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Moderatoren: Heiko Focken - Th.D.

Re: Das wird noch sehr, sehr lange dauern.

geschrieben von: Marienfelde

Datum: 15.04.21 18:14


Nietenreko schrieb:
Der Dieselmotor ist die Maschine, die die Welt bewegt, und daran wird sich auf absehbare Zeit auch nichts ändern. Es ist zwar sehr lobenswert, daß heute nach alternativen Antriebsquellen gesucht wird, um die verkehrsbedingte Umweltproblematik zu minimieren, aber gerade die Elektromobilität bietet hier keine Lösung, sondern verschiebt diese Problematik nur aus dem Sichtfeld der Nutzer. Der Strom dafür muß auch irgendwo erzeugt werden, was aber selbst bei alternativen Erzeugungsmethoden nicht unproblematisch ist für die Umwelt. Außerdem ist eine Verdrahtung der Landschaft mit Oberleitungen weder machbar noch sinnvoll, und die höheren Gewichte akkubetriebener Fahrzeuge setzen der Infrastruktur ganz erheblich zu. Will man das vermeiden, geht das nur über weniger Nutzlast, was aber wiederum zu erhöhtem Verkehrsaufkommen führt, da mehr Fahrzeuge für die gleiche Ladungsmenge benötigt werden. Auch ist gerade bei Akku-Fahrzeugen die Entsorgungsproblematik von Altakkus noch nicht mal ansatzweise gelöst, meistens landen die Dinger trotz aller vollmundigen gegenteiligen Beteuerungen auf irgendwelchen Müllkippen in Dritte-Welt-Ländern. Last but not least schaue man sich mal den Globus daraufhin an, wieviele Länder auf dieser Welt überhaupt ähnliche infrastrukturelle Standards haben wie wir hier und in der Lage wären, in überschaubarem Zeitraum auf Elektromobilität umstellen zu können, von der Finanzierung ganz abgesehen! Noch nicht mal in Europa ginge das, und weltweit ist es höchstens eine Handvoll Industriestaaten, die das könnten!
Ich glaube, die Rahmenbedingungen für umweltgerechtere Antriebstechniken werden besser, weil erstens die Erdölvorkommen endlich sind und sich zweitens der Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu einer wirklichen Alternative entwickelt hat.

Selbstverständlich ist z.B. auch die Stromerzeugung aus "glücklichen Windmühlen" (onshore und auch offshore) mit Konflikten verbunden. In der Abwägung erscheint mir dies aber vertretbar, weil kein ungelöstes "Endlagerungsproblem" besteht und und der Strom aus Wind und Sonne relativ "sauber" erzeugt werden kann. Die "Verdrahtung" einer aus Solingen kommenden Trolleybuslinie in Wuppertal wäre auch keine Katastrophe; ebenso nicht die evtl. Wiederaufnahme des Obusbetriebs in Spandau.

Gerade die Sonnenenergie eröffnet für viele Entwicklungsländer die Perspektive, eine Stromversorgung mehr "von unten" (Dorf für Dorf) aufzubauen - kleine, dezentrale Stromproduktion im Dorf statt großer Kraftwerke (mit großen Eingriffen in die Umwelt) und dem damit sofort gebotenen Aufbau großer (teurer) Netze.

Eines ist mir wichtig: Auch der bewährte Obus entwickelt sich, er hat dort, wo es ihn gibt, eine Perspektive - und der Wiederaufbau von Obusbetrieben ist nicht so abwegig, wie gelegentlich behauptet wird,

Marienfelde.
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