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 21 - Stuttgart 21 

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Moderatoren: Rönshausener - TCB
[youtu.be]

Ab Minute 11:18 erklärt ein Experte der ETH Zürich, dass es nicht darum geht, "möglichst viele Züge innerhalb einer Stunde hintereinander über das gleiche Gleis zu jagen."
Was diese unsägliche Zugzählerei als Scheinargument entlarvt. Es nützt dem Bahnkunden nämlich nur wenig.

Interessant ist vor allem das aktuelle Interview mit Kefer.

Kefer als Erwiderung des ETH-Experten: Ich brauche für einen Taktverkehr viel Infrastruktur. Was entweder mit Doppelbelegungen geht oder mit doppelter Bahnsteiganzahl. Also der Zahl, die man jetzt reduziert.

Ab Minute 22:43 erklärt Kefer, warum man den Bahnhof so passend rechnen musste. Er verweist auf die Ausstiegsklausel, nach der bis zum 31.12.2009 bekannte Mehrkosten verbindlich verhandelt werden müssten. Eben das, was man nicht tat. Während das Land offiziell erklärt, dass der Bahn damals die Mehrkosten eben schon bekannt waren - und dem Land auch.
Was der Bahn damals bekannt war, darf Kefer natürlich nicht sagen. Es wäre für ihn strafrechtlich relevant. Die Staatsanwaltschaften hätten dann wieder einen Grund für Ermittlungen.

Ab Minute 24:04 erklärt Kefer, dass S21 sich für die Bahn nicht rentiert, verweist aber auf einen "politischen Willen". Was darauf hinaus läuft, dass die Politik für die Mehrkosten aufkommen müsste, diese aber die Bahn jetzt am langen Arm verhungern lässt. Damit schadet S21 eben der Bahn.

Ab Minute 27:49 verrät Kefer, dass die Schlichtung für die Bahn nie ergebnisoffen war. Es war also eine reine Showveranstaltung.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:28:13:29:44.
graetz schrieb:
[youtu.be]

Interessant ist vor allem das aktuelle Interview mit Kefer.

Ab Minute 22:43 erklärt Käfer, warum man den Bahnhof so passend rechnen musste. Er verweist auf die Ausstiegsklausel, nach der bis zum 31.12.2009 bekannte Mehrkosten verbindlich verhandelt werden müssten. Eben das, was man nicht tat. Während das Land offiziell erklärt, dass der Bahn damals die Mehrkosten eben schon bekannt waren - und dem Land auch.
Was der Bahn damals bekannt war, darf Kefer natürlich nicht sagen. Es wäre für ihn strafrechtlich relevant. Die Staatsanwaltschaften hätten dann wieder einen Grund für Ermittlungen.
Spätestens wenn man ihn im laufenden Verfahren um die Merhkostenverteilung als Zeugen vorlädt, kommt er aber in diese Klemme, und vermutlich nicht nur er. Vielleicht geht deshalb das Verfahren nicht weiter...
kmueller schrieb:
Spätestens wenn man ihn im laufenden Verfahren um die Merhkostenverteilung als Zeugen vorlädt, kommt er aber in diese Klemme, und vermutlich nicht nur er. Vielleicht geht deshalb das Verfahren nicht weiter...
Er kann die Aussage da verweigern, weil er sich dadurch selbst belasten könnte.
graetz schrieb:
kmueller schrieb:
Spätestens wenn man ihn im laufenden Verfahren um die Merhkostenverteilung als Zeugen vorlädt, kommt er aber in diese Klemme, und vermutlich nicht nur er. Vielleicht geht deshalb das Verfahren nicht weiter...
Er kann die Aussage da verweigern, weil er sich dadurch selbst belasten könnte.
Das Dilemma hat ein Jurist sehr schön zusammengefaßt:
Problematisch ist immer die Frage, wann die Gefahr beginnt, sich der Verfolgung auszusetzen. Viel schwieriger ist in der Praxis die psychische Hürde für den Zeugen, von diesem Recht Gebrauch zu machen und damit gefühlt ja eine eigene Straftat zuzugeben.
[www.rgra.de]

In einer Angelegenheit von öffentlichem Interesse wird es nicht nur für den Zeugen 'psychisch', sondern für alle Beteiligten hochgradig peinlich. Jeder kann dann schreiben: 'DB-Vorstand fürchtet Strafverfolgung wegen S21'.
kmueller schrieb:
In einer Angelegenheit von öffentlichem Interesse wird es nicht nur für den Zeugen 'psychisch', sondern für alle Beteiligten hochgradig peinlich. Jeder kann dann schreiben: 'DB-Vorstand fürchtet Strafverfolgung wegen S21'.
Genau dafür wurden diese Herren ja hoch bezahlt.