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Konfliktpunkte bei der „Ergänzungsstation“

geschrieben von: ChrisM

Datum: 02.01.21 09:58

Im Auftrag des Landes untersucht ein Ingenieurbüro die Machbarkeit der „Ergänzungsstation“. Es gibt etliche schwierige Punkte. Die Stadt sieht sich in ihrer Haltung bestärkt.

[www.stuttgarter-nachrichten.de]

Re: Konfliktpunkte bei der „Ergänzungsstation“

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 02.01.21 10:24

ChrisM schrieb:
Im Auftrag des Landes untersucht ein Ingenieurbüro die Machbarkeit der „Ergänzungsstation“. Es gibt etliche schwierige Punkte. Die Stadt sieht sich in ihrer Haltung bestärkt.

[www.stuttgarter-nachrichten.de]
Ich würde einmal sagen auch bei S21 gab es etliche schwierige Punkte.

Re: Konfliktpunkte bei der „Ergänzungsstation“

geschrieben von: ChrisM

Datum: 02.01.21 12:48

Manu Chao schrieb:

Ich würde einmal sagen auch bei S21 gab es etliche schwierige Punkte.
Das ist vollkommen richtig. Das wird ja auch in dem Text beschrieben, zum Beispiel das Bauen im Heilquellenschutzgebiet. Wäre doch seltsam, wenn das bei dem einen Projekt problematisch wäre und beim anderen nicht.

Re: Konfliktpunkte bei der „Ergänzungsstation“

geschrieben von: graetz

Datum: 02.01.21 13:11

ChrisM schrieb:
Im Auftrag des Landes untersucht ein Ingenieurbüro die Machbarkeit der „Ergänzungsstation“. Es gibt etliche schwierige Punkte. Die Stadt sieht sich in ihrer Haltung bestärkt.

[www.stuttgarter-nachrichten.de]
Kurze Aufzählung für alle, die kein Abo haben:

großes Gefälle vom Gäubahnviadukt zum Tiefbahnhof

Konflikt Wolframstrasse

Entrauchung der Station und Tunnelstrecken

Lärm- und Erschütterungsschutz (mir ist neu, das darüber Wohnhäuser stehen sollen, abgesehen davon ist das lösbar, wie das Wohnhaus Schlangenbader Strasse in Berlin zeigt. Oder auch die Berliner Stadtbahn in Bezug auf Erhalt der vorhandenen Infrastruktur.

"Harmonischer Übergang" zwischen Schlossgarten und neuen Quartieren

Graben im Heilquellengebiet - was bei S21 auf wundersame weise kein Problem war.

Einige Konfliktpunkte waren für die Stadt noch kein Problem, als es um "S21" ging.
Viele dieser Konfliktpunkte liessen sich vermeiden, in dem man einfach nichts macht.
Es liegt ja alles schon da was man braucht und es wird heute sogar noch benutzt. Die Konfliktpunkte sind ja noch nicht mal konkret durchgeplant geschweige denn gebaut. Stattdessen tut man so, als ob man nachträglich einen Trogbahnhof dort in einen Bestand reindengeln müsste, weil es nicht anders geht.

Es bleibt nach wie vor bei der Richtungsentscheidung, ob man lieber einen brauchbaren Bahnknoten für den D-Takt haben möchte, was der ganzen Region und letztendlich ganz Deutschland und vor allem auch den Klimaschutzzielen dient, oder ob ein Parkhaus und ein Kongresszentrum für Stuttgart dort wichtiger sind. Wohnungen sind davon ja nicht betroffen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.21 13:12.

Re: Konfliktpunkte bei der „Ergänzungsstation“

geschrieben von: 146 227

Datum: 02.01.21 17:54

graetz schrieb:
ChrisM schrieb:
Im Auftrag des Landes untersucht ein Ingenieurbüro die Machbarkeit der „Ergänzungsstation“. Es gibt etliche schwierige Punkte. Die Stadt sieht sich in ihrer Haltung bestärkt.

