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 21 - Stuttgart 21 

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Micha-0815 schrieb:
graetz schrieb:
Micha-0815 schrieb:
Ich hatte meinen Nachsatz einfach nicht für wichtig genug gehalten, um daraus einen eigenen Beitrag zu machen. Du hast klar gestellt, dass Du entgegen meinem ersten Eindruck an dieser Stelle in diesem S21-Forum gar nicht über S21 schreibst, und damit ist das Thema Off-Topic. Und ich bin nun mal sicher nicht dafür bekannt, mich durch Troll-Beiträge in solche Off-Topic-Diskussionen ziehen zu lassen. Das brauchst Du also nicht persönlich zu nehmen.
Micha, kein Beitrag von dir ist hier "wichtig", (...)
Da stellt sich natürlich die Frage, warum Du auf fast jeden antwortest, zum Teil mehrfach.


PS: Nein, die stellt sich natürlich nicht, weil alle Wissen, dass Du ein Troll bist
Weil wir hier in einem Diskussionsforum sind und nicht im Micha-Verkündungsforum. Du tust hier so, als ob du der Verkünder der Wahrheit bist. Und das bist du eben nicht. Darauf kann man dann antworten. Vor allem frage ich dich "mehrfach" nach Belegen. Die kommen nur nie - stattdessen manchmal Selbstbezüge auf Beiträge, wo du auch schon keine Belege hattest.

Ausserdem sind deine Beiträge in der Regel mit persönlichen Beleidigungen angefüllt - vor allem deine krankhaften Edits - wie auch dieser hier. Denkst du echt, das lässt sich jemand auf Dauer gefallen?

Auch dieser Beitrag von dir hier ist ohne Substanz. Wieder keine Äusserung zu Oettingers Ambitionen. Auch das ist eine Aussage von dir. Und sie zeigt, dass du dem Vorwurf der Korruption nichts mehr entgegenzusetzen hast. Damit wird das dann doch wieder ein Diskussionsbeitrag. Nur nicht mehr in deinem Sinne. In deinem Sinne kannst du nichts mehr vorbringen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.20 10:46.
Lieber SpDrS600,

versuche Dir bitte einmal vorzustellen, dass es einen nicht unerheblichen Teil in der Bevölkerung (davon viele CDU-Wähler) gibt, die S21 als Infrastrukturentscheidung positiv erachten. Dann gibt es Politiker, die dieses Projekt vorantreiben. Ist es für dich nicht vorstellbar, dass diese Poltiker dieses Projekt vorantreiben, weil sie der Meinung sind, die richtige und gute Sache zu machen? Daraus abzuleiten, sie würden den Staat kaputt machen, weil sie die Interessen ihrer Wähler vertreten und eben auch durchsetzten, halte ich für gefährlich. Überlege einmal jemand ist dieser Meinung, wenn ein Politiker ein dir genehmes Projekt vertritt und bei bestehenden Mehrheiten eben auch durchsetzt.

Ich weiß, Du kannst Dir das nicht vorstellen und hälst daher alle beteiligten Politiker für käuflich. Inbesondere auf Herrn Oettinger hast Du es wohl abgesehen. Es gab aber noch viele andere. Die Herren Teufel und Rommel haben definitiv keine Aufsichtsratsposten angenommen. Sie waren integer und auch nicht fehlgeleitet. Dann gibt es ja noch Herrenknecht. Das Unternehmen hat über eine Milliarde Jahresumsatz. Die TBM Suse hat etwa 20 Millionen Euro gekostet. Bei 2 Prozent eine Jahresumsatzes ist es schon etwas gewagt, den Eindruck zu haben Herrenknecht hätte in erheblichem Ausmaß profitiert. Die meisten Unternehmen, die an S21 beteiligt sind, profitieren davon, dass sie aufgrund der konjunkturellen Lage Mondpreise aufrufen können. Dafür ist aber S21 nicht verantwortlich.

Nun mal zur Rolle von Aufsichträten. Diese überwachen bei einer AG den Vorstand. Wenn man gute Aufsichtsräte hat, dann unterstützen die auch den Vorstand bei der strategischen Ausrichtung. Oettinger kann hier immerhin zwei Kompetenzen aufweisen, die ihn als Aufsichtsrat wertvoll machen. Er versteht etwas von Bilanzen, was heutzutage leider nicht selbstverständlich ist. Und für Herrenknecht noch wichtiger ist das Thema strategische Ausrichtung.Und da bringt Oettinger einiges mit. Er war als MP von BW international aufgestellt in den Bereichen Forschungs und Wirtschaftpolitik. Bei der EU war er auch in entsprechenden Ressorts involviert. Das macht ihn für ein so interntional aufgestelltes Unternehmen, wie Herrenknecht interessant.
Chris-S schrieb:
versuche Dir bitte einmal vorzustellen, dass es einen nicht unerheblichen Teil in der Bevölkerung (davon viele CDU-Wähler) gibt, die S21 als Infrastrukturentscheidung positiv erachten.
Edit: da wollte ich auch was zu schreiben:
Es ist egal, was ein "unerheblicher Teil" der Bevölkerung "erachtet". S21 schadet definitiv der Bahn. Die Bahn würde S21 nicht mehr bauen. Da hätte es auch keine Relevanz, was ein "unerheblicher Teil" der Bevölkerung "erachtet". Es sei denn, die "Bevölkerung" trägt das Risiko. Aber genau da hatte Oettinger nicht reagiert, als er Mehdorn gewähren liess. Oettinger wusste, dass die Bahn auf Mehrkosten sitzenbleiben würde. Oettinger hat damit auch der Bahn geschadet. Diese Tatsache wurde auch jahrelang der "Bevölkerung" durch verlogene PR verheimlicht.

