(Warum nimmt man eigentlich nicht den 425 119 als Ersatztriebkopf, wenn einer der 015-Endwagen einen Rangierunfall aufweist, der 119 hat doch auch wieder einen alten Kopf???)
Meines Wissens waren ET 25 015 und 019 motorenmäßig nicht kompatibel.
Das beim 019 angebaute "Probekopfstück" wurde beim 015 nicht verwendet. Den Beweis findet ihr auf dem Foto. Es stammt aus der Festschrift zum 60-jährigen Betriebsjubiläum des ET 25 015.
Dieser Festschrift kann man auch entnehmen, dass der Ersatzteilspender 019 am 28.10.1985 von Stuttgart-Bad Cannstatt nach Haltingen kam. Der Mitelwagen wurde 1989 ausgeräumt und zur äußeren Aufarbeitung und Fahrwerkshauptuntersuchung der Awst Karlsruhe zugeführt. Im Vorgriff auf die vorgesehene Umlackierung des ET 25 015 wurde er gleich in den alten Reichsbahnfarben lackiert. Die ganze Aktion dauerte bis Dezember 1990. Es dauerte dann allerdings bis zum 11.5.1994, bis der Innenausbau zu einem schmucken Gesellschaftswagen fertig war.
(Und so ein Vorzeige-Wagen braucht man eben, um die Unkosten für das ganze Fahrzeug mit zu finanzieren)
Wegen des Rückbaus der Abstellgleise und mangels anderer Abstellmöglichkeiten musste der 019 etwa ein Jahr vor dem tragischen Rangierunfall des 015 b, welcher am 3.5.1999 geschah, verschrottet werden.
Im März 1992 wurden die drei noch vorhandenen ET 427 der Fa. Jelka im Bw Haltingen neben dem "Versuchsobjekt" 425 019 abgestellt.
Die ET 427 gingen später nach Kaiseraugst (Schweiz) zur Verschrottung.
Euer Fdl