[www.stuttgarter-nachrichten.de]
Kurze Aufzählung für alle, die kein Abo haben:

großes Gefälle vom Gäubahnviadukt zum Tiefbahnhof
Von wie viel sprechen wir? Wie stark ist das relevant? (Begrenzung der Einfahrtgeschwindigkeit auf 20 km/h z.B.?). Sehe jetzt nicht das Hindernis?
Konflikt Wolframstrasse

Entrauchung der Station und Tunnelstrecken
Grundsatzfrage die sich bei S21 überall steht... eigentlich braucht es nur Abluftöffnungen dann fährt man mit einem Großlüfter auf der Schiene hin und drückt mal die Luft rein.
Lärm- und Erschütterungsschutz (mir ist neu, das darüber Wohnhäuser stehen sollen, abgesehen davon ist das lösbar, wie das Wohnhaus Schlangenbader Strasse in Berlin zeigt. Oder auch die Berliner Stadtbahn in Bezug auf Erhalt der vorhandenen Infrastruktur.
Die Frage wird sein wie der ganze Spaß gebaut wird.. würde der Tiefbahnhof-Kopfneu nicht unter dem jetzigen neuen Tiefbahnhof gebaut werden? Ist natürlich im Bestand kompliziert, zumal ja die Stadt die Fläche so schnellst möglich platt machen will um sie zu bebauen.
"Harmonischer Übergang" zwischen Schlossgarten und neuen Quartieren
Kein Argument da ja alles getunnelt wird - oder liege ich da falsch?
Graben im Heilquellengebiet - was bei S21 auf wundersame weise kein Problem war.
Seit 2011 gibt es auch gefühlt zichtausend neue Gesetze und Regelungen und zum Schluss kommt ja noch der Kläger..
Einige Konfliktpunkte waren für die Stadt noch kein Problem, als es um "S21" ging.
Viele dieser Konfliktpunkte liessen sich vermeiden, in dem man einfach nichts macht.
Es liegt ja alles schon da was man braucht und es wird heute sogar noch benutzt. Die Konfliktpunkte sind ja noch nicht mal konkret durchgeplant geschweige denn gebaut. Stattdessen tut man so, als ob man nachträglich einen Trogbahnhof dort in einen Bestand reindengeln müsste, weil es nicht anders geht.

Es bleibt nach wie vor bei der Richtungsentscheidung, ob man lieber einen brauchbaren Bahnknoten für den D-Takt haben möchte, was der ganzen Region und letztendlich ganz Deutschland und vor allem auch den Klimaschutzzielen dient, oder ob ein Parkhaus und ein Kongresszentrum für Stuttgart dort wichtiger sind. Wohnungen sind davon ja nicht betroffen.
Die Kernfrage wird sich hintenraus stellen wenn es heißt "Was kostet der Spaß? & Wer soll das bezahlen?" Spätestens ab dann wird es knifflig. Ausbauten die so oder so für den D-Takt erforderlich sind wie der Nordzulauf sind da deutlich besser durchzubekommen als X-Kopf-Gleise unter dem neuen Bahnhof. (Was für eine Gleiszahl ist da eigentlich geplant 4? 6?) Man hat ja schon gesehen das S21 nicht mehr das Kernthema in Stuttgart ist. Wenn man sich Quoten anschaut wo 9% das noch aktiv finden bei der OB-Wahl dann sehe ich das ähnlich für die kommende Landtagswahl. Ich bin extrem gespannt da die SFS in absehbarer Zeit fertig gestellt werden wird.

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains

Re: Konfliktpunkte bei der „Ergänzungsstation“

geschrieben von: graetz

Datum: 02.01.21 18:51

146 227 schrieb:
graetz schrieb:
Es bleibt nach wie vor bei der Richtungsentscheidung, ob man lieber einen brauchbaren Bahnknoten für den D-Takt haben möchte, was der ganzen Region und letztendlich ganz Deutschland und vor allem auch den Klimaschutzzielen dient, oder ob ein Parkhaus und ein Kongresszentrum für Stuttgart dort wichtiger sind. Wohnungen sind davon ja nicht betroffen.
Die Kernfrage wird sich hintenraus stellen wenn es heißt "Was kostet der Spaß? & Wer soll das bezahlen?" Spätestens ab dann wird es knifflig. Ausbauten die so oder so für den D-Takt erforderlich sind wie der Nordzulauf sind da deutlich besser durchzubekommen als X-Kopf-Gleise unter dem neuen Bahnhof. (Was für eine Gleiszahl ist da eigentlich geplant 4? 6?) Man hat ja schon gesehen das S21 nicht mehr das Kernthema in Stuttgart ist. Wenn man sich Quoten anschaut wo 9% das noch aktiv finden bei der OB-Wahl dann sehe ich das ähnlich für die kommende Landtagswahl. Ich bin extrem gespannt da die SFS in absehbarer Zeit fertig gestellt werden wird.
Eben - Die Kosten spielen eine wichtige Rolle. Warum nochmal hunderte Millionen Euro ausgeben für etwas, was man schon längst hat? Stattdessen dürfte die Stadt das Wording so drehen wollen, dass man dieses viele Geld für etwas "neues" ausgeben müsste.