Chris-S schrieb:
Nun mal zur Rolle von Aufsichträten. Diese überwachen bei einer AG den Vorstand. Wenn man gute Aufsichtsräte hat, dann unterstützen die auch den Vorstand bei der strategischen Ausrichtung. Oettinger kann hier immerhin zwei Kompetenzen aufweisen, die ihn als Aufsichtsrat wertvoll machen. Er versteht etwas von Bilanzen, was heutzutage leider nicht selbstverständlich ist. Und für Herrenknecht noch wichtiger ist das Thema strategische Ausrichtung.Und da bringt Oettinger einiges mit. Er war als MP von BW international aufgestellt in den Bereichen Forschungs und Wirtschaftpolitik. Bei der EU war er auch in entsprechenden Ressorts involviert. Das macht ihn für ein so interntional aufgestelltes Unternehmen, wie Herrenknecht interessant.
Oettinger hat da nicht wirklich Ahnung. Sein Wirtschaftstudium hatte er abgebrochen. Er hat nur eine brauchbare Eigenschaft: Netzwerke und Seilschaften. Genau die will man abgreifen. Oder welche Immobilienkompetenz hat Oettinger? Da will er ja auch rein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.20 13:14.
Micha-0815 schrieb:
SpDrS600 schrieb:
Micha-0815 schrieb:
PS: Ja, Beiträge in einem S21-Forum, die Verweise auf S21 zitieren, dann auch auf S21 zu beziehen, muss offensichtlich mein Fehler sein.
Es gibt mir zu denken, warum Du nicht in chronischer Reihenfolge erwidern willst, sondern Du ein sarkastisches Postscriptum an einen Beitrag hängst, auf den
ich bereits geantwortet habe. Das zeigt, dass Du ganz offensichtlich nicht in der Lage bist, auch nur einmal einem Opponenten in der Sache zustimmen zu können,
denn sonst hättest Du, wie es sich gehört, bezugnehmend auf meinen letzten Beitrag geantwortet.

BTW, es ist auch mir nicht verborgen geblieben, dass wir hier in einem S21-Forum schreiben. Es ist aber unerheblich, ob ich meine Kritik am Verhalten von
Günther Oettinger, Rüdiger Grube, Gerhard Schröder od. Siegmar Gabriel festmache. Das ist Dir natürlich nicht verborgen geblieben. Aber das hätte Dir ja einmal
eine Zustimmung auf einen Beitrag eines S21-Gegners abverlangt. Dein Bruder im Geiste jagen sie gerade aus dem Weißen Haus.
Ich hatte meinen Nachsatz einfach nicht für wichtig genug gehalten, um daraus einen eigenen Beitrag zu machen. Du hast klar gestellt, dass Du entgegen meinem ersten Eindruck an dieser Stelle in diesem S21-Forum gar nicht über S21 schreibst, und damit ist das Thema Off-Topic. Und ich bin nun mal sicher nicht dafür bekannt, mich durch Troll-Beiträge in solche Off-Topic-Diskussionen ziehen zu lassen. Das brauchst Du also nicht persönlich zu nehmen.
Nein, es ist eben nicht Off-Topic, sondern ganz konkret. Oettinger ist einer, der ganz offensichtlich Profit aus dem Projekt S21 zieht das zum finanziellen Debakell geworden ist und für das die Steuerzahler nun geradestehen müssen.
Dass ich daraus eine allgemeine Folgerung gezogen habe, ändert daran gar nichts. Und wenn Du Dich nicht in nach Deiner Meinung Off-Topic-Diskussionen einlassen willst, warum hast Du dann weiter Deinen Senf dazugegeben? Du
musstest ja unbedingt die Kritik an Oettingers Verhalten als Skandal abtun! Dann spielst Du das miese Spielchen, dass Du Deine Beiträge nacheditierst um ja für Dich unschöne Diskussionen abzuwürgen. Du bist das Paradebeispiel
eines Trolls. Ein solches Verhalten ist in hohem Maß unanständig, ja geradezu assozial.
Lieber graetz,

zum Thema Wirtschaftskompetenz
Herr Oettinger ist Volljurist mit einem abgebrochenes (parallelen) VWL Studium. Er hat nach dem Studium in einer Kanzlei als WP und STB gearbeitet. Glaub mir, in zwei Jahren sammelst Du da jede Menge Kompetenz was Bilanzen etc angeht und das verlernt man auch nicht wieder.

