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 21 - Stuttgart 21 

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In prominenter, dennoch kleiner Runde hat Hannes Rockenbauch sein Verkehrskonzept für seine Zeit als Stuttgarter Oberbürgermeister vorgestellt

Vorstellung Verkehrskonzept „Stuttgart 2030“ (Facebook, Video, 57 Minuten)


Die Zeitungen wollten nicht davon berichten. Von Themen einzelner Kandidaten zu berichten wäre mit der Verpflichtung zur Neutralität nicht vereinbar. Die Zeitungen fallen also bei der politischen Meinungsbildung aus.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Gibt es davon eine Zusammenfassung für Menschen, die keine Stunde Zeit haben?
Jmk schrieb:
Gibt es davon eine Zusammenfassung für Menschen, die keine Stunde Zeit haben?
Einhellige Meinung der "Experten": S21 habe 30 % weniger Kapazität als der Kopfbahnhof.

Ansonsten eine Reihe in sich widersprüchlicher Forderungen zum Ausbau des städtischen Nahverkehrs, z. B
- Hochbahnsteige der Stadtbahn sind böse, weil sie für Fußgänger Umwege und damit längere Fußwege bedeuten, während ein Bahndamm, der die halbe Stadt trennt, keinen zu stören scheint
- Verbindungen im Abstand von 20 Minuten im Nahverkehr sind schlecht, aber ein ITF-Vollknoten, mit dem man nur alle 30 Minuten abfahren kann, ist gut.
- 7 oder 8 Minuten Wartezeit im Nahverkehr sind schlecht, aber dass ein Zug im ITF-Vollknoten 20 Minuten und länger halten muss, scheint kein Problem zu sein.

Insgesamt betrachtet die üblichen radikalökologischen Forderungen von den üblichen Verdächtigen, wobei sich die Fakten mal wieder hinten anstellen müssen.

MfG
schienenbieger schrieb:
Ansonsten eine Reihe in sich widersprüchlicher Forderungen zum Ausbau des städtischen Nahverkehrs, z. B
- Hochbahnsteige der Stadtbahn sind böse, weil sie für Fußgänger Umwege und damit längere Fußwege bedeuten, während ein Bahndamm, der die halbe Stadt trennt, keinen zu stören scheint
- Verbindungen im Abstand von 20 Minuten im Nahverkehr sind schlecht, aber ein ITF-Vollknoten, mit dem man nur alle 30 Minuten abfahren kann, ist gut.
- 7 oder 8 Minuten Wartezeit im Nahverkehr sind schlecht, aber dass ein Zug im ITF-Vollknoten 20 Minuten und länger halten muss, scheint kein Problem zu sein.
Au weia. Bei solch einer Auffassungsgabe guckt man solche Videos wohl besser nicht an.

- Die Stadtbahn-Hochbahnsteige gibt's an fast jeder Strassenecke, den Bahndamm nur einmal und nur dort, wo keine Fussgänger unterwegs sind.
- Die 20 Minuten sind im innerstädtischen Bereich oder gar im Quartiersbereich, die 30 Minuten bei überregionalen Verbindungen.
- Dass der ITF-Knoten in manchen Fällen 20 Minuten Wartezeit und mehr hat, liegt vor allem daran, dass der Tiefbahnhof zu klein ist. Beim ertüchtigten Kopfbahnhof wären das nach Stand der Technik 11 Minuten im Worst Case. Und natürlich wiederum nur für überregionale Verbindungen, nicht für den im Vortrag angesprochenen Nahverkehr.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Vorallem die Finanzen werden nicht angesprochen. Herr Monheim spricht da so einige Bürgerbusprojekte an. Die werden zum Teil im Ehrenamt gefahren oder auf 400 Euro Basis. Er bemängelt auch das in den Landkreisen die Busse am Wochenende im Depot stehen. Warum sie dort stehen wird nicht angesprochen. Die Kreise sind froh wenn sie das Mo-Fr Angebot finanzieren können. Und wichtig, was erlauben SSB mit Fahrpreiserhöhung. Die Mitarbeiter von der Führung bis zur Kehrfrau wollen bezahlt werden. Herr Monheim kann sich bei der SSB hinstellen, und sagen ihr fahrt die Fahrzeuge für lau. Da bekommt das uralte "steinigen" eine ganz neue Bedeutung.

Dann wird geklagt das mehr Haltestellen gebaut werden müssen , weil die Wege zu lang sind. Jetzt wird die Mittnachtstr, gebaut, und die Fahrzeitverlängerung wird als schlecht dargestellt. Ja was denn nun ?

Dann mehr Querungen bei der Stadtbahn/Strassenbahn, jo klar. Da der Fussgänger von Hause aus dumm ist, muss für den auch eine Ampelanlage her. Fahrzeitverlängerung ist die Folge.

Wie sagte ein Gericht so schön," die mikroskopische Betrachtung, ist nicht zielführend".

Wer nicht innerhalb der S-Bahn oder Stadtbahn wohnt, der hat so oder so die A-Karte gezogen. Der muss mit dem Auto fahren, weil er sonst nicht pünktlich auf Arbeit ist.

Die Ideen an sich sind gut, nur muss weitergedacht werden, über das mikroskopische hinaus.Wenn ich dichtere Takte wünsche, dann reichen00/30 Knoten nicht aus. Dann muss die Eimerkette laufen, und wie so schön gesagt wurde, "rund um die Uhr verteilt".