Der Erhalt kostet fast nichts. Man kann dann einfach Parkhaus und Kongresszentrum darüber bauen. Das geht auch ohne dass die Kongressteilnehmer (wenn das überhaupt noch ein lukrativer Markt ist) durchgeschüttelt werden. In der Berliner Schlangenbader Straße simulierte man Panzer und merkte drinnen nichts davon. Abgesehen davon hat auch Berlin HBF ein ganzes Bürogebäude über dem (oberirdischen und unterirdischen) Bahnhof. Da ging es also auch.

Eine konkrete Steigung wurde nicht genannt. Allerdings dürfte das gar nicht so viel sein. Fasst man die Steigungen von der Panoramabahn zum Vorfeld und die Steigungen vom Vorfeld zum S-Bahnhof zusammen, so kann die Steigung nicht niedriger sein bei einem ergänzenden Tiefbahnhof, der ja höher liegen würde als die S-Bahn.

Es scheint also, dass viele "Konfliktpunkte" nur konstruiert sind. In dem Moment, wo ein ergänzender Bahnhof als notwendig für den Bahnverkehr gesetzt wäre (was Heimerls und Schwanhäußers Sicht entspricht, also den beiden Spezis,, die die Leistung von S21 am besten einschätzen können), dürfte die bestehende Infrastruktur gar nicht abgerissen werden. Und dann gebe es auch diese Konflikte nicht mehr. Stattdessen will man das ausblenden und auf diese "Konfliktpunkte" verweisen. Damit verschiebt man wieder den Blick weg vom Bahnverkehr hin zum Immobilienprojekt auf Kosten der Bahn.

Re: Konfliktpunkte bei der „Ergänzungsstation“

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 02.01.21 22:28

graetz schrieb:
großes Gefälle vom Gäubahnviadukt zum Tiefbahnhof
Hängt eben davon ab wie schnell man vom Gäubahnviadukt auf Ebene -1 kommen will. Je weniger offene Bahnstrecke man will umso steiler wird es. Am Ende ist es aber nur eine Kompromissfindung bei der beide Seiten kleine Abstriche machen müssen (Städtebauer und Bahnbetriebler die mit der Steigung leben müssen).

Zitat:
Konflikt Wolframstrasse
Braucht eben Rampen für die Wolframstrasse um sie über den dortigen Bahntunnel zu 'hieven'.

Zitat:
Entrauchung der Station und Tunnelstrecken
Wieso das schwieriger sein soll als bei S21 kann ich nicht verstehen.

Zitat:
Graben im Heilquellengebiet - was bei S21 auf wundersame weise kein Problem war.
Ich weiss nicht in welche Richtung die relevante Heilquellenschicht (bzw. deren Überdeckung) geneigt ist. Und man damit je mehr man sich noch Nord-Nordost bewegt der Abstand zwischen jetziger Erdoberfläche und Heilquellendeckschicht geringer werden könnte. Wobei wenn das Gelände komplett neu bebaut man mit genügend Willen auch die Erdoberfläche durch Aufschüttung 'anheben' könnte.

Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: Schoofseggl

Datum: 03.01.21 00:37

Hier werden die (revidierten) Schutzzonen gezeigt:
[youtu.be]
Diese würde also von einer
postulierten, zusätzlichen Station (also westlich des bisherigen Gleisfeldes) garnicht tangiert.

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: mental

Datum: 03.01.21 09:16

Schoofseggl schrieb:
Hier werden die (revidierten) Schutzzonen gezeigt:
[youtu.be]
Diese würde also von einer
postulierten, zusätzlichen Station (also westlich des bisherigen Gleisfeldes) garnicht tangiert.
:-)

Leider sind das aber die speziellen S21 Schutzzonen. Für ein neues, weniger erwünschtes Projekt würde man natürlich neue Zonen planen und plötzlich auch wieder Juchtenkäfer finden.

Was Fake news und Manipulation angeht, war S21 seiner Zeit fast ein Jahrzehnt voraus..