Und wie kommst Du auf Immobilienkompetenz? Wir hatten das Thema Herrenknecht und die AR-Funktion von Herrn Oettinger. Herrenknecht hat primär nichts mit Immobilien zu tun.
Chris-S schrieb:
Lieber graetz,

zum Thema Wirtschaftskompetenz
Herr Oettinger ist Volljurist mit einem abgebrochenes (parallelen) VWL Studium. Er hat nach dem Studium in einer Kanzlei als WP und STB gearbeitet. Glaub mir, in zwei Jahren sammelst Du da jede Menge Kompetenz was Bilanzen etc angeht und das verlernt man auch nicht wieder.
Ich habe mir da auch eine Menge angeeignet in meinem Berufsleben. Ich habe eine kaufmännische Ausblidung. Ich habe auch BWL nebenbei studiert. Längere Zeit als Oettinger. Aber das qualifiziert nicht dazu, ein Testat durchzuführen oder einen entsprechenden Posten in einem AR.

Chris-S schrieb:
Und wie kommst Du auf Immobilienkompetenz? Wir hatten das Thema Herrenknecht und die AR-Funktion von Herrn Oettinger. Herrenknecht hat primär nichts mit Immobilien zu tun.
Aber CG Elementum:

Zitat
Günther Oettinger strebt Aufsichtsratsmandat bei CG Elementum an

Job beim Bauunternehmen: Günther Oettinger will in den Aufsichtsrat von CG Elementum einziehen. Die Firma gehört mehrheitlich dem umstrittenen Immobilienentwickler Christoph Gröner.
[www.wiwo.de]

Darauf verweise ich hier jetzt mehrmals, ohne dass jemand reagiert.

Auf den Prüfstand gehören generell die AR-Posten von Oettinger. Der eine hat schon durch S21 profitiert (nicht nur monetär - es ist auch eine gute Referenz, da es eine große Medienaufmerksamkeit geniesst), der andere ist ein Kandidat für das demnächst größte Immobilienprojekt in Stuttgart.

Zwei AR-Posten, die einen direkten Bezug zu S21 bedeuten können, sind zuviel um darin eine ehrwürdige Absicht zu sehen. Es folgt der Linie, dass Oettinger eh eine Affinität zu Lobbyismus hatte. Er wechselt jetzt nur die Seiten.
Du hast geschrieben:
"Ich habe mir da auch eine Menge angeeignet in meinem Berufsleben. Ich habe eine kaufmännische Ausblidung. Ich habe auch BWL nebenbei studiert. Längere Zeit als Oettinger. Aber das qualifiziert nicht dazu, ein Testat durchzuführen oder einen entsprechenden Posten in einem AR."

Dann frage ich einfach mal umgekehrt: Was muss jemand mitbringen, um für einen Aufsichtsrat geeignet zu sein? Ich hielt Kompetenzen beim Thema Bilanzen und strategische Unternehmensausrichtung als durchaus passend.

desweiteren hast Du geschrieben:
"Darauf verweise ich hier jetzt mehrmals, ohne dass jemand reagiert. "

Das mag daran liegen, dass der direkte Zusammenhang zwischen diesem Aufsichtsratsmandat und S21 für die meisten hier nicht erkennbar ist. Meines Wissens haben die im stuttgarter Raum lediglich mit dem Fellbacher Tower was zu tun. Der Zusammenhang S21 = böses Immobilienprojekt und Oettinger als AR bei einem Immobilienentwickler ist mir etwas zu dürftig.
Chris-S schrieb:
Lieber SpDrS600,

versuche Dir bitte einmal vorzustellen, dass es einen nicht unerheblichen Teil in der Bevölkerung (davon viele CDU-Wähler) gibt, die S21 als Infrastrukturentscheidung positiv erachten. Dann gibt es Politiker, die dieses Projekt vorantreiben. Ist es für dich nicht vorstellbar, dass diese Poltiker dieses Projekt vorantreiben, weil sie der Meinung sind, die richtige und gute Sache zu machen? Daraus abzuleiten, sie würden den Staat kaputt machen, weil sie die Interessen ihrer Wähler vertreten und eben auch durchsetzten, halte ich für gefährlich. Überlege einmal jemand ist dieser Meinung, wenn ein Politiker ein dir genehmes Projekt vertritt und bei bestehenden Mehrheiten eben auch durchsetzt.

Ich weiß, Du kannst Dir das nicht vorstellen und hälst daher alle beteiligten Politiker für käuflich. Inbesondere auf Herrn Oettinger hast Du es wohl abgesehen. Es gab aber noch viele andere. Die Herren Teufel und Rommel haben definitiv keine Aufsichtsratsposten angenommen. Sie waren integer und auch nicht fehlgeleitet. Dann gibt es ja noch Herrenknecht. Das Unternehmen hat über eine Milliarde Jahresumsatz. Die TBM Suse hat etwa 20 Millionen Euro gekostet. Bei 2 Prozent eine Jahresumsatzes ist es schon etwas gewagt, den Eindruck zu haben Herrenknecht hätte in erheblichem Ausmaß profitiert. Die meisten Unternehmen, die an S21 beteiligt sind, profitieren davon, dass sie aufgrund der konjunkturellen Lage Mondpreise aufrufen können. Dafür ist aber S21 nicht verantwortlich.

