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Moderatoren: Heiko Focken - Th.D.

Mit dem Bus zum Tempel Frankfurt

geschrieben von: SHZ

Datum: 16.09.19 10:15


Vom 13. bis 28. September sind die Tage der offenen Tür bei einem Tempel der Mormonen in Friedrichsdorf. Der Tempel ist auch unter der Bezeichnung Tempel Frankfurt zu finden, obowohl Friedrichsdorf kein Ortsteil von Frankfurt ist.
Da direkt am Tempel nicht genügend Parkplätze vorhanden sind, wurde ein Shuttle-Verkehr mit drei Bussen eingerichtet, die bis zum Sportzentrum fahren. Auch an der Bushaltestelle bei der Philip-Reis-Schule halten die Busse. Daneben sind aber auch Reisebusse zu beobachten, mit denen Mormonen aus entfernteren Gemeinden anreisen.
Die Shuttle-Busse sind für den Sonderverkehr an drei Seiten beklebt worden. Im Einsatz sind ein Bus vom Omnibus & Reisedienst Erich Sack GmbH aus Friedrichsdorf, ein FRABus und noch ein ähnlich aussehender weißer Bus.
An den Parkplätzen oder auch einigen Kreuzungen sitzen Mormonen, um zur Begrüßung oder als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Auch am nahe gelegenen Parkplatz zwischen Freibad und Friedhof sitzt jemand.
Die Mormonen lassen sich recht gut an ihrer Kleidung erkennen: Bei kirchlichen Veranstaltungen sind die Männer meist im Anzug unterwegs, während die Frauen einen Rock tragen.

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FRABus auf dem Weg zu den Mormomen. Der Bus muss erst bis zum nächsten Kreisel fahren, um dann Richtung Zielhaltestelle (nahe des Aufnahmestandorts) zu kommen.

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Rückseite des weißen Busses auf dem Weg Richtung Sportpark

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Bus an der Schulbushaltestelle

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Bus aus Friedrichsdorf auf dem Parkplatz am Sportpark

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Mit diesem Bus kommt eine Gruppe von Mormonen aus Kassel.

Hintergrund:
Die Glaubensgemeinschaft der Mormonen hat an ausgewählten Orten Tempel errichtet, die ihnen so heilig sind, dass nur Mormonen mit spezieller Berechtigung in einen geweihten Tempel hineindürfen. Der Tempel in Friedrichsdorf ist momentan für alle zugänglich, da er umgebaut wurde und neu geweiht werden muss. Für die Tempelführungen werden die Besucher zunächst im Gemeindehaus gesammelt, bis eine Gruppe zusammen bzw. die vorhergehende weitergezogen ist. Dann
bekommen die Besucher einen Film vorgeführt, in welchem die Funktionsräume im Tempel erläutert werden. Vor dem Tempel sitzen einige Helfer, die den Besuchern Plastik-Überzieher über die Schuhe ziehen, damit die Teppiche im Tempelinneren nicht leiden. Anschließend besucht man die Gruppe die verschiedenen Räume im Inneren. Es gibt keine große Halle oder etwas Vergleichbares im Inneren, sondern nur eine größere Anzahl kleinerer Räume. Am ungewöhnlichsten ist ein Taufbecken, in dem man sich für seine Vorfahren taufen lassen kann. Es wird von zwölf steinernen Rindern getragen. Fotografieren ist im Tempel nicht erlaubt.

Geschichtliches:
Früher gab es viele Industriebetriebe in Friedrichsdorf. Einer davon war die Nudelfabrik Haller, welche erst von dem Konkurrenten Birkel übernommen und dann geschlossen wurde. Das Areal wurde an die Mormonen verkauft. Die Wege auf den Areal sind für die Öffentlichkeit nutzbar, aber einige Dinge wie etwa Rauchen sind nicht gestattet. Der Tempel in Friedrichsdorf wurde 1987 eingeweiht. Zwei Jahre vorher ist in Deutschland der Freiberg-Tempel eröffnet worden. Da damals noch die DDR-Grenze Deutschland durchschnitt, welche auch von Westen nur eingeschränkt passierbar war, war die Errichtung zweier Tempel in Deutschland sinnvoll.

Die Philip-Reis-Schule wurde 2012 in Betrieb genommen. Die Bushaltestelle an der Schule verfügt über Absperrgitter, an welchen sich die Schüler aufstellen sollen. Außerdem gibt es hier freigstellte Schülerverkehre - bei den meisten Schulen sind die Schülerverkehre tariflich in den Verkehrsverbund (RMV) integriert.
Vorher befand sich die Gesamtschule auf einem Areal hinter dem Friedhof. Die Gebäude werden gerade abgerissen. Die gegenüber der Schule liegende Herz-Jesu-Kirche wurde schon 2013 Opfer des Abrissbaggers.

Auch der Sportpark am Rand der Stadt existiert erst seit einigen Jahren. Im Jahre 2016 wurde mit dem Abriss des früheren Sportplatzes begonnen. Auf dem Gelände entsteht ein neues Wohngebiet (Ökosiedlung). Zum Anschluss an die Bundesstraße wurde ein Kreisel gebaut. Dort befindet sich schon eine noch nicht genutzte Bushaltestelle.
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