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: ChrisM

Datum: 03.01.21 09:43

Hier mal die seriöse Originalquelle: [rp.baden-wuerttemberg.de]

Entscheidend ist Paragraph 5, der flächige Eingriffe verbietet. Hierfür brauchte S21 eine Ausnahmegenehmigung, wogegen die Gegnerschaft Sturm lief. Sollte man die für die „Ergänzungsstation“ gleichermaßen benötigte Ausnahmegenehmigung stillschweigend hinnehmen oder gar unterstützen, würde das die skandalisierenden Bedenken gegen die Genehmigung von S21 stark relativieren wenn nicht gleich als lächerlich entlarven.

Was Deine Vermutung hinsichtlich der Lage der Station angeht, ist nichts entschieden. Selbst das Verkehrsministerium veröffentlicht dazu zwei sich widersprechende Planskizzen. Die eine zeigt die Station in der Nähe der S-Bahnstation, die andere verortet sie im südöstlichen Bereich des heutigen Gleisfelds. [vm.baden-wuerttemberg.de]

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: mental

Datum: 03.01.21 11:28

ChrisM schrieb:
Hier mal die seriöse Originalquelle: [rp.baden-wuerttemberg.de]

Entscheidend ist Paragraph 5, der flächige Eingriffe verbietet. Hierfür brauchte S21 eine Ausnahmegenehmigung, wogegen die Gegnerschaft Sturm lief. Sollte man die für die „Ergänzungsstation“ gleichermaßen benötigte Ausnahmegenehmigung stillschweigend hinnehmen oder gar unterstützen, würde das die skandalisierenden Bedenken gegen die Genehmigung von S21 stark relativieren wenn nicht gleich als lächerlich entlarven.

Was Deine Vermutung hinsichtlich der Lage der Station angeht, ist nichts entschieden. Selbst das Verkehrsministerium veröffentlicht dazu zwei sich widersprechende Planskizzen. Die eine zeigt die Station in der Nähe der S-Bahnstation, die andere verortet sie im südöstlichen Bereich des heutigen Gleisfelds. [vm.baden-wuerttemberg.de]
Ich glaube niemand hier ist für eine unterirdische Ergänzung. Nicht wir "skandalisierenden Bedenken" sondern ihr Befürworter seid vollständig entlarvt.

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: ChrisM

Datum: 03.01.21 11:54

mental schrieb:
Ich glaube niemand hier ist für eine unterirdische Ergänzung. Nicht wir "skandalisierenden Bedenken" sondern ihr Befürworter seid vollständig entlarvt.
Es fällt schwer, einen Sinn hinter Deinem unvollständigen Satz zu erkennen. Nun ja.
Etwas anderes als - wenn überhaupt- eine unterirdische „Ergänzungsstation“ wird es nicht geben. Deren Erfinder, VM Hermann, hat oberirdischen Gleisen längst eine Absage erteilt. [www.stuttgarter-zeitung.de]

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: graetz

Datum: 03.01.21 15:00

ChrisM schrieb:
mental schrieb:
Ich glaube niemand hier ist für eine unterirdische Ergänzung. Nicht wir "skandalisierenden Bedenken" sondern ihr Befürworter seid vollständig entlarvt.
Es fällt schwer, einen Sinn hinter Deinem unvollständigen Satz zu erkennen. Nun ja.
Etwas anderes als - wenn überhaupt- eine unterirdische „Ergänzungsstation“ wird es nicht geben. Deren Erfinder, VM Hermann, hat oberirdischen Gleisen längst eine Absage erteilt. [www.stuttgarter-zeitung.de]
Nicht Hermann hat dem abgesagt, sondern er stellt fest, dass die Stadt sich niemals darauf einlassen würde. Parkhäuser und ein Kongresszentrum sind denen wichtiger.
Würde die Stadt dort umschwenken, wäre auch Hermann wieder dabei. Was dann wieder auf die Frage führt, warum eine Stadt so viel Macht haben sollte, ein bundesweites Projekt wie den D-Takt so zu behindern.

Sollte die dort noch vorhandene Infrastruktur nicht gleichwertig ersetzt werden - und das wird sie eben nicht - dann hat sich das dort mit den „freien Grundstücken“ eh erledigt. Da ist das letzte Wort eben noch nicht gesprochen. Das weiss die Stadt auch und deswegen will sie unbedingt auch die Gäubahn auf Jahre gekappt sehen, um da vorzeitig Fakten zu schaffen.