Nun mal zur Rolle von Aufsichträten. Diese überwachen bei einer AG den Vorstand. Wenn man gute Aufsichtsräte hat, dann unterstützen die auch den Vorstand bei der strategischen Ausrichtung. Oettinger kann hier immerhin zwei Kompetenzen aufweisen, die ihn als Aufsichtsrat wertvoll machen. Er versteht etwas von Bilanzen, was heutzutage leider nicht selbstverständlich ist. Und für Herrenknecht noch wichtiger ist das Thema strategische Ausrichtung.Und da bringt Oettinger einiges mit. Er war als MP von BW international aufgestellt in den Bereichen Forschungs und Wirtschaftpolitik. Bei der EU war er auch in entsprechenden Ressorts involviert. Das macht ihn für ein so interntional aufgestelltes Unternehmen, wie Herrenknecht interessant.
Lieber Chris-S,

doch, ich kann sehr wohl verstehen, dass Infrastrukturprojekte von großen Teilen der Bevölkerung begrüßt werden, und zu diesem Teil zähle ich auch mich. Nur auf S21 trifft auch etwas anderes zu, nämlich dass es nicht zuvorderst um die Verbesserung von Bahninfrastruktur ging, sondern um Immonilienprofite. Aber das ist Geschichte und wurde ja hier und an anderen Stellen zu genüge diskutiert. Das haben mir mittlerweile auch sehr viele CDU-nahe Leute bestätigt.

Und nun zu Deinem generellen Einwurf, dass ich alle beteiligten Politiker für käuflich erachte. Das ist nicht der Fall. Aber wenn sich Politiker ihren Lebensabend dadurch vergolden lassen, dass sie sich mittles Tantiemen für Ihr ehemaliges Tun bedienen, dann ist das etwas, was weite Teile der Bevölkerung für unanständig halten. Wenn Du die Diskussion hier verfolgt hast, dann hast Du sicher mitbekommen, dass ich hier keinen Unterschied bei der Parteizugehörigkeit machen. Ein solches Verhalten und weitere Dinge sind der Grund, warum man sich allenthalben Sorge um die westlichen Demokratien macht. Wenn wir Zustände wie in USA haben wollen, dann müssen wir nur noch ein paar Jahre so weitermachen, die Anzeichen dazu sind ja unverkennbar bereits da.

Wenn man gute Aufsichtsräte hat! Da sagst Du was. Ein Aufsichtsrat sollte tunlichst eine kritisch-konstruktive Distanz zum Vorstand haben. Dies ist nicht mehr gewährleistet, wenn man zum Unternehmen bereits eine wie auch immer geartete monitäre Beziehung hatte. Unter Juristen würde man einen solchen Verhalt als Befangenheit bewerten. Es ist faktisch unmöglich für einen Aufsichtsrat sein Mandat gewissenhaft zu erfüllen, wenn man bereits auf der Payroll stand bzw. sich andersweitig bereits für ein Unternehmen stark gemacht hat. Das ist in etwas so, als würde man einen der Trump-Söhne in den Suprem Court berufen, der dann darüber zu urteilen hat, ob die Wahl rechtens war oder nicht, um das einmal drastisch darzustellen. Ein Aufrichtsrat hat einzig die Aufgabe der Kontrolle, sonst nichts. Bereits die Beratung des Vorstandes wir als mitunter als Missachtung der Aufgabe gewertet.

Ich bin kein Freund von Angela Merkel, aber im Gegensatz zu Leuten wie Gabriel, Schröder oder Merz ist sie ein Ausbund an dem, was man in Deutschland früher Tugendhaftigkeit nannte. Es gibt Politiker, die gehen in Würde aus dem Amt und bleiben auch danach über alle Zweifel erhaben. Oettinger gehört nicht zu dieser Kategorie.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.20 16:46.
Chris-S schrieb:
Du hast geschrieben:
"Ich habe mir da auch eine Menge angeeignet in meinem Berufsleben. Ich habe eine kaufmännische Ausblidung. Ich habe auch BWL nebenbei studiert. Längere Zeit als Oettinger. Aber das qualifiziert nicht dazu, ein Testat durchzuführen oder einen entsprechenden Posten in einem AR."

Dann frage ich einfach mal umgekehrt: Was muss jemand mitbringen, um für einen Aufsichtsrat geeignet zu sein? Ich hielt Kompetenzen beim Thema Bilanzen und strategische Unternehmensausrichtung als durchaus passend.
Jahrelange - eher Jahrzehnte echte Erfahrung in der Wirtschaft auf einem entsprechenden Posten. Wir hatten mal einen der Samwer-Brüder in einen AR geholt. Nicht, weil der so kompetent war - bis dahin hatte er nur Geld verdient mit dem Kopieren von zwei Konzepten aus Übersee - also einen Informationsvorsprung - und fachlich wurde diese Firma in den Sand gesetzt. Aber sein Name zog Investoren an, die man abzocken konnte.

Chris-S schrieb:
desweiteren hast Du geschrieben:
"Darauf verweise ich hier jetzt mehrmals, ohne dass jemand reagiert. "

Das mag daran liegen, dass der direkte Zusammenhang zwischen diesem Aufsichtsratsmandat und S21 für die meisten hier nicht erkennbar ist. Meines Wissens haben die im stuttgarter Raum lediglich mit dem Fellbacher Tower was zu tun. Der Zusammenhang S21 = böses Immobilienprojekt und Oettinger als AR bei einem Immobilienentwickler ist mir etwas zu dürftig.
Steht denn schon fest, wer das Rosensteinviertel baut? Genau so ein Viertel gehört zum Beuteschema von Christoph Gröner. Motto: "Wir schaffen nachhaltige, bezahlbare Wohn- und Lebensräume" - klingt sehr nach Rosensteinviertel. Und genau dafür muss man jetzt anfangen, die Lobbyarbeit zu machen. Wie naiv bist du eigentlich?

