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 21 - Stuttgart 21 

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Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: graetz

Datum: 16.10.20 10:59

ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
Zitat:
Da der erste Entwurf 1997 entstanden ist, ist das durchaus "jüngst". Aber gut, wenn dir nichts anderes einfällt als Wortklaubereien.
Wir werden ja heute bzw. in den Folien von heute sehen, ob das Problem dort jetzt gelöst ist.
Sicherlich geben die Folien auch Aufschluss darüber, wie das Problem mit dem "insgesamt identischen Querschnitt" gelöst wurde, um aufs eigentliche Thema des Threads zurückzukommen.
Das wird heute wohl weniger Thema im Lenkungskreis sein. Wir werden das aber in den nächsten Jahrzehnten sehen nach jedem Starkregen.

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: ChrisM

Datum: 16.10.20 11:08

graetz schrieb:
Zitat:
Das wird heute wohl weniger Thema im Lenkungskreis sein. Wir werden das aber in den nächsten Jahrzehnten sehen nach jedem Starkregen.
Das ist ein wiederkehrendes Verhaltensmuster. Nachdem es mit den Fakten hapert, wird der Eintritt der eigenen Prognosen auf einen unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft verschoben. Das war beim Bauen im Anhydrit so, das ohne Zwischenfälle vonstatten ging. Nun müssen sich eben die Deformationen eines fernen Tages einstellen. Das war mit dem Umfallen des Bahnhofsturms sowie des Fernsehturms so, und so weiter und so fort. Nun wird sich also die Unbrauchbarkeit des Dükers, die leider nicht sofort bei Fertigstellung zu Tage trat, geschweige denn dass während des Baus das Umfeld wie angedroht Schaden genommen hätte, auf die Zukunft verschoben, beseelt von der Hoffnung, doch irgendwann einmal irgendwie doch recht zu haben. Das ist für den Betrachter eigentlich ganz unterhaltsam. Bis dahin merken wir uns: 19,92 / 23,78 Quadratmeter
und 29,50 Quadratmeter sind "insgesamt identisch"

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: graetz

Datum: 16.10.20 11:19

ChrisM schrieb:
Das ist ein wiederkehrendes Verhaltensmuster.
Einige Dinge können sich erst in der Zukunft herausstellen. Ob der Düker ausreicht, werden eben die nächsten Starkregen zeigen.
Anders z.B. bei den Kosten. Da wissen wir es jetzt schon, dass die Prognosen der Bahn falsch waren.
Bei der Leistung sehen wir es jetzt auch schon. Man diskutiert Milliardenteure Erweiterungen.
Anhydrit hört auch nicht auf, quellfähig zu sein, nur weil S21 eröffnet wurde. Der Engelbergbasistunnel belegt das. Auch da wird die Zeit erst die Erkenntnis bringen.

Das ist keine "Strategie" der Gegner. Das sind eben nur berechtigte Einwendungen, die Stand heute nicht überprüfbar sind.
Und bei ausreichend Einwendungen, die einen Projektabbruch zur Folge hätten müssen, hatten die Gegner ja auch recht. Da hilft auch nicht, dass einige Einwendungen sich nicht bewahrheiten. Insgesamt dürfte es S21 gar nicht geben.

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: Stoff

Datum: 16.10.20 11:26

graetz schrieb:
Zitat:
Es gibt eben äußere Grenzen, die auch der beste Ingenieur nicht wegzaubern kann
Die oben erwähnte vom Ingenieur Hans Heydemann gutachterlich erkannte Grenze wurde dann aber doch von den Ingenieuren der Bahn weggezaubert.

graetz schrieb:
Du meinst aus der Ausarbeitungen einen bestimmten Vorwurf dort zu lesen. Das sehe ich anders.
Du machst Witze, das ganze Gutachten des Ingenieurs Hans Heydemann ist gespickt mit solchen Vorwürfen:
(...) Ist dem Planer nichts Besseres eingefallen? (...)
(...) geplante fragwürdige Einführung (...)
(...) Schwerwiegendster Planungsmangel (...)
(...) wie unzulänglich die Dükerplanung insgesamt ist und wie wenig das Spülkonzept durchdacht wurde (...)

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: alfons95

Datum: 16.10.20 14:38

graetz schrieb:
ChrisM schrieb:
Das ist ein wiederkehrendes Verhaltensmuster.
Einige Dinge können sich erst in der Zukunft herausstellen.
Und wenn sie es nicht tun, dann hat man halt eine unerhörte Glückssträhne gehabt, schon klar.

graetz schrieb:
Das ist keine "Strategie" der Gegner.
Doch, ist es.

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: cs

Datum: 16.10.20 14:47

ChrisM schrieb:
Bis dahin merken wir uns: 19,92 / 23,78 Quadratmeter
und 29,50 Quadratmeter sind "insgesamt identisch"
Immer diese Wortklaubereien ;-)

Im Vergleich zur Fläche von Baden-Württemberg beträgt die Differenz zwischen 19,92 und 29,50 m² lediglich vernachlässigbare 0,000000003%

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: ChrisM

Datum: 16.10.20 16:26

cs schrieb:
ChrisM schrieb:
Bis dahin merken wir uns: 19,92 / 23,78 Quadratmeter
und 29,50 Quadratmeter sind "insgesamt identisch"
Immer diese Wortklaubereien ;-)

Im Vergleich zur Fläche von Baden-Württemberg beträgt die Differenz zwischen 19,92 und 29,50 m² lediglich vernachlässigbare 0,000000003%
Oh je, wie konnte mir dieser Umstand nur entgehen? Ich bitte vielmals um Entschuldigung. :-)

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: schienenbieger

Datum: Heute, 13:26:25

ChrisM schrieb:
....wird diese Woche in Betrieb genommen. Weder sind die Bäume daneben vertrocknet noch ist das Mineralwasser versiegt.
[www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de]
Hat noch etwas gedauert, aber jetzt ist es tatsächlich soweit:

nesenb.jpg

Das sind also die Wassermengen, die an einem gewöhnlichen Herbsttag da so durchfließen.

MfG

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: graetz

Datum: Heute, 13:31:09

schienenbieger schrieb:
ChrisM schrieb:
....wird diese Woche in Betrieb genommen. Weder sind die Bäume daneben vertrocknet noch ist das Mineralwasser versiegt.
[www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de]
Hat noch etwas gedauert, aber jetzt ist es tatsächlich soweit:

[attachment]

Das sind also die Wassermengen, die an einem gewöhnlichen Herbsttag da so durchfließen.
Das hat ungefähr die Qualität, mit der Populisten grade Spahns Infektion dazu benutzen, Masken in Frage zu stellen.
Oder gab es in den letzten Tagen aussergewöhnliche Starkregen in Stuttgart?

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: alfons95

Datum: Heute, 15:01:03

graetz schrieb:
schienenbieger schrieb:
ChrisM schrieb:
....wird diese Woche in Betrieb genommen. Weder sind die Bäume daneben vertrocknet noch ist das Mineralwasser versiegt.
[www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de]
Hat noch etwas gedauert, aber jetzt ist es tatsächlich soweit:

[attachment]

Das sind also die Wassermengen, die an einem gewöhnlichen Herbsttag da so durchfließen.
Das hat ungefähr die Qualität, mit der Populisten grade Spahns Infektion dazu benutzen, Masken in Frage zu stellen.
Oder gab es in den letzten Tagen aussergewöhnliche Starkregen in Stuttgart?
...und wenn der Starkregen nicht kommt, dann war er halt nicht stark genug, schon klar.
Derartige Bauten werden normalerweise für Jahrhundertereignisse dimensioniert. Was gleichzeitig bedeutet, dass ein Jahrtausendereignis damit nicht mehr beherrscht werden könnte. Das ist normal.
Wenn heraus käme, dass der Düker demgemäß unterdimensioniert ist, dann hätte man tatsächlich einen Case.
In Abwesenheit entsprechender Fakten (und dazu würde ich jetzt mal ausdrücklich auch die stumpfen Vergleiche von Querschnitten zählen) ist das Montags-ähnliche Geplärre erstmal unter Populismus zu verbuchen.

Re: Der unbaubare Nesenbachdüker....

geschrieben von: graetz

Datum: Heute, 15:09:24

alfons95 schrieb:
In Abwesenheit entsprechender Fakten (und dazu würde ich jetzt mal ausdrücklich auch die stumpfen Vergleiche von Querschnitten zählen) ist das Montags-ähnliche Geplärre erstmal unter Populismus zu verbuchen.
Genau aus dem Grund sollte man nicht frohlocken, die "Gegner" hätten irgendwie unrecht. Es ist aber so, dass in den nächsten "Jahrhunderten" die Starkregen zunehmen werden. Und zwar in der Anzahl und in der Intensität. Da nützt der Blick auf vergangene Jahrhunderte, die auch eine "kleine Eiszeit" beinhalteten, wenig. Weil wir dieses Klima von damals nicht mehr haben werden.

Die Grundidee des Populismus ist, Dinge zu behaupten, die das Auditorium hören will. Frei von Fakten. Die Versprechen zu S21 gehören in genau diese Kategorie.
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