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: mental

Datum: 04.01.21 07:43

ChrisM schrieb:
mental schrieb:
Ich glaube niemand hier ist für eine unterirdische Ergänzung. Nicht wir "skandalisierenden Bedenken" sondern ihr Befürworter seid vollständig entlarvt.
Es fällt schwer, einen Sinn hinter Deinem unvollständigen Satz zu erkennen. Nun ja.
Etwas anderes als - wenn überhaupt- eine unterirdische „Ergänzungsstation“ wird es nicht geben. Deren Erfinder, VM Hermann, hat oberirdischen Gleisen längst eine Absage erteilt. [www.stuttgarter-zeitung.de]
Der "kompromissvorschlag" unterirdische Ergänzung ist vergleichbar mit folgender Situation: Du und deine Frau sind euch nicht einig, ob ihr gemeinsam zum Fußballspiel geht oder in die Oper. Du erklärst dich bereit mit in die Oper zu gehen, allerdings nur im vollen Fandress und wenn du während der Aufführung gelegentlich einen Bengalo zünden und in deine Vuvuzela pusten kannst.

Im Gegensatz zu S21 Befürwortern sind die Gegner hier in ihren Argumenten recht beständig. Wir sehen eine Kostenproblem und dazu passt die unterirdische Ergänzung offensichtlich nicht (einzig deutlich sichtbare Beständigkeit der Befürworter ist neben den Kostenlügen die Bevorzugung von Immobilienprojekten über Bahnverkehr).

Dein "skandalisierenden Bedenken" "Argument" ist eine Unverschämtheit. Die Befürworter haben sich bei S21 über die bedenken vieler Fachleute hinweggesetzt und Vorschriften massenhaft ausgehebelt und umgangen. Wie du das hier (und befürworter in der Vergangenheit gegen K21 oder Kombiprojekte) instrumentalisierst, ist an Heuchelei kaum zu überbieten.

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.01.21 18:02

ChrisM schrieb:
Hier mal die seriöse Originalquelle: [rp.baden-wuerttemberg.de]

Entscheidend ist Paragraph 5, der flächige Eingriffe verbietet. Hierfür brauchte S21 eine Ausnahmegenehmigung, wogegen die Gegnerschaft Sturm lief. Sollte man die für die „Ergänzungsstation“ gleichermaßen benötigte Ausnahmegenehmigung stillschweigend hinnehmen oder gar unterstützen, würde das die skandalisierenden Bedenken gegen die Genehmigung von S21 stark relativieren wenn nicht gleich als lächerlich entlarven.
Der Bau des Tunnelbf. und der Bau einer Ergänzungsstation verhalten sich zueinander etwa wie ein Mord (an natürlicher wie städtischer Umwelt) zu einer anschließenden Leichenfledderei. Der Mord ist nun mal leider passiert, also muß alle Kraft auf die Sicherung der Leiche gerichtet werden.

Habe ich deine Logik richtig verstanden?

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: mental

Datum: 04.01.21 18:36

kmueller schrieb:
ChrisM schrieb:
Hier mal die seriöse Originalquelle: [rp.baden-wuerttemberg.de]

Entscheidend ist Paragraph 5, der flächige Eingriffe verbietet. Hierfür brauchte S21 eine Ausnahmegenehmigung, wogegen die Gegnerschaft Sturm lief. Sollte man die für die „Ergänzungsstation“ gleichermaßen benötigte Ausnahmegenehmigung stillschweigend hinnehmen oder gar unterstützen, würde das die skandalisierenden Bedenken gegen die Genehmigung von S21 stark relativieren wenn nicht gleich als lächerlich entlarven.
Der Bau des Tunnelbf. und der Bau einer Ergänzungsstation verhalten sich zueinander etwa wie ein Mord (an natürlicher wie städtischer Umwelt) zu einer anschließenden Leichenfledderei. Der Mord ist nun mal leider passiert, also muß alle Kraft auf die Sicherung der Leiche gerichtet werden.

Habe ich deine Logik richtig verstanden?
Du hast seine Logik recht gut verstanden, würdigst aber die Bedeutung der rolle des Täters in meinen Augen noch zu wenig.

Von juristisch zentraler Bedeutung ist für unsere Befürworter, dass die Leichenfledderei durch einen anderen Täter (insbesondere einen Nichtbefürworter von S21 erfolgt) erfolgt. Sie kann entsprechen gar nicht hart genug bewertet und bestraft werden.

Jegliche Leichenschändung durch den ursprünglichen Täter hingegen wäre völlig unbedeutend, ja fast belohnenswert gewesen. Mindestens aber hätte der Originaltäter für die Aufwendungen seiner Leichenfledderei finanziell entschädigt werden müssen!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.01.21 18:37.