Das Immobilienprojekt ist nicht "böse", aber der Kampf um das Fell wird böse laufen und CG Elementum hat demnächst einen einflussreichen Ex-MP aus Stuttgart im Köcher. Vor allem jetzt, wo sich ein neuer CDU-OB in Stuttgart abzeichnet.

Zur Ergänzung: Die "freien Grundstücke" werden nicht einfach an den Höchstbietenden verkauft. Die Stadt will ja nicht den maximalen Gewinn aus den Grundstücken herauswirtschaften. Das wird eher ein Schönheitswettbewerb. Und da kommt es auf die Lobbyarbeit an.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.20 14:50.
Micha-0815 schrieb:
SpDrS600 schrieb:
Micha-0815 schrieb:
PS: Ja, Beiträge in einem S21-Forum, die Verweise auf S21 zitieren, dann auch auf S21 zu beziehen, muss offensichtlich mein Fehler sein.
Es gibt mir zu denken, warum Du nicht in chronischer Reihenfolge erwidern willst, sondern Du ein sarkastisches Postscriptum an einen Beitrag hängst, auf den
ich bereits geantwortet habe. Das zeigt, dass Du ganz offensichtlich nicht in der Lage bist, auch nur einmal einem Opponenten in der Sache zustimmen zu können,
denn sonst hättest Du, wie es sich gehört, bezugnehmend auf meinen letzten Beitrag geantwortet.

BTW, es ist auch mir nicht verborgen geblieben, dass wir hier in einem S21-Forum schreiben. Es ist aber unerheblich, ob ich meine Kritik am Verhalten von
Günther Oettinger, Rüdiger Grube, Gerhard Schröder od. Siegmar Gabriel festmache. Das ist Dir natürlich nicht verborgen geblieben. Aber das hätte Dir ja einmal
eine Zustimmung auf einen Beitrag eines S21-Gegners abverlangt. Dein Bruder im Geiste jagen sie gerade aus dem Weißen Haus.
Ich hatte meinen Nachsatz einfach nicht für wichtig genug gehalten, um daraus einen eigenen Beitrag zu machen. Du hast klar gestellt, dass Du entgegen meinem ersten Eindruck an dieser Stelle in diesem S21-Forum gar nicht über S21 schreibst, und damit ist das Thema Off-Topic. Und ich bin nun mal sicher nicht dafür bekannt, mich durch Troll-Beiträge in solche Off-Topic-Diskussionen ziehen zu lassen. Das brauchst Du also nicht persönlich zu nehmen.

PS: Es ist weiterhin nicht so wichtig, als dass ich auf die Polemik noch einmal eingehe, oder die erneute Meinungsänderung, dass es nun doch konkret um S21 gegangen sei. Da graetz übrigens eh jeden meiner Edits nochmal zitiert, ist da offensichtlich von mir auch nicht zur Verheimlichung gedacht. Es geht primär darum, die unnötigen Posts um die Hälfte zu reduzieren, denn so erscheinen sie nur zusammen mit den Antworten als ein Beitrag.
An Deinen schalen Relativierungen zeigt sich, dass Du nicht einen Funken Anstand im Leib hast. Du wiederholst Dich. Nochmal die Frage, warum antwortest Du auf meinen Beitrag, wenn Du ihn für off-topic
hälst? Du widersprichst Dich in einem fort. Dass Du Dich nicht an die Gepflogenheiten eines solchen Forums hälst, spricht Bände. Im Übrigen brauchst Du nicht auf graetz zu verweisen, und dass gerade Du Dich
zum Hüter von nötigen oder unnötigen Postings aufschwingst, ist geradezu grotesk. Du und Trump, das ist ein Brei und ein Mus.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.20 15:03.
graetz schrieb:
Chris-S schrieb:
zur Rolle von Aufsichträten. Diese überwachen bei einer AG den Vorstand. Wenn man gute Aufsichtsräte hat, dann unterstützen die auch den Vorstand bei der strategischen Ausrichtung. Oettinger kann hier immerhin zwei Kompetenzen aufweisen, die ihn als Aufsichtsrat wertvoll machen. Er versteht etwas von Bilanzen, was heutzutage leider nicht selbstverständlich ist. Und für Herrenknecht noch wichtiger ist das Thema strategische Ausrichtung.Und da bringt Oettinger einiges mit. Er war als MP von BW international aufgestellt in den Bereichen Forschungs und Wirtschaftpolitik. Bei der EU war er auch in entsprechenden Ressorts involviert. Das macht ihn für ein so interntional aufgestelltes Unternehmen, wie Herrenknecht interessant.
Oettinger hat da nicht wirklich Ahnung. Sein Wirtschaftstudium hatte er abgebrochen. Er hat nur eine brauchbare Eigenschaft: Netzwerke und Seilschaften. Genau die will man abgreifen. Oder welche Immobilienkompetenz hat Oettinger? Da will er ja auch rein.
Er ist Experte für Kuhwiesen westlich der europäischen Stadt Paris. Entsprechend gut aufgestellt ist das Entwicklungsprojekt auf der Stuttgarter Bahnhofsbrache, an dem er als Politiker, als Aufsichtsrat bei Herrenknecht und in anderen Funktionen Anteil hat. Ohne solche Fachleute stünde das Projekt viel schlechter da.
Chris-S schrieb:
zum Thema Wirtschaftskompetenz
Herr Oettinger ist Volljurist mit einem abgebrochenes (parallelen) VWL Studium. Er hat nach dem Studium in einer Kanzlei als WP und STB gearbeitet. Glaub mir, in zwei Jahren sammelst Du da jede Menge Kompetenz was Bilanzen etc angeht und das verlernt man auch nicht wieder.
Dann hat er also doch frühzeitig die sich anbahnende Kostenexplosion erkannt, und dies gegenüber Auftraggeber(n) wie Öffentlichkeit VORSÄTZLICH vertuscht?
kmueller schrieb:
Chris-S schrieb:
zum Thema Wirtschaftskompetenz
Herr Oettinger ist Volljurist mit einem abgebrochenes (parallelen) VWL Studium. Er hat nach dem Studium in einer Kanzlei als WP und STB gearbeitet. Glaub mir, in zwei Jahren sammelst Du da jede Menge Kompetenz was Bilanzen etc angeht und das verlernt man auch nicht wieder.
Dann hat er also doch frühzeitig die sich anbahnende Kostenexplosion erkannt, und dies gegenüber Auftraggeber(n) wie Öffentlichkeit VORSÄTZLICH vertuscht?
Fast. Landesmitarbeiter hatten das erkannt. Er hatte es nur vertuscht.
lieber graetz,
Du hast geschrieben: "Jahrelange - eher Jahrzehnte echte Erfahrung in der Wirtschaft auf einem entsprechenden Posten. "

Das Modell gibt es natürlich. Ehemaliger Vorstand wird Aufsichtsrat. Wirklich erfolgreich war das nicht in allen Fällen. Somit würdest Du zum Beispiel Wissenschaftler ausschließen, die haben ja schließlich nur am Lehrstuhl geforscht und auch nicht die gefoderte Ahnung. Beim Aufsichtsrat geht darum auch andere Expertise hereinzuholen. Zwingend vorgeschrieben sind ja zum Beispiel in entsprechenden Fällen die Arbeitnehmervertreter. Der gerlernte Gewerkschaftssektretär würde die Anforderung der "echten Erfahrung" auch nicht erfüllen.

Du hast weiterhin geschrieben:
""Wir schaffen nachhaltige, bezahlbare Wohn- und Lebensräume" - klingt sehr nach Rosensteinviertel. Und genau dafür muss man jetzt anfangen, die Lobbyarbeit zu machen."
und
"Die Stadt will ja nicht den maximalen Gewinn aus den Grundstücken herauswirtschaften. Das wird eher ein Schönheitswettbewerb. Und da kommt es auf die Lobbyarbeit an."

Jetzt bin ich mal naiv (wie Du so nett von mir geschrieben hast) und frage, wie denn soeine Lobbyarbeit durch Herrn Oettinger konkret aussehen könnte. Bearbeitet der die Gemeinderatsmitglieder persönlich. Lädt der auf eine Neckarkreuzfahrt ein und bespasst dann alle bei einem Viertele. Oder wie muss ich mir das vorstellen? Sprich wo könnte der Lobbyist da ansetzen. Ich sehe da keine konkreten Ansatzpunkte.


Chris-S schrieb:
Somit würdest Du zum Beispiel Wissenschaftler ausschließen,
Du hattest die Bilanzierungskompetenz von Oettinger behauptet. Wenn die nicht gegeben ist - welche anderen "Expertise" hätte er denn noch, um sowohl für einen TBM-Hersteller als auch für einen Immobilenentwickler tätig zu sein?

Es gibt da nur eine Schnittmenge: Netzwerke und Seilschaften

Chris-S schrieb:
Jetzt bin ich mal naiv (wie Du so nett von mir geschrieben hast) und frage, wie denn soeine Lobbyarbeit durch Herrn Oettinger konkret aussehen könnte. Bearbeitet der die Gemeinderatsmitglieder persönlich. Lädt der auf eine Neckarkreuzfahrt ein und bespasst dann alle bei einem Viertele. Oder wie muss ich mir das vorstellen? Sprich wo könnte der Lobbyist da ansetzen. Ich sehe da keine konkreten Ansatzpunkte.
Er weiss, wen er anrufen kann um rauszufinden, wie man da zum Zug kommt. Diese Kriterien kann man dann auch mit denen abstimmen. Er kann seine Seilschaften nutzen, um seinen Klienten zu bevorzugen. Du bist echt naiv, wenn du nicht weiss, wie das läuft.

[lobbypedia.de]

Zitat
2014: Wechsel als Lobbyist zur Deutschen Bahn
Im Juni 2014 bestätigte Bahn-Chef Grube den Wechsel Pofallas zur Deutschen Bahn. Ab Januar 2015 soll Pofalla als "Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen" die Kontakte zur Politik pflegen und für internationale Geschäftsbeziehungen zuständig sein.

