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 04 - Historisches Forum 

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BR 74 mit Tender 3T12

geschrieben von: Kranfan

Datum: 30.09.05 06:19

In der ersten hälfte der 50er Jahre setzte die DB mehrere pr. T12, BR 74 in der BD Münster ein, die zur Vergrösserung der Reichweite einen erweiterten Wasservorrat mit nahmen, in dem sie mit einem pr. 3T12 Tender gekuppelt wurden.

Ich suche Bildmaterial dazu. Ein Bild ist im EK Buch BR 74 drin. Ich weiss aber, das es noch andere Aufnahmen gibt. Leider weiss ich nicht mehr wo.

Ich meine mich jedoch erinnern zukönnen, das in einem der Bildbände die von K.D. Holzborn verfasst wurden, eine Aufnahme zu finden war.

Wer kann mir weiter helfen. Das Modell einer BR 74 mit Zusatztender habe ich gebaut. Es lag viele Jahre im Schrank, weil die Beschriftung fehlte. Jetzt will ich die Beschriftung anfertigen lassen, habe aber keine richtige Vorlage.

Grüsse

Kranfan



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(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:05:08:22:22:14.
...oder so ähnlich, ist eine prima Aufnahme der Führerseite einer Tender-74 im Bw Delmenhorst zu sehen. Besonders ulkig sehen die zusätzlich auch an der Tenderseitenwand angebrachten Lokschilder aus.

Das Bellingrodt - Buch ist von Mitte der Achziger und dürfte mittlerweile vergriffen sein. Vielleicht im Antiquariat...viel Glück!

Viele grüße

Christian Hansen

BR 74 mit Tender 3T12 > ernsthaft ?

geschrieben von: Th. Zimmermann

Datum: 30.09.05 10:28


Hallo,

heute ist doch nicht der 01.April.

Das höre ich ja zum ersten Mal , das eine BR 74 mit einem Zusatztender ausgerüstet wurde. Das ist doch eine Tenderlok > wie kann man denn da noch einen Zusatztender anhängen ?
Na auf das Bild bin ich ja nun auch sehr gespannt !

Und wieder was dazugelernt. Nur das Hifo macht es möglich :-)


Gruß

Thomas



Gruß

Thomas

Oder bei ebay... Da habe ich meins auch her... owt

geschrieben von: ceekay

Datum: 30.09.05 10:43

----



Die 50er und 60er - die schönste Bundesbahn-Zeit!

Re: BR 74 mit Tender 3T12 > ernsthaft ?

geschrieben von: Kurt

Datum: 30.09.05 11:23

Mir war das bisher auch nicht bekannt. Kann man irgendwo im web dazu ein Bild bewundern? Ich denke mir, das Gespann müßte aber schon seltsam aussehen. Oder doch nicht, ne Mini-P8 vielleicht? Momentan etwas schwer vorstellbar für mich.

Gruß,



Kurt

wo ist das Problem?

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 30.09.05 11:31

Die DR hat doch auch einge Privatbahn-T3-Nachbauten mit einem solchen Tendern ausgerüstet - eine davon (die 89 6009) läuft ja derzeit wieder als MuBa Lok.
Allerdings sind mir diese 74er Umbauten auch neu. Interessant ist doch wirklich in diesem Zusammenhang, daß weder die DR noch die DB diese Loks umgenummert haben, die T3's hätten ja eigentlich 53er, die 74er demzufolge 54er werden müssen.

78 1001 und 1002

geschrieben von: Th. Zimmermann

Datum: 30.09.05 11:38


Diese Maschinen sind mir als Umbauten bekannt.
Na ja Umbauten ist eigentlich auch zuviel gesagt. Waren es doch stinknormale P8 mit einem Kurztender. Aber die erhielten ebend auch eine neue BR-Bezeichnung. Das ist ja alles für mich noch irgendwie nachvollziehbar. Aber ne Tenderlok mit einem Schlepptender auszurüsten ...

Gruß

Thomas



Gruß

Thomas

Ja es gab sowas wirklich! (1 B)

geschrieben von: KDH

Datum: 30.09.05 11:49

aber leider finde ich die Bilder nicht, da sie für einen Bericht zusammengestellt worden sind, der (noch) nicht veröffentlicht wurde.

Betroffen waren mehrere 74er beim Bw Oldenburg-Hbf, mein verstorbener Freund Manfred van Kampen hatte diese dort noch 1956-58 angetroffen und fotografiert!

Als kleiner Ausgleich ein anderes historisches Foto einer 74er (74 773) am alten Bw Essen Hbf im Gleisdreieck ...

http://img292.imageshack.us/img292/4168/93584hessenhbf1937k4ms.jpg


Schaut mal vorbei: [www.78er.de]





...

Reine Wasserwagen?