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: ChrisM

Datum: 04.01.21 18:39

kmueller schrieb:

Der Bau des Tunnelbf. und der Bau einer Ergänzungsstation verhalten sich zueinander etwa wie ein Mord (an natürlicher wie städtischer Umwelt) zu einer anschließenden Leichenfledderei. Der Mord ist nun mal leider passiert, also muß alle Kraft auf die Sicherung der Leiche gerichtet werden.

Habe ich deine Logik richtig verstanden?
Da Dein Textlein keine Logik enthält, kann es auch nicht die meine sein.

Was mein Thema ist: nachdem die Gegnerschaft den flächigen Eingriff in den Geltungsbereich der Heilquellenschutzverordnung, den S21 zweifelsohne darstellt, kritisiert hatten und schlimmste Folgen für das Mineralwasser prognostizierten, stellt sich die Frage, ob ähnliche Bedenken nicht auch für den Bau der Ergänzungsstation und ihrer Zulauftunnel gelten müssten. Sonst wären es zweierlei Maß und die seinerzeitige Kritik als bloßer Vorwand entlarvt.

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: graetz

Datum: 04.01.21 19:28

ChrisM schrieb:
Was mein Thema ist: nachdem die Gegnerschaft den flächigen Eingriff in den Geltungsbereich der Heilquellenschutzverordnung, den S21 zweifelsohne darstellt, kritisiert hatten und schlimmste Folgen für das Mineralwasser prognostizierten, stellt sich die Frage, ob ähnliche Bedenken nicht auch für den Bau der Ergänzungsstation und ihrer Zulauftunnel gelten müssten. Sonst wären es zweierlei Maß und die seinerzeitige Kritik als bloßer Vorwand entlarvt.
Die beste Lösung wäre eben, nicht "tief" zu bauen, sondern die vorhandenen Gleise zu nutzen und darüber dann ein Parkhaus und ein Kongresszentrum zu bauen. Dann gäbe es wegen des Mineralwassers Null Bedenken und auch die Kosten wären dann nur minimal. Auch würde niemand auf dieser ominösen Warteliste dadurch länger auf seine "günstige Wohnung" warten müssen, da auf der ganzen Trasse keine einzige Wohnung entstehen soll.

Es gibt keine rationalen Argumente gegen einen ergänzenden Bahnhof. Schwanhäußer und Heimerl sagen selbst, dass der Trogbahnhof zu klein - ein ergänzender Bahnhof also nötig ist. Es geht nur noch um eine krude Ideologie.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.01.21 21:36.

Re: Zu: Heilquellen-Schutzzone

geschrieben von: mental

Datum: 04.01.21 20:55

ChrisM schrieb:
kmueller schrieb:
Der Bau des Tunnelbf. und der Bau einer Ergänzungsstation verhalten sich zueinander etwa wie ein Mord (an natürlicher wie städtischer Umwelt) zu einer anschließenden Leichenfledderei. Der Mord ist nun mal leider passiert, also muß alle Kraft auf die Sicherung der Leiche gerichtet werden.

Habe ich deine Logik richtig verstanden?
Da Dein Textlein keine Logik enthält, kann es auch nicht die meine sein.

Was mein Thema ist: nachdem die Gegnerschaft den flächigen Eingriff in den Geltungsbereich der Heilquellenschutzverordnung, den S21 zweifelsohne darstellt, kritisiert hatten und schlimmste Folgen für das Mineralwasser prognostizierten, stellt sich die Frage, ob ähnliche Bedenken nicht auch für den Bau der Ergänzungsstation und ihrer Zulauftunnel gelten müssten. Sonst wären es zweierlei Maß und die seinerzeitige Kritik als bloßer Vorwand entlarvt.
Du kapierst es wirklich nicht?!?

ChrisM zeigt hier wieder einmal das Kernproblem (erz) konservativer Haltungen auf, das eben für S21 Befürworter genau so gilt wie für Trump Unterstützer.
ChrisM kann sich einfach gar nicht vorstellen, dass für andere die gleichen Regeln gelten wie für seine Seite.
ChrisM findet es völlig normal, dass für S21 viele Konventionen gebrochen wurde, kann aber niemals akzeptieren, dass eine andere Seite jetzt DANACH diese Rechte auch für sich einfordert (oder einfordern KÖNNTE).

Das geht auf konservativ/nationalistische Grundstrukturen zurück, bei denen man eben die eigene Position/Nation/Rasse immer im Recht sieht und andere grundsätzlich im Unrecht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.01.21 21:05.