2016: Einwirken auf das Eisenbahnregulierungsgesetz
Wie der Spiegel im Juli 2016 berichtete, gelang es Pofalla in erheblichem Maße in den Gesetzgebungsprozess zum Eisenbahnregulierungsgesetz einzugreifen.[8] Das teils übergriffige Verhalten Pofallas - demnach setzte er Abgeordnete unter Druck und spielte sie gegeneinander aus - sei dabei bei vielen Beteiligten auf Unverständnis gestoßen. Ende Juni 2016 habe Pofalla dann ein sogenanntes Non-Paper lanciert, ein nicht-offizielles Dokument mit Forderungen und Anpassungsvorschlägen. Zentrale Forderungen aus diesem etwa vierseitigen Schreiben finden sich im Gesetz wieder, das der Bundestag am 7. Juli verabschiedete.
Dazu musst du die Abgeordneten kennen und wissen, wie man die gegeneinander ausspielt. Du brauchst für das Immobilenprojekt in Stuttgart also einen Insider einer regierenden Landes-Partei oder der Stadt-CDU. Noch besser, wenn das Wort des Insiders noch Bedeutung hat. Oettinger ist so einer.
Lieber SpDrS600

einige Anmerkungen:
Du hast geschrieben: "Verbesserung von Bahninfrastruktur ging, sondern um Immonilienprofite. Aber das ist Geschichte und wurde ja hier und an anderen Stellen zu genüge diskutiert."
Das Projekt ist 1997 gestartet. Ich habe 23 Jahre später noch keinen getroffen, der einen konkreten Immobilienprofit gemacht hätte. Für mich und viele Entscheider in der Stadt Stuttgart ist das ein Stadtentwicklungsprojekt.

Du hast geschrieben:
"Und nun zu Deinem generellen Einwurf, dass ich alle beteiligten Politiker für käuflich erachte. Das ist nicht der Fall. Aber wenn sich Politiker ihren Lebensabend dadurch vergolden lassen, dass sie sich mittles Tantiemen für Ihr ehemaliges Tun bedienen, dann ist das etwas, was weite Teile der Bevölkerung für unanständig halten. Wenn Du die Diskussion hier verfolgt hast, dann hast Du sicher mitbekommen, dass ich hier keinen Unterschied bei der Parteizugehörigkeit machen. Ein solches Verhalten und weitere Dinge sind der Grund, warum man sich allenthalben Sorge um die westlichen Demokratien macht. Wenn wir Zustände wie in USA haben wollen, dann müssen wir nur noch ein paar Jahre so weitermachen, die Anzeichen dazu sind ja unverkennbar bereits da."
Ich bin der Meinung, dass wir eine Durchlässigkeit zwischen Wirtschaft und Politik brauchen. In den USA kann ein Milliardär Bloomberg Bürgermeister (und ein Trump leider Präsident) werden. In Deutschland wäre das unvorstellbar. Als soziale Marktwirtschaft sind wir auf wirtschaftliches Verständnis angewiesen. Bei uns ist die Entwicklung leider so, dass kaum noch technische Wissenschaftler, Ökonomen und Betriebswirte mit Berufserfahrung sich aktiv in die Politik einbringen. Verkrachte Hochschulexistenzen haben wir schon mehr genug in der Politik.

Du hast geschrieben:
"Ein Aufsichtsrat sollte tunlichst eine kritisch-konstruktive Distanz zum Vorstand haben. Dies ist nicht mehr gewährleistet, wenn man zum Unternehmen bereits eine wie auch immer geartete monitäre Beziehung hatte."
Generell: welche konkrete frühere monetäre Beziehung siehst Du denn im Falle Oettinger/Herrenknecht? Und wo siehst Du ihn befangen? Die Zeit als Ministerpräsident liegt nun ja schon über 10 Jahre zurück. Ein Berufsverbot für ehemalige Politiker scheint mir nicht sonderlich fair zu sein.
Die Rolle des Aufsichtsrats ist im AktG relativ gut geregelt. Und nein die Aufgabe geht über die Kontrolle hinaus. Die Aktionäre, haben recht genaue Vorstellungen, was sie von einem konkreten Aufsichtsrat erwarten. Wenn sie einen Wissenschaftler berufen, dann ist dessen Aufgabe relativ klar. Die Arbeitnehmervertreter im AR vertreten neben der Kontrolle recht deutlich die Interessen der Arbeitnehmer.
Wenn Du einige deutsche Großkonzerne anschaust, dann sind oft ehemalige Vorstände im Aufsichtsrat.

Mir scheint, dass bei Dir ein Denkfehler über die Rolle des Aufsichtsrats vorliegt. Er ist nicht der Gesellschaft sondern dem Unternehmen und dessen Besitzern gegenüber verpflichtet. Der Gesellschaft ist er dann verpflichtet, wenn der Aktionär der Staat ist und dann aber auch nur indirekt.
Chris-S schrieb:
Jetzt bin ich mal naiv (wie Du so nett von mir geschrieben hast) und frage, wie denn soeine Lobbyarbeit durch Herrn Oettinger konkret aussehen könnte. Bearbeitet der die Gemeinderatsmitglieder persönlich. Lädt der auf eine Neckarkreuzfahrt ein und bespasst dann alle bei einem Viertele. Oder wie muss ich mir das vorstellen? Sprich wo könnte der Lobbyist da ansetzen. Ich sehe da keine konkreten Ansatzpunkte.
Ich bringe mal ein Beispiel aus einem anderen Bereich, und zwar aus der reinen Wissenschaft, wo es bekanntlich nur um die Wahrheit und nie um etwas anderes geht. Quelle ist ein Interview in der Ausgabe 11/2020 der Zeitschrift Forschung und Lehre mit Prof. Reinhard Genzel, der gerade für seine Arbeiten über Schwarze Locher den Physiknobelpreis bekommen hat.

Er wird dort gefragt, wie er auf seinen erfolgreichen Weg kam, und antwortet darauf:
Ich bin erblich vorbelastet.Mein Vater war auch Physiker. Schlimmer noch: Er war auch Max-Planck-Direktor. Ich habe früh erfahren, was Forschung ist, und auf Reisen mit meinen Eltern den internationalen Teil des Forscherlebens kennengelernt. Er hat mich auf ein neues Institut für Radioastronomie der Max-Planck-Gesellschaft in Bonn aufmerksam gemacht. Dort bin ich hin... Ich rate jedem Nachwuchswissenschaftler und jeder Nachwuchswissenschaftlerin, sich solche Mentorinnen und Mentoren zu suchen. Mein Vater war für mich wichtig, weil er nicht nur das Fach beherrschte, sondern auch die Strukturen und die Kultur der Max-Planck-Gesellschaft kannte und mir erklären konnte, wie die Forschung dort läuft und wie die Kultur der Forschungseinrichtung ist. Ohne solche Informationen haben es junge Forscherinnen und Forscher deutlich schwerer. Meinen zweiten Mentor, Charly Townes, betrachte ich wie einen zweiten Vater...

Kurz zusammengefaßt: das Wichtigste für 'Erfolg' ist, sich frühzeitig einer guten Seilschaft anzuschließen. Und wenn ein Nobelpreisträger so etwas sagt, dann wird es wohl stimmen. Der Vollständigkeit halber: ich war nie in einer solchen Laufbahn drin, aber jemand aus der Familie unterrichtet an einer Uni, weshalb diese Zeitschrift hier herumliegt. Am betreffenden Fachbereich ist der Klüngel nach Originalberichten von dort übrigens noch krasser, obwohl es dort weder Organisationen wie 'Parteien' noch gutdotierte Auftragsforschung gibt, sondern nur Posten zu ergattern sind.
Lieber graetz,
Du hast geschrieben:
"Du hattest die Bilanzierungskompetenz von Oettinger behauptet. Wenn die nicht gegeben ist - welche anderen "Expertise" hätte er denn noch, um sowohl für einen TBM-Hersteller als auch für einen Immobilenentwickler tätig zu sein?

Es gibt da nur eine Schnittmenge: Netzwerke und Seilschaften

Spontan fallen mir das Personalpolitik und Recruiting von Spitzenkräften ein (das erfolgt über das Netzwerk). Er war zudem Digitalkommissar und sollte sich somit in dem Bereich auch gut auskennen. Internationale Kontakte wird er auch haben. Wie gesagt, der Aufsichtsrat dient dem Eigentümer zur Überwachung seiner Interessen gegenüber dem Vorstand.

Du hast geschrieben:
"Er weiss, wen er anrufen kann um rauszufinden, wie man da zum Zug kommt. Diese Kriterien kann man dann auch mit denen abstimmen. Er kann seine Seilschaften nutzen, um seinen Klienten zu bevorzugen. Du bist echt naiv, wenn du nicht weiss, wie das läuft."
Leider kannst Du wieder nix Konkretes sagen und ich würde mich freuen, wenn Du auf Beleidungen verzichten könntest.
Die Kriterien für den Wettbewerb zur Bebauung schlägt die Stadtverwaltung vor. Dann werden sie im Gemeinderat diskutiert und beschlossen. Dann wird es eine Ausschreibung geben. Eine Wettbewerbskommission mit Gemeinderatsmitgliedern und Experten wird den Sieger auswählen. Lieber graetz, wo siehst Du da die Möglichkeit konkret für einen Lobbyisten einzugreifen?

Zum Rest
Herr Pofalla ist nicht das Thema - Das Thema war Herr Oettinger und Herrenknecht - also bitte nicht ablenken- Danke!
Lieber kmueller,

zwei Anmerkungen.
1) Ich würde das nicht als Seilschaft sonderns als erfolgreiche Begabtenförderung bezeichnen. Das war bei Vater und Sohn Mozart ähnlich.
2) Ich sehe leider den konkreten Bezug zu Herrenknecht/Oettinger nicht
Chris-S schrieb:
Lieber graetz,

zum Thema Wirtschaftskompetenz
Herr Oettinger ist Volljurist mit einem abgebrochenes (parallelen) VWL Studium. Er hat nach dem Studium in einer Kanzlei als WP und STB gearbeitet. Glaub mir, in zwei Jahren sammelst Du da jede Menge Kompetenz was Bilanzen etc angeht und das verlernt man auch nicht wieder.

Und wie kommst Du auf Immobilienkompetenz? Wir hatten das Thema Herrenknecht und die AR-Funktion von Herrn Oettinger. Herrenknecht hat primär nichts mit Immobilien zu tun.
Ich habe selten etwas lächerliches gelesen. Klar, Oettinger wurde eingestellt, weil er ein abgebrochenes Wirtschaftsstudium hat. Da gab es keinen anderen Kandidaten...
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