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 30.09.05 12:30

Hallo,

ich denk mal dass es sich dabei nicht um wirkliche Umbauten zu Schlepptenderloks gehandelt haben wird, vielmehr wird man den Loks zum erzielen einer größeren Reichweite vermutlich zu Wasserwagen umgebaute Tender mit 2 Pufferbohlen beigestellt haben, ähnlich wie es heute viele Museumsbahnen mit zu Wasserwagen umgebauten Kessel- oder G-Wagen praktizieren.

Gruß
Carsten

Re: BR 74 mit Tender 3T12

geschrieben von: Roststab

Datum: 30.09.05 13:19

Die Frage ist nur ,war es ein richtiger Schlepptender, so wie es von den Oldenburger 74 behauptet wird oder waren es nur Wasserwagen wie sie bei den BW Delmenhorst und Osnabrück im Einsatz gewesen sein sollen. In einem Buch (weiß nur nicht in welchem) ist eine Oldenburger 74 mit dem Tender 3T12 abgebildet. In der Unterschrift steht: .... zur Vergößerung der Vorräte ..... mit Sclepptender ausgerüstet. Das sagt alles und nichts. Wenn ich das Bild finde, melde ich mich wieder.

Glückauf

Re: BR 74 mit Tender 3T12

geschrieben von: Kranfan

Datum: 30.09.05 14:05

Also es gab die 74 mit zusätzlich angehängtem 3T12 tatsächlich. Der Tender bekam dazu auf der Lokseite eine Pufferbohle mit Übergangsbühne, die Kupplung mit der Lok erfolgte über eine ganz normale Kupplung. Die 74er blieben im Ursprungszustand. Nur die Verbindung um das Wasser aus dem Tender zur Lok zubekommen, wurde hinzu gefügt.

Die Nebenbahn Delmenhorst-Vechta-Osnabrück wurde mit diesen 74er´n befahren. Immerhin 112km lang.

Der Tender diente dazu, den Wasservorrat der Lok zu erhöhen, weil am Ende der Strecke, kein Wasser genommen werden konnte.

74510, 74520, 74613, 74632, 74676, 74963 liefen in Kombination mit einem 3T12. Teilweise bekamen die Tender sogar links und rechts auf den Wasserkasten ein Lokschild, was z.B. auf einer Aufnahme in dem EK Buch "Die BR 74" auf Seite 317 oben zusehen ist. Beheimatet waren die Lok im Bw Delmenhorst.
So weit ich mich entsinne, habe ich gelesen, das für die Strecke eigentlich BR24 zum Einsatz kommen sollten, diese standen aber nicht zur Verfügung.So hat man dan diese exotische Lösung gefunden.

Kranfan



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zu Deiner Frage:

geschrieben von: KDH

Datum: 30.09.05 14:07

Es waren einfach nur Wasserwagen, denn um an die Kohle zu kommen, hätte ja die 74er "hinten" geöffnet werden müssen, wie bei der 89 6009 oder 89 6222 beispielsweise!
Der Einsatz endete um 1958, notwendig waren diese um die Reichweite zu erhöhen. Eine 74er muss so nach etwa 60 bis 80 km die Wasservorräte ergänzen, wenn ich das richtig in Erinnerung behalten habe.

Wegen der Umnummerung: Es lag kein Grund vor, diese umzunummern, da es keine Umbauten oder nur Zurüstteile waren!
Allerdings hätte die DR die 89er mit Schlepptender in BR 53 umzeichnen müssen, da es Umbauten waren und die Loks ohne Tender allein nicht fahren konnten (wie Schlepptenderloks).

Anders bei der BR 99 wie Muskauer Waldbahn etc. bei 99 1401, 3301 etc., bei der BR 99 gab es keine Unterscheidung, ob mit oder ohne Tender ...


Schönes Wochenende!





...

Re: zu Deiner Frage:

geschrieben von: Roststab

Datum: 30.09.05 14:32

KDH schrieb:

>Es waren einfach nur Wasserwagen, denn um an die Kohle zu kommen, hätte ja die 74er "hinten" geöffnet werden müssen, wie bei der 89 6009 oder
> 89 6222 beispielsweise!

Genau das ist das Hüpfende Komma. Ich meine, das besagte Foto zeigt eine 74 ohne den klassischen Kohlenkasten. Aber ich kann mich täuschen, es ist schon zu lange her. Eine neue Baureihennummer muss nicht zwangsläufig vergeben werden. Die 89 sind ja auch 89 geblieben, wenn auch mit Untergruppennummer 6. Vielleicht hilft uns dieser thread zur Wissensbildung weiter. Bin mal gespannt, was da so alles auftaucht.

Re: zu Deiner Frage:

geschrieben von: Florian Rauh

Datum: 30.09.05 16:47

Hallo KDH,

auch bei den Schmalspurdampflokomotiven der Baureihe 99 gab es eine Unterscheidung zwischen Tender- und Schlepptenderlokomotiven.

Die BR-Nummer schlüsselte sich wie folgt auf:
99 - Spurweitenziffer - Achsdruck - Bauart - lfd. Nummer

Spurweitenziffer:
3=600mm
4=750mm
5=1000mm

Bauart:
Tenderlok: 0-4
Schlepptenderlok: 5-9

Es muss allerdings dazu gesagt werden, dass es eine Handvoll Ausreißer aus diesem Schema gibt, z.B. die 993001 oder auch die 991401.



Viele Grüße
Florian Rauh
[www.heeresfeldbahn.de]

Re: BR 74 mit Tender 3T12

geschrieben von: E101265

Datum: 30.09.05 19:00

Hallo zusammen! Ich habe gerade das EK-Buch "Bundesbahn-Dampflokomotiven - aus dem berühmten Lokomotiv-Bildarchiv Bellingrodt" vor mir.

Auf Seite 120, Bild 161 ist die 74 520 abgebildet mit folgendem Text:
"Im Jahre 1949 kuppelte das Bw Oldenburg Hbf fünf Maschinen der Baureihe T13 (74 510, 520, 632, 672 und 963) mit einem dreiachsigen Tender. Mit ihm sollte wegen des Mangels an Lokomotiven der Reihen 24 und 55.16 durch größeren Wasservorrat der Aktionsradius der Maschinen erhöht werden. - Hier 74 520 vom Bw Delmenhorst, die seit Dezember 1949 mit einem Tender der Bauart 3T12 lief. Ungewöhnlich ist die Anbringung der Lokschilder am Tender."

Soweit der Text - Das Bild zeigt die praktisch unveränderte Lok, an die ein mit Puffern auf beiden Seiten versehener Tender gekuppelt ist. Dieser hat zur Lok hin eine Bühne mit beidseitigem Treppenaufstieg, wie man sie auch an vielen Güterwagen findet. Der Tender hat keine Kohlen - was auch nur logisch ist, da der Abstand zwischen Tender und Lok relativ groß ist. Durch die dazwischenliegende Bühne sogar recht groß. Seitlich mittem am Wasserkasten ist das Betriebsnummernschild angebracht. Die Lok ist mit dem Tender über Wasserschläuche verbunden (unterhalb der Pufferbohlen).

Zur Info: Ich habe das Buch bei ebay gekauft.
Daten: EK-Verlag, ISBN 3-88255-204-2 (3. Auflage 1993)

Es gibt aus der Reihe auch noch ein gleichartiges Buch aus der Reichsbahnzeit.

Gruß, Claus

Re: BR 74 mit Tender 3T12

geschrieben von: Streckenposten

Datum: 30.09.05 22:26

Wie gut, dass es seit bald 40 Jahren die EK-Baureihen-Bücher gibt, die immer wieder als Beweis herangezogen werden können...!

Re: zu Deiner Frage: Florian

geschrieben von: KDH

Datum: 03.10.05 12:33

Lieber Florian,

die ZWEITE Ziffer der DR-eingemeindeten Loks ist die Radsatzlast,

0 für 10 Tonnen
1 für 11
2 für 12
3 für 13 oder 3 Tonnen
4 für 14 oder 4 Tonnen
5 für 15 oder 5 Tonnen
6 für 16 oder 6 Tonnen
7 für 17 oder 7 Tonnen
8 für 18 oder 8 Tonnen
9 für 19 oder 9 Tonnen

Beispiele:
99 5701 = 1000 mm 7 Tonnen
91 6776 = Normalspur 17 Tonnen Heißdampf

Die letzten beiden Ziffern

sollten ab 51 bei den Schmalsprloks Schleppenderloks bedeuten, Beispiel 99 3351, 99 3361 (wurde aber nur bei der MPSB praktiziert)

und ab 76 bei den Normalspurloks auf Heißdampfversionen hinweisen

Bei späteren Umbauten ERFOLGTE keine Änderung der Loknummer!


Alles klar?





...

Präzisierung Normalspur

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 03.10.05 19:54

die ehemaligen normalspurigen Privatbahnlokomotiven wurden ab Betriebsnummer 5000 eingereiht.
Zur Unterscheidung wurde den ersten beiden Ziffern die zwei- und nicht die einstellige Achslast addiert.

Die eingruppierten C-Kuppler von Arnstadt-Ichtershausener - und Greifswald-Grimmener Eisenbahn mit jeweils 9 t Achslast wurden so zu
895000
+09
895901-03

34 C-Kuppler innerhalb der 10 t - Reihe diverser Klein- und Privatbahnen wurden so zu 89 6001 - 6034, darunter ja auch die vormalige 89 7403, eine preußische T3 der Kleinbahn AG Heudeber-Mattierzoll, die, 1961 endgültig mit einem Schlepptender ausgerüstet, heute bestens unter ihrem Spitznamen "Dreirad" bekannt gewordene 89 6009.

Edit: ein fehlendes "t" gekauft und eingebaut



Eintrag editiert (04.10.05 01:03)

mit freundlichem Gruß

Walter

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