Bild! Leider kann ich dazu nur einen Limmerick über den Schwellensittich (so nannten wir den Streckenläufer in den 80ern immer, denn er hatte eine gelbe/orangene Weste an und hüpfte von Schwelle zu Schwelle...) beisteuern:

Ein Streckenläufer aus Lauffen
lief tagelang, ohne zu verschnaufen.
Bis man ihn vermisste,
da strich man ihn
von der Liste!

Es grüßt,
Stefan P.

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ein paar Antworten dazu:

geschrieben von: Pischek Wolfgang

Datum: 17.09.06 11:57

auf zweigleisigen Strecken ging der Streckenläufer seine Strecke auf dem zweiten Gleis zurück; wie oben
bereits erwähnt stets auf den Zug zu. Streckenläufer gab noch bis in die 70er Jahre; sie wurden wegen des
Einsatzes von Schienenprüfzügen später nicht mehr gebraucht. In welcher Frequenz die einzelnen Strecken
begutachtet wurden, weiß ich nicht; auf der Strecke TS - Ruhpolding habe ich einen solchen zwischen grob
1970 und 1980 bewußt nur ein Mal wahrgenommen.

Ha det bra!

e-lok-woife

Re: ein paar Antworten dazu:

geschrieben von: stefan p.

Datum: 17.09.06 12:19

Hallo Wolfgang,

ich habe dunkel einen wöchentlichen Rhythmus in Erinnerung, ich weiß noch, dass seine Meldungen von den Streckenfernsprechern als Probegespräch immer im Fernsprechbuch eingetragen wurden... Vielleicht hat jemand, der hier mitliest, noch eine alte VSS (Vorschrift für den Schrankenwärter- und Streckenwärterdienst, ich glaube, sie hieß DS 814) griffbereit und kann mal nachlesen? Ich habe damals nur die Passagen für den Schrankenwärter bewusst gelesen.

Meint
Stefan P.

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Und eben dort...

geschrieben von: Sören

Datum: 17.09.06 14:27

...habe ich dieses (oder letztes?) Jahr noch einen Streckenläufer gesehen. Mit Warnweste und auf dem Gegengleis zwischen Lauffen und Nordheim.

Vielleicht war das ja der Gesuchte? ;-)

http://www.eisenbahnfotos-online.de/banner.jpg

Ja, so iss das (o.w.T)

geschrieben von: Streckenläufer

Datum: 17.09.06 15:53

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
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Zwei Außerirdische treffen den Heiligen ET