14+8= 16, und wehe jemand behauptet was anderes , dat gibt Ärger.
Ersatzsignal schrieb:
Vorallem die Finanzen werden nicht angesprochen.
Seit wann spielen in Stuttgart Finanzen eine Rolle? Dortige Praxis ist doch 'einfach 50km Tunnel bauen und alle Probleme sind gelöst'.
Hallo, ich habe mir mal einen Teil angetan.

Zuvor: Hannes Rockenbauch ist mir noch in Erinnerung geblieben von den Schlichtungsgesprächen.
Mit seiner "Diskussionskultur" der ständigen Zwischenrufe kann ich ihn nicht ernst nehmen,
schon gar nicht mit der Ankündigung auf den Wahlplakaten "24h kostenloser SSB-Betrieb".

Ich weiß ja nicht, ob er irgendwo noch ein Geldsäckel auftun kann, aber wenn sich die Stadt
heute schon ziert, grundsätzlich an der 25-Millionenmarke des Defizites der SSB zu rütteln,
woher nimmt er dann exponentiell mehr Geld, was notwendig wäre?
Zumal die Kapazitäten- Corona-Zeiten mal ausgeblendet- einfach nicht vorhanden sind.

Prof.Monheim überraschte mich mit seinen Aussagen, Fußgänger wären so langsam in Stuttgart,
weil sie oft an roten Ampeln warten müssten und durch Hochbahnsteige behindert würden.
Ich weiß nicht, ob er an seiner Glaubwürdigkeit sägt, wenn er als Verfechter der Öffis
sich als Gegner die Stadtbahn aussucht.
Klar sind die Hochbahnsteige keine zu prämierenden Schönheitsexponate, aber sie sind halt
pragmatisch. Barrierefreier Einstieg war da schon möglich, als andernorts der Begriff noch unbekannt war.

Desweiteren beschreibt er wohl eine Stadt, die noch zu konstruieren ist, aber nicht Stuttgart.
Die Argumente passen einfach nicht in das Stadtbild mit den Haupteinfall-oder ausfallstraßen
und dazwischen enger Wohnbebauung.

Der Allgemeinplatz "Fahrradwege ausbauen" und "Busverkehr stärken" funktioniert in Stuttgart
nur mit Behinderung des Busses. Da, wo man bislang Fahrradschutzstreifen angelegt hat und wo
Busse fahren, werden diese massiv behindert, weil die dem Rad hinterher gurken müssen.
Ich muss ja nicht erwähnen, dass selbstverständlich Pkw einfach am Radler vorbei fahren können.

Der Autoverkehr ist nun mal da, und die vielen Autopendler werden gar nicht umsteigen können,
weil keine Kapazitäten frei sind, wenn sie notwendig wären.
Man kann auch nach der 10-Mrd.-Investition S21 nicht mehr Stadtbahnen auf den vorhandenen Trassen
fahren lassen, längere Züge gehen auch nur noch vereinzelt.

Oberirdische Straßenbahnen wie in Frankreich? Ja klar, wenn man einen breiten Boulevard zur
Verfügung stehen hat! Wenn heute schon kaum Platz ist, um den Busverkehr gescheit fahren lassen zu können,
wo soll der Platz für Straßenbahnen oberirdisch (!) herkommen?
Die Vorrangschaltungen bei Bus und Stadtbahn funktionieren so leidlich.
Hier könnte man mit mehr Aktivität deutlich mehr tun, aber selbst OB Kuhn hat sich da in den vergangenen
Jahren als völlig desintersssiert gezeigt.

Selbst auf der "Theo" hat man aus zwei Fahrstreifen einen und eine Popup-Radspur gemacht mit Busbenutzung.
Gleiches Problem wie oben geschildert...und am Beginn der Verengung steht der Bus dann wieder im Stau.

Viel Theorie, wenig Praxis. Genauso, was die Quartiersbusse betrifft. Die wären ganz sicher eine tolle
Einrichtung! Aber wer soll denn diese vielen Busse fahren? Die SSB findet heute schon kaum neues Personal.
Und wenn das dann feststellt, für welche Entlohnung es arbeitet (Anfangsgehalt), und worauf es verzichten muss
(Privatleben, Familie, Freunde), dann ist das ganz schnell wieder weg. So ist auch die Praxis.

Und zum Nachtverkehr: ab Dezember fahren die Nachtbusse ja täglich, es gibt dann also den oft angesprochenen
Nachtverkehr. Ich frage mich aber, warum man in Nachtverkehr unter der Woche investiert, aber für die
Verdichtung des Bustaktes in den Außenbezirken kein Geld hat? Die Frequenz dürfte eine andere sein!
Und, wie ex.Föll mal sagte, er sehe keine Verbesserung der Verringerung des MIV in der Stadt, wenn
die Außenlinien am Tagesrand verdichtet werden sollen: wie kommt denn der Pendler, der abends mit dem Auto
nach Hause fährt, tagsüber zur Arbeit? Ich nehme das Auto, obwohl ich sogar Freifahrt habe!
Zeitaufwand und Anschlussverlust stehen in keinem Verhältnis zur Alternative Bahn/ Bus.

Mal sehen, was die anderen Kandidaten so anbieten. Es gibt ja nun einen Wahl-o-Mat/ Kandidat-o-Mat:
[www.kandidatomat.de]

Mal sehen, wer wählbar ist und keine Luftschlösser verspricht. Auf Kuhn bin ich schon reingefallen.

